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Deutsche Bank und Commerzbank Aktie – Gelingt der Rebound?

Für Bankaktien wie die der Deutschen Bank und der Commerzbank ging es in der abgelaufenen Woche ordentlich abwärts. Die Unsicherheiten um die Eurokrise sowie die anhaltenden Diskussionen um die Erweiterung der Schuldenobergrenze der USA belasten den Sektor weiterhin deutlich. Nach meiner persönlichen Einschätzung dürfte die Reaktion des Marktes im Vorfeld des Stresstests übertrieben gewesen sein. Insbesondere bei der Aktie der Deutschen Bank sehe ich langfristig enormes Potenzial, aber auch bei der Commerzbank Aktie. Inzwischen sind beide Titel deutlich überverkauft. Möglicherweise geht die Schwäche bei der CoBa noch bis in den Bereich um die 2,20 Euro obwohl der Kursverfall bereits jetzt verlockend für einen Wiedereinstieg ist.

Der Banken-Stresstest ist endlich durch und damit eventuell ein kleines Stück Unsicherheit aus dem Markt entwichen. Nicht unbedingt das Ergebnis an sich ist bemerkenswert sondern eher die Testbedingungen denen europäische Banken unterzogen wurden, und vor allem die Bewertungsmethoden. Die neue europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA in London wollte die Banken einem Belastungstest unterziehen der alle Eventualitäten mit berücksichtigt. Die Frage an dieser Stelle sei gestattet: „Ist das denn in diesen Zeiten überhaupt möglich?“ Viel entscheidender für Bankaktien dürfte wohl die Lösung der Griechenland-Frage am Donnerstag werden, ebenso wie die Entscheidung des US Senats über die Anhebung der Schulden-Obergrenze..

Bei der Aktie der Deutschen Bank erwarte ich für die Handelswoche in jedem Falle einen Rebound bis in den Bereich 38,50 oder 39,- Euro. Ich gehe somit eher davon aus das der Ausverkauf nun langsam beendet sein sollte, ebenso würde ich einen baldigen Aktienkurs von 2,70 Euro bei der Commerzbank Aktie als wahrscheinlicher ansehen als das erreichen der 2,20 Euro. Wie auch immer, sollte sich das Umfeld für Bankaktien wieder etwas aufhellen dürfte die Gegenreaktion des Marktes entsprechend kräftig ausfallen!  Man darf also gespannt sein wie sich die Ergebnisse des Stresstests und andere politische Ereignisse in dieser Woche auf die Aktienkurse der beiden Geldinstitute auswirken werden. Ich bleibe optimistisch!

VW, BMW, Daimler und Porsche mit deutlich höheren Kurszielen

Während die Politik noch an einer Strategie arbeitet um sowohl die Probleme in den USA als auch Europa zu bewältigen nimmt die US Berichtsaison ihren gewohnten Lauf. Zuletzt lieferten die ersten Unternehmen aus den USA erwartungsgemäß gute Zahlenwerke ab. Alcoa, JP Morgan und Citigroup haben die Erwartungen erfüllt oder gar deutlich geschlagen, und ich persönlich gehe davon aus, dass dies auch so weiter geht. Insbesondere von der Berichtssaison deutscher Unternehmen erwarte ich weiterhin positive Überraschungen. Allen voran natürlich von den deutschen Automobilherstellern. Auch die in der abgelaufenen Börsenwoche abgelieferten Absatzzahlen lassen daran keine großen Zweifel aufkommen. Wir befinden uns in einem ungebremsten Absatzboom für deutsche Fahrzeuge. VW setzte alleine in China im ersten Halbjahr mehr als eine Million Autos ab und will diese Zahl bis zum Jahresende verdoppeln. BMW erhöhte die ohnehin schon sehr gute Prognose für das Gesamtjahr erneut und auch Porsche blickt extrem optimistisch in die Zukunft, und untermauert dies durch deutliche Absatzsteigerungen.

Die VW Aktie ist nun deutlich nach oben ausgebrochen, Porsche sollte in Kürze folgen! Ebenso entwickeln sich die Aktien der beiden anderen Autoaktien BMW und Daimler. Wir bleiben dabei, die Automobilhersteller sind erste Wahl um mit Aktien gut durch die allgemeine Krise zu kommen. Unterstützung erhielt unsere Theorie in der abgelaufenen Woche von niemand geringerem als den Analysten von Goldman Sachs, die die Kursziele für die deutschen Automobilhersteller deutlich nach oben gesetzt haben. So sieht man bei dem amerikanischen Branchenprimus nun das Kursziel für die VW Vorzugsaktie bei stolzen 245,- Euro und auch Porsche wird mit einem Zielkurs von 105,- Euro je Aktie offenbar als Kapitalverdoppler gesehen.! Insbesondere verwiesen die Analysten auf die immer noch sehr günstige Bewertung der Fahrzeughersteller aufgrund einer zu erwartende höhere Profitabilität. Wie auch wir rechnet man bei GS mit einer starken Quartalssaison und verwies erneut darauf das der Markt das Steigerungspotenzial bei VW, Porsche und Co. unterschätze.

Apple, Coca Cola, At&T, Microsoft, Bank of America,Mc Donalds, Caterpillar – Was bringt die Berichtssaison?

