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Die Netflix Aktie fährt Achterbahn…!

Es ist schon immer wieder faszinierend welche Auswirkungen die Handlungen von Börsengurus wie Warren Buffet, Ken Fisher oder auch Carl Icahn haben können. Gestern war es mal wieder soweit, nachdem bekannt wurde das Carl Icahn die Hälfte seiner Position bei Netflix aufgelöst hat, konnten die restlichen Anleger eine wahre Achterbahnfahrt bei der Aktie „genießen“. Das eigentlich Üble daran war aber, dass die Aktie zuvor noch einen sehr kräftigen Schub nach oben gemacht hat, bevor es dann gegen Handelsende an der Wall Street nur noch bergab ging. RBC Capital hatte den Titel vor Handelsbeginn erneut auf „Outperform“ hochgestuft und ein Kursziel von 440,- Dollar angegeben.

Die Folge dieser Hochstufung war ein reges Kaufinteresse, das die Aktie zunächst auf 389,- Dollar steigen ließ. Nach der Meldung über Icahns Ausstieg verlor die Netflix Aktien dann nicht nur die kräftigen Tagesgewinne, sondern musste den Handel mit einem deutlichen Minus von über neun Prozent bei 322,- Dollar beenden. Wehe dem der da zum Handelsbeginn gekauft hatte..!

Nach diesem Schock dürfte die Aktie heute auch weiterhin eher schwächer tendieren, auch wenn bei solchen Highflyern jederzeit alles möglich erscheint. Die Marke um 318,- Dollar sollte eine erste Unterstützung bieten, hält diese nicht dürfte die untere Begrenzung des hier eingezeichneten Trendkanals erneut getestet werden. Erst unterhalb der Marke von 290,- Dollar muss man sich dann wohl richtige Sorgen machen. Denn wie man hier sehen kann befinden sich noch zwei größere Gaps in diesem Aktienchart die dann geschlossen werden könnten. Zumindest die Kurslücke bei 176,50 Dollar scheint dann in greifbare Nähe zu rücken, da die runde Marke von 200,- Dollar eigentlich die erste „echte“ Unterstützung bei der Aktie darstellt.

Die Analysten von Jeffries haben ihr Rating für die Aktie nach den Ereignissen von gestern überarbeitet und das Kursziel von 160,- auf 215 Dollar angehoben, andere bleiben mit Kursen über 300,- Dollar etwas optimistischer. Ich persönlich halte die Aktie schon seit längerem für deutlich überbewertet, wie offenbar wohl auch die Insider, die seit Monaten nur noch verkaufen…!

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Klöckner & Co. – Wenn alle durchdrehen und nur der Chef einen kühlen Kopf bewahrt…

Der gestrige Kursverlauf der Klöckner & Co. Aktie hat mich dann heute doch veranlasst wieder mal etwas über den Stahlhändler zu schreiben. Grundsätzlich will ich vorausschicken, dass ich die Reaktion des Marktes auf die Zahlen gestern für maßlos überzogen halte. Die Bewertung des Unternehmens hat inzwischen nach meinen Beobachtungen ein gradezu lächerliches Niveau erreicht, und das sehen offensichtlich auch noch andere Menschen so. Firmenchef Gisbert Rühl unterstreicht diese Aussage mit seinem heutigen Insider Kauf von 10.000 Klöckner Aktien zum Kurs von 8,33 Euro. Rühl muss es wissen und hat in den letzten Jahren immer ein sehr glückliches Händchen bei seinen Käufen der eigenen Aktie bewiesen.

Die Klöckner Aktie notiert heute auf einem neuen Tiefstand unter der letzten Marke von 8,20 Euro, die im November auf dem absoluten Höchstpunkt der aktuellen Krise erreicht wurde. Inzwischen hat sich aber bei dem Unternehmen einiges getan. Nicht nur der Cashbestand von einer knappen Milliarde Euro und einer aktuellen Marktkapitalisierung von 900 Millionen Euro sind bemerkenswert, sondern auch die Tatsache das die Integration des letzen Zukaufes, MacSteel in den jetzigen Zahlen weitestgehend eingepreist sein dürften. In Zukunft sollte diese Beteiligung also eher deutlich zum Firmenergebnis beitragen. Und es läuft richtig gut in den USA, zudem ich dort für die kommenden Jahre eine deutlich erhöhte Nachfrage nach Stahl erwarte.

