Der DAX könnte nächstes Jahr locker bei 10.000 Punkten stehen, wenn…

Welche Auswirkungen politische Börsen haben können konnte man gestern einmal mehr beobachten. nachdem sich US Präsident Barack Obama zuversichtlich bezüglich einer baldigen Lösung der Streitfrage um die US Schulden Obergrenze gezeigt hatte konnte der Dow Jones gestern um über 200 Punkte zulegen und markierte damit den besten Handelstag des Börsenjahres 2011. Alleine die Hoffnung auf eine baldige Lösung hat die Börsen deutlich beflügelt, das charttechnische Bild hat sich damit ebenfalls wieder deutlich aufgehellt. Gelingt es nun auch noch eine finale Lösung des Problems in Kürze zu verabschieden sollten sich die Börsen weiter freundlich zeigen.

Ebenso wäre eine baldige Lösung der Griechenland-Frage in Europa wichtig und wünschenswert, wenn auch nicht unbedingt bereits für diese Woche zu erwarten. Unsere Kanzlerin hat ja bereits angedeutet dass es auch am Donnerstag auf dem außerordentlichen Euro Krisengipfel wieder nichts zu beschießen geben wird, und sie somit nicht gewillt ist überhaupt nach Brüssel zu reisen. Heißt das nun im Umkehrschluss dass im Falle einer Reise Angela Merkels nach Belgien demnächst auch mit einer finalen Lösung für Europa zu rechnen ist?  Die Kanzlerin hat solchen Spekulationen gestern aber bereits den Wind aus den Segeln genommen und öffentlich mitgeteilt, dass es keine sofortige Lösung in Europa geben werde. Wir sollten aber dennoch alle aufmerksam beobachten wann die Kanzlerin ihre Koffer packt!

Und während wir nun darauf warten dass die Politiker weltweit aus Ihrer Lethargie erwachen beschäftigen wir uns mit den harten Fakten des Börsenlebens, den Unternehmensdaten, die bislang überwiegend positiv ausgefallen sind und uns ein ganz anderes Bild von der wirtschaftlichen Situation in den USA vermitteln als und dies die Presse in den letzten Monaten präsentiert hat. So konnte Apple mit dem besten Quartal „ever“ glänzen, was für ein weiterhin glänzendes Konsumentenverhalten spricht, ebenso wie die Coca Cola Zahlen! Die Großbanken und Investmenthäuser verdienen allesamt wieder Milliarden, bis auf Goldman Sachs, was wirklich überraschend war und gestern den Bankensektor belastet hat! Rohstoffwerte wie Alcoa kommen ebenfalls weiterhin gut durch die Krise und die Chipbranche boomt!

Sollte es also gelingen die politischen Wirren zu bewältigen, was natürlich wünschenswert wäre, dann dürften die Aktienmärkte vor einer erneuter Rallye stehen die sogar in ungeahnte Höhen führen könnte. Ohne die momentanen Belastungsfaktoren würde der DAX wohl bereits heute deutlich über der Marke von 8.000 Punkten notieren und spätestens im kommenden Jahr die 10.000 Punkte Marke angreifen. Denn betrachtet man die harten Daten vieler deutscher Unternehmen sieht es bei weitem nicht so schlecht aus wie manche Propheten es vorhersagen. Man darf sich gar nicht vorstellen wo unser Land inzwischen stehen könnte wenn es keinen Euro geben würde…

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17 Comments

  1. Thomas said:

    @Ramsi und Lars: Ich war gestern etwas über aufkommende Nationalismus/Kleinstaaterei („Lufthoheit am Stammtisch“) aufgebracht. Mag sein, dass ich mir an Ramsi (der nicht die Ursache war) zu sehr Luft gemacht habe. Nach dem heutigen Tag bin ich etwas beruhigter:

    „Nenne mir doch mal bitte eine sozialistische Regierung dieser Welt (China mal ausgenommen, weil das kein waschechter Sozialismus mehr ist), die es nicht innerhalb von 40 Jahren geschafft hat, ihr Land bis auf das Zahnfleisch kaputtzuwirtschaften.“

    DC, Democrazia Christiana. Italien.
    Republikaner, USA
    Nea Dimokratia, Griechenland

    „Außerdem weiß ich nicht, woher du deinen Optimismus bezüglich zukünftiger griechischer Zurückhaltung schöpfst.“

    Meinen Optimismus schöpfe ich nicht aus nationalen Eigenschaften oder Cliches zu diesen, sondern aus dem Umstand, dass der Staat Griechenland pleite ist, das heißt sich am Markt kein Geld mehr besorgen kann. Und dem Maastrichter Vertrag.

