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US Börsengang – LinkedIn legt über 170 Prozent am ersten Tag zu

Jetzt drehen alle wieder komplett durch war mein erster Gedanke –  Die Erstnotiz des Social Networks- LinkedIn legt über 170 Prozent am ersten Tag zu. Natürlich habe auch ich gestern der Börsengang von LinkedIn verfolgt und konnte nicht so recht glauben was ich da gesehen habe. Genau genommen geht mir das heute auch noch so! Wie in den guten alten Zeiten des Neuen Marktes – bevor dieser niederging – scheinen Internetaktien ein furioses Comeback zu erleben. Über die wahnsinnigen Bewertungsmodelle bei Facebook,  Groupon und Konsorten hatte ich ja bereits berichtet, und ehrlich gesagt hat sich an meiner persönlichen Meinung dazu auch nichts geändert..wir befinden uns bereits wieder mitten in der nächsten Internetblase!!

Zu den Fakten. Die Aktie von LinkedIn kam gestern zu 45,- Dollar und damit deutlich am oberen Ende der Bookbuilding Spanne den den Markt. Kurz nach der Handelseröffnung hatte sich dieser Wert nahezu verdoppelt um dann nicht ganz zwei Stunden später bei 122,69 Dollar das Tageshoch zu bilden. Satte 170 Prozent Aufschlag auf einen eh schon teuren Ausgabepreis, und das unter riesigen Umsätzen. Wow!!!

Zu genau diesem Zeitpunkt als die Aktie die 120,- Dollar überschritten hatte suchte ich fieberhaft nach einer Short Möglichkeit für diesen Wahnsinn – weil man so etwas einfach spielen MUSS! Leider habe ich nichts passendes in der kurzen Zeit gefunden. Wenn einer unserer Leser einen Tipp für mich hat – immer gerne und bloß her damit, denn auch beim Schlusskurs von dann nur noch 94,25 Dollar würde ich hier short gehen. natürlich nicht blind und nur mit Spielgeld, da ja bekanntlich solche wahnsinnigen Ereignisse seltsame Blüten treiben können. Für mich ist LinkedIn nach der gestrigen Eröffnung aber einer der interessantesten Short-Kandidaten der letzten Monate..

Dialog Semiconductor im Chartcheck

Auch wenn  einige Börsenbriefe das anders sehen wollen, die Dialog Semiconductor bleibt in dem Umfeld unserer Meinung nach eher eine Halteposition. Natürlich dürfte die Aktie nun auch entsprechend profitieren wenn die Märkte wieder nach oben drehen, bei 15,- Euro scheint aber vorläufig der Deckel drauf zu sein. Erst wenn der Widerstand bei ca 16,50 Euro nachhaltig überwunden wird kann man davon ausgehen, das die Dialog Semiconductor den Aufwärtstrend wieder aufnehmen wird. Die zuletzt erfolgten Verkäufe von größeren Adressen deuten aber darauf hin, das dies noch ein wenig dauern könnte. Dennoch, bereits seit Monaten bewegt sich die Aktie in einem quälend langen Seitwärtstrend, der sich nun langsam zuspitzt. Sprich eine Entscheidung in welche Richtung die Aktie in den kommenden Monaten tendieren wird steht unmittelbar bevor.

Kürzlich veröffentlichte das Unternehmen die Zahlen zum abgelaufenen Quartal, und diese lassen drauf schließen, dass operativ weiterhin alles planmäßig läuft. Einziger Wermutstropfen sind die Engpässe die sich durch die Naturaktstrophen in Japan ergeben haben und in naher Zukunft auf des Ergebnis drücken könnten. Der Umsatz konnte um 61,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 98,5 Millionen US-Dollar gesteigert werden. Die erst im Februar übernommene niederländische SiTel AG steuerte insgesamt 17,9 Millionen US-Dollar zum konsolidierten Umsatz des Unternehmens bei. Der Konzerngewinn liegt bei 7,9 Millionen US-Dollar, davon entfallen 1,5 Millionen US-Dollar auf die SiTel AG. Für das zweite Quartal wird nun ein konsolidierter Umsatz in Höhe von 107 bis 112 Millionen Dollar erwartet.

