Author Archives: Lars

Insider kaufen Aktien – die größten Transaktionen im Überblick

Interessanter Weise kaufen momentan so viele deutsche Top-Manager Aktien des eigenen Unternehmens wie selten zuvor. In den vergangenen Wochen haben Unternehmenslenker so viele Aktien ihres Unternehmens gekauft wie zuletzt vor zweieinhalb Jahren, berichtete das „Handelsblatt“ heute. Die Firmenchefs blicken weiter in gut gefüllte Auftragsbücher, sehen eine hohe Kapazitätsauslastung und beziehen ihre Zuversicht aus Kundengesprächen, hieß es in dem Bericht. Ich habe hier mal in Kurzform ein paar der wesentlichsten Insiderkäufe aufgeführt. Interessanter Weise sind einige Unternehmen auf meiner aktuellen Watchlist…

Ludwig Merckle kaufte kürzlich 350.000 Aktien der HeidelbergCement AG über seine Beteiligungsgesellschaft, Kaufvolumen: 9,826 Mio. Euro zum durchschnittlichen Kaufpreis: 28,08 Euro. Tony Bramall  erwarb 6.893.000 Lookers PLC  Aktien, Kaufvolumen: 3,955 Mio. Der durchschnittlicher Kaufpreis lag bei 0,57 Euro. Wolfgang Egger  kaufte sich bei der Patrizia Immobilien AG mit einem Kaufvolumen von  2,836 Mio. Euro  und 824.381 Aktien zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 3,44 Euro ein. Per Enevoldsen kaufte für  2,799 Mio. Euro 500.000 Pandora AS Aktien zum Durchschnittspreis von 5,60 Euro.

Jan Klatten erwarb weitere Nordex SE Aktien für 2,367 Mio. Euro Zusatz. Die Anzahl der gekauften Aktien lag bei 589.188 zum Preis von 4,02 Euro. Torsten Jansson legte bei  der NEW WAVE GROUP AB 2,058 Mio. Euro für 662.100 Aktien zu 3,11 Euro auf den Tisch. Dimitrios Koutsolioutsos kaufte 221.810 FOLLI FOLLIE SA Aktien für 1,709 Mio. Euro  Durchschnittlicher Kaufpreis: 7,71 Euro. Und Gerhard Schick erwarb ausserbörslich 50.000 Aktien der Bechtle AG zu 23,90 Euro im Gesamtwert von 1.195 Millionen Euro.

Commerzbank, Deutsche Bank – deutliches Nachholpotenzial!

Die letzten Handelstage lassen hoffen, dass das Schlimmste für den DAX überstanden sein kann, dennoch bleibt weiterhin ein unangenehmer Beigeschmack…Anleger sollten sich nicht zu sicher fühlen und jederzeit mit einem erneut kräftigem Rücksetzer rechnen. Erst wenn die Marke von 1.250 Punkten im S&P 500 wieder deutlich überschritten wurde kann man den Markt als stabil bezeichnen. Die momentane Schwäche des DAX gegenüber anderen Indizes ist und bleibt hingegen nicht wirklich logisch zu erklären. Dennoch besteht im positiven Falle eines weiteren Anstiegs des deutschen Leitindex durchaus erhebliches Nachholpotenzial für einige Aktien die wir Ihnen hier in den nächsten Tagen vorstellen wollen. Allem voran dürften die zuletzt stark abgestraften Konjumkturzykliker weiterhin profitieren können, aber auch andere Branchen haben erhebliches Nachholpotenzial.

Nach wie vor schwer tun sich die Aktien der Banken in einem wieder deutlich positiverem Umfeld. Der gestrige Handelstag hat das Kaufsignal bei der Commerzbank dass zu Beginn der Woche erzeugt wurde nun erneut bestätigt, und bei der Deutschen Bank zu einem frischen Kaufsignal geführt. Damit kann man sich nun wieder etwas mehr dem positiven Szenario zuwenden, erste Positionen bei den Bankentiteln sind kurzfristig erfolgversprechend. Für die Aktie der Deutschen Bank bedeutet dies nun, dass heute die Widerstandslinie bei 28,50 Euro überwunden werden sollte um dann in Richtung 30,- Euro laufen zu können. Bleibt das Umfeld entsprechend freundlich, und kann in der Folge auch die 31,05 Euro Marke überwunden werden kann man wieder von einer charttechnischen Stabilisierung der Aktie sprechen.

Etwas mehr kurzfristiges Potenzial dürfte aber die Aktie der Commerzbank bieten, die in den letzte Monaten stark abgestraft wurde. Bereits gestern konnte sich der Titel wieder etwas von der Unterstützungszone um die zwei Euro absetzen und markierte bei 2,10 Euro das Tageshoch. Leider konnte diese Bewegung bis zum Abend, wegen der nachgebenden Wallstreet, nicht gehalten werden. Dennoch besteht die Chance auf ein baldiges Überwinden des Widerstands bei 2,12 Euro. Dies hätte dann höchstwahrscheinlich einen weiteren Anstieg in Richtung 2,35 Euro zur Folge. Das mittelfristige Kursziel bleibt die Marke bei 2,50 Euro. Heute Morgen dürfte es im DAX zunächst zu leichten Gewinnmitnahmen kommen, die dann wiederum ein guter Zeitpunkt sein dürften an dem man kurzfristige Trades auf die beiden Bankentitel eingehen kann.

