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Die FED bekommt kalte Füsse… Gold haussiert

So sieht sie aus, die neue/alte  Realität an den Märkten…Die FED bekommt offenbar kalte Füsse und traute sich auch gestern nicht, die  (wahrscheinlich schon vom Markt eingepreiste) Reduktion der Anleihekäufe um ca. 10 Milliarden US Dollar monatlich, bekannt zu geben. Man wolle zunächst die weitere wirtschaftliche Entwicklung abwarten, hieß es… Nunja, es dürfte wohl eher so sein, dass sich die FED-Verantwortlichen inzwischen ernsthafte Sorgen über die Zinsentwicklung machen, die das zarte Pflänzchen der Erholung in den USA schnell wieder verblühen lassen könnte. Damit geht das monetäre Experiment der US Notenbank nun mit Vollgas in sein fünftes Jahr – weiterhin mit unbekanntem Ausgang, versteht sich!

Gestern wurde aus meiner persönlichen Sicht eine große Chance verpasst, diesem künstlich unter Drogen gesetzten Markt eine neue Richtung zu geben. Entzug light sozusagen, mit überschaubaren Nebenwirkungen, wäre doch zumindest mal ein Versuch gewesen um die expansive Geldpolitik nicht künftig, im Falle das weitere Störfaktoren oder Krisen auftauchen sollten, noch mehr ausufern zu lassen. Erstmals seit langer Zeit hätte ein Test dieser Strategie wohl erfolgreich verlaufen können. Der Markt war darauf vorbereitet und hätte wahrscheinlich sogar positiv darauf reagiert. Leider wurde diese Chance nun verpasst.

Ich halte den gestrigen Tag somit für einen sehr bedeutenden und letztlich negativen Tag für die weitere Entwicklung der Börsen und sehe das Ergebnis der FED Sitzung keinesfalls positiv, wie andere. Auch wenn die Märkte kurzzeitig weiter beflügelt werden konnten, zeigt diese Stillhaltetaktik doch auch deutlich die prekäre Lage in denen sich die USA befinden. Die nächste Chance auf das sogenannte „Tapering“, und damit ein wenig mehr Vernunft und Verantwortung der Geldpolitik, besteht nun erst wieder im Dezember, kurz vor der Auswechslung des FED Vorsitzenden Ben Bernanke durch irgendwen.

Bleiben Sie deshalb kurzfristig eher vorsichtig, denn diese Meinung dass es sich bei der gestrigen Fed Sitzung um einen Phyrrus-Sieg handelt, scheint sich nach der anfänglichen Euphorie nun allmählich auch bei einigen anderen Marktteilnehmern durchzusetzen…! Damit wird aus meiner persönlichen Sicht die Variante, die von den wenigsten Marktteilnehmern im Vorfeld der gestrigen Sitzung erwartet wurde, nun durchaus auch wahrscheinlich:

Kein Tapering und der Markt fällt (mit etwas Verzögerung..) trotzdem!

In diesem Sinne freue ich mich auf die kommenden und spannenden Handelstage und wünsche Ihnen die richtigen Entscheidungen. Der große Gewinner dieser FED-Entscheidung waren gestern die Edelmetalle Gold und Silber , ebenso wie natürlich die Minenaktien. Wie ich Ihnen ja im letzten Investors Inside Newsletter am Wochenende und auch > hier < geschrieben habe, standen die Chancen auf eine deutliche Trendwende hier nicht schlecht..!

Wenn gute Zahlen eigentlich schlechte Zahlen sind…

Der US Privatsektor hat im Juli mehr neue Stellen geschaffen als angenommen. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Beschäftigten um 163.000 Stellen angewachsen und lag damit deutlich über den Marktschätzungen von 120.000 neu geschaffenen Stellen. Damit sind die Vorgaben für den Arbeitsmarktbericht am Freitag gar nicht mal so schlecht. Auch die sonstigen US Indikatoren haben sich in den letzten Wochen weiter aufgehellt. Insbesondere vom zuvor angeschlagenen US Häusermarkt gibt es immer weitere Signale dafür dass die Talsohle nun endlich durchschritten wurde. Der Leidensdruck der US Wirtschaft ist nicht mehr ganz so hoch wie noch vor ein paar Wochen. Somit sinkt auch nach Auffassung der meisten Marktteilnehmer die Wahrscheinlichkeit dafür das Ben Bernanke heute Abend tatsächlich ein weiters Liquiditätsprogramm  a la QE3 ausrufen wird.

Nachdem zuvor die Aktienkurse aber in freudiger Erwartung dieses Ereignisses bereits deutlich gestiegen sind droht nun aus Sicht vieler Marktbeobachter kurzfristig deutliches Enttäuschungspotenzial für die Aktienmärkte. Die weit verbreitete Meinung ist, dass Bernanke sich diesen letzten und entscheidenden Schritt noch etwas aufheben dürfte. Denn insbesondere wenn sich die Euro-Krise weiter zuspitzt und  die Unternehmensdaten im dritten Quartal weiter verschlechtern sollten, könnte eine neue Geldspritze sinnvoller sein als heute. Man darf also durchaus gespannt sein was heute Abend passieren wird…

Nicht nur die  Lage sondern auch die Stimmung in Europa scheint sich hingegen weiter zu verschlechtern. Für das dritte Quartal erwartet die Industrie sowohl in Deutschland als auch für Gesamteuropa nicht allzu viel Gutes. Der Einkaufsmanager Index für die Euro Zone ist im Juli erneut gesunken und notiert somit inzwischen auf einem Drei-Jahres-Tief. Die weitere spannende Frage ist nun also ob die EZB am Donnerstag halten wird was Mario Draghi so vollmundig versprochen hat. Wenn nicht dürften die Risikoaufschläge für spanische und italienische Anleihen wieder schneller am oberen Rand der Spanne notieren als den Ländern lieb sein kann, und die Aktienmärkte ebenfalls deutlich korrigieren.

