DAX – Bounce, seitwärts oder weiter abwärts?

Die Horrorwoche im DAX ist am Freitag noch etwas versöhnlich ausgegangen. Somit bleibt nun etwas Zeit erst einmal durch zu atmen, die Lage neu zu sondieren und sich einen Schlachtplan für die kommenden Wochen zurecht zu legen. Wir auch in der letzten Woche geht es nicht darum Recht zu behalten, sondern viel mehr sich zwei mögliche Szenarien zu überlegen, an denen man sich orientieren kann, um nicht erneut auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Natürlich sind diese ermäßigten Kursniveaus nun äußerst interessant für lang- bis mittelfristig orientierte Anleger, und natürlich stellt sich jeder Investor nun die Frage ob es das schon gewesen ist…Auf der anderen Seite sitzt der Schock bei den meisten Anlegern noch tief, und die Angst erneut Geld zu verlieren ist größer als die Angst etwas verpassen zu können. Dies ist aber aus rein psychologischer Sicht die optimale Voraussetzung für eine Stabilisierung der Märkte!

Letzte Woche schrieb ich Ihnen in unserem Börsen Newsletter: „Im Dow Jones liegt ein mögliches Kursziel nun für die kommende Woche beim gleitenden Durchschnitt auf der Marke von ca. 10.900 Punkten, für den S&P 500 könnte sich dann noch kurzzeitig ein Kursziel unter 1.156 Punkten ergeben, eventuell sogar 1.100 Punkte. Für den Dax würde das in jedem Falle eine weitere Abwärtsbewegung bedeuten die unter die Marke von 6.000 Punkten führen dürfte. Ein mögliches Ziel wäre hier die Unterstützung bei 5.915 Punkten. Letztlich halten wir es nun für durchaus möglich das in den nächsten Wochen auch noch die nächste Marke bei 5.625 getestet werden kann, oder gar das Tief aus dem Februar 2010 bei ca 5.500 Punkten, bevor dann wieder eine neue “echte” Aufwärtsbewegung starten kann.“

Wie wir heute wissen wurde also die massive Unterstützung bei 5.500 Punkten im DAX, ebenso wie die 1.100 Punkte im S&P 500, bereits jetzt sehr schnell und dynamisch getestet. Das Gute daran ist, das sich beide Marken zum einen vorläufig als wichtige Unterstützungen etabliert haben, und dass diese beiden Marken gleich mehrfach getestet worden sind,  sich also somit hier ein Doppelboden ausgebildet hat. Alle weiteren Annahmen sollte man also nun auf dieser Basis treffen.

Auch wenn aufgrund des übertriebenen, und äußerst heftigen Ausverkaufs an den Märkten nun richtig Luft abgelassen wurde, was auch technischer Sicht durchaus gesund ist, bleibt also die Frage ob man nun kurzfristig auf einen Bounce setzen sollte, oder lieber die weitere Entwicklung abwartet. Niemand dürfte momentan eine wirklich fundierte Antwort auf diese Frage parat haben, auch ich nicht! Letztlich muss man sich in solchen Phasen fragen ob die ursprüngliche Strategie, die man vor der Krise hatte, auch gut genug ist um auch in solchen turbulenten Phasen zu bestehen. Die erste und wichtigste Frage dürfte dabei sein: War meine Risikokontrolle, bzw. mein Risikomanagement ausreichend. Meistens beantwortet ein kurzer Blick in das eigene Depot diese Frage sehr schnell und gnadenlos ehrlich!

Die zweite Frage ist die nach der richtigen Auswahl der Depotwerte. Passt dieses Depot noch zur aktuellen Lage unter der Annahme das wir a.) wirklich in eine erneute Rezession schliddern, c.) wir nun für einen längeren Zeitraum in eine Seitwärtsphase übergehen, oder c.) dies alles nur ein kurzer gesunder Rücksetzer war der, ebenso wie nach dem Erdbeben in Japan, schnell wieder gekauft wird. In den kommenden Tagen werden wieder einige konjunkturelle und politische Ereignisse auf dem Markt einwirken, deren Reaktion des Marktes wohl nicht mehr vorher zu sehen ist. Auch vermeintlich positive Ereignisse müssen in solchen Phasen nicht zwingend einen positiven Effekt auf die Kapitalmärkte haben! Solange die Börsen sich also in einer solchen irrationalen Phase befinden ist grundsätzlich alles möglich, auch das vorher Undenkbare!

Denken Sie also bitte immer daran, und bleiben Sie weiterhin vorsichtig!