Mittelfristig agierende Anleger bleiben bis zur Veröffentlichung des ISM Indes heute um 16:00 Uhr noch eher vorsichtig. Zumal morgen dann die Arbeitsmarktdaten in den USA erneut für starke Kursbewegungen sorgen könnten. Außerdem feiern die Amerikaner am Montag den Labour Day somit bleiben die Börsen dort geschlossen. „Echte“ Impulse gibt es somit wohl erst wieder ab Dienstag Nachmittag. Es besteht also kein Grund zur Eile, dennoch gehören die beiden Werte unserer Meinung nach nun unbedingt auf die Watchlist.

An dieser Stelle möchte ich aber auch noch einmal darauf hinweisen, dass die Charts durch den vorangegangenen Absturz nur bedingt geeignet sind sich daran zu orientieren, das die meisten Bilder durch die starke Kursbewegung auch dementsprechend stark verzerrt worden sind. Somit ist eine Orientierung an den Indikatoren MACD und Slow Stochstics wohl für den Moment das Sinnvollste, Hat aber eben in einem solchen Marktumfeld auch nur eine begrenzte Aussagekraft.

DAX Rebound – wenn dann jetzt!

Die lange erwartete Rede von Ben Bernanke, in Jackson Hole am Freitag, konnte die Märkte etwas beruhigen, und das trotzdem es wohl zunächst keine erneute geldpolitische Lockerung in den USA geben wird. Marktteilnehmer hatten bereits seit längerem auf diesen Tag hin gefiebert, nicht weil die Mehrzahl wirklich vorn einem erneuten „Quantitative Easing“, QE3 ausgegangenen ist, sondern viel mehr um vom Fed Chef zu hören dass noch nicht alle Pfeile der FED, zur Bekämpfung der Krise, verschossen wurden. Wichtiger als die sofortige Maßnahme  ist das Vertrauen in eine handlungsfähige Geldpolitik. Der Notenbanker stellte der Börse in Aussicht, die US-Konjunktur notfalls mit „neuen Maßnahmen“ zu stützen. Des Weiteren erklärte Bernanke, die nächste Sitzung der FED im September solle um zwei Tage verlängert werden, um über zusätzliche konjunkturstabilisierende Maßnahmen zu sprechen. Mit diesen viel sagenden und gleichzeitig nichts sagenden Aussagen ist es Ben Bernanke offenbar gelungen die Märkte vorerst zu beruhigen. Vielleicht können sich europäische Staatsoberhäupter davon mal ein Scheibchen abschneiden. Offensichtlich ist es doch sehr wichtig WIE man ein negatives Szenario verkaufen kann…

Nachdem nun auch der äußerst bedrohlich aussehende Wirbelsturm „IRENE“ die Ostküste der USA, und damit auch New York, nicht so hart getroffen hat wie erwartet, besteht durchaus Anlass zur Hoffnung, dass die Börsen heute weiterhin sehr positiv reagieren werden. Noch am Freitag Nachmittag ist man davon ausgegangen das IRENE New York mit voller Wucht treffen könnte. Zum ersten Mal in der Geschichte New Yorks sind die U-Bahnen still gelegt worden, auch die drei New Yorker Flughäfen waren über das Wochenende zu. Die erwarteten großen Verwüstungen in New York blieben aus. Allerdings waren in acht US-Bundesstaaten bislang mindestens 21 Todesopfer zu beklagen.

Nach wie vor beunruhigend bleibt aber die offensichtliche Schwäche des DAX gegenüber anderen Indizes. Offensichtlich werden Deutsche Blue Chips von ausländischen Investoren weiterhin eher verkauft. Ich persönlich finde diese Situation ja nahezu schon pervers. Sieht man sich die Indizes anderer europäischer Mitgliedstaaten an, und vergleicht die Entwicklung der darin gelisteten Unternehmen mit denen deutscher Vertreter, beschleicht einen doch ein recht seltsames Gefühl. Zieht man dann noch ein paar amerikanische Aktien zum direkten Vergleich hinzu verliert man auch noch den letzten Glauben an die üblichen Bewertungsmodelle – Verkehrte Welt! Der heutige Handelsbeginn im DAX sah wiedermal sehr viel versprechend aus, doch es dauerte keine viertel Stunde und die ersten Gewinnmitnahmen setzten ein. Insbesondere bei den Bankaktien ist die Verunsicherung immer noch sehr groß…hier sehe ich aber auch ein mögliches Rebound Potenzial!

Deutsche Aktien gehören derzeit also, trotz teilweise historisch günstiger Bewertung, nicht zur ersten Wahl der Anleger. Diesen Umstand muss man nicht nachvollziehen können, ihn aber zumindest respektieren. Letztlich werden sich fundamental günstige Aktien wieder erholen, und in den Aufwärtsbewegungen der Märkte entsprechend profitieren können. Für den DAX besteht nun eine gute Chance sich in den kommenden Tagen weiter in Richtung der 6.000er Marke zu bewegen, und von der Erholung der Wallsstreet etwas zu profitieren. Allerdings sollte man bedenken dass die Ankündigung Bernankes, im September über weitere Maßnahmen zu beraten, erneut große Erwartungen geschürt hat, die ebenso mit einer großen Enttäuschung enden könnten. Kurzfristig werden Anleger also Gewinne wieder einfahren, oder zumindest die bestehenden Positionen sinnvoll absichern können. Mittelfristig bleibt das Bild, insbesondere im Dax, eher negativ!