Sieht man sich den Chart an so wird deutlich, dass die aktuelle Trading Range zwischen der letzten Unterstützung bei 13,90 und dem letzten Top knapp über der 15,- Euro Marke liegt. Die Bollinger Bänder ziehen sich immer weiter zusammen, was für eine baldige Entscheidung spricht. Natürlich kann der Ausbruch in beide Richtungen erfolgen, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, das es wieder nach oben geht, bedingt durch die Unterstützung durch die 200-Tage Linie wohl etwas höher. Die Unterstützungszone zwischen 13,50 Euro und  13,90 Euro sollte also vorerst halten, sprich erste Käufe an dieser Unterstützung sind für spekulativ orientierte Anleger weiterhin interessant. Gelingt der Ausbruch nach oben jedoch nicht, drohen weiter Abschläge bis in den Bereich um die 12,50 oder 11,90 Euro. Wir werden das Szenario weiterhin aufmerksam beobachten und zu gegebener Zeit entsprechend schnell reagieren.

Porsche Aktie vor dem Rebound?

Wie versprochen beginne ich heute mit der Reihe der „Wohlfühl-Aktien“ (diesen Begriff bitte nicht allzu ernst nehmen :-)) Vorausschicken möchte ich natürlich, dass meine Überlegungen darauf beruhen, dass wir nun den vorläufigen Tiefpunkt beim DAX allmählich gesehen haben, und das es sich hierbei lediglich um meine ganz persönliche Meinung handelt! Es sprechen einige Faktoren dafür, dass der DAX auf dem nun erreichten Level zumindest zu einer mehrtägigen Gegenbewegung ansetzen kann. Kommt diese nicht, und der Dax rutsch in den kommenden Tagen unter 7.250 Punkte oder gar 7.200 Punkte ist die runde Marke von 7.000 Punkten das nächste Ziel. Nichts desto trotz wären dann die hier beschriebenen Aktien meine erste Wahl um auf einen Rebound zu setzen.

Allen voran würde ich mich mit der Porsche Aktie im Moment am wohlsten fühlen, zum einen weil sich die Aktie auf dem aktuellen Niveau sehr stabil präsentiert, und bei einem wieder anziehenden Dax überproportional zulegen kann, und zum anderen weil sowohl fundamental als auch charttechnisch betrachtet für die Zukunft so einiges an positiven Überraschungen zu erwarten ist. Sprich die aktuelle Bewertung des Unternehmens ist meiner Meinung nach zu gering, und die deutlich anziehenden Absatzzahlen sollten diesen Faktor mit den nächsten Quartalszahlen noch weiter verstärken. Es wird immer wieder auf die drohenden Klagen gegen das Unternehmen verwiesen für die bereits auch Vorsorge seitens Porsche getroffen wurde. Ich bin weiterhin der Meinung, dass dies langfristig eher eine untergeordnete Rolle spielen wird.

Porsche bleibt der profitabelste Autobauer der Welt, das sollte nicht vergessen werden. Die jüngsten Absatzzahlen zeigen deutlich, dass sich der Konzern nicht nur in den Märkten von morgen bestens platziert hat, sondern auch das der Produktmix den Zeitgeist genau getroffen hat. Gäbe es heute nur den 911er bei Porsche zu kaufen wäre das Unternehmen wohl in ernsten Schwierigkeiten. Inzwischen wird ein Großteil der Umsätze mit dem Cayenne und dem Panamera gemacht. Weltweit stieg der Absatz bei Porsche im April um knapp 53 Prozent auf 11.741 Fahrzeuge. In China konnte man mit 2.316 ausgelieferten Porsche-Fahrzeugen ein Plus von 48,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verbuchen.

Davon entfallen 5 998 Einheiten auf den Cayenne und 2 212 Fahrzeuge auf den Panamera. Der Kult-Sportwagen schlechthin, der 911, ist 2 225 Mal in Kundenhand übergeben worden, Cayman und Boxster bringen es zusammen auf 1 306 Fahrzeuge. Mit dem Cayun wird demnächst eine neue Baureihe für den schmalen Geldbeutel aufgelegt und deckt dann das Segment des bezahlbaren SUVs zusätzlich ab. Ich gehe davon aus, dass der Cayun den Porsche Konzern somit noch in ganz andere Umsatzgrößen katapultieren könnte, da sich die Geländewagen offensichtlich am besten verkaufen. Kurzfristig wie langfristig ist die Porsche Aktie also äußerst interessant.

