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Tagesupdate VW, BMW, Daimler, Drillisch, K+S, Wacker Chemie, Commerzbank…

Die Welt schaut auf die Börseneröffnung in Griechenland!b Heute sollen dort die Finanzplätze wieder öffnen, Finanzmarkt-Experten erwarten einen Einbruch zwischen 15 und 20 Prozent. Nach fünft Wochen Zwangsschließung scheint die Nervosität der Anleger nun einen Höhepunkt erreicht zu haben, der sich in einem heftigen Kursrutsch äussern könnte. Insbesondere die griechischen Bankaktien könnten am stärksten von einem solchen Kursrutsch betroffen sein. Soweit zu den Prognosen vom Wochenende bezüglich der Eröffnung einer wahrscheinlich turbulenten Börsenwoche…

Viel spannender als das Griechenland-Thema scheint mir aber immer noch die Entwicklung in China zu sein. Auch heute neuen die Börsen dort erneut zu leichter Schwäche, nachdem der Einkaufsmanagerindex im Juli von 49,4 auf 47,8 Punkte abgesackt ist. Die Stimmung in den Chefetagen der Konzerne trübt sich zusehends ein. Mit einem Wert unter 50 geht man nun offenbar von einem Schrumpfen der Wirtschaft im Reich der Mitte aus, was nicht ohne Folgen für den erst der Welt bleiben dürfte. Auch die kürzlich prognostizierten Wachstumsraten der chinesischen Volkswirtschaft von 7 Prozent muss somit ernsthaft in Frage gestellt werden!

Zum Wochenbeginn ein kurzes Aktienupdate der wichtigsten Aktien in Kurzform… Autobauer, VW, BMW, Daimler & Co. bleiben weiterhin unter Beobachtung, haben aber meine Kursziele auf der Unterseite noch nicht erreicht. Insbesondere hier spielt das „Thema China“ eine wesentliche Rolle! Geduldiges Warten auf die richtige Gelegenheit sollte sich auszahlen, ebenso wie bei den Automobilzulieferern. Drillisch profitiert heute von mehreren positiven Analysenkommentaren, nachdem am Freitag erneut hervorragende Zahlen veröffentlicht wurden. Kann man kaufen, aber auch hier dürfte die Luft nun dünner werden.

Bei K+S halte ich die Übernahmephantasien immer noch für einigermaßen gefährlich, was sich inzwischen auch im Chart zeigt. Ich würde hier lieber noch warten bis sich die Lage etwas beruhigt und die Aktie mindestens bis in den Bereich um die 33,50 Euro zurückgekommen ist. Wacker Chemie hat heute Zahlen veröffentlicht die im Rahmen der Erwartungen lagen. Die Enttäuschung der Anleger über den mäßigen Ausblick dürfte überwiegen, womit der Titel im Abwärtstrend in Richtung ca. 83,- bis 81,- Euro verbleiben dürfte. Die Freude bei der Commerzbank über den deutlich gesteigerten Quartalsgewinn ist groß, obwohl man berücksichtigen sollte dass, diese Freude auf sehr niedrigem Niveau, angesichts der zu erwartenden Verwerfungen s.o. zu früh sein könnte. Aus charttechnischer nicht hellt sich das Bild erst bei Kursen über 13,- Euro wieder etwas auf.

Auch die Rohstoffmärkte bleiben auch in dieser Woche weiter unter Druck. Der Ölpreis hat erneut nachgegeben, beim Kupfer sieht die Lage noch wesentlich angespannter aus, nachdem das jüngste Tief noch einmal unterschritten wurde! Hier droht nun noch einmal ein Rutsch von bis zu 20% was man dann wohl auch bei Aktien wie Freeport McMoRan etc. demnächst im Chart sehen kann… Lediglich beim Gold besteht – trotz oder gerade wegen allen negativen Nachrichten – weiterhin eine Chance auf Stabilisierung. Volle Deckung hingegen sollte man nun wohl im Kohle-Sektor suchen. Die bereits in der Bedeutungslosigkeit verschwundenen Aktien aus diesem Segment könnte noch einmal deutlich nachgeben, nachdem der US Präsident Barack Obama am Wochenende seine Klimawandel-Pläne bekannt gegeben hat.

