Dax Prognose – To Sell or not to Sell

Nachdem wir uns in den letzten Tagen und Wochen vor allem um kurzfristige Fragen gekümmert haben, finde ich es an der Zeit das Geschehen der letzten Wochen mal in einen grösseren Zusammenhang einzubetten und damit für einen Ausblick bis 2013 die Frage zu stellen: To Sell or not to Sell !

Wie mittlerweile bekannt sein sollte, halte ich herzlich wenig davon, mich am allgemeinen Wettraten zu beteiligen wie die Zukunft aussieht. Ich weiss es nicht und die anderen die es behaupten auch nicht. Ich halte aber viel davon, die grossen Treiber der Gegenwart anzuschauen und diese mit kaltem Herzen und klarem Verstand zu bewerten bzw fortzuschreiben. Also fangen wir mal an:

Die westliche Welt ist überschuldet. Punkt. Es gibt daraus nur drei Auswege. Weiter Schulden zu machen wird ja wohl hoffentlich niemand als Lösung vorschlagen, denn das endet im ultimativen, unkontrollierten Knall, selbst wenn der Knall noch ein paar Jahre dauert.

  • Sparen, sparen, sparen über Jahrzehnte. Das führt uns zwangsläufig in die Depression und wird die Aktienkurse massiv abstürzen lassen. Demokratien können das gar nicht durchhalten. Unrealistisch.
  • Ein brutaler Währungsschnitt und Neuanfang mit einem neuen weltweiten Währungssystem. Damit ein Abschreiben aller alten Forderungen. Das führt zu Krieg und Wahnsinn und ist politisch unrealistisch. Massiver Absturz an allen Märkten temporär garantiert.
  • Weiter durch die Notenbanken Geld drucken und so die Inflation am Ende anheizen. Über eine dauerhaft hohe Inflation langsam die Schulden abschmelzen.

Von allen Alternativen ist letzte die einzig realistische die nicht in einem Knall endet. Es wurde von den USA auch nach dem zweiten Weltkrieg genau so gemacht um die Kriegsschulden los zu werden. Es soll sich nur niemand einer Illusion hingeben, dass diese Alternative für Geldvermögen viel besser wäre als die davor – es dauert nur länger und deshalb ist der Schmerz subjektiv nicht so hoch. Für die Börsen heisst das aber auch schlechte Zeiten was den echten Firmenwert angeht, nominell werden die Index-Zahlen aber neue Höchststände erklimmen, nur das die Zahl nichts mehr wert ist. Deswegen ist es bei der Betrachtung der Indizes so wichtig die Inflation einzubeziehen, wie wir weiter unten sehen werden. Wichtig für die Börsen ist also, dass uns Staatsschuldenkrisen in jedem Fall begleiten werden, egal was passiert. Es gibt keinen Weg das Problem mit einem Fingerschnippen zu lösen. So gerne wie da auch mal ein Ende sehen würden.

Des Euros Problem ist auch kurzfristig nicht lösbar. Durch die politische Struktur, verbunden mit dem politische Willen den Laden zusammen zu halten, sind alle klaren und sauberen Schnitte nahezu ausgeschlossen, weil politisch nicht durchsetzbar. Nur Deutschland könnte das Spiel einfach mit einem Knall beenden. Die politischen Mehrheiten dafür sind aber weder heute noch zur nächsten Wahl sichtbar. Wir werden uns also von Jahr zu Jahr voran mogeln, so wie Europa das schon immer konnte. Aber Ende kann ich mir sogar vorstellen, dass der Euro irgendwie überleben wird und wir am Ende des Prozesses vielleicht in 10 Jahren in Europa wesentlich besser integriert sein werden. Aber der Prozess dahin wird quälend und schmerzhaft. Und wir werden bis dahin wahrscheinlich noch südländischer geworden sein und eher Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Emerging Markets verlieren. Wer auf ein kurzfristiges Ende der Probleme im europäischen Finanzsystem hofft, der hofft nur. Natürlich wird es auch immer wieder Phasen geben, in denen die Probleme in den Hintergrund treten und man denken könnte alles sei in Ordnung. Aber sie werden wiederkommen, weil sie strukturell sind. Und die Börsen werden deswegen wild hin und her schwingen.

