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Nordex Aktie – Der Weg scheint vorgezeichnet….

Kürzlich hatte ich vor der allgemeinen Euphorie bei der Nordex Aktie gewahrt, die charttechnisch im Moment alles andere als gut aussieht. Zwar wünschen sich hier einige Anleger und Börsenmagazine ganz andere Kursregionen, bekanntlich ist die Börse aber kein Wunschkonzert. Und man sollte nicht das Handeln was man sich wünscht sondern nur das was man sieht.! Selten habe ich in den letzten Wochen einen Chart gesehen der das wahrscheinliche Ziel der aktuellen Kursbewegung deutliche prognostiziert als den der Nordex Aktie…

Seit dem Hoch der Aktie über 14,- Euro, das sicherlich nicht zuletzt wegen der allgemeinen Aktien Euphorie des Jahres 2013 erreicht werden konnte, befindet sich die Aktie nun in einem ganz klaren Abwärtstrend, der sich nun noch einmal deutlich beschleunigt hat. Gestern wurde nun auch die Unterstützung bei 9,33 Euro sowie die bei der runden Marke von 9,- Euro nach unten durchschlagen.

Nordex Chart aktuell

Damit wurden die nächsten Kursziele bei 8,30 Euro (61,80 Fibonacci Retracement), 8,- Euro Unterstützungslinie aus dem August, und das aus meiner Sicht wahrscheinlichste Kursziel, das Verlaufshoch vor dem Kurssprung im August, bei 7,66 Euro aktiviert. Diese Marke liegt zudem nahe der langfristigen Aufwärtstrendlinie (rot), die wohl demnächst noch einmal getestet werden könnte. Rein vom zeitlichen Ablauf her treffen hier also spätestens gegen Weihnachten oder Ende des Monats einige Trendlinien aufeinander.

Insgesamt bleibt damit das Bild bei der Nordex Aktie bis auf Weiteres bärisch, auch wenn ich heute einen Re-Test der 9,- Euro Marke erwarte. Anleger sollten sich also nicht verleiten lassen hier zu früh in das fallende Messer zu greifen und eine vernünftige Bodenbildung abwarten. Das erschütterte Vertrauen durch die kürzlich spontan ausgerufene Kapitalerhöhung dürfte noch ein wenig an den Kursen des Windanlagenbauers nagen. Das eher schwächere Marktumfeld und die aktuellen Gewinnmitnahmen sorgen für zusätzlichen Druck auf die Gewinner des Jahres…!

Vestas Aktie vor dem Comeback?

Das sind nach langem mal wieder gute Nachrichten bei Vestas! Der angeschlagene Windanlagenbauer aus Dänemark hat gestern verkündet dass man sich mit den Geldgebern auf eine neue Finanzierungsrunde geeinigt habe.  Demnach erhält Vestas nun eine angepasste Kreditlinie über 900 Mio. Euro von den neun finanzierenden Banken, die in zwei Tranchen a  250 Mio. Euro und  650 Mio. Euro aufgeteilt sind. Dieses Paket von 900 Mio. Euro löst einen früheren Kreditrahmen von 1,3 Mrd. Euro ab. Zudem wurden weitere Kredite über 200 Mio. Euro mit der European Investment Bank sowie über 55 Mio. Euro mit der Nordic Investment Bank vereinbart. Alle neuen Verbindlichkeiten müssen bis zum Jahr 2015 getilgt sein. Mit diesem neuen Kreditrahmen verfügt Vestas nun endlich wieder über den nötigen finanziellen Spielraum um sich voll und ganz auf das operative Geschäft zu konzentrieren und laut CEO Ditlev Engel eine skalierbareres Unternehmen zu werden.

Zudem dürfte die drohende Kapitalerhöhung mit diesem Schritt nun vorerst vom Tisch sein. Die Anleger reagierten gestern begeistert auf diese Meldung und ließen die Aktie um 18 Prozent auf  4,18 Euro steigen. Das könnte aber erst der Anfang eine neuen Erholungsrally gewesen sein. Aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild nun wieder deutlich aufgehellt. Kursziele um die 5,25 Euro scheinen kurzfristig nun wieder realistisch zu sein. Hier verläuft die 200-Tage Linie die es nach wie vor zu überwinden gilt. Heute erreichte die Meldung, dass sich die Kooperationsgespräche zwischen Vestas und Mitsubishi Heavy Industries offenbar bereits in einem sehr konkreten Stadium befinden, den Markt. Lesen Sie dazu mehr > hier <. Mal sehen wie sich das in den kommenden Tagen auf den Aktienkurs auswirken wird….! Ich habe mal wieder eine kleine spekulative Position Vestas Aktien gekauft. Das Risiko einer Kapitalerhöhung ist wohl bis 2015 gebannt, die Restrukturierung des Konzerns schreitet zügig voran und ein Zusammenschluss mit Mitsubishi Heavy wird immer wahrscheinlicher.