Sieht man sich den Chart etwas genauer an, erkennt man die mögliche Bildung einer Untertassen-Formation die spätestens ab Kursen um die 52,- Euro vollbracht ist. Das erste Kursziel liegt dann im Bereich um die 60,- Euro. Analysten gehen momentan durchschnittlich von Kursen aus die deutlich darüber liegen. Mit 70,- bis 85,- Euro je Aktie sehen sie die Porsche Aktie nach heutigem Wissensstand als fair bewertet an. Treffen diese Prognosen ein, dürfte es also langfristig keine große Rolle spielen ob man bei 41,60, 45,- Euro oder 48,- Euro gekauft hat. Das Riskio nach unten halte ich für überschaubar, die momentane Unterstützung ist bei 46,50 Euro zu finden..

DAX – bald 6.800 oder 7.770 Punkte?

Wir befinden uns mal wieder in einer äußerst spannenden Börsenphase in der sich kurzfristig entscheiden wird wohin die Reise geht. Dazu gibt es natürlich wie immer zwei Szenarien von denen ich eines klar favorisiere. Leser unseres Blogs wissen, dass ich seit mehreren Wochen darauf hingewiesen habe, dass ich eine Korrektur erwarte. Diese ist letztlich auch eingetreten, wenn auch mit etwas Verspätung. Weiter bin ich davon ausgegangen, dass diese Korrektur insbesondere im Dax nicht von langer Dauer sein wird. Viel mehr musste der Markt vor dem nächsten Anstieg mal etwas Luft ablassen. Die spannende Frage ist nun ob bereits genügend Luft aus dem vorher überkauften Markt entwichen ist?

Mit dem gestrigen Erreichen der 7.251 Punkte Marke stehen die Chancen für eine Trendwende nicht schlecht. Der wichtigste Index dieser Welt, der S&P 500 hat ebenfalls gestern ein eindrucksvolles Intrady-Reversal hingelegt und, was noch viel wichtiger ist, konnte über der so wichtigen Marke von 1.328 Punkten den Handel beenden. Gelingt heute ein weiterer Anstieg über die 1.337 Punkte-Marke dann sieht die Börsenwelt schlagartig wieder deutlich freundlicher aus. Gleiches würde für den Dax beim Überschreiten der 7.400 Punkte Marke bedeuten, dass der Aufwärtstrend dann wieder aufgenommen werden kann. Das nächste Kursziel für diese Aufwärtsbewegung wäre in diesem Fall bei ca. 7.770 Punkten zu finden.

Die „Wohlfühl-Aktien“ für den nächsten Aufschwung

Der Dax gibt in den letzten Handelstagen deutlich nach, was angesichts der Griechenland Thematik und der damit verbundenen Unsicherheiten auch nicht anders zu erwarten war. Eine Umschuldung Griechenlands scheint immer wahrscheinlicher zu werden weil es dem europäischen Steuerzahler zum einen nicht mehr zugemutet werden kann hier immer wieder „investieren“ zu müssen, und weil zum anderen nicht ansatzweise sichergestellt werden kann, dass die erneute Hilfe auch zu dem gewünschten Effekt führen wird. Die Frage die sich fast alle Marktteilnehmer wohl momentan stellen ist wie man aus der Misére wieder raus kommt ohne einen allzu großen Schaden für die europäische Währungsgemeinschaft zu produzieren.

Der luxemburgischen Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker bezeichnete gestern die griechische Schuldenlast wörtlich als „absolut nicht mehr tragfähig“, und das ist wohl auch der Punkt! Bislang wurde auch von griechischer Seite nicht genügend getan um zu überzeugen. Und damit meine ich nicht die Bürger, die laut Presseberichten sogar bereit zu weiteren Einschnitten wären, und das obwohl einige Familien dort bereits seit der letzten Sparrunde am Limit leben. Zunächst sollten die Griechen alles in ihrer Macht stehende dazu beitragen um einen großen Schuldenschnitt zu verhindern, sprich die griechische Regierung wäre nun in der Pflicht das Tafelsilber kurszfristig zu verscherbeln. Jedes Unternehmen das in die Insolvenz schliddert müsste auch alle Vermögenswerte auflösen, warum nicht ein Staat der Pleite ist?