In den Emerging Markets bewegen sich 1-2 Milliarden Menschen von Armut in bürgerlichen Wohlstand mit allen Folgen. Dieser Treiber ist gewaltig und dieser Prozess wird die nächsten Jahrzehnte andauern. Es wird gewaltige Brüche geben, Revolutionen, Aufstände und Abstürze der Börsen und die EMs werden noch lange nicht die westliche Wirtschaftskraft ersetzen können und die Welt alleine tragen. Aber dieser Wohlstandsgewinn ist so gewaltig, dass er egal in welchem Szenario oben gespielt wird, den totalen Absturz der Welt in eine dauerhafte Depression verhindern wird.

Es wird weiterhin jedes Jahr mehrere Ereignisse geben die massive Umwälzungen bedeuten. Ereignisse die wir heute nicht kennen und uns auch nicht vorstellen können. Fukujima war da nur ein kleines Beispiel. Solche Überraschungen sorgen fast immer zunächst für Kursabstürze, zumindest in bestimmten Branchen.

Man könnte jeden dieser Punkte natürlich viel  tiefer analysieren und es gibt noch weitere Faktoren die ich nicht erwähne. Der Rahmen eines solchen Blogeintrages lässt nur ein oberflächliches Bild zu. Ich will auch nochmal betonen, dass ich hier nicht die Zukunft vorhersage, es kann ganz anders kommen ! Ich versuche uns nur mit kaltem Verstand in Erinnerung zu rufen, was uns die Gegenwart klar und deutlich sagt. Und das ist das Einzige was wir greifbar haben und deshalb sollten wir das bei unseren Anlageentscheidungen sehr ernst nehmen. Und das sagt:

Raues Wasser voraus ! Es wird in der nahen Zukunft mit höchster Wahrscheinlichkeit keine Zeit der „Ruhe“ geben, wo über Jahre Kurse einfach steigen wie sie das in 90ern – dem letzten grossen Bullenmarkt – getan haben. Alles was uns jetzt ängstigt, wird auch noch in einem Jahr da sein. Und deshalb ist die Chance dass die Kurse auch noch tiefer fallen sehr, sehr hoch ! Blinde Hoffnung ist kein Ratgeber an den Märkten.

Nachdem wir nun im ersten Teil die fundamentalen Treiber betrachtet haben, lassen wir doch mal einfach im zweiten Teil den Chart des DAX sprechen. Hier habe ich den DAX seit 1998 abgebildet. 1998 habe ich aus drei Gründen gewählt:

  1. Weil man irgendwann anfangen muss …
  2. Weil mit der Abschaffung des Trennbankensystem in den US 1999 durch Bill Clinton ein völlig neues Börsenumfeld geschaffen wurde, dass durch wesentlich höhere Volatilität geprägt ist und man deshalb die Zeit davor nur begrenzt vergleichen kann
  3. Weil mit einem DAX von ca. 4000 in 1998 der DAX auf ungefähr der Hälfte des Weges zwischen den späteren Höchstständen und Null lag, eine sinnvolle Startreferenz also.

Natürlich ist der Start willkürlich und man kann jedes andere Jahr nehmen, was die folgenden Ergebnisse leicht verändern wird. Auf dem Chart geht es auch nicht um exakte Werte, sondern um ein paar Kernaussagen die einem ins Auge springen. Insofern ist 1998 gut genug.