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Gastkommentar: Windkraft 2012 – erfolgreich mit der richtigen Management-Strategie

„Auf die richtigen Management-Strategien kommt es an“, reflektieren Analysten der Energie-Branche die Jahrestagung der European Wind Energy Association (EWEA) 2012, die in Kopenhagen stattgefunden hatte und mit Ablauf der 16. Kalenderwoche erfolgreich endete. 450 Aussteller mit Schwerpunkt Elektro- und Erneuerbare Energien waren vor Ort präsent und belebten einen regen Informationsaustausch.

Was man kann, das weiß man in dieser Branche sehr gut: Beispiel Jütland. Dort hat Siemens Wind Power nach Übernahme des Windkraftspezialisten Bonus Energy eine hochmoderne Fertigung aufgebaut, wo Windräder verschiedenster Leistungsklassen hergestellt werden. Aber auch Sorge macht sich breit. Um nicht ein ähnliches Schicksal zu erleiden wie die angezählte europäische Solarindustrie, müsse sich die Windenergiebranche am Riemen reißen, kommentieren Experten und Manager.

„Wir müssen massiv in Innovation und Industrialisierung investieren“, bringt Felix Ferlemann, Chef von Siemens Wind Power, im Rahmen EWEA-Jahrestagung auf den Punkt. EWEA ist das stärkste Windenergienetzwerk und die anerkannte Stimme der Windindustrie. EWEA fördert aktiv die Windenergie in Europa und weltweit. Der Fokus richtet sich auf die Bereiche Lobbyismus und Politik sowie die zielorientierte und interessensgeleitete Zusammenarbeit mit den Mitgliedern. Darüber hinaus produziert und verbreitet EWEA zahlreiche Informationen – wie Pressemitteilungen, Berichte, wissenschaftliche Analysen, Stellungnahmen, Statistiken, Kommunikationsstrategien – alle dazu bestimmt, die Interessen der Windindustrie zu stärken und sicherzustellen, dass Medien, Politiker und die Öffentlichkeit sich der Leistungen und des Potentials der Windindustrie bewusst werden.

Die Mitglieder von EWEA sind Hersteller, die 98 % des Weltwindenergiemarktes repräsentieren, Zulieferer, Forschungsinstitute, nationale Wind- und erneuerbare Energieverbände, Entwickler, Elektrizitätsversorger, Finanz- und Versicherungsgesellschaften sowie Berater. Die vereinte Stärke von über 650 Mitgliedern aus mehr als 50 Ländern macht EWEA zum weltweit größten erneuerbaren Energieverband. Das EWEA hat seinen Sitz im “Renewable Energy House“ in Brüssel und ist Gründungsmitglied des “European Renewable Energy Council (EREC)“, der die 6 Hauptindustrien und Forschungsverbände im Bereich erneuerbare Energien unter einem Dach vereint.

Die Management-Formel lautet: weitere Spezialisierung unter gleichzeitiger Kostenreduzierung, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und die Konkurrenz aus Asien auf Distanz zu halten. Geht das überhaupt?

Felix Ferlemann, Siemens Wind Power, sieht das jedenfalls so: „Die Implementierung einer klaren Plattformstrategie für unsere Produkte, stärkere Modularisierung und Standardisierung bringen uns dem Ziel näher.“ Ferlemann selbst kommt aus der Autoindustrie und möchte diese Erfahrungen in die Branche der Erneuerbaren Energien einspeisen. Auch bei der Volkswagen AG und anderen großen Autoherstellern habe man gedacht, „die Zitrone sei ausgepresst“, mehr ließe sich nicht herausholen: „Und siehe da, es ging doch noch mehr“, resümiert Ferlemann. Durch Kostensenkung und Ausbau des Service könnte der zunehmend aggressiver auftretenden Konkurrenz aus Asien, vor allem aus China, die Stirn geboten werden.

