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Die größten Wertvernichter 2011 – Praktiker, MPC Capital und Marseille Kliniken

„Alles außer Tiernahrung“ Wer kennt Ihn nicht, den Spruch der Rabattaktionen der Baumarktkette Praktiker. Leider ist dieses Marketingkonzept nicht ansatzweise aufgegangen und hat das Unternehmen in eine inzwischen extrem schwierige Situation geführt. Während andere Baumärkte wie Hornbach die Zahl der Kunden und die Umsätze stets weiter steigern konnten waren diese Daten bei Praktiker stark rückläufig. Seitdem Vorstandschef Fox seine Pläne für eine Restrukturierung des Unternehmens vorgestellt hat, ist der Aktienkurs noch einmal um mehr als 50 Prozent gesunken. Positive, und dringend notwendige Informationen bezüglich des künftigen Marketing- und Absatzkonzeptes wurden weiterhin nicht bekannt. Praktiker muss nun nach jüngsten Meldungen kurzfristig 300 Millionen Euro aufbringen, was eigentlich nur über eine Kapitalerhöhung funktionieren kann, und den Aktienkurs weiter belasten dürfte. Die Baumarktkette Praktiker wird aus unserer Sicht bereits seit Jahren schlecht geführt, und somit fassen wir kurz zusammen: „Investiere niemals in eine Unternehmen mit einem schlechten Management!“

Ähnliches gilt wohl für die Aktie von Marseille Kliniken. Die Aktie des Unternehmens, einem privatern Betreiber von Seniorenheimen und Reha-Kliniken, verlor rund und 80 Prozent an Wert in den vergangenen fünf Jahren. Im letzten Quartal des abgelaufenen Jahres konnte sich der Aktienkurs wieder deutlich erholen, und zog von 1,34 bis auf 2,60 Euro an. Der Grund: Der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer hat sich kürzlich mit 5,33 Prozent an Marseille Kliniken beteiligt, und dürfte die Umsätze in der Aktie somit entsprechend positiv beeinflusst haben. Die Beteiligung sei Finanzkreisen zufolge nicht strategisch, Maschmeyer setze nach eigenen Angaben auf einen Kursanstieg und plane keine Übernahme, hieß es. Kurzfristig könnte dieser Umstand den Aktienkurs wohl stützen, allerdings sollte man bedenken das der Titel nun schon über 100 Prozent gelaufen ist, und solche Renditen auch für die Maschmayers dieser Welt interessant für baldige Gewinnmitnahmen sein könnten. Für uns bleibt die Aktie des Klinikbetreibers ein Zockerpapier von dem man die Finger lassen sollte.

Und wo wir schon bei Kapitalanlagen und deren professionellen Betreuung sind…ein weitere großer Verlierer des letzten Jahres war die Aktie des Hamburger Emissionshauses MPC Capital AG. Der Finanzdienstleister entwickelt, vertreibt und managt renditeorientierte Kapitalanlagen für vermögende Privatkunden sowie institutionelle Investoren. Zuletzt machte das Unternehmen aber eher in Zusammenhang mit der Schmiergeldaffäre um Ferrostahl auf sich aufmerksam. MPC Firmenchef Axel Schröder findet sich somit unter den Top Ten der Wertvernichterliste wieder. Die Münchmeyer Petersen Capital AG war einst ein erfolgreiches Unternehmen, der Aktienkurs stand noch im Jahr 2007 bei stolzen 65,- Euro. Heute ist die selbe Aktie noch 1,38 Euro wert, Tendenz weiter fallend. Zudem wird die Aktie seit längerem schon nur noch sehr sporadisch an den Börsen gehandelt, was das Risiko für die Anleger noch einmal deutlich erhöht.

Alle drei hier aufgeführten Titel sind nach Meinung unserer Redaktion auch m Börsenjahr 2012 echte „Finger-Weg-Aktien!“

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Praktiker – das sieht wirklich nicht gut aus!

Praktiker hat die Zahlen zum abgelaufenen zweiten Quartal veröffentlicht. Das hier nicht viel Gutes zu erwarten war konnte man ja bereits seit der kürzlich ausgesprochenen Gewinnwarnung erahnen, letztlich kam es dann aber noch schlimmer. Das zweite Quartal ist im Normalfall für die Baumarktbranche das beste des Gesamtjahres. Kunden strömen in die Gartencenter und kaufen Baumaterial um Haus und Garten einem Frühjahresputz zu unterziehen. Nicht so bei Praktiker, der Betreiber von Heimwerkermärkten verpatzte den Start in ein besseres Geschäftsjahr erneut. Der Umsatz sank um 7,9 Prozent und letztlich musste ein deutlicher Verlust in Höhe von 307 Millionen Euro verbucht werden.

