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Den wahren Wert von Aktien berechnen…

Den wahren oder inneren Wert einer Aktie zu definieren ist nicht immer einfach, da viele Faktoren hierbei eine wesentliche Rolle spielen können. Dennoch gibt es ein Tool mit dem man sich zumindest einen ersten Eindruck verschaffen kann, ob das jeweilige Unternehmen aktuell eher günstig oder teuer bewertet ist…

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Warum ETF´s heute zu einer ausgewogenen Anlagestrategie gehören…

ETF´s sind ein nicht mehr ganz so neues, aber immer beliebteres Instrument zum Aufbau mittelfristiger Positionen im Markt. Dennoch ist dieses „Werkzeug“ noch bei vielen Privatanlegern weitestgehend unbekannt, bzw. wird nicht eingesetzt. Dabei bieten ETF´s durchaus einige Vorteile, die man gerade als Kleinanleger zu schätzen wissen sollte. Allem voran wäre da wohl die Möglichkeit zu nennen, mittels Exchange Traded Funds in Branchen oder Märkte zu investieren, ohne dem Risiko des Einzelinvestments ausgeliefert zu sein. Zwar ist die Rendite dann auch nicht so exorbitant, aber das Risiko minimiert sich deutlich, worauf es ja letztlich bei einer längerfristig ausgelegten Strategie ankommt!

Mit einem ETF kann man zudem einzelne Sektoren die gerade „en vogue“ sind hervorragend abbilden, ohne sich wirklich um Fundamentaldaten der einzeln darin vertretenen Unternehmen Gedanken machen zu müssen. Hinzu kommt noch, dass man den Informationsnachteil, den man hier als Kleinanleger hat, umgehen kann. Denn, wenn Sie beispielsweise chinesische Aktien handeln wollen, sollten Sie zum einen fließend Wirtschaftsnachrichten in chinesisch lesen können und zum anderen nachts am Computer sitzen um nichts zu verpassen. Da dies bei den meisten Vertretern unserer Spezies nicht gewünscht oder der Fall ist, überlässt man diese Arbeit gerne einem Fondverwalter, der sich um die wesentlichen Dinge kümmert, während wir selig schlafen.

Branchen-ETFs oder auch Länder-ETFs bieten also einige Vorteile, die man nicht einfach so verschenken sollte. So ist aktuell auch eine Investition in einen der Gold- oder Silber-ETFs möglicherweise die bessere Alternative als in einzelne Goldminen-Aktien zu investieren, deren Bilanz wir nicht im einzelnen Kennen oder deren Bohrergebnisse für ein neues Projekt demnächst veröffentlicht werden… Ich möchte somit die Gelegenheit nutzen um Sie als Investors Inside Leser heute etwas näher an das Thema ETF heranführen und Ihnen etwas die Scheu davor zu nehmen. Hierzu habe ich  ein paar nützliche Informationen zusammengestellt von denen Sie langfristig profitieren werden.

Grundsätzliches über die Funktionsweise von ETFs, bzw. die Chancen und Risiken sowie die wichtigsten Auswahlkriterien des richtigen ETFs finden Sie in verschiedenen ETF-Ratgebern. Hier wird kurz und knapp erklärt worauf es beim Handel mit ETFs ankommt bzw., ob es eventuell auch sinnvoll sein kann in Dachfonds-ETFs zu investieren oder einen ETF Sparplan mit regelmäßigen monatlichen Raten zu starten. Natürlich sollten Sie, wenn Sie sich ernsthaft für das Thema interessieren, auch die allgemeinen Informationen hierzu auf Wikipedia einmal gelesen haben um die wesentlichen Informationen über dieses Instrument zu erhalten.

Wenn Sie sich also entschieden haben in diese neue und durchaus spannende Welt einzutauchen, gibt es dann noch einige praktische Tipps: Die aktuellen Money Flows, sprich Zu- und Abflüsse der ETF Branche können Sie >hier< einsehen, ebenso wie weitere Informationen darüber in welche ETFs genau das Geld fließt, bzw. aus welchen Sektoren gerade eher Kapital abgezogen wird. Eine gute Suchmaske für den passenden ETF finden Sie >hier < und können somit innerhalb kurzer Zeit den richtigen ETF aus dem großen Universum aller Anbieter, Branchen und Länder herausfiltern. Noch besser gefällt mir persönlich aber diese Übersicht auf ETF Database. Dort können die gängigen ETFs schnell und übersichtlich nach verschiedenen Performance-Kriterien gefiltert werden.

Ich hoffe ich habe mit diesem Artikel Ihr Interesse geweckt, denn ETFs sind aus meiner persönlichen Sicht inzwischen ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Anlagestrategie geworden. Lassen Sie also künftig lieber die Finger von Pennystocks oder Einzeltiteln, bei denen Sie keinerlei Kontrolle über die harten Faktoren haben und lassen Sie stattdessen Ihr Kapital stetig aber halbwegs sicherer für sich arbeiten, ohne zwischendurch auf lukrative Trades zu verzichten. Über Anregungen oder Diskussionen zu diesem Thema freue ich mich wie immer hier im Kommentar-Bereich.

