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Metro Aktie nach Kursrutsch kaufen?

Die Metro Aktie bricht heute nach einer Gewinnwarnung um über 10 Prozent ein. Wegen des schlechten Konsumumfeldes in Europa kappte Deutschlands größter Handelskonzern heute seine Gewinnprognose auf 2 Milliarden Euro, nachdem man seitens des Konzerns noch bis vor kurzem davon ausgegangen war dass die selbst gesteckten Ziel von 2,372 Milliarden Euro Gewinn erreicht werden. An dieser Stelle muss ich noch kurz erwähnen dass ich persönlich die Erreichung dieses Ziels immer angezweifelt habe. Nun ist die Katze sozusagen aus dem Sack. Beim Umsatz möchte Metro Chef Koch allerdings noch keine Abstriche machen. Er hält die zuvor genannten 66,7 Milliarden Euro immer noch für erreichbar, bzw, will diese Marke sogar übertreffen.

Insbesondere die Kaufzurückhaltung bei Non-Food-Produkten macht dem Konzern weiterhin zu schaffen. Soll heißen die Umsätze bei Unterhaltungselektronik, u.a. bei der Tochter Media Markt sind wohl weiterhin rückläufig. Die neue Online Sparte dürfte demnach auch noch nicht den gewünschten Effekt gebracht haben. Auch der negative Geschäftsverlauf, insbesondere in Süd- und Teilen Osteuropas, sei weiterhin spürbar, hieß es in der Pressemitteilung. Aus meiner Sicht ebenfalls eine Tatsache die nicht weiter verwundern dürfte.

Die heutige Kursreaktion der Börsen halte ich trotz aller Negativnachrichten dann doch für etwas übertrieben. Sieht man sich den Verlauf des Metro Aktienkurses in den letzten Monaten an, so wird klar dass hier offensichtlich schon so einiges an schlechten Nachrichten eingepreist wurde. Ein Gewinn von 2 Milliarden Euro ist unter den gegebenen Umständen immer noch recht ordentlich. Die spannende Frage dürfte nun sein was am Ende davon übrig bleibt, wenn der Metro Konzern Ende Oktober seine Zahlen vorlegt. Im zweiten Quartal hatte Metro durch Sondereffekte in dreistelliger Millionenhöhe einen Verlust in Höhe von 28 Millionen Euro ausweisen müssen. Das um Sonderfaktoren bereinigte Ebit konnte damals um 2,5 Prozent auf 314 Millionen Euro gesteigert werden.

Unter langfristigen Gesichtspunkten erscheint mir eine erste Position in der Aktie auf dem heutigen Niveau sehr interessant zu sein…Mal abwarten wie das Spiel in der kommenden Woche weiter geht, wenn sich die Gemüter wieder etwas beruhigt haben und die Anleger am Wochenende in Ruhe darüber nachdenken konnten.

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TradingUpdate Commerzbank, Jungheinrich, Porsche, VW, Klöckner, Metro, TUI, Vestas uvm…

Nach einer krankheitsbedingten Zwangspause in dieser Woche möchte ich mich abschließend dennoch kurz zum aktuellen Marktgeschehen äussern, da die nun erreichte Marke von 7.000 Punkten im Dax einen ganz wesentlichen Punkt markiert. Wie ich Ihnen in unserem letzten Newsletter geschrieben habe bin ich fest davon ausgegangen dass dieses Ereignis in der laufenden Handelswoche eintreten wird. Grund für diese Annahme war vor allem auch der heutige, kleine Verfallstag für Optionen und Futures. Sieht man sich die aktuell größten Positionen der Stillhalter an, war es naheliegend dass diese Runde Marke als Basis zur Abrechnung der heutigen Kontrakte dienen könnte. Damit ist die nun immerhin zwei Wochen andauernde Seitwärtsbewegung im DAX vorläufig beendet. Die spannende Frage dürfte jetzt also sein was ab Montag nach dem Verfallstag passieren wird.

Die Gefahr dass es sich bei dem Sprung über 7.000 Punkte im Dax um einen sogenannten „Fakeout“ handelt, also ein Fehlsignal, ist ebenso gegeben wie im amerikanischen S&P 500 Index, der gerade an seinen Jahreshöchstständen bei 1.420 Punkten kratzt. Hier lauern nun erst einmal massive Widerstände die es zu überwinden gilt. Das sollte zumindest nicht vergessen werden, denn nicht selten werden solch entscheidende Marken nicht im ersten Anlauf überwunden, oder zumindest noch mehrfach getestet bevor es weiter nach oben gehen kann. Dennoch hat der DAX nun, aus charttechnischer Sicht, durchaus das Potenzial noch bis zu den Marken Von 7.090 und 7.150 Punkten hoch zu laufen. Grundsätzlich besteht oberhalb dieser Marke sogar Potenzial bis an das bisherige Jahreshoch bei 7.190 Punkten. Um diese Marken noch zu erreichen wäre es nun wichtig dass die aktuelle Bewegung am Montag noch einmal bestätigt wird, indem wir weiter steigende Kurse sehen. Spätestens ab Dienstag wissen wir dann also wohin uns die weitere Reise kurzfristig führen wird.

Grundsätzlich bleibt die Tendenz aber weiterhin positiv. Ab 7.200 Punkten im Dax sollte man dann aber kurzfristig wieder deutlich vorsichtiger werden. Zum einen läuft der „saisonale Faktor“ spätestens gegen Ende August langsam aus. Soll heißen, ich erwarte einen durchaus schwierigen September, eventuell sogar noch eine durchwachsene erste Hälfte des Monats Oktober. Zum anderen kann man bereits jetzt wieder deutlich feststellen dass unser aller Freund, die politische Sommerpause, langsam ihr Ende findet. Damit erhöht sich auch das Risiko politischer Turbulenzen an den Kapitalmärkten wieder deutlich. Bereits jetzt bringen sich wieder diverse Politiker in Stellung bzw. meinen offensichtlich dass man sich am schnellsten durch halb durchdachtes Geschwafel wieder etwas mehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken kann. Die Diskussion um den Führungsstil unserer Kanzlerin ist da nur eines von vielen Beispielen… (Anmerkung der Redaktion: Diese Kanzlerin hat wenigstens einen Führungsstil!)

