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Deutsche Bank – Nur knapp dem Supergau entronnen…!?

Die Aktie der Deutschen Bank ist gestern nur knapp dem charttechnischen Supergau entgangen. Mit einem erneuten Rücksetzer um fast vier Prozent auf 25,62 Euro wurde der langfristige Aufwärtstrend unterschritten. Im späten Handel konnte sich die Aktie dann aber wieder fangen und notierte am Ende des Tages „nur“ noch mit 2,4 Prozent im Minus. Die spannende Frage dürfte in den kommenden Tagen also sein, ob dieses Niveau nun gehalten werden kann, oder ob doch noch ein Absturz in tiefere Regionen droht. Der gestrige Kursverlauf ist somit durchaus als weiterer Warnschuss für Dauer-Optimisten zu sehen!

Deutsche Bank Aktie Chart Analyse langfristig

Die Aktie ist inzwischen deutlich überverkauft, dennoch muss dies nicht das Ende der Abwärtsbewegung gewesen sein. Zwar besteht nun durchaus die berechtigte Hoffnung auf eine kurzfristige, technisch bedingte Erholung, eine echte Trendwende ist aber wohl nicht zu erwarten, zumal sich das Umfeld für Bankaktien insgesamt in den letzten Tagen wieder deutlich eingetrübt hat.

In den Medien wird immer wieder lobend erwähnt wie günstig die DB Aktie im Vergleich zu anderen europäischen Banktiteln ist, und das ist rein rechnerisch ja auch gar nicht so weit hergeholt, aber ..! Die weiterhin hohen Risiken und Kosten durch diverse Rechtsstreitigkeiten lassen den Titel einfach nicht zur Ruhe kommen. Immer neue Baustellen tauchen auf, während die wenigsten dieser Problemfälle abgearbeitet werden. Das Risiko das aus dieser Situation resultiert ist für Anleger somit auch weiterhin nahezu umkalkulierbar. Auch der „Fall Barclays“ hat gestern noch einmal verdeutlicht, dass hier ganz schnell große Forderungen auf Finanzinstitute zukommen können, die dann auch große Auswirkungen auf den Aktienkurs haben…!

Auch operativ läuft es weiterhin nicht unbedingt in jedem Bereich rund. Heute wurde beispielsweise bekannt, dass man sich von einem weiteren Investment trennen will, dass der Bank bisher nur Verluste in Höhe von 1,5 Milliarden Euro beschert hat. Es geht hier um die Maher Terminals, die Frachtcontainer-Anlagen in Häfen in den USA und Kanada betreibt. Gekündigte Aufträge und unerwartet niedrige Frachtumsätze haben das Ergebnis des Unternehmens in den letzten Jahren deutlich einbrechen lassen.  Nun soll die Beteiligung, die im Jahr 2007 für 2,3 Milliarden Euro erworben wurde, Presseberichten zufolge für den Preis von 800 Millionen bis einer Milliarde wieder veräussert werden.

DB Aktie Chart kurzfristig

Spätestens nach der letzten großen Kapitalerhöhung, die soeben abgeschlossen wurde, muss man sich als Anleger zwingend auch fragen wie günstig der Titel denn tatsächlich noch ist. Preist man die Verwässerung der alten Anteilsscheine zur Bekanntgabe der Kapitalmaßnahme voll ein, dann wäre hier durchaus noch Luft nach etwas unten. Wo genau dann der Boden liegen würde kann ich Ihnen auch nicht sagen, aber ein Abrutschen unter die Marke von 25,65 Euro dürfte noch einmal deutliches Abwärtspotenzial freisetzen! Auch Kurse um die 22,50 Euro sind dann wohl kurzfristig möglich.

Letztlich ist und bleibt die Deutsche Bank Aktie  ein Titel auf dem Kurszettel den man wirklich nicht im Depot haben muss. Möglicherweise wird dies auch noch jahrelang so bleiben!? Kurzfristig können sich hier aber für Trader immer wieder interessante Situationen ergeben, die es ermöglichen auf eine stärkere Bewegung in die ein oder andere Richtung zu setzen. Aktuell liegt nach meiner Auffassung genau so eine Situation vor. So oder so…!

Nordex – ganz spontan das Kapital zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt erhöht..

