Im ersten Quartal müssen die Aktionäre der Phoenix Solar AG 12,9 Millionen Euro Verlust hinnehmen! Anleger reagieren zunächst geschockt auf diese Ankündigung und schicken die Aktie zum Handelsbeginn um über sieben Prozent in den Keller. Im Vorjahreszeitraum konnten noch 2,8 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen werden, was bereits damals nicht üppig war. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach auf minus 16,9 Millionen Euro ein, der Umsatz schrumpfte deutlich von 80,4 auf 32,4 Millionen Euro. Der Auftragsbestand zum Ende des ersten Quartals 2011 sank von 375 auf 178 Millionen Euro. Aufgrund einer nur schwachen Nachfrage bleibt die Phoenix Solar AG mit diesem Zahlenwerk wohl weit hinter den eigenen Erwartungen und denen des Marktes zurück. Auch im laufenden Quartal werden Umsatz und EBIT nicht das Vorjahresniveau erreichen, warnte das Photovoltaik-Systemhaus. Damit müssen auch wir unsere ursprünglich positive Haltung zu dem Unternehmen noch einmal genauestes überdenken. Charttechnisch sieht die neue Situation nun äußerst bedrohlich aus, nachdem heute ein neues Jahrestief generiert wurde. Das Zahlenwerk, insbesondere der schwache Auftragseingang lassen vermuten, dass wir nun bald deutlich tiefere Kurse bei der Aktie sehen werden.
Klöckner & Co. – mehr Kapital für mehr Marktanteil
Klöckner & Co. kündigte gestern, nach der Vorlage hervorragender Zahlen zum abgelaufenen Quartal, eine Kapitalerhöhung an. Mit der Kapitalmaßnahme will der Stahlhandelskonzern sich für weitere Übernahmen rüsten. Bereits im Sommer soll das Kapital um bis zu 50 Prozent erhöht werden, teilte die im MDax notierte Gesellschaft gestern in Duisburg mit.Operativ ist es nicht zuletzt durch die kürzlich getätigten Zukäufe erneut hervorragend gelaufen, und gerade diese Tatsache zeigt wohl auch dass die eingeschlagene Strategie die richtige ist. Eingrund mehr diesen eingeschlagenen Weg nun weiter zu verfolgen. Zwar dürfte die Kapitalerhöhung nicht alle Aktionäre erfreuen, aber letztlich zählt wohl nur das Ergebnis.
Mit seinem Quartalsergebnis übertraf Klöckner die Erwartungen von Analysten erneut deutlich. Das operative Ergebnis stieg von 29 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nun 104 Millionen Euro. Dabei profitierte das Unternehmen von kräftigen Preissteigerungen und einer wachsenden Nachfrage dank der weiterhin guten Wirtschaftslage in vielen seiner Kernmärkte aber eben auch durch die getätigten Zukäufen aus dem vergangenen Jahr. Der Absatz wuchs um ca 25% auf 1,5 Millionen Tonnen, der Umsatz legte dank der höheren Preise sogar überproportional um 51,3 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieben 43 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es lediglich 1,2 Millionen Euro gewesen.
Das Unternehmen bleibt hervorragend aufgestellt, die Kapitalerhöhung dürfte aber den Aktienkurs kurzzeitig belasten. Achten Sie auf die Unterstützung bei 24,20 Euro! Bis klar ist zu welchen Konditionen diese stattfinden wird bleiben die Tatsächlichen „Kosten“ der Kapitalmaßnahme reine Spekulation. Vielleicht ein guter Zeitpunkt um nach Top Zahlen auch einmal Gewinne mitzunehmen..?
Solarworld, Q-Cells, Nordex – wie gehts nun weiter?
Fundamental hat sich in den letzten Wochen für die Titel von Solarworld, Q-Cells, Nordex (leider) nicht viel geändert, dennoch könnte ein etwas genauerer Blick auf die charttechnische Situation des ein oder anderen Titels inzwischen wieder interessant sein. Inzwischen haben sich alle genannten Aktien in den letzten Wochen so verhalten wie wir das seit der atomaren Katastrophe von Fukushima und der anschließenden Anti-Atom-Diskussion prognostiziert hatten. Wie geht es nun weiter? Anbei erhalten Sie ein kurzes Update unserer Einschätzungen bezüglich der weiteren Entwicklung der o.a. Aktien. Wenn auch Sie regelmäßig über unseren kostenlosen Börsennewsletter unabhängige Informationen erhalten wollen melden Sie sich bitte hier unverbindlich an!