Juncker plädierte bereits gestern Abend für die Einbeziehung privater Gläubiger in eine Lösung der griechischen Schuldenkrise. Das wäre wohl auch ein angemessener Schritt in die richtige Richtung…dementsprechend wäre ich aber auch bei Bankenaktien in der nächsten Zeit sehr vorsichtig! Wie auch immer man darf gespannt sein wie die griechische Tragödie enden wird, bis zur endgültigen Entscheidung bleibt der Markt weiterhin sehr volatil. Der DAX nähert sich inzwischen dem Korrekturziel von 7.250 Punkten, hier wird dann auch die Entscheidung über die weitere Richtung an den Aktienmärkten gefällt. Der S&P 500 ist mit dem gestrigen Schlussstand von 1.329 Punkten nun unter die Unterstützungszone zwischen 1.338 und 1.344 Punkten gefallen und eröffnet somit weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich von zunächst 1.313 Punkten. Sollte es also den US Indizes heute nicht gelingen wieder in positives Terrain bzw. über die Marke von 1.328 Punkten vorzustoßen wird die Luft deutlich dünner für die Bullen.

Wie immer in solchen Phasen bieten sich aber auch gute Chancen für mutige Investoren, die auf einen Rebound des Marktes setzen. Der DAX bleibt weltweit der bevorzugte Index für Investoren, und diese warten nur darauf die Aktien von hochwertigen Unternehmen mit überzeugenden Quartalszahlen wieder in ihre Depots zu buchen. Fachleute sehen bereits wieder steigende Kurse ab spätestens Ende Mai, da dies der normalen Entwicklung des US Präsidentschafts-Zyklus entsprechen würde. Natürlich kann man sich nicht darauf verlassen das es auch in diesem Jahr wieder so laufen wird, aber die Wahrscheinlichkeiten für ein solches Szenario sind da.

Geht man also davon aus, dass die Korrektur bald zu Ende sein könnte und wir dann sogar weiter steigende Kurse bis in den September hinein zu erwarten haben, dann könnten sich Aktienkäufe in den nächsten Tagen wiedermal als sehr lohnend erweisen. Natürlich sollte man dabei nicht das Risiko einer ausgedehnteren Korrektur außer Acht lassen!

Wir haben heute mal wieder einen großen Dax Check gemacht und uns die interessantesten Aktien aus dem DAX  bzw. viel versprechende BlueChips etwas näher angesehen, und natürlich sind darunter viele „alte Bekannte“ zu finden, die sich seit Ausbruch der Finanzkrise immer wieder, zum richtigen Zeitpunkt, als hervorragende Investments erwiesen haben. Wir werden Ihnen in den kommenden Tagen im Blog eine Reihe von Aktien vorstellen, die ich persönlich als „Wohlfühl-Aktien“ bezeichnen würde. Soll heißen zum einen sind dies Titel, die fundamental günstig erscheinen und gute Wachstumsperspektiven ausweisen, und zum anderen befinden sich diese nahezu alle an charttechnisch relevanten Unterstützungsmarken, sodass das komfortable Setzen eines entsprechenden Stopp-Loss möglich ist.

Weitere interessante Einschätzungen zu den Bankenwerten Commerzbank und Deutsche Bank sowie zu einer Reihe von Nebenwerten wie den Solarwerten Phoenix Solar,  Q-Cells, Solon und Conergy sowie dem Stahlhändler Klöckner & Co. und Dialog Semiconductor finden Sie ebenfalls bei uns auf dem Investors Inside Blog. Ich wünsche Ihnen jetzt schon viel Spaß beim lesen..

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

Q-Cells – wie gehts hier weiter?