Die neue Handelswoche dürfte neue Erkenntnisse über die Stabilität der US Konjunktur bringen. Nachdem zuletzt Alcoa, YUM, Google, JP Morgen und Citigroup Ihre Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentiert haben, und diese überwiegend die Erwartungen des Marktes schlagen konnten, hofft der Markt nun auch bei den Bilanzen dieser Woche auf weitere positive Signale. Neben den Schwergewichten Apple, Microsoft, AT&T und Coca Cola, Johnson & Johnson und McDonalds  werden auch die Zahlenwerke der Bank of America, United Technologies , American Express, Yahoo, Ebay, Netflix, PepsiCo,  Halliburton, Amazon, Caterpillar  und Verizon erwartet. Genug Zündstoff also um die schwelenden politischen Probleme etwas zu überlagern.

Unter den genannten Aktien gibt es eigentlich nach meiner Auffassung keine über die man sich ernsthafte Sorgen machen müsste. Yahoo, Ebay, Netflix und Verizon sind leichte Wackelkandidaten die aber das positive Gesamtbild, selbst bei Enttäuschungen, nicht wesentlich trüben sollten. Entscheidend wird natürlich sein wie die Unternehmen den weiteren Ausblick beurteilen. Bislang zeigten sich die Unternehmen optimistisch für die nahe Zukunft. Störfeuer von dieser Seite sollten also in der kommenden Woche weitestgehend ausbleiben. Wir erwarten mit Spannung die Berichtssaison deutscher Konzerne! Vermutlich werden die DAX-Firmen in der bevorstehenden Berichtssaison einen deutlichen Gewinnanstieg gegenüber dem Vorjahr erzielen, mit Ausnahme der Energieversorger!

Commerzbank und Deutsche Bank – wie gehts hier weiter?

Die Aktien der deutschen Banken, Commerzbank und Deutsche Bank, sind gestern im frühen Handel erneut kräftig unter die Räder gekommen, konnten sich aber im weiteren Handelsverlauf wieder stabilisieren. Ähnlich wie die italienischen Banken, bei denen sogar der Kurs erneut ausgesetzt werden musste, setze die Erholung ein nachdem sich einige Analystenhäuser zu den unqualifizierten Herabstufungen Italiens durch die US Ratingagenturen zu Wort gemeldet hatten. Heute geht das Spielchen bereits fröhlich weiter indem Moody´s nun Irland auf Ramschstatus abgestuft hat und damit offensichtlich versucht wird den Flächenbrand in Europa weiter anzufachen. Es dürfte einigermaßen spannend sein zu beobachten wann, und ob die europäischen Regierungen nun endlich Handlungsfähigkeit beweisen und entschlossen gegen diesen Angriff von Außen vorgehen werden. Das ganze Thema wäre vermeidbar gewesen wenn man bereits vor Jahren die Weichen dafür gestellt hätte. Wer diesen Blog schon länger liest wird sich vielleicht noch an meine Artikel zu dem Thema aus den Jahren 2008 und 2009 erinnern…

Es ist nicht davon auszugehen dass die Ratingagenturen nun locker lassen werden. Täglich wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben, und die dürfte bald wohl wieder Spanien heißen. Das gute daran ist, dass es irgendwann nichts mehr zum Herabstufen geben wird weil ganz Europa nur noch aus Ramschstaaten besteht 🙂 Spätestens wenn sich die Ratingagenturen an Frankreich oder Deutschland vergreifen werden sie den kleinen Rest ihrer Glaubwürdigkeit auch noch verspielt haben und es wird sie in absehbarer Zeit, zumindest in dieser Form, wohl nicht mehr geben.

Welche Auswirkungen hat das Ganze auf die Aktienkurse der Banken? Charttechnisch betrachtet haben Anleger von Bankenaktien derzeit nicht allzu viel zu Lachen. Die Commerzbank Aktie rutschte gestern auch noch unter die Unterstützung bei 2,68 Euro und markierte eine neues Tief bei 2,55 Euro bevor sich die Aktie dann ebenfalls deutlich erholen konnte und nur mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent aus dem Handel ging. Wichtig war der Schlusskurs über der Marke von 2,68 Euro, und dieser wurde erreicht. Ebenso verhielt es sich bei der Aktie der Deutschen Bank. Die Aktie tauchte im Tagesverlauf bis auf 36,40 Euro ab und lag damit zwischenzeitlich deutlich unter der Unterstützung bei 37,60 Euro. Zum Xetra Handelsschluss konnte die DB Aktie aber wieder deutlich darüber, bei 38,10 Euro, aus dem Handel gehen.

Natürlich könnte auch die heutige Meldung über die Herabstufung Irlands wiedermal zu einem etwas turbulentem Handelsverlauf führen, aber grundsätzlich spricht der gestrige Kursverlauf auch für eine entsprechende Stärke der beiden Aktien. Unser klarer Favorit bleibt natürlich aus fundamentaler Sicht die Aktie der Deutsche Bank, aber auch die Commerzbank Aktie ist auf diesem ermäßigten Niveau nun wieder reizvoll. Wir haben gestern unsere Positionen bei beiden Aktien weiter aufgestockt und gehen davon aus, dass nun vorerst das Schlimmste überstanden ist.

BMW, VW, Daimler und Porsche – jetzt wird richtig Gas gegeben

Es waren auch gestern einmal mehr die Automobilhersteller die den DAX stützten. Nachdem die Kurse der Autobauer im frühen Handel ebenfalls deutlich eingebrochen waren konnten sich die Aktien von BMