Author Archives: Lars

TradingUpdate – Nordex, Q-Cells, Solon

Allem voran ist wohl heute zur erwähnen, dass die Nordex Aktie nun da gelandet ist wo sie landen musste. Wir hatten ja auf die besondere charttechnische Situation bei dem nicht mehr günstigen Titel hingewiesen. Das Gap bei ca. 6,- Euro musste noch geschlossen werden, sprich ein kurzzeitiges Unterschreiten der Marke um die 5,75 Euro wäre mustergültig, um dann die entstandene Kurslücke zu schließen. Ich gehe also weiterhin davon aus, das dieses Szenario eintreten wird. Bleibt die Frage wie es weiter gehen wird. Die schlechte Nachricht ist nämlich, dass mit dem Unterschreiten der 6,- Euro Marke dann ein theoretisches Kursziel von 4,92 Euro generiert wird. Hier ist also nach wie vor Vorsicht geboten, die gestern ausgeführten Verkaufsorders lassen nicht viel Gutes erwarten. Ich würde hier weiter abwarten, denn für meinen Geschmack ist die Nordex Aktie auch jetzt noch deutlich zu teuer.

Kürzlich schrieb ich in unserem Newsletter… „Bei Solon und Q-Cells zeigt sich ein noch düstereres Bild. Nachdem die Q-Cells Aktie nun erwartungsgemäß die Latte bei 2,- Euro gerissen hat ist bei 1,81 Euro die wohl vorerst letzte charttechnische Unterstützung zu finden.“ Inzwischen hat die Aktie von Q-Cells auch diese Marke nun unterschritten und bewegt sich weiter südwärts. Mit etwas Wohlwollen kann man bei 1,63 Euro eine weitere mögliche Unterstützung im Chart finden. Die Aktie des einstigen Highflyers ist zwar hoffnungslos überverkauft, bleibt aber nur nur etwas für ganz Hartgesottene. Mutige Trader setzen spätestens im Bereich bei 1,50 Euro auf eine technische Gegenbewegung

Die Solon Aktie hat vor ein paar Tagen bereits die aktuelle Unterstützung bei 2,45 Euro angetestet, und kurzzeitig auch unterschritten. Heute notiert die Aktie wieder genau an dieser Unterstützung. Kann die 2,45 Euro Marke erneut nicht gehalten werden sollten sich Anleger wohl schon mal mit der runden Marke von 2,- Euro “anfreunden”. Charttechnisch gesehen wäre sogar erst bei ca. 1,80 Euro die nächste „echte“ Unterstützung zu finden. Auch die Solon Aktie bleibt für uns einer der Kandidaten die von ernsthaften Anlegern wohl in der nächsten Zeit gemieden werde sollte. Ein kurzfristiger Rebound-Trade bietet sich noch nicht an! Alle drei genannten Titel sind maximal eine Halteposition…

 

TradingUpdate – Commerzbank oder Deutsche Bank?

Nach einer erneuten Erholungs-Rallye am gestrigen Handelstag musste die Commerzbank Aktie letztlich alle Tagesgewinne wieder abgeben und notiert unverändert um die Marke von 3,20 Euro. In den letzten beiden Tagen konnte die Aktie der Commerzbank somit um zehn Prozent zulegen, was angesichts der vorangegangenen Verluste wohl aber noch kein Grund zum Jubeln ist. Viele Anleger stellen sich momentan die Frage wo der wahre Wert des Unternehmens nach Abschluss der Kapitalerhöhung sein könnte. Die Anzahl der Aktien hat sich dann drastisch auf 5,4 Milliarden Stücke erhöht. der prognostizierte Gewinn in Höhe von 1,74 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2011 ergäbe somit dann einen rechnerischen Anteil pro Aktie von 0,32 Euro.