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Wie wird man Profitrader, oder… Über den Traum vom schnellen Geld

Sehr geehrter Herr Röhrig,

seit einiger Zeit verfolge ich Ihre Website sowie Ihren Newsletter und muß sagen, Ihre Ausführungen gefallen mir, da Sie meines Erachtens gut recherchiert wurden und von deutlicher Sachkenntnis zeugen.

Heute las ich folgendes Zitat von Ihnen: Ich selber bin seit 20 Jahren an der Börse aktiv und lebe seit nunmehr fast 10 Jahren ausschließlich von den Erträgen aus dieser Tätigkeit, die gleichzeitig immer mein Hobby war – und noch ist.
Meine Motivation ist ganz ähnlich ausgeprägt, daher hat mich dieser Satz besonders angesprochen. Ich selbst beschäftige mich allerdings erst seit ca. 1 Jahr intensiver mit der Börse – der Wunsch dies zu tun ist hingegen schon einige Jahre alt.

Da auch ich zukünftig möglichst von den Erträgen aus dieser Tätigkeit leben will, frage ich mich, ob ich wohl auch 10 Jahre benötige, um dieses Ziel zu erreichen. Vielleicht können Sie hier helfen, indem Sie mir ggfs. Tipps geben können, wie man aus Ihrer Erfahrung heraus das Thema strategisch und sinnvoll angehen sollte. Sicher können Sie sagen, welche Fehler man vermeiden sollte und wie man möglichst effektiv zum Ziel kommen kann.

Ist es z. Bsp. sinnvoll, die unendliche Fachliteratur zu studieren?, sicher sollte man sich mit der Charttechnik befassen, oder?, welche Hilfsmittel gibt es hierzu?, welche Informationsquellen sind sinnvoll und bezahlbar?, gibt es sinnvolle Schulungen zur Thematik etc.? Wieviel Zeit haben Sie bisher investiert?

Jedenfalls würde es mich freuen, wenn Sie mir hierzu einige Gedanken, Tipps ggfs. Empfehlungen weitergeben könnten, die mich weiterführen und möglicherweise die Zeit bis zum Erfolg verkürzen helfen könnten.

Mit bestem Dank im Voraus

Mit freundlichen Grüßen

Thomas K.

 

Hallo Thomas,

Ich beantworte Deinen Brief gerne in der im Internet üblichen „Du“- Form und hoffe das ist in Ordnung…. Zunächst einmal vielen Dank für Deinen Leserbrief, der sicherlich ein paar Fragen enthält, die viele anderen Leser auf Investors Inside auch interessieren. Danke auch für die Anregung hier eine neue Kategorie „Leserbriefe“ einzuführen, der ich gerne nachgekommen bin.

Letztlich ist die (Wunsch-) Vorstellung eines Lebens als Trader für einige Menschen sehr reizvoll, auch wenn ich an mancher Stelle diesen Traum wohl etwas entzaubern muss. Trading ist vor allem harte Arbeit und es ist in der Regel nicht so dass man ein paar Knöpfchen drückt und damit dann immer Geld verdient, geschweige denn schnell reicht wird…!

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DAX – Bounce, seitwärts oder weiter abwärts?

Die Horrorwoche im DAX ist am Freitag noch etwas versöhnlich ausgegangen. Somit bleibt nun etwas Zeit erst einmal durch zu atmen, die Lage neu zu sondieren und sich einen Schlachtplan für die kommenden Wochen zurecht zu legen. Wir auch in der letzten Woche geht es nicht darum Recht zu behalten, sondern viel mehr sich zwei mögliche Szenarien zu überlegen, an denen man sich orientieren kann, um nicht erneut auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Natürlich sind diese ermäßigten Kursniveaus nun äußerst interessant für lang- bis mittelfristig orientierte Anleger, und natürlich stellt sich jeder Investor nun die Frage ob es das schon gewesen ist…Auf der anderen Seite sitzt der Schock bei den meisten Anlegern noch tief, und die Angst erneut Geld zu verlieren ist größer als die Angst etwas verpassen zu können. Dies ist aber aus rein psychologischer Sicht die optimale Voraussetzung für eine Stabilisierung der Märkte!

Letzte Woche schrieb ich Ihnen in unserem Börsen Newsletter: „Im Dow Jones liegt ein mögliches Kursziel nun für die kommende Woche beim gleitenden Durchschnitt auf der Marke von ca. 10.900 Punkten, für den S&P 500 könnte sich dann noch kurzzeitig ein Kursziel unter 1.156 Punkten ergeben, eventuell sogar 1.100 Punkte. Für den Dax würde das in jedem Falle eine weitere Abwärtsbewegung bedeuten die unter die Marke von 6.000 Punkten führen dürfte. Ein mögliches Ziel wäre hier die Unterstützung bei 5.915 Punkten. Letztlich halten wir es nun für durchaus möglich das in den nächsten Wochen auch noch die nächste Marke bei 5.625 getestet werden kann, oder gar das Tief aus dem Februar 2010 bei ca 5.500 Punkten, bevor dann wieder eine neue “echte” Aufwärtsbewegung starten kann.“

Wie wir heute wissen wurde also die massive Unterstützung bei 5.500 Punkten im DAX, ebenso wie die 1.100 Punkte im S&P 500, bereits jetzt sehr schnell und dynamisch getestet. Das Gute daran ist, das sich beide Marken zum einen vorläufig als wichtige Unterstützungen etabliert haben, und dass diese beiden Marken gleich mehrfach getestet worden sind,  sich also somit hier ein Doppelboden ausgebildet hat. Alle weiteren Annahmen sollte man also nun auf dieser Basis treffen.