Die heutige Meldung über die etwas spontane Kapitalerhöhung wirft doch die ein oder andere Frage auf. Zwar ist es grundsätzlich begrüßenswert wenn das Unternehmen mit einem Teil der Einnahmen in Höhe von 76 Millionen Euro seine Schulden zurückführen möchte, über Sinnhaftigkeit des Zeitpunktes für diese Kapitalmaßnahme kann man aber wohl durchaus streiten. Vor nicht allzu langer Zeit – genauer gesagt Anfang diesen Monats – stand der Aktienkurs der Nordex Aktie noch gute 40 Prozent höher. Eine Ausgabe neue Aktien mit dem gleichen Ziel hätte also damals eine deutlich geringere Verwässerung verursacht. Warum also die plötzliche Eile in fallende Aktiennotierungen hinein?

Besonders ärgerlich dürfte für die Altaktionäre hierbei die Tatsache sein, dass sie bei der Ausgabe der neuen Aktien aussen vor gelassen wurden. Denn grundsätzlich muss eine Kapitalerhöhung nicht unbedingt immer schlecht sein, wenn man die Möglichkeit erhält daran teilzunehmen und die Depotposition um ein paar entsprechend günstige Anteilsscheine zu erweitern. So aber nicht geschehen bei der Nordex Kapitalerhöhung. Die neuen Aktien wurden in einem beschleunigten Platzierungsverfahren ausschließlich institutionellen Anlegern wie Banken, Fonds, Versicherungen und anderen Großanlegern angeboten. Der Ärger dieser Maßnahme ist heute unschwer am aktuellen Aktienkurs bei knapp über 10,- Euro zu sehen.

Wie schon oben erwähnt, darf man also sowohl das Timing als auch die Art und Weise der Durchführung durchaus als fragwürdig empfinden. In dem momentan grundsätzlich freundlichen Umfeld für Windenergie-Aktien wäre hier wohl für alle Beteiligten mehr drin gewesen, wenn man etwas geplanter und transparenter an die Sache herangegangen wäre. Mehr Erlös zu höheren Kursen und ohne Vertrauensverlust der Anleger! Grundsätzlich muss man sich als Anleger also die Frage stellen, ob hier nicht noch schnell – in Erwartung tieferer Kurse – Kasse gemacht wurde? Mit dieser Überlegung stehe ich offensichtlich auch nicht alleine da, und so bleibt zunächst abzuwarten wie sich der Aktienkurs in den kommenden Tagen und Wochen entwickeln wird…!

Wie unglücklich der Zeitpunkt für die Kapitalerhöhung gewählt wurde, verdeutlicht folgender Chart:

Nordex Chart

Der langfristige Aufwärtstrend wurde heute verletzt. Eine aus meiner persönlichen Sicht nun sehr wahrscheinliche Variante, ist ein weiterer Kursrücksetzer bis in den Bereich der hier eingezeichneten blauen Unterstützungslinie, knapp unterhalb des 50er Fibonacci Retracements, oder gar ein Rücklauf bis an das 61,80er Retracement. Sollte diese Marke nicht halten wird es ziemlich windstill bei der Aktie. Davon gehe ich aber derzeit nicht aus. Kann die Nordex Aktie nun – wider Erwarten – den hier eingezeichneten roten Trend dauerhaft wieder aufnehmen, ist zwar vorläufig Entwarnung angesagt, ein fader Beigeschmack bleibt bei mir persönlich dann aber dennoch.

Commerzbank – Trendwende in Sicht?

Die Commerzbank Aktie machte ihren Anlegern in den letzten Tagen wenig Freude. Im Zuge der neu aufflammenden Krise in Europa, die sich insbesondere durch die negativ gelaufenen Anleiheauktionen in Spanien und Italien bemerkbar machte, mussten nahezu alle europäische Bankenaktien kräftige Abschläge hinnehmen.  Die Banco Santander notierte gestern auf einem neuen 3-Jares-Tief, die ING Groep verbilligte sich ebenfalls kräftig und die Unicredit Aktie kratzte wieder an der drei Euro Marke. Heute jedoch sind alle europäischen Bankenwerte kräftig im Plus wenn auch mit sehr unterschiedlichen Kursbewegungen. Die heutige Anleiheauktion Spaniens verlief erfolgreich und verschaffte somit erst einmal etwas Erleichterung, am Donnerstag steht nun die nächste Auktion spanischer Staatsanleihen auf dem Plan.