Die Wintermonate sind in der Branche eher durch eine sehr schwache Nachfrage geprägt, was sich auch deutlich in den Bilanzen von Q-Cells und Co. niedergeschlagen hat. Ob eine baldige Besserung eintreten kann bleibt vorerst noch abzuwarten, denn die Branche leidet weiterhin unter diversen politischen Entscheidungen einzelner Länder. In Deutschland gab es Anfang Januar die zweistellige Kürzung der Einspeisevergütungen und im Juli kommt eine weitere, deren Höhe noch unklar ist. Die schwächeren Euroländer, Italien, Spanien, Griechenland, Portugal fahren Ihre Investitionsprogramme notgedrungen immer weiter zurück, bzw. haben diese teilweise ganz auf Eis gelegt.
Solarworld ist sicherlich langfristig betrachtet noch einer der interessantesten Aktien unter den Solarzellen- und Modulherstellern, dennoch scheint sich die Aktie nicht mehr so recht von dem Niveau um die 10,- Euro lösen zu können. Immer wieder werden kurzzeitige Ausbruchsversuche nach oben umgehend wieder abverkauft. Eine deutliche Unterstützung liegt in dem Bereich um die 9,50 Euro, die nächste bei ca 8,60 Euro. Nach oben scheint bereits die Marke von 10,80 Euro die Grenze zu sein, die es zu überwinden gilt. Wir gehen derzeit davon aus. dass das Niveau um die 9,50 Euro erneut getestet werden könnte, würden aber die Aktie auch auf dem verringerten Niveau momentan nicht kaufen. Am Donnerstag kommen Zahlen, man darf gespannt sein..!
Bei der Q-Cells Aktie wird die Luft aus charttechnischer Sicht immer dünner! Ende März berichtete der Vorstandsvorsitzende Nedim Cen von einer „sehr schwachen“ Nachfrage und anhaltendem Preisdruck bei Zellen und Modulen. Dem Aktienkurs tat diese Nachricht nicht gut. Noch im November lag der Aktienkurs bei knapp 2,- Euro, konnte aber sich in den folgenden Wochen bis 3,50 Euro erholen bevor es wieder abwärts ging .Inzwischen notiert die Q-Cells Aktie teilweise wieder unter der wichtigen Marke von 2,60 Euro. Die Deutsche Bank sieht das Kursziel erneut bei ca. 2,- Euro. Dieser Meinung schließen wir uns an.
Die Nordex Aktionäre die auf eine schnelle Erholung der Aktie bis in den zweistelligen Bereich gehofft hatten dürften wohl auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt sein. Wir hatten ja auf die besondere charttechnische Situation bei dem nicht mehr günstigen Titel hingewiesen. Das Gap bei ca. 6,- Euro muss offenbar geschlossen werden. Danach bleibt die Frage wie es weiter gehen wird. Der jüngste Absturz der Vestas Aktie verheißt nicht viel Gutes für Nordex. Mit einem aktuellen Kurs von 6,20 Euro ist die Aktie nur noch einige Cent von unserem vorläufigen Zielkurs entfernt. Die schlechte Nachricht ist, dass mit dem Unterschreiten der 6,- Euro Marke dann ein neues Kursziel von 4,92 Euro generiert wird. Hier ist also nach wie vor Vorsicht geboten!
Heute gab es neue Zahlen von dem Windanlagenbauer…Wegen höherer Abschreibungen lag das EBIT mit 0,4 Mio Euro zwar auf Höhe des Vorjahresniveaus, nach Steuern ergab sich aber ein Konzernverlust von 1,8 Mio EUR. Im Vorjahr war das Ergebnis zumindest noch ausgeglichen gewesen. Von Januar bis März erhielt die Nordex SE neue Aufträge im Umfang von 154 Mio EUR. Das war doppelt so viel wie vor einem Jahr, aber nur die Hälfte der zum Jahresende 2010 eingegangenen neuen Order.