Ich möchte heute kurz auf ein paar Einzelwerte zu sprechen kommen, zu meinen weiteren Erwartungen den Gesamtmarkt betreffend habe ich ja in der Vergangenheit mehrfach alles wissenswerte gesagt: Die Jungheinrich Aktie, die ich ihnen in der vergangenen Woche vorgestellt habe, hat erwartungsgemäß den Weg Richtung Norden angetreten. Aktuell notiert der Titel bei ca. 24,70 Euro und somt knappe 16 Prozent über unserem Kaufkurs, was ich als ordentliche Rendite innerhalb von wenigen Tagen ansehen würde. Gelingt es nun die Hürde bei 25,- Euro zu überschreiten dürfte auch noch das Kursziel bei 27,- respektive 28,40 Euro erreicht werden. Die Commerzbank Aktie hat sich inzwischen, nach dem erneuten Schwächeanfall, deutlich erholt. Somit befinden wir uns erneut in der gleichen Ausgangslage wie vor der Veröffentlichung des Halbjahresberichts. Die 38 Tage Linie könnte in Kürze endlich überwunden werden. Die Bankaktie hat, verglichen mit der Kursentwicklung bei anderen europäischen Bankentiteln, dann mindestens einen Nachholbedarf von ca. 30 Prozent. Mein kurzfristiges Kursziel von 1,54 Euro bleibt somit bestehen.

Vorsichtig hingegen wäre ich momentan bei folgenden Werten: Bayer beispielsweise ist ordentlich gelaufen und meiner Meinung nach reif für eine Korrektur, mindestens bis in den Bereich um die 57,- Euro. Bei Rheinmetall bleibe ich bei meiner Einschätzung dass die Aktie in jedem Falle dieses Jahr noch das Gap bei 34,60 Euro schließen wird bevor der Titel nachhaltig steigen kann. Insgesamt bleibt die Nachrichtenlage um den Rüstungskonzern eher gemischt. Auch ein Abtauchen unter die Unterstützung bei 32,50 Euro ist durchaus noch einmal vorstellbar. Nicht allzu euphorisch bin ich ebenfalls bei der K+S Aktie. Auch hier wartet noch ein kräftiges Gap von Anfang Juli auf Schließung. Im Zuge einer baldigen Korrektur im Dax halte ich somit das Erreichen der Marke von 32,80 Euro durchaus noch einmal für denkbar. Wacker Chemie scheint allmählich einen Boden gefunden zu haben, kurzfristig sind hier aber wohl keine deutlichen Kurssteigerungen zu erwarten. Aus meiner Sicht sollte demnächst noch einmal ein Test der Unterstützung bei 50,- Euro anstehen.

Gut gelaufen, und damit eher Kandidaten für baldige Gewinnmitnahmen sind die Aktien von Metro, die weiterhin ein eher bescheidenes Kurspotenzial bieten solange sich die Situation des Unternehmen nicht grundlegend ändert. Zu dieser Kategorie würde ich auch die ThyssenKrupp Aktie zählen, ebenso wie die beiden Energieversorger E.ON und RWE. Es wird Sie als langjährige Leser des Investors Inside Börsenbriefes vielleicht etwas überraschen, aber ich habe meine kurzfristige Sicht auf die Autobauer ebenfalls den aktuellenUmständen angepasst. Alle Aktien von VW, BMW und Daimler bleiben für mich hervorragende Investments. Allerdings gehe ich nicht davon aus dass hier in naher Zukunft noch deutliche Steigerungen des Aktienkurses möglich sein werden. Die Rekordzahlen der letzten Quartale konnten die Kurse nicht in die erwarteten Regionen katapultieren. Im dritten Quartal gehe ich momentan von einer leichten Abschwächung der Dynamik aus, was sich wiederum mit hoher Wahrscheinlichkeit dann in den Aktienkursen widerspiegeln wird.

Die Ausnahme bleibt aus meiner Sicht die Porsche Aktie. Hier wurde seit Monaten alles schlechte teilweise mehrfach eingepreist. Zuletzt erlebte die Aktie einen deutlichen Rücksetzer nachdem bekannt wurde dass ein US Gericht den Antrag auf Abweisung der Klage einiger Hedge Fonds gegen Porsche wegen der gescheiterten VW Übernahme abgelehnt hatte. Porsche ging in Berufung letztlich ist also nichts passiert, der Aktienkurs gab aber erneut kräftig nach. Ich bleibe bei meiner Einschätzung dass das Risiko einer vollumfänglichen Verurteilung Porsches eher gering ist. Alleine der Wert der VW Stammaktien und das damit verbundene mehrheitliche Stimmrecht bei VW ist deutlich mehr wert als die aktuelle Marktkapitalisierung der Porsche SE. Letztlich bleibt die Porsche Aktie, nun nachdem das Automobilgeschäft in den Volkswagen Konzern integriert wurde, eine heiße Wette auf einen positiven Ausgang der Klagen und der Schaffung entsprechender Synergieeffekte im VW Konzern. Mein persönliches Kursziel für Anleger mit Geduld liegt nicht unter 76,- Euro je Aktie.

Fazit: Unter der Voraussetzung dass es gelingen kann die Kurse in den kommenden zwei Wochen noch weiter nach oben zu treiben ist es meiner Meinung nach sehr entscheidend mit welchen Werten man an dieser Phase des vermutlich vorläufig letzten Anstieges des laufenden Quartals teilhaben möchte. Wie ich Ihnen schon in der letzten Woche geschrieben habe geraten die gut gelaufenen Aktien von hochkapitalisierten Gesellschaften bereits seit Tagen ins Stocken während kleinere Nachzügler Aktien noch kurzfristig deutliches Potenzial bieten. Gute Beispiele dafür sind neben Jungheinrich auch Aktien wie Klöckner & Co., Gildemeister, TUI, SAF und Aixtron, um nur ein paar zu nennen. Eine Bauer Aktie ist auf dem aktuellen Kursniveau, unabhängig von der grundsätzlichen Börsenrichtung, für mich persönlich immer einen Kauf wert. Wer es spekulativer mag sieht sich beispielsweise mal die verprügelte Vestas Aktie oder Veolia etwas genauer an. Goldminenaktien wie die von Barrick Gold sind jetzt wieder extrem interessant, während alle großen Rohstoffaktien weiterhin schwach bleiben dürften.