Klöckner & Co. mit klarem Kaufsignal

Die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. wurde in den letzten Wochen wohl mit am schlimmsten abgestraft. Die Aktie verlor innerhalb kürzester Zeit mehr als 50 Prozent an Wert. Ich habe die Reaktion des Marktes in diesem Falle als völlig überzogen bezeichnet, und bin auch weiterhin der Meinung, dass die Klöckner Aktie einen der interessantesten Rebound Kandidaten im deutschen Markt ist. Dabei möchte ich mich heute gar nicht mal so sehr über die fundamentale Situation auslassen, sondern viel mehr auf die charttechnisch hochinteressante Situation konzentrieren.

Die relevante Unterstützung bei 8,67 hat bei dem Ausverkauf gehalten, bzw. wurde gar nicht erreicht, Kurse unter 10,- Euro waren somit eher eine kurzzeitige Übertreibung des Marktes. Somit ist die nächsthöhere Marke bei 10,40 Euro für eine charttechnische Betrachtung etwas brauchbarer. Hier hat sich nun in den vergangenen Tagen eine deutliche Unterstürzung gebildet. Heute hat die Klöckner Aktie das Kaufsignal, dass gestern generiert wurde, erneut bestätigt. Somit gehe ich nun von weiteren Anschlusskäufen aus, die die Aktie zunächst in den Bereich um die 11,60 Euro führen dürften.

Kann diese Marke dann überwunden werden winken weitere Kursgewinne bis zunächst 13,65 Euro und später 15,75 Euro. Ich gehe weiterhin davon aus, dass sich die zyklischen Werte in einer nun möglichen Erholung des Marktes deutlich besser schlagen werden als andere Branchen. Die Klöckner Aktie ist auf dem momentanen Niveau, fundamental betrachtet, deutlich unterbewertet, und technisch überverkauft. Das Chance/Risiko-Verhältnis würde ich als äußerst günstig bezeichnen.

Gold – wie weit geht die Korrektur?

Der Goldpreis ist in den letzten Tagen regelrecht abgestürzt, und das war auch zu erwarten, bzw. zumindest zu befürchten. Anleger hatten das Edelmetall in den letzten Tagen in ungeahnte Höhen katapultiert, Analystenhäuser fantastische neue Kursziele ausgerufen, und in der Boulevardpresse fand sich das Thema Goldkauf inzwischen auf den Titelseiten. Wie immer kommt genau dann wenn alle Welt zu euphorisch für eine Anlageklasse ist die Korrektur. Und diese könnte im schlimmsten Fall nun ähnlich dynamisch verlaufen wie die Korrektur des Silberpreises im Mai diesen Jahres. Wir hatten bereits in der letzten Woche auf dem Blog und in unserem Newsletter darauf hingewiesen, dass wir mit einer Korrektur des Goldpreises um bis zu 30 Prozent in den nächsten Wochen rechnen.

Sieht man sich den längerfristigen Chart des Goldes an, wird schnell klar das der „normale“ Trend gerade zwischen 1.500 und 1.600,- Dollar je Feinunze verläuft. Alles andere wurde durch Panik und Angst getrieben, und war eine Übertreibung. Wie immer in solchen Situationen, in denen sich der breite Markt auf eine Anlageform eingeschossen hat, kann das Pendel dann aber im ersten Moment auch in die Gegenrichtung schwingen. Soll heißen, mich persönlich würde es nicht wundern wenn der Goldpreis kurzzeitig auf ca 1.350,- Dollar je Feinunze abkippt. Dies wäre dann eventuell ein optimaler Zeitpunkt, für diejenigen die bislang nicht im Gold investiert waren, zu kaufen.

Ich möchte betonen, dass es sich bei meinen Annahmen lediglich um die Deutung einer charttechnischen Situation unter Berücksichtigung des Sentiment und der fundamentalen Situation handelt, und dieses Szenario keinesfalls Anspruch auf Unfehlbarkeit hat! Dennoch ist es ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten in dem die negativen Argumente eben gerade die Überhand gewonnen haben. Sollte es so kommen ist es auch sehr wahrscheinlich, dass diese Bewegung nicht in einem Rutsch abläuft. Ich gehe ebenfalls davon aus, dass durchaus auch ein zwischenzeitlicher Bounce auf ca. 1.800,- Dollar je Unze möglich ist, bevor dann eine sehr dynamische Bewegung folgt und den Goldpreis kurzzeitig unter die 200 Tage Linie abtauchen lässt.

Gold ist und bleibt in diesen Zeiten ein Basisinvestment aber eben nicht zu jedem Preis. Frei nach Kostolany: „Der Börsenkurs verhält sich zur Wirtschaft wie der Hund zum Spaziergänger.
Er läuft oft voraus und kommt aber immer wieder zurück.“

Der Abschiedsbrief, Steve Jobs gibt Apple Führung ab

To the Apple Board of Directors and the Apple Community:

I have always said if there ever came a day when I could no longer meet my duties and expectations as Apple“s CEO, I would be the first to let you know. Unfortunately, that day has come. I hereby resign as CEO of Apple. I would like to serve, if the Board sees fit, as Chairman of the Board, director and Apple employee. As far as my successor goes, I strongly recommend that we execute our succession plan and name Tim Cook as CEO of Apple. I believe Apple“s brightest and most innovative days are ahead of it. And I look forward to watching and contributing to its success in a new role.

I have made some of the best friends of my life at Apple, and I thank you all for the many years of being able to work alongside you.

Steve

Daimler, BMW, Porsche und VW – Ist der Boden gefunden?

