Author Archives: Lars

ElringKlinger – Was ist da los?

Die Aktie von ElringKlinger ist heute nach der Veröffentlichung enttäuschender Zahlen zum abgelaufenen Quartal kräftig unter die Räder gekommen. Marktteilnehmer waren wohl, nicht zuletzt wegen der guten Leoni Zahlen, von einem noch besseren Ergebnis bei dem Automobil-Zulieferer ausgegangen und verkauften heute reihenweise ihre Aktien. Analysten bezeichneten das Zahlenwerk im Peer Group Vergleich als „eher mau“. Der Umsatz war zwar durchaus  solide, das operative Ergebnis  jedoch als enttäuschte. Mit einem satten Abschlag von 8,8 Prozent verabschiedete sich die Elringklinger Aktie heute aus dem Handel und unterschritt dabei gleich zwei wichtige Unterstützungen. Die letzte Auffangzone lag bei 21,60 Euro, der Schlusskurs bei 21,375 Euro. Es steht zu befürchten das der Abverkauf nun noch weiter gehen könnte. Die Unterstützung bei 20,40 Euro liegt seit heute in greifbarer Nähe. Hält auch diese nicht könnten sogar die Tiefststände aus dem März, nach der Atomkatastrophe in Fukushima, noch einmal erreicht werden. Hier ist also in den kommenden Handelstagen Vorsicht geboten!

Klöckner & Co. Was ist da los?

Gar nicht gut sieht zur Zeit der Chart des Stahlhändlers Klöckner & Co. aus! Die Aktie wurde auch heute, unter teilweise hohen Umsätzen, weiter verkauft und die Aktionäre mussten einen weiteren Abschlag um 4,3 Prozent bis auf 19,08 Euro hinnehmen, Damit befindet sich die Klöko Aktie nun auch charttechnischer Sicht in einer äußerst brenzligen Situation. Fällt der Aktienkurs nun nachhaltig unter die Unterstützung bei 19,- Euro droht ein weiterer Abverkauf in Richtung 17,50 Euro oder gar 16,- Euro. Der MACD hat bereits vor mehreren Tagen ein deutliches Verkaufssignal generiert, und auch der Slow Stochastics Indikator drehte heute erneut in den negativen Bereich. Einzig das untere Bollinger Band, an dem sich die Klöckner Aktie inzwischen befindet, könnte den weiteren Kursverfall nun etwas bremsen. Bei der Klöckner & Co. Aktie ist nun Vorsicht geboten. Spekulationen um eine baldige Übernahme des Stahlhändlers durch einen Konkurrenten würden wir momentan nicht über bewerten, da der Stahlhändler dafür eigentlich zu stark aufgestellt ist. Wir warten hier zunächst ab und werden die Aktie weiter intensiv beobachten.

Deutsche Bank, Commerzbank – Angst vor den Zahlen!

Die Aktien der beiden großen deutschen Bankhäuser waren heute, nach einem kurzen Anflug von Erleichterung nach der sogenannten Griechenland Rettung, erneut unter Druck! Als Grund dafür dient den Fachleuten immer die Theorie das ja in den USA bis dato keinerlei Lösung für die Schuldenproblematik gefunden worden sei, und somit die Risiken insbesondere bei Bankenaktien weiterhin bestehen würden. So weit so richtig! Das politische Geschachere der US Politiker ist wohl auch alles andere als professionell, denn leider geht es, wie fast immer, mehr um den Machterhalt als um die Sache an sich! Bleibt zu hoffen das letztlich doch ein wenig Vernunft in den Köpfen der Verantwortlichen Einzug hält. Eigentlich sollte man ja auch meinen das die Wirtschaftsnation Nummer Eins aus den Fehlern der Lehman Pleite gelernt haben könnte, aber bei den Amerikanern weiß man ja nie…

Aber, ist das wirklich der wahre Grund für die schwächeren Kurse bei der Deutschen Bank und der Commerzbank heute im Vorfeld des Quartalsberichtes der DB? Oder hat der Markt schlicht und ergreifend Angst vor negativen Überraschungen? Die Nervosität ist weiterhin spürbar groß, sieht man sich die Umsätze bei den beiden Aktien an fällt aber auf das diese deutlich geringer waren als in den letzten Handelstagen üblich. Ich gehe also eher davon aus, das die kein groß angelegter Verkauf von institutionellen Investoren ist, warum auch? Viel mehr dürften hier einige Anleger schlicht und ergreifend kalte Füße bekommen haben.