Zur Verdeutlichung dieser Zahl sei noch angemerkt das Praktiker derzeit mit nur noch 174 Millionen Euro an der Börse bewertet wird! Nun ist die buchhalterische Katze sozusagen aus dem Sack. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Werner hat mittlerweile die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten, wird das Amt aber bis auf weiteres kommissarisch ausüben, bis ein Nachfolger gefunden ist. Die Frage dürfte nun sein ob alle schlechten Nachrichten in dem aktuellen Aktienkurs bereits enthalten sind oder nicht. Fundamental betrachtet erscheint die Aktie nach den heute gelieferten Zahlen immer noch zu teure zu sein. Wir senken unser persönliches Kursziel für die Praktiker Aktie zunächst auf unter zwei Euro.

Weiter abwärts bei Commerzbank, Deutsche Bank, Praktiker, Nokia, Heidelberger Druck?

Der gestrige Handelstag dürfte mal wieder einige Daueroptimisten auf dem falschen Fuß erwischt haben. Allen voran macht weiterhin die Commerzbank Aktie Sorgen. Auch gestern mussten Aktionäre einen erneut deutlichen Abschlag in Höhe von 4,64 Prozent bis auf 2,384 Euro hinnehmen, und somit rückt nun das nächste charttechnische Ziel bei 2,21 Euro immer mehr in den Fokus der Anleger. Auch wenn ich persönlich diesen Kursverlauf für deutlich übertrieben halte sollte man also damit rechnen das auch diese Marke noch erreicht werden könnte. Nicht zuletzt die überverkaufte Situation bei der Aktie, die wohl eher durch panikartige Verkäufe vieler Anleger als durch Leerverkäufe hervorgerufen wurde, spricht dafür sich genau jetzt mit einer ersten Position bei der Commerzbank zu engagieren. Auch wenn natürlich ein gewisses „Restrisiko“ besteht.

Die Anleger warten momentan mit Spannung auf die Ergebnisse des Euro Krisengipfels am kommenden Donnerstag. Nachdem unsere Kanzlerin in einem Interview am Wochenende noch bezweifelt hat dass sie überhaupt daran teilnehmen wird, weil Sie offenbar sowieso mit keinem vernünftigen Beschluss rechnet, bleibt die Frage ob es Sinn macht auf ein solches Ereignis zu setzen. Letztlich dürfte bei den deutschen Banken, Commerzbank und der Deutschen Bank nun so langsam alle Negativszenarien einer Bankenabgabe oder eines Schuldenschnitt Griechenlands eingepreist sein. Die politischen Wirren werden uns noch auf Jahre begleiten und die Anleger werden sich irgendwann schlicht und einfach daran gewöhnen. Und wahrscheinlich wird man in einigen Wochen von historisch günstigen Einstiegskursen bei der Deutschen Bank und Commerzbank im Juli 2011 sprechen..

Unter Druck bleiben auch die Aktien der Baumarktkette Praktiker. Noch immer ist hier keine Bodenbildung in Sicht und die jüngsten Nachrichten belasten den Aktienkurs kräftig. Sieht man sich das Orderbuch bei der Aktie an so wird der Eindruck bestätigt, dass hier eine regelrechte Flucht der institutionellen Anleger stattfindet. Jeglicher Erholungsversuch der Aktie wird sofort mit größeren Verkauforders quittiert, und das bereits seit Tagen. Die nächste Zielmarke liegt nun bei 2,62 Euro, und ich gehe davon aus das diese bereits heute erreicht werden dürfte. Danach wäre eine weitere zarte Unterstützung bei 2,35 Euro zu finden…

Für spekulative Naturen interessant ist inzwischen der Aktienkurs von Nokia geworden. Auch gestern mussten die Aktionäre erneute Rückschläge hinnehmen, nachdem es kurzzeitig so aussah als ob sich die Aktie bei 4,- Euro stabilisieren könnte, rutschte der Titel dann doch weiter ab. Zum Handelsende in Europa beschleunigte sich diese Entwicklung noch weiter sodass die Nokia Aktie erneut mit einem satten Minus von 3,2 Prozent bei 3,774 Euro aus dem Handel ging. Wir hatten ja bereits in unserer Analyse aus dem Juni geschrieben dass es sehr wahrscheinlich ist dass die Nokia Aktie auch noch bis 3,50 Euro abtauchen wird. Hier liegt die nächste massive Unterstützung die nun kurzfristig erreicht werden sollte. Auf diesem Niveau würden wir dann eine spekulative erste Position bei Nokia eingehen!