Ich persönlich gehe momentan (und das schreibe ich ganz bewusst so, weil sich meine Meinung diesbezüglich morgen schon wieder geändert haben kann!) nicht davon aus, dass wir eine starke Erholungsbewegung sehen werden, die uns wieder in den Bereich um die 7.000 Punkte im Dax führen wird. Viel mehr sehe ich nun erst einmal eine Seitwärtsphase auf uns zukommen, in der sich der Deutsche Leitindex, im Kern,  zwischen 5.700 und 6.300 Punkten bewegen wird. Die obere Begrenzung dürfte dabei nun das Fukushima -Tief bei 6.488 Punkten und die untere der besagte Doppelboden bei 5.500 Punkten bilden. In den nächsten Tagen kann es also durchaus sinnvoller sein sich zunächst auf kurzfristige Aktivitäten zu beschränken, und die beschriebene Trading-Range gezielt zu nutzen! Zunächst muss erst einmal die Hürde bei 6.130 Punkten im DAX wieder überwunden werden…

Eine vorsichtig optimistische Grundhaltung dürfte aber eine gute Strategie für die kommenden Wochen sein! Einen Rat möchte ich Ihnen aber gerne noch mit auf den Weg geben. Analysieren Sie bevor Sie sich wieder in den Markt wagen welche Fehler Sie kürzlich gemacht haben, und wo Sie – aus welchen Gründen auch immer – die falschen Entscheidungen getroffen haben. Ziehen Sie Ihre Schlüsse und Konsequenzen daraus, und Sie werden wesentlich besser durch die Turbulenzen der kommenden Wochen und Monate kommen. Treten Sie einmal einen Schritt zurück und beobachten Sie aus einer neutralen Position Ihr eigenes Handeln. Machen Sie auch mal eine Pause wenn Sie momentan nicht investiert sind, beschäftigen Sie sich mit anderen Dingen, und versuchen Sie dann mit neuer Kraft gezielt die Chancen zu nutzen die sich Ihnen durch diese erneute Krise bieten werden!

Achtes Sie dabei insbesondere auf Aktien die sich am Donnerstag und Freitag kräftig erholen konnten sowie Titel die hoffnungslos über verkauft waren, oder es noch sind. Wir hatten in der letzten Woche ja bereits auf diese Situationen beispielsweise bei VW, Porsche, Bauer und Klöckner & Co. in unserem Börsenblog aufmerksam gemacht…Seitdem konnte die Bauer AG Aktie bereits um knapp 25 Prozent zulegen, Klöckner um ca. 20 Prozent, Porsche und VW jeweils knapp 15 Prozent.

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25 Comments

  1. Pingback: DAX Rebound – wenn dann jetzt! | Investors Inside

  2. Hari Seldon said:

    John, ich hätte hier erst einmal einen Link zum Einlesen in welchem Spannungsfeld sich die FED bewegt. Ich hoffe der Link ist für Lars OK.
    http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,780651,00.html
    Ab und zu schreibt die Presse auch mal etwas vernünftiges und dieser Artikel zeigt uns, was da wirklich los ist.

    Wenn Du das gelesen hast, können wir ja mal anfangen zu diskutieren. Vielleicht macht Lars dafür ja auch ein eigenes Thema auf: „Jackson Hole – die Wegscheide“. Denn diesen Wendepunkt richtig zu treffen wird möglicherweise unsere wichtigste Entscheidung diesen Jahres sein. Ich habe dazu allerlei Meinung, bin aber wie alle letztlich nur der Ergebene Diener von Mr. Market und werde seinen unermesslichen Ratschluss mit Würde ertragen 😉

  3. John Smith said:

    Hallo Hari,

    erstmal vielen Dank für die echt unbezahlbaren Beiträge. Ich hätte heute z.B. auf einen Abprall bei 5500 gerechnet.

    Könntest Du vielleicht kurz erläutern welche Entscheidungen die FED in der aktuellen Situation treffen kann und wie die vorraussichtliche Reaktion des Marktes darauf aussehen könnte?

    Vielen Dank schonmal
    Gruß

  4. Hari Seldon said:

    Erneut ein froher Tag …. für Shorties 😉

    Ernsthaft, ich habe vor einer guten Woche, als der Bounce auf der Agenda stand gesagt, dass ich mit einer Wahrscheinlichkeit von 2:1 davon ausgehe, dass wir in einem Bärenmarkt sind. Und das die Höhe und Stärke des Bounce uns sagen wird, ob das so ist oder nicht. Nun denn, schauen wir uns das mal im Licht der Entwicklungen bis Heute Abend 21 Uhr an.

    1. Der alles entscheidende S&P500 hat nach Lehrbuch den Bounce gemacht und gestern Nachmittag mit knapp 1210 ziemlich genau 50% des vorherigen Absturzes wieder zurück erobert. Perfekt, bis gestern Nachmittag, dann nahm die Wende ihren Lauf.

    2. Der DAX müsste im Vergleich eigentlich gestern bei 6300-6400 gewesen sein. Das es ihm gestern gerade einmal gelungen ist die Nase über 6000 zu stecken ist nicht nur schlapp, sondern ein verheerendes Signal von Schwäche.