Die Aktien der Autobauer sind weiterhin unter Druck, und das ist wohl bei den zyklischen Werten auch grundsätzlich in dieser Börsenphase nicht weiter verwunderlich. Dennoch muss man sich anhand der aktuellen Gewinnsituation, und den weiteren Aussichten, wohl die Frage stellen ob ein derartiger Kursverlust gerechtfertigt ist. Grundsätzlich gilt, dass die Absatzmärkte in China und Indien noch für mehrere Jahre die zeitweise schwächeren Verkäufe in den westlichen Absatzmärkten kompensieren dürften. Auch die jüngsten Verkaufszahlen von BMW, Daimler, VW und Porsche aus dem Juli zeigen noch keinerlei Anzeichen von Schwäche, möglicherweise müssen diese Werte in den kommenden Monaten etwas nach unten korrigiert werden, von einem echten Einbruch ist aber nach unserer Auffassung nicht auszugehen. Fundamental betrachtet sind alle Automobilaktien weiterhin extrem günstig bewertet. Selbst im Falle deutlich rückläufiger Absatzzahlen von beispielsweise 20 Prozent, wäre die Bewertung der gesamten Branche immer noch historisch niedrig!

Natürlich hängt die weitere Kursentwicklung der Automobilwerte in naher Zukunft einzig und alleine von dem Marktumfeld ab, sprich einem weiteren Rücksetzer an den Börsen werden sich auch die DAX Schwergewichte nicht entziehen können. Geht man aber davon aus, dass sich die Märkte in naher Zukunft wieder beruhigen werden, sind es dann erneut die zyklischen Werte die die folgende Erholungsbewegung anführen werden. Auch die Analysten-Gemeinde scheint dieser Auffassung zu sein, da die zuvor ausgegebenen Kursziele bislang nur leicht nach unten angepasst wurden. Goldman Sachs hingegen hat kürzlich sogar die Kursziele einzelner Branchenvertreter leicht nach oben angehoben. Auch wenn sich die Kursziele von beispielsweise 109,- Euro für die Porsche Aktie und 254,- Euro für die VW Vorzugsaktien gut lesen teilen wir diese sehr optimistische Einschätzung der Goldman Analysten, in dem gegenwärtigen Marktumfeld, nur bedingt. Wir gehen aber immer noch von deutlich höheren Notierungen bei den Autoaktien zum Jahresende aus.

Für die Daimler-Aktie hat die US-Investmentbank das Kursziel von 82,00 auf 79,00 Euro gesenkt sowie die Einstufung unverändert auf „Buy“ belassen. Die Analysten beurteilen den jüngsten Kursrückgang bei allen Werten als attraktive Einstiegsmöglichkeit. Das Kursziel für die BMW Aktie wurde ebenfalls leicht von 127,00 auf 123,00 Euro gesenkt. Trotz dieser sehr positiven Studie sollte man sich aber momentan auch mit der Unterseite der möglichen Kursziele beschäftigen. In einer Schnellanalyse haben wir alle Titel noch einmal unter die Lupe genommen, und sind zu dem Ergebnis gekommen, das das Risiko nach unten inzwischen relativ überschaubar sein dürfte. Immer vorausgesetzt die Börsen versinken nicht im totalen Chaos! Eine mögliche Wachstumsdelle scheint nun ausreichend eingepreist zu sein. Bei VW könnten sich erste, vorsichtige Positionen knapp über der 100,- Euro Marke als lohnender Einstieg erweisen, ebenso wie bei Porsche um die 40,- Euro, BMW knapp über 50,- Euro sowie Daimler knapp unter 35,- Euro.

Commerzbank und Deutsche Bank – 100 Prozent Potenzial?

Es wurde in den letzten Wochen viel über die beiden Aktien von Commerzbank und der Deutschen Bank geschrieben, und immer wieder sind auch wahre Horror-Szenarien zu lesen. An dieser Stelle möchte ich mich dann doch mal wieder kurz zu der Situation bei den beiden Werten äußern, da ich vieles von dem was da so geschrieben steht schlicht und ergreifend nicht mehr nachvollziehen kann. Hierzu muss man aber wohl etwas weiter ausholen und das große Bild mit gesundem Abstand betrachten. Fakt ist wir befinden uns im Moment in einem sehr schwachen Marktumfeld, ausgelöst durch politisches Unvermögen auf beiden Seiten des Atlantiks. Weder sehe ich eine echte Rezession auf uns zukommen noch glaube ich – zum jetzigen Zeitpunkt – an einen Zusammenbruch des Euros. Was aber nicht ausschließen soll, dass dies nicht doch eines Tages passieren kann, wenn es den Politikern weiterhin nicht gelingt den richtigen Konsens zum Wohle aller beteiligten zu finden, und eine klare und transparente Entscheidung zu treffen.

Nach wie vor dürfte eine deutlich geografische Veränderung des Euroraumes die beste Lösung sein um einen Zusammenbruch des Euroraums zu verhindern. Wahrscheinlich wäre dies zur Gesundung der dann verbleibenden Währungsunion, und für die austretenden Länder, immer noch der beste Weg für alle Beteiligten. Die schwächeren Länder hätten wieder die Möglichkeit über Abwertung zu genesen und die starken Länder könnten bis zum möglichen Wiedereintritt der heutigen Austrittskandidaten eine wirkliche Union errichten die wirtschaftlich und politisch durchdacht ist. Banken müssten dann sicherlich auch kräftige Abschreibungen hinnehmen, könnten dies aber mit entsprechender staatlicher Unterstützung einigermaßen locker abfedern, und der Steuerzahler würde wahrscheinlich für eine finale Lösung des Problems sogar gerne etwas bezahlen. Auch die Einführung von Eurobonds dürfte unter diesen Voraussetzungen dann deutlich mehr Akzeptanz in der Bevölkerung finden.