Der positive Aspekt dieser Nachricht könnte sein, dass es demnächst wieder kräftige Bewegungen (nach oben) für Solar- und Windaktien geben könnte. Dies bleibt allerdings noch abzuwarten, denn die Republikaner dürften mit den Plänen des Präsidenten nicht unbedingt konform gehen. Dennoch sollte man den Sektor „Clean Energy“ nun intensiver beobachten!

Fazit: Wie in den letzten Wochen bereits deutlich gemacht, halte ich es im Moment für äusserst gefährlich sich am Aktienmarkt zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Dabei spielt auch eine intensive und gut recherchierte Aktienauswahl möglicherweise nur eine untergeordnete Rolle. Denn falls China weiter abrutscht, dürfte der heute erwartete Crash in Griechenland eher einem Kindergeburtstag gleichen! Bleiben Sie also weiterhin vorsichtig und genießen Sie den Sommer solange er da ist. Die richtige Zeit für neue Aktienanlagen kommt noch früh genug..!

S&P 500 mit deutlichem Rückschlagspotenzial – Kommt der Yellen-Effekt?

Wie unsere Newsletter Abonnenten ja bereits seit Sonntag wissen, habe ich genau das was wir gestern an der Wall Street gesehen haben so auch erwartet. Die Nervosität an den Kapitalmärkten nimmt weiter zu, je länger die fruchtlose Debatte um den US Haushalt anhalten wird. Der Kursrutsch gestern war somit erst einmal nicht überraschend. Der Schlusskurs des S&P 500 hingegen schon. Denn eigentlich hätte dieser erste Schub vorerst bei ca. 1660 Punkten enden sollen, wenn man weiter an ein bullishes Szenario glaubt. Die US Indizes sind aber bereits im ersten Schritt weiter abgetaucht als dies vom Markt erwartet wurde. Somit sind die Bären nun etwas im Vorteil, auch wenn heute bereits vorbörslich wieder Kurse über der 1.660 Punkte Marke erreicht werden.

Der Hauptgrund für diese kurzfristige Entwicklung ist nicht etwa darin zu sehen, dass Alcoa heute Nacht ganz passable Zahlen geliefert hat, sondern wohl viel mehr damit begründet, dass der Markt nun auf die Ernennung von Janet Yellen zur neuen FED Chefin setzt. Laut einem Sprecher des Weissen Hauses wird die Ökonomin heute offiziell von Barack Obama nominiert werden. Janet Yellen gilt als Wunschkandidatin der Bullen, da sie die Lockere Geldpolitik von Noch-FED-Chef Bernanke sehr wahrscheinlich weiterführen wird.

S&P 500 Chart Trendbruch

Der Zeitpunkt der Nominierung dürfte nicht etwa zufällig gewählt worden sein. Obama setzt damit auf eine Stabilisierung des Marktes, während die Verhandlungen über den Staatshaushalt und die Schuldenobergrenze in die nächste und vielleicht entscheidende Phase gehen. Ob dies allerdings reichen wird um den inzwischen auf der Kippe stehenden Bullenmarkt weiter anzuheizen ist fraglich. Ich kann mir zwar durchaus vorstellen, dass es zu einem kurzfristigen Yellen-Effekt kommen wird, sobald der Senat die Nominierung ebenfalls abgesegnet hat. Dennoch sollte man wohl nicht allzu viel Hoffnungen darauf setzen, dass dieses Ereignis ein echter Game-Changer wird.

Wie man in obigem Chart des S&P500 deutlich sehen kann ist der seit November 2012 bestehende Aufwärtstrend erstmalig ernsthaft in Gefahr, und damit auch eine Fortsetzung der Hausse. Der Dax hält sich (noch?) vergleichsweise gut in diesem Umfeld. Allerdings kann man auch hier erste deutliche Ermüdungszeichen erkennen, wie bereits im letzten Artikel beschrieben. Sollten die US Indizes nun weiter schwächeln, wird sich auch der Deutsche Leitindex dieser Entwicklung nicht dauerhaft entziehen können. Entsprechende „Vorsichtsmaßnahmen“ sind also weiterhin angeraten bis sich ein überzeugenderes Setup für die nächsten Trades ergibt.