    3. Der DAX hat zwar heute die 5500 fast wieder erreicht und man könnte das als erfolgreichen Test interpretieren, in Anbetracht der Leblosigkeit sagt das aber wenig aus. Denn die entscheidende Frage für die Märkte ist, ob der S&P500 die 1100 als Tiefstand halten kann. Davon ist der S&P aber noch gut 3% entfernt.

    4. Es kann daher sehr gut sein, dass der DAX irgendwo im Nirgendwo zwischen 5000 und 5500 seinen Tiefstand findet und dreht. Aber nicht weil das irgend etwas als Marke zu bedeuten hat, sondern weil der S&P bei 1100 erneut nach oben gedreht hat. Wenn der S&P heute in der letzten Stunde weiter fällt, eröffnet der DAX morgen unter 5500, es sagt aber immer noch nichts endgültiges. Ein lebloses Subjekt ist als Indikator für Chartmarken wenig geeignet.

    Fazit:

    Vorsicht also mit den 5500 als DAX Marke. Ich messe dem wenig Aussagekraft zu.

    Was den Bärenmarkt angeht, ist die Wahrscheinlichkeit mit der heutigen Price-Action im Markt auf 80% gestiegen. Um die letzten 20% auch noch vom Bärenmarkt zu überzeugen ist es nicht wichtig wo der DAX steht, sondern ob der S&P500 die 1100 halten kann.

    Es sieht im Moment alles nach Bärenmarkt aus, aber es gibt eine Wildcard im Markt und das ist die FED und Jackson Hole nächsten Freitag. Auch 20% Wahrscheinlichkeit können eintreten. Ausserdem hat der Markt ja die perverse Logik, dass wenn die Konjunktur noch mieser aussieht, dass die Wahrscheinlichkeit einer neuen FED Intervention erhöht, ganz schlechte Konjunkturzahlen werden also in freudiger Erwartung wieder gut. Aber nur bis nächsten Freitag, dann werden die Karten aufgedeckt. So oder so – möglicherweise mit bitterem Ende.

    Wenn der S&P500 die 1100 durchschlägt ist die nächste Haltelinie erst wieder beim 2010er Tief von ca. 1020. Auf den DAX übersetzt und die immense Schwäche berücksichtig sind das dann 4500-4800. Hört sich übel an, ist es auch, aber ist alles andere als unwahrscheinlich im momentanen Umfeld. Um am meisten werden darunter wieder Banken, Autos, Konjunkturaktien leiden.

    Alle Augen also auf Jackson Hole. Wenn diese letzte Hoffnung des Marktes versagt, dann geht es brutal abwärts und ich erwarte dann tiefere Kurse als 2008 – sprich: DAX 3000 here we come 😉

    Und wer sich das nicht vorstellen kann dem sei gesagt, bei solchen Bärenmärkten ist der schlimmste Absturz fast immer der ZWEITE, nach dem Bounce nach dem ersten Absturz. Unserer erster Absturz war aber im Umfang schon tiefer und schneller als 2008.

    Denkt mal darüber nach. Ich betone, ich weiss nicht ob das so kommt. Aber das Szenario ist nun im Bereich des sehr Möglichen und jeder der nicht komplett an der Seitenlinie steht tut gut daran sich Gedanken zu machen wie er damit umgehen würde. Und wer sich nicht sicher ist, dass er das aushält muss raus. Sofort und ohne zurück zu blicken. Die Angst einen möglichen Anstieg zu verpassen ist kein guter Ratgeber. Die selben Sätze habe ich hier schon bei DAX 6300 gesagt. Eine gefühlte Ewigkeit ist das her ….

    • Lars said:

      Den kann ich mir jetzt nicht verkneifen 🙂 ist aber in der momentanen Situation wohl eher als Scherz gedacht.
      Die Analysten von Goldman Sachs haben heute die Kursziele für die Autobranche überarbeitet, und einige Vertreter sogar hochgestuft..

      BMW
      Einstufung: Bestätigt Conviction Buy
      Kursziel: Gesenkt auf 123 (127) EUR

      Continental
      Einstufung: Bestätigt Buy
      Kursziel: Gesenkt auf 113 (124) EUR

      Daimler
      Einstufung: Erhöht auf Buy (Neutral)
      Kursziel: Gesenkt auf 79 (82) EUR

      ElringKlinger
      Einstufung: Bestätigt Sell
      Kursziel: Gesenkt auf 27 (28) EUR

      Fiat
      Einstufung: Bestätigt Conviction Buy
      Kursziel: Gesenkt auf 11,00 (12,90) EUR

      Leoni
      Einstufung: Bestätigt Neutral
      Kursziel: 62 EUR

      Peugeot
      Einstufung: Bestätigt Neutral
      Kursziel: Gesenkt auf 40 (43) EUR

      Porsche
      Einstufung: Bestätigt Buy
      Kursziel: Erhöht auf 109 (105) EUR

      Renault
      Einstufung: Bestätigt Sell
      Kursziel: Gesenkt auf 48 (51) EUR

      VW
      Einstufung: Bestätigt Conviction Buy
      Kursziel: Gesenkt auf 254 (260) EUR

  5. Holgersen said:

    Hallo alle zusammen,

    der Tag war ja ziemlich ereignisreich und nun wurde das 2. Mal die 5500 getestet. Wie könnte sich der DAX denn nun technisch entwickeln die nächsten Tage (ohne unvorhergesehene Nachrichten)? Eiert das wieder nach oben oder ist der Doppelboden eine Trendwende?