Commerzbank Aktie bleibt unter Druck
Die Hauptversammlung der Commerzbank am Freitag hatte einen gewissen Unterhaltungswert, an Kritik der Aktionäre wurde nicht gespart. Nach einem zehnstündigen, zähem Hin- und Her konnten sich die Vorstände des Geldhauses dann doch noch gratulieren, denn die Abstimmung der Aktionäre für die geplante Kapitalerhöhung wurde mit 99 Prozent aller abgegebenen Stimmen klar entschieden. Die Anteilseigner gaben damit fast einstimmig ihr Einverständnis für die größte Kapitalerhöhung einer börsennotierten Gesellschaft in Deutschland, wohl auch weil diese Maßnahme alternativlos zu sein scheint. Die Commerzbank kann sich mit dem Erlös von rund elf Milliarden Euro dann aus dem Einfluss des Bankenrettungsfonds SoFFIN freikaufen und somit in Zukunft auch wieder „anständige“ Managergehälter zahlen. Der Staat bleibt zwar mit 25 Prozent am Unternehmen beteiligt, dürfte aber dann nicht mehr allzu großen Einfluss auf die Geschäfte der Bank haben.
Letztlich blieb den Aktionären nicht viel übrig als dem traurigen Spiel zuzustimmen, und eine deutliche Verwässerung ihrer Anteile in kauf zu nehmen. Die übermächtigen Großaktionäre Allianz und SoFFin hatten das Ruder klar in der Hand, die Kleinaktionäre keine andere Wahl, der Weg war vorgezeichnet. Dem Aktienkurs dürfte diese endgültige Entscheidung für die Kapitalerhöhung erst einmal nicht gut tun. Anleger die auf eine schnelle Erholung gesetzt haben könnten enttäuscht werden. Auch charttechnisch betrachtet zeichnet sich immer mehr ab, dass ein baldiger Rutsch unter die Marke von 4,- Euro sehr wahrscheinlich ist. Die Schuldenproblematik in Griechenlands und die Spekulationen über einen Ausstieg aus dem Euro dürften die Bankentitel in den kommenden Wochen zusätzlich belasten. Wir haben unser Kursziel für die Aktie bereits vor knapp zwei Wochen von 4,05 auf 3,65 Euro gesenkt, und halten an dieser Prognose weiterhin fest! Unter langfristigen Gesichtspunkten könnte eine erste Position bei der Commerzbank Aktie um die 3,75 Euro dann aber interessant sein..
Silber bald unter 30,- Dollar?
Es verspricht eine spannende Woche zu werden – Die Amerikaner überraschten den Markt am Freitag mit deutlich besser als erwarteten. Arbeitsmarktdaten, woraufhin sich nahezu alle Börsen sofort euphorisch nach oben bewegten. Doch die Ernüchterung kam prompt. Bis zum Handelsende gaben alle US Indizes einen Großteil der Tagesgewinne wieder ab, und notieren damit wieder an entscheidenden Chartmarken, bzw. Unterstützungen. Das mag natürlich auch daran liegen, dass die Zahlen vom Arbeitsmarkt auf den ersten Blick gut aussehen, aber letztlich die Qualität der neuen Jobs weiterhin deutlich abnimmt.
Die Aussagekraft der Payrolls ist also zur Zeit eher relativ! Der Dow Jones testete erfolgreich die Trendlinie bevor er wieder nachgab und auch der S&P 500 konnte sich nur mühsam zum Handelsschluss über die Unterstützungslinie retten. Noch immer ist hierfür die Zone bei 1339 bis 1344 Punkte relevant. Der S&P schloss bei 1340 nachdem er kurzzeitig bis auf 1335 Punkte abgetaucht war. Die nächsten Unterstützungen liegen bei 1328, 1309 und 1300 Punkten.
Besondere Erwähnung sollte wohl der Rohstoffmarkt noch einmal finden. Der Einbruch beim Ölpreis, dem Gold- und insbesondere dem Silberpreis könnten Vorboten einer Konsolidierung am Aktienmarkt sein. Das eine deutliche Korrektur des Silberpreises überfällig war muss man nicht erwähnen, da dies nach dem vorangegangenen Anstieg eigentlich zwangsläufig passieren musste. Wer den ausgerufenen Kurszielen so manchen „Fachleute“ geglaubt hat musste die schmerzliche Erfahrung machen das es das schnelle Geld auch am Rohstoffmarkt nicht gibt! Silber dürfte noch bis 30,- Dollar, oder darunter, fallen bleibt aber dann langfristig wieder aussichtsreich..