Die Finanzierungsfragen für die Projekte hat Patrick Champlain, der als Analyst für ein auf Wind spezialisiertes Londoner Beratungsunternehmen tätig ist, im Auge: Die Branche spürt einerseits Rückenwind, weil es bis 2020 in der EU fix vereinbarte Ziele gibt, den Anteil der erneuerbaren Energien zur Eindämmung des Klimawandels zu heben. Andererseits gibt es auch verstärkt Gegenwind. Das Umfeld hat sich im Vergleich zum Vorjahr rasant schnell geändert, deshalb ist für Champlain klar: „Die Sparprogramme, die in Europa gefahren werden, gefährden den Ausbau der erneuerbaren Energien.“ Zur Subventionspolitik hat der Analyst auch noch etwas nachzutragen: die Unsicherheit der Subventionsvergabepraxis. „Das ist Gift für das Geschäft“, kommentiert Champlain. „Selbst für die Windenergie kann das gefährlich werden, obwohl sie noch am wenigsten auf Subventionen von staatlicher Seite angewiesen ist.“

Zur richtigen Managementstrategie gehört auch Controlling und bewusstes Personalkostenmanagement mit den Instrumenten, die der Markt bietet: Kurzzeit-Arbeit ist beispielsweise kein Tabu, wenn der mittelständische Betrieb Auftragsrückgänge hinnehmen oder zeitweise verkraften muss. Arbeitszeit-Konten und familienorientierte Mitarbeiterführung kann sowohl dem Betrieb, als auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei deren Planung entgegen kommen.

Die richtige Managementstrategie ist freilich nur die eine Seite der Medaille, ein klares Konzept und ein handlungsfähiges Kompetenzzentrum für die Erneuerbaren Energien, fordert die Wirtschaft von der Politik. Am 02. Mai 2012 soll dies im Rahmen der Expertenrunde im Amt der Bundeskanzlerin angesprochen werden. Wirtschaftsverbände wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordern insbesondere aufgrund der Verwerfungen in der Solar-Branche, in der Regierung müssten jetzt die Kompetenzen zur Energiewende an einer Stelle, einem Kompetenzzentrum, organisatorisch gebündelt werden. Ein „Energieministerium“, das diese Rolle übernehmen könnte, kann sich Bundeskanzlerin Dr. Merkel aber erst vorstellen, wenn alle Atomreaktoren abgeschaltet sind und sich die Aufsicht sowie der Betrieb von Kernkraftwerken nicht mehr auf unterschiedliche Ressorts, untergeordnete Behörden, verteilt. Auch hierbei wird die Schwachstelle der Energiewende nur zu offensichtlich erkennbar.

Derweil stellt die Branche sich neu auf: neben Siemens Wind Power ist Alstom und General Electric (GE) und Areva Wind zu benennen.

Mit Blick auf die Konkurrenz aus Asien ist der europäischen Wind-Energie Branche bewusst: „Wir müssen massiv in Innovation und Industrialisierung investieren!“ Die Verwerfungen und Turbulenzen in der Solar-Branche schrecken die EU-Unternehmen auf, das Management will unbedingt strategische Fehler vermeiden. Allen Branchenkennern ist dabei bewusst, dass auch in der Windenergie-Technik das Ringen um die weltweite Vormachtstellung bereits begonnen hat.

China hat Interesse an dem dänischen Branchenprimus Vestas: Die chinesischen Hersteller Goldwind und Sinovel, die sich auf Platz 2 und 3 der globalen Rangliste in dieser Branche bereits etabliert haben, planen aktuell die Übernahme von Vestas. Vestas ist Marktführer der Branche und Platz 1 auf dem Weltmarkt, fragt sich freilich nur, wie lange noch?

Der Ausblick für 2012 ist positiv und dürfte die Innovationen in der Wind-Energie Branche weiter beflügeln, kommen doch global rund 46.000 Megawatt (MW) an Leistung neu hinzu. Global Wind Energy Council prognostiziert für 2013 einen leichten Rückgang bei Neuprojekten um 0,4 % auf 45.800 MW. Für 2014 schaut es allen Prognosen nach bereits schon jetzt sehr gut aus, die Weichenstellungen in dieser Branche stehen auf Wachstum. Ein Gastkommetar von Sandro Valecchi

Die Vestas Aktie stürzt ab – was heißt das für Nordex?