    Danke!

  6. Thomas said:

    „Aus gegebener Veranlassung“ möchte ich kurz darauf hinweisen, dass der Bund Future heute mit 135,01% sein absolutes all-time high erreicht hat.

    Ich muss gestehen, dass ich eigentlich einen Bund Future short noch vor wenigen Tagen für eine gute Idee gehalten hätte … Irren ist menschlich…

    Das ganze heißt aber: Risikoaversion hoch drei, niedrigste, jemals in DE dagewesene Zinserwartungen (Hypotheken werden eher billiger als teurer), Deflationserwartung, und Gold ist in diesem Umfeld immer noch ne Idee (long, nicht short) – obschon Anleihen in einer tatsächlichen Deflation besser als Gold funktionieren…

  7. Hari Seldon said:

    Wenn wir apodiktisch anfangen Dinge als Quatsch abzutun und von „widerlegt“ zu faseln, noch dazu bei Konzepten die noch nie irgendwo ausprobiert wurden, dann sollten wir diesen Blog am besten schliessen. Für alle Besitzer der ultimativen Wahrheit gibt es schon das SPON Forum, da kann mich sich daran erfreuen in Schubladen zu denken.

    Zur Sache bin ich erstaunlicherweise für eine Transaktionssteuer. Die schwarz/weiss Diskussion in den Medien darum ist auch mal wieder am Thema vorbei. Das ist wie bei jeder guten Medizin, die Dosis entscheidet ob es als Medizin wirkt oder giftig wird. Selbst Aspirin wird in zu hoher Dosis giftig, deswegen ist Aspirin aber noch lange nicht sinnlos.

    Eine sinnvolle Transaktionssteuer wäre so gering, dass sie normale Marktoperationen nicht behindert und sich daher auch nicht auf die Liquidität und Spreads auswirkt. Sie wäre aber gleichzeitig so hoch, dass sie das High Frequency Trading und den extensiven Einsatz von Algos unwirtschaftlich macht. Eine derartige Verlangsamung unserer Börsen wäre sehr hilfreich und würde viele der aktuellen Probleme wegnehmen. Die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts waren doch eine tolle Börsenphase, ganz ohne Algos, HFT und ohne extreme Blasen.

    Allerdings funktioniert das nur, wenn man weitere Massnahmen parallel angeht.
    1. Muss das auch für London und Wallstreet gelten, sonst ist es kontraproduktiv.
    2. Müssen dringend die Dark-Pools geschlossen werden und alle Kapitalmarkttransaktionen per Gesetz an die Börsen und damit an die Öffentlichkeit gezwungen werden.
    3. Müssen die Börsen dazu verpflichtet werden, allen Marktteilnehmern den gleichen Zugriff zu geben und so wieder für ein faires Spielfeld zu sorgen. Es muss dringend aufhören, das die Börsen gegen Bezahlung unfaire Vorteile in Form von Millisekunden Frontrunning verkaufen. Auf dieser Unsitte wuchert ja HFT gerade.

    Allerdings habe ich wenig Hoffnung, dass wir eine deart sinnvolle und kompetent durchdachte Regulierung bekommen. Wenn man sich anschaut was die EU-Kommission zum Thema Transaktionssteuer sagt, steht wieder das Steuer-Einnahmen Argument im Vordergrund. Und für Otto-Normalverbraucher und alle Ideologen hört es sich ja auch toll an, dass so die „bösen“ Finanzmärkte an den Kosten beteiligt werden. Das lässt sich in SPON gut verkaufen.

    Nur wird es nicht so funktionieren, denn die BigBoys werden noch mehr in Darkpools abwandern und die Transaktionssteuer zahlt dann erneut nur Oma Büllerbeck wenn sie mal ein Anlage tätigt. Ganz analog zur Solarförderung übrigens, gut gemeint ist halt noch lange nicht gut gemacht !

    Wer die irrsinnigen Exzesse an den Finanzmärkten beenden will, muss einfach ein Trennbankensystem wie zur Zeit des Glass Steagall Acts wieder einführen. Dann kehrt ganz schnell wieder Ruhe ein. Und darf auch die Frösche (Ackermann und co.) nicht fragen, wenn er ihren Teich trocken legen will.

    Ideologie, Schubladen und moralischer Rigorismus mit Absolutheitsanspruch verstellen da eher den Blick auf die komplexe Wirklichkeit und schaden am Ende dem Gemeinwesen.