    Erinnern wir uns: Der Maastricht Vertrag verlangt gewisse Stabilitätskriterien: Einhaltung einer Schuldenobergrenze von max. 60% des BIP, Neuverschuldung max. 3%. Die ersten Mitgliedsstaaten, die diese nicht einhielten, waren DE und FR. Der Vertrag sieht aber keine Sanktionen für Non-Compliance vor.
    Der Maastrichter Vertrag sieht auch ein no bail out vor (das eigentlich nicht erforderlich sein sollte, soweit sich jeder Mitgliedsstaat an die Stabilitätskriterien hält). Das testete der Mark letztes Jahr aus. Es schien kein bailout zu erfolgen, also schlussfolgerte der Markt: Ach so, bei Anleihen von Euro-Teilnehmern muss man auch noch draufkucken, was drin ist. Und so purzelten die Preise für die so called PIIGS, Tag für Tag, Woche für Woche. Die Neuverschuldung (und nur diese) wird für PIIGS immer teurer (im Gegenzug, z.B. unsere immer billiger – aber wir nutzen das ja kaum sondern sparen lieber – mit Ausnahme von Rösler). So, der Markt zwingt nun auf seine Weise, die PIIGS zumindest das Kriterium der Neuverschuldung von 3% einzuhalten, im Falle von Griechenland und Irland glaube ich sogar inzwischen mit Erfolg.

    Ich bin sehr dafür – unter einer Bedingung – jetzt Eurobonds einzuführen.
    Die Bedingung: Keiner, wirklich keiner, der 17 Euro-Teilnehmer begibt neue Staatsanleihen (zum Zwecke der Neuverschuldung)!

    Wenn Neuverschuldung für einen nationalen Staatshaushalt erforderlich ist, ist der Haushaltsplan dem Europäischen Parlament vorzulegen. Erst nach eingehender Prüfung (und eventuellen Kürzungsvorschlägen oder Vorschlägen zur Verbesserung der Einnahmenseite) seitens der Ausschüsse gibt es Kohle aus Eurobonds – maximal 3% des BIP (bitte keine gefälschten Zahlen dazu vorlegen) und die zu entrichtenden Zinsen richtet sich nach Maßgabe des Maastrichter Kriteriums Gesamtschuldenquote (noch herumgeisternde nationale Bonds + Eurobonds) zu BIP.

    Und dann hätten wir endlich ein Sanktionsinstrument, die Maastrichter Verträge auch einzuhalten oder langsam dorthin zu kommen.

    Ich denke, die heutigen Entscheidungen deuten den Weg zum Eurobond.

  2. digger said:

    Lars, wie machst du das? So langsam wirst Du mir echt unheimlich! Ich kenne wirklich niemanden unter alle den Analysten der so eine Trefferquote bei seinen Prognosen vorweisen kann und über so viel Weitsicht und Marktgespür verfügt wie Du. Du hast meinen allergrößten und ehrlich gemeinten Respekt!

    Das musste einfach mal gesagt werden! Du leistest hier für uns alle jeden Tag hervorragende Arbeit für die ich mich gar nicht oft genug bei Dir bedanken kann!!!

    vielen vielen vielen Dank und Gruß

    digger

  3. Ramsi said:

    Thomas, ich würde dich doch bitten mich richtig zu zitieren (ob direkt oder indirekt), wenn du es tust. Wenn du meine Kommentare interpretierst, dann kennzeichne das auch bitte entsprechend. Der Satz „Du hast null Bock auf Europa“ spiegelt die Tatsachen in etwa so korrekt wieder als wenn ich dich mit „Du bist neurotischer Merkelhasser“ kopierte.