Fakt ist, dass sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank von der griechischen Lösung deutlich profitiert haben dürften. Die griechischen Anleihen im Bestand der Banken dürften schon zu einem Großteil entsprechend wertberichtigt gewesen sein. Man muss davon ausgehen das diese vorher noch mit einem Abschlag von 50% in den Büchern standen, nun aber durch die „Beteiligung des Privatsektors“ mit ca. 70 Prozent bewertet werden können. Neben dem zu erwartenden operativ guten Ergebnis bei der Deutschen Bank sollte also noch ein nettes Sümmchen obendrauf kommen. Ob sich diese positiven Effekte bereits in der Bilanz zum zweiten Quartal finden lassen werden wir morgen sehen. Relativ sicher bin ich mir aber das es spätestens mit dem nächsten Zahlenwerk einige positive Sondereffekte geben wird!

Beiden Bankentitel bleiben auf dem aktuellen Niveau für uns ein klarer Kauf. Zwar gibt es wie oben beschrieben noch ein paar Unwägbarkeiten, diese sollten sich aber in den kommenden Tagen ebenfalls im positiven Sinne auflösen. Die Messlatte für die Deutsche Bank hängt dieses Mal ordentlich hoch. Die US Geldhäuser konnten (fast) alle positiv überraschen. Ich gehe davon aus das die DB aber im internationalen Vergleich nicht nur gut mithalten sondern vielleicht sogar noch eins draufsetzen kann. Wenn dann noch die lästigen Diskussionen um die  Nachfolgeregelung für Josef Ackermann final verabschiedet werden steht einem kräftigen Kursanstieg wohl nichts mehr im Wege. Die Commerzbank Aktie sollte dann folgen…

Dialog Semiconductor – deutlich besser als erwartet!

Die Aktie des Tages ist wohl heute die des Chipherstellers Dialog Semiconductor die sich allen Unkenrufen zum Trotz heute von Ihrer besten Seite zeigt. Mit einem Kursplus von satten 4,5 Prozent hat sich die Aktie heute nun endgültig zurück gemeldet. Nicht nur die Tatsache das die Dialog Aktien nun wieder über der wichtigen 200 Tage Linie notiert stimmt Anleger optimistische sondern auch das neue Kaufsignal das heute generiert wurde, und welches nun bis in den Bereich um die 16,50 Euro führen sollte. Das nächste Ziel liegt danach um die 18,30 Euro, und ich bin mir relativ sicher, dass dies auch noch innerhalb dieses Börsenjahres erreicht wird.

Andere Analysten sind noch um einiges optimistischer für die Zukunft des Unternehmens, Mit neu ausgegebenen Kurszielen von 23,- Euro je Dialog Semiconductor Aktie eröffnet sich hier noch enormes Kurspotenzial von über 65 Prozent laut den Aussagen der Fachleute. Auch die Commerzbank erhöhte heute das Kursziel auf 21,- Euro. Charttechnisch betrachtet hat die Aktie damit einen Bilderbuch-Rebound hingelegt. Die Erwartungen des Marktes wurden deutlich übertroffen. Dies zeigt einmal mehr dass Dialog trotz widriger Bedingungen, wie unterbrochene Lieferketten durch das Atomunglück in Fukushima, in der Lage ist den eingeschlagenen Weg konsequent umzusetzen und einer der Big Player zu werden.

Deutsche Banken „..hart getroffen“ ?

Deutsche Bank Chef Josef Ackermann wird in diesen Tagen nicht müde zu betonen wie hart die Beteiligung des privaten Sektors an der Rettung Griechenlands seine Bank, und natürlich auch die anderen Geldinstitute trifft. Ich weiß ja nicht wie es Ihnen beim Lesen solcher Aussagen geht, aber ich komme mir doch ein wenig verarscht vor. Insgeheim werden sich die Bankenvertreter am Donnerstag Abend wohl zu einem geheimen Gelage getroffen haben und klopfen sich jetzt noch auf die Schenkel. Leider ist es wohl so, dass Ihm das die breite Masse glauben wird und sich darüber freut dass nun endlich die bösen Banken, die ja Verursacher der Finanzkrise sind, auch mal dafür bluten müssen und nicht immer nur der arme kleine Steuerzahler. Auch unserer Kanzlerin verkauft dies Lösung für Griechenland als großen Sieg und geht jetzt erst einmal schön entspannt und endlich wieder lächelnd in den wohlverdienten Sommerurlaub, was ihr ja auch zu gönnen ist.