Dies würde auf dem aktuellen Kursniveau von 3,20 Euro bereits ein KGV von 10 bedeuten. Die Commerzbank wäre somit deutlich teurer als beispielsweise die Deutsche Bank im direkten Vergleich. Der Branchenprimus wird aktuell mit einem KGV von unter 7 bewertet, und das wohl bei deutlich besseren Aussichten! Im Umkehrschluss würde dies bedeuten, dass der Commerzbank Kurs noch weitere 30 Prozent fallen sollte um sich dem derzeit üblichen Bewertungsniveau anzunähern. Bereits im kommenden Jahr will die Commerzbank deutlich mehr verdienen. Der Nettogewinn sollte sich dann auf 2,61 Euro belaufen, woraus sich dann ein Gewinn von 0,48 Euro je Aktie ergeben würde. Das KGV der Commerzbank würde damit nur noch 7 betragen, verglichen mit einem derzeit prognostizierten KGV der deutschen Bank von 6.

Auch die Analysten, die zuletzt mitten im Abwärtstrend noch Kursziele um die 6,- Euro ausgerufen hatten, sind inzwischen sehr zurückhaltend geworden und haben ihre Prognosen teilweise deutlich nach unten angepasst. Es stellt sich also die Frage ob die Commerzbank Aktie immer noch zu teuer, oder die Deutsche Bank Aktie zu günstig ist? Beides, würde ich sagen, was natürlich vorerst für ein Investment in die Deutsche Bank spricht, wenn man sich im Bankensektor engagieren will. Bei der Deutschen Bank Aktie finden wir aktuell zudem eine interessante Situation vor! Wie bereist mehrfach geschrieben könnte aber unter langfristigen Gesichtspunkten auch ein Einstieg bei der Commerzbank Aktie, ab Kursen von 2,70 Euro, bald wieder interessant sein…

Wer kaufte gestern 25 Millionen Deutsche Bank Aktien???

Für Deutsche Bank Aktionäre war heute einmal mehr ein aufregender Tag. Josef Ackermann bestätigte die Ziele des Deutschen Geldhauses erneut und erfreute damit natürlich zunächst die Anleger. Der weitere Verlauf der gestrigen Hauptversammlung machte dann aber wohl den ein oder anderen Investoren etwas nachdenklich, was zur Folge hatte, dass die Aktie nicht nur den Tagesgewinn wieder abgeben musste sondern auch noch leicht im Minus schloss. Wichtig wäre ein Schlusskurs über der Marke von 41,- Euro gewesen, mit 40,95 wurde dieses Ziel knapp verpasst. Damit wäre -laut Charttechnik – die DB Aktie eigentlich erst einmal wieder eine Verkaufs-Position mit dem Kursziel 40,- oder 39,60 Euro. Aber…

Der Stein des Anstoßes scheint die immer noch nicht gelöste Ackermann Nachfolge gewesen zu sein. Der 63jährige Schweizer will spätestens zur Hauptversammlung im Jahr 2013 die Deutsche Bank verlassen, vielleicht sogar schon etwas früher, einen Nachfolger gibt es aber offiziell noch nicht, und so fürchten Aktionäre wohl die Zeit nach Ackermann könnte weniger lukrativ werden als die letzten Jahre. Als mögliche Kandidaten für den Job werden momentan der aus Indien stammende Investmentbanking-Chef Anshu Jain, Risikovorstand Hugo Bänziger und der zurückgetretene Bundesbank-Chef Axel Weber gehandelt. Dennoch ist man sich einig, dass es nicht leicht werden wird für den Nachfolger, egal wer dies dann sein wird.

Ein ganz anderer Umstand fand dann aber gestern Abend meine volle Aufmerksamkeit. In der Xetra Schlussauktion wurden knapp 25 Millionen Deutsche Bank Aktien gekauft. Um genau zu sein waren es 24.747.045 Stücke die da nochmal schnell über den Tisch gegangen sind. Bei einem zuvor erreichten Gesamtumsatz von nicht ganz 8,4 Millionen Aktien auf Xetra erscheint diese Position dann doch etwas „verdächtig“. Umgerechnet handelt es sich hierbei um ein Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro. Welche Schlüsse man daraus ziehen kann überlasse ich jetzt mal jedem Leser selber… Ich gehe aber davon aus, dass es bei der Deutschen Bank Aktie in Kürze zu einer heftigeren Bewegung kommen könnte. Hier positioniert sich offensichtlich eine größere Adresse…unbedingt beobachten!!