    „Ein sehr fadenscheiniges, volkstümelndes Argument. Es kommt von Merkel, die den Stammtisch wiederentdeckt hat.“
    Nunja, zunächst einmal habe ich das nicht von Merkel kopiert, sondern selbst ausgedrückt. Außerdem weiß ich nicht, woher du deinen Optimismus bezüglich zukünftiger griechischer Zurückhaltung schöpfst. Die Regierung um Papandreou ist sozialistisch. Nenne mir doch mal bitte eine sozialistische Regierung dieser Welt (China mal ausgenommen, weil das kein waschechter Sozialismus mehr ist), die es nicht innerhalb von 40 Jahren geschafft hat, ihr Land bis auf das Zahnfleisch kaputtzuwirtschaften. Wenn die Eurobonds kommen, dann wird Europa und inoffiziell Deutschland (weil wir das letzte Schiff Europas sind, das am Ende untergeht) für die frischen Schulden Griechenlands bürgen müssen. Ob du das als „fair“ betrachtest, bleibt dir überlassen. Wenn ich dich richtig verstehe, hat Deutschland Griechenland nun auf das übelste ausgebeutet und müsste dieser moralischen Verpflichtung jetzt nachkommen. Fakt ist aber, dass sich die deutsche Volkswirtschaft dann vom Sparwillen einer griechisch sozialistischen Regierung abhängig macht. Dazu stellen die Bonds eine einmalige Einladung für Regierungen wie die spanische oder italienische dar, aus dem Segen deutscher Bonität ihre eigene Wirtschaft auf Pump anzutreiben und sich dafür feiern zu lassen. Würde ich auch so machen. Wenn du dich dafür begeistern kannst, dann kommen wir hier nicht mehr auf einen Nenner 😉

    • Lars said:

      Genau Ramsi…so und jetzt haben wir uns alle wieder lieb! 🙂 Wir müssen ja nicht immer alle einer Meinung sein, ganz im Gegenteil schätze ich persönlich Eure Meinung sehr auch wenn diese manchmal konträr ist. Die politischen Wirren sind schon groß genug und letztlich haben wir ja leider keinen Einfluss darauf…

    • Lars said:

      Ja genau darum geht es den Franzosen geht der A.. auf Grundeis weil die Banken beteiligt werden sollen und die französischen Institute in Griechenland im Vergleich zur DB und CoBa richtig dicke drin hängen…

  4. Thomas said:

    „Dann wird die Kreditwürdigkeit Deutschlands … von Regierungen wie der griechischen ausgebeutet, … auf Kosten des deutschen Steuerzahlers.“

    Ein sehr fadenscheiniges, volkstümelndes Argument. Es kommt von Merkel, die den Stammtisch wiederentdeckt hat.

    1. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. In Eurobonds würde sich nicht ein Mittelwert der Kreditwürdigkeit von Deutschland und Griechenland ergeben, sondern Euro-Bonds würden die Kreditwürdigkeit der gesamten Eurozone wiederspiegeln. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese höher ist als die von DE allein (Belege: a) Die Zinsen in DE sind niedriger als zu DM-Zeiten b) das EUR/USD Verhältnis seit Einführung des Euros zeigt, dass der Anleger dem Euro vertraut)
    2. Kohle aus den Euro-Bonds sollte es nach meiner Meinung nur unter Vorlage (möglichst nicht gefälschter) Haushaltspläne der Mitgliedsstaaten erst nach Zustimmung des EU-Parlaments geben.

    Das ganze würde „uns Steuerzahler“ weniger kosten (eher Kosten abbauen) als dieses nun schon über 1 Jahr andauernde Rumgewurstele von Merkel (das Zögern dieser Dame kostet uns, nicht Griechenland). Ich gehe aber davon aus, dass das noch 2 Jahre bis zu ihrer Abwahl so weiter gehen wird 🙂

    Eine einheitliche Währung mit himmelweit auseinderlaufenden Spreads bei Zinsen und Renditen der in dieser Währung lautenden Anleihen geht auf die Dauer nicht. Ich bin für Erhalt des Euro (=Vereinheitlichung der Anleihen) und nicht für Wiedereinführung von Mark der DDR und Drachmen.

    • Lars said:

      1. Das ist meiner Meinung nach nicht ganz richtig. Ich bin mir sehr sicher das Deutschland ohne den Rest der Gemeinschaft deutlich besser dastehen würde. Kauf Dir mal den neuen Fokus…sehr interessant, denn auch um Frankreich den angeblich Zeiten starken Partner ist es alles andere als gut bestellt…

      2. Hatten wir denn jemals eine andere Wahl! Der Euro hat uns ungefähr gefühlte 50% Kaufkraftverlust gebracht, anderen Ländern sogar eine gefühlte Aufwertung. Dann kam die Finanzkrise die nochmal alles deutlich verteuert hat und wird, und letztlich wird die Inflation innerhalb der nächsten Jahre grausam das Sparguthaben vieler vernichten. Rentner die sich ein schönes Auskommen ausgerechnet haben werden wohl nochmal ran müssen oder auch in der Altersarmut landen, etc. Letztlich wird von der guten alten D-Mark wohl noch ein Rest von 25 Pfennig an Kaufkraft übrig bleiben. Natürlich habe auch ich keine Glaskugel auf dem Schreibtisch, aber ich denke es wird so kommen!