Zwar bleiben auch die Aussichten für die Aktienmärkte auf Jahressicht insgesamt positiv, zwischenzeitliche Störfeuer sind aber nicht ausgeschlossen. Die Berichtssaison neigt sich langsam dem Ende zu, somit dürften neue, positive Impulse bald ausbleiben und der Markt wieder verstärkt auf die konjunkturellen Daten schauen. Sowohl die Nachrichten aus den schwachen europäischen Ländern wie Griechenland, Spanien oder Portugal als auch die Schuldenkrise der USA dürften somit wieder verstärkt in den Fokus der Anleger rücken.
Die DAX Bilanz hingegen kann sich sehen lassen. Insgesamt 17 der 23 bisher veröffentlichten DAX-Ergebnisse haben positiv überrascht, und auch die Ausblicke auf das kommende Quartal haben überzeugt. Man kann also momentan davon ausgehen, dass nach einer Konsolidierung des Dax bis auf 7.250 oder 7.000 Punkte ein Einstieg vor der nächsten Berichtssaison lohnenswert sein sollte. In der nun kommenden Woche könnten kurzfristige Trades somit noch lohnenswert sein, ab der nächsten Woche spätestens rechne ich aber mit deutlich schwierigeren Zeiten.
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Blicke in den DAX – ThyssenKrupp, Deutsche Bank, BASF, Deutsche Telekom, Lufthansa
Die ThyssenKrupp-Aktie war in der abgelaufenen Börsenwoche mit einem Aufschlag von 8,5 Prozent auf 32,36 Euro mit Abstand der stärkste Gewinner im DAX. Firmenchef Heinrich Hiesinger stellte die Pläne für den Konzernumbau vor, und diese kamen bei den Anlegern gut an. Der frühere Siemens-Manager, Heinrich Hiesinger will die schwächelnde Edelstahlsparte und weitere Bereiche mit einem Umsatz von insgesamt zehn Milliarden Euro abstoßen, um die Verschuldung des Konzerns drastisch zu senken. Es wird erwartet, dass Hiesinger nun dem Technologiegeschäft gegenüber dem Stahlgeschäft eine stärkere Rolle zuweist. Das hoch profitable Geschäft mit Aufzügen will er durch Zukäufe vorantreiben..
BASF meldete für das erste Quartal einen Gewinnsprung. Die Aktie notierte am Freitag bei 67,39 Euro mit 2,1 Prozent im Plus. Das gelieferte Zahlenwerk lässt keine nennenswerten Schwächen erkennen. Mit einem Umsatzwachstum von 25 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro knüpft die BASF nahtlos an die Dynamik aus dem Vorjahr an und zeigt eindrucksvoll, dass Preissteigerungen am Rohstoffmarkt sowie erhöhte Energiekosten an die Kunden weitergegeben werden können. Der Gewinn lag bei 2,55 Milliarden und damit knapp 39 Prozent höher als im Vorjahr.
Die Deutsche Telekom musste erneut einen Umsatzeinbruch in Europa hinnehmen. Außerdem belaste die Gebührensenkungen in Deutschland das Geschäft, hieß es. Die Quartalszahlen verfehlten die Erwartungen der Analysten deutlich und ließen die Aktie zunächst fallen bevor diesen dann zum Wochenschluss, um 0,4 Prozent auf 11,21 Euro aus dem Handel ging. Die expansive Strategie die man in den letzten Jahren massiv vorangetrieben hat scheint sich immer mehr als Flop zu entpuppen. Sowohl in den USA als auch in Europa, insbesondere den südosteuropäischen Ländern, brechen immer mehr Umsätze weg. Immerhin versprach René Obermann, die prognostizierten Jahresziele zu erreichen…
Die Deutsche Bank ist weiterhin in der Kritik, und es drohen erneute Klagen aus den USA. Dieses Mal ist es der Staat Kalifornien der dem deutschen Geldinstitut vorwirft ganze Stadteile von zwangsenteigneten Immobilien verwahrlosen zu lassen, und somit der jeweiligen Region durch eine verstärkte Abwanderung von Hausbesitzern enormen Schaden zuzufügen. Dem Aktienkurs schadete dies wenig. Trotz vermehrt schlechter Presse entwickelt die DB Aktie bereits seit Tagen neue Stärke..