Tatsächlich wäre der Abschreibungsbedarf den die Banken und Versicherungen gehabt hätten, im Falle einer unkontrolliert Pleite Griechenlands, wohl um ein vielfaches höher gewesen. Die Banken haben bereits in den letzten zwölf Monaten ca. 35 Milliarden an griechischen Anleihen an die EZB abgetreten die nun auf diesen Papieren sitzt. Nicht nur das, EZB Chef Jean Claude Trichet hat gegen seine eigentliche Überzeugung nun zugesagt weitere Anleihen aufzukaufen, selbst wenn Griechenland vorübergehend pleite sein sollte. Letztlich macht aber auch die EZB dabei einen guten Schnitt, was wohl auch den plötzlichen Sinneswandel Trichets erklärt. Denn die griechischen Anleihen sind künftig mit einer Garantie aller Euro Staaten unterlegt, sprich satte Zinsen bei wenig Risiko. Bis hier hin also eine sogenannte Win-Win-Situation!

Noch ist nicht klar wie hoch die tatsächliche Beteiligung der Banken an dem Rettungspaket ausfallen wird. Summen zwischen 50 Milliarden und 135 Milliarden Euro machen die Runde. Letztlich wird dies aber keine der Banken, inklusive der Commerzbank, wirklich  „hart treffen“! Man hat sich erneut verzockt, und wiedermal eilen die Politiker indirekt zur Hilfe. Das mag nicht gewollt sein, letztlich blieb aber in einer verfahrenen Situation erst einmal kein anderer Ausweg und die jetzt angestrebte Lösung ist zumindest kurzfristig betrachtet die Wahl des kleineren Übels. Wie Sie wissen wäre ich für eine andere Lösung gewesen! Es steht zu befürchten dass das eigentliche Problem in ein paar Jahren wie ein Bumerang zurückkommen wird. Zwar wurde dieser Bumerang nun endlich einmal richtig kräftig geworfen, und das verschafft den Börsen die nötige Luft, aber er wird wieder kommen, und das dann auch mit entsprechender Wucht. Die Banken sind mal wieder gut durch die Krise gekommen, und genau dieses Szenario habe ich „befürchtet“ als ich Ihnen letztes Wochenende schrieb:

„Für Bankaktien ging es in der abgelaufenen Woche ordentlich abwärts. Die Unsicherheiten um die Eurokrise sowie die anhaltenden Diskussionen um die Erweiterung der Schuldenobergrenze der USA belasten den Sektor weiterhin deutlich. Nach meiner persönlichen Einschätzung dürfte die Reaktion des Marktes im Vorfeld dieser Ereignisse übertrieben gewesen sein. Insbesondere bei der Aktie der Deutschen Bank sehe ich langfristig enormes Potenzial, aber auch bei der Commerzbank Aktie. Inzwischen sind beide Titel deutlich überverkauft. Möglicherweise geht die Schwäche bei der CoBa noch bis in den Bereich um die 2,20 Euro obwohl der Kursverfall bereits jetzt verlockend für einen Wiedereinstieg ist. Bei der Aktie der Deutschen Bank erwarte ich für die kommende Woche einen Rebound bis in den Bereich 38,50 oder 39,- Euro. Ich gehe somit eher davon aus das der Ausverkauf nun langsam beendet sein sollte, eine Gegenreaktion des Marktes sollte entsprechend heftig ausfallen!  Man darf also gespannt sein wie sich die weiteren politischen Eriegnisse in der kommenden Woche auf die Aktienkurse der beiden Geldinstitute auswirken werden.“

Und genau darum geht es letztlich wohl auch. Die Börsen bedanken sich für die getroffenen Entscheidungen mit Kursgewinnen die  einem aktivem Trader dabei helfen die künftig zu erwartenden Kosten der ganzen Misere etwas abzufedern. Diese Möglichkeit haben aber leider nicht alle Menschen. Unsere Kinder werden spätestens die Zeche für diese ganzen Ereignisse zahlen, genau so wie ältere Menschen die nicht mehr die Möglichkeit haben dies zu kompensieren und Ihre Rente entsprechend aufzubessern. Aber ich will nicht zu depressiv wirken, denn die Welt ist eben wie sie ist und solche weitreichenden Ereignisse hat es schon immer irgendwie gegeben. Und immer hat die westliche Welt ein Weg gefunden aus der Krise gestärkt hervor zu gehen…

Bevor ich für heute zum Abschluss komme möchte ich Sie aber gerne noch um etwas bitten! Die Bilder aus Somalia haben mich in dieser Woche sehr berührt und ich möchte Sie ganz konkret bitten zu spenden wenn Sie können. Im Gegensatz zu uns Europäern fehlt es diesen Menschen wirklich an einer Alternative zu ihrem kargen Leben und die Probleme dort sind weitaus größer als die unsrigen… Die Hungersnot am Horn von Afrika ist die schlimmste seit Jahrzehnten, täglich verhungern tausende Kinder! Ich habe Ihnen hier den Link zur Seite Aktion Deutschland hilft beigefügt wo Sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten der Hilfe für diese Menschen informieren können, und möchte mich bereits jetzt für Ihre Unterstützung bedanken!