 

Die rote waagerecht Linie ist das heutige DAX Niveau. Die schwarze ansteigende Linie muss ich erklären. Da der DAX ein Performance Index ist, fliessen die ausgeschütteten Dividenden auch in sein Ergebnis ein. Wenn man den ganzen Zeitraum von 1998 bis heute theoretisch voll investiert war, spiegelt der DAX mit seiner Zahl dann ganz fair das Ergebnis wieder, dass den theoretischen Wert eines solchen DAX Depots ausmachen würde. Wenn man aber wie wir vergleichen will ob der Firmenwert der DAX Firmen wirklich gestiegen ist – sprich was man für DAX 5300 heute im Vergleich zum DAX 4000 1998 bekommt wenn man ihn kauft – dann muss man diese Dividenden diskontieren. Ebenso diskontieren muss man natürlich die Inflation. Denn wenn sich der Geldwert der hinter der DAX Zahl steht halbiert, dann müsste der  DAX nominell doppelt so hoch stehen, um letztlich den gleichen realen Firmenwert abzubilden.

Diese schwarze Linie nimmt diese Diskontierung vor ! Die schwarze Linie ist nichts weiter als eine jährliche Steigung von 3% seit 1998. 3% entstehen aus der mittleren Dividendenrendite von ca. 2 % plus der mittleren Inflationsrate von ca. 2%, abzüglich eines Sicherheitsabschlagen, damit das Ergebnis nicht so schrecklich aussieht – es ist so schon furchtbar genug. Also lassen wir die Steigung bei mässigen 3%.

Man sieht nun sofort, dass unsere 5300 von heute in Wirklichkeit weniger Wert sind, als die 4000 von 1998. Sprich wenn man heute den Firmenwert des DAX betrachtet, liegt er real unter dem von 1998. Auch hier bitte ich auf den Einwurf verzichten, dass ja auch dieser Vergleich eine unzulässige Vereinfachung ist, da sich der Zahlenwert des DAX ja nicht als einfache Addition der Kurse ergibt, sondern erstens unterschiedliche Gewichtungen einfliessen und zweitens Firmen ja auch ausgetauscht wurden – nicht immer zum bestmöglichen Zeitpunkt für den DAX. Dieser Einwurf stimmt völlig, es gibt defacto keinen 100% fairen Vergleichswert zwischen 1998 und 2011, ich versuche hier eine Annäherung, die aber in meinen Augen fair genug ist um einen wichtigen Punkt zu machen. In Wirklichkeit muss man um den DAX richtig zu betrachten also eigentlich den Kopf schief legen, damit die ansteigende Diskontierungslinie waagerecht wird.

Weiter unten sieht man das MACD Histogramm, dass auf Monatssicht immer saubere und profitable Ein- und Ausstiegssignale gegeben hat, genau dann wenn das Histogramm die Nulllinie schneidet. Schauen Sie auf das Ausstiegssignal Anfang 2008 oder das Einstiegssignal Mitte 2009. Dieser MACD hat gerade ein deutliches Ausstiegssignal gegeben, dem in der Vergangenheit auf Monate wenn nicht Jahre vertraut werden konnte.

Zu guter Letzt habe ich auf der rechten Seite einen möglichen Kursverlauf eingezeichnet. Ich sage damit keineswegs, dass ich weiss das das so kommt, ich habe einfach nur einen Kursverlauf eingezeichnet, der den Verläufen der letzten beiden Baisse Phasen mehr oder weniger entspricht und insofern alles andere als unwahrscheinlich ist.

Nach dieser ellenlangen Erklärung kann man nun sehr schnell einige sehr verstörende Fakten erkennen, die aber in meinen Augen schlicht nur die Akzeptanz der derzeitigen Realität sind, vor der man besser nicht die Augen verschliessen sollte.