Die Q-Cells Aktie bleibt nach der letzten Veröffentlichung der schwachen Quartalszahlen unter Druck. Heute melde ich mich noch einmal zu dem Wert, da unser Kursziel mit 2,18 Euro erreicht worden ist. Die Frage ist nun wie es hier weitergehen wird..? Das Umfeld für die Hersteller von Wafern, Solarzellen und Modulen bleibt weiterhin sehr schwierig und der Preisdruck scheint sich ebenfalls noch einmal deutlich zu beschleunige. Laute einer Analyse des Londoner Solaranalysten  Martin Simonek sind die Preise für multikristalline Solarzellen im vergangenen Monat noch einmal deutlich um weitere 8,7 Prozent auf 1,14 Dollar pro Watt gefallen. Diese Entwicklung drückt natürlich weiterhin kräftig auf die Margen der herstellenden Unternehmen.

Die Q-Cells Aktie wirkt zwar charttechnisch bereits völlig ausgebombt, dennoch lässt diese Entwicklung auch für die kommenden Quartale nicht viel Gutes erwarten. Die Aktie bleibt weiterhin hochspekulativ. Fundamental betrachtet weiß ich persönlich gerade nicht woher hier die nächsten positiven Meldungen kommen sollten, technisch betrachtet könnte aber jederzeit eine Gegenbewegung einsetzen, die dann bis in den Bereich um die 2,35 oder gar 2,50 Euro führen könnte. Die genannte Marke von 2,18 Euro stellt eine Unterstützung dar, die nächste würde bei erst bei 1,96 Euro liegen. Es steht zu befürchten, dass auch diese noch einmal „abgearbeitet“ werden muss bevor sich die Aktie dann wieder stabilisiert…Dies könnte dann aber dann ein guter Zeitpunkt sein um mit einer kleinen Position einzusteigen und mit einem Rebound-Trade kurzfristig zu profitieren.

Commerzbank Aktie vor finalem Ausverkauf, oder kommt der Rebound?

Es ist schon fast etwas langweilig heute schon wieder über die Commerzbank Aktie zu schreiben, aber es gibt mal wieder etwas neues und sehr interessantes zu berichten. Die meisten Analysten sind davon ausgegangen, dass sich die Commerzbank Aktie über der Marke von 4,- Euro wieder fangen wird und nach oben abdreht. Auch verschiedene Marktteilnehmer waren offenbar dieser Meinung, da über einen Zeitraum von mehreren Handelstagen die Aktie immer wieder massiv gekauft wurde sobald sie der damaligen Unterstützung zu nahe kam. Inzwischen notiert die Commerzbank Aktie da wo wir sie auch vermutet hatten. Mit einem Kurs von 3,76 Euro wurde unser erstes Kursziel von 3,75 Euro bisher nur leicht verfehlt.

Wie in dem Bericht von gestern noch einmal erwähnt erwarte ich zumindest einen weiteren Kursverfall bis in den Bereich 3,65 Euro. Sieht man sich den Chart etwas genauer an sind auch 3,54 Euro kurzfristig möglich. Die eigentliche Tatsache auf die ich Sie, liebe Leser, aber heute hinweisen möchte ist die, dass gestern Abend in der Xetra Schlussauktion noch eine ungewöhnlich hohe Anzahl von knapp 10 Millionen Aktien über den Tisch gegangen ist. Um genau zu sein, es waren 9.746.477 Stück und der Kurs gab bis zum Handelsschluss noch einmal knappe vier Cent nach. Diese Ordergröße ist selbst für eine in den letzten Tagen viel gehandelte Aktie wie die der Commerzbank sehr ungewöhnlich!

Welche Schlüsse kann man daraus ziehen? Zum einen liegt der Verdacht natürlich nahe, dass sich hier eine größere Adresse verabschiedet hat und noch tiefere Kurse erwartet, zum anderen könnte es aber auch damit zusammenhängen, dass mit einer baldigen Bekanntgabe der Einzelheiten zur Kapitalerhöhung zu rechnen ist, und auch hier wäre die Reaktion eher negativ zu werten. Eventuell haben sich auch erste HedgeFonds wieder eingedeckt die zuvor massiv in der Aktie short gegangen sind. Letztlich werden wir „Normalsterblichen“ es wohl mal wieder als Letzte erfahren, aber darauf kommt es gar nicht unbedingt an.