  8. Thomas said:

    „letztlich haben uns die alten Strukturen dahin gebracht wo wir heute sind, und das hat ja nicht sooo gut funktioniert…“
    „Man muss nur den Markt endlich aus den Fängen der Bürokraten, Politiker und Lobbyisten befreien…“

    Die Freiheit der Märkte („Neoliberaler Quatsch“, Tea-Party Glaubensbekenntnis) hat zu den Blasen in der Vergangenheit geführt. Nicht die vermeintliche Überregulierung.

    „Trennbanken“ – ja, aber sollen sich die Banken freiwillig vom Systemrelevanten trennen bzw. wie soll das ohne Regulation gehen?

    • Lars said:

      Natürlich geht das nicht ohne eine klare Regulierung! Ich glaube das sich die Aussagen eher darauf bezogen haben das wir in vielen Bereichen überreguliert sind und in den wesentlichen Punkten leider viel zu wenig Regulierung haben, da sich unsere Politik in der Hand von Lobbyisten befindet, und vom Volke gewählte Vertreter eben nicht so frei agieren können wie es ursprünglich mal in der Verfassung angedacht wurde. So gesehen wird das Trennbanken-System wohl leider auch nur ein frommer Gedanke bleiben…

  9. Ramsi said:

    Nabend Lars,
    ausgehend davon, dass wir doch noch ein Happy End zum Jahreswechsel erleben und du dich unter dem Stichwort zu erwartende Performance zwischen Porsche und VW entscheiden müsstest, welcher Wert wäre da dein persönlicher Favorit?

    • Lars said:

      Hallo Ramsi, das ist eine gute Frage…letztlich würde ich mich dann wohl aus mehreren Gründen für VW entscheiden. VW ist zudem ein echter Autobauer und keine Holding, sprich etwas transparenter. Immer vorausgesetzt dass es in diesem Jahr nicht mehr zu einer Fusion zwischen VW und Porsche kommen wird gehe ich davon aus das sich der VW Aktienkurs in den nächsten drei bis vier Monaten schneller nach oben bewegen könnte, obwohl ich bei der Porsche Aktie persönlich eine größere Unterbewertung vermuten würde. Kurzfristig würde ich also auf VW, langfristig auf Porsche setzen!

  10. Thomas said:

    Neoliberaler Quatsch der schon lange widerlegt wurde.

    Ist das hier ein Tummelbecken für Anhänger der Tea Party oder der Rumpf-FDP?

    • Lars said:

      Naja, so ganz unrecht hat er damit ja nicht, ich würde diese Ansätze zumindest nicht als Quatsch abtun. Da wäre dann auch wieder das System der Bankentrennung das hier kürzlich schon einmal erwähnt wurde….letztlich haben uns die alten Strukturen dahin gebracht wo wir heute sind, und das hat ja nicht sooo gut funktioniert…Gelder kommen nicht da an wo sie hin sollen bei den „echten“ Leistungsträgern, die Arbeitsplätze schaffen. etc. Die Banken sitzen darauf und zocken fröhlich weiter. Das kann es nicht sein, oder? Und was hat das alles jetzt mit der Tea Party zu tun???

  11. Holgersen said:

    Hari, danke für Deine ausführlichen Beiträge und Kommentare. Ich schätze diese sehr, da sie doch recht viel Hintergrundwissen und Zusammenhänge erklären, die für einen Aussenstehenden so gut wie nicht erkennbar sind. DANKE!

  12. Hari Seldon said:

    Zur Klarstellung ist mir beim Lesen hinterher aufgefallen:

    Der Satz : „Die Wahrscheinlichkeit dass eine reine Widerholung von QE2 verkauft würde, ist imho hoch.“

    ist missverständlich. Was ich meine ist: Ich erwarte, dass der Markt darauf nicht positiv reagieren würde (sprich der Markt wird abverkauft).

  13. Hari Seldon said:

    Tja, das erfordert eine lange Antwort. Der Teil weiter hinten zu Jackson Hole sollte in meinen Augen mit „roten Warnlampen“ markiert werden, denn das ist die 100 Millionen Dollar Frage.

    Zum DAX habe ich mich oben ja schon geäussert. Ich bin sicher, dass dieser „Liebesentzug“ des Big Money für Deutsche Konjunkturaktien kein kurzfristiges Ereignis ist, sondern eine mittelfristige Positionierung darstellt.

    In meinen Augen ist die seit März 2009 andauernde Zeit der deutschen High-Beta Plays – insbesondere aus dem Bereich Auto – erst einmal vorbei. Jeder wäre in meinen Augen gut beraten sich (temporär) von den eingeübten Lieblingsaktien zu verabschieden und den Blick woanders hin zu richten. Die Zeit der Deutschen High-Beta Werte kommt wieder, aber das kann dauern.