In der letzten Woche habe ich eine gewagte These aufgestellt die ich hier gerne noch einmal wiederholen möchte. Natürlich ging es um die wichtigen politischen Ereignisse und deren direkte Auswirkungen auf die Börsen. Auch wurde im Börsenblog natürlich erneut über die Edelmetalle, Gold und Silber, und deren weitere Entwicklung diskutiert. Meine These dazu ist folgende: „Sollte es also gelingen die politischen Wirren zu bewältigen, was natürlich wünschenswert wäre, dann dürften die Aktienmärkte vor einer erneuter Rallye stehen die sogar in ungeahnte Höhen führen könnte. Ohne die momentanen Belastungsfaktoren würde der DAX wohl bereits heute deutlich über der Marke von 8.000 Punkten notieren und spätestens im kommenden Jahr die 10.000 Punkte Marke angreifen. Denn betrachtet man die harten Daten vieler deutscher Unternehmen sieht es bei weitem nicht so schlecht aus wie manche Propheten es vorhersagen. Die Edelmetalle sollten in dem Zeitraum dann natürlich entsprechend schwächer notieren!

In der nun kommenden Woche wird es noch einmal richtig spannend, diverse Quartalsberichte stehen im Börsenkalender. Allem voran aber müssen die Amerikaner allmählich zu einer Entscheidung über die Anhebung der Schuldenobergrenze kommen. Präsident Barack Obama hat sich bereits am Dienstag kompromissbereit gezeigt und damit auch für eine gewisse Erleichterung an den Aktienmärkten gesorgt. Der Dow Jones konnte daraufhin um  200 Punkte zulegen, und markierte damit den besten Handelstag des Börsenjahres 2011. Alleine die Hoffnung auf eine baldige Lösung hat die Börsen deutlich beflügelt, sollten in der kommenden Börsenwoche nun auch in den USA Nägel mit Köpfen gemacht werden so ist das von mir aufgezeigte Szenario sehr wahrscheinlich. Bleiben Sie also konsequent bei Ihrer Strategie und lassen Sie sich nicht von kurzfristigen Ereignissen verunsichern. Am Goldpreis wird man in den kommenden Wochen sehen ob der neue Aufschwung nachhaltig sein wird…Und denken Sie daran, am Donnerstag ist VW und Porsche Tag 😉

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Porsche und VW – StoppLoss Attacke?

Kurz vor den VW Zahlen wird nochmal kräftig bei VW und Porsche abgefischt! merkwürdigerweise haben heute ein paar Bankhäuser zum Nachziehen der Stopps bei den VW Aktien geraten, und komischerweise wurden genau diese dann heute auch erreicht. Ein Schelm wer Böses dabei denkt 😉 In den letzten Tagen könnte man verstärkt den Eindruck gewinnen dass sich hier einige Marktteilnehmer zusammengetan haben um die Aktienkurse noch einmal zu drücken bevor es dann richtig losgeht. Auch ein paar merkwürdige Bewertungsmodelle für die Porsche Aktie ließen sich in letzter Zeit finden…

Die Zahlen von Scania trafen heute nicht die Erwartungen des Marktes was natürlich zusätzlich für Verunsicherung gesorgt hat. Alles in allem also ein medialer Mix der nervöse Naturen schon mal schnell den Verkaufsknopf drücken lässt. Hier wird meiner Meinung nach die offensichtliche Nervosität der Börsen bezüglich des heute stattfindenden Euro-Krisengipfels gezielt genutzt! Das sind natürlich nur meine Beobachtungen  der letzten beiden Tage gemischt mit meiner persönlichen Meinung, und diese haben eine genauso große Aussagekraft wie die andern Meldungen 😉 Letztlich werden es die Zahlen zeigen wer hier Recht hatte!

Solon, Q-Cells, Conergy und Sunways – wie gehts hier weiter?

Die deutsche Solarbranche bleibt unter Druck! Die abgelieferten Zahlen von Solon weckten erneut die schlimmsten Befürchtungen, auch bei den Anlegern von Q-Cells, Conergy und Sunways, dass der Solar-Boom endgültig vorbei sein könnte – zumindest für die deutschen Solarmodul- und Zellen Hersteller. In China hingegen könnte die Entwicklung der Solarbranche in den kommenden Jahren deutlich positiver verlaufen. Währen hierzulande die Margen immer geringer und die Absatzmärkte immer enger werden kann man in China noch aus dem Vollen schöpfen. Unterstützt durch der Staat und gigantische finanzielle Mittel konnten chinesischen Firmen wie  Yingli, LDK, Trina, Suntech und Jinko Solar den weltweiten Marktanteil inzwischen auf satte 45 Prozent ausbauen! Auch die Gewinne in den Unternehmen sind weiter kräftig gestiegen währen diese bei heimischen Unternehmen immer weiter zurück gehen.