VW, Porsche, Daimler – Ist die Korrektur vorbei?

Anbei ein Auszug aus unserem Börsen Newsletter vom 25.05.2011: „“Heute könnte der Boden an den Börsen allmählich wieder gefunden werden. Nach dem erneuten Ausverkauf heute Morgen, der den Dax zum Handelsbeginn um über ein Prozent auf 7.070 Punkte absacken ließ haben sich die deutschen Aktien wieder deutlich erholt. Nicht nur dass ist bemerkenswert und spricht immer noch für eine gewisse Stärke des Marktes auch die Kaufsignale die heute durch entsprechende Kursbewegungen ausgelöst worden sind könnten nun für einen Rebound sorgen. Zuvor konnte man, insbesondere am Montag, beobachten dass einige Aktien mustergültig die untere Begrenzung der Bollinger Bänder erreicht haben und sich auf diesem ermäßigten Niveau stabilisieren konnten. Inzwischen kreuzt sowohl der Slow Stochastik als auch der MACD bei einigen deutschen Blue Chips wieder bullish. Sollten sich diese Signale heute bestätigen wäre es wohl an der Zeit wieder vorsichtig in den Markt einzusteigen.

Allen voran zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang mal wieder die beiden Autobauer VW und Porsche, aber auch bei Daimler scheint sich nun erneut eine Trendwende abzuzeichnen. Die Deutschen Banken haben nach inoffiziellen Meldungen den Stresstest erfolgreich absolviert, dennoch würden wir hier auch in den kommenden Tagen eher Vorsicht walten lassen. Bis zur Bekanntgabe des endgültigen Ergebnisses (wobei ich diesen auch nur eine sehr begrenzte Aussagekraft zubillige!), sowie der tatsächlichen Handhabung der Griechenland-Problematik sollte man sich bei den Bankenwerten sowieso nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Die Commerzbank Aktie bleibt ein Wackelkandidat bis zum Abschluss der Kapitalerhöhung und die Deutsche Bank hat zudem gerade erhebliche rechtliche Probleme…

Katastrophal scheint nach wie vor die Situation bei den deutsche Solarwerten zu sein. Ebenso wie die chinesischen Branchenvertreter wurden die Aktien aus der Branche weiter abgestraft. Während wir für die chinesischen Solaraktien von Trina Solar, Yingli, LDK sowie Suntech und Jinkosolar weiterhin gute Chancen für einen Rebound sehen, scheint die Luft für die deutschen Solaraktien immer dünner zu werden. Charttechnisch sind alle Titel inzwischen extrem angeschlagen. Wer auf einen baldigen Rebound setzen will, der soll dies tun, aber bitte nur mit überschaubaren Beträgen, denn die Risiken scheinen auch auf diesem Niveau immer noch zu überwiegen.

Die Sommermonate dürften weiterhin holprig bleiben. Entscheidend für die nächsten Tage ist es zunächst, ob es dem Dax gelingen kann wieder über der Marke von 7.251 Punkten zu notieren. Dann wäre das vorläufige Ziel 7.400 Punkte bis 7.500 Punkte. Erst wenn der Deutsche Leitindex wieder über der Marke von 7.500 Punkten notiert kann man wieder darauf spekulieren das wir vielleicht doch noch in diesem Sommer neue Höchststände sehen werden. Das negative Szenario bleibt vorerst aber leider ebenso präsent. Insbesondere ein Blick auf den Chart des S&P 500 verheißt heute nicht viel Gutes. Dreht der US Markt also heute nicht werden die beiden nächsten Ziele bei 1.305 und 1.295 Punkten wohl noch abgearbeitet. Der Markt insgesamt steht damit sozusagen auf Messers Schneide!