DAX- Kursziel 7.400 erreicht – Jetzt kommt die Jahresendrally, wenn…!

Der DAX ist nun „planmäßig“ in Richtung der 7.400 Punkte Marke marschiert. Ich erinnere an dieser Stelle auch noch einmal gerne an den Artikel vom…, den Sie > hier < nachlesen können. Auslöser für diese Bewegung waren die neuesten Daten aus China. Hinzu kam noch die Hoffnung auf eine baldige Lösung der amerikanischen „Fiscal Cliff“ und natürlich der Beantwortung der Frage wie es denn nun dauerhaft mit Griechenland in der Eurozone weiter gehen wird. Allerdings gebe ich mich im Punkt Griechenland keinen große Illusionen mehr hin. Das Ende dieser traurigen europäischen Episode bleibt offen, eine echte Lösung scheint nicht in Sicht. Zumindest hatten die Verantwortlichen nun mal einen kleinen kreativen Schub in Sachen Anleihen-Rückkauf…!

Wie auch immer, die aktuelle Situation ist und bleibt hauptsächlich geprägt durch die politischen Probleme in den USA und nicht denen in Europa – zumindest für den Moment! Im Streit um den künftigen US Haushalt wird inzwischen jeder noch so kleine Hinweis auf eine Lösung auf die Goldwaage gelegt. So auch gestern, als sowohl Obama als auch sein Kontrahent John Boehner Zuversicht versprühten dass man bis Weihnachten eine Lösung gefunden haben will. Prompt drehten die zuvor schwächelnden Märkte steil nach oben  und sorgten somit heute für ein entsprechend freundliches Börsenumfeld, dass auch den DAX wieder an die obere Begrenzung des Trendkanals geführt hat.

Nun kommt also wohl der eigentlich spannende Teil auf uns zu. Die Frage, die es in den kommenden Tagen nun zu beantworten gilt, ist ob wir eine Jahresendrally bekommen werden. Hierzu muss der Dax die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs nun beenden. Um dieses Ziel zu erreichen ist also unbedingt ein weiterer Anstieg über die Marke des letzten Hochs bei 7.438 Punkte notwendig. Die nächste wichtige Marke liegt bereits knapp darüber bei 7.447 Punkten. Erst wenn diese beiden Hürden genommen wurden kann man wohl von einer Entspannung der Lage ausgehen. Dann besteht eine gute Möglichkeit dass der seit Anfang Juni bestehende Aufwärtstrend im DAX wieder aufgenommen wird. die nächsten Kursziele liegen dann aus charttechnischer Sicht bei 7.478, 7.528 und  7.600 Punkten. Gelingt es hingegen nicht die obere Begrenzung des aktuellen Seitwärtstrends zu überwinden droht ein erneuter Rückfall in Richtung der unteren Begrenzung bei ca. 6.930 Punkten.

Beantwortet wird diese Frage, ob wir eine Jahresendrally sehen werden oder nicht, aber in den USA. Hierzu kann ein Blick auf den Chart helfen, allerdings sei hier noch erwähnt dass sich dieses Bild in einem nachrichtengetriebenen Markt wie diesem auch jederzeit wieder gravierend ändern kann:

Ein ähnliches, wenn auch nicht ganz so dynamisches Bild sehen wir im S&P 500. Mit der heute zu erwartenden Kursbewegung wäre der kurzfristige Abwärtstrend erneut verlassen worden. Erst ein weiterer Anstieg des Index über die Marke von 1.435 Punkte eröffnet letztlich wieder neuen Spielraum nach oben. Auch hier gilt, scheitert der Index an dieser wichtigen Marke, besteht das Risiko eines erneuten Abtauchens in tiefere Regionen. Wie wichtig die aktuelle Phase für die Märkte ist verdeutlicht das langfristige Bild des S&P 500…

Deutlich ist der seit Oktober 2011 bestehende Aufwärtstrend zu erkennen, der nun mit dem Überwinden der Marke von 1.412 Punkten wieder zurückerobert werden kann. Vorbörslich deuten die Indikatoren auf eine Börseneröffnung in den USA über dieser wichtigen Marke hin. Das wäre ein starkes Signal für die Märkte auf eine mögliche Trendwende. Ein Anstieg bis auf 1.435 Punkte wäre damit sehr wahrscheinlich, bevor dann dort die eigentliche Entscheidung fällt. Heute ist also mal wieder ein ganz entscheidender Tag für die weitere Entwicklung der Indizes! Achten Sie auf die genannten Marken!