Die jüngsten Nachrichten bezüglich des geplanten Ausstiegs der Allianz aus Ihrem Investment bei der Commerzbank haben ebenfalls erneut zum Unmut der Anleger beigetragen. Die Aktionäre sollen auf der Hauptversammlung am 23. Mai entscheiden ob die Allianz als Großaktionär aussteigen darf. Somit würden die  stillen Einlagen in Commerzbank Aktien getauscht werden. Diese können dann über die Börse veräussert werden. Die Folge wäre zum einen natürlich eine erneute Erhöhung der Aktienzahl die mit einer weiteren Verwässerung der jetzigen Aktien einher geht, und zum anderen könnte durch den anschließenden Verkauf der neuen Anteile erneut Abwärtsdruck auf der Aktie lasten.

Aus Sicht der Aktionäre kann also die Auflösung der Allianz Beteiligung zum jetzigen Zeitpunkt nicht wirklich gewünscht sein, und sollte an einen Zeitfaktor gekoppelt werden. Hintergrund der ganzen Transaktion ist laut Presseberichten, dass die Commerzbank ab dem Jahr 2018 die Stillen Einlagen nach Basel 3 nicht mehr als hartes Kernkapital der Gesellschaft ausweisen darf. Somit bereitet sich die Commerzbank Führung nun offenbar auf einen Ausstieg der Allianz und des Staates vor. Die Bundesregierung hält aktuell noch 25 Prozent der Anteile an der Commerzbank und ist mit knapp 1,75 Milliarden Euro an dem Unternehmen beteiligt. Die Stillen Einlagen der Allianz hingegen belaufen sich „nur“ auf knapp 750 Millionen Euro.

Wichtig ist nun zunächst aus charttechnischer Sicht dass die CoBa Aktie gegen Handelsschluss zumindest über der Marke von 1,63 Euro schließt, ansonsten könnte sich das zuletzt geschlossene Gap bei 1,623 Euro als echte Hürde für einen weiteren Anstieg erweisen. Gelingt hingegen ein weiterer Anstieg in Richtung 1,66 Euro stehen die Chancen nicht schlecht das wir den Wendepunkt bei der Aktie erst einmal gesehen haben. Ich rechne damit dass die Indizes heute noch deutlich anziehen werden, was auch auf die Bankaktien positiv wirken sollte. Auf dem jetzigen Niveau kann man also durchaus auf eine kurzfristige Trendwende bei der Commerzbank Aktie spekulieren. Dennoch sollte man nach wie vor sehr vorsichtig bei den Bankenwerten agieren. Rückschläge sind jederzeit möglich, denn die bekannten Unsicherheiten werden uns noch eine Weile begleiten. Nach unten sollte der Aktienkurs bei ca. 1,45 Euro abgesichert sein, bzw. in der Nähe dieser Marke ein entsprechender Stopp platziert werden.

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Commerzbank – vor heftigen Kursturbulenzen?

Die Commerzbank Aktie bleibt angeschlagen. Seit gestern ist nun bekannt zu welchen Konditionen die Kapitalerhöhung durchgeführt werden soll, bzw. wie hoch der Ausgabepreis für die neuen Aktien sein soll. Mit einem Preis von 2,18 Euro je neuer Aktie liegt der Ausgabekurs sehr deutlich unter dem aktuellen Preis von ca. 3,75 Euro und  lässt damit auch eine deutlichere Gewinnverwässerung, als er es bisher erwartet für die Zukunft befürchten.

Der positive Aspekt dieser Kapitalerhöhung bleibt…Die Frankfurter Bank ist dadurch in der Lage, 90 Prozent der Staatshilfen von insgesamt 16,2 Milliarden Euro zurückzuzahlen. Zudem dürfte die Kernkapitalquote von knapp 4,8 auf 8,9 Prozent steigen und damit das Niveau der anderen europäischen Wettbewerber erreichen. Das ist dann aber auch schon alles und dürfte die Altaktionäre, die im Jahr 2000 zu Kursen um die 47,- Euro gekauft haben, auch nicht glücklicher machen.

Der rechnerische Anteil an der Gesellschaft, sprich einer Aktie am Grundkapital, wurde ebenfalls von 2,60 auf einen Euro runter gesetzt. Für 11 „alte“ Aktien kann man zusätzlich 10 „neue“ Commerzbänker – Aktien haben – wenn man will..Der Zeitraum für die  Zeichnungsfrist wurde ab heute, dem 24. Mai bis zum 1. Juni festgelegt. In dieser kurzen Phase sollte man wohl noch mit größeren Kursturbulenzen bei der Aktie rechnen. Ich gehe davon aus, das diese nach unten stattfinden werden. 😉