Kommt es nicht in Kürze zu einer abschließenden Lösung, und werden wir weiterhin Milliarden in marode Staaten investieren, könnte dies auch für die deutschen Bankenwerte zu katastrophalen Folgen führen. Das zur Stützung von Griechenland, Portugal, Irland und Co. verwendete Geld werden wir höchstwahrscheinlich sowieso niemals wieder sehen, und unseren Kindern somit einen Scherbenhaufen aus Verschuldung und Inflation hinterlassen. Die europäischen Banken können ein dauerhaftes Subventions-Szenario wohl ebenfalls nur schwer überstehen, wir würden uns auf lange Sicht in eine tiefe Bankenkrise stürzen. Ich möchte nicht daran glauben dass all dies passieren wird! Ich möchte dran glauben das es den Politikern, trotz aller persönlichen Eitelkeiten gelingen wird, auf beiden Seiten des Atlantiks die richtigen Entscheidungen zu treffen, und somit gehe ich auch momentan von dem einzig richtigen Szenario aus..

Die laufende Krise ist zu einem großen Teil eben auch hausgemacht… Es könnte sein das wir bald in eine Rezession schliddern, und deswegen preist der Markt diese bereits jetzt voll ein. Immer wieder liest man in diesen Tagen auch über eine sich selbst erfüllende Prophezeiung die nun eintritt, und genau das ist es wohl auch. Die Konjunktur weltweit steht deutlich besser da als es dem meisten Wirtschaftsforschern offensichtlich im Moment bewusst ist. Insbesondere in Deutschland ist von einem angeblichen Stottern des wirtschaftlichen Motors noch nicht viel zu spüren. Viel mehr sollte in den kommenden Monaten nun eine Normalisierung der Wachstumsraten eintreten, was auch durchaus zu begrüßen ist, um eine Überhitzung des Marktes zu vermeiden. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht wenn Sie beispielsweise bei Volkswagen die permanent gesteigerten Absatzzahlen lesen, und dabei den Aktienkurs betrachten, all das mutet schon ein wenig seltsam an!

Aber zurück zu den Bankenwerten. Als direkte Folge dieses teilweise absurden Szenarios ist der Interbanken-Handel inzwischen nahezu zum erliegen gekommen. Die Banken trauen sich gegenseitig nicht mehr. Der Risikoaufschlag 5-jähriger europäischer Bankenanleihen zu deutschen Staatsanleihen notiert gerade über dem Niveau das wir zu Zeit der Lehman Pleite zu verzeichnen hatten! Als direkte Folge daraus kommt natürlich auch das restliche Kreditgeschäft nahezu komplett zum Erliegen. Banken horten wieder Geld und geben fast keine Kredite mehr an Unternehmen für dringend benötigte Investitionen oder Expansion. Die Folgen daraus sind dann natürlich die viel gefürchtete Rezession bzw. eine deutliche Verlangsamung des Wachstums. Und nicht zu vergessen, drückt all dies nicht zuletzt auch auf die Gewinne bei den Bankenwerten.

Die Commerzbank Aktie wurde in den vergangenen Monaten übelst abgestraft und tauchte im Tief am vergangenen Freitag sogar kurzzeitig unter die Marke von 1,80 Euro. Nun kann man sich natürlich mal die Frage stellen ob, zu diesem Zeitpunkt ein Börsenwert von unter 9 Milliarden Euro für eine europäische Bank, die im kommenden Jahr über 4 Milliarden Euro verdienen will, und ein prognostiziertes KGV von 3,37 für 2012 ausweist, nicht mehr wert sein dürfte. Aber das ist eben momentan aus dem oben angesprochenen Gründen alles etwas relativ, und diese Zahlen sind in solchen Zeiten leider nur noch reine Spekulation. Dennoch bin ich mir sicher das gerade bei der Commerzbank inzwischen eine massive Übertreibung nach unten stattfindet, die nicht zuletzt immer noch durch Leerverkäufe befeuert wird. Mehr Fundamentales finden Sie in unserer ausführlichen Commerzbank Wunschanalyse.

Geht man davon aus dass die Finanzwelt morgen nicht untergehen wird, und wir nach dieser aktuellen Krise dann wieder auf einem normalen Niveau neu starten werden, dürfte ein realistisches Kursziel für die Commerzbank Aktie bei den von den meisten Analysten momentan geschätzten 3,50 bis 4,- Euro liegen. Das wäre immerhin einem theoretischem Kursgewinn von bis zu 100 Prozent, ausgehend vom jetzigen Niveau. Ebenso verhält es sich mit der Deutschen Bank Aktie die nach meiner Auffassung langfristig betrachtet noch deutlich mehr Substanz bietet, auch wenn die Nachrichtenlage hier bereits seit Wochen eher negativ ist. Nach wie vor dürften trotz allem aber Einstiegskurse unter 30,- Euro langfristig gute Ertragschancen bieten. Dreht der Markt wieder nach oben dürften die beiden Bankentitel davon überproportional profitieren können. Unser persönliches Kursziel für die Deutsche Bank Aktie bleibt bei 55,- Euro, was ebenfalls 100 Prozent Zuwachs bedeuten würde. Allerdings muss man sich dafür wohl noch ein wenig in Geduld üben!

 

 

Wo und wie kann man Gold und Silber kaufen?