Die Idee Euro und ein Untergang auf Raten

Auch die vergangene Woche brachte, wie von uns erwartet, keine entscheidende Wende an den Finanzmärkten. Barack Obama konnte mit seiner Rede zu dem geplanten Konjunkturpaket über insgesamt 450 Milliarden Dollar offenbar wenig überzeugen. Anleger weltweit befürchten dass auch dieses Maßnahmen-Paket durch die Republikaner abgeschmettert wird. Obama hat an zuletzt deutlich politischen Einfluss eingebüßt, und wird es schwer haben bis zu den kommenden Wahlen noch weitreichende Veränderungen durchzusetzen. Letztlich werden wir also warten müssen ob Ben Bernanke die US Märkte mit einem neuen Stimulus für die Finanzmärkte überraschen kann, bis dahin werden die Märkte weiterhin sehr nervös und extrem volatil bleiben.

Die Nachricht der Woche aber wahr der spontane Rücktritt des EZB Chefvolkswirts Jürgen Stark. Mit ihm schmeißt nun schon der dritte deutsche Vertreter in der EZB hin, und bringt damit erneut die Börsen unter Druck. Letztlich dürfte Stark wohl wegen mangelnder Unterstützung aus Berlin das Handtuch geworfen haben. Das mag zwar persönlich verständlich sein, aber letztlich ist es doch schade dass die Zahl der Entscheider im Euroraum mit einem gewissen wirtschaftlichem Weitblick immer kleiner wird, und die Gefahr eines politischen und wirtschaftlichen Verfalls der Eurozone dadurch weiter gestiegen ist.

Nach Bundesbank-Chef Axel Weber und Herrn Issing geht nun also auch Jürgen Stark. Offensichtlich sind die deutschen Vertreter in der EZB nicht bereit die dortigen Praktiken mit zu tragen. Konkret ging es immer wieder um die Ankäufe von Staatsanleihen maroder Staaten, einer Handlung die nicht in den Statuten der Europäischen Zentralbank verankert ist. Die EZB droht sich somit zu einer „Bad Bank“ Europas zu entwickeln, dies wollte auch Stark so anscheinend nicht hinnehmen. Zwar wurden für den Rücktritt offiziell private Gründe angegeben, glaubhaft ist dies in der jetzigen Situation aber nicht! Jürgen Stark war immer gegen den Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB, und hat sich während seiner Amtszeit massiv für die Stabilität des Euros eingesetzt.

Zuletzt kaufte die Europäische Zentralbank sogar italienische Papiere ohne einen triftigen Grund, was letztlich, wie auch in den anderen Fällen, einer Belohnung der Verfehlungen dieser Länder gleichkommt. Nun hat auch Stark aufgegeben, da er offensichtlich nicht mehr bereit ist die Fehlentscheidungen der europäischen Politik im Allgemeinen und der EZB im Speziellen mit zu tragen. Die offensichtliche Uneinigkeit Europas stürzt die EZB zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt in eine erneute Krise, und somit auch den Euro. Dieser fällt weiterhin wie ein Stein und markiert heute ein 10-Jahres-Tief gegenüber dem Yen…Wie es beim Euro weitergehen könnte lesen Sie bitte hier…

Das Vertrauen in die europäische Währung und in eine gemeinsame und nachhaltige Wirtschaftspolitik hat seit letzter Woche somit erneut schweren Schaden genommen. Die deutschen Vertreter scheiden reihenweise aus den führenden Gremien der Währungsunion aus, und dass obwohl Deutschland doch den Karren für alle aus dem Dreck ziehen soll. Das kann nicht funktionieren! Am Wochenende wurde dann zusätzlich noch bekannt dass der Chef der Euro Gruppe, Jean Claude Juncker,  sein Amt zur Verfügung stellen will, da er der Meinung ist dass das Krisenmanagement in der Eurozone nicht mehr nebenamtlich zu machen ist. Ab Oktober soll der umstrittene Italiener Mario Draghi die Nachfolge von Jean Claude Trichet antreten. Alles keine unbedingt beruhigenden Perspektiven für die Märkte.