  1. Wir sind seit 2000 in einem nun 10 Jahre andauernden säkularen Bärenmarkt. Die Rallies nach oben werden eher schwächer und erreichen 2007 und 2011 jeweils niedrigere Höchststände. Die reinen Zahlen gaukeln einen Wertgewinn vor, der so gar nicht vorhanden war. Selbst wenn man die Dividenden mitrechnet, was wie gesagt bei voller Investition über den gesamten Zeitraum fair ist, würde die reine Inflation von 2% letztlich die gleiche Aussage produzieren.
  2. Die unglaubliche Dynamik des jetzigen Absturzes – die stärkste und schnellste Bewegung aller bisherigen Baissen auf diesem Chart – impliziert nach historischen Mustern noch weit tiefere Kurs vor uns. Ein sofortiges V-förmiges Drehen von hier wäre ein „diesmal ist es anders“ Szenario. Und wir wissen hoffentlich alle wie gefährlich der Satz „diesmal ist es anders“ an der Börse ist.
  3. Der MACD hat auf Monatsbasis über den gesamten Zeitraum zuverlässige Signale gegeben, denen blind zu folgen ausserordentlich profitabel gewesen wäre. Und diesmal soll es bei dem frischen Sell-Signal anders sein ?
  4. Wenn man die vergangene Kursverläufe solcher Abstürze auf die heutige Situation überträgt bedeutet das, dass wir das Niveau von diesem Sommer nicht vor 2013 wieder erreichen können. Und diesmal ist alles anders ?

Soweit ein Kurzdurchlauf durch die harten Realitäten des Herbstes 2011. Wir haben also all die fundamentalen Faktoren betrachtet, die kurz- und mittelfristig nichts Gutes verheissen. Und der Chart des DAX spricht auf Monatssicht eine deutliche Sprache.

Was ist also das rationale Fazit für eine mittelfristige Perspektive:

TO SELL !

Kurzfristig sind natürlich mal eben 5% nach oben alles andere als unwahrscheinlich, hier betrachte ich aber das grössere Bild bis 2013.

Wie ich schon sagte, kann man in so einem Beitrag nur an der Oberfläche bleiben und man kann (und muss) vieles auch differenzierter sehen. Die Kernaussage ist aber denke ich deutlich. Jede Rally sollte wohl verkauft werden, weil noch tiefere Kurse vor uns liegen. Es kann wie immer alles anders werden, aber eine schnelle Erholung und grünes Land vor uns ist das deutlich unwahrscheinlichere Szenario, wenn man rational und mit kaltem Herzen nachdenkt. Hoffnung war an der Börse noch nie ein guter Ratgeber.

Nichts desto trotz wird man an den Rallys im Bärenmarkt auch gut verdienen können. Aber wir haben mit hoher Wahrscheinlichkeit einen neuen Abschnitt im säkularen Bärenmarkt der schon 10 Jahre andauert  !

Bevor Sie jetzt panisch alle Aktien verkaufen sei auch daran erinnert, dass wir ja die anderen Anlageklassen nicht betrachtet haben und irgendwo muss Ihr Geld ja hin. Denn bei realistischer Betrachtung ist im Herbst 2011 nichts mehr sicher, ausser Gold und Acker bzw Wald – aber das auch nur zu Preisen von vor ein paar Jahren. Bargeld ist schon gar nicht sicher. Insofern führt auch im Herbst 2011 und trotz der Analyse oben kein Weg an Cashflow starken Aktien mit stabilem Geschäftsmodell vorbei ! Ich will Sie mit diesem Beitrag auch deshalb nicht aus Aktien vertreiben, sondern nur klarmachen wo wir wirklich stehen. Eher an einer Klippe als im Boden eines Tales. Aber wenn ich die Alternative habe mit Papier in der Hand über die Klippe zu springen, oder mit einer Hand am Seil eines grossen Jumbos (Weltkonzerns), dann wähle ich das Seil. Am liebsten würde ich aber gar nicht springen, nur diese Möglichkeit ist uns wohl vom Schicksal nicht gegeben.

Tut mir wirklich leid, dass ich keine bessere Nachrichten habe. Ich wünschte mir auch eine bessere Welt.

Ich wünsche trotzdem einen schönen Sonntag.

PS: Und wer jetzt denkt derart negative Erwartungen seien ein Kontraindikator, der irrt. Denn die Meisten im Markt hoffen gerade, dass das Tal schon erreicht ist. Testen Sie sich selber, was hoffen Sie ?