Alleine im letzten Jahr sind deutsche Unternehmen, die einst weltweite Marktführer in den Segment waren, weiter deutlich abgerutscht und erwirtschaften inzwischen nur noch knapp acht Prozent der weltweiten Erträge der Branche, Tendenz weiter fallend. Es ist nach unserer Auffassung bereits seit Jahren unschwer zu erkenne wohin die Reise für die deutschen Branchenvertreter gehen wird. Insbesondere die Aktien der inzwischen nach Börsenwert sehr kleinen Unternehmen werden es schwer haben dauerhaft am Markt zu überleben. Insbesondere die oben aufgeführten Titel eignen sich wohl inzwischen eher für kurzfristig orientiere Spekulationen als für eine dauerhafte Geldanlage! Etwas anders könnte das Bild bei den Maschinenbauern und den Projektierern in Zukunft aussehen. Die einen verkaufen das Equipment nach China und die anderen verbauen die günstigeren Produkte der Chinesen in Europa…

Einigermaßen fasziniert habe ich somit gestern im späten Handel mal wieder den überraschend steilen Anstieg der Q-Cells Aktie wahrgenommen. Auch hier soll es in Kürze Zahlen geben und offensichtlich setzt jemand darauf das diese besser sein werden als die Erwartungen des Marktes. Oder es liegt schlicht und ergreifend an den zu vermutenden Short-Eindeckungen nachdem die Short-Quote bei den Aktien zuletzt sehr hoch gewesen ist. Bleiben sie vorsichtig und betrachten Sie solche Kursbewegungen mit einer gesunden Skepsis! Aus charttechnischer Sicht trifft Q-Cells nun bei 1,34 Euro auf die nächste Hürde, nach unten hin bleibt die Zone um 1,16 Euro die zentrale Unterstützung. Mittelfristig gehen wir aber von Kursen unter einem Euro aus! Die Sunways Aktie profitiert weiterhin von Übernahme-Phantasien, Conergy bleibt für uns ein reines Zockerpapier und auch für Solon scheint der Weg vorbestimmt…

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Der DAX könnte nächstes Jahr locker bei 10.000 Punkten stehen, wenn…

Welche Auswirkungen politische Börsen haben können konnte man gestern einmal mehr beobachten. nachdem sich US Präsident Barack Obama zuversichtlich bezüglich einer baldigen Lösung der Streitfrage um die US Schulden Obergrenze gezeigt hatte konnte der Dow Jones gestern um über 200 Punkte zulegen und markierte damit den besten Handelstag des Börsenjahres 2011. Alleine die Hoffnung auf eine baldige Lösung hat die Börsen deutlich beflügelt, das charttechnische Bild hat sich damit ebenfalls wieder deutlich aufgehellt. Gelingt es nun auch noch eine finale Lösung des Problems in Kürze zu verabschieden sollten sich die Börsen weiter freundlich zeigen.

Ebenso wäre eine baldige Lösung der Griechenland-Frage in Europa wichtig und wünschenswert, wenn auch nicht unbedingt bereits für diese Woche zu erwarten. Unsere Kanzlerin hat ja bereits angedeutet dass es auch am Donnerstag auf dem außerordentlichen Euro Krisengipfel wieder nichts zu beschießen geben wird, und sie somit nicht gewillt ist überhaupt nach Brüssel zu reisen. Heißt das nun im Umkehrschluss dass im Falle einer Reise Angela Merkels nach Belgien demnächst auch mit einer finalen Lösung für Europa zu rechnen ist?  Die Kanzlerin hat solchen Spekulationen gestern aber bereits den Wind aus den Segeln genommen und öffentlich mitgeteilt, dass es keine sofortige Lösung in Europa geben werde. Wir sollten aber dennoch alle aufmerksam beobachten wann die Kanzlerin ihre Koffer packt!