Einen weiteren Faktor scheint der Markt aber in meinen Augen völlig verdrängt zu haben. Das Ringen um die Reformen in Griechenland und den Verbleib des Landes in der Eurozone geht offenbar in die entscheidende Phase. Die Anzeichen für einen baldigen Austritt Griechenlands verdichten sich immer mehr. Auch wenn die meisten Marktteilnehmer davon ausgehen dass dieses Ereignis schon lange in den aktuellen Preisen enthalten sein sollte, wäre es wohl geradezu fahrlässig sich darauf zu verlassen dass ein solches Ereignis völlig ohne Folgen bleiben kann. Auch das könnte nach meiner Ansicht ein mögliches Szenario sein für das sowohl die EZB als auch die FED ihr Pulver noch etwas trocken halten, ebenso wie das mögliche Scheitern des ESM in Karlsruhe am 12. September. Denn nur durch eine entsprechende konzertierte Aktion der Notenbanken wäre ein kurzfristiger Crash dann in beiden Fällen wohl noch aufzuhalten.

Welches Szenario Mario Draghi also gemeint haben könnte als er sagte die EZB werde alles tun…bleibt für mich aus diesem Blickwinkel erst einmal unklar. Ich gehe davon aus dass die FED heute nicht das gewünschte QE3 Programm liefern wird. Viel mehr wird Bernanke mit einer kleineren Maßnahme versuchen den Markt nicht völlig zu enttäuschen, bzw. bei Laune zu halten. Das kann beispielsweise eine Verlängerung der Nullzins Politik um ein Jahr sein. Und natürlich werden seine Aussagen zum weiteren Vorgehen wieder einmal in die Waagschale geschmissen und somit ganz entscheidend für die Reaktion des Marktes sein. Da Bernanke sich der Tragweite seiner Worte sehr wohl bewusst ist, rechne ich somit aber auch nicht mit einem Absturz im Anschluss auf die FED Sitzung. Mal sehen ob ich recht behalten werde… In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen erfolgreichen Börsentag und werde mich jetzt den schönen Dingen des Lebens widmen, bis der Markt sich für eine Richtung entschieden hat…

Ben Bernanke spielt den Kennedy Twist…

Ben Bernanke hat sich kurzfristig für eine Instrument entscheiden das wir bereits aus den 60ger Jahren unter Kennedy kennen, um die Märkte zu beruhigen. Damit fällt das Mittel der Wahl eher schwach aus, und enttäuscht den Markt. Bereits beim ersten Versuch vor knapp 50 Jahren hatte der „Twist“ nur einen kurzzeitigen Erfolg. Bei dem als „Twist“ bekannt gewordenen Programm kauft die FED nun kurzfristig langlaufende Anleihen mit einer Laufzeit von 6 bis 30 Jahren, und verkauft gleichzeitig kurzlaufende Anleihen mit einer Laufzeit bis zu 3 Jahren. Dadurch soll sich der Zinssatz bei den Staatsanleihen langfristig positiv auswirken. Das Volumen des Ankaufprogramms wurde mit 400 Mrd. US-Dollar angegeben.

Den Zinssatz für den Leitzins ließ die FED unverändert, was vom Markt auch so erwartet worden war. Die Märkte quittierten die Nachricht heute zunächst mit einem Kursrutsch um ein knappes Prozent. Man darf also gespannt sein wie die US Börsen heute aus dem Rennen gehen werden. Letztlich war der Twist ein probates Mittel der FED um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren, und dem Markt zu vermitteln dass es noch nicht an der Zeit ist das letzte Pulver zu verschießen…Sprich, das Signal Bernankes soll sein, dass die aktuelle Situation noch nicht so schlimm ist, und keine stärkeren Mittel erfordert. Mal sehen ob das reicht…!

Weitere Turbulenzen im Dax und S&P zu erwarten – Krisenschutz mit den richtigen Aktien

Aus unserem letzten  Börsenbrief: Mit der erneuten Schwäche des US Marktes am Freitag wurden alle Kaufsignale wieder negiert. Insbesondere bei einigen BlueChips hat sich dieser letzte Handelstag der Woche extrem negativ ausgewirkt. Aus kurz zuvor generierten Kaufsignalen wurden umgehend wieder Verkaufssignale.  Somit befinden wir uns nun erneut wieder im charttechnischen Nirwana ohne klare Richtung, allerdings nun wieder mit deutlich negativer Tendenz. Die alte Tradingrange im S&P  zwischen 1100 – 1185 im S&P500 ist nun wieder aktiv, und es ist davon auszugehen, dass die technische Gegenbewegung in den USA bereits zu Ende sein könnte. Für den DAX heißt dies, nachdem der Index von der Erholung nahezu gar nicht profitieren konnte, dass hier nun weiteres deutliches Abwärtspotenzial besteht. Man sollte nicht verwundert sein, wenn das deutsche Börsenbarometer noch in diesem Jahr die 5.000 Punkte Marke deutlich unterschreitet.