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9 Comments

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  3. deathproof said:

    Klar, Hari, war nur Scherz 😉
    Aber die normalen Menschen finden Bausparen und Lebensversicherung als die sicher Anlageform. Aber das ist mir zuwenig, von Verzinsung (negative) her 😉
    Ich bin aufjedenfall breit gestreut (unter anderem auch Altria wegen bevorstehenden DivAusschüttung). Aber gut, jetzt lese ich grad neue Infos von dir von verschiedenen Anlagenformen (Anleihen, Minen usw.) und dass muss ich auch mal erst einstudieren. Nestle, Johnson, PhilipConoco, usw. finde ich recht gut und sehr stabil.
    Immer wieder ein Genuß deine Artikeln zu lesen. Volle Hochachtung von mir 😉

  4. Hari Seldon said:

    @ Deathproof, (lach) Du weisst aber sicher schon, Dass Du beim Bausparen eine Schuldverschreibung gegen ein Kreditinstitut erwirbst, die das Kreditinstitut dann hoffentlich in ferner Zukunft zurückzahlen kann, oder ? Noch dazu in Euro notiert und lächerlich gering verzinst. Kapitalverlust also fast sicher garantiert.

    Bevor ich „Bauspare“ packe ich mein Geld aber immer noch 100mal lieber in Nestle, Johnson&Johnson, Procter&Gamble, Sanofi Aventis etc etc. Selbst wenn der Markt noch einmal 20% abfällt ist da mein Geld sicherer 😉

    Ich weiss dass Dir das persönlich klar ist, ich sage das trotzdem hier noch einmal deutlich, damit niemand nach meinem Artikel auf falsche Gedanken kommt. Ich will in dem Artikel klarmachen, dass die Hoffnung auf „wir haben den Tiefpunkt erreicht“ wahrscheinlich deutlich verfrüht ist. Trotzdem gehören gute, cashflow-starke Aktien neben Gold, Silber (gerade auch Gold/Silber Aktien !) und ausgewählten Staatsanleihen aus Emerging Marktes und Rohstoffländern in ein Depot, dass einem dann wenigstens die Chance gibt die Einschläge der nächsten Monate halbwegs zu überleben. Das Seil vom Jumbo eben. Beim Bausparen und allem was langlaufende Schuldverschreibungen an Finanzinstute oder verschuldete Staaten sind, ist der Kapitalverlust dagegen in meinen Augen fast garantiert.

    Meine ganz persönliche „Krisen-Allokation“ für ein Investment Depot sieht im Moment (Stand 29.08.11) so aus:

    20% Gold und Silber, derzeit vor allem Minen und nicht das Metall direkt
    10% Andere Rohstoffaktien, vor allem Agrarsektor
    10% Anleihen aus Emerging Markets und Rohstoffländern – sobald möglich Erhöhung der Position um Renminbi-Anleihen
    20% Internationale, Cashflow-starke Aktien
    10% Taktische Aktien um kurzfristig eine kleine Rally im September zu reiten, Typus extrem überverkauft wie Klöckner et al. Diese Position wird aber beim kleinsten Anzeichen von erneuter Schwäche sofort zu Cash gemacht.
    30% Cash um taktisch flexibel zu bleiben.

  5. Nikolas said:

    Vielen Dank, Hari!
    Es bleibt auf jeden Fall spannend, oh Mann. 🙂

  6. leaduser said:

    Mit Abstand der beste Artikel zur Einordnung des aktuellen Börsengeschehens.
    DANKE!