Anleger sind weiterhin verunsichert und suchen Sicherheit. Immer wieder kommt auch in unserem Blog die Frage auf wo man am besten Gold kaufen kann, oder zu welchem Silberkurs man jetzt noch am besten einsteigen kann, sprich wo ein langfristig optimaler Einstiegszeitpunkt bei den beiden beliebten Edelmetallen sein könnte. Die Frage ist natürlich grundsätzlich nicht einfach zu beantworten, da insbesondere Gold schon sehr gute gelaufen ist, und man jederzeit auch mal wieder mit einem Rücksetzer des Goldpreises rechnen muss. Dennoch haben wir heute mal wieder einen sehr interessanten Beitrage unseres Lesers Hari Seldon bekommen der sich damit auseinandersetzt, wo und wie man auch heute noch einen relativ risikolosen Einstieg in die Edelmetalle finden kann. Insbesondere für eine Investition in Silbermünzen gibt es da noch wenig bekannte und sehr interessante Möglichkeiten.

Am “günstigsten” sind vermeintlich immer noch die großen Händler wie ProAurum. Wobei günstig nicht das richtige Wort ist, “am wenigsten teuer” wäre besser beschrieben. Denn die Spannen beim physischen Verkauf sind auch da heftig.  Gut informieren kann man sich auch bei Gold.de über die unterschiedlichsten Anbieter. Die besten Erfahrungen habe ich persönlich mit dem GoldSilberShop gemacht. Hier erhalten Sie immer den wirklich aktuellen und fairen Preis, der meist deutlich unter dem der Mitbewerber liegt.

Die mit Abstand beste Methode war es bis 2010, einfach die 10€ Silbermünzen von der Bundesbank zu kaufen. Die hatten damals ca. 16-17g Silber und sind daher rein vom Materialwert derzeit mit über 15€ mehr wert als der aufgedruckte Nennwert ! Diese geniale Möglichkeit hat die Bundesbank jetzt aber geschlossen, da die neuen Silbermünzen nur noch 10g haben und in Zukunft möglicherweise gar kein Silber mehr drin ist. Wenn man Glück hat, kann man am freien Markt vielleicht noch ein paar der alten Münzen ergattern denn die wenigstens kennen diesen Geheimtipp. Das wäre dann mit Abstand die beste Methode Silber zu kaufen, zumal die Münze ja gleichzeitig offizielles Zahlungsmittel ist!

Wer also daran glaubt, dass sich die Krise weiter ausweiten wird, findet wohl bei den genannten Silbermünzen derzeit eine der interessantesten Anlagemöglichkeiten im Edelmetall-Sektor!  Allerdings sind diese natürlich nur noch schwer erhältlich. Dennoch, auch ein Investment in „normale“ Gold- und Silbermünzen sollte sich angesichts der enormen im Umlauf befindlichen Geldmenge langfristig auszahlen. Die aktuellen Preise für Gold und Silber-Produkte haben wir Ihnen hier zusammengestellt, damit Sie sich täglich darüber informieren können.


300 x 250 (Medium Rectangle)Gold und Silber zu gün

Jackson Hole, oder die 100 Milliarden Dollar Frage

Am Ende dieser Woche steht für die Märkte eine entscheidende Wegmarke an – die jährliche Notenbanker Tagung in Jackson Hole. Der Höhepunkt dieser Veranstaltung wird sicher Ben Bernankes Rede am Freitag 26.08.2011 sein. Letztes Jahr, zur selben Zeit, hat Bernanke hier QE2 angekündigt, und damit den Startschuss für eine monatelange Rally der Märkte gegeben. In diesem Jahr schaut der Markt, insbesndere nach den turbulenzen der vergangenen vier Wochen,  hin- und her gerissen zwischen Panik und Hoffnung auf Jackson Hole.

Was immer Bernanke also macht oder nicht macht, wird die Märkte danach mit Sicherheit massiv bewegen, und mit hoher Wahrscheinlichkeit die weitere Tendenz an den internationalen Finanzmärkten bis zum Jahresende bestimmen. Für die  Märkte wird das Ereignis Jackson Hole somit die alles entscheidende 100 Milliarden Dollar Frage beantworten. Und für Trader, ebenso wie für Anleger, wird es deshalb extrem wichtig sein sich zu diesem Zeitpunkt richtig zu verhalten und die  richtigen Entscheidungen zu treffen .

Ich will mich hier nicht an den Spekulationen beteiligen, was die FED machen oder nicht machen wird. Dazu gibt es schon genügend Text überall im Web und ich habe dazu nichts wirklich viel Neues beizutragen. Ob die Programme der FED wirklich wirken (ich bezweifele das ) oder nicht, ist für Anleger zunächst auch völlig nebensächlich. Entscheidend ist nur wie der Markt – insbesondere also das BigMoney  – darauf reagieren wird. Die ganzen volkswirtschaftlichen Diskussionen zum Pro und Contra solcher Maßnahmen kann man also, mit einem Zeithorizont von ein paar Monaten, getrost überlesen, ohne als Anleger etwas zu verpassen. Volkswirte sind oftmals eher Kontraindikatoren für die Märkte 😉

Ich möchte statt dessen hier einige Gedanken zu möglichen Marktreaktionen mitteilen, die mir wichtig erscheinen:

1.       Mittlerweile hat der Markt wahrgenommen, dass QE2 keineswegs die Konjunktur in den USA positiv beeinflusst hat. Es wurden nur kurzzeitig die Asset-Preise aufgeblasen. Diese Luft entweicht gerade wieder. Deshalb würde eine einfache Fortführung des alten Programms als „QE3“ mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Markt nicht goutiert werden. Sollte Bernanke also einfach weiter machen, wäre das wohl eher ein Grund in den kommenden Wochen von weiter fallenden Kursen auszugehen.