Natürlich sind auch zwischenzeitliche Erholungen jederzeit möglich. Die Marktteilnehmer warten weiterhin gespannt auf das nächste Treffen der FED am 20. und 21. September. Nach den zuletzt katastrophalen Arbeitsmarktdaten, und einem historisch niedrigem Verbrauchervertrauen gehen nicht wenige Marktbeobachter davon aus, dass Ben Bernanke nun fast schon gezwungen sein könnte demnächst wieder die große Gelddruckmaschine an zuschmeißen. Das US Konsumentenvertrauen befindet sich inzwischen auf dem Tiefpunkt der letzten 25 Jahre und somit noch deutlich unter dem Niveau der Lehmann Pleite. Die FED könnte also mit einem QE3 Programm oder ähnlichem kurzfristig für Linderung sorgen. Langfristig wird aber auch diese Maßnahme das eigentliche Problem nicht lösen können, wie wir alle bereits wissen.

Ich persönlich bin noch nicht ganz davon überzeugt das wir in der kommenden FED-Sitzung etwas wirklich Konkretes hören werden. Viel mehr wird der FED Chef einmal mehr versuchen mit irgendwelchen Floskeln weiterhin Zeit zu gewinnen, und die Hoffnungen aufrecht zu halten. Wie auch die letzten Male könnte Ben Bernanke versuchen alles Weitere so zu verkaufen dass es vom Markt positiv aufgenommen wird. Ob dies allerdings erneut gelingen kann ist fraglich, auch wenn der Amerikaner darin offensichtlich deutlich geschickter ist als europäische Politiker. Bernanke sprach von weiteren Konjunktur stützenden Instrumenten, diese wird er nun zumindest konkretisieren müssen. Liefert die FED auch dieses mal nichts handfestes dürfte sich das sehr negativ auf die Märkte auswirken, und könnte einen weiteren Abwärtsschub auslösen.

Auch die Rede von Barack Obama am kommenden Donnerstag dürfte ein Ereignis sein auf das der Markt kurzfristig wetten könnte. Obama will den US Arbeitsmarkt reformieren und bis zu einer Million neue Arbeitsplätze schaffen. Die Rede wird mit Spannung erwartet, allerdings muss der US Präsident wohl schon ein ganz besonderes weißes Kaninchen aus dem Zylinder zaubern, da die Republikaner mit hoher Wahrscheinlichkeit versuchen werden diesen Plan massiv zu torpedieren. Wie wir in den letzten Wochen gesehen haben reicht Obama keine gute Idee mehr um etwas zu bewegen, nachdem die Mehrheit im Parlament verloren ging. Ebenso wie Europa muss sich die USA aus dem politischen Stillstand befreien und das Machtgerangel auf Kosten der Allgemeinheit beenden. Erst dann können Reformen auch sinnvoll umgesetzt werden, und wieder positive Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben!

Insgesamt bleibt die Stimmung am deutschen Aktienmarkt weiterhin sehr nervös. Morgen wird bedingt durch den Labour Day, ein Tag ohne Handel an den US Börsen sein. Somit wird es interessant sein zu sehen, wie sich der DAX ohne die Amerikaner, und nach wirklich schlechten Vorgaben, schlagen wird. Ich gehe davon aus das die Unterstützung bei 5.400 Punkten oder gar 5.350 Punkten noch einmal getestet wird. Der weitere Weg des Deutschen Leitindex ist somit sehr ungewiss. In jedem Fall dürfte der September 2011 ein bedeutender Monat werden. Die unglückliche Debatte um die Verabschiedung des zweiten Rettungspakets im Bundestag, die weitere Diskussion über die Lösung der Euro-Krise, und die offensichtliche Uneinigkeit der Regierungen im Euroraum, sowie das Notenbanktreffen der Fed und die Rede Obamas werden die Masse der Anleger weiterhin abwartend agieren lassen. Seit dem Wahlergebnis in Mecklenburg Vorpommern gestern ist auch ganz offensichtlich klar geworden was das deutsche Volk von der Handlungsunfähigkeit der aktuellen Regierung hält…

Ebenfalls mit weiterhin deutlichen Bewegungen muss man wohl am Devisenmarkt rechnen. Der Euro zeigte zuletzt deutliche Schwäche, was anhand der politischen Verwerfungen auch nicht weiter verwunderlich ist. Hierzu möchte ich Ihnen heute einen Langfrist-Chart Euro/Dollar aus einem amerikanischen Blog präsentieren, den ich durchaus sehr aussagefähig finde. Sollte es Europa nicht gelingen wieder Vertrauen für den Euro zu schaffen, und die amerikanischen Investoren zurück in den DAX zu „locken“, halte ich das unten gezeichnete Szenario für sehr wahrscheinlich. Ein Kursverfall gegenüber dem Dollar bis hin zu Parität könnte die Folge sein.