Deutschlands größte Airline Lufthansa flog im ersten Quartal einen operativen Verlust von 227 Mio. Euro ein, obwohl der Umsatz von 5,2 auf 6,4 Mrd. Euro gestiegen ist. Grund sind die hohen Kerosinpreise sowie die Flaute bei Ferienflügen nach Nordafrika und Flügen nach Japan. Dennoch geht die Lufthansa weiterhin von einer Steigerung des Ergebnisses im Gesamtjahr aus. Die Anleger sehen das weniger optimistisch, die Lufthansa-Aktie zählt seit Mittwoch zu den schwächsten Papieren im DAX.
BYD geht an die chinesische Börse – Warren Buffet bleibt treu!
Der größte chinesische Batterie- und Elektroauto-Hersteller BYD plant ein baldiges Listing an der Heimatbörse. BYD beabsichtigt 79 Millionen A- Sahres, oder 3,4 Prozent des Aktienbestandes, an die Shenzhen Stock Exchange zu platzieren. Dabei wird ein Erlös von 337 Mio. USD erwartet, mit dem das Tochterunternehmen Shenzhen BYD Lithium Battery ausgestattet werden soll. Grund für diese Kapitalmaßnahme ist ein Großauftrag in Höhe von ca. 830 Millionen Dollar, den es kurzfristig zu finanzieren gilt. Offenbar leidet das Unternehmen immer noch unter Liquiditäts-Engpässen, und will sich somit aus dieser Not befreien. Der geplante Schritt unterstützt heute die BYD Aktie die erst vor ein paar Tagen ein neues Tief markiert hatte. Wir haben uns nun mit einer weiteren Position der Aktie eingedeckt, da wir den Börsengang, der zwar noch durch die Regulierungsbehörde geprüft werden muss, grundsätzlich positiv sehen.
Das Interesse für die Aktie von Build Your Dreams dürfte damit in Zukunft deutlich zunehmen. Erst kürzlich konnte man lesen, dass Warren Buffet/Berkshire Hathaway, die hier maßgeblich beteiligt sind, die langfristigen Perspektiven von BYD auch weiterhin positiv einschätzt. das ist sicherlich kein Garant für eine künftige Performance der Aktie, hat aber eine gewisse Aussagekraft. Die Aktie sollte in den kommenden Wochen genauer beobachtet werden. Auf dem aktuellen Niveau sehen wir eine gute Chance für einen Turnarround. Kann demnächst die Marke von 2,50 Euro wieder überwunden werden hellt sich auch das Chartbild wieder etwas auf. Die Aktie bleibt aber grundsätzlich nur für Langfristinvestoren mit der nötigen Geduld eine gute Wahl…
Der Silber-Gold-Öl-Euro-Crash..
Lange hat es gedauert – seit Wochen schreibe ich hier darüber, dass in einzelnen Märkten unglaubliche Übertreibungen stattfinden. Seit zwei/drei Tagen scheinen sich diese Übertreibungen nun endlich wieder zu relativieren. Die Rede ist natürlich in erster Linie von den Rohstoffen, und hier insbesondere die beiden Edelmetalle Gold und Silber sowie Öl. Alle drei Anlageinstrumente sind in den vergangenen beiden Tagen kräftig unter die Räder bekommen. Am härtesten dürfte es dabei die Anleger erwischt haben die beim Silber zu Kursen knapp unter 50,- Dollar noch auf einen weitere Anstieg gesetzt haben. Der Silberpreis ist nach der dramatischen Rallye der letzten Wochen ebenso dramatisch wieder eingebrochen, und notiert heute rund 30 Prozent niedriger als noch letzte Woche. In seinem Schlepptau das Edelmetall Gold. Mit 1.485,- Dollar je Feinunze notiert Gold heute um satte 85,- Dollar niedriger als noch letzte Woche.
Natürlich führten diese starken Kursbewegungen bei den Rohstoffen auch zu entsprechenden Verwerfungen an den Devisenmärkten. Notierte der Euro gegenüber dem Dollar noch am Wochenanfang bei knapp 1,50 mussten auch hier deutliche Abschläge hingenommen werden. Inzwischen hat sich die europäische Leitwährung bei 1,45 vorläufig eingependelt. Der Ölpreis stürzte ebenfalls dramatisch ab, Brent kostet nur noch 111 und WTI rund 100 Dollar und damit mehr als zehn Prozent weniger als noch vor kurzem.