  7. Deathproof said:

    Dein Artikel scheint für die Zukunft recht bedrohlich zu sein. Also ist bald Bausparen wieder In. 😉 Ne Spaß beiseite, Danke für die recht extremst gute Info, worauf man sich für die Zukunft aufpassen und vorbereitet sein muss. Den die Börse ist ein Mysterium von vielen Wahrscheinlichkeiten. Nur weiter so im sehr lesenswerten Blog. Respekt an Lars und natürlich auch an Hari für seine neuen Sichtweise an Börsengeschehen und weiteren Personen, die tolle Infos liefern (unter anderem Thomas für seine Sichtweise an Edelmetalle 😉 )
    Liebe Grüße deathproof

  8. Hari Seldon said:

    Danke Nikolas, aber wie ich hoffte oben schon geschrieben zu haben ist die Kurve definitiv KEINE Voraussage der nächsten Monate von mir, sondern ich will nur klarmachen, wie ein Verlauf aussehen würde, der sich an den Mustern der anderen Abstürze orientiert. Genau deshalb ist dieses Gedankenspiel wichtig, weil so ein Verlauf durchaus wahrscheinlich wäre. Vergiss also die konkreten Zahlen der Kurve bitte, es geht um den prinzipiellen Verlauf.

    Wenn Du mich nach meiner kurzfristigen Erwartung von Heute Sonntag 19:10 Uhr befragst, halte ich es durchaus für möglich (möglich heisst vielleicht 30-50% Wahrscheinlichkeit) dass wir im September im S&P500 noch 1250 und im DAX noch 6300 sehen. Auch möglich, aber imho wesentlich weniger wahrscheinlicher, wären im September S&P500 1300 und DAX die oberen 6000er die Du erwähnst.

    Die Wahrscheinlichkeit das wir aber schon im September weiter runter gehen ist nun auch nicht viel geringer.

    Fazit: Aufgrund der Datenlage gibt es kurzfristig für mich NICHTS, was einem eine bestimmte Marktrichtung fü die nächsten Tage mit hoher Wahrscheinlichkeit aufdrängt ! Das heisst ja nicht, dass keine Bewegung kommt sondern nur, dass man im Moment keine Tendenz erkennen kann und damit auch keine zuverlässige Grundlage für kurzfristige Trades hat. Raten kann man natürlich immer, aber mit Raten verdient man dauerhaft kein Geld. Wenn man mich zwingen würde mich heute festzulegen, also zu raten, würde ich im September auch eher von etwas Stärke ausgehen, die dann im Oktober dreht. Das ist aber nur Bauchgefühl und hat keine Relevanz. Meine Kernaussage des Beitrags oben ist nicht kurz- sondern mittelfristig und lautet: Tendenz Abwärts !

  9. Nikolas said:

    Hallo Hari,

    ich habe mit großem Interesse deinen Artikel gelesen.
    Laut deines Charts gehst du im Dax kurzfristig von einer Abwärtsbewegung (September) auf 5150 Punkten aus, welche im Anschluss bis zum Jahresende auf 6000 Punkte konsolidiert, nachdem dann ein halbes Jahr fallende Kurse bis auf 4200 Punkte folgen werden. Bevor es sozusagen zu einer wirklichen Bodenbildung kommt.

    Mir ist vollkommen klar, dass man keine Entwicklung an der Börse voraussagen kann und dies nur eine ungefähre Einschätzung von dir ist.

    Jedoch könnte ich mir derzeit auch vorstellen, dass der Dax bis zum Jahresende in die oberen 6000er steigt, bevor es dann so richtig abwärts geht. Ab Montag wissen wir natürlich mehr, jedoch die Hoffnung auf weitere Maßnahmen der Fed könnten den Dax ja auch nochmal antreiben. Zumal ich glaube, dass die bevorstehenden Konjunkturdaten gar nicht so schlecht sein werden. Wenn das Handelsblatt schon von einer langen Abwärtsbewegung spricht, werde ich ehrlich gesagt etwas skeptisch.

    Mich würde interessieren wie du den Daxverlauf bis zum Jahresende – sprich in den kommenden 4 Monaten – einschätzt?

    Ich bin sehr beeindruckt von Lars und deiner Arbeit.

    Alles Gute,

    Nikolas.

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