Bereits seit längerem gehört die Aktie des dänischen Marktführers für Windanlagen nicht mehr zu den Lieblingen der Anleger. Heute mussten Vestas Aktionäre erneut einen schweren Schlag verkraften. Mit einem Abschlag von teilweise über 12 Prozent gehört die Vestas Aktie zu den großen Verlierern im Sektor der erneuerbaren Energien. Der weltgrößte Windkraftanlagenbauer musste im ersten Quartal operativ einen Fehlbetrag von 69 Millionen Euro hinnehmen, 30 Millionen mehr als noch vor einem Jahr. Unter dem Strich bleib ein Verlust von 85 Millionen Euro, und damit mehr als doppelt so viel wie 2010.

Von einem erneuten Aufschwung in der Branche sei bislang noch nichts zu spüren ließ das Unternehmen verlauten. Auch die jüngsten Diskussionen um den Atomausstieg einiger Länder bleiben bisher ohne konkrete Auswirkungen auf der Auftragsseite. Viel mehr leidet die Branche weiterhin unter der Zurückhaltung von Klimaschutz-Investitionen aller wichtigen Nationen, die aufgrund von teilweise stark reduzierten Haushaltsplanungen derzeit nicht getätigt werden. Ein weiterer Belastungsfaktor ist die starke Konkurrenz und der damit verbundene Preiskampf, der ebenfalls auf die Gewinne drückt, und somit dazu geführt hat , dass Vestas nun trotz eines deutlich gesteigerten Umsatzes einen so hohen Verlust ausweisen müsse.

Ich gehe weiterhin davon aus, das auch bei Nordex schwere Zeiten ins Haus stehen. Die heutigen Zahlen des Branchenführers Vestas sind zumindest ein deutlich negatives Zeichen und lassen nicht viel Gutes erwarten. Die Nordex Aktie hält sich heute trotz dieser schlechten Nachrichten noch ganz gut. Charttechnisch ist die Lage weiterhin sehr angespannt. Unsere letzte Analyse zu der Nordex Aktie ist damit nahezu vollständig eingetroffen. Wir gehen weiterhin davon aus, das mit hoher Wahrscheinlichkeit das noch offene Gap bei der Aktie, bei ca. 6,- Euro noch geschlossen wird.

Was ist los bei Nordex?

Ich hatte ja bereits letzte Woche davor gewarnt (Text siehe unten!) nun bei der Nordex Aktie aufgrund der Japankrise und der damit verbundenen Diskussion um einen baldigen Atomausstieg allzu euphorisch zu werden. Heute ist die Nordex Aktie nun wieder da gelandet von wo aus sie gestartet war. Mit einem aktuellen Kurs von 7,70 Euro liegt der Titel nun etwas über der Unterstützung bei ca. 7,35 und deutlich unter dem Zwischenhoch vor ein paar Tagen bei 9,60 Euro. Anleger dürften sich nun die Frage stellen wie es weitergehen wird. Zwar bin ich nicht ganz so pessimistisch für die Nordex Aktie wie die Analysten der Deutschen Bank, die ein baldiges Kursziel von 4,- Euro sehen, dennoch sollte man wohl weiterhin vorsichtig bei dem Titel agieren, da die Auswirkungen der Kapitalerhöhung noch nicht absehbar sind. Heute kam die Meldung, dass wieder zwei größere Insider-Käufe stattgefunden haben, allerdings offenbar zu früh. Auch dies hat die Aktie aber nicht davon abgehalten weiter abzutauchen. Fällt der Titel also in den nächsten Tagen auch noch unter die Unterstützung bei 7,35 Euro dürfte wohl auch das nächste Gap bei ca 6,- Euro noch geschlossen werden.

Hier noch der Text aus meinem letzten Artikel: „Insbesondere bei der Nordex Aktie bin ich mir nicht so sicher, ob ein Kurs von über 9,- Euro wirklich gerechtfertigt ist, zumal das Unternehmen gestern eine Kapitalerhöhung angekündigt hat. Mit dem Erlös der Kapitalerhöhung will man bei Nordex künftig verstärkt in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte investieren, hieß es in der Pressemeldung. Dies soll durch die Ausgaben von 6,68 Millionen neuer Inhaber-Aktien finanziert werden. Der Platzierungspreis wird voraussichtlich heute festgelegt! Die neuen Aktien sollen überwiegend institutionellen Investoren auf dem Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens angeboten werden. Die Aktie bleibt zwar interessant, ist aber inzwischen deutlich zu weit voraus gelaufen. Durch den gestrigen Kursanstieg um satte 12 Prozent wurde zudem ein Gap gerissen, dass wohl in den nächsten Tagen geschlossen werden dürfte.“

Weiterhin Vorsicht bei Solarworld, Q-Cells, Nordex, Solon, Conergy und Co.