Über die tatsächlichen Auslöser dieser extremen Kursbewegungen spekuliert der Markt nun in alle Richtungen. Die zuletzt schwachen Zahlen des US Arbeitsmarktes lassen neue Befürchtungen eines sogenannten „Double Dip“ erneut aufkeimen, hieß es unter anderem. Der starke Abschlag wurde als Zeichen für eine kommende Schwäche der US-Wirtschaft gewertet. Die Euroschwäche sowie der nachgebende Ölpreis hingegen sind natürlich deutlich positive Zeichen für exportorientierte deutsche Firmen, und könnten nach einer baldigen Stabilisierung der Rohstoffmärkte für einen neuen Schub sorgen. Natürlich bleiben diese Verwerfungen aber zunächst nicht ohne Wirkung auf die Aktienmärkte! Ich bin somit sehr gespannt wie weit die Korrektur dieser überhitzten Märkte noch gehen wird, um dann zu gegebener Zeit in die Profiteure dieser Entwicklung zu investieren…
Dialog Semiconductor – rauf oder runter?
Die Dialog Semiconductor AG veröffentlichte gestern einmal mehr positive Quartalszahlen. Der Umsatz konnte um 61,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 98,5 Millionen US-Dollar gesteigert werden. Die erst im Februar übernommene niederländische SiTel AG steuerte insgesamt 17,9 Millionen US-Dollar zum konsolidierten Umsatz des Unternehmens bei. Der Konzerngewinn liegt bei 7,9 Millionen US-Dollar, davon entfallen 1,5 Millionen US-Dollar auf die SiTel AG. Für das zweite Quartal wird nun ein konsolidierter Umsatz in Höhe von 107 bis 112 Millionen Dollar erwartet. Operativ läuft also nach wie vor alles rund bei der Dialog Semiconductor AG.
Dem Aktienkurs half diese Nachricht allerdings wenig. Nach einem kurzen Anstieg gestern von 14,- auf 15,- Euro notiert die Aktie inzwischen wieder deutlich tiefer und nähert sich erneut der Unterstützung bei 13,90 Euro. Man muss natürlich das allgemein eher schwächere Börsenumfeld in diese Betrachtung mit einfließen lassen, dennoch scheinen die verwöhnten Dialog Aktionäre wohl mehr erwartet zu haben da seit gestern immer wieder größere Positionen in den Markt gegeben werden. Die Unterstützung bei 13,90 Euro sollte aber vorerst halten. Gelingt dies nicht drohen weiter Abschläge bis in den Bereich um die 12,10 Euro. Im umgekehrten Fall muss die Aktie den Widerstand bei ca. 15,90 Euro überwinden um in höhere Regionen vorzustoßen. Ein erster Kauf an der Unterstützung bei 13,90 Euro könnte für spekulativ orientierte Anleger interessant sein…
HeidelbergCement – besser aber nicht wirklich gut!
Die HeidelbergerCement AG legte heute die Zahlen zum abgelaufenen Quartal vor und diese waren auf den ersten Blick ganz ordentlich. Der Umsatz legte von 2,18 Milliarden auf 2,6 Milliarden Euro kräftig zu. Operativ legte des Ergebnis vor Abschreibungen um 47,5 Prozent auf 253 Millionen € zu. Nach Steuern und Zinsen belief sich der Fehlbetrag in den traditionell schwachen Wintermonaten Januar bis März auf 120 Millionen Euro. Analysten hatten im Vorfeld der Zahlen mit einem höheren Verlust von 134 Millionen gerechnet. Noch im Vorjahr war der Verlust des Konkurrenten von Holcim, Cemex und Lafarge mit einem Minus in Höhe von 162 Millionen Euro deutlich höher ausgefallen. Der Vorstandsvorsitzende Bernd Scheifele bekräftigte erneut die Prognose für den Heidelberger Cement Konzern für das Gesamtjahr, und hält an den gesteckten Zielen fest.