Analysten haben gestern reihenweise ihre Kursziele für die Aktie nach unten angepasst, und das aus meiner Sicht wohl mal wieder zu dem absolut falschesten Zeitpunkt. Keines der ausgegebenen Ziele liegt allerdings in dem Bereich der heutigen Notierungen, sondern mindestens 12 Prozent darüber. Die Commerzbank Analysten gaben gestern gleich mehrfach Einschätzungen zur künftigen Entwicklung der Aktie an und bestätigten erst das Kursziel 11,- Euro um es dann wenige Minuten später auf 9,- Euro zu senken. Ein weiters Beispiel dafür wie konfus der Markt inzwischen auf Nachrichten reagiert…!

Ich persönlich halte es da eher mit Gisbert Rühl und habe heute zu historisch günstigen Kursen gekauft. Sollten noch mehr Anleger bereit sein den künftigen Weltmarktführer im Stahlhandel, der unter den Barmitteln in der Kasse notiert,  zu diesen Preisen auf den Markt zu werfen, werde ich die Position selbstverständlich weiter ausbauen. Das operative Geschäft  bekomme ich bereits heute umsonst, und die 10,- Millionen Euro Quartalsverlust (erwartet wurden 8,-) rechtfertigen sicherlich nicht einen um 100 Millionen Euro geringeren Börsenwert des Unternehmens.

Achtung bei Wacker Chemie – wird hier abgeladen?

Die Aktie der Wacker Chemie AG ist seit Tagen weiter unter Druck, Analysten haben ihre ursprünglichen Kursziele reihenweise kassiert und auch aus charttechnischer Sicht gibt es durchaus Anlass zu Sorge. Ich beobachte das Spiel nun inzwischen schon seit Tagen…in einen insgesamt deutlich steigendem Gesamtmarkt zeigt die Wacker Chemie Aktie anhaltende Schwäche. Gestern wurde die kritische Marke um die 67,- Euro erneut erreicht. An diesem Punkt hatte sich zuletzt im Dezember der Abwärtstrend beschleunigt. Urplötzlich wurde der Kurs aber dann um fast drei Euro nach oben gezogen, um in der Schlussauktion noch einmal 30.000 Aktien zu verkaufen. Das ist eigentlich das typische Verhalten einer Aktie bei der sich die Insider im größeren Umfang von dem Titel trennen. Abends wird der Kurs dann wieder hochgezogen um auch am nächsten Tag noch genügend Käufer zu ordentlichen Kursen zu finden…

Bereits am Tag zuvor wurde in der letzten Auktion ca 70.000 Aktien geschmissen, was für den Titel eine ungewöhnliche Größenordnung ist. Letztlich hat mich also der gestrige Kursverlauf, insbesondere die letzten Minuten vor der Xetra Schlussauktion, davon überzeugt, dass es hier wahrscheinlich sehr bald noch ein ganzes Stockwerk tiefer gehen wird. Auch charttechnischer Sicht hat die Aktie gestern kurz unter das letzte Tief bei 67,25 Euro am 06.03.2012 geschaut. Der Slow Stochastics Indikator hat wieder in den negativen Bereich gewechselt, dem MACD gelang es nicht nach dem positiven Signal Anfang März nach oben zu kreuzen. Ich gehe somit davon aus das die Aktie nun bald unter die Unterstützung bei 67,- Euro rutschen wird  – sobald der Verkäufer fertig ist.  Hier sollte dann eine dynamische Abwärtsbewegung folgen die die Aktie bis in den Bereich um die 58,- Euro oder gar 52,- führen kann. Hier ist also weiterhin Vorsicht geboten!

Wir immer möchte ich an dieser Stelle betonen dass es sich hierbei um meine ganz persönliche Sichtweise der Dinge handelt, die natürlich so nicht eintreten muss. Mein Fazit bleibt also dass die Wacker Chemie Aktie grundsätzlich immer noch ein interessantes Investment darstellt, die jüngsten Ereignisse mich aber auch zu diesen Kursen davon abhalten jetzt hier einzusteigen. Auf einem reduzierten Kursniveau werden ich mir die Aktie dann noch einmal etwas näher ansehen.