Auch wenn aufgrund des übertriebenen, und äußerst heftigen Ausverkaufs an den Märkten nun richtig Luft abgelassen wurde, was auch technischer Sicht durchaus gesund ist, bleibt also die Frage ob man nun kurzfristig auf einen Bounce setzen sollte, oder lieber die weitere Entwicklung abwartet. Niemand dürfte momentan eine wirklich fundierte Antwort auf diese Frage parat haben, auch ich nicht! Letztlich muss man sich in solchen Phasen fragen ob die ursprüngliche Strategie, die man vor der Krise hatte, auch gut genug ist um auch in solchen turbulenten Phasen zu bestehen. Die erste und wichtigste Frage dürfte dabei sein: War meine Risikokontrolle, bzw. mein Risikomanagement ausreichend. Meistens beantwortet ein kurzer Blick in das eigene Depot diese Frage sehr schnell und gnadenlos ehrlich!

Die zweite Frage ist die nach der richtigen Auswahl der Depotwerte. Passt dieses Depot noch zur aktuellen Lage unter der Annahme das wir a.) wirklich in eine erneute Rezession schliddern, c.) wir nun für einen längeren Zeitraum in eine Seitwärtsphase übergehen, oder c.) dies alles nur ein kurzer gesunder Rücksetzer war der, ebenso wie nach dem Erdbeben in Japan, schnell wieder gekauft wird. In den kommenden Tagen werden wieder einige konjunkturelle und politische Ereignisse auf dem Markt einwirken, deren Reaktion des Marktes wohl nicht mehr vorher zu sehen ist. Auch vermeintlich positive Ereignisse müssen in solchen Phasen nicht zwingend einen positiven Effekt auf die Kapitalmärkte haben! Solange die Börsen sich also in einer solchen irrationalen Phase befinden ist grundsätzlich alles möglich, auch das vorher Undenkbare!

Denken Sie also bitte immer daran, und bleiben Sie weiterhin vorsichtig!

Ich persönlich gehe momentan (und das schreibe ich ganz bewusst so, weil sich meine Meinung diesbezüglich morgen schon wieder geändert haben kann!) nicht davon aus, dass wir eine starke Erholungsbewegung sehen werden, die uns wieder in den Bereich um die 7.000 Punkte im Dax führen wird. Viel mehr sehe ich nun erst einmal eine Seitwärtsphase auf uns zukommen, in der sich der Deutsche Leitindex, im Kern,  zwischen 5.700 und 6.300 Punkten bewegen wird. Die obere Begrenzung dürfte dabei nun das Fukushima -Tief bei 6.488 Punkten und die untere der besagte Doppelboden bei 5.500 Punkten bilden. In den nächsten Tagen kann es also durchaus sinnvoller sein sich zunächst auf kurzfristige Aktivitäten zu beschränken, und die beschriebene Trading-Range gezielt zu nutzen! Zunächst muss erst einmal die Hürde bei 6.130 Punkten im DAX wieder überwunden werden…

Eine vorsichtig optimistische Grundhaltung dürfte aber eine gute Strategie für die kommenden Wochen sein! Einen Rat möchte ich Ihnen aber gerne noch mit auf den Weg geben. Analysieren Sie bevor Sie sich wieder in den Markt wagen welche Fehler Sie kürzlich gemacht haben, und wo Sie – aus welchen Gründen auch immer – die falschen Entscheidungen getroffen haben. Ziehen Sie Ihre Schlüsse und Konsequenzen daraus, und Sie werden wesentlich besser durch die Turbulenzen der kommenden Wochen und Monate kommen. Treten Sie einmal einen Schritt zurück und beobachten Sie aus einer neutralen Position Ihr eigenes Handeln. Machen Sie auch mal eine Pause wenn Sie momentan nicht investiert sind, beschäftigen Sie sich mit anderen Dingen, und versuchen Sie dann mit neuer Kraft gezielt die Chancen zu nutzen die sich Ihnen durch diese erneute Krise bieten werden!

Achtes Sie dabei insbesondere auf Aktien die sich am Donnerstag und Freitag kräftig erholen konnten sowie Titel die hoffnungslos über verkauft waren, oder es noch sind. Wir hatten in der letzten Woche ja bereits auf diese Situationen beispielsweise bei VW, Porsche, Bauer und Klöckner & Co. in unserem Börsenblog aufmerksam gemacht…Seitdem konnte die Bauer AG Aktie bereits um knapp 25 Prozent zulegen, Klöckner um ca. 20 Prozent, Porsche und VW jeweils knapp 15 Prozent.

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