    Gut laufen dagegen die vermeintlich langweiligen Werte. Ich habe die letzten Tage an so Titeln wie Sanofi, Johnson&Johnson, Microsoft etc gut Gewinn mitnehmen können und zwar ohne -10% Overnight Risiken ala Aixtron.

    Das ganze macht auch Sinn, wenn man sich überlegt worauf der Markt sich derzeit einstellt. Er stellt sich auf permanente Staatsfinanz-Probleme in den USA und Europa ein und zwar auf die nächsten Jahre. Jeder Marktteilnehmer mit IQ grösser 80 weiss doch nun, dass diese Probleme nicht einfach verschwinden werden, sondern uns auf Jahre begleiten. Kein Fix, kein Merkel-Meeting und kein QE3 werden das prinzipiell ändern. Das bedeutet: Konjunktur-Aktien weg, Finanzsektor weg, Precious Metals kaufen, Qualitätsaktien ohne Schulden und mit starkem Cashflow kaufen, bestimmte Rohstoffe kaufen. Das ist eindeutig der Trend im Moment. Und solche Trends laufen in Zeiten der Algos viel länger als früher.

    Kurzfristig würde ich die heutige Schwäche nicht überbewerten. Der S&P hat nun eine Trading Range zwischen 1180 und 1210 und ich wäre überrascht, wenn er sich da heute raus bewegt. Alles wartet auf die Menge an Daten Morgen ab 14.30 Uhr. Aber selbst das wird nicht weltbewegend sein, ausser die Daten überraschen extrem. Denn in dieser Woche ist an der Wallstreet nur das B-Team in Charge und viele haben sich endlich Urlaub genommen. An grosse Schwäche bis zur Options Expiration am Freitag glaube ich daher nicht, eher an hin und her.

    Wie ich oben schon sagte, eigentlich müsste der DAX bei S&P500 1208 von heute
    problemlos bei 6300 stehen und damit den ersten Zwischenschritt des von mir erwarteten Bounce erreicht haben. Die US Indizes bouncen auch genau nach Plan, die Unterperformance des DAX spricht aber Bände und sollte imho unbedingt ernst genommen werden !

    Die 100 Millionen Dollar Frage ist aber was passiert übernächsten Freitag 26.09. in Jackson Hole. Spätestens ab Montag kommender Woche wird das das einzige Thema sein, dass die Märkte bewegt.

    Das Bernanke die Märkte völlig enttäuscht und gar nichts in Richtung QE3 kommt, halte ich für vernachlässigbar. Dafür hat er sich zu weit aus dem Fenster gelehnt und weiss auch, dass ein solche Enttäuschung am späten Freitag Abend uns am Montag 29.08.11 einen schwarzen Montag bescheeren würde der mit seinem Namen in den Geschichtsbüchern verknüpft wäre.

    Die entscheidende Frage ist, was macht die FED konkret und wie reagiert die Börse darauf. Die Wahrscheinlichkeit dass eine reine Widerholung von QE2 verkauft würde, ist imho hoch.

    Wichtig ist dabei in meinen Augen zu verstehen, dass die Planungen der FED bestimmt an die Big Boys heraus lecken werden und es Frontrunning gibt. Die FED ist mit Spitzen der Wallstreet zu stark verknüpft, als das so eine entscheidende Weichenstellung geheim bleibt. Ausserdem diskutiert das Bernanke mit Sicherheit mit dem Oval Office und schon dadurch steigt die Zahl der Mithörer exponentiell.

    Deswegen sollten wir nächste Woche *UNBEDINGT* den US Markt genau beobachten und können in meinen Augen die prinzipielle Tendenz über Jackson Hole hinaus fortschreiben. Sprich zeigt der Markt vor Jackson Hole deutliche und konsistente Stärke, spricht das dafür das Bernanke den Markt glücklich machen wird. Man sollte dann seine Shorts vor dem Wochenende in Sicherheit bringen. Zeigt der Markt dagegen deutliche Schwäche, spricht das für Panik bei den Big Boys, weil sie bisher noch nichts Vernünftiges gehört haben. Dann steigt das Risiko ins Wochenende auf der Long Seite.

    Uff, das wars erst einmal. Meine Marktsicht in ein paar Absätzen. Das Thema Jackson Hole kann ich nicht deutlich genug machen, das sollte imho oben auf Deiner Website blinken 😉 Denn was da raus kommt und wie es der Markt aufnimmt wird zu 90% entscheiden wie diese Jahr zu Ende geht.

    • Lars said:

      Hallo Hari, vielen Dank für diese umfangreiche Einschätzung der aktuellen Situation. Grundsätzlich hast Du sicherlich Recht dass man nun die Aktienauswahl der aktuellen Situation anpassen sollte. Dennoch bin ich persönlich nicht der Meinung, dass der Zyklus bei den Autobauern schon beendet ist. Eine VW die in diesem Jahr wohl 20 bis 25 Euro je Aktie verdienen dürfte und bei 115, Euro notiert sollte eigentlich nicht unter 100,- fallen können sondern viel mehr auf mindestens 140 bis 150 Euro steigen. Ich gehe auch weiterhin davon aus, dass die kommenden Quartale noch ähnlich gut verlaufen werden wie die letzten. Aber wie heißt es so schön, an der Börse wird Zukunft gehandelt 😉 und da weiß wohl gerade niemand so genau wie die aussehen wird.