Es würde zu weit führen zu allen von mir beobachteten Titeln hier ein kurzes Update zu schreiben. Ich hoffe Ihnen jedoch mit dieser knappen Übersicht etwas bei Ihren Anlageentscheidungen geholfen zu haben. Und denken Sie bitte immer daran: Man muss dem Trend folgen so lange er läuft. Wenn die Musik dann aber aufhört zu spielen ist es Zeit die Party zügig zu verlassen! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen stets die richtigen Entscheidungen und ein erholsames Wochenende.

Metro – Skepsis ist angebracht

Die Metro AG hat heute ebenfalls Zahlen für das letzte Quartal vorgelegt, und die sahen auf den ersten Blick gar nicht mal so schlecht aus. Der Handelskonzern übertraf beim Ebit vor Sonderfaktoren die Erwartungen des Marktes, denn der Verlust ist geringer ausgefallen als befürchtet. Analysten hatten mit einem Umsatz von 15,8 Mrd. Euro und einem Ebit vor Sonderfaktoren von 300 Mio. Euro gerechnet. Beim Ergebnis hatten die Fachleute einen Verlust in Höhe von 55,7 Millionen Euro prognostiziert. Tatsächlich setzte Metro 15,8 Milliarden Euro im zweiten Quartal um. Der operative Gewinn wurde vor Sonderfaktoren von 306 auf nun 314 Millionen Euro gesteigert. Unterm Strich musste aber nach Wertberichtigungen ein Verlust von 20 Millionen Euro ausgewiesen werden. Damit wurden die deutlich pessimistischen Erwartungen des Marktes zwar geschlagen, der Handelskonzern bleibt aber im negativen Terrain.

Erreicht wurden diese Werte nur durch eine Preisoffensive die zu Lasten der Gewinne ging, dennoch ist Firmenlenker Olaf Koch weiterhin zuversichtlich und will mit entsprechenden Kostensenkungsmaßnahmen weiter gegensteuern. An seiner  Prognose für das Gesamtjahr hielt Koch fest. Für den Konzern erwartet er weiterhin einen leichten Umsatzanstieg sowie ein Ebit vor Sonderfaktoren in etwa auf der Höhe des Vorjahreswertes von 2,37 Milliarden Euro. Um diese Ziele zu erreichen muss sich der Konzern aber wohl im zweiten Halbjahr noch einmal deutlich strecken. Ich bin mir nicht sicher ob dies angesichts der allgemein mauen Umfeldes auch erreicht werden kann. Zunächst beruhigt die Bestätigung der Prognose aber offensichtlich die Nerven der Anleger. Die Metro Aktie kann heute über drei Prozent zulegen.

TradingUpdate Rheinmetall, Conti, HeidelCement, Kl̦ckner РE.ON, Metro und Hochtief im Fokus

Heute entspannt sich die Situation an den Börsen wieder etwas, nachdem der Markt in froher Erwartung auf die Aussagen den EZB Chefs Mario Draghi, zu einer kleinen Erholungsrally angesetzt hat. Insbesondere zyklische Aktien können erneut gut zulegen. Der Tagesgewinner ist heute die Rheinmetall Aktie die sich nach einem positiven Analystenkommentar deutlich von den Tiefständen absetzen kann. Allerdings muss man dazu sagen das die Bewegung wahrscheinlich eher technisch bedingt ist da die Aktie gestern überhaupt nicht von dem stabileren Umfeld profitieren konnte. Ebenfalls stark präsentierte sich die Continental Aktie, die heute zu Handelsbegin wieder bis über die wichtige Marke von 65,- Prozent steigen kann. Bei Conti sehen Analysten inzwischen deutlich höhere Kursziele, ebenso wie ich. Die Bewertung des Unternehmens ist extrem attraktiv und der langfristige Ausblick hervorragend. Der Rücksetzer auf 62,- Euro könnte somit eine hervorragende Kaufgelegenheit gewesen sein. die ich gestern genutzt habe. Hinzu kommt noch dass seit heute offen darüber spekuliert wird das Conti demnächst im DAX notiert! HeidelbergCement ist heute der DAX Gewinner. Auch hier besteht offensichtlich deutliches Potenzial für einen weiteren Rebound, nachdem die Aktie zuvor deutlich abgestraft worden ist.

Insgesamt sieht der Aktienmarkt also seit heute wieder etwas freundlicher aus. Ob es sich dabei wieder nur um erneutes Strohfeuer handelt, wie in den Tagen zuvor, oder einen kurzfristigen Rebound möglich ist, bleibt abzuwarten. Der Sprung über die Marken bei 6.000 und 6.020 Punkten könnte aber die Initialzündung für einen weiteren Anstieg zur 200-Tage-Linie bei 6.200 Punkten, oder gar darüber hinaus, gewesen sein. Gelingt es also nun auch den US Indizes einen freundlichen Börsentag zu produzieren, stehen die Chancen für ein solches Szenario nicht schlecht. Eine finale Bestätigung muss natürlich noch abgewartet werden. Voraussetzungen dafür sind heute zumindest positive Aussagen der EZB über das weitere Vorgehen der Währungshüter, denn eine Zinssenkung halte ich für nicht sehr wahrscheinlich,  sowie ein entsprechender Ausblick im „Beige Book“ das heute gegen 20:00 Uhr veröffentlicht wird.

