SHW AG – Die vergessene Auto Aktie

Demnächst könnte es soweit sein. Die SHW Aktie hat an der aktuellen Rally bislang noch nicht wirklich teilgenommen. Der Aktienkurs hat sich zwar seit den Tiefständen bei 28,73 Euro deutlich erholt, jedoch geriet diese Erholungsbewegung zuletzt wieder deutlich ins Stocken, während andere Automobilzulieferer deutlich besser performed haben. Sicherlich ist dieser Kursverlauf den zuletzt eher schwachen Quartalszahlen geschuldet, aber auch die geringen Umsätze in der Aktie lassen darauf schließen dass die Aktie irgendwie aus dem Fokus der Anleger verschwunden ist. Das könnte sich aber bald ändern, denn der Titel steht vor einem entscheidenden Signal.

SHW Aktie mit Bodenbildung und Setup

Ausgelöst wurde die jüngste Aufwärtsbewegung einmal mehr durch eine Cup and Handle-Formation (hier in dunkelgrün eingezeichnet), die den Titel eigentlich bis auf 38,93 Euro steigen lassen sollte. Dieser Anstieg gelang jedoch nicht ganz im ersten Anlauf. Durch die aktuelle Konsolidierung der Aktie hat sich nun eine zweite, größere Tassen-Formation (hellgrün) fast vollständig ausgebildet, die die SHW Aktie demnächst bis in den Bereich um die 47,90 Euro katapultieren könnte. Die geringen Umsätze und Stärke dieses harttechnischen Signals wirken dabei dann unter Umständen wie ein „Brandbeschleuniger“…

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten für die Aktie liegt momentan irgendwo im Bereich zwischen 47,- und 54,- Euro, was ebenso in dieses Bild passen würde. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau entspricht die also einer erwarteten Kurssteigerung von 25 bis 40 Prozent. Fazit: Der Chart sieht vielversprechend aus und der mittelfristige Abwärtstrend wurde bereits vor Wochen nach oben gebrochen. Ich habe schon schlechtere Setups gesehen…

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6 Comments

  1. Micha said:

    Ich wollte lediglich helfen und nicht überreden, mir ist es grundsätzlich auch Rille was jm. anderes handelt, daher auch die Aussage MEINES ERACHTENS, da meine Meinung und die Realität oder Sinnhaftigkeit dieser Aussagen nicht zwingend Hand in Hand gehen müssen. Ich finde es nur in der Mehrheit der Fälle „nachteilig“ lediglich fundamental bezogen zu traden, ebenso wie ein rein technischer Ansatz. Letztendlich kann beides sehr erfolgreich sein, aber das ist evtl. vergleichbar mit einem Fussballspieler. Warum sollte ich nur den rechten oder linken Fuss trainieren, wenn ich doch beidfüssig sein kann. 😉

  2. Thomas said:

    Hallo Felix,

    lass Dich zu nix überreden. Bleib bei dem, was du kannst und womit du Erfolg hast.

    Gruß

    Thomas

    • Lars said:

      Ich denke nicht dass Micha hier überreden wollte, sondern eher dazu animiert auch mal einen anderen Blickwinkel auf die Dinge einzunehmen. Der Satz „Bleib bei dem, was du kannst und womit du Erfolg hast.“ beinhaltet aber letztlich die wesentliche Lehre. Denn nichts führt zu schlechteren Ergebnissen als wenn man versucht die Strategie eines anderen zu kopieren.

      Also zusammenfassen…Felix wenn das was Du jetzt machst erfolgreich ist solltest Du dabei bleiben, wenn nicht dann solltest Du etwas ändern. Da muss dann aber nicht zwingend Charttechnik der Weisheit letzter Schluss sein…

  3. Micha said:

    Hallo Felix,

    als ich vor rund 2-3 Jahren anfing mich mit dem Börsengeschehen etwas näher zu befassen, hatte ich auch NUR auf fundamentale Daten geachtet. Ich kann dir nur wärmstens ans Herz legen (wie Lars mir damals) dich mit Charttechnik auseinander zu setzen, was nicht heißen soll fundamentale Daten zu vernachlässigen, es würde deinen Horizont und die Qualität deiner Anlage sicherlich um DIMENSIONEN erweitern/verbessern (und ist mE auch deutlich zeitsparender). 😉 Hier sei insbesondere von Michael Voigt: Das große Buch der Markttechnik empfohlen bzw. gibt es auch andere sehr gute und interessante zu dem Thema. Und wenn du es lediglich zur Hilfe von aus CRV Gesichtspunkten guten Einstiegen nimmst, würde es sich schon rechnen (meine Meinung).

    VG

  4. Felix said:

    Hallo Lars,
    als aufmerksamer Leser der (wieder häufigeren, trotzdem immer sehr interessanten) Artikel häufen sich meiner Ansicht nach in den letzten Tagen die sogenannten „Cup and Handle-Formation“. Dies waren in letzter Zeit vor allem VW, Conti, 3D Systems, Commerzbank und jetzt auch noch SHW. Ich bin eher Fundamental Anleger, weniger einer, der nach Chartsignalen handelt bzw. auf Charttechnik spezialisiert ist. Deshalb frage ich mich, was hinter den Cup and Handle-Formationen steckt und ob eine solche Formation in solchen unruhigen Zeiten wie derzeit häufig vorkommt. Vor allem natürlich wie solche Cup and Handle-Formationen zu deuten sind und ob es auch Beispiele gibt, bei denen eine solche Formation nicht nach oben geführt hat.

    Gruß
    Felix

    • Lars said:

      Hallo Felix,

      sehr gut beobachtet 😉 Und ja es gibt Zeiten in den solche Formationen öfter auftauchen. Es gäbe da noch so einige Charts in denen ich solche Muster sehe, aber ich will ja die Leser nicht langweilen… Das massive Auftreten dieser Muster deutet nun aus meiner Sicht ernsthaft darauf hin dass sich der Markt auf einen Ausbruch nach oben vorbereitet, und ja es gibt natürlich auch genügend Beispiele dafür das solche Muster gescheitert sind. Dann muss man eben entsprechend entschlossen handeln. Wie so oft ist also auch das keine Garantie für gar nichst, erhöht aber grundsätzlich die Wahrscheinlichkeiten zu Gunsten der Käufer!

      Wie Tassen-Formationen zu deuten sind habe ich ja hier schon des öfteren beschreiben…oder?

      Gruß, Lars

      P.S. Fundamentale Betrachtungen sind auch gut, aber nicht immer und funktionieren nach meiner Erfahrung eigentlich nur noch bei den eher langweiligen Blue Chips so richtig.

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