Als trauriges Fazit von meiner Seite bleibt, dass die politische Krise in Europa offenbar viel tiefer gehend ist als wir alle bereits angenommen hatten. Ich halte den Rücktritt von Jürgen Stark für ein Ereignis mit deutlicher Signalwirkung, und gehe davon aus, dass der Markt dies in den kommenden Wochen sehr wahrscheinlich einpreisen wird.  Ebenso wie auch die neuesten Nachrichten aus dem Krisengebiet Griechenland, die nicht gerade zuversichtlich stimmen. Das Land hat kürzlich mitgeteilt, dass die Schuldenproblematik nicht zu lösen ist. Die griechische Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 7,3 Prozent eingebrochen, die Schulden des Landes werden nicht sinken sondern voraussichtlich im Jahr 2011 um vier bis fünf Prozent steigen. Die Verzinsung für einjährige Staatsanleihen Griechenlands liegt inzwischen bei sagenhaften 96Prozent. Damit werden kurz und knapp zwei Dinge klar, Griechenland ist faktisch bankrott und auch nicht mehr zu retten.

Der Markt preist den wahrscheinlichsten Ausgang der griechischen Tragödie in Form einer nun unkontrollierten Pleite des Landes bereits jetzt voll ein, und rechnet innerhalb der nächsten 12 Monate (eher wohl deutlich weniger!) mit diesem Ereignis. Dennoch halten manche Politiker immer noch krampfhaft an einer Rettung des Mittelmeer-Staates fest, und sind bereit „unser“ Geld ohne Aussicht auf Erfolg, weiterhin in einem großen schwarzen Loch zu versenken, um Zeit zu gewinnen. Zeit wofür fragt man sich?? Ein geordneter und freiwilliger Ausstieg Griechenlands würde bei weitem nicht soviel Schaden angerichtet als das was jetzt wahrscheinlich kommen wird. Wiedermal…!

Bleibt nur zu hoffen das es den führenden Köpfen in Europa doch noch kurzfristig gelingen wird sich von der romantischen Vorstellung eine ewig währenden Liebesbeziehung aller europäischer Staaten zu lösen. Beziehungen scheitern, aus mangelnder Liebe oder weil einer der Partner betrogen hat, manchmal auch am Geld. Treffen alle drei Gründe zu ist spätestens dann eine Trennung unvermeidlich! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Woche. Bleiben Sie weiterhin vorsichtig, das dicke Ende kommt wohl noch, denn die Märkte werden den Druck auf die Politik so lange aufrecht erhalten bis die richtigen Entscheidungen getroffen werden!

Weitere Turbulenzen im Dax und S&P zu erwarten – Krisenschutz mit den richtigen Aktien

Aus unserem letzten  Börsenbrief: Mit der erneuten Schwäche des US Marktes am Freitag wurden alle Kaufsignale wieder negiert. Insbesondere bei einigen BlueChips hat sich dieser letzte Handelstag der Woche extrem negativ ausgewirkt. Aus kurz zuvor generierten Kaufsignalen wurden umgehend wieder Verkaufssignale.  Somit befinden wir uns nun erneut wieder im charttechnischen Nirwana ohne klare Richtung, allerdings nun wieder mit deutlich negativer Tendenz. Die alte Tradingrange im S&P  zwischen 1100 – 1185 im S&P500 ist nun wieder aktiv, und es ist davon auszugehen, dass die technische Gegenbewegung in den USA bereits zu Ende sein könnte. Für den DAX heißt dies, nachdem der Index von der Erholung nahezu gar nicht profitieren konnte, dass hier nun weiteres deutliches Abwärtspotenzial besteht. Man sollte nicht verwundert sein, wenn das deutsche Börsenbarometer noch in diesem Jahr die 5.000 Punkte Marke deutlich unterschreitet.