      3.“Kohle aus den Euro-Bonds sollte es nach meiner Meinung nur unter Vorlage (möglichst nicht gefälschter) Haushaltspläne der Mitgliedsstaaten erst nach Zustimmung des EU-Parlaments geben.“ Theoretische ein toller Gedanke, dennoch werden wieder einige Länder dieses Instrument mißbrauchen und darauf setzen das Europa viel zu viel Angst vor einer Staatspleite und einem anschließenden Dominoeffekt hat. Frei nach dem Motto uns wird schon geholfen wenn es eng wird…und natürlich zahlen die wirtschaftlich starken Nationen bei dem Modell für die schwachen.

      Wer erklärt mir denn eigentlich mal warum erst kürzlich beschlossen wurde das trotz aller Probleme die wir in Europa haben nun ein weiteres eher schwaches Mitglied aufgenommen werden soll??? Das ist doch Wahnsinn! Bei Unternehmen gibt es sowas auch, heißt wachsen um jeden Preis oder auch Expansionsstrategie – klappt aber in den seltensten Fällen 😉 Meistens werden nach einer gewissen Zeit die unprofitablen Filialen wieder abgestoßen!!!

      • Lars said:

        …und genau das hätte man bereits vor einem halben Jahr tun sollen. Wenn ein Geschäftsführer einer Filiale nachweislich jahrelang, sagen wir mal vorsichtig, nicht ganz ehrlich gegenüber der Konzernleitung war, und man im Nachhinein feststellt das die Zahlen immer geschönt waren und diese Filiale nur Miese gemacht hat, was macht man da als guter Unternehmer?? Genau man hätte hier ein Exempel statuieren müssen mit aller Entschlossenheit um für alle Zeiten klar zu machen das so etwas von der Gemeinschaft nicht geduldet wird! Das ist und war immer meine Meinung zum Thema Griechenland. Das Schlimmste was uns jetzt passieren kann ist das Griechenland unkontrolliert pleite geht NACHDEM wir zig Milliarden dort versenkt haben und den Euro noch mit in den Abgrund reißt!

        Und zum Abschluss noch ein Satz zu dem politischen Rumgeeiere diverser Regierungen und Politiker in Europa. Wenn man glaubwürdig sein will muss man entschlossen handeln können, als Einheit um das große Ganze zu verteidigen, immer und in jeder Situation! Das erwarten die Bürger von einer handlungsfähigen Regierung. So, und jetzt habe ich wirklich genug politisiert und möchte mich wieder auf Aktien konzentrieren, denn um die geht es schließlich hier in diesem Blog 😉

  5. Thomas said:

    Ramsi, Du hast null Bock auf Europa. Ist ok. Ich bin aber Europäer. Als Deutscher Steuerzahler und Häuslebauer presst Du gerade mit niedrigen Hypothekenzinsen DIE Griechen aus. Die Transferunion besteht darin, dass wir die Arbeitslosigkeit nach Griechenland schicken, dafür die niedrigen Zinsen nehmen. Wir brauchen keine Transferunion, wir brauchen eine UNION.

    • Lars said:

      Hallo Thomas, das ist glaube ich nicht so ganz objektiv und auch nicht ok was Du das schreibst. Weder hat Ramsi geschrieben dass er keinen Bock auf Europa hat noch hast Du Recht mit Deiner Annahme das wir die Arbeitslosigkeit nach Griechenland schicken o.ä. Das Gegenteil ist der Fall momentan suchen insbesondere wir Deutschen nach Fachkräften im Ausland und bieten somit einer handvoll Menschen in schwächeren EU Staaten die Möglichkeit Ihr Leben deutlich zu verändern. Aber das steht auf einem anderen Blatt und muss auch nicht ausdiskutiert werden. Ich möchte an dieser Stelle nur (trotz der allgemein angespannten Situation :-)) bitten sachlich und respektvoll zu diskutieren. Und ja Thomas Du hast Recht wir brauchen eine UNION, von der sind wir aber noch Lichtjahre entfernt und es bleibt fraglich ob es jemals dazu kommt…

  6. Micha said:

    Ich bin gespannt wie die Geschichte am Donnerstag ausgeht. Am Donnerstag wird wohl erst nach Börsenschluss das Ergebnis bekannt gegeben. Wie seht ihr die Chance auf einen „Black Friday“ an den Börsen? Oder gibt es wohlmöglich einen Befreiungsschlag und wir brechen steil oben aus…?