Und zum Abschluss unserer Liste der großen Verlierer des gestrigen Handelstages darf wohl die Aktie des Heidelberger Druckmaschinenherstellers nicht fehlen. Mit einem erneut satten Minus von 6,74 Prozent verabschiedeten sich gestern wohl auch ein paar Anlegerträume. Damit ist die Aktie in einen beschleunigten Abwärtstrend übergegangen. Zwar bremst im Moment das untere Bollinger Band noch ein wenig, dennoch besteht nun eine hohe Wahrscheinlichkeit dass der Kursverfall nun weitergehen wird. Auch die Analysten einiger Bankenhäuser haben sich zuletzt sehr kritisch bei der Aktie von Heidelberger Druck gezeigt. Der Markt erwartet eine deutliche Gewinnwarnung! Die nächsten Unterstützungen liegen bei 1,98, 1,82 und 1,56 Euro. Ich persönlich gehe davon aus, dass wir bald zumindest Kurse unter 2,- Euro zu sehen bekommen.

Was ist los bei Praktiker?

Die Praktiker Aktie bleibt weiterhin deutlich unter Druck! Auch am Freitag mussten die Aktionäre einen weiteren satten Kursrückgang um über neun Prozent verkraften. Die Aktie der Baumarktkette konnte nur mit Mühe und Not bei 3,- Euro aus dem Handel gehen. Noch immer dominieren die Verkäufer und es werden größere Blöcke in den Markt gegeben. Auch wir hatten unser Kursziel ja zuletzt deutlich von 4,- Euro auf 3,03 Euro reduziert. Inzwischen ist unsere Redaktion nun der Meinung, dass der Abverkauf nach dem Erreichen der Marke von 3,- Euro, und mit dem Unterschreiten dieser Marke (wenn auch vorerst nur knapp) weiter gehen dürfte. Die nächste Zielmarke liegt nun bei 2,62 Euro.

Auch die letzten Nachrichten, nach denen weder die BayWa noch OBI Interesse an einer Übernahme von Praktiker gezeigt hatten, dürften die Hoffnungen der Aktionäre auf einen baldigen Kurswechsel der Aktie vorerst beendet haben. Hinzu kam noch dass man bei OBI offenbar aber laut darüber nachdenkt die Standorte der Praktiker Heimwerkermärkte zu übernehmen sofern die Mietverträge demnächst auslaufen. Dies dürfte Praktiker dann zusätzlich schwächen und es stellt sich somit die Frage ob das selbst auferlegte Restrukturierungsprogramm „Praktiker 2013“ nicht umbenannt werden sollte. Gelingt es Praktiker nicht kurzfristig sich vom Billig-Image zu lösen und Marktanteile zurück zu gewinnen wäre es nach Aussage von Fachleuten auch denkbar dass es die Baumarktkette bis zum Jahr 2013 gar nicht mehr gibt.

Insbesondere beim Marketing wurden offenbar in der Vergangenheit die größten Fehler bei Praktiker gemacht. Dies wurde nun erkannt und umgesetzt. Die neu aufgelegte Markenkampagne mit Ex-Tennisprofi Boris Becker zahlt sich laut Presseberichten für Praktiker inzwischen aus. Der Baumarktkonzern legt sowohl beim Image als auch bei der Aufmerksamkeit signifikant zu. Vor allem bei Frauen und der Altersgruppe unter 30 kann Praktiker dank „Bobbele“ punkten. Es besteht also durchaus noch Hoffnung dass sich das Blatt für Praktiker wieder wenden kann, aber das wird dauern. Der Aktienkurs dürfte bis zur Verkündung der ersten echten Erfolge weiter schwächeln. Wir sehen uns das Ganze weiter von der Seitenlinie an!

Metro AG – Konservatives Investment mit viel Phantasie

Eine der wohl derzeit am meisten unterschätzten BlueChips in Deutschland dürfte die Aktie der Metro AG sein! Der Einzelhandelskonzern befindet sich gerade in einer Umstrukturierungsphase. Man trennt sich von unprofitablen Unternehmensteilen und expandiert verstärkt in die Märkte von Morgen. Unter anderem soll die Kaufhof-Tochter bald an die Börse gebracht werden, und auch für die Real-Handelskette gibt es offenbar schon ernsthafte Kaufinteressenten. Kaufhof unterhält bundesweit 123 Filialen, davon 110 Warenhäuser. Im vergangenen Jahr machte die Kaufhaus-Kette einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro. Auch die Kaufhof Immobilien gehören Metro, vor einem möglichen Börsengang wird also noch zu klären sein was mit diesen passiert. Eine Weitervermietung von Metro an den neuen Kaufhof Besitzer nach dem Börsengang wäre dann wohl der Königsweg für den Metro Konzern.