2.       Das schlimmste Szenario wäre, wenn Bernanke dem Thema QE3 aus dem Weg geht und gar nichts dazu sagt. Das wäre verheerend und würde vom Markt als Hilflosigkeit der FED interpretiert.  Zudem würde wohl der Eindruck entstehen Benanke hätte sich dem politischen Druck seitens der Republikaner gebeugt. Ein Crash wäre dann vorprogrammiert – Dax Kursziele von 4.500 oder gar 3.000 Punkten wären dann möglich.

3.       Sollte Bernanke einen Bluff wagen, und mit gespieltem Selbstbewusstsein sagen das die Konjunktur kein weiteres QE mehr benötigt da die konjunkturellen Ängste übertrieben seien – wäre dies ein Ritt auf der Rasierklinge. Wie bei jedem guten Bluff kann es aber funktionieren und ausreichen die Märkte zu beruhigen. Ebenso gut kann eine solche Strategie aber auch nach hinten los gehen…

4.       Somit gibt es eigentlich nur ein Szenario auf das der Markt mit relativer Sicherheit mit einer Rally reagieren würde: Wenn Bernanke ein völlig neues Programm auflegt, dass in seiner Art und dem Umfang historisch beispiellos ist. Dies könnte beispielsweise der direkte Kauf von Assets, wie Aktien, durch die FED sein. Darauf würde der Markt mit Sicherheit begeistert reagieren!

Würde es alleine nach Ben Bernanke gehen, würde es mit Sicherheit eine Alternative 4 geben. Dafür hat er sich schon zu eindeutig festgelegt und letztlich geht es jetzt auch um seine ganz persönliche Reputation, und seinen Platz in den Geschichtsbüchern. Aber man darf nicht vergessen, dass Bernanke nicht mehr alleine der Herr der Entscheidungen ist. Die Opposition gegen sein Gelddrucken wächst und wächst, innerhalb der FED und politisch ausserhalb. Es ist also durchaus vorstellbar, dass Bernanke am Ende gar nicht so kann, wie er selber gerne würde.

Letztlich wissen wir aber nicht, was am Freitag in Jackson Hole und darauf am Montag an den Märkten passieren wird. Alles ist möglich, sicher ist bisher aber nur extreme Volatilität.

Es bringt deswegen auch keinen wirklichen Vorteil, sich am  allgemeinen Wettraten selbsternannter „Gurus“ zu beteiligen. Wir sind alle keine Insider der FED, und werden es kurzfristig auch nicht werden. Es gibt aber einen Aspekt der das Potential hat für Anleger und Trader viel wichtiger zu sein – das Verhalten des Marktes in den Tagen vor Jackson Hole.

Wie fast immer kann man es im Vorfeld solcher strategisch wichtigen Entscheidungen als gesichert ansehen, dass die Planungen der FED bei BigBoys der Wallstreet durchsickern werden, und als direkte Folge daraus bereits in den tagen vor dem eigentlichen Ereignis das sogenannte „Frontrunning“ gibt. Die FED ist mit den Spitzen der Wallstreet zu stark verknüpft, als das so eine entscheidende Weichenstellung wirklich geheim bleiben kann. Ausserdem diskutiert Bernanke seine Pläne im Vorfeld mit Sicherheit mit dem Oval Office. Alleine schon dadurch steigt die Zahl der Mithörer exponentiell.

Wir müssen daher in dieser Woche den US Markt unbedingt sehr aufmerksam beobachten! Springt er weiter panisch hin- und her, spricht das für Unsicherheit, und dafür dass noch nichts durchgesickert ist. Bewegt sich der Markt aber diese Woche konsistent über mehrere Tage in die gleiche Richtung, schiebt der S&P500 also Richtung 1200 Punkte hoch, oder läuft dieser durch die Unterstützung bei 1100 nachhaltig nach unten, kann man davon ausgehen, dass hier wieder das BigMoney am Werk ist.

Dann sollte man sich in meinen Augen für die Woche nach Jackson Hole genau in die vorher eingeschlagene Richtung positionieren. Ein Musterbeispiel dafür war die Woche vor der Herabstufung des US Ratings – das Big Money wusste natürlich vorher schon längst was kommt. Es bleibt wie es ist… Die Märkte sind kein fairer Ort, und Frontrunning von BigMoney ist der Weg mit dem die grossen Gewinne erzeugt werden. Demenstprechend muss man als Kleinanleger versuchen in solchen Situationen dem großen Geld zu folgen, und nicht sich gegen den Trend zu positionieren.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Erfolg in den kommenden Tagen, und die richtigen Entscheidungen! Denken Sie immer daran: The Trend is your friend ! Das gilt auch wenn er nach unten zeigt! HS

Bauer AG – auf dem Tiefpunkt?

Ich wollte in diesen Tagen der Unruhe eigentlich erst einmal keine Statements zu Einzelaktien abgeben, aber das was ich in den letzten Handelstagen bei der Bauer AG Aktie gesehen habe ist doch bemerkenswert. Ich erinnere an dieser Stelle auch gerne nochmal daran das bis vor kurzem nahezu alle Analysten extrem positiv über den Titel des Tiefbauers berichtet haben und das durchschnittliche Kursziel für die Aktie zwischen 37 und 40 Euro angegeben wurde. Ausgehend vom jetzigen Niveau wären das immerhin 70 bis 86 Prozent gewesen. Allerdings haben einige dieser Analysten auch ihnre Kursziele deutlich zurück genommen. Heute nun hat die Bauer Aktie mit 17,05 Euro das selbe Kursniveau erreicht wie gegen Ende der Lehmann Baisse, dies entspricht ebenfalls dem Kurstief des Jahres 2006. Grund genug sich das Unternehmen heute noch einmal näher anzusehen.