Insider kaufen Aktien – die größten Transaktionen im Überblick

Interessanter Weise kaufen momentan so viele deutsche Top-Manager Aktien des eigenen Unternehmens wie selten zuvor. In den vergangenen Wochen haben Unternehmenslenker so viele Aktien ihres Unternehmens gekauft wie zuletzt vor zweieinhalb Jahren, berichtete das „Handelsblatt“ heute. Die Firmenchefs blicken weiter in gut gefüllte Auftragsbücher, sehen eine hohe Kapazitätsauslastung und beziehen ihre Zuversicht aus Kundengesprächen, hieß es in dem Bericht. Ich habe hier mal in Kurzform ein paar der wesentlichsten Insiderkäufe aufgeführt. Interessanter Weise sind einige Unternehmen auf meiner aktuellen Watchlist…

Ludwig Merckle kaufte kürzlich 350.000 Aktien der HeidelbergCement AG über seine Beteiligungsgesellschaft, Kaufvolumen: 9,826 Mio. Euro zum durchschnittlichen Kaufpreis: 28,08 Euro. Tony Bramall  erwarb 6.893.000 Lookers PLC  Aktien, Kaufvolumen: 3,955 Mio. Der durchschnittlicher Kaufpreis lag bei 0,57 Euro. Wolfgang Egger  kaufte sich bei der Patrizia Immobilien AG mit einem Kaufvolumen von  2,836 Mio. Euro  und 824.381 Aktien zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 3,44 Euro ein. Per Enevoldsen kaufte für  2,799 Mio. Euro 500.000 Pandora AS Aktien zum Durchschnittspreis von 5,60 Euro.

Jan Klatten erwarb weitere Nordex SE Aktien für 2,367 Mio. Euro Zusatz. Die Anzahl der gekauften Aktien lag bei 589.188 zum Preis von 4,02 Euro. Torsten Jansson legte bei  der NEW WAVE GROUP AB 2,058 Mio. Euro für 662.100 Aktien zu 3,11 Euro auf den Tisch. Dimitrios Koutsolioutsos kaufte 221.810 FOLLI FOLLIE SA Aktien für 1,709 Mio. Euro  Durchschnittlicher Kaufpreis: 7,71 Euro. Und Gerhard Schick erwarb ausserbörslich 50.000 Aktien der Bechtle AG zu 23,90 Euro im Gesamtwert von 1.195 Millionen Euro.

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Wer kaufte gestern 25 Millionen Deutsche Bank Aktien???

Für Deutsche Bank Aktionäre war heute einmal mehr ein aufregender Tag. Josef Ackermann bestätigte die Ziele des Deutschen Geldhauses erneut und erfreute damit natürlich zunächst die Anleger. Der weitere Verlauf der gestrigen Hauptversammlung machte dann aber wohl den ein oder anderen Investoren etwas nachdenklich, was zur Folge hatte, dass die Aktie nicht nur den Tagesgewinn wieder abgeben musste sondern auch noch leicht im Minus schloss. Wichtig wäre ein Schlusskurs über der Marke von 41,- Euro gewesen, mit 40,95 wurde dieses Ziel knapp verpasst. Damit wäre -laut Charttechnik – die DB Aktie eigentlich erst einmal wieder eine Verkaufs-Position mit dem Kursziel 40,- oder 39,60 Euro. Aber…

Der Stein des Anstoßes scheint die immer noch nicht gelöste Ackermann Nachfolge gewesen zu sein. Der 63jährige Schweizer will spätestens zur Hauptversammlung im Jahr 2013 die Deutsche Bank verlassen, vielleicht sogar schon etwas früher, einen Nachfolger gibt es aber offiziell noch nicht, und so fürchten Aktionäre wohl die Zeit nach Ackermann könnte weniger lukrativ werden als die letzten Jahre. Als mögliche Kandidaten für den Job werden momentan der aus Indien stammende Investmentbanking-Chef Anshu Jain, Risikovorstand Hugo Bänziger und der zurückgetretene Bundesbank-Chef Axel Weber gehandelt. Dennoch ist man sich einig, dass es nicht leicht werden wird für den Nachfolger, egal wer dies dann sein wird.

Ein ganz anderer Umstand fand dann aber gestern Abend meine volle Aufmerksamkeit. In der Xetra Schlussauktion wurden knapp 25 Millionen Deutsche Bank Aktien gekauft. Um genau zu sein waren es 24.747.045 Stücke die da nochmal schnell über den Tisch gegangen sind. Bei einem zuvor erreichten Gesamtumsatz von nicht ganz 8,4 Millionen Aktien auf Xetra erscheint diese Position dann doch etwas „verdächtig“. Umgerechnet handelt es sich hierbei um ein Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro. Welche Schlüsse man daraus ziehen kann überlasse ich jetzt mal jedem Leser selber… Ich gehe aber davon aus, dass es bei der Deutschen Bank Aktie in Kürze zu einer heftigeren Bewegung kommen könnte. Hier positioniert sich offensichtlich eine größere Adresse…unbedingt beobachten!!