Die Tochter Real erzielt einen Jahresumsatz von stolzen 11,5 Milliarden Euro, was ungefähr einem Sechstel des Metro-Gesamtumsatzes von 67 Milliarden Euro entspricht. Für beide Unternehmensteile sollte sich im aktuellen Umfeld, und aufgrund der zuletzt gelieferten Zahlen ein guter Preis erzielen lassen, was letztlich auch den Aktionären zugute kommen wird. Laut einer aktuellen Berechnung von JP Morgan könnte der Verkauf von Kaufhof und Real den Wert je Metro Aktie auf ca 64,80 Euro anheben. Die Analysten haben somit Ihre Kaufempfehlung heute erneuert. Charttechnisch scheint sich im Bereich zwischen 41,20 und 40,- Euro nun allmählich ein Boden auszubilden. Ich gehe davon aus, dass die runde Marke von 40,- Euro noch unbedingt getestet werde muss bevor es dann wieder aufwärts gehen kann! Und ich gehe davon aus, dass dies heute bereits der Fall sein könnte…Hierzu der aussagekräftige Chart:

Fundamental betrachtet dürfte die Aktie aber auch ohne den Verkauf der Töchter zu günstig sein. Das Gewinnwachstum liegt bei geschätzten zehn Prozent und das KGV für 2012 bei nur 9,3. Natürlich bewegen wir uns mit den oben aufgeführten Argumenten tief im Bereich der Spekulation, aber auch ohne diese zusätzlichen Phantasien sprechen die Fakten für ein langfristiges Investment in die Metro Aktie. Der Metro Konzern ist in 33 Ländern an 2.131 Standorten tätig. Der Konzern konzentriert sich dabei auf  vier Kerngeschäftsfelder Cash & Carry, Lebensmittel-Einzelhandel, Non-Food-Fachmärkte sowie Warenhäuser. Seit dem Börsengang im November 2005 gehört Praktiker nicht mehr zum Portfolio der Metro Group, im April 2006 wurden die restlichen Anteile verkauft! Das ist wohl aus heutiger Sicht ganz wichtig zu wissen, da offenbar einige Marktteilnehmer zu glauben scheinen die angeschlagene Baumarktkette gehöre noch zum Konzern. Dies ist nicht der Fall!

Die Metro Aktie bleibt für uns eines der momentan interessantesten Investments unter den deutschen Standardwerten. Langfristig besteht hier eine Gewinnchance von 60 Prozent, aber auch kurzfristig, also bis zum Jahresende, halten wir Kurse von 55,- Euro für realistisch. Die Aktie ist über verkauft Aktienkurse unter 40,- Euro sind für uns glasklare Kaufkurse.

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Fällt die Praktiker Aktie noch auf 3,- Euro?

Wir haben uns heute aus unserer Rebound Spekulation bei der Praktiker Aktie mit kleinem Verlust verabschiedet. Die ausbleibende Dynamik sowie die deutlich zurückgegangenen Umsätze vermitteln derzeit nicht den Eindruck, dass die Aktie bald wieder nach oben drehen könnte. Viel mehr steht zu befürchten, dass die Aktie noch einmal deutlich einbrechen könnte wenn dann die tatsächliche Nachricht über rückläufige Gewinne und Umsätze kommt. Bisher war ja alles nur rein spekulativ aufgrund der getätigten Aussagen des Unternehmens. Auch heute werden weiterhin größere Pakete in den Markt gegeben. Charttechnisch sieht es finster aus, wenn die vier Euro Marke nicht gehalten werden kann, denn die nächste Unterstützung liegt erst bei 3,03 Euro knapp über dem Allzeittief von 2,87 Euro. Das ist zwar noch weit weg, allerdings hat sich der Aktienkurs ja bereits kürzlich auch innerhalb von nur zwei Handelstagen um über 30 Prozent reduziert…

Kaufkurse bei Porsche, Rio Tinto, Swiss Re, Apple, Intel uvm.?