Für 2011 erwartet die Unternehmensgruppe eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von 1,4 Milliarden Euro und ein Nachtsteuerergebnis von gut 45 Millionen Euro. Das Unternehmen wird heute nun mit nur noch knapp 340 Millionen Euro an der Börse bewertet. Der reine Buchwert der Aktie dürfte momentan bei grob geschätzten 26,50 Euro liegen. In den drei Kern-Geschäftsfeldern Bau, Maschinen und Resources ist das Unternehmen hervorragend aufgestellt. Hinzu kommt noch weiter Phantasie durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder. Mit dem jüngsten Verkauf der ersten Tiefbohranlage ist die Bauer AG nun zusätzlich zum “normalen” Geschäft in den lukrativen Bereich der Ölförderung vorgestoßen. Zusätzlich weckt die Tiefbohr-Sparte auch Phantasien für eine mögliche Schlüsselrolle des Unternehmens bei der Entwicklung von geothermischen Projekten und der Erschließung alternativer Energiequellen.

Die Bauer Aktie ist sehr markteng und genau das ist wohl auch das Hauptproblem. Der Kursrutsch wurde nur von einer überschaubaren Anzahl von Aktien begleitet. Ich tippe mal darauf das hier einfach ein paar entnervte Anleger Ihre Stücke geschmissen haben, das übrige haben dann die Stopp Loss Orders erledigt. Wer also auf einen baldigen Rebound der Börsen setzen will hat nach meiner Auffassung mit der Aktie der Bauer AG einen ganz heißen Kandidaten auf schnelle Gewinne. Nach unten ist der Wert langfristig alleine durch seinen inneren Wert gut abgesichert. Bei jedem logischen Ansatz bleibt in den heutigen Zeiten natürlich das Restrisiko des irrationalen Gesamtmarktes!

Solar Millennium – droht jetzt der Ausverkauf?

Die Solar Millennium AG war einst der große Hoffnungsträger einer Gemeinde von Solaranlegern, die sich die Zukunft der Energieversorgung in den schillerndsten Farben ausgemalt haben. Jedoch scheint es in dem Unternehmen, trotz aller operativen Erfolge, immer mehr Probleme zu geben. Nachdem der Solarprojektierer im letzten Jahr bereits massiver Kritik ausgesetzt war, weil Kurzzeit-Vorstand Utz Claassen, nach nur wenigen Tagen Amtszeit, den Job hin geschmissen hat dafür aber die volle Abfindung kassierte, geht nun auch der Finanzvorstand Oliver Blamberger überraschend. Für Blamberger wird nun kurzfristig Martin Löffler einspringen.

Und als wäre das alles nicht schon bedenklich genug, ermittelt nun auch noch die BaFin wegen eines Insidergeschäfts des Firmengründers und Großaktionärs Hannes Kuhn, der zudem im Aufsichtsrat des Unternehmens sitzt. Als Anleger stellt man sich wohl spätestens jetzt zwangsläufig die Frage ob sich bei der Solar Millennium Aktie um ein solides Investment handelt. Es sind in der Vergangenheit seitens der Unternehmensführung viele Fehler gemacht worden, teilweise waren diese Fehler massiv und haben sich deutlich auf das Unternehmensergebnis ausgewirkt. Die „Abfindung“ für Utz Claassen stand, nach meinem persönlichen Dafürhalten, in keinem Verhältnis zu der erbrachten Leistung! Dies ist aber nur eines der Beispiele für die Fehlentscheidungen des Managements…

Heute steht Hannes Kuhn im Fokus der Ermittlungen der BaFin. Der Firmengründer soll wenige Wochen vor der Berufung Claassens zum Vorstand ein Termingeschäft über 150.000 Solar-Millennium-Aktien getätigt haben. Kuhn gibt dies laut Presseberichten auch zu, und gab an dass es geplant gewesen sei die Aktien, als Teil der Vorstandsvergütung, später an Claassen weiter zu geben. Utz Claassen wiederum bestreitet davon irgend etwas gewusst zu haben. Man darf also weiterhin gespannt sein wie der Solar Millennium Krimi weitergehen wird!

Letztlich führten diese Ereignisse auch heute wieder zu einem massiven Abschlag bei der Aktie, die mit einem Minus von über 13 Prozent gefährlich nahe am letzten Tief liegt. Ausgehend davon, dass sowohl das Börsenumfeld, insbesondere für Solarwerte, als auch die Nachrichtenlage des Unternehmens deutlich negativ sind rechnen wir nun mit weiteren Kursabschlägen bei der Aktie. Hinzu kommt sicherlich noch das der Wert relativ markteng ist und somit bereits mit kleineren Stückzahlen deutliche Kursbewegungen ausgelöst werden können. Unterschreitet der Titel nun die runde Marke von 10,- Euro, dürften die nächsten Unterstützungen bei 8,60 Euro sowie das Allzeit-Tief bei 6,90 Euro als mögliches Kursziel immer wahrscheinlicher werden. Heute wurde eine neues Verkaufssignal bei der Solar Millennium Aktie generiert!

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