  7. Ramsi said:

    Naja, der letzte Absatz ist auch nicht viel weniger von Frustration geprägt als mein Kommentar.
    Wie dem auch sei. Von Euro-Bonds halte ich absolut nichts. Was genau stellt dann für eine griechische sozialistische Regierung überhaupt noch einen Anreiz dar, in irgendeiner Art und Weise zu sparen oder weniger verschwenderisch mit dem geliehenen Geld umzugehen?
    Wenn die Euro-Bonds kommen, werde ich vor Verzweiflung lachen. Dann wird die Kreditwürdigkeit Deutschlands (die trotz der in meinem obigen Kommentar dargestellten stellvertretenden Sachverhalte verhältnismäßig exzellent ist) von Regierungen wie der griechischen ausgebeutet, die dann erstmal Steuergeschenke wie Schneestaub in die Bevölkerung pusten können… auf Kosten des deutschen Steuerzahlers. Wir befinden uns längst in einer Transferunion. Ich denke, darüber muss man nicht mehr streiten. Allerdings ist die Frage nach dem Ausmaß durchaus diskussionsberechtigt.

  8. Thomas said:

    „Man darf sich gar nicht vorstellen wo unser Land inzwischen stehen könnte wenn es keinen Euro geben würde…“

    Ich gehe davon aus, dass ohne den Euro sich die Arbeitslosigkeit in DE bei 6-8 Millionen bewegen würde. Die ist halt, Dank oder wegen Euros, nach Spanien und Griechenland ausgelagert worden.

    Die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit einiger Mitgliedstaaten hat (auch) damit zu tun, dass sie den Euro nicht abwerten können, inzwischen aber Zinsen (in Euro) zahlen müssen, als hätten sie noch Lira, Pesete oder Drachmen. Das ganze liegt am no-bail-out bzw. dem Fehlen einer Euro-Land einheitlichen Anleihen („Euro-Bonds“).

    Ich möchte mich nicht an der allgemeinen Politikerschelte von Ramsi beteiligen (Jedes Land hat die Regierung, die es verdient – ich bin i.ü. mit dem gut ausgebauten Fahrradnetz hier in Bonn eigentlich sehr zufrieden :-)). Im Konkreten bin ich jedoch inzwischen über Frau Merkel entsetzt.

    Wahrscheinlich arbeitet sie mit Nikolas Sarkozy in Berlin gerade einen geheimen Plan aus, wie doch zumindest in McPomm und Brandenburg die Mark der DDR wieder eingeführt werden könnte?

    Null Bock auf Europa? Oder was?

  9. Ramsi said:

    Wo unser Land heute stehen könnte … die Frage kann man sich auch beim Thema Wiedervereinigung stellen. Von dem Geld für „Wiederaufbau Ost“ könnten wir unsere Autobahnen mit Blattgold teeren. Stattdessen kann ich heute nichtmal in ein Nachbardorf fahren, ohne eine Schaukelparty mitzumachen. Genauso könnte ich mich fragen, ob Frau Kraft bei ihrer ersten Amtshandlung als Ministerpräsidentin NRW nicht auf dem Laufenden bezüglich der Verschuldung ihres Landes war.
    Damit will ich sagen, wann immer diesem Land Geld zur Verfügung stehen sollte, wird die Politik einen Weg finden, dieses in leicht verschwenderischerer Weise auszugeben, als sie es sich eigentlich leisten kann. Die Ursache hierfür findet sich m.E. nach in der Herkunft unserer politischen Führungskräfte (Beamte, Lehrer, Juristen), die leider keine Ahnung von Finanzmanagement haben.
    Aber das ist ja nicht nur ein Problem unseres Landes sondern fast aller Demokratien dieser Erde. Die meisten Politiker nutzen jeden finanziellen Spielraum sofort aus, um sich selbst öffentlich möglichst populär in Szene zu setzen. Die Zukunft des Landes spielt dabei eine untergeordnete Rolle oder interessiert überhaupt nur einen Rotz, um das mal gebührend auszudrücken.
    Von daher ist die Frage, wo unser Land stünde, irrelevant, weil das entstandene Potential früher oder später wieder für persönliche Karrierezwecke missbraucht worden wäre

    • Lars said:

      Ramsi, da hast Du leider ausnahmslos Recht. Ohne Wiedervereinigung wäre der DAX wohl schon bei 20.000 🙂 und ohne Politiker bei 30.000 (kleiner Scherz!)

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