Es könnte der Vorbote einer stärkeren Kursbewegung sein, in welche Richtung auch immer. Sprich ich erwarte nun demnächst einen finalen Ausverkauf oder einen entsprechenden Rebound bei der Aktie. Halten Sie also die Augen offen, die Commerzbank Story könnte sich ihrem vorläufigen Höhepunkt nähern. Ich gehe eher von dem negativen Szenario aus, sprich weiter fallenden Notierungen. Nicht zuletzt die Schuldenkrise Griechenlands birgt ein hohes Risiko für Bankentitel in diesen Tagen dessen direkte Folgen noch nicht absehbar sind. Das gilt auch oder insbesondere für die Aktie der Deutschen Bank! In jedem Falle dürfte der heutige Börsentag mal wieder extrem spannend werden..

Commerzbank und Deutsche Bank Aktie im Fokus

Das könnte nun die Woche der Entscheidung sein.. nicht nur über die weitere Richtung der Börsen sondern auch über die Zukunft des Euro soll in dieser Handelswoche entschieden werden. Je nachdem wie sich die europäischen Vertreter bezüglich des Krisenherdes Griechenland, aber auch der weiteren Finanzhilfen für Portugal, nun entscheiden werden könnte es zu größeren Verwerfungen, bzw. Kursbewegungen bei einzelnen Aktien kommen. Die Bilanzsaison neigt sich nun allmählich ihrem Ende zu, somit werden auch von dieser Seite die Impulse aus den einzelnen Unternehmen immer schwächer, und der Markt konzentriert sich zunehmend auf die Konjunkturdaten und reagiert dementsprechend wieder etwas sensibler auf Missklänge aus dieser Richtung.

Insbesondere der Bankensektor dürfte in den kommenden Tagen unter dieser Entwicklung leiden. Die Commerzbank Aktie ist nun wie erwartet unter die Marke von 4,- Euro gefallen und dürfte noch weiter nachgeben. Wir hatten dieses Szenario ja bereits vor einigen Wochen skizziert, als die breite Schar der Analysten noch daran geglaubt hat, dass die Commerzbank Aktie keinesfalls tiefer als 4,05 Euro gehen würde. Unser Kursziel für die Commerzbank Aktie bleibt vorerst unverändert bei ca 3,65 Euro. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass sich dieses lediglich auf die Charttechnik stützt. Die genauen Umstände der anstehenden Kapitalerhöhung sind ja noch nicht bekannt, und können bei Veröffentlichung natürlich ebenfalls noch zu starken Kursbewegungen in die ein- oder andere Richtung führen.

Bei der Deutschen Bank zeigt sich ein ähnlich kritisches Bild. Die griechische Tragödie dürfte nun auch bei dem Branchenprimus deutliche Spuren hinterlassen. Es ist ein wenig wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Kommt es zu einem Schuldenschnitt dann dürfte auch die Deutsche Bank auf einen ordentlichen Teil der verliehenen Gelder verzichten müssen. Kommt es zu einer „Rettung Griechenlands“, dann werden wohl auch die deutschen Geldhäuser in Zukunft an den Kosten dafür beteiligt werden, alles andere würde ich auch persönlich als sehr ungerecht dem deutschen Steuerzahler gegenüber empfinden! Wie dem auch sei… Die Aktie der Deutschen Bank schlägt nun die von uns erwartete Richtung ein, sprich Richtung 40,- Euro oder gar darunter. Bis klar ist welche Auswirkungen die Entscheidungen des IWF haben werden sollte man wohl erst einmal abwarten..

Commerzbank – jetzt wird es spannend..

Die Commerzbank Aktie bleibt erwartungsgemäß unter Druck. Dies ist natürlich zum einen dem schwachen Börsenumfeld geschuldet und zum anderen der immer größer werdenden Unsicherheit der Anleger bezüglich der tatsächlichen Konditionen für die geplante Kapitalerhöhung. Ein erster Schritt in diese Richtung erfolgte bereits heute. Auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 6. Mai 2011 in der die  Rückführung der Stillen Einlagen des Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) beschlossen wurde, wurden heute insgesamt 1.004.149.984 bedingte Pflichtumtauschanleihen (die sogenannten CoMEN) in Commerzbank-Aktien getauscht.

Die Halter der CoMEN erhalten somit je eine Commerzbank-Aktie pro CoMEN die heute erstmalig in den Börsenhandel einbezogen wurden. Der Aktienkurs der Commerzbank Aktie gibt heute erneut um über zwei Prozent nach und notierte kurzzeitig unter der Marke von 4,10 Euro. Bei 4,09 Euro verläuft momentan die Unterstützung die bereits mehrfach getestet wurde. Es scheint sich aber aufgrund des schwachen Umfeldes abzuzeichnen, dass hier noch tiefere Kursstände zu erwarten sind.