Zum Abschluss noch ein erneuter Hinweis auf den einzigen echten Bullenmarkt im Moment. Nicht nur Gold/Silber sind heute wieder um 3 bzw 4% gestiegen, sondern auch die Minen haben einen eindeutigen Ausbruch aus einer monatelangen Konsolidierung vollzogen. Während ich bei Gold immer noch von einer baldigen Korrektur ausgehe erscheinen einige Minenwerte jetzt durchaus interessant zu sein. Das ist zusätzlich eine hervorragende Möglichkeit seine sonstigen Aktienpositionen zu hedgen, und die Verluste in einem weiter fallenden Markt zu kompensieren. Lesen Sie dazu bitte auch die kürzlich im Blog erschienenen Artikel, zu Rohstoff- und Krisenaktien, in denen wir unserem Lesern interessante Aktien vorgestellt haben. Zusätzlich haben wir Über fundamental günstige High-Tech Schwergewichte berichtet, ebenso wie hochinteressante, internationale Spezialwerte.

Auch die letzten Insidertransaktionen können aber ein guter Hinweis darauf sein bei welchen Aktien kurzfristig mit einem Rebound zu rechnen ist. Es bleibt dabei, in dieser Martphase muss man extrem schnell reagieren, und ständig bereit sein die Meinung und Sichtweise der Dinge spontan zu ändern. Wir haben uns nun ebenfalls entschieden vorerst nur noch kurzfristig zu agieren. Insbesondere die Bankenaktien sind im Moment als hochspekulativ einzuschätzen. Wer hätte das noch vor wenigen Monaten von einer Deutschen Bank Aktie gedacht…?

Ich wünsche Ihnen allen eine erfolgreiche Börsenwoche und stets die richtigen Entscheidungen! Wenn auch Sie in Zukunft von unserem kostenlosen Börsen Newsletter profitieren wollen melden Sie sich bitte jetzt hier unverbindlich an!

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DAX Rebound – wenn dann jetzt!

Die lange erwartete Rede von Ben Bernanke, in Jackson Hole am Freitag, konnte die Märkte etwas beruhigen, und das trotzdem es wohl zunächst keine erneute geldpolitische Lockerung in den USA geben wird. Marktteilnehmer hatten bereits seit längerem auf diesen Tag hin gefiebert, nicht weil die Mehrzahl wirklich vorn einem erneuten „Quantitative Easing“, QE3 ausgegangenen ist, sondern viel mehr um vom Fed Chef zu hören dass noch nicht alle Pfeile der FED, zur Bekämpfung der Krise, verschossen wurden. Wichtiger als die sofortige Maßnahme  ist das Vertrauen in eine handlungsfähige Geldpolitik. Der Notenbanker stellte der Börse in Aussicht, die US-Konjunktur notfalls mit „neuen Maßnahmen“ zu stützen. Des Weiteren erklärte Bernanke, die nächste Sitzung der FED im September solle um zwei Tage verlängert werden, um über zusätzliche konjunkturstabilisierende Maßnahmen zu sprechen. Mit diesen viel sagenden und gleichzeitig nichts sagenden Aussagen ist es Ben Bernanke offenbar gelungen die Märkte vorerst zu beruhigen. Vielleicht können sich europäische Staatsoberhäupter davon mal ein Scheibchen abschneiden. Offensichtlich ist es doch sehr wichtig WIE man ein negatives Szenario verkaufen kann…

Nachdem nun auch der äußerst bedrohlich aussehende Wirbelsturm „IRENE“ die Ostküste der USA, und damit auch New York, nicht so hart getroffen hat wie erwartet, besteht durchaus Anlass zur Hoffnung, dass die Börsen heute weiterhin sehr positiv reagieren werden. Noch am Freitag Nachmittag ist man davon ausgegangen das IRENE New York mit voller Wucht treffen könnte. Zum ersten Mal in der Geschichte New Yorks sind die U-Bahnen still gelegt worden, auch die drei New Yorker Flughäfen waren über das Wochenende zu. Die erwarteten großen Verwüstungen in New York blieben aus. Allerdings waren in acht US-Bundesstaaten bislang mindestens 21 Todesopfer zu beklagen.

Nach wie vor beunruhigend bleibt aber die offensichtliche Schwäche des DAX gegenüber anderen Indizes. Offensichtlich werden Deutsche Blue Chips von ausländischen Investoren weiterhin eher verkauft. Ich persönlich finde diese Situation ja nahezu schon pervers. Sieht man sich die Indizes anderer europäischer Mitgliedstaaten an, und vergleicht die Entwicklung der darin gelisteten Unternehmen mit denen deutscher Vertreter, beschleicht einen doch ein recht seltsames Gefühl. Zieht man dann noch ein paar amerikanische Aktien zum direkten Vergleich hinzu verliert man auch noch den letzten Glauben an die üblichen Bewertungsmodelle – Verkehrte Welt! Der heutige Handelsbeginn im DAX sah wiedermal sehr viel versprechend aus, doch es dauerte keine viertel Stunde und die ersten Gewinnmitnahmen setzten ein. Insbesondere bei den Bankaktien ist die Verunsicherung immer noch sehr groß…hier sehe ich aber auch ein mögliches Rebound Potenzial!