Natürlich sind auch zwischenzeitliche Erholungen jederzeit möglich. Die Marktteilnehmer warten weiterhin gespannt auf das nächste Treffen der FED am 20. und 21. September. Nach den zuletzt katastrophalen Arbeitsmarktdaten, und einem historisch niedrigem Verbrauchervertrauen gehen nicht wenige Marktbeobachter davon aus, dass Ben Bernanke nun fast schon gezwungen sein könnte demnächst wieder die große Gelddruckmaschine an zuschmeißen. Das US Konsumentenvertrauen befindet sich inzwischen auf dem Tiefpunkt der letzten 25 Jahre und somit noch deutlich unter dem Niveau der Lehmann Pleite. Die FED könnte also mit einem QE3 Programm oder ähnlichem kurzfristig für Linderung sorgen. Langfristig wird aber auch diese Maßnahme das eigentliche Problem nicht lösen können, wie wir alle bereits wissen.

Ich persönlich bin noch nicht ganz davon überzeugt das wir in der kommenden FED-Sitzung etwas wirklich Konkretes hören werden. Viel mehr wird der FED Chef einmal mehr versuchen mit irgendwelchen Floskeln weiterhin Zeit zu gewinnen, und die Hoffnungen aufrecht zu halten. Wie auch die letzten Male könnte Ben Bernanke versuchen alles Weitere so zu verkaufen dass es vom Markt positiv aufgenommen wird. Ob dies allerdings erneut gelingen kann ist fraglich, auch wenn der Amerikaner darin offensichtlich deutlich geschickter ist als europäische Politiker. Bernanke sprach von weiteren Konjunktur stützenden Instrumenten, diese wird er nun zumindest konkretisieren müssen. Liefert die FED auch dieses mal nichts handfestes dürfte sich das sehr negativ auf die Märkte auswirken, und könnte einen weiteren Abwärtsschub auslösen.

Auch die Rede von Barack Obama am kommenden Donnerstag dürfte ein Ereignis sein auf das der Markt kurzfristig wetten könnte. Obama will den US Arbeitsmarkt reformieren und bis zu einer Million neue Arbeitsplätze schaffen. Die Rede wird mit Spannung erwartet, allerdings muss der US Präsident wohl schon ein ganz besonderes weißes Kaninchen aus dem Zylinder zaubern, da die Republikaner mit hoher Wahrscheinlichkeit versuchen werden diesen Plan massiv zu torpedieren. Wie wir in den letzten Wochen gesehen haben reicht Obama keine gute Idee mehr um etwas zu bewegen, nachdem die Mehrheit im Parlament verloren ging. Ebenso wie Europa muss sich die USA aus dem politischen Stillstand befreien und das Machtgerangel auf Kosten der Allgemeinheit beenden. Erst dann können Reformen auch sinnvoll umgesetzt werden, und wieder positive Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben!

Insgesamt bleibt die Stimmung am deutschen Aktienmarkt weiterhin sehr nervös. Morgen wird bedingt durch den Labour Day, ein Tag ohne Handel an den US Börsen sein. Somit wird es interessant sein zu sehen, wie sich der DAX ohne die Amerikaner, und nach wirklich schlechten Vorgaben, schlagen wird. Ich gehe davon aus das die Unterstützung bei 5.400 Punkten oder gar 5.350 Punkten noch einmal getestet wird. Der weitere Weg des Deutschen Leitindex ist somit sehr ungewiss. In jedem Fall dürfte der September 2011 ein bedeutender Monat werden. Die unglückliche Debatte um die Verabschiedung des zweiten Rettungspakets im Bundestag, die weitere Diskussion über die Lösung der Euro-Krise, und die offensichtliche Uneinigkeit der Regierungen im Euroraum, sowie das Notenbanktreffen der Fed und die Rede Obamas werden die Masse der Anleger weiterhin abwartend agieren lassen. Seit dem Wahlergebnis in Mecklenburg Vorpommern gestern ist auch ganz offensichtlich klar geworden was das deutsche Volk von der Handlungsunfähigkeit der aktuellen Regierung hält…