Wie auch immer der Markt sich heute entscheiden wird, ich gehe davon aus, dass die Konsolidierung einzelner Aktien bald abgeschlossen sein dürfte. Ob das bereits heute der Fall ist oder bei 7.000 oder gar erst bei 6.800 Punkten passiert, kann ich natürlich ebenfalls nicht genau sagen. In diesen Phasen hilft es aber oftmals sich an der Charttechnik einzelner Unternehmen zu orientieren um ein besseres „Gesamtbild“ zu bekommen und sich nicht von der täglichen Nachrichtenflut aus Europa und den USA allzu sehr anstecken zu lassen. Letztlich hat man, wenn man sich mal entschieden hat, dann nur die Wahl sich zwischen den stark gefallenen Nebenwerten oder aber den echten Qualitätstiteln für einen Wiedereinstieg zu entscheiden. Ich habe bereits am Montag angefangen wieder zu kaufen und mich zunächst für Qualität entschieden…die Nebenwerte folgen dann nach der Bestätigung für den Trendwechsel!“

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Dialog Semiconductor Aktie geht auf Tauchstation

Heute ist es passiert – die Dialog Semiconductor Aktie hat sich offensichtlich für einen Ausbruch auf der Unterseite der Bollinger Bänder entschieden. Mit einem aktuellen Kurs von 13,14 Euro ist die Aktie heute unter hohen Umsätzen erneut deutlich gefallen. Das Tagestief lag sogar unter der wichtigen Marke von 13,- Euro, damit dürfte die alte Unterstützung bei 13,50 Euro nun der neue Widerstand sein, den es zu überwinden gilt. Gelingt dies nicht besteht weiterhin die Aussicht auf nochmal deutlich tiefere Kurse. Die nächsten Unterstützungen warten bei 12,50 und 11,90 Euro. Das Deutsche Anlegerfernsehen berichtete kürzlich über massive Insiderverkäufe bei Dialog Semiconduktor die allerdings aus Optionsprogrammen stammen. Zu kämpfen hat das Unternehmen ebenfalls weiterhin mit Problemen bzw. Unterbrechungen bei den Lieferketten infolge der Natur- und Atomkatastrophe in Japan. Insgesamt also eher ein Mix von Nachrichten der weiterhin für Druck bei der Aktie sorgen könnte.

 

In unserem Chartcheck vom 19.Mai.2011 haben wir dazu geschrieben: „Sieht man sich den Chart an so wird deutlich, dass die aktuelle Trading Range zwischen der letzten Unterstützung bei 13,90 und dem letzten Top knapp über der 15,- Euro Marke liegt. Die Bollinger Bänder ziehen sich immer weiter zusammen, was für eine baldige Entscheidung spricht. Natürlich kann der Ausbruch in beide Richtungen erfolgen, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, das es wieder nach oben geht, bedingt durch die Unterstützung durch die 200-Tage Linie wohl etwas höher. Die Unterstützungszone zwischen 13,50 Euro und  13,90 Euro sollte also vorerst halten, sprich erste Käufe an dieser Unterstützung sind für spekulativ orientierte Anleger weiterhin interessant. Gelingt der Ausbruch nach oben jedoch nicht, drohen weiter Abschläge bis in den Bereich um die 12,50 oder 11,90 Euro. Wir werden das Szenario weiterhin aufmerksam beobachten und zu gegebener Zeit entsprechend schnell reagieren.“

Solarworld, Q-Cells, Solon und Conergy – wo ist der Boden?

Die Preise in der Solarbranche bleiben weiterhin unter Druck, wie den Aussagen von Frank Asbeck, dem Solarworld Gründer und Chef auf der Hauptversammlung zu entnehmen war. „Ob wir die Ebit-Marge von über 14 Prozent halten können, wage ich zu bezweifeln“ sagte Asbeck und bezog sich dabei insbesondere auf die harte internationale Konkurrenz, insbesondere aus China. Aber auch die Förderkürzungen für Solarstrom bereiten dem Firmenlenker offenbar immer mehr Sorgen. Für den deutschen Markt rechnet Asbeck allerdings nicht mit ganz so heftigen Einschnitten. Statt des zu befürchtenden Abschlags von 15 Prozent werde die Kürzung wohl nur bei sechs Prozent liegen sagte Asbeck auf der HV am Dienstag.

Solarworld will nun die schwache Nachfrage im heimischen Markt mit einer entsprechenden Expansion in den US Markt kompensieren. Ob dieser Schritt von Erfolg gekrönt sein wird bleibt aber abzuwarten, denn auch dort haben sich die chinesischen Solarfirmen bereits etabliert. Ich gehe davon aus, dass Anleger deutscher Solartitel auch in den kommenden Monaten nicht allzu viel zu Lachen haben werden. Etwas anders könnte es bei den chinesischen Konkurrenten aussehen..wie gestern berichtet.