Deutsche Aktien gehören derzeit also, trotz teilweise historisch günstiger Bewertung, nicht zur ersten Wahl der Anleger. Diesen Umstand muss man nicht nachvollziehen können, ihn aber zumindest respektieren. Letztlich werden sich fundamental günstige Aktien wieder erholen, und in den Aufwärtsbewegungen der Märkte entsprechend profitieren können. Für den DAX besteht nun eine gute Chance sich in den kommenden Tagen weiter in Richtung der 6.000er Marke zu bewegen, und von der Erholung der Wallsstreet etwas zu profitieren. Allerdings sollte man bedenken dass die Ankündigung Bernankes, im September über weitere Maßnahmen zu beraten, erneut große Erwartungen geschürt hat, die ebenso mit einer großen Enttäuschung enden könnten. Kurzfristig werden Anleger also Gewinne wieder einfahren, oder zumindest die bestehenden Positionen sinnvoll absichern können. Mittelfristig bleibt das Bild, insbesondere im Dax, eher negativ!

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Jackson Hole, oder die 100 Milliarden Dollar Frage

Am Ende dieser Woche steht für die Märkte eine entscheidende Wegmarke an – die jährliche Notenbanker Tagung in Jackson Hole. Der Höhepunkt dieser Veranstaltung wird sicher Ben Bernankes Rede am Freitag 26.08.2011 sein. Letztes Jahr, zur selben Zeit, hat Bernanke hier QE2 angekündigt, und damit den Startschuss für eine monatelange Rally der Märkte gegeben. In diesem Jahr schaut der Markt, insbesndere nach den turbulenzen der vergangenen vier Wochen,  hin- und her gerissen zwischen Panik und Hoffnung auf Jackson Hole.

Was immer Bernanke also macht oder nicht macht, wird die Märkte danach mit Sicherheit massiv bewegen, und mit hoher Wahrscheinlichkeit die weitere Tendenz an den internationalen Finanzmärkten bis zum Jahresende bestimmen. Für die  Märkte wird das Ereignis Jackson Hole somit die alles entscheidende 100 Milliarden Dollar Frage beantworten. Und für Trader, ebenso wie für Anleger, wird es deshalb extrem wichtig sein sich zu diesem Zeitpunkt richtig zu verhalten und die  richtigen Entscheidungen zu treffen .

Ich will mich hier nicht an den Spekulationen beteiligen, was die FED machen oder nicht machen wird. Dazu gibt es schon genügend Text überall im Web und ich habe dazu nichts wirklich viel Neues beizutragen. Ob die Programme der FED wirklich wirken (ich bezweifele das ) oder nicht, ist für Anleger zunächst auch völlig nebensächlich. Entscheidend ist nur wie der Markt – insbesondere also das BigMoney  – darauf reagieren wird. Die ganzen volkswirtschaftlichen Diskussionen zum Pro und Contra solcher Maßnahmen kann man also, mit einem Zeithorizont von ein paar Monaten, getrost überlesen, ohne als Anleger etwas zu verpassen. Volkswirte sind oftmals eher Kontraindikatoren für die Märkte 😉

Ich möchte statt dessen hier einige Gedanken zu möglichen Marktreaktionen mitteilen, die mir wichtig erscheinen:

1.       Mittlerweile hat der Markt wahrgenommen, dass QE2 keineswegs die Konjunktur in den USA positiv beeinflusst hat. Es wurden nur kurzzeitig die Asset-Preise aufgeblasen. Diese Luft entweicht gerade wieder. Deshalb würde eine einfache Fortführung des alten Programms als „QE3“ mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Markt nicht goutiert werden. Sollte Bernanke also einfach weiter machen, wäre das wohl eher ein Grund in den kommenden Wochen von weiter fallenden Kursen auszugehen.

2.       Das schlimmste Szenario wäre, wenn Bernanke dem Thema QE3 aus dem Weg geht und gar nichts dazu sagt. Das wäre verheerend und würde vom Markt als Hilflosigkeit der FED interpretiert.  Zudem würde wohl der Eindruck entstehen Benanke hätte sich dem politischen Druck seitens der Republikaner gebeugt. Ein Crash wäre dann vorprogrammiert – Dax Kursziele von 4.500 oder gar 3.000 Punkten wären dann möglich.

3.       Sollte Bernanke einen Bluff wagen, und mit gespieltem Selbstbewusstsein sagen das die Konjunktur kein weiteres QE mehr benötigt da die konjunkturellen Ängste übertrieben seien – wäre dies ein Ritt auf der Rasierklinge. Wie bei jedem guten Bluff kann es aber funktionieren und ausreichen die Märkte zu beruhigen. Ebenso gut kann eine solche Strategie aber auch nach hinten los gehen…

4.       Somit gibt es eigentlich nur ein Szenario auf das der Markt mit relativer Sicherheit mit einer Rally reagieren würde: Wenn Bernanke ein völlig neues Programm auflegt, dass in seiner Art und dem Umfang historisch beispiellos ist. Dies könnte beispielsweise der direkte Kauf von Assets, wie Aktien, durch die FED sein. Darauf würde der Markt mit Sicherheit begeistert reagieren!