Die Thematik um die Schuldenkriese Griechenlands sollte die Finanzwerte in den kommenden Wochen zusätzlich belasten, da niemand so genau weiß welches  Kreditinstitut tatsächlich wie viel Geld an die Hellenen verliehen hat. Wie bereits in meiner letzten Prognose zu dem Wert geschrieben, rechne ich auch noch mit einem Unterschreiten der 4,- Euro bei der Aktie. Das nächste Ziel ist also ein Test der Unterstützung bei ca. 3,96 Euro, der im weiteren Verlauf noch bis 3,47 Euro gehen könnte, wenn diese Unterstützung unterschritten wird. Bei Kursen um die 3,65 Euro könnten sich erste Käufe langfristig auszahlen.

Schwere Zeiten für Q-Cells Solon, Sunways und Conergy

Die drei „Sorgenkinder“ der deutschen Solarbranche, Solon, Sunway, Conergy bleiben auch weiterhin unter Druck. Heute verkündete das Hamburger Photovoltaik-Unternehmen Conergy die Zahlen zum ersten Quartal, und die waren erneut nicht berauschend, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Erneut musste ein Verlust, diesmal sogar in Höhe von 20,7 Millionen Euro ausgewiesen werden. Zwar steig der Umsatz dank des weiterhin wachsenden Auslandsgeschäftes um 8,6 Prozent auf 163,3 Millionen Euro, aber auch operativ musste das Unternehmen ein Verluste in Höhe von 12,3 Millionen Euro verbuchen. Im Vorjahresquartal konnte noch ein Gewinn in Höhe von 7,3 Millionen Euro ausgewiesen werden. Damit bestätigt die Conergy AG einmal mehr unsere Einschätzung zu dem Unternehmen, wir würden die Aktie weiterhin verkaufen, wenn wir diesen Titel im Depot hätten.

Bei der Solon AG sieht die Situation zwar insgesamt etwas besser aus, aber auch hier ist man wohl von einer echten Trendwende noch weit entfernt. Der Konzernumsatz lag bei 65,2 Millionen Euro, nach einem Umsatz von  88,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dies führte zu einem Verlust beim operativen Ergebnis in Höhe von 17,0 Millionen Euro, und zu einem negativen Konzernergebnis von 21,5 Millionen Euro. In der entsprechenden Vorjahresperiode wurde ein Verlust in Höhe von 8,2 Millionen Euro „erwirtschaftet“, der Verlust entsprach damals also nur etwa einem Drittel des heutigen Wertes. Die Solon Aktie bleibt mit dem Ergebnis ebenfalls auf unserer persönlichen Verlierliste der Solarunternehmen.

Die Sunways AG wurde noch vor kurzem von Analysten hochgelobt, und konnte auch kurzzeitig einen beachtlichen Kurssprung hinlegen. Seitdem ging es aber erneut ständig bergab mit der Aktie. Auch die heute vorgelegten Zahlen geben ernsthaft Anlass zur Sorge. Nach Verlusten im ersten Quartal 2011 hat der Solarzellenhersteller nun die Prognosen für das Gesamtjahr nach unten korrigiert. Wie Sunways heute mitteilte beträgt das operative Minus im ersten Quartal 3,5 Millionen  Euro. Im gleichen Zeitraum vor einem Jahr erzielte Sunways einen Gewinn von 4,7 Millionen Euro. Der Umsatz halbierte sich in dem Zeitraum gar von 44,3 Millionen Euro auf nur noch 22,2 Millionen Euro. Die Aktie rutschte heute somit unter die Marke bei 4,- Euro, die nächste nennenswerte Unterstützung sehen wir erst im Bereich um die 2,80 Euro..