Ich hatte ja bereits in der vergangenen Woche davor gewarnt nun allzu euphorisch bei den Aktien von Solarworld, Q-Cells, Nordex, Solon, Conergy und Co. zu werden, und mich damit wieder einmal gegen die allgemeine Meinung gestellt. Wie man sieht habe ich mit meiner Prognose Recht behalten und möchte auch weiterhin zur Vorsicht mahnen. Die Aktien sind nach der atomaren Katastrophe in Japan zunächst deutlich angesprungen, und gingen sofort in eine erneute Übertreibjungphase über – das konnte nicht gut gehen! Wer schon länger an der Börse aktiv ist weiß, dass solche Bewegungen meistens nur ein bis zwei Tage Bestand haben.

Auch heute, nachdem nun wieder etwas Ernüchterung eingetreten sein dürfte, sehe ich den Sektor der Solarwerte weiterhin erst einmal schwierig. Die Probleme sind bekannt, sinkende Margen, hohe Konkurrenz, etc. ändern sich auch mit einem Wechsel der Atompolitik nicht! Aktien wie die von Conergy gehören nach wie vor nur in die Depots von sehr spekulativ orientierten Tradern, aber sicherlich nicht in die von fundamental orientierten Langfristinvestoren. Ebenso kritische sehe ich die Titel von Solon und auch Q-Cells. die Conergy Aktie muss zudem nun den TecDAX verlassen und dürfte damit wohl in Zukunft noch weniger Anlegerinteresse auf sich ziehen.

Ein schönes Beispiel für die neue Euphorie ist wohl auch die Nordex Aktie, die auch heute wieder – nach einem kräftigen Rücksetzer am Freitag – deutlich zulegen kann. Auch Analysten äußern sich inzwischen immer kritischer zu der Aktie des Herstellers für Windkraftanlagen. Die fundamentalen Perspektiven hätten sich nicht so deutlich verbessert, wie viele Anleger momentan offenbar glaubten, schrieben Analysten der WestLB in einer Studie vom Freitag, und senkten das Kursziel auf 4,70 Euro. Auch die UBS setzte die Nordex Aktie kürzlich auf „sell“. Dieser Meinung kann ich mich ebenfalls nur anschließen. Langfristig dürfte die Aktien aus den beiden Sektoren selbst im Falle eines Supergaus in Japan vorerst nur mäßiges Potenzial haben.

Die Situation in Japan ist keineswegs geklärt und es ist immer noch nicht sicher, ob es hier noch zu einem positiven Ausgang für uns alle kommen wird. Auch in anderen Sektoren wie der High-Tech Branche und bei den Automobilaktien scheint sich bereits wieder übermäßiger Optimismus breit zu machen. Der Dax hat inzwischen bereits wieder 350 Punkte gut gemacht, vergessen sollte man dabei aber nicht, dass ein Großteil der heutigen Kursbewegung der Sondersituation bei der Telekom geschuldet ist!. Lassen Sie sich nicht zu unüberlegten Handlungen hinreißen und warten Sie weiter ab!

Ausverkauf bei Nordex – Tradingchance

Nordex Aktionäre haben es nicht leicht in den letzten Wochen. Trotz des enormen Vertrauens in die Branche der Windanlagenhersteller und den langfristig positiven Aussichten kommen die Aktien aber weiterhin unter die Räder. Zuletzt hatte Nordex ganz ordentliche zahlen für das abgelaufene Quartal gemeldet. Im dritten Quartal konnte der Umsatz um ein Drittel auf 264 Millioen Euro gesteigert werden, beim Gewinn blieb der Konzern aber mit nur 8,5 Millionen Euro, nach 9,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum hinter den Schätzungen zurück.

Zahlreiche Analysten haben sich in den vergangenen Tagen zu der Nordex Aktie zu Wort gemeldet und diese herabgestuft sowie das Kursziel gesenkt. Milliardärin Susanne Klatten hingegen möchte Ihren Anteil an dem Windanlagenbauer weiter aufstocken. Bis zum 30.September kaufte Frau Klatten und Ihr Mann insgesamt 240.319 Aktien im Bereich von 6,67 und 6,75 Euro. Damit hält Klatten nun 24,67 Prozent an Nordex – knapp unter der Sperrminorität von 25 Prozent. Bis jetzt war das sicherlich kein Bombengeschäft. Auch Insider kaufen wieder verstärkt Nordex Aktien. So wurde vor kurzem bekannt, dass Thomas Richterich 10.000 Aktien zu knapp 5,70 erworben hat. Vertrauen scheint also bei den Insidern noch genügend vorhanden zu sein, nur eben bei den kleinen Aktionären nicht. Wer kann es Ihnen bei dem Kursverlauf verübeln?