Auf der Verliererseite befinden sich ein paar gute alte Bekannte. Die E.ON Aktie leidet weiterhin unter den ins Stocken geratenen Verkaufsgesprächen für die Müllverbrennungssparte „Energy from Waste“. Hinzu kommt noch dass der Energiekonzern kürzlich Unregelmäßigkeiten in den Büchern eines seiner Händler festgestellt hat, die es wohl erst einmal zu klären gilt. Auch Metro bleibt weiterhin sehr schwach. Mit einem nur sehr knappen Plus kann die Aktie des Großhandelskonzerns fast gar nicht von dem positiven Umfeld profitieren, und das nachdem der Titel zuvor mit am deutlichsten gefallen ist. Hier ist nach meiner Auffassung weiterhin Vorsicht geboten. Metro gehört zudem zu den DAX Abstiegskandidaten, was zu weiteren Abschlägen führen dürfte wenn Indexfonds sich von Ihren Positionen trennen. Schwach bleibt ebenfalls die Hochtief Aktie. Hier scheinen die schlechten Nachrichten nicht abzureißen. Der spanische Mutterkonzern ACS könnte nun durch die Krise in Spanien ebenfalls in Schwierigkeiten geraten was sich sicherlich auch nicht positiv auf die Tochter auswirken dürfte. Hinzu kommt dass immer mehr Spitzenmanager das Unternehmen verlassen, was das Unternehmen zusätzlich dauerhaft schwächen dürfte. Das Fazit bleibt somit aus meiner Sicht: Nicht alles was günstig aussieht ist auch preiswert.

Es ist also von entscheidender Bedeutung auf welche Aktien man bei einer Trendwende setzt. Wie gestern schon hier im Blog berichtet halte ich die Salzgitter Aktie, die heute ebenfalls deutlich zulegen kann, für eines der interessantesten Investments neben den oben genannten Aktien von Conti, Rheinmetall und HeidelCement. Die Klöckner & Co. Aktie zeigt bereits seit einigen Tagen relative Stärke. Der Titel hat den letzten Absturz nicht mehr so richtig mitgemacht. Offensichtlich ist die Aktie nun weit genug gefallen, weitere Verkäufer waren schwer zu finden. Heute kann KlöKo fast fünf Prozent zulegen und nähert sich der wichtigen Marke von 8,- Euro. Es besteht somit jetzt eine berechtigte Chance auf deutlich höhere Kurse in den kommenden Tagen. Bei 9,- Euro befindet sich noch ein Gap das es zu schließen gilt. Von der ThyssenKrupp Aktie hingegen würde ich aufgrund der katastrophalen Nachrichtenlage weiterhin die Finger lassen.

Sollten wir heute also einen weiterhin positiven Tag an den Börsen erleben und die Kursgewinne bis zum Handelsschluss ansatzweise auf dem aktuellen Niveau bleiben, sehe ich eine gute Möglichkeit hier nun auf die genannten Aktien zu setzen. Weitere Kandidaten stehen in den Startlöchern. Ãœber die werde ich dann morgen berichten… Für den Moment bleibt aber ausdrücklich zu sagen dass, egal für welche Aktie Sie sich entscheiden werden, es unbedingt oberste Pflicht bleibt die Position sofort abzusichern. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen erfolgreichen Börsentag und uns allen ein saftiges Grün im Depot am Ende des Tages.

Metro – jetzt einsteigen?

Die einzige DAX Aktie die gestern im Plus schließen konnte war die der Metro AG. Grund für den „Kursschub“ waren die Nachrichten über den weiteren Konsolidierungskurs des Unternehmens. Unter der Voraussetzung der Zustimmung durch die Aktionäre plant das Handelshaus nun das unprofitable britische Großhandelsgeschäft zu verkaufen. Die 30 Makro Märkte dort mit einem geschätzten Umsatz von einer Milliarde Euro sollen für 175 Millionen Euro in Aktien an den britischen Lebensmittel-Großhändler Booker Group verkauft werden. Da der Verkaufspreis aber unter dem Buchwert der Beteiligung liegt dürfte sich der Konzern für die Bilanz des zweiten Quartals eine Sonderbelastung in Höhe von ca. 200 Millionen Euro „einfangen“

Konzernchef Olaf Koch kehrt somit weiterhin mit eisernem Besen und versucht das angeschlagene Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. „Wir müssen uns wieder auf die Kernkompetenzen konzentrieren“ ließ der Firmenchef gestern verlauten. Sicherlich der richtige Weg, aber eben nicht ganz billig. Andere Aktivitäten in wirtschaftlich unbedeutenderen Regionen dürften in der nächsten Zeit somit ebenfalls auf den Prüfstand stehen, und die Bilanzen immer wieder belasten.

Bei den Anlegern kam die Neuausrichtung der Metro AG gestern gut an. Die Aktie konnte leicht positiv aus dem Handel gehen, notiert aber immer noch fast auf historisch niedrigem Niveau. Für einen Einstieg ist es aus meiner Sicht aber immer noch zu früh, denn der eingeschlagene Weg muss erst einmal weiter verfolgt und auch umgesetzt werden, bevor der Konzern wieder auf einem soliden Fundament steht. Die Restrukturierung  wird weiterhin Kosten produzieren, die man dann in den nächsten Quartalsbilanzen finden wird. Ebenso wie den französischen Mitbewerber Carrefour halte ich beide Aktien grundsätzlich unter langfristigen Gesichtspunkten für aussichtsreich. Während aber die Carrefour Aktie bereits auf einem 10 Jahres Tief notiert scheint mir bei der Metro Aktie noch etwas Luft nach unten zu sein…

Metro – vor den Zahlen kaufen?

Der Metro Konzern veröffentlicht morgen die Zahlen zum abgelaufenen ersten Quartal. Fachleute gehen davon aus dass auch im letzten Quartal die Preisoffensive der Media-Saturn Märkte, ebenso wie in den Großhandelsmärkten, dazu geführt haben dass der Handelskonzern in den roten Zahlen gelandet ist. Die spannende Frage scheint somit nur noch zu sein wie hoch der tatsächliche Quartalsverlust bei Metro ausfallen wird. Die Experten erwarten dass der Konzern bei einem leicht gesteigerten Umsatz von ca. 15,6 Milliarden Euro ein von 145 Millionen auf 55 Millionen Euro geschrumpftes EBIT ausweisen wird. Der Nettoverlust nach Anteilen Dritter dürfte sich somit auf ca. 53 Millionen Euro belaufen haben.