Und während wir nun darauf warten dass die Politiker weltweit aus Ihrer Lethargie erwachen beschäftigen wir uns mit den harten Fakten des Börsenlebens, den Unternehmensdaten, die bislang überwiegend positiv ausgefallen sind und uns ein ganz anderes Bild von der wirtschaftlichen Situation in den USA vermitteln als und dies die Presse in den letzten Monaten präsentiert hat. So konnte Apple mit dem besten Quartal „ever“ glänzen, was für ein weiterhin glänzendes Konsumentenverhalten spricht, ebenso wie die Coca Cola Zahlen! Die Großbanken und Investmenthäuser verdienen allesamt wieder Milliarden, bis auf Goldman Sachs, was wirklich überraschend war und gestern den Bankensektor belastet hat! Rohstoffwerte wie Alcoa kommen ebenfalls weiterhin gut durch die Krise und die Chipbranche boomt!

Sollte es also gelingen die politischen Wirren zu bewältigen, was natürlich wünschenswert wäre, dann dürften die Aktienmärkte vor einer erneuter Rallye stehen die sogar in ungeahnte Höhen führen könnte. Ohne die momentanen Belastungsfaktoren würde der DAX wohl bereits heute deutlich über der Marke von 8.000 Punkten notieren und spätestens im kommenden Jahr die 10.000 Punkte Marke angreifen. Denn betrachtet man die harten Daten vieler deutscher Unternehmen sieht es bei weitem nicht so schlecht aus wie manche Propheten es vorhersagen. Man darf sich gar nicht vorstellen wo unser Land inzwischen stehen könnte wenn es keinen Euro geben würde…

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Apple`s Zahlenwerk dürfte Dialog Semiconductor beflügeln..

Gestern war es mal wieder soweit! Der Technologie Konzern schlechthin, Apple legte sein Zahlenwerk zum abgelaufenen Quartal vor und überraschte mal wieder mit Rekorden. Noch immer kann der Konzern Umsatzzahlen und Gewinne vorlegen die die Konkurrenz einfach nur vor Neid erblassen lassen. Im dritten Quartal haben iPhone, iPad und Mac den Umsatz um mehr als 80 Prozent nach oben schnellen lassen, den Gewinn sogar um 125 Prozent. Somit verdiente Apple so viel wie noch nie zuvor. Insgesamt wurden im letzten Quartal über 20,3 Millionen iPhones, 7,5 Millionen iPods, knapp 9,3 Millionen iPads und annähernd 4 Millionen Mac-Rechner verkauft! Apples nächstes Grossprojekt ist iCloud und auch hier ist zu erwarten, dass sich der Konzern aus Kalifornien gegen die Konkurrenz durchsetzen kann. Man darf also gespannt sein wie lange es Apple noch gelingen wird seine Anleger im positiven Sinne zu überraschen. Ich muss zugeben das mich die Zahlen in der Deutlichkeit überrascht haben!

Ein Profiteur des Absatzbooms der Technologieschmiede Apple dürfte weiterhin die Dialog Semiconductor AG sein. Der Entwickler von Powermanagement-Chips dürfte bei den in Kürze anstehenden Quartalszahlen, entgegen der Meinung vieler Skeptiker, wohl auch deutlich vom Apple Boom profitiert haben. Die Aktie wurde in den vergangenen Wochen teilweise hart abgestraft und oftmals mit anderen Chipherstellern wie Infineon verglichen, was falsch sein dürfte. Der Markt erwartet für den Chiphersteller, nicht zuletzt bedingt durch die vermutlich unterbrochenen Lieferketten durch den Tsunami in Japan, ein schwächeres Ergebnis für das zweite Quartal. Ebenso wurde immer wieder von Analysten angeführt das für das zweite Quartal mit einer schwächeren Nachfrage bei den Konsumenten zu rechnen ist. Das Gegenteil ist der Fall wie Apple einmal mehr bewiesen hat!

Am kommenden Montag nun legt Dialog die Zahlen vor und wir rechnen hier nicht mit negativen Überraschungen. Auch die kürzlich erneut getroffenen Aussagen von Firmenchef Jalal Bagherli, die Guidance für das Quartal und das Gesamtjahr 2011 zu erfüllen können stimmt uns positiv. Spannend dürfte auch sein welchen Einfluss auf die Profitabilität die zuletzt getätigte Übernahem der SiTel Semiconductor BV haben wird. Fachleute erwarten hier bereits im zweiten Quartal erste nachvollziehbare Ergebnisse. Das zweite Quartal dürfte auch das letzte sein, in dem akquisitionsbedingte Kosten anfallen. Wir erwarten von Dialog Semiconductor  durchaus positive Überraschungen für dieses Quartal und für die Zukunft und sehen die Aktie, die sich seit dem deutlichen Rücksetzer auf 10,65 Euro in unserem Depot befindet, weiterhin als glasklaren Kauf! Unser Kursziel liegt hier bis Jahresende bei 17,- Euro, langfristig deutlich über 20,- Euro.