Auch aus charttechnischer Sicht bleiben alle o.g. Titel angeschlagen. Branchenprimus Solarworld hat sich nun letztlich dem Abwärtstrend der Branche auch nicht mehr entziehen können. Einen erneuten Test der Tiefststände von 7,-Euro halte ich in diesem Jahr für nicht ausgeschlossen, vorher warten noch ein paar Unterstützungen bei aktuell 8,35 bis 8,04 Euro, 7,67 und 7,35 Euro auf neue Käufer.

Bei Solon und Q-Cells zeigt sich ein noch düstereres Bild. Nachdem die Q-Cells Aktie nun erwartungsgemäß die Latte bei 2,- Euro gerissen hat ist bei 1,81 Euro die wohl vorerst letzte charttechnische Unterstützung zu finden. Die Solon Aktie hat heute bereits die aktuelle Unterstützung bei 2,45 Euro angetestet, hält diese nicht sollten sich Anleger wohl schon mal mit der runden Marke von 2,- Euro „anfreunden“. Conergy bleibt für uns ein reines Zockerpapier und hat nichts in einem vernünftigen Depot zu suchen…

VW, Audi und Porsche starten in den USA durch

VW-Chef Martin Winterkorn eröffnete gestern das neue Werk in der Südstaaten-Stadt Chattanooga und will nun massiv auf den amerikanischen Markt drängen, der bislang aus Sicht der Wolfsburger eher als unterentwickelt gilt. Dies dürfte ein wesentlicher Schritt sein um den Volkswagen Konzern, und seine Führung, dem gesteckten Ziel im Jahr 2018 der größte Autobauer der Welt zu werden näher zu kommen. Gerade in den USA, einem der wichtigsten und am härtesten umkämpften Automärkten der Welt, muss man vor Ort sein um wirklich mitspielen zu können, und so versucht VW nun etwas amerikanischer zu werden.

Während die anderen Branchenvertreter wie BMW, Daimler und vor allem aber Toyota dies bereits vor längerer Zeit erkannt haben dauerte diese Einsicht bei VW etwas länger. Beziehungsweise gab es bereits mal ein Werk des VW Konzerns zwischen 1978 und 1988 in Pennsylvania. Damals wurde der Golf dort produziert, musste aber letztlich wegen der hohen Produktionskosten und der starken Konkurrenz aus Asien wieder eingestellt werden.  Nun will Winterkorn den amerikanischen Markt erneut mit jährlich ca. 150.000 zusätzlichen und speziell auf den amerikanischen Markt zugeschnittenen Autos versorgen.

Dieses Mal ist es anders, der VW Konzern will nun nicht mehr nur deutscher Exporteur sein sondern ein bisschen Amerikaner werden. Das zeigt sich in dem neuen Werbekonzept und natürlich auch den dort produzierten Autos, die speziell auf den amerikanischen Kunden zugeschnitten sind. Mit dem Passat unter 20.000,- Dollar hat man das passende Produkt. Der Wagen ist größer und breiter als der deutsche Passat, kann aber wegen niedriger Lohnkosten in den USA von 15 Dollar pro Stunde (10,50 Euro) deutlich billiger als ein Golf in Deutschland angeboten werden. Auch die Innenausstattung und andere Einzelheiten sind billiger.

Winterkorn gab sich überzeugt, dass der 4,90-Meter-Riese den Geschmack der Amerikaner treffen wird. VW rechnet bei guter Nachfrage kurzfristig mit einer Produktionserweiterung des Werkes auf 250.000 Autos, auch Audi ist als möglicher Co-Produzent in dem neuen Werk im Gespräch. Porsche hingegen wird nicht in den USA produzieren hieß es, was aber auch wegen der deutlich geringeren Stückkzahlen und der besseren Marge nicht erforderlich sein dürfte. Alles in allem mal wieder gute Perspektiven für die Zukunft des VW-Audi-Porsche Konzerns. Man darf auf die ersten Produktions- und Absatzzahlen aus dem neuen Werk gespannt sein…

Absturz bei Yingli, Suntech, Trina, LDK Solar, Renesolar und Jinko Solar..