Das erste Quartal ist traditionell eher das schwächste des Jahres, und sollte somit nicht über bewertet werden. Im vergangenen Jahr trug der Zeitraum Januar bis März lediglich sechs Prozent zum Konzernergebnis bei. Dennoch war auch die Entwicklung im ansonsten so erfolgreichen Weihnachtsquartal alles andere als zufriedenstellend für die Aktionäre. Im Gesamtjahr 2011 war der Konzerngewinn bereits um 20 Prozent auf 741 Millionen Euro gesunken. Zusätzlich belastet wurde das Vertrauen der Anleger in den Metro Konzern durch die öffentlich ausgetragenen Streitereien der Konzernführung.

Seit kurzem zeichnet nun Olaf Koch an der Konzernspritze für den weiteren Kurs des Unternehmens verantwortlich. Einsparungen in Höhe von 150 Millionen Euro, sowie einen deutlich geänderte Strategie beim Online Handel sollen den Konzern langfristig wieder auf Kurs bringen. Für 2012 kündigte der neue Chef ein EBIT auf Vorjahresniveau an. Jedoch steht zu befürchten dass nun erst einmal alle schlechten Assets des Konzerns in den ersten Quartalsberichten ausgewiesen werden. Denn ein Wechsel in der Konzernführung führt meist genau zu diesem Phänomen, damit man dann im Anschluss darauf verweisen kann wie gut sich der Konzern unter der neuen Führung entwickelt hat.

Ich gehe also eher davon aus dass wir bei Metro wirklich schlechte Daten sehen werden. Entscheidend ist nun aber der Ausblick auf die kommenden Quartale, und wie der Markt darauf reagieren wird. Der französische Konkurrent Carrefour hat kürzlich ebenfalls deutlich enttäuscht, die Aktie notiert inzwischen auf einem 10 Jahres Tief. Davon ist Metro allerdings noch etwas entfernt, es zeigt aber die mögliche Fallhöhe eines solchen Konzerns auch wenn die Aktie heute schon „billig“ aussieht. Aus meiner Sicht sind die Risiken immer noch sehr hoch auch wenn sich die Aktie zuletzt etwas erholen konnte. Ich werde somit in jedem Falle erst einmal die Reaktion des Marktes auf die Quartalszahlen abwarten!

Trading Update Veolia, Aixtron, Metro, Salzgitter, Rheinmetall

Veolia Environnement hat erwartungsgemäß etwas korrigiert und sollte nun spätestens bei der 12,- Euro Marke wieder nach oben drehen. Die Nachrichtenlage bei dem Konzern ist äusserst positiv was den Kurs letztlich wieder in „normale“ Bewertungsregionen führen sollte. Unser Kursziel bleibt zunächst das Gap bei 17,30 Euro. Bei der Aixtron Aktie mehren sich die positiven Analystenkommentare. Insbesondere die Aussichten bis ins Jahr 2015 beurteilen die Fachleute nun gravierend anders als noch vor ein paar Wochen. Der Rücksetzer in der letzten Woche führte nicht ganz bis zu dem von uns genannten Gap. Dieses kann also durchaus noch geschlossen werden, spätestens danach sollte es aber wieder deutlich aufwärts gehen, wahrscheinlich sogar schon ab heute.

Metro habe ich nach den schlechten Zahlen dann doch wieder verkauft und warte nun erst einmal ab welche Fortschritte das Unternehmen in den kommenden Monaten machen wird. Insbesondere der Ausblick hat mich zu dem Verkauf veranlasst. Wenn man davon ausgeht das wir einen schwachen Sommer im Aktienmarkt erleben werden muss man dise Aktie jetzt wohl nicht im Depot haben. Die Aktie hat grundsätzlich wohl das Potenzial noch bis ca. 33,- Euro zu steigen, viel mehr ist aber wohl erst einmal nicht drin. Sollte der Kurs hingegen in Richtung 26,- Euro fallen kann man durchaus wieder eine Position wagen.

Dafür bin ich nun erneut bei den beiden „Lieblingswerten“ der letzten Wochen eingestiegen. Salzgitter notiert immer noch weit unter Buchwert und ist nahezu schon ein MUSS im Stahlsektor. Insbesondere auch die Beteiligung an Aurubis sollte in den nächsten Jahren weiterhin kräftig zum Gewinn des Unternehmens beitragen. Sollte sich der Stahlsektor in der kommenden Woche wieder kräftig erholen (s.o) dann dürfte die Salzgitter Aktie kräftig  davon profitieren. Ganz im Gegensatz zu der ThyssenKrupp Aktie die ich nach wie vor meiden würde. Die Nachrichtenlage bei Deutschlands größtem Stahlkonzern ist weiterhin eher besorgniserregend.

Ebenfalls wieder eine erste Position eingebucht habe ich bei der Rheinmetall Aktie. Die zuletzt gelieferten Zahlen würde ich als sehr unspektakulär bezeichnen, die Nachrichten zu der geplanten Ausgliederung des hochprofitablen Automobilgeschäftes hingegen sind meiner Aufmerksamkeit nicht entgangen. Dieser Schritt könnte noch einmal deutlichen Schwung in den Aktienkurs bringen. Bis es soweit ist kann der Kurs aber durchaus auch noch einmal nachgeben wenn die Analysten ihre Kursziele aufgrund der eher schwächeren Rüstungssparte nun zurück nehmen sollten. Mit einer Dividendenrendite von knapp 4% und das KGV von 8 halte ich die Aktie aber grundsätzlich immer noch für extrem günstig, und das Risiko auf dem aktuellen Niveau für überschaubar.

 

Trading Update Veolia, Aixtron, Metro und K+S

Ich werde mich in dieser Woche etwas einbremsen müssen, denn es gibt eigentlich so viele Aktien über die ich schreiben möchte. Letztlich will ich Ihnen hier aber auch nichts vorenthalten, deswegen werden die einzelnen Beiträge eher kurz und knackig sein 😉 Für mehr Informationen benutzen Sie bitte die eingefügten Links, denn ich habe einen Großteil der genannten Aktien bereits im Blog ausführlicher behandelt.