Ebenfalls mit weiterhin deutlichen Bewegungen muss man wohl am Devisenmarkt rechnen. Der Euro zeigte zuletzt deutliche Schwäche, was anhand der politischen Verwerfungen auch nicht weiter verwunderlich ist. Hierzu möchte ich Ihnen heute einen Langfrist-Chart Euro/Dollar aus einem amerikanischen Blog präsentieren, den ich durchaus sehr aussagefähig finde. Sollte es Europa nicht gelingen wieder Vertrauen für den Euro zu schaffen, und die amerikanischen Investoren zurück in den DAX zu „locken“, halte ich das unten gezeichnete Szenario für sehr wahrscheinlich. Ein Kursverfall gegenüber dem Dollar bis hin zu Parität könnte die Folge sein.

Zum Abschluss noch ein erneuter Hinweis auf den einzigen echten Bullenmarkt im Moment. Nicht nur Gold/Silber sind heute wieder um 3 bzw 4% gestiegen, sondern auch die Minen haben einen eindeutigen Ausbruch aus einer monatelangen Konsolidierung vollzogen. Während ich bei Gold immer noch von einer baldigen Korrektur ausgehe erscheinen einige Minenwerte jetzt durchaus interessant zu sein. Das ist zusätzlich eine hervorragende Möglichkeit seine sonstigen Aktienpositionen zu hedgen, und die Verluste in einem weiter fallenden Markt zu kompensieren. Lesen Sie dazu bitte auch die kürzlich im Blog erschienenen Artikel, zu Rohstoff- und Krisenaktien, in denen wir unserem Lesern interessante Aktien vorgestellt haben. Zusätzlich haben wir Über fundamental günstige High-Tech Schwergewichte berichtet, ebenso wie hochinteressante, internationale Spezialwerte.

Auch die letzten Insidertransaktionen können aber ein guter Hinweis darauf sein bei welchen Aktien kurzfristig mit einem Rebound zu rechnen ist. Es bleibt dabei, in dieser Martphase muss man extrem schnell reagieren, und ständig bereit sein die Meinung und Sichtweise der Dinge spontan zu ändern. Wir haben uns nun ebenfalls entschieden vorerst nur noch kurzfristig zu agieren. Insbesondere die Bankenaktien sind im Moment als hochspekulativ einzuschätzen. Wer hätte das noch vor wenigen Monaten von einer Deutschen Bank Aktie gedacht…?

Ich wünsche Ihnen allen eine erfolgreiche Börsenwoche und stets die richtigen Entscheidungen! Wenn auch Sie in Zukunft von unserem kostenlosen Börsen Newsletter profitieren wollen melden Sie sich bitte jetzt hier unverbindlich an!

Meistgesucht

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Der DAX könnte nächstes Jahr locker bei 10.000 Punkten stehen, wenn…

Welche Auswirkungen politische Börsen haben können konnte man gestern einmal mehr beobachten. nachdem sich US Präsident Barack Obama zuversichtlich bezüglich einer baldigen Lösung der Streitfrage um die US Schulden Obergrenze gezeigt hatte konnte der Dow Jones gestern um über 200 Punkte zulegen und markierte damit den besten Handelstag des Börsenjahres 2011. Alleine die Hoffnung auf eine baldige Lösung hat die Börsen deutlich beflügelt, das charttechnische Bild hat sich damit ebenfalls wieder deutlich aufgehellt. Gelingt es nun auch noch eine finale Lösung des Problems in Kürze zu verabschieden sollten sich die Börsen weiter freundlich zeigen.

Ebenso wäre eine baldige Lösung der Griechenland-Frage in Europa wichtig und wünschenswert, wenn auch nicht unbedingt bereits für diese Woche zu erwarten. Unsere Kanzlerin hat ja bereits angedeutet dass es auch am Donnerstag auf dem außerordentlichen Euro Krisengipfel wieder nichts zu beschießen geben wird, und sie somit nicht gewillt ist überhaupt nach Brüssel zu reisen. Heißt das nun im Umkehrschluss dass im Falle einer Reise Angela Merkels nach Belgien demnächst auch mit einer finalen Lösung für Europa zu rechnen ist?  Die Kanzlerin hat solchen Spekulationen gestern aber bereits den Wind aus den Segeln genommen und öffentlich mitgeteilt, dass es keine sofortige Lösung in Europa geben werde. Wir sollten aber dennoch alle aufmerksam beobachten wann die Kanzlerin ihre Koffer packt!