Was ist los bei Nordex?

Ich hatte ja bereits letzte Woche davor gewarnt (Text siehe unten!) nun bei der Nordex Aktie aufgrund der Japankrise und der damit verbundenen Diskussion um einen baldigen Atomausstieg allzu euphorisch zu werden. Heute ist die Nordex Aktie nun wieder da gelandet von wo aus sie gestartet war. Mit einem aktuellen Kurs von 7,70 Euro liegt der Titel nun etwas über der Unterstützung bei ca. 7,35 und deutlich unter dem Zwischenhoch vor ein paar Tagen bei 9,60 Euro. Anleger dürften sich nun die Frage stellen wie es weitergehen wird. Zwar bin ich nicht ganz so pessimistisch für die Nordex Aktie wie die Analysten der Deutschen Bank, die ein baldiges Kursziel von 4,- Euro sehen, dennoch sollte man wohl weiterhin vorsichtig bei dem Titel agieren, da die Auswirkungen der Kapitalerhöhung noch nicht absehbar sind. Heute kam die Meldung, dass wieder zwei größere Insider-Käufe stattgefunden haben, allerdings offenbar zu früh. Auch dies hat die Aktie aber nicht davon abgehalten weiter abzutauchen. Fällt der Titel also in den nächsten Tagen auch noch unter die Unterstützung bei 7,35 Euro dürfte wohl auch das nächste Gap bei ca 6,- Euro noch geschlossen werden.

Hier noch der Text aus meinem letzten Artikel: „Insbesondere bei der Nordex Aktie bin ich mir nicht so sicher, ob ein Kurs von über 9,- Euro wirklich gerechtfertigt ist, zumal das Unternehmen gestern eine Kapitalerhöhung angekündigt hat. Mit dem Erlös der Kapitalerhöhung will man bei Nordex künftig verstärkt in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte investieren, hieß es in der Pressemeldung. Dies soll durch die Ausgaben von 6,68 Millionen neuer Inhaber-Aktien finanziert werden. Der Platzierungspreis wird voraussichtlich heute festgelegt! Die neuen Aktien sollen überwiegend institutionellen Investoren auf dem Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens angeboten werden. Die Aktie bleibt zwar interessant, ist aber inzwischen deutlich zu weit voraus gelaufen. Durch den gestrigen Kursanstieg um satte 12 Prozent wurde zudem ein Gap gerissen, dass wohl in den nächsten Tagen geschlossen werden dürfte.“

Vivacon – hochgezockt vor den Zahlen?

Die Vivacon Aktie befand sich bis Freitag in einem für meinen Geschmack etwas unbegründeten Rally-Modus. Heute nun scheint wieder etwas Ernüchterung bei den Neuaktionären eingekehrt zu sein. Die Aktie wird unter hohen Umsätzen verstärkt verkauft, was angesichts eines Kursanstiegs von über 100 Prozent auch nicht weiter verwunderlich erscheint. Fundamental hat sich eigentlich auch nichts geändert. Die deutsche Immobilienbranche ist weiterhin unter Druck, einige Immobilienaktien ganz besonders, während andere inzwischen leichte Erholungstendenzen zeigen. Vivacon gehört für uns immer noch zu den Wackelkandidaten am Markt. Außer eines Artikels in der „Immobilien Zeitung“, der schon einige Tage zurückliegt, und nachdem das Immobilienunternehmen Vivacon nun offenbar dem Pleitegeier endgültig entronnen sein soll wurde nichts neues, und vor allem konkretes, bekannt.

Ebenfalls in der „Immobilien Zeitung“ war kürzlich zu lesen, dass die Kölner nun den zuvor groß angekündigten Termin zur Vorlage der Geschäftszahlen für die Jahre 2008 und 2009 erneut und sehr kurzfristig verschoben haben. Nachdem Vorstand Marco Meyer die längst überfälligen Zahlen eigentlich in den ersten Januarwochen hatte präsentieren wollen, nennt das Unternehmen nun den 14. Februar 2011 als voraussichtlichen Verkündungstermin, also heute. Man darf gespannt sein..