Fangen wir an mit einer meiner Lieblingsaktien, der Veolia Environnement. Hier muss ich nicht mehr viel sagen… ich bin mit 53 Prozent im Plus und hoffe Sie ebenso! Veolia ist und bleibt für mich einer der größten Anwärter auf den Rebound des Jahres. Ab 13,- Euro könnte die Aktie nun erst einmal etwas konsolidieren. Im weiteren Verlauf rechne ich aber dann mit noch einmal deutlich anziehenden Notierungen. Auch bei der Veolia Aktie ist noch ein Gap offen as es zu schließen gilt. Dies liegt witziger Weise ebenfalls bei 17,30 Euro! Nächste Kursziele sind nun 13,30, 14,50 und 15,85 Euro.

Aixtron war die Aktie der Woche, man hat mich endlich erhört. Nachdem der Chart ja hervorragend aussah ist der Knoten nun geplatzt, die Aixtron Aktie hat sich mit einem Riesensatz von 15 Prozent aus der charttechnischen Zwickmühle befreit. Ich liege 43 Prozent vorne und gehe davon aus dass es hier noch deutlich weiter geht. Das Ziel bleibt das Gap bei 17,30 Euro. Zuletzt hatte eine sehr positive Studie der Deutschen Bank, die u.a. besagt dass in naher Zukunft doch nicht mit ernstfhafter Konkurrenz aus China zu rechenen ist, den Aktienkurs beflügelt.

Die Metro Aktie ist ebenfalls kräftig angesprungen wie ich das erwartet hatte. Nachdem der multiple Boden bei 28,- Euro gehalten hat konnte die Aktie im Anschluss bis auf 31,17 Euro steigen. Im weiteren Verlauf rechne ich nun damit das die nächsten Kursmarken bei 32,- und 33,80 Euro relativ zügig erreicht werden. Nach unten kann nun knapp unter der Marke von 29,- Euro abgesichert werden. Für die Metro Aktie sollte der Ausbruch in der letzten Woche erst der Anfang einer längeren Aufwärtsbewegung gewesen sein…

Ebenso wie bei der Aktie von Kali und Salz, die ich ihnen in der letzten Woche ans Herz gelegt habe. Nach hervorragenden Zahlen konnte sich auch die Aktie des  Düngemittel- und Salzherstellers mit einem deutlichen Sprung nach oben aus ihrer Lethargie befreien. Das Fundament für eine Bewegung bis 47,- Euro sollte damit gelegt sein. Zunächst warten noch ein paar Hürden bei 42,40, und 44,- Euro, aber auch ein offenes Gap um die 43,- Euro das geschlossen werden sollte.

Auszug aus unserem kostenlosen Börsen Newsletter vom Wochenende

Trading Update Commerzbank, Veolia, Asian Bamboo, Metro, K+S

Die jüngsten Ereignisse haben dem Bankensektor erneut eine äußerst turbulente Woche beschert. Deswegen sollte auch bei der Commerzbank Aktie weiterhin das von uns geschilderte Szenario eines möglichen Gap-Close im Hinterkopf behalten werden. Nach der Einigung in Griechenland konnten beide deutschen Bankentitel nicht von der Meldung profitieren. Sowohl die Aktie der Deutschen Bank als auch die der Commerzbank notierten am Freitag deutlich schwächer. Grund waren sicherlich die Unsicherheiten über die Entscheidung der Swaps and Derivatives Association. Anleger befürchten nun das sich diese noch einmal deutlich negativ auf die Bilanzen der Banken auswirken könnte. Vergessen sollte man dabei allerdings nicht dass sich die Geldhäuser gegen den nun eingetretenen Fall umfangreich abgesichert haben.

Die gute Nachricht ist zwar das überhaupt eine Art Einigung zustande gekommen ist, und somit auch eine kurzzeitige Entspannung an den internationalen Kapitalmärkten eintrat. In der kommenden Woche muss aber genau beobachtet werden wie der Markt tatsächlich auf die faktische Pleite Griechenlands reagieren wird, wenn die Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps/CDS), mit denen sich bestimmte Halter von griechischen Staatsanleihen abgesichert haben, gezogen werden. Am Freitag Abend hat der Branchenverband International Swaps and Derivatives Association, ISDA wie erwartet ein sogenanntes Kreditereignis festgestellt. Für Commerzbank Aktionäre bedeutet dies zunächst einmal wieder etwas turbulente Tage, auch wenn ich der Meinung bin dass nun das Schlimmste überstanden sein sollte.

Richtig gut gefällt mir weiterhin die Aktie des französischen Wasserversorgers Veolia Environnement S.A. Am Freitag probte der Titel erneut seinen Ausbruch über das letzte Hoch bei 11.25 Euro und konnte sogar zum Handelsende leicht darüber schließen. Gelingt es nun diese Marke nachhaltig zu überwinden sind hier weitaus höhere Kurse drin. Ab Kursen von 11,90 Euro ist die Bodenbildung endgültig abgeschlossen. Lesen Sie >hier< noch einmal unsere aktuelle Einschätzung zu der Aktie. Heute ist die Aktie bereits deutlich ausgebrochen und hat die 200-Tage Linie zurückerobert, was  nun verstärkte Aufmerksamkeit institutioneller Investoren auf sich ziehen dürfte.

In der letzten Woche haben wir auch über die spekulative Aktie des chinesischen Bambusherstellers Asian Bamboo berichtet. Die Aktie hat in den letzten Tagen deutlich nachgegeben, konnte sich aber um die 11.65 Euro mustergültig fangen und notiert aktuell wieder leicht über der letzten Unterstützung bei der 12,- Euro Marke. An unserer grundsätzlichen Einschätzung zur fundamentalen Bewertung des Unternehmens hat dies nichts geändert. Viel mehr scheint hier momentan jemand den Kurs negative beeinflussen zu wollen, um einen guten Einstieg zu finden. Ich habe das Orderbuch in der letzten Woche intensiv verfolgt, und mich für eine Erweiterung der Position entschieden.