Würde es alleine nach Ben Bernanke gehen, würde es mit Sicherheit eine Alternative 4 geben. Dafür hat er sich schon zu eindeutig festgelegt und letztlich geht es jetzt auch um seine ganz persönliche Reputation, und seinen Platz in den Geschichtsbüchern. Aber man darf nicht vergessen, dass Bernanke nicht mehr alleine der Herr der Entscheidungen ist. Die Opposition gegen sein Gelddrucken wächst und wächst, innerhalb der FED und politisch ausserhalb. Es ist also durchaus vorstellbar, dass Bernanke am Ende gar nicht so kann, wie er selber gerne würde.

Letztlich wissen wir aber nicht, was am Freitag in Jackson Hole und darauf am Montag an den Märkten passieren wird. Alles ist möglich, sicher ist bisher aber nur extreme Volatilität.

Es bringt deswegen auch keinen wirklichen Vorteil, sich am  allgemeinen Wettraten selbsternannter „Gurus“ zu beteiligen. Wir sind alle keine Insider der FED, und werden es kurzfristig auch nicht werden. Es gibt aber einen Aspekt der das Potential hat für Anleger und Trader viel wichtiger zu sein – das Verhalten des Marktes in den Tagen vor Jackson Hole.

Wie fast immer kann man es im Vorfeld solcher strategisch wichtigen Entscheidungen als gesichert ansehen, dass die Planungen der FED bei BigBoys der Wallstreet durchsickern werden, und als direkte Folge daraus bereits in den tagen vor dem eigentlichen Ereignis das sogenannte „Frontrunning“ gibt. Die FED ist mit den Spitzen der Wallstreet zu stark verknüpft, als das so eine entscheidende Weichenstellung wirklich geheim bleiben kann. Ausserdem diskutiert Bernanke seine Pläne im Vorfeld mit Sicherheit mit dem Oval Office. Alleine schon dadurch steigt die Zahl der Mithörer exponentiell.

Wir müssen daher in dieser Woche den US Markt unbedingt sehr aufmerksam beobachten! Springt er weiter panisch hin- und her, spricht das für Unsicherheit, und dafür dass noch nichts durchgesickert ist. Bewegt sich der Markt aber diese Woche konsistent über mehrere Tage in die gleiche Richtung, schiebt der S&P500 also Richtung 1200 Punkte hoch, oder läuft dieser durch die Unterstützung bei 1100 nachhaltig nach unten, kann man davon ausgehen, dass hier wieder das BigMoney am Werk ist.

Dann sollte man sich in meinen Augen für die Woche nach Jackson Hole genau in die vorher eingeschlagene Richtung positionieren. Ein Musterbeispiel dafür war die Woche vor der Herabstufung des US Ratings – das Big Money wusste natürlich vorher schon längst was kommt. Es bleibt wie es ist… Die Märkte sind kein fairer Ort, und Frontrunning von BigMoney ist der Weg mit dem die grossen Gewinne erzeugt werden. Demenstprechend muss man als Kleinanleger versuchen in solchen Situationen dem großen Geld zu folgen, und nicht sich gegen den Trend zu positionieren.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Erfolg in den kommenden Tagen, und die richtigen Entscheidungen! Denken Sie immer daran: The Trend is your friend ! Das gilt auch wenn er nach unten zeigt! HS

Die Autobauer VW, BMW, Daimler und Porsche bleiben erste Wahl!

Die Rede von FED Chef Ben Bernanke am Mittwoch war eigentlich nur eine weiter Bestätigung dessen was wir eh schon alle wissen. Etwas verwunderter war ich über die Aufregung der Börse nach der FED Sitzung. Klar war bereits im Vorfeld der Rede das es kein neues Aufkaufprogramm QE3 nach QE2 geben würde, zumindest zunächst nicht! Und wenn dann würde man dem ganzen sicherlich ein neues Etikett aufkleben und es anders nennen, damit die offensichtliche Niederlage der USA bei Ihren Bemühungen nicht allzu schmachvoll wird. Besser ist es da schon demnächst die Schuldenobergrenze der USA anzuheben – zumindest vorübergehend – um eine drohende Zahlungsunfähigkeit der USA zu verhindern. Auch ist die Botschaft Benankes nicht ganz klar, wenn man den Nebensätzen etwas mehr Beachtung schenkt. Denn die Notenbank will fällig werdende Wertpapiere dann in neue Staatstitel reinvestieren und damit ihr Portfolio an Bonds konstant hoch halten. Das heißt, auslaufende Bonds werden durch den Ankauf neuer Papiere ersetzt, was bedeutet, dass monatlich immer noch bis zu 20 Milliarden Dollar der FED in den Markt gepumpt werden, hmmm..

Die Inflation wird von Bernanke als eher nicht so relevant eingeschätzt, deswegen belasse man auch den Zinssatz bis auf Weiteres auf dem historisch niedrigen Niveau, hieß es zur Erklärung. Angesichts des immer noch schwächelnden Arbeitsmarktes und des danieder liegenden Immobilienmarktes bleibt wohl auch hier keine andere Wahl! Nun, den Aktienmärkten sollte es langfristig gut tun und dem Dollar verhalfen die Aussagen zu etwas mehr Stärke. Allerdings drückte das etwas düstere Bild das Ben Bernanke von der US Wirtschaft zeichnete am Feiertag erneut kräftig auf die Stimmung der Anleger. Nach dem Ausbruch am Mittwoch nach oben folgt also direkt eine neue Konsolidierung, um dann am Freitag bereits wieder einen Ausbruch zu simulieren. Verrückte Börsenwelt!!!