Insgesamt soll die Vivacon AG in den Jahren 2008 und 2009 Verluste von zusammen 170 Mio. Euro produziert haben. Eine Pleite der Immobilien-AG konnte nur dadurch verhindert werden, dass man sich von diversen Geschäftszweigen getrennt hat. Erst im Dezember letzten Jahres stellte Vorstand Meyer in Aussicht, die Vivacon auf AG-Ebene bis Ende 2011 vollständig entschuldet zu haben. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt indes gegen die ehemaligen Vorstände des Immobilienunternehmens wegen des Verdachtes auf Verstoß gegen §38 des Wertpapierhandelsgesetzes. Die Ermittlungen betreffen ausdrücklich die vorigen Vorstandsmitglieder und haben mit der jetzigen Unternehmensführung nichts zu tun, hieß es in der Meldung.

Vertrauensbildende Maßnahmen sehen wohl anders aus! Alles in allem also für mich nicht unbedingt ein Cocktail der mich animieren würde zum jetzigen Zeitpunkt in dieses Unternehmen zu investieren. Bislang fehlt es an jeglichem Nachweis die die vollmundigen Versprechen der jüngsten Vergangenheit irgendwie untermauern würden! Ob die Zahlen heute kommen oder wie diese tatsächlich ausfallen werden werden wir aber gespannt beobachten..

Insider verkaufen weiter Pfleiderer Aktien

Das sieht nicht gut aus! Bei Pfleiderer trennen sich immer mehr Insider von ihren Aktienbeständen, und das zu diesen Kursen! Zuletzt wurde bekannt, dass Vorstandsvorsitzender Hans Overdiek sich von Anteilen der eigenen Firma getrennt hatte, nun trennte sich auch die Vermögensverwaltung HTP, hinter der Hans Theodor Pfleiderer steht, von 250.000 Pfleiderer Aktien. Nachdem erst vor Kurzem bekannt gegeben wurde, dass Pfleiderer sich mit den finanzierenden Banken vorerst geeinigt habe standen die Chancen für eine Kurserholung nicht allzu schlecht. Die massiven Insiderverkäufe verheißen allerdings nicht viel gutes für die nahe Zukunft.

Die zwischenzeitliche Erholung der Aktie auf 2,80 Euro dürfte nun wohl erst einmal der Vergangenheit angehören. Charttechnisch bleibt für uns die Marke von 1,80 Euro relevant. Allerdings sollte man sich gut überlegen ob man dann zu diesem reduzierten Preis wieder in die Aktie des Holzboden- und Spanplattenherstellers investiert. Derzeit ist noch völlig unklar wie die Pfleiderer AG den Schuldenberg von knapp 900 Mio Euro abtragen will. Wir werden zunächst einmal abwarten wie sich die jüngsten Werksschließungen auf die kommenden Quartalsbilanzen des Unternehmens auswirken, und ob weitere Insiderverkäufe folgen..

Roth & Rau – Depotposition aufgestockt, trotzdem…

Bei Roth und Rau geht es weiter aufwärts. Eine der wenigen Aktien die sich im deutschen Solarsektor in den vergangenen tagen von den Tiefstständen wieder lösen konnte war die des Anlagenbauers Roth und Rau. Geholfen haben dabei wohl auch die positiven Nachrichten um den Mitbewerber Manz Automation. Die Analysten von Merrill Lynch haben gestern das Kursziel für Roth & Rau von 22,00 auf 12,70 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Diese neue Einschätzung wurde mit deutlich gesenkten Schätzungen für den Gewinn je Aktie in den Jahren 2010 bis 2012 begründet. Belastet hätten im dritten Quartal unter anderem Abschreibungen in Verbindung mit einem abgesagten Projekt in Indien.

Das gesenkte Kursziel von 12,70 Euro würde aber immer noch einem Wertzuwachs von fast 10 Prozent zum aktuellen Kurs entsprechen. Wir sind der Meinung, dass die Einschätzung vieler Analysten, sagen wir mal etwas kurzsichtig erscheint. Das Roth und Rau Management hat sich für eine Bereinigung der Altlasten entschieden, und dies leider sehr ungeschickt kommuniziert. Die Auftragsbücher des Unternehmens sind weiterhin prall gefüllt, operativ läuft alles wie geschmiert. Der aktuelle Auftragsbestand des Unternehmens wird auf ca. 500 Millionen Euro geschätzt.