Yingli Green Energie veröffentlichte kürzlich Zahlen die den Erwartungen des Marktes – zumindest was den Gewinn anbelangt – eigentlich nahezu entsprochen haben. Lediglich beim Gewinn je Aktie wurde das gewünschte Ergebnis um einen Cent verfehlt. Deutlicher aber ging es mit dem Umsatz bei Yingli abwärts. Dieser lag mit 527 Millionen recht deutlich unter den erwarteten 573 Millionen Dollar und offenbaren einmal mehr die Absatzprobleme der Branche wie auch hierzulande. Die Aktien der chinesischen Anbieter befinden sich bereits seit mehreren Wochen auf dem absteigenden Ast, Anleger nahezu aller chinesischer Solarwerte mussten nach dieser Nachricht weitere Verluste in Kauf nehmen.

Insgesamt bleibt der Sektor angeschlagen, jedoch könnten sich bei den chinesischen Branchenvertretern bald wieder erste interessante Einstiegschancen ergeben. Im direkten Vergleich zu den deutschen Unternehmen, die scheinbar in manchen Bereichen den Anschluss verloren haben dürften die chinesischen Werte weiterhin interessant bleiben. Die Aktien von YGE, STP, TSL, LDK, notieren teilweise über 50 Prozent unter Ihrem letzten Hoch, andere sind zuletzt deutlich unter wichtige Unterstützungslinien gefallen. Der Sektor sollte in den kommenden Wochen genau beobachtet werden. Für spekulativ orientierte Trader kann sich ein kurzfristiger Einstieg in den kommenden Tagen lohnen.

Commerzbank – vor heftigen Kursturbulenzen?

Die Commerzbank Aktie bleibt angeschlagen. Seit gestern ist nun bekannt zu welchen Konditionen die Kapitalerhöhung durchgeführt werden soll, bzw. wie hoch der Ausgabepreis für die neuen Aktien sein soll. Mit einem Preis von 2,18 Euro je neuer Aktie liegt der Ausgabekurs sehr deutlich unter dem aktuellen Preis von ca. 3,75 Euro und  lässt damit auch eine deutlichere Gewinnverwässerung, als er es bisher erwartet für die Zukunft befürchten.

Der positive Aspekt dieser Kapitalerhöhung bleibt…Die Frankfurter Bank ist dadurch in der Lage, 90 Prozent der Staatshilfen von insgesamt 16,2 Milliarden Euro zurückzuzahlen. Zudem dürfte die Kernkapitalquote von knapp 4,8 auf 8,9 Prozent steigen und damit das Niveau der anderen europäischen Wettbewerber erreichen. Das ist dann aber auch schon alles und dürfte die Altaktionäre, die im Jahr 2000 zu Kursen um die 47,- Euro gekauft haben, auch nicht glücklicher machen.

Der rechnerische Anteil an der Gesellschaft, sprich einer Aktie am Grundkapital, wurde ebenfalls von 2,60 auf einen Euro runter gesetzt. Für 11 „alte“ Aktien kann man zusätzlich 10 „neue“ Commerzbänker – Aktien haben – wenn man will..Der Zeitraum für die  Zeichnungsfrist wurde ab heute, dem 24. Mai bis zum 1. Juni festgelegt. In dieser kurzen Phase sollte man wohl noch mit größeren Kursturbulenzen bei der Aktie rechnen. Ich gehe davon aus, das diese nach unten stattfinden werden. 😉

Die Commerzbank Aktie eröffnete gestern bereits nach Bekanntgabe der Daten mit einem ordentlichen Gap Down, stieg dann kurz auf ca 3,85 Euro (was ich wirklich nicht verstanden habe..) und fiel wieder ab. In der Schlussauktion wurden noch einmal über 35 Millionen Stücke „geschmissen“ bei einem stattlichen Gesamtumsatz von 85 Millionen Stücken. Unser vor Wochen ausgegebenes Kursziel von 3,65 Euro dürfte also locker erreicht werden. Inzwischen gehe ich von deutlich tieferen Notierungen aus. Die Aktie wird heute erstmals dürfte EX Bezugsrechte gehandelt die derzeit bei 0,75 Euro notieren, um diesen Betrag wird es bei der Commerzbank Aktie heute schon mal runter gehen…umgerechnet ist unser altes Kursziel also nun bei 2,90 Euro, weitere Abschläge bis in den Bereich 2,70 Euro sind wahrscheinlich…