Ein weiteres bewegendes Thema in dieser Woche ist die beherrschende Stellung der US Ratingagenturen. Nachdem nun die Probleme in Griechenland zwar nicht gelöst aber verschoben wurden konzentriert man sich jenseits des Atlantiks bereits darauf neue Unruhe zu stiften. Mit Erfolg, leider! Italien ist der nächste Kandidat auf der Liste der Themen mit denen man von den Problemen des eigenen Landes, die noch viel größer sein dürften, nun ablenkt. Eine gewisse Systematik lässt sich hier wohl nicht leugnen! Die Presse umschrieb das Problem mit den Ratingagenturen heute so: „Die drei privatwirtschaftlich strukturierten Unternehmen beherrschen 95 Prozent des Marktes und verfügen über quasi hoheitliche Machtbefugnisse, indem sie die Kreditwürdigkeit souveräner Staaten beurteilen – und damit die EU-Politik auf Trab halten.“ Heute drohte die EU-Wertpapieraufsicht damit den Ratinghäusern Fitch, S&P sowie Moodys die Lizenz für Europa zu entziehen. Ich wäre unbedingt dafür, aber es müsste ein europäisches Pendant dazu geschaffen werden!

Das bringt mich auch gleich zum nächsten ganz erstaunlichen Punkt in der gesamten Diskussion. Als wäre das alles noch nicht schlimm genug stellte sich US Finanzminister Timothy Geithner nun vor die Presse und warf den Europäern vor in Sachen griechischer Schuldenkrise nicht genug getan zu haben. Insbesondere die Atomkatastrophe von Fukushima sowie die europäische Schuldenkrise sei Schuld an der Misere in der die USA nun stecke. Die deutlich langsamere Erholung der US Wirtschaft hat nun also einen oder besser zwei Schuldige gefunden. Man sei ernsthaft besorgt über einen Flächenbrand wenn nicht entsprechend entschlossen reagiert werde, hieß es weiter! Es ist schon etwas dreist uns nun den schwarzen Peter zuzuschieben nachdem man die Krise in den USA durch die Pleite von Lehmann Brothers erst ausgelöst hat. Hätten die Amerikaner damals etwas mehr getan wäre dieser ganze Schlammassel wohl erst gar nicht entstanden. Vielleicht sollte Herr Geithner erst einmal die Ratingagenturen in den Griff bekommen die ständig neues Öl in das Feuer gießen, und nun durch unkontrollierten Übereifer die Probleme teilweise größer reden als notwendig, nachdem sie vor Ausbruch der Krise jahrelang gepennt haben!!!

Wer die nötigen Nerven bei all diesem politischen Hickhack mitbringt kann aber auch in solchen Marktphasen, in denen offenbar nichts mehr sicher zu sein scheint, mit dem richtigen Timing und der richtigen Aktienauswahl schönes Geld verdienen. Unsere vor kurzem eingegangenen Trades entwickeln sich bislang größtenteils sehr schön. Allen vorweg sei hier natürlich die Aktie von Porsche genannt, die seit der Aufnahme knapp 15% zulegen konnte. Das dürfte es aber noch lange nicht gewesen sein, ebenso wie bei den VW Aktien die beide mit 11% im plus notieren. Die Daimler Aktie folgt mit 9,2%, die Deutsche Bank hat leider gestern und heute die schönen Gewinne größtenteils wieder abgegeben, an unserer Einschätzung hat sich aber nichts geändert, weswegen wir hier unverändert investiert bleiben. Die kommenden Wochen dürften für Bankenaktien weiterhin nicht einfach werden, dennoch haben wir am Freitag für 2,90 Euro eine Erstposition der Commerzbank Aktie hinzugenommen, da unser Wunschkurs von unter 2,70 Euro wohl doch nicht mehr erreicht wird. Wenn doch werden wir weiter aufstocken.

Die kommende Börsenwoche dürfte nicht einfach werden, auch wenn wir weiterhin davon ausgehen das die Entscheidung über einen Ausbruch der Indizes nach oben unmittelbar bevor steht, oder sagen wir mal vorsichtiger, eine baldige Stabilisierung eintreten dürfte. Sollte sich diese Annahme bestätigen werden wir dann, zu gegebener Zeit, unser Depot mit weiteren Aktien ausbauen über die wir Sie dann wie gewohnt auf Investors Inside natürlich rechtzeitig informieren. Es zeigte sich auch in dieser Woche einmal mehr, dass die richtige Aktienauswahl entscheidend für Ihren Erfolg an der Börse ist. Achten Sie weiterhin auf echte Qualität, und lassen Sie sich nicht durch die momentan starken Tagesschwankungen aus dem Konzept bringen!

Auszug aus dem aktuellen Investors Inside Börsen Newsletter!