Einziger Wermutstropfen für uns sind die kürzlich im Deutschen Anleger Fernsehen wiederholten Beteuerungen von Firmenchef Roth eigene Aktien kaufen zu wollen. Dr. Roth hatte sich bereits vor Wochen in einem Interview ähnlich geäußert, ist aber dieser Aussage bis heute offenbar nicht nachgekommen. Schön fand ich auch den Satz in dem Interview von Dr. Roth: „Uns tut das natürlich auch sehr Leid für unsere Anleger…oder, ich glaube ich werde das jetzt auch tun“ Herr Roth, ich habe eine Bitte für die Zukunft an Sie…Wenn Sie öffentlich sagen, dass Sie etwas tun, dann tun Sie dies auch bitte, wenn Sie ein positives Zeichen für Ihr Unternehmen setzen wollen. Oder sagen Sie bitte einfach nichts, wenn Sie es nicht so meinen, das hilft Ihrem Unternehmen dann deutlich mehr.

Das musst einfach mal raus, man möge mir diese persönliche Ansprache verzeihen. Das Unternehmen ist nach wie vor Top und die Produkte von Roth und Rau weltweit stark gefragt. Insbesondere die Nachfrage aus Asien dürfte noch ein ganze Weile sehr hoch bleiben. Das einzige was momentan etwas schwindet ist das Vertrauen in die Unternehmensführung und deren Aussagen. Mit dieser Meinung stehe ich offenbar nicht alleine da, wenn man in den einschlägigen Aktienboards nachliest. Wir bleiben dennoch bei unserer Einschätzung, dass Kurse unter 15,- Euro für uns weiterhin Schnäppchenkurse sind und haben unseren Depotanteil bei Roth & Rau kürzlich weiter aufgestockt! Gestern wurde ein Kaufsignal mit einem vorläufigem Kursziel von 14,- Euro generiert…jetzt aber schnell Herr Roth 😉

Roth und Rau – die Käufer kommen zurück, wo bleiben die Insider?

Die Roth und Rau Aktie konnte bereits gestern wieder zulegen. Das Orderbuch deutet darauf hin, dass sich hier nun eine Wende abzeichnen dürfte. Auch wenn heute erst wieder Analystenkommentare zu der Aktie zu lesen waren, die ich schlichtweg für sagen wir mal – schwer nachvollziehbar – halte, bleibe ich weiter bei meiner Einstellung zu dem Unternehmen. Hier dürfte in den kommenden Wochen noch einiges an Potenzial in der Aktie stecken. Operativ läuft es bei Roth und Rau nicht schlecht, mit der zuletzt veröffentlichten Gewinnwarnung  wurde einmal reiner Tisch gemacht, um nun wieder konstruktiv in die Zukunft zu arbeiten. Der Solaranlagenbauer dürfte somit in den Zahlen für das dritte Quartal bereits einen Großteil der zu erwartenden negativen Nachrichten veröffentlicht haben.

Der damit einher gehende Abverkauf war nach meiner Auffassung deutlich übertrieben. Auch wenn die Unternehmensführung durch ungeschicktes Verhalten, bzw. eine schlechte Kommunikation in den letzten Wochen wesentlich zu dem Kursrutsch beigetragen hat, dürfte man aus diesen Fehlern gelernt haben. „Wie ist das denn jetzt mit Ihren Insiderkäufen Herr Roth?“ wenn jetzt nicht wann dann? Um glaubhaft zu bleiben, und neues Vertrauen zu schaffen sollte eine solche Meldung nun wohl bald kommen. Kleiner Wink von uns mit dem Zaunpfahl..

Aber Spaß beiseite, der Chart spricht eine deutliche Sprache, die Umkehrformation ist nicht zu übersehen. Kann die Aktie heute noch über der 12,- Euro Marke schließen sind weitere Gewinne bis 13,- Euro oder 13,50 Euro in den nächsten Tagen möglich. Mittelfristig erachte ich Kurse unter 15,- Euro sowieso als Schnäppchenkurse. Roth und Rau dürfte durch den Wegfall der Einmaleffekte, die Änderungen im Umsatzmix, die Erhöhung der Margen im Turnkey-Geschäft und ein Programm zur Kosten- und Strukturoptimierung  im kommenden Jahr zu einer substanziell und nachhaltig verbesserten Ertragssituation zurückkehren.