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Weiter abwärts bei Commerzbank, Deutsche Bank, Praktiker, Nokia, Heidelberger Druck?

Der gestrige Handelstag dürfte mal wieder einige Daueroptimisten auf dem falschen Fuß erwischt haben. Allen voran macht weiterhin die Commerzbank Aktie Sorgen. Auch gestern mussten Aktionäre einen erneut deutlichen Abschlag in Höhe von 4,64 Prozent bis auf 2,384 Euro hinnehmen, und somit rückt nun das nächste charttechnische Ziel bei 2,21 Euro immer mehr in den Fokus der Anleger. Auch wenn ich persönlich diesen Kursverlauf für deutlich übertrieben halte sollte man also damit rechnen das auch diese Marke noch erreicht werden könnte. Nicht zuletzt die überverkaufte Situation bei der Aktie, die wohl eher durch panikartige Verkäufe vieler Anleger als durch Leerverkäufe hervorgerufen wurde, spricht dafür sich genau jetzt mit einer ersten Position bei der Commerzbank zu engagieren. Auch wenn natürlich ein gewisses „Restrisiko“ besteht.

Die Anleger warten momentan mit Spannung auf die Ergebnisse des Euro Krisengipfels am kommenden Donnerstag. Nachdem unsere Kanzlerin in einem Interview am Wochenende noch bezweifelt hat dass sie überhaupt daran teilnehmen wird, weil Sie offenbar sowieso mit keinem vernünftigen Beschluss rechnet, bleibt die Frage ob es Sinn macht auf ein solches Ereignis zu setzen. Letztlich dürfte bei den deutschen Banken, Commerzbank und der Deutschen Bank nun so langsam alle Negativszenarien einer Bankenabgabe oder eines Schuldenschnitt Griechenlands eingepreist sein. Die politischen Wirren werden uns noch auf Jahre begleiten und die Anleger werden sich irgendwann schlicht und einfach daran gewöhnen. Und wahrscheinlich wird man in einigen Wochen von historisch günstigen Einstiegskursen bei der Deutschen Bank und Commerzbank im Juli 2011 sprechen..

Unter Druck bleiben auch die Aktien der Baumarktkette Praktiker. Noch immer ist hier keine Bodenbildung in Sicht und die jüngsten Nachrichten belasten den Aktienkurs kräftig. Sieht man sich das Orderbuch bei der Aktie an so wird der Eindruck bestätigt, dass hier eine regelrechte Flucht der institutionellen Anleger stattfindet. Jeglicher Erholungsversuch der Aktie wird sofort mit größeren Verkauforders quittiert, und das bereits seit Tagen. Die nächste Zielmarke liegt nun bei 2,62 Euro, und ich gehe davon aus das diese bereits heute erreicht werden dürfte. Danach wäre eine weitere zarte Unterstützung bei 2,35 Euro zu finden…

Für spekulative Naturen interessant ist inzwischen der Aktienkurs von Nokia geworden. Auch gestern mussten die Aktionäre erneute Rückschläge hinnehmen, nachdem es kurzzeitig so aussah als ob sich die Aktie bei 4,- Euro stabilisieren könnte, rutschte der Titel dann doch weiter ab. Zum Handelsende in Europa beschleunigte sich diese Entwicklung noch weiter sodass die Nokia Aktie erneut mit einem satten Minus von 3,2 Prozent bei 3,774 Euro aus dem Handel ging. Wir hatten ja bereits in unserer Analyse aus dem Juni geschrieben dass es sehr wahrscheinlich ist dass die Nokia Aktie auch noch bis 3,50 Euro abtauchen wird. Hier liegt die nächste massive Unterstützung die nun kurzfristig erreicht werden sollte. Auf diesem Niveau würden wir dann eine spekulative erste Position bei Nokia eingehen!

Und zum Abschluss unserer Liste der großen Verlierer des gestrigen Handelstages darf wohl die Aktie des Heidelberger Druckmaschinenherstellers nicht fehlen. Mit einem erneut satten Minus von 6,74 Prozent verabschiedeten sich gestern wohl auch ein paar Anlegerträume. Damit ist die Aktie in einen beschleunigten Abwärtstrend übergegangen. Zwar bremst im Moment das untere Bollinger Band noch ein wenig, dennoch besteht nun eine hohe Wahrscheinlichkeit dass der Kursverfall nun weitergehen wird. Auch die Analysten einiger Bankenhäuser haben sich zuletzt sehr kritisch bei der Aktie von Heidelberger Druck gezeigt. Der Markt erwartet eine deutliche Gewinnwarnung! Die nächsten Unterstützungen liegen bei 1,98, 1,82 und 1,56 Euro. Ich persönlich gehe davon aus, dass wir bald zumindest Kurse unter 2,- Euro zu sehen bekommen.