Das Zahlenwerk ist zwar ganz ansehnlich wenn man die saisonalen Belastungsfaktoren für das Unternehmen mit einbezieht, dennoch überzeugen mich diese Daten nicht. Die HeidelbergCement AG bleibt eine der interessantesten Spekulationen auf eine nachhaltige Erholung der Bauwirtschaft, noch ist es aber wohl nicht soweit. Ich rechne nach diesen Zahlen nicht mit einem neuen Schub für den Aktienkurs. Vielmehr gehe ich für die nächsten Wochen von einer Seitwärtsbewegung aus, die man aber durchaus traden kann. Charttechnisch betrachtet sollte sich die Aktie nun in der Range zwischen den Unterstützungen die bei 49,30 Euro sowie 44,50 Euro liegen und dem nächsten Kursziel von ca. 52,50 Euro bewegen. Bei Kursen um die 45,- Euro wäre die Aktie von HeidelbergCement somit für uns wieder ein klarer Kauf.
Q-Cells – das sieht nicht gut aus!
Sowohl von der Nachrichtenseite als auch aus charttechnischer Sicht gibt es heute mal wieder keine guten Nachrichten von der Q-Cells AG. Heute morgen berichtete die Mitteldeutsche Zeitung, dass sich der Solarzellenhersteller Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen wegen der rückläufigen Nachfrage nach Solarzellen vom Großteil seiner Leiharbeiter trennt. Alte Befürchtungen der Anleger kehren damit offenbar schnell wieder zurück. Die Auftragslage bei dem Konzern ist nach wie vor nicht unbedingt als stabil zu bezeichnen. Am 12. Mai will das Unternehmen die neuen Quartalszahlen vorlegen – Anleger trennen sich im Vorfeld heute von der Aktie, die mit einem Tiefstkurs von 2,58 Euro heute der letzten Unterstützung bedenklich nahe gekommen ist, bzw. diese kurzzeitig unterschritten hat. Wird diese nun deutlicher unterschritten dürfte die Aktie erst im Bereich um die 2,20,- Euro den nächsten Halt finden. Der gesamte Solarsektor bleibt angeschlagen. Auch die Gewinnwarnung von US Branchenprimus First Solar und die heutigen schlechten Nachrichten von Sunways dürften in den nächsten Tagen noch etwas nachhallen…
Die Vestas Aktie stürzt ab – was heißt das für Nordex?
Bereits seit längerem gehört die Aktie des dänischen Marktführers für Windanlagen nicht mehr zu den Lieblingen der Anleger. Heute mussten Vestas Aktionäre erneut einen schweren Schlag verkraften. Mit einem Abschlag von teilweise über 12 Prozent gehört die Vestas Aktie zu den großen Verlierern im Sektor der erneuerbaren Energien. Der weltgrößte Windkraftanlagenbauer musste im ersten Quartal operativ einen Fehlbetrag von 69 Millionen Euro hinnehmen, 30 Millionen mehr als noch vor einem Jahr. Unter dem Strich bleib ein Verlust von 85 Millionen Euro, und damit mehr als doppelt so viel wie 2010.
Von einem erneuten Aufschwung in der Branche sei bislang noch nichts zu spüren ließ das Unternehmen verlauten. Auch die jüngsten Diskussionen um den Atomausstieg einiger Länder bleiben bisher ohne konkrete Auswirkungen auf der Auftragsseite. Viel mehr leidet die Branche weiterhin unter der Zurückhaltung von Klimaschutz-Investitionen aller wichtigen Nationen, die aufgrund von teilweise stark reduzierten Haushaltsplanungen derzeit nicht getätigt werden. Ein weiterer Belastungsfaktor ist die starke Konkurrenz und der damit verbundene Preiskampf, der ebenfalls auf die Gewinne drückt, und somit dazu geführt hat , dass Vestas nun trotz eines deutlich gesteigerten Umsatzes einen so hohen Verlust ausweisen müsse.
Ich gehe weiterhin davon aus, das auch bei Nordex schwere Zeiten ins Haus stehen. Die heutigen Zahlen des Branchenführers Vestas sind zumindest ein deutlich negatives Zeichen und lassen nicht viel Gutes erwarten. Die Nordex Aktie hält sich heute trotz dieser schlechten Nachrichten noch ganz gut. Charttechnisch ist die Lage weiterhin sehr angespannt. Unsere letzte Analyse zu der Nordex Aktie ist damit nahezu vollständig eingetroffen. Wir gehen weiterhin davon aus, das mit hoher Wahrscheinlichkeit das noch offene Gap bei der Aktie, bei ca. 6,- Euro noch geschlossen wird.