Die Meinungen über den Verlauf der Börsen, in der kommenden Handelswoche, könnten unterschiedlicher nicht sein. Dies verdeutlicht auch, das angespannte Niveau auf dem wir uns gerade befinden. Grundsätzlich gilt, dass wir aus charttechnischer Betrachtung nun den unteren Bereich einer Trading-Range, die seit Monaten gültig ist, wieder erreicht haben. Auf diesem Niveau sind die meisten Marktteilnehmer wieder sehr skeptisch, auch wenn der Markt deutliche Anzeichen einer überverkauften Situation aufweist. Viele Aktien notieren inzwischen unter ihrer 200 Tage Linie, was eher als bearisches Zeichen zu sehen ist. Die Umsätze an den Börsen sind ebenfalls in den letzten Wochen weiter zurückgegangen. Für uns sind dies wieder einige Kontraindikatoren, die man spielen sollte. Kaufen wenn die Stimmung am schlechtesten ist, hat sich alleine in diesem Jahr bereits dreimal als hervorragende Strategie erwiesen…..Auch der Euro erholt sich weiter, „Der Euro bestimmt die Richtung“ hat mehr denn je Gültigkeit.

Gestern haben wir bereits über die Aktien berichtet, die wir zu den größten Gewinnern einer solchen Gegenbewegung zählen, und wollen nun heute die Liste der interessanten Kandidaten vervollständigen, die wir auf der Watchlist haben. Neben den oben genannten Blue Chips ist nach wie vor die Porsche Aktie auf diesem Niveau ein interessantes Investment, auch unter langfristigen Gesichtspunkten. Die zuletzt veröffentlichten Absatzzahlen aus den USA sehen schon wieder deutlich besser aus, und lassen auf eine weitere Absatzzunahme in den kommenden Monaten hoffen. Insgesamt legten die Verkäufe des Sportwagenbauers auf 2.141 Einheiten um 127 Prozent zu. Besonders die überarbeite Baureihe des Cayenne und der Panamera scheinen sich im amerikanischen Markt nun durchgesetzt zu haben. Das Klagerisiko wegen der gescheiterten VW Übernahme durch Porsche ist zwar existent, ich würde dies aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht überbewerten. Prozesse dieser Art können sich auf Jahre und Jahrzehnte hinziehen.

Ein Basisinvestment im Rohstoffbereich ist nach wie vor auch die Aktie von Rio Tinto, die ebenfalls durch die letzten Börsenturbulenzen wieder auf einem sehr attraktivem Kaufniveau gelandet ist. Hinzu kommt noch, dass die von der australischen Regierung geplante Steuerbelastung, laut offiziellen Berichten, nun deutlich geringer ausfallen dürfte, und das Ergebnis des Bergbaukonzerns nicht so stark belasten sollte wie angenommen. Geplante, und teilweise deutliche Preiserhöhungen bei Rohstoffen, insbesondere bei Eisenerz, sollten sich dabei ebenfalls deutlich positiv auf das Ergebnis in den kommenden Quartalen auswirken. Rio Tinto bleibt nicht zuletzt auf Grund der Kennzahlen unser Favorit im Rohstoffsektor.

Wer es gerne etwas weniger volatil hat und eher langfristig orientiert ist sollte sich hingegen noch einmal  die Aktie des Schweizer Rückversicherers Swiss Re ansehen. Die jetzigen Kurse laden durchaus ein um sich ein paar Stücke ins Depot zu legen. Wir haben diesen Wert bereits seit zwei Jahren immer wieder mal Beimischung gekauft…Einer der wenigen Werte die zwar kurzfristig nur ein überschaubares Potenzial bieten, einen aber ruhiger schlafen lassen. Genau wie die Aktie von Apple, die nun auch etwas zurückgekommen ist und bei einem Rebound der US Börsen überproportional profitieren dürfte.

In diesem Zusammenhang ist wohl auch die Aktie von Dialog Semiconductor noch einmal zu erwähnen. Dialog ist einer der Profiteure von der ganzen Apple iPhone, und iPad Hype. Zwar sind hier für meinen Geschmack inzwischen zu viele Börsenbriefe engagiert, nach dem Rücksetzer kann man aber durchaus mal eine Tradingposition wagen. Fast schon merkwürdig finde ich da das momentane Desinteresse an der Intel Aktie. Die Zeichen, dass wir uns nun wieder in einem Zyklus für Technologie Aktien befinden, mehren sich. Auch der Chipgigant aus den USA ist ein Profiteur des Apple Booms, findet aber weniger Beachtung als beispielsweise Infenion in diesem Zusammenhang. Die neue Chipgeneration von Intel dürfte bald ordentliches Potenzial bei der Aktie entfalten. Weitere Kandidaten sind wie schon geschrieben, Solar Millennium der weltgrößte Ziegelhersteller Wienerberger, Die Baumarktkette Praktiker, Klöckner& Co. und natürlich zu gegebener Zeit die Stahlaktien wie Salzgitter oder Posco..