Mit dem Bruch der Unterstützungszone zwischen 6,80 und 6,26 Euro vor einigen Tagen begann dann der endgültige Leidensweg für die Aktionäre. Inzwischen notiert der Titel bei 5,- Euro, nach einem erneut herben Verlust von knapp 8 Prozent alleine am heutigen Handelstag. Hier liegen auch die neuesten Kursprognosen der Analysten, und wiedermal bewahrheitet sich, dass solche Einschätzungen zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden können, wenn nur genügend schlechte Stimmung für, oder besser gegen, eine Aktie gemacht wird.

Auch wir haben uns zuletzt skeptisch geäußert, was sich aber vorrangig auf die angeschlagene Charttechnik bezogen hat. Mittelfristig bleibt der Markt für Windkraft interessant. Ob sich Nordex langfristig allerdings gegen die Konkurrenz der großen Konzerne wie Siemens, General Electric und Co. durchsetzen kann bleibt abzuwarten. Kürzlich kam auch die Aktie des dänischen Windanlagenbauers Vestas Wind Systems ebenfalls unter die Räder und konnte sich davon bis heute nicht wirklich erholen. Dennoch kann es durchaus interessant sein, wenn alle zum Verkauf raten, bzw. das traurige Kursziel von 5,- Euro nun so schnell erreicht wurde, kurzfristig auf eine Gegenbewegung zu setzen..

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Nordex kappt die Prognose – weiterhin nur ein laues Lüftchen..

Heute meldete der Windanlagenbauer Nordex seine Zahlen zum abgelaufenen dritten Quartal. Das von den meisten Marktakteuren mit einer gewissen Sorge erwartet Zahlenwerk fiel ungefähr wie befürchtet aus. Die Geschäfte haben zwar wieder etwas angezogen konnten aber die eigenen Erwartungen des Unternehmens einmal mehr nicht erfüllen. Der Umsatz stieg im direkten Vergleich mit dem vorangegangenen Quartal um 33 Prozent auf 264,4 Millionen Euro. Im Vorquartal hatte der Umsatz nur bei 199,3 Millionen Euro gelegen. Insgesamt ergibt sich damit ein Neun-Monats-Ergebnis in Höhe von 614,2 Millionen, und somit deutliche schwächere Daten als im Geschäftsjahr 2009. Hier hatte der Umsatz zum Ende der neun Monate noch bei 814 Millionen Euro gelegen. Der Auftragseingang stieg im dritten Quartal um 201 Millionen Euro, auch hier liegt der neun Wert mit 530 Millionen Euro nach, 638 Millionen Euro, deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Es gab aber auch positives zu berichten, so verbesserte sich z.B. die Bruttomarge auf 26,7 Prozent nach nur 22,3 Prozent  im Vorjahr. Die Strukturkosten konnten in dem Zeitraum um weitere 3,5 Prozent leicht gesenkt werden. Das eingeleitete Kostensenkungsprogramm zeigt erste Ergebnisse. der Vorstand geht inzwischen aber nicht mehr davon aus, dass eine Umsatzsteigerung in diesem Jahr möglich sein wird. Angepeilt wird hier nun die runde Marke von einer Milliarde Euro, nach 1.183 Milliarden im Vorjahr. Dieses Umsatzminus soll letztlich aber durch eine Steigerung der Profitabilität von 3,5 auf 4 Prozent abgefedert werden.

Die Zahlen von Nordex bleiben schwach. Erst kürzlich haben einige Analysten Ihre Kursziele für die Aktie deutlich gesenkt, Wir gehen davon aus, dass es auch in den kommenden Monaten und Jahren immer schwerer für Nordex werden dürfte sich gegen die großen Konzerne wie General Electric und Siemens, aber auch Vestas und Co. in einem hart umkämpften Markt zu behaupten. Der Margendruck dürfte eher größer werden. Die Aktie ist auch nach diesem Monatsbericht für uns kein Kauf!

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