Ausverkauf bei Nordex – Tradingchance

Nordex Aktionäre haben es nicht leicht in den letzten Wochen. Trotz des enormen Vertrauens in die Branche der Windanlagenhersteller und den langfristig positiven Aussichten kommen die Aktien aber weiterhin unter die Räder. Zuletzt hatte Nordex ganz ordentliche zahlen für das abgelaufene Quartal gemeldet. Im dritten Quartal konnte der Umsatz um ein Drittel auf 264 Millioen Euro gesteigert werden, beim Gewinn blieb der Konzern aber mit nur 8,5 Millionen Euro, nach 9,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum hinter den Schätzungen zurück.

Zahlreiche Analysten haben sich in den vergangenen Tagen zu der Nordex Aktie zu Wort gemeldet und diese herabgestuft sowie das Kursziel gesenkt. Milliardärin Susanne Klatten hingegen möchte Ihren Anteil an dem Windanlagenbauer weiter aufstocken. Bis zum 30.September kaufte Frau Klatten und Ihr Mann insgesamt 240.319 Aktien im Bereich von 6,67 und 6,75 Euro. Damit hält Klatten nun 24,67 Prozent an Nordex – knapp unter der Sperrminorität von 25 Prozent. Bis jetzt war das sicherlich kein Bombengeschäft. Auch Insider kaufen wieder verstärkt Nordex Aktien. So wurde vor kurzem bekannt, dass Thomas Richterich 10.000 Aktien zu knapp 5,70 erworben hat. Vertrauen scheint also bei den Insidern noch genügend vorhanden zu sein, nur eben bei den kleinen Aktionären nicht. Wer kann es Ihnen bei dem Kursverlauf verübeln?

Mit dem Bruch der Unterstützungszone zwischen 6,80 und 6,26 Euro vor einigen Tagen begann dann der endgültige Leidensweg für die Aktionäre. Inzwischen notiert der Titel bei 5,- Euro, nach einem erneut herben Verlust von knapp 8 Prozent alleine am heutigen Handelstag. Hier liegen auch die neuesten Kursprognosen der Analysten, und wiedermal bewahrheitet sich, dass solche Einschätzungen zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden können, wenn nur genügend schlechte Stimmung für, oder besser gegen, eine Aktie gemacht wird.

Auch wir haben uns zuletzt skeptisch geäußert, was sich aber vorrangig auf die angeschlagene Charttechnik bezogen hat. Mittelfristig bleibt der Markt für Windkraft interessant. Ob sich Nordex langfristig allerdings gegen die Konkurrenz der großen Konzerne wie Siemens, General Electric und Co. durchsetzen kann bleibt abzuwarten. Kürzlich kam auch die Aktie des dänischen Windanlagenbauers Vestas Wind Systems ebenfalls unter die Räder und konnte sich davon bis heute nicht wirklich erholen. Dennoch kann es durchaus interessant sein, wenn alle zum Verkauf raten, bzw. das traurige Kursziel von 5,- Euro nun so schnell erreicht wurde, kurzfristig auf eine Gegenbewegung zu setzen..

Insider kaufen HeidelbergCement, Brentag und SüdChemie Aktien

In unserer Reihe der aktuellen Insiderkäufe von Unternehmenschefs gab es heute drei neue Meldungen. Am 21. Mai kaufte  Dr. Näger  insgesamt 3.088 Aktien des Heidelberger Baustoffherstellers HeidelCement im Gegenwert von 126.092 Euro. Durchschnittlich wurden dabei von Herrn Näger  40,83 Euro je Aktie bezahlt. Bei der Brentag AG kaufte Steven Holland insgesamt 946 Aktien im Gesamtwert von 46.827,00 Euro zum durchschnittlichen Kurs von 49,50 Euro. Bei der SüdChemie AG kaufte die Dr. Dolf Stockhausen Beteiligungsgesellschaft 2.884 Aktien im Gesamtwert von 268.896,94 Euro zum durchschnittlichen Kurs von 93,34 Euro. Auffällig ist derzeit die hohe Aktivität von Insidern die zu diesen Kursen die Aktien Ihres eigenen Unternehmens offensichtlich für günstig erachten. Bereits im vergangenen Jahr also die Kurse vieler Qualitätstitel danieder lagen haben die Vorstände und führenden Organe bei Ihren Käufen ein extrem gutes Timing bewiesen…

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