VW Aktie – mit starkem Kaufsignal, Porsche folgt demnächst…

Aus unserem Börsen-Newsletter von gestern… „Der Markt bleibt schwach, die Unsicherheiten der Anleger groß. Neben den ständigen Sorgen um Griechenland und den schlechten Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten aus den USA kam heute noch die gestrige Rede von Helikopter Ben Bernanke und eine Herabstufung der Bonität der USA hinzu. Insbesondere die Rede des FED Vorsitzenden Bernanke gab den Anleger bereits gestern Abend offenbar zu Denken, denn die Börsen waren bis dahin bereits auf Erholungskurs, konnten aber die Gewinne dann doch wiedermal nicht halten. Ähnliches könnte heute passieren wenn um 20:00 Uhr das sogenannte Beige Book geöffnet wird. Vielleicht ist aber nun allmählich auch alles eingepreist…

Ich melde mich heute Abend noch einmal kurz um auf ein paar Dinge hinzuweisen. vorausschicken möchte ich, dass die US Börsen zwar immer noch die Richtung bestimmen, aber man wohl inzwischen deutlich zwischen Dow Jones und dem DAX differenzieren sollte. Die deutsche Wirtschaft steht im direkten Vergleich eben wesentlich robuster da, und es ist davon auszugehen, dass dies auch noch eine Weile so bleiben wird. Bei den einzelnen deutschen BlueChips lässt sich in diesen Tagen beobachten, das die Kursbewegungen überwiegend von den meistens entnervten Kleinanlegern bestimmt werden, die sich von der allgemeinen Nachrichtenlage wohl verunsichern lassen.

Wer kann es ihnen verdenken?…Das ist ein absolut Nerven aufreibender Markt, und ich persönlich habe größtes Verständnis dafür wenn man sich das nicht antun will und lieber die schönen Tage am See genießt. Dennoch bleibt die täglich quälende Frage wann der ganze Spuk zu Ende sein könnte, denn geschieht dies demnächst ärgert man sich im Nachhinein weil man gute Aktien zu den heute bereits überall zu findenden Schnäppchenkursen nicht gekauft hat. Ein gutes Beispiel dafür wie schnell so etwas dann gehen kann bieten heute mal wieder die beiden Aktiengattungen der VW Aktie, die nicht nur ein Kaufsignal trotz des schwachen Marktumfeldes generiert hat sondern damit auch noch aus dem Abwärtstrend nach oben ausgebrochen ist.

Den ganzen Tag wurden die Vorzüge und die Stämme unter Mini-Umsätzen nach unten gedrückt. Teilweise sicherlich durch ausgelöste Stopps aber eben auch durch verängstigte Anleger. Gegen Abend haben sich beide Titel wieder deutlich erhöht und unter mittelmäßigen Umsätzen dann sogar noch im Plus geschlossen. Das genau ist es was ich meine wenn ich Ihnen sage Sie sollen in diesen Tagen verstärkt auf Qualität bzw. Unterbewertung einzelner Aktien achten. VW ist auf diesem Niveau günstig und wird auch im nächsten Quartal wohl wieder Rekordzahlen verkünden. Von den leichten Turbulenzen am Aktienmarkt sollte man sich deswegen nicht raus drängen lassen, ebenso wie bei der Porsche Aktie die es heute nochmal richtig günstig zu kaufen gab.“

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US Beige Book – droht Ungemach aus Japan?

Die gestern Abend in dem sogenannten Beige Book, dem Konjunkturbericht der US Notenbank vorgelegten Fakten lassen die Anleger aufhorchen. darin wird darauf hingewiesen, dass die Natur- und Atomkatastrophe in Japan deutlich größere Auswirkungen auf die US Wirtschaft haben dürfte als bislang angenommen. Die Mehrheit der zwölf Fed-Distrikte berichtete als erste direkte Auswirkung der Ereignisse in Japan von aktuellen oder demnächst zu erwarteten Störungen im Verkauf und bei der Produktion amerikanischer Produkte. Nun stellt man sich zwangsläufig die Frage warum das bei uns in Deutschland anders sein sollte. In den letzten Tagen habe ich immer wieder darauf hingewiesen, das die aktuelle Börsenentwicklung offenbar nicht viel mit der „Außenwelt“ zu tun hat. Die warnenden Stimmen und die Zeichen mehren sich…

Aber noch einmal zurück zum Beige Book…Grundsätzlich hat sich die wirtschaftliche Stimmung in den USA weiter verbessert. Wichtig war auch, dass diese wirtschaftliche Stimmungaufhellung mit einer entsprechenden Verbesserung am US Arbeitsmarkt einher geht, und dies war offenbar der Fall, wenn auch nur zaghaft. Trotz eines weiterhin starken Preisdrucks, der von den deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen ausgeht, sei der Lohndruck aber gering geblieben, hieß es in der offiziellen Meldung. Die Konsumausgaben, von denen nahezu die gesamte US-Wirtschaft abhängt, seien in den meisten Distrikten moderat gestiegen. Dennoch kämpfen die USA nun verstärkt mit den drohenden Inflationsgefahren. Ein baldiger Zinsschritt wird nicht ausgeschlossen, auch wenn FED Chef Ben Bernanke vorerst an der Politik des Quantitative Easing festhalten will.

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