Wie schon im letzten Newsletter geschrieben konzentriere ich mich gerade etwas mehr auf die „Nachzügler“. Sehr gut gefallen hat mir gestern die Metro Aktie, die anscheinend einen tragfähigen Boden gefunden hat. Die 28,- Euro haben erneut gehalten und dass nun schon zum fünften Mal in den letzten Monaten. Das kurzzeitige Unterschreiten dieser Marke am Mittwoch und Donnerstag sollte man dabei nicht über bewerten. Selten ergibt sich bei einer Aktie eine so deutliche multiple Bodenformation. Hinzu kommt noch dass der gesamte Sektor „Einzelhandel“ nun nach einer sehr positiven Studie von Goldman Sachs wieder etwas mehr in den Fokus der Anleger rückt. Ich habe am Donnerstag eine erste Position Metro Aktien gekauft, und werden ggf. noch weiter aufstocken.

Ebenfalls eine der Aktien denen ich, auch unter der Voraussetzung eines in naher Zukunft schwierigeren Börsenumfeldes, wieder deutlich höhere Kurse zutraue ist die Aktie von Kali und Salz. Der Düngemittelhersteller konnte bislang, trotz aller positivere Analystenkommentare, noch gar nicht von der Aufwärtsbewegung profitieren. Ebenso wie Einzelhandelsaktien oder der Energiesektor scheinen auch Aktien aus dem Bereich Düngemittelherstellung gerade nicht „en vogue“ zu sein. Das dürfte sich aber bald schon ändern wenn man von einem weiterhin positiv verlaufenden Börsenjahr ausgeht. Die Deutsche Bank hat heute ihre Einschätzung zum europäischen Minensektor deutlich überarbeitet und stuft den Sektor inzwischen mit „Overweight“ ein. Aus meiner persönlichen Warte überwiegen bei der Aktie die möglichen Chancen die Risiken deutlich.

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Die Verlierer des B̦rsenjahres 2011 РMetro, Carrefour, und Veolia Environnement

Besonders schlecht abgeschnitten haben im vergangenen Börsenjahr auch die Aktien von Einzelhändlern. So musste beispielsweise Europas größte Einzelhandelskette Carrefour einen Kursrückgang der Aktie um über 50 Prozent verkraften. Auch in diesem Segment hat die europäische Krise ihre deutlichen Spuren hinterlassen. Französische Firmen waren von dem angespannten Umfeld in der Eurozone besonders betroffen. Der Einzelhandelskonzern stößt gerade ein größeres Immobilienpaket ab. Für 365 Mio EUR sind nun insgesamt  97 Supermärkte in Frankreich an den Vermögensverwalter La Francaise verkauft worden. Diese werden umgehend mit Verträgen von 12 Jahren Laufzeit erneut angemietet. Liquidität ist in diesen Zeiten eben alles.

Den Metro Konzern hingegen plagen zusätzlich noch ganz andere Probleme. Nachdem man in den letzten Jahren den Siegeszug des Internethandels schlichtweg ignoriert hatte führte dieser Umstand nicht nur zu deutlichen Umsatzeinbußen bei den Konzerntöchtern, Saturn Hansa und Media Markt, sondern auch zu einem handfesten, und öffentlich ausgetragenen, Streit in den verschiedenen Unternehmensführungen. Der damit einhergehende Vertrauensverlust der Anleger schickte die Metro Aktie in ungeahnte Tiefen. Der langjährige Metro Chef nahm am Ende seinen Hut, und wurde durch Olaf Koch ersetzt, der nun neben der Restrukturierung auch den Verkauf der Tochtergesellschaft Galeria Kaufhof vorantreiben soll. Die Metro Aktie bleibt dennoch langfristig interessant. Gelingt die Restrukturierung dürften in 2012 höhere Kurse zu erwarten sein, auch wenn man sich hier nicht zu viel erwarten sollte.

Der hohe Verschuldungsgrad wie im Falle Carrefour, Veolia und Co. machen den Unternehmen zusehends Probleme. Beide Unternehmen versuchen gerade intensiv an einer Restrukturierung zu arbeiten um sich für die Zukunft stabiler aufzustellen. Beide Unternehmen sind und bleiben aber unter langfristigen Gesichtspunkten interessant. Insbesondere der Wasserversorger und Müllentsorger Veolia Environnement scheint sich für die Zukunft entsprechend zu rüsten. So wird beispielsweise die Verkehrs-Sparte nun deutlich reduziert, und man will sich in Zukunft wieder verstärkt auf das Kerngeschäft konzentrieren. Zudem werden weitere Unternehmensteile im Gegenwert von knapp 5 Milliarden Euro veräußert, um die Kapitalstruktur des Konzerns zu verbessern. Die Veolia Aktie ist für uns auf dem derzeitigen Niveau einer der echten Rebound Kandidaten für das kommende Jahr, auch wenn es in den nächsten Wochen noch etwas holprig werden könnte.

Metro AG – Konservatives Investment mit viel Phantasie

Eine der wohl derzeit am meisten unterschätzten BlueChips in Deutschland dürfte die Aktie der Metro AG sein! Der Einzelhandelskonzern befindet sich gerade in einer Umstrukturierungsphase. Man trennt sich von unprofitablen Unternehmensteilen und expandiert verstärkt in die Märkte von Morgen. Unter anderem soll die Kaufhof-Tochter bald an die Börse gebracht werden, und auch für die Real-Handelskette gibt es offenbar schon ernsthafte Kaufinteressenten. Kaufhof unterhält bundesweit 123 Filialen, davon 110 Warenhäuser. Im vergangenen Jahr machte die Kaufhaus-Kette einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro. Auch die Kaufhof Immobilien gehören Metro, vor einem möglichen Börsengang wird also noch zu klären sein was mit diesen passiert. Eine Weitervermietung von Metro an den neuen Kaufhof Besitzer nach dem Börsengang wäre dann wohl der Königsweg für den Metro Konzern.