Wir haben bereits wieder „Grabbeltischkurse“, ob es nochmal ein Stückchen günstiger wird werden wir bald sehen..In jedem Falle lohnt es sich nun die Kaufkandidaten langsam auszuwählen um dann bei einer Richtungsänderung der Indizes vorbereitet zu sein. Erfahrungsgemäß geht solch eine Gegenbewegung dann oftmals sehr schnell..Unsere Fußball-Jungs haben gestern mal wieder sehr überzeugend gespielt, jetzt glaube auch ich, dass wir Weltmeister werden! Ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Faktor an der Börse…

Trading Update Dialog, Hochtief, Wienberger, VW, Continental, Praktiker…

Der gestrige Handelstag hatte mal wieder einiges zu bieten. Punktgenau wurden die von uns in der vergangenen Woche beschriebenen Szenarien und Chartmarken erreicht. Nun dürfte die spannende Frage sein, wie es in dieser Woche weiter gehen wird. Grundsätzlich sind wir eher von weiter leicht fallenden Kursen bis Freitag ausgegangen, nachdem nun aber die Ziele bereits erreicht wurden könnte es durchaus sein, dass die Indizes nun um diese Marken erst einmal seitwärts pendeln werden. Aber auch ein erneuter Abverkauf bis zur runden Marke von 1.000 Punkten im S&P 500 ist durchaus noch möglich! Einige Qualitätstitel sind in den vergangenen Tagen ordentlich unter die Räder gekommen. Wir haben das genutzt um bereits wieder erste Positionen aufzubauen.

Die Aktien von HochTief sind gestern seit langem mal wieder unter die 50,- Euro Marke gefallen. Bis jetzt hatte dieses Kursniveau bereits seit längerem immer gehalten. Wir rechnen damit, dass auch dieses Mal der Weg über die 50,- Euro schnell wieder gefunden wird, und haben uns zu 49,45 Euro ein paar Stücke ins Depot gelegt. Ebenso wie bei HeidelbergCement, wo wir ja angekündigt hatten unter 40,- Euro wieder eine Position in der Aktie aufzubauen. Zu 39,30 Euro sind wir heute Morgen zum Zuge gekommen. Continental ist und bleibt ein Basisinvestment für uns. Bereits gestern konnten wir zu 41,80 Euro wieder einsteigen. Heute notiert die Aktie wieder über 43,- Euro. Die Unterstützung liegt bei 41,80 bzw. glatten 40,- Euro. Und zum Abschluss der Blue Chips die wir gekauft haben darf natürlich auch die Aktie von Volkswagen nicht fehlen. Die Vorzüge sind seit gestern zu 72,85 Euro wieder im Depot.

Wer unserem Rat gefolgt ist konnte heute ebenfalls die Klöckner&Co. Aktie wieder unter 15,- Euro kaufen. Die Unterstützung liegt hier bei 14,80 oder 13,60 Euro. Wir gehen nicht davon aus, dass der Kurs nun nicht weiter deutlich fallen sollte, wenn der Gesamtmarkt mitspielt. Können sich also auch die US Indizes auf diesem Niveau wieder fangen sieht es für einen neuen Anstieg in Richtung 16,80 Euro gut aus. Kurse unter 14,80 nutzen wir nun zum Kauf und rechnen damit, dass diese Marke in Kürze wieder überschritten sein sollte. Einige Stücke der Praktiker Aktie konnten wir bereits gestern zu 5,65 Euro ergattern. Auch hier bildet die genannte Marke eine Unterstützung die sich schon mehrfach als solide erwiesen hat. Als Trading Position wanderte erneut die Aktie von Dialog Semiconductor in unser Depot die wir zu 9,40 Euro ebenfalls gestern noch gekauft haben.