Auch die Q-Cells AG dürfte die noch verbliebenen, hart gesottenen Anleger mit den Quartalszahlen erneut verprellt haben. Der Umsatz ist um 46 Prozent auf 125 Millionen Euro eingebrochen, der Rückgang ist nach Unternehmensangaben aber auf ein Großprojekt zurückzuführen, das Q-Cells bereits 2010 abgewickelt hat. Letztlich musste der Solaranbieter einen erneuten Verlust in Höhe von 41,1 Millionen Euro ausweisen, der zwar um etwa 5,3 Millionen Euro niedriger ausfällt als im ersten Quartal 2010 aber dennoch wohl nicht den Erwartungen der Anleger entsprechen kann. Wie bereits Anfang der Woche geschrieben gehe ich davon aus das die Q-Cells Aktie nun weiter in Richtung 2,17 Euro abtauchen wird.

Klatsche für Klöckner & Co. Aktionäre..

Gestern schrieb ich: „Mit seinem Quartalsergebnis übertraf Klöckner die Erwartungen von Analysten erneut deutlich. Das operative Ergebnis stieg von 29 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nun 104 Millionen Euro. Der Absatz wuchs um ca 25% auf 1,5 Millionen Tonnen, der Umsatz legte dank der höheren Preise sogar überproportional um 51,3 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieben 43 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es lediglich 1,2 Millionen Euro gewesen.

Das Unternehmen bleibt hervorragend aufgestellt, die Kapitalerhöhung dürfte aber den Aktienkurs kurzzeitig belasten. Achten Sie auf die Unterstützung bei 24,20 Euro! Bis klar ist zu welchen Konditionen diese stattfinden wird bleiben die Tatsächlichen “Kosten” der Kapitalmaßnahme reine Spekulation. Vielleicht ein guter Zeitpunkt um nach Top Zahlen auch einmal Gewinne mitzunehmen..“

Die Kriegskasse bei Klöckner & Co. ist nach den jüngsten Akquisitionen ziemlich leer geräumt, um weiter wachsen zu können benötigt das Unternehmen nun frisches Kapital, und es wird über eine Aufstockung von ca. 500 Millionen Euro laut nachgedacht. Bei einem gesamten Börsenwert von 1,7 Milliarden Euro ist das ein ordentlicher Schluck aus der Pulle.

Die Aktie von Klöckner & Co. ging gestern mit einem satten Minus von 7,74 Prozent bei  23,60 Euro aus dem Handel, und sieht so aus als ob es das noch nicht gewesen sein könnte…Mit dem Unterschreiten der Unterstützung bei 24,20 Euro hat sich das Chartbild nun kurzzeitig deutlich eingetrübt. Auch der Abschlag von fast acht Prozent war deutlich, und zeigt den Unmut der Anleger über die geplante Kapitalmaßnahme! Fällt die Aktie heute auch unter die Marke von 23,50 Euro droht weiteres Ungemach für die Aktionäre. Die nächsten Unterstützungen liegen bei 22,40 Euro, 20,90 Euro und glatten 20,- Euro!

VW baut mit FAW das Elektroauto „Kaili“ in China – Daimler setzt auf BYD

Volkswagen will nun Elektroautos zusammen mit seinem Joint-Venture-Partner FAW in China bauen. Damit springt der Volkswagen Konzern nun endlich auf den Zug der alternativ angetriebenen Fahrzeuge auf. Wie ein VW Sprechen heute mitteilte, wurde nun seitens der chinesischen Behörden die Einführung einer neuen Marke namens „Kaili“abgesegnet den die beiden Unternehmen zusammen entwickeln. Bislang haben die deutschen Automobilbauer den Markt für Elektroautos nahezu verschlafen, auch wenn hier nun deutliche Anstrengungen unternommen werden dies kurzfristig zu ändern.

Zwar wurde mit verschiedenen Hybridmodelle o.ä. hier „nachgearbeitet“, ein echtes Elektroauto, und vor allem zu einem bezahlbaren Preis fehlt dem deutschen Markt aber bislang. Der Schritt von VW ist insofern wohl zu begrüßen, da man annehmen kann, dass der „Kaili“, in China produziert, auch zu einem vernünftigen Preis angeboten werden kann. Der Stuttgarter Konkurrent Daimler hat sich mit dem chinesischen Batteriehersteller BYD zusammengetan und will 2013 mit einem Elektrowagen an den Start gehen. Build Your Dreams, BYD verfügt zudem noch über eine der besten Akkutechniken dieser Welt!

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