Die Commerzbank Aktie eröffnete gestern bereits nach Bekanntgabe der Daten mit einem ordentlichen Gap Down, stieg dann kurz auf ca 3,85 Euro (was ich wirklich nicht verstanden habe..) und fiel wieder ab. In der Schlussauktion wurden noch einmal über 35 Millionen Stücke „geschmissen“ bei einem stattlichen Gesamtumsatz von 85 Millionen Stücken. Unser vor Wochen ausgegebenes Kursziel von 3,65 Euro dürfte also locker erreicht werden. Inzwischen gehe ich von deutlich tieferen Notierungen aus. Die Aktie wird heute erstmals dürfte EX Bezugsrechte gehandelt die derzeit bei 0,75 Euro notieren, um diesen Betrag wird es bei der Commerzbank Aktie heute schon mal runter gehen…umgerechnet ist unser altes Kursziel also nun bei 2,90 Euro, weitere Abschläge bis in den Bereich 2,70 Euro sind wahrscheinlich…

Commerzbank Aktie bleibt unter Druck

Die Hauptversammlung der Commerzbank am Freitag hatte einen gewissen Unterhaltungswert, an Kritik der Aktionäre wurde nicht gespart. Nach einem zehnstündigen, zähem Hin- und Her konnten sich die Vorstände des Geldhauses dann doch noch gratulieren, denn die Abstimmung der Aktionäre für die geplante Kapitalerhöhung wurde mit 99 Prozent aller abgegebenen Stimmen klar entschieden. Die Anteilseigner gaben damit fast einstimmig ihr Einverständnis für die größte Kapitalerhöhung einer börsennotierten Gesellschaft in Deutschland, wohl auch weil diese Maßnahme alternativlos zu sein scheint. Die Commerzbank kann sich mit dem Erlös von rund elf Milliarden Euro dann aus dem Einfluss des Bankenrettungsfonds SoFFIN freikaufen und somit in Zukunft auch wieder „anständige“ Managergehälter zahlen. Der Staat bleibt zwar mit 25 Prozent am Unternehmen beteiligt, dürfte aber dann nicht mehr allzu großen Einfluss auf die Geschäfte der Bank haben.

Letztlich blieb den Aktionären nicht viel übrig als dem traurigen Spiel zuzustimmen, und eine deutliche Verwässerung ihrer Anteile in kauf zu nehmen. Die übermächtigen Großaktionäre Allianz und SoFFin hatten das Ruder klar in der Hand, die Kleinaktionäre keine andere Wahl, der Weg war vorgezeichnet. Dem Aktienkurs dürfte diese endgültige Entscheidung für die Kapitalerhöhung erst einmal nicht gut tun. Anleger die auf eine schnelle Erholung gesetzt haben könnten enttäuscht werden. Auch charttechnisch betrachtet zeichnet sich immer mehr ab, dass ein baldiger Rutsch unter die Marke von 4,- Euro sehr wahrscheinlich ist. Die Schuldenproblematik in Griechenlands und die Spekulationen über einen Ausstieg aus dem Euro dürften die Bankentitel in den kommenden Wochen zusätzlich belasten. Wir haben unser Kursziel für die Aktie bereits vor knapp zwei Wochen von 4,05 auf 3,65 Euro gesenkt, und halten an dieser Prognose weiterhin fest! Unter langfristigen Gesichtspunkten könnte eine erste Position bei der Commerzbank Aktie um die 3,75 Euro dann aber interessant sein..

Die Commerzbank Aktie fällt und fällt…

Wie schon vor ein paar Tagen geschrieben bleibt die Aktie der Commerzbank kräftig unter Druck. Immer mehr Analysten springen nun auf den nach Süden fahrenden Zug auf und nehmen ihre Kursziele teilweise drastisch zurück. Hinzu kommt das weiterhin offenbar große Leerverkäufe in der Aktie getätigt werden und sich inzwischen das Chartbild der Aktie deutlich eingetrübt hat. Alles in allem ein sehr ungesunder Cocktail für eine Aktie. Von einigen Fachleuten wird es als sehr wahrscheinlich angesehen, dass in naher Zukunft der Kurs von 4,50 Euro erreicht sein dürfte, sich hier aber eine Boden bilden könnte.

Ich persönlich bin da etwas skeptischer! Zunächst einmal ist noch nicht klar wie und in welcher Höhe die Kapitalerhöhung bei der Commerzbank durchgeführt werden soll. Sprich auch die tatsächliche Anzahl der Aktien die neu auf den Markt kommen werden steht noch nicht fest. Demnach kann auch aus heutiger Sicht nicht abschließend beurteilt werden wie hoch dann der Verwässerungseffekt für die Altaktionäre sein wird. Eine seriöse Prognose ist somit zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht möglich. Somit bleibt also nichts anderes übrig als sich auf die Charttechnik zu verlassen.