Und dann wäre da noch die von manchen Anlegern ungeliebte Aktie von Solar Millennium…die erste Position zu 17,52 und die zweite zu 16,90 Euro sind auch wieder im Depot. Die dritte Position wurde noch nicht ausgeführt. Die Unterstützung bei 18,- Euro sollte nach unsere Meinung bald wieder erreicht sein, um dann den Boden für einen weiteren Anstieg zu bilden. Bei der Aktie von Solar Millennium scheinen die Meinungen weiterhin auseinander zu gehen. Für uns bleibt die Firma aber einer der interessantesten aus dem deutschen Solarmarkt. Die Wienerberger Aktie hat heute ein neues Jahrestief markiert und rutschte kurzzeitig unter die 10,- Euro. Dies haben wir ebenfalls zum Anlass genommen eine erste spekulative Position bei dem Ziegelhersteller aufzubauen. Mal sehen ob wir mit unseren Käufen richtig lagen…im Moment gehen wir nicht von einem weiteren Kursrutsch an den Börsen aus.

Trading Update Klöckner&Co., HeidelCement, Solar Millennium, Wienerberger

Die Börsen in Asien haben heute Nacht deutlich nachgegeben. Der Aktienmarkt scheint sich also entschieden zu haben in welche Richtung es nun weitergehen wird. Wie wir bereits in unserem Newsletter geschrieben haben, sollte diese Entscheidung vor Neuengagements abgewartet werden, dies gilt insbesondere auch für die zuletzt hoch volatilen Solaraktien. Der G 20 Gipfel hat eigentlich keine besonderen neuen Erkenntnisse gebracht, und die Impulse für die Solarwirtschaft dürften sich, wie bereits so oft, in Grenzen halten. Auch die Pläne Barack Obamahs bald die ökologische Revolution in den USA ausrufen zu wollen müssen erst einmal diverse politische Hürden bis zur tatsächlichen Umsetzung nehmen. Sollte der Präsident dabei erfolgreich sein, dürften in erster Linie die heimischen Unternehmen in den USA davon profitieren, und zu einem gewissen Prozentsatz natürlich auch die deutschen Unternehmen, die rechtzeitig in die USA expandiert haben.. welche Solarunternehmen auf unserer Favoriten-Liste stehen lesen Sie bitte hier..

Natürlich bleibt auch die Aktie von Solar Millennium auf unserer Favoriten-Liste! In den vergangenen Tagen gab es vereinzelt etwas Unruhe, weil wir noch vor wenigen Tagen geschrieben haben, dass wir der Aktie sozusagen treu bleiben, und auch Teilverkäufe momentan ausschließen. Dies war wohlgemerkt zu einer Zeit als die Börsen noch gen Norden tendierten. Aber natürlich sehen wir nicht tatenlos zu, wie sich unsere schönen Gewinne von über 30% wieder in Rauch auflösen…das wäre auch nur dumm, und hätte nichts mit verantwortungsbewusster Geldanlage zu tun. Wer unseren Newsletter immer aufmerksam gelesen hat, weiß auch, dass eine vernünftige Stopp-Loss Strategie zum elementaren Handwerkszeug eines jeden erfolgreichen Traders gehört. Und…ja, wir wurden ausgestoppt, haben also nicht aktiv verkauft. Gerade eben hat die erste Position Solar Millennium Aktien bereits wieder ihren Weg in unser Depot gefunden. Auch wenn wir bis Ende der Woche mit weiter fallenden Kursen rechnen müssen, halten wir den erneuten Ausverkauf auf Grund der deutlich Verbesserten Situation des Unternehmens für deutlich übertrieben.

Auch andere Werte werden heute wieder deutlich interessanter..Wienerberger hat heute zwar einen einigermaßen schwachen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr geliefert, langfristig ist der Weltmarktführer für Ziegel aber sehr interessant. Kurse zwischen 9,80 und 10,50 Euro werden wir wieder zum Kauf einer ersten Position nutzen. Ebenso attraktiv ist nach wie vor die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. die unter langfristigen Gesichtspunkten eventuell auch heute schon gekauft werden kann. Wir gehen aber auch hier davon aus, dass wir erst einmal noch leicht tiefere Kurse sehen werden. Die Unterstützung bei 14,80 Euro sollte aber halten und könnte sich als lukratives Einstiegsniveau erweisen. Ebenso wie die Praktiker Aktie, die unter zahlreichen Herabstufungen leidet, auf dem aktuellen Niveau aber überverkauft erscheint. Aktien von HeidelbergCement werden wir ebenfalls unter 40,- Euro wieder einsammeln..Alle getätigten Trades geben wir dann, natürlich wie gewohnt, über den Newsletter in den kommenden Tagen bekannt.