      Jackson Hole wird das Ereignis das über den weiteren Verlauf der Börsen entscheidet! Bis jetzt gehe ich noch von einem positiven Impuls aus, weil die Amerikaner eigentlich keine andere alternative haben, und bis dahin bleibt zu hoffen dass auch von Seiten der europäischen Politik „echte“ Impulse folgen werden. Die Transaktionssteuer halte ich persönlich nicht für das Mittel der Wahl, da die ohnehin schon schwache Börsenkultur hier wieder zusätzlich belastet werden soll. Da gäbe es doch weitaus sinnvollere Ansätze..

      „Ich würde unbürokratisch massenweise Kapital für Kleinstbetriebe und One-Man-Unternehmen bereitstellen, verkrustete Märkte öffnen, Behörden abschaffen, Subventionen streichen und auf Intelligenz und Unternehmertum setzen, statt auf Behörden, Bürokraten, Funktionäre, Lobbyisten und Politiker, die die heutige Arbeitswelt nur noch vom Hörensagen kennen. Gleichzeitig würde ich massiv im staatlichen Bereich einsparen, ein das neue Kirchhoff‘sche Steuersystem einführen, das (Handels-) Recht erneuern, das derzeitige Bankensystem sprengen, d.h ein Trennbankensystem einführen und Bankgeschäfte begrenzt an Nichtbanken freigeben. Ich würde also massiv Systemänderungen vornehmen. Für hochverschuldete europäische Staaten würde ich Exit Klauseln festlegen und Insolvenzgrenzen fest und vom politischen Willensprozess ausgeschlossene Insolvenzen definieren. Für Politiker würde ich Haftungstatbestände einführen. usw.“

      Man muss nur den Markt endlich aus den Fängen der Bürokraten, Politiker und Lobbyisten befreien und den jungen Innovativen den Zugang zum dringend benötigten Kapital geben. Statt es Konzernen, Behörden, Banken und Lobbyisten in den Rachen zu schmeißen und Prachtbauten und Prestigeobjekte hinzustellen. (Norbert Lohrke)

  14. Hari Seldon said:

    Die Schwäche der deutschen Börsen gegenüber den anderen Indizes, insbesondere gegenüber den US Indizes, ist augenfällig. Das geht eigentlich schon seit 2 Wochen so und hat sich auch gestern im Anstieg nicht geändert.

    Das sagt uns, dass die (überwiegend ausländischen) Marktteilnehmer von einem Ende der exportgetriebenen Sonderkonjunktur in D ausgehen und daher die Luft aus diesen Werten lassen. Da eine derartig grundlegende Neupositionierung nie von heute auf morgen geschieht – immerhin haben genau diese Marktteilnehmer dem DAX über mehr als ein Jahr eine deutliche Überperformance beschert – wäre es unklug zu glauben, dass sich diese Sicht schnell wieder ändert.

    Um den Bounce zu spielen, der in den US gerade mustergültig läuft und den S&P wieder bis 1200 gebracht hat, sind also die deutschen Indizes der letzte Platz der Börsenwelt an dem man sein sollte. Denn bei S&P500 1200 müsste der DAX analog schon bei 6300-6500 sein.

    Das ist ein sehr schlechtes Umfeld für Volkswagen und Co. Ich kann das auch in meinem Investmentdepot beobachten – während der DAX aktuell um 2,3% korrigiert, ist dieses Depot in dem ich alle konjunktur-sensiblen Werte seit Wochen konsequent vermeide heute nur 0,6% im Minus. Diese Divergenz ist augenfällig !

    Für das Verhalten des DAX wenn dieser Bounce irgendwann ausläuft sind das schlechte Aussichten – 5000 here we come 😉

    • Lars said:

      Guten Morgen zusammen, mal wieder ein Tag an dem alle offensichtlich wieder durchdrehen 🙂 Wie gestern schon geschrieben glaube ich sowieso nicht mehr so richtig an einen kräftigen Bounce, denn dafür wurde zu viel politisches Geschirr zerschlagen. Dennoch bin ich der Meinung, dass es gerade die vorn Hari angesprochenen Werte sind mit denen man Intraday immer mal wieder schönes Geld verdienen kann bis der Markt sich mal ausgekaspert hat.

      Vielleicht fängt sich der DAX erst bei 5.000 Punkten, oder gar bei 4.200 Punkten, momentan scheint vieles möglich zu sein…ich gehe aber eher von einer Trading Range zwischen 5.500 und 6.300 Punkten aus, die uns wahrscheinlich noch einige Wochen begleiten wird. Automobilwerte sind zwar konjunktur-sensitiv, die deutschen Branchenvertreter dürften aber selbst unter der Annahme eines um 20 Prozent rückläufigen Umsatzes noch sehr günstig bewertet sein, und sind in der Aufwärtsbewegung die besten Outperformer.