Nimmt man den längerfristigen Chart bei der Commerzbank Aktie zur Hilfe sieht erst das Tief aus dem Juli des vergangenen Jahres bei knapp 4,- Euro nach einer vernünftigen Unterstützung aus. Angesichts der hohen Shortquote, die offenbar täglich weiter zunimmt besteht natürlich zum einen die Möglichkeit eines baldigen Short Squeeze, was ich aber angesichts der hohen Summe die hier investiert wurde nicht für wahrscheinlich halte. Plausibler erscheint für mich, dass hier massiv Profis am Werk sind, und somit auch eine deutliche Übertreibung des Aktienkurses nach unten möglich sein könnte. Sprich, ich gehe in jedem Fall vom erreichen der Marke bei 4,- Euro aus, vielleicht geht es aber auch noch deutlich tiefer?!?

Die Commerzbank Aktie könnte deutlich unter Druck geraten

Mit der sagenhaften Summe von 1,2 Milliarden Euro wetten Spekulanten derzeit auf den Absturz der Commerzbank Aktie. Wie heute in der Financial Times Deutschland unter Berufung auf den Londoner Finanzdienstleister Data Explorerszu zu lesen war haben sich Finanzmarkt-Akteure nun also anlässlich der geplanten Kapitalerhöhung bei der Commerzbank auf das Geldhaus eingeschossen. Mit den kürzlich getätigten Transaktionen befinden sich damit rund 16 Prozent aller Commerzbank Aktien in den Händen von Shortsellern. Die Spekulanten setzen dabei auf eine massive Verwässerung der Aktie durch die geplante Kapitalmaßnahme. Man kann sich also als Anleger darauf einstellen, dass die kommenden Wochen sehr turbulent werden könnten. Bislang blieb ein negativer Effekt der Transaktionen noch weitestgehend aus, aber das muss nicht so bleiben. Charttechnisch bietet die Zone zwischen 4,81 und 5,05 Euro derzeit eine gute Unterstützung. Sollte diese allerdings bald unterschritten werden ist Vorsicht geboten!

Achterbahnfahrt bei Pfleiderer

Die Aktie des angeschlagenen Pleiderer Konzerns sorgt nach dem Freudensprung am Freitag mal wieder für deutliche Ernüchterung. Mit einem satten Minus von 8,5 Prozent dürften nun auch die Optimisten heute wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen sein. Immer noch kämpft das Unternehmen um das nackte Überleben – nicht mehr und nicht weniger! Wer also geglaubt hat, dass nach den jüngsten Meldungen über die Einigung mit den finanzierenden Banken und den Hedge Fonds alles wieder im Lot sei, der könnte sich bitter irren. Nach Presseberichten werden die Gläubiger wohl auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Ersten Berichten zufolge handelt es sich dabei um eine Größenordnung von und 40 Prozent der vorrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von rund 800 Millionen Euro. Pfleiderer soll nun auch weitere 100 Millionen Euro an Krediten erhalten, hieß es weiter.

Ebenso plant der Spanplattenhersteller eine Kapitalerhöhung mit der die Verbindlichkeiten des Konzerns deutlich reduziert werden sollen.Der Wert der heutigen Aktien dürfte dabei noch einmal deutlich verwässert werden, was wohl auch den heutigen Kursverlauf etwas erklären könnte. Nach den Kapitalmaßnahmen könnten dann Hedge-Fonds das Ruder bei dem ehemaligen Familienunternehmen übernehmen, was letztlich auch zu einer Zerschlagung oder Filetierung des Konzerns führen könnte.

Mit den eingeleiteten Maßnahmen ist die Insolvenz der Pfleiderer AG vorerst wohl abgewendet. Laut einem Bericht in den Nürnberger Nachrichten soll es seitens der finanzierenden Banken keine weiteren Auflagen geben. Grundsätzlich habe man sich mit den Gläubigern auf ein Restrukturierungs- und Finanzkonzept geeinigt, welche mittelfristigen Auswirkungen all dies aber für die heutigen Aktionäre haben wird ist wohl noch nicht absehbar. Anleger haben in den letzten beiden Tagen die höheren Kurse verstärkt zum Ausstieg genutzt. Wahrscheinlich keine schlechte Idee!

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