Was ist los bei Praktiker?

Die Praktiker Aktie bleibt weiterhin deutlich unter Druck! Auch am Freitag mussten die Aktionäre einen weiteren satten Kursrückgang um über neun Prozent verkraften. Die Aktie der Baumarktkette konnte nur mit Mühe und Not bei 3,- Euro aus dem Handel gehen. Noch immer dominieren die Verkäufer und es werden größere Blöcke in den Markt gegeben. Auch wir hatten unser Kursziel ja zuletzt deutlich von 4,- Euro auf 3,03 Euro reduziert. Inzwischen ist unsere Redaktion nun der Meinung, dass der Abverkauf nach dem Erreichen der Marke von 3,- Euro, und mit dem Unterschreiten dieser Marke (wenn auch vorerst nur knapp) weiter gehen dürfte. Die nächste Zielmarke liegt nun bei 2,62 Euro.

Auch die letzten Nachrichten, nach denen weder die BayWa noch OBI Interesse an einer Übernahme von Praktiker gezeigt hatten, dürften die Hoffnungen der Aktionäre auf einen baldigen Kurswechsel der Aktie vorerst beendet haben. Hinzu kam noch dass man bei OBI offenbar aber laut darüber nachdenkt die Standorte der Praktiker Heimwerkermärkte zu übernehmen sofern die Mietverträge demnächst auslaufen. Dies dürfte Praktiker dann zusätzlich schwächen und es stellt sich somit die Frage ob das selbst auferlegte Restrukturierungsprogramm „Praktiker 2013“ nicht umbenannt werden sollte. Gelingt es Praktiker nicht kurzfristig sich vom Billig-Image zu lösen und Marktanteile zurück zu gewinnen wäre es nach Aussage von Fachleuten auch denkbar dass es die Baumarktkette bis zum Jahr 2013 gar nicht mehr gibt.

Insbesondere beim Marketing wurden offenbar in der Vergangenheit die größten Fehler bei Praktiker gemacht. Dies wurde nun erkannt und umgesetzt. Die neu aufgelegte Markenkampagne mit Ex-Tennisprofi Boris Becker zahlt sich laut Presseberichten für Praktiker inzwischen aus. Der Baumarktkonzern legt sowohl beim Image als auch bei der Aufmerksamkeit signifikant zu. Vor allem bei Frauen und der Altersgruppe unter 30 kann Praktiker dank „Bobbele“ punkten. Es besteht also durchaus noch Hoffnung dass sich das Blatt für Praktiker wieder wenden kann, aber das wird dauern. Der Aktienkurs dürfte bis zur Verkündung der ersten echten Erfolge weiter schwächeln. Wir sehen uns das Ganze weiter von der Seitenlinie an!

Metro und Media Markt-Saturn starten Onlinehandel!

Eine wichtige Meldung die heute meine Aufmerksamkeit erregt hat ist das Metro Chef Cordes nun offenbar die Streitigkeiten mit den beiden Tochterunternehmen Media Markt und Saturn beigelegt hat. Europas größte Elektronikhandelskette Media-Saturn wird in Kürze in den Onlinehandel einsteigen und rechnet damit bis zu 30 Prozent des Umsatzes künftig über Online Handel abzuwickeln. So will man noch in diesem Jahr mit Saturn und Anfang nächsten Jahres mit Media Markt das zuletzt schwächelnde Geschäft in den Filialen durch das zusätzliche Angebot im Internet unterstützen. Im März hatte Media-Saturn bereits die Übernahme des Online-Händlers Redcoon bekannt gegeben, mit dem das Internetgeschäft vorangebracht werden soll. Seit längerem hatte ein möglicher Einstieg des Konzerns in das Online Geschäft für einen internen Streit zwischen den Geschäftsführern bei Media Saturn und der Metro AG gesorgt, da man einen Kanibalisierungseffekt zwischen dem Online Geschäft und dem Filialgeschäft befürchtet hat. Nun hat man sich offenbar geeinigt! Der neu eingeschlagene Weg dürfte richtig sein und der Elektronikhandelskette langfristig zusätzliche Umsätze bescheren. Damit ist die Metro AG bei dem aktuellen Umstrukturierungsprozess den gesteckten Zielen einen großen Schritt näher gekommen, was sich künftig auch im Aktienkurs deutlich widerspiegeln sollte. Die Aktie bleibt für uns ein klarer Kauf!

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