      Die Zeiten Geld „anzulegen“ sind erst einmal vorbei denke ich. In diesem Markt kann man nur durch aktives Trading Geld verdienen, oder man bleibt an der Seitenlinie und wartet auf ein klares Signal!

    • Lars said:

      @ Hari, Deine Beobachtungen bezüglich des DAX waren absolut richtig! Seit Tagen kann man beobachten das auch einzelne Werte sich nicht mehr wirklich bewegen, und das auch wenn der DAX deutlich zulegt. Alles keine guten Zeichen, obwohl ich heute Morgen, nach dem starken Anstieg, noch durchaus Hoffnung hatte, das der Knoten bald platzen könnte. Diverse Aktien haben sich bereits wieder unmittelbar in oder vor einem Kaufsignal befunden, was allerdings heute wieder revidiert wurde. Heute Abend stellt sich das Bild also schon wieder ganz anders dar. Für die US Märkte scheint sich nun das tägliche Muster eines starken Anstiegs zu Beginn und eines permanenten Abverkaufs zu etablieren. Natürlich würde dies für die kommenden Tage nicht viel Gutes bedeuten. Auch die teilweise herben Kursverluste bei den Nebenwerten wie Aixtron, Bauer, Dialog, etc. lassen etwas aufhorchen! Mich würde mal Deine Meinung bzw, Interpretation gerade zum heutigen Kursverlauf interessieren…

  15. Ramsi said:

    Mein einziger aber gleichzeitig kapitaler Fehler der letzten Wochen: Wenn ich ausgestoppt werde, draußen bleiben!

    • Lars said:

      Ein schöner Kommentar von Bernd Niquet:
      Und als ich alles über die Krise lese und höre, kommt es mir sehr merkwürdig vor…..Wir hätten eine Eurokrise, lese und höre ich, aber ich sehe nicht, dass der Euro fällt. Wir hätten eine Staatschuldenkrise, besonders in den USA, lese und höre ich, aber ich sehe nicht, dass die Staatspapiere fallen. Ich glaube, wir haben eine Krise des Mundwerks. Wir haben eine Krise im Kopf.

      Ich weiß natürlich, dass die Notenbanken dagegenhalten. Und ich sehe auch, dass das Gold steigt. Doch stehen dahinter tatsächlich die Motive, die man uns immer wieder auftischt? Steht dahinter die Angst vor dem Zusammenbruch? Wir stehen kurz vor dem Zusammenbruch, aber die Staatspapiere rentieren bei nur 0,3 % p.a.? Dass ich nicht lache.

      Ich halte die augenblickliche Krise für gemacht. In ihrem Ausmaß gemacht. Da lässt sich doch trefflich dran verdienen, wenn man die Herde auseinanderreißt und dann die Lämmer reißt. Und wenn dann die spiegelbildliche Blase im Gold platzt, passiert das Gleiche noch einmal. Ich halte die augenblickliche Krise für eine Anpassung an einen temporären Rückgang der Wachstumsraten in der Wirtschaft. Und ich halte sie für eine Psychokrise. Je mehr Geld die Leute haben, umso schlimmer für ihre Psyche. Wir müssen mal wieder etwas ärmer werden, um zu Verstand zu kommen.

      Das alles kann man natürlich immer sagen, ich weiß. Daher habe ich mir selbst die Frage gestellt: Wie sähe denn eine schlimme Krise aus? Wann würde ich an einen möglichen Zusammenbruch denken? Das wäre der Fall, wenn die Staatspapiere heftig fallen würden. Wenn Gold steigt und die Staatspapiere der großen Länder fallen. Und vor allem, wenn in einer Staatsschuldenkrise die Aktien steigen. Wenn die Leute kein Geld und keine Bonds mehr halten wollen und Sachwerte suchen. Dann würde ich Angst bekommen.

      Doch so ist das nur das gleiche Geplänkel, wie ich es bereits mindestens ein Dutzend Mal in meinem Leben erlebt habe. Ich muss je gestehen, je älter ich werde, umso mehr langweilt mich das. Für mich sieht das aus wie Rangeleien von Pubertierenden. Auch da weiß man genau, noch ein, zwei Jahre, und dann ist das vorbei. Natürlich gebe ich jetzt keine einzige Aktie weg.

    • Lars said:

      Ramsi, ehrlich gesagt glaube ich nicht das Du mit der Strategie gerade so falsch liegst. Es sieht so aus, dass die Märkte das Spielchen wohl noch ein paar Wochen so machen könnten, und somit bist Du einer der Glücklichen die den Sommer genießen können, jetzt wo er endlich da ist! 🙂

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