Kali + Salz – wieder richtig gut im Geschäft

Die Kali und Salz, K+S Aktie konnte sich in den vergangenen beiden Handelstagen ebenfalls wieder deutlich nach oben bewegen. Nachdem zwischenzeitlich das untere Bollinger Band bei 51,50 Euro getestet wurde und auch die 200 Tage Linie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr weit entfernt war drehte die K+S Aktie deutlich nach oben, was als bullisches Zeichen zu werten ist. Fundamental ist sowieso weiterhin alles in Ordnung bei dem Düngemittel- und Salzproduzenten. K+S ist gut in das laufende Jahr gestartet, und verbuchte im ersten Quartal einen deutlichen Umsatzanstieg um satte 16 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis  konnte man sogar um 44 Prozent auf 384 Millionen Euro noch deutlicher zulegen. Das Ergebnis je Aktie kletterte auf 1,42 Euro..

Gut zu erkennen ist das jüngste Kaufsignal bei der Aktie, die nun wieder Richtung 56,- Euro ansteigen sollte. Mittelfristig trauen die Analysten sogar noch deutlich mehr zu. So sieht Chevreux die Aktie momentan in Richtung 65,- Euro marschieren, die WestLB sogar bis 70,- Euro. Ich schließe mich dieser Meinung an! Der Markt für Düngemittel floriert weiterhin bei wieder steigenden Preisen. Kali + Salz ist in diesem Markt hervorragend aufgestellt und wird auch künftig von der wachsenden Nachfrage nach Lebensmitteln profitieren können. Wir haben eine erste Positionen unter 52,- Euro gekauft!

VW bleibt der Top Pick im Langfrist Depot

Genau wie die Porsche Aktie bleibt natürlich auch die Volkswagen Aktie einer unserer Top Favoriten für 2011 und gehört damit ebenfalls in unser „Wohlfühl Depot„. Auch wenn bereits am Anfang des Jahres von vielen Fachleuten das Ende der Zykliker prognostiziert wurde und man zum Kauf von Versorger Aktien geraten hat haben wir uns damals vehement gegen eine solche Strategie ausgesprochen, und das natürlich nicht ohne Grund. Die letzten vier Monate haben uns Recht gegeben, die deutschen Autobauer bleiben erste Wahl in unserem Depot auch für das Gesamtjahr 2011 und darüber hinaus! Bereits vor knapp einem Jahr haben wir in unserem Börsen Newsletter geschrieben, dass wie der VW Vorzugsaktie durchaus einen Anstieg bis auf 200,- Euro zutrauen. Diese Aussage hat unverändert Gültigkeit!

Die letzten Tage konnten mutige Anleger mal wieder nutzen um bei Kursen zwischen 124,-  und 125,- Euro erneut bei den Wolfsburgern einzusteigen. Gleiches galt natürlich für die Stammaktien bei Kursen um die 115,- Euro oder knapp darunter. Heute, am kleinen Verfallstag,  könnte sich also nochmal kurzfristig eine gute Chance für einen Einstieg bieten. Die Vorzugsaktien haben knapp über der 124er Marke dreimal wieder nach oben gedreht, sodass die Wahrscheinlichkeit für einen Rebound nach oben immer größer wurde. Ebenfalls sprach die überverkaufte Situation für einen baldigen Ausbruch. Gelingt es in den kommenden Tagen die VW Aktie wieder in den Bereich um die 130,- Euro zu treiben wäre ein erstes Kursziel von 135,- bis 140,- Euro wieder möglich. VW bleibt der Top Pick für uns, die heutige Meldung über die elektromobile Zukunft des Konzerns in China kommt offenbar gut an!