Die Tochter Real erzielt einen Jahresumsatz von stolzen 11,5 Milliarden Euro, was ungefähr einem Sechstel des Metro-Gesamtumsatzes von 67 Milliarden Euro entspricht. Für beide Unternehmensteile sollte sich im aktuellen Umfeld, und aufgrund der zuletzt gelieferten Zahlen ein guter Preis erzielen lassen, was letztlich auch den Aktionären zugute kommen wird. Laut einer aktuellen Berechnung von JP Morgan könnte der Verkauf von Kaufhof und Real den Wert je Metro Aktie auf ca 64,80 Euro anheben. Die Analysten haben somit Ihre Kaufempfehlung heute erneuert. Charttechnisch scheint sich im Bereich zwischen 41,20 und 40,- Euro nun allmählich ein Boden auszubilden. Ich gehe davon aus, dass die runde Marke von 40,- Euro noch unbedingt getestet werde muss bevor es dann wieder aufwärts gehen kann! Und ich gehe davon aus, dass dies heute bereits der Fall sein könnte…Hierzu der aussagekräftige Chart:

Fundamental betrachtet dürfte die Aktie aber auch ohne den Verkauf der Töchter zu günstig sein. Das Gewinnwachstum liegt bei geschätzten zehn Prozent und das KGV für 2012 bei nur 9,3. Natürlich bewegen wir uns mit den oben aufgeführten Argumenten tief im Bereich der Spekulation, aber auch ohne diese zusätzlichen Phantasien sprechen die Fakten für ein langfristiges Investment in die Metro Aktie. Der Metro Konzern ist in 33 Ländern an 2.131 Standorten tätig. Der Konzern konzentriert sich dabei auf  vier Kerngeschäftsfelder Cash & Carry, Lebensmittel-Einzelhandel, Non-Food-Fachmärkte sowie Warenhäuser. Seit dem Börsengang im November 2005 gehört Praktiker nicht mehr zum Portfolio der Metro Group, im April 2006 wurden die restlichen Anteile verkauft! Das ist wohl aus heutiger Sicht ganz wichtig zu wissen, da offenbar einige Marktteilnehmer zu glauben scheinen die angeschlagene Baumarktkette gehöre noch zum Konzern. Dies ist nicht der Fall!

Die Metro Aktie bleibt für uns eines der momentan interessantesten Investments unter den deutschen Standardwerten. Langfristig besteht hier eine Gewinnchance von 60 Prozent, aber auch kurzfristig, also bis zum Jahresende, halten wir Kurse von 55,- Euro für realistisch. Die Aktie ist über verkauft Aktienkurse unter 40,- Euro sind für uns glasklare Kaufkurse.

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Trading Update Dialog Semiconductor, Klöckner & Co. und Metro

Eine der wohl derzeit am meisten unterschätzten BlueChips in Deutschland dürfte die Aktie der Metro AG sein! Der Einzelhandelskonzern befindet sich gerade in einer Umstrukturierungsphase. Man trennt sich von unprofitablen Unternehmensteilen und expandiert verstärkt in die Märkte von Morgen. Unter anderem soll die Kaufhof-Tochter an die Börse gebracht werden, und die Real-Handelskette wird Presseberichten zufolge demnächst verkauft. Kaufhof unterhält bundesweit 123 Filialen, davon 110 Warenhäuser. Im vergangenen Jahr machte die Kaufhaus-Kette einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro. Auch die Kaufhof Immobilien gehören Metro, vor einem möglichen Börsengang wird also noch zu klären sein was mit diesen passiert. Eine Weitervermietung von Metro an den neuen Besitzer nach dem Börsengang wäre dann wohl der Königsweg!

Die Tochter Real erzielt einen Jahresumsatz von stolzen 11,5 Milliarden Euro, was ungefähr einem Sechstel des Metro-Gesamtumsatzes von 67 Milliarden Euro entspricht. Für beide Unternehmensteile sollte sich im aktuellen Umfeld, und aufgrund der zuletzt gelieferten Zahlen ein guter Preis erzielen lassen, was letztlich auch den Aktionären zugute kommen wird. Laut einer aktuellen Berechnung von JP Morgan könnte der Verkauf von Kaufhof und Real den Wert je Metro Aktie auf ca 64,80 Euro anheben. Die Analysten haben somit Ihre Kaufempfehlung heute erneuert. Charttechnisch scheint sich im Bereich zwischen 41,20 und 42,- Euro nun allmählich ein Boden auszubilden, wenn auch vorerst nur schwach! Fundamental betrachtet dürfte die Aktie aber auch ohne den Verkauf der Töchter zu günstig sein. Das Gewinnwachstum liegt bei geschätzten zehn Prozent und das KGV für 2012 bei nur 9,3.

Die Aktie von Klöckner & Co. hat nach der erfolgreichen Kapitalerhöhung nun einen deutlichen Boden bei 19,20 Euro ausgebildet. Auf diesem Niveau befindet sich aktuell auch die 200-Tage-Linie und dient als zusätzliche Unterstützung. In den kommenden Tagen ist somit davon auszugehen, dass sich die Aktie zusammen mit der steigenden Durchschnittslinie nun weiter nach oben bewegen wird. Wir erwarten hier bald einen kräftigen Anstieg über die Hürde bei 20,- Euro , das erste Kursziel liegt dann bei 21,50 Euro, ab Kursen über 22,70 Euro dürfte der Weg dann wieder frei in Richtung der alten Höchststände sein. Fundamental ist die Aktie mit einem KGV für 2012 von 7,5 ein echtes Schnäppchen. Bedenkt man dann noch die prall gefüllte Kasse und die zusätzlichen Phantasien durch einen baldigen Zukauf sind Kurse von 28,- bis 30,- Euro wohl in greifbarer Nähe.

Und zum Schluss noch kurz zur Dialog Semiconductor Aktie, die sich in den letzten Wochen deutlich unter Druck befand. Nach einem kurzzeitigen Abtauchen bis auf 10,65 Euro hat sich die Aktie nun inzwischen über der 11,- Euro Marke stabilisiert. Hier scheint sich ein Boden gebildet zu haben. Der Slow Stochastik Indikator signalisiert bereits wieder ein baldiges Kaufsignal und auch der MACD ist unmittelbar davor einen neuen Impuls für Käufer zu geben. Nachdem wir davon ausgehen, dass die Griechenland Problematik sehr bald schon etwas in den Hintergrund treten könnte, und auch die Belastungsfaktoren durch Research in Motion lange nicht so deutlich ausfallen wie vom Markt befürchtet, sehen wir aktuell keinen Grund warum man die Aktie eines Unternehmens mit einem jährlichen Wachstum von 40% und einem 2012er KGV von 11 zu diesen Kursen nicht kaufen sollte.

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