Der Markt dürfte nun also zunächst die relevanten Marken „abarbeiten“. Für den Dax heißt das in jedem Falle wohl den erneuten Test der runden Marke von 6.000 Punkten. Eventuell geht es sogar noch ein Stück tiefer…bei ca 6.800 Punkten sollte dann aber spätestens Schluss sein um den mittelfristigen Aufwärtstrend nicht zu gefährden. Ich gehe zumindest aktuell, nicht davon aus, dass wir diese Marke erreichen werden. Für den S&P 500 stellt sich die Situation nun wie folgt dar. Der Index ist unter 1.065 Punkte gefallen und hat ein Verkaufssignal generiert. Die untere Begrenzung des Trends verläuft immer noch bei ca 1.040 Punkten. Ein erneuter Test dieser Marke ist somit sehr wahrscheinlich. Sollte auch diese Marke nachhaltig fallen, geht es schnurstracks in Richtung der glatten 1.000 Punkte Marke. Der Aufwärtstrend würde erst nach dem Überschreiten der 1.083 Punkte wieder aufgenommen werden. Achten Sie also auf die genannten Marken..

Kauf Nordex und Praktiker und Dialog Semiconductor

Leider bin ich heute in meiner Berichterstattung erwartungsgemäß etwas gehandicapt..wer meinen gestrigen Artikel „Warum ich niemals Telekom Aktien kaufen würde“ gelesen hat weiß warum. Fairness halber muss ich dazu noch sagen, dass man seitens der Geschäftsführung in Bonn aber zumindest um eine Lösung bemüht war und mir auf dem Postweg nun übergangsweise Zugangsdaten zukommen lassen möchte. Nun ja ich hoffe das klappt dann auch…glücklicherweise konnte ich heute erst einmal im Büro eines Freundes unter kommen, und bin nun wieder online..Nachdem sich meine Kommunikations-Katastrophe ja bereits gestern abgezeichnet hat wurden von mir neben sehr knappen Stopps für alle offenen Positionen auch noch ein paar Abstauberorders im Markt platziert die gegriffen haben.

Die erste Position ist die Aktie von Nordex, die ich ja bereits seit Längerem auf der Watchlist habe, und für unterbewertet halte. Der Windanlagenbauer verkündete gestern einen Großauftrag für den Bau des ersten Windparks im US-Bundesstaat Maryland . Die Anlage mit einer Gesamtleistung von 50 Megawatt wird das Unternehmen im Bezirk Garrett errichten. Kunde und künftiger Betreiber des Windparks „Roth Rock“ ist der Projektentwickler Synergics. Auch die heute verkündeten zahlen zum ersten Quartal geben Anlass zur Hoffnung, dass Nordex die Talsohle nun durchschritten hat.

Zwar leidet das operative Geschäft immer noch an der schleppenden Kreditvergabe für neue Projekte durch die Banken, dennoch konnte die Restrukturierung des Unternehmens deutlich vorangetrieben werden, was sich in Zukunft weiter positiv auf das operative Ergebnis auswirken sollte. Bereits im zweiten Quartal rechnet man seitens der Geschäftsleitung nun mit wieder deutlich anziehenden Umsätzen.. Analysten der Deutschen Bank und Commerzbank hatten sich zuletzt sehr positiv gegenüber Nordex gezeigt und halten die Aktie ebenfalls für unterbewertet.

Der zweite Neuzugang im Depot ist die Aktie von Praktiker, die nach einem Zwischenhoch im vergangenen Monat wieder deutlich zurückgekommen ist und einfach aus charttechnischer Sicht nun wieder deutlich interessanter für Anleger sein dürfte. Der Titel notierte gestern wieder nahe der langfristigen Unterstützungslinie. Fundamental bleibt die Lage beim Betreiber von Bau- und Heimwerkermärkten weiter angespannt. Der lange Winter hat auch hier Spuren in der Bilanz hinterlassen, was sich allerdings nun in Anbetracht der starken Frühlings- und Sommermonate ändern sollte…

Und dann wäre da noch Dialog Semiconductor, die Aktie die in den vergangenen Wochen in aller Munde war. Einer der großen Apple Hype Profiteure der ein den vergangenen Monaten nur noch eine Richtung kannte. Das konnte so auf Dauer nicht gut gehen, und auch wenn bekannte Börsengurus die Aktie bei 13,- Euro Ihren Jüngern noch wie Sauerbier zum Kauf angeboten haben, musste jetzt einfach mal Dampf abgelassen werden. Ich halte dies für durchaus gesund und bin umso mehr davon überzeugt, dass die Dialog Story nun weitergehen kann. Wesentlich unter die Unterstützung bei 8,10 Euro sollte es nun nicht mehr gehen…Am vergangenen Montag kamen die Zahlen, und die konnten sich sehen lassen… und ich rechne weiter mit positiven Überraschungen.

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