Einstiegschance bei HeidelbergCement und Metro?

Heute möchte ich Ihnen zwei weitere Kandidaten aus der Liste meiner persönlichen „Wohlfühl Aktien“ vorstellen, die ich vor zwei Tagen wieder eingesammelt habe. Zum einen ist dies die Aktie des Baustoffherstellers HeidelbergCement AG die ich unseren Lesern ja bereits im Jahr 2009 bei Kursen zwischen 20,- und 30,- Euro vorgestellt hatte. Die Aktie hat sich seitdem weiter deutlich erholt, und notiert aktuell knapp unter der wichtigen Marke von 50,- Euro. Die aktuelle Unterstützung bei der Aktie liegt derzeit bei ca 48,- Euro. Vor zwei Tagen gab es in dem allgemein schlechten Börsenumfeld nun einen Rutsch unter diese wichtige Marke bis auf 47,- Euro, was mich hier zu einem antizyklischen Wiedereinstieg veranlasst hat, obwohl theoretisch noch Platz bis 45,- Euro gewesen wäre.

Bereits gestern legte die HeidelbergCement Aktie wieder um 2,76 Prozent zu. Nachdem die Aktie zuvor, von 52,- Euro kommend, bereits überverkauft war, und sich kurzzeitig an der unteren Begrenzung der Bollinger Bänder befand hat sich dieser Einstieg trotz des widrigen Börsenumfeldes einfach angeboten.  Das Chartbild sieht viel versprechend aus. Die Aktie könnte nun wieder in den Bereich um 52,- bis 53,- Euro vorstoßen und die alten Jahreshöchststände dort ggf. überwinden, wenn die Märkte nun erneut nach oben drehen. Mein vorläufiges Kursziel liegt bei 56,- Euro. langfristig gehe ich davon aus, das die HeidelCement Aktie bis in den Bereich um die 80,- Euro vordringen kann.

Gerade in Zeiten wie diesen ist es vielleicht nicht verkehrt Aktien von Unternehmen im Depot zu haben die Ihr Geld hauptsächlich mit dem privaten Konsum verdienen. Die Metro AG hat zuletzt durch interne Querelen auf sich aufmerksam gemacht ist aber operativ auf einem guten Weg. Im ersten Quartal des Jahres wurde das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sonderfaktoren (EBIT), das laut Vorstandschef Eckhard Cordes um 6,6% von 136 Mio. auf 145 Mio. Euro gestiegen. Charttechnisch befindet sich die Aktie in einer aktuell sehr interessanten Situation. Die Slow Stochastics signalisiert bereits seit einigen Tagen eine deutlich überverkaufte Situation bei der Metro Aktie. Zwar bestünde theoretisch noch weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich um die 44,- Euro, jedoch gehe ich nicht davon aus, das wir diese noch sehen werden. Viel mehr zeigt der Titel nun bereits bei 46,- Euro deutliche Stärke.

Positiv werte ich auch die Entscheidung des Vorstandes sich nicht an der „Warenhaus AG“ zu beteiligen , bzw nicht mit Karstadt zu fusionieren. Den Zusammenschluss seiner Tochter Kaufhof mit dem Warenhauskonkurrenten Karstadt sagte Metro kürzlich ab. „Kaufhof geht erfolgreich seinen Weg. Wir brauchen Karstadt nicht“, sagte Metro-Chef Eckhard Cordes in einem Interview. Ich denke das war auch die unternehmerisch richtigere Entscheidung.

Stattdessen geht der Konzern nun lieber voll auf internationalen Expansionskurs. Noch in diesem Jahr will der Metro-Konzern, der nach Cordes Worten der internationalste Handelskonzern der Welt, insgesamt 2,2 Mrd. Euro in die Eröffnung von 110 neuen Standorten in Asien und Osteuropa stecken.  „China, Indien und Russland sind unsere Top-Drei-Wachstumsmärkte“, betonte Cordes auf der letzten Hauptversammlung. Der eingeschlagene Weg dürfte sich in den kommenden Jahren für die Aktionäre deutlich auszahlen..Die Korrektur dürfte langsam abgeschlossen sein und die Aktie vor einer Trendwende stehen!

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