Und während wir nun darauf warten dass die Politiker weltweit aus Ihrer Lethargie erwachen beschäftigen wir uns mit den harten Fakten des Börsenlebens, den Unternehmensdaten, die bislang überwiegend positiv ausgefallen sind und uns ein ganz anderes Bild von der wirtschaftlichen Situation in den USA vermitteln als und dies die Presse in den letzten Monaten präsentiert hat. So konnte Apple mit dem besten Quartal „ever“ glänzen, was für ein weiterhin glänzendes Konsumentenverhalten spricht, ebenso wie die Coca Cola Zahlen! Die Großbanken und Investmenthäuser verdienen allesamt wieder Milliarden, bis auf Goldman Sachs, was wirklich überraschend war und gestern den Bankensektor belastet hat! Rohstoffwerte wie Alcoa kommen ebenfalls weiterhin gut durch die Krise und die Chipbranche boomt!

Sollte es also gelingen die politischen Wirren zu bewältigen, was natürlich wünschenswert wäre, dann dürften die Aktienmärkte vor einer erneuter Rallye stehen die sogar in ungeahnte Höhen führen könnte. Ohne die momentanen Belastungsfaktoren würde der DAX wohl bereits heute deutlich über der Marke von 8.000 Punkten notieren und spätestens im kommenden Jahr die 10.000 Punkte Marke angreifen. Denn betrachtet man die harten Daten vieler deutscher Unternehmen sieht es bei weitem nicht so schlecht aus wie manche Propheten es vorhersagen. Man darf sich gar nicht vorstellen wo unser Land inzwischen stehen könnte wenn es keinen Euro geben würde…

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Osama Bin Ladens Tod macht nachdenklich…

An der Börse kam die Nachricht vom Tod Bin Ladens im ersten Moment gut an, die Indizes konnten noch einmal stark zulegen bevor dann die Ernüchterung eintrat. Welche Rolle der Chef des Terrornetzwerkes Al Kaida tatsächlich noch bei der aktuellen Planung von Anschlägen auf die westliche Welt gespielt hat weiß niemand so genau. Viel mehr ist er für Seinesgleichen zu einer Kultfigur geworden und genau hier liegt wohl auch das Problem. Mit seinem Tod könnte Bin Laden posthum nun noch einmal zum Märtyrer hochgelobt werden, der somit andere fanatische Anhänger seiner Glaubensgemeinschaft veranlassen könnte Rache an der westlichen Welt zu üben.

Für mich bleiben bei dem Einsatz der amerikanischen Navy Seals so einige Fragen offen. Die pakistanische Regierung wurde nicht darüber informiert, faktisch stellt der Einsatz damit eine Verletzung der Souveränität Pakistans dar. Das ohnehin etwas angespannte Verhältnis der beiden Nationen wird somit auf eine harte Probe gestellt. Das der Leichnam Bin Ladens so schnell, und unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Meer versenkt wurde lässt weitere Spekulationen zu. Wie so oft bei solchen geschichtsträchtigen Ereignissen in der amerikanischen Geschichte werden wir alle wohl nie erfahren was wirklich passiert ist…

Auch die Aktienmärkte scheinen die jüngsten Ereignisse nun nachdenklich gemacht zu haben. Zumindest werden erst einmal die Übertreibungen der letzten Tage  bei einzelnen Aktien korrigiert. Wie weit nun diese neu eingeschlagene Richtung gehen kann bleibt abzuwarten. Leser unseres Blogs wissen, dass wir schon länger davon ausgehen, dass es zu einer Korrektur der Märkte kommen muss, auch wenn uns der Markt in den vergangenen Wochen eines Besseren belehrt hat..Vielleicht sind es aber auch lediglich saisonal bedingte Gewinnmitnahmen die einmal mehr die Börsenweisheit „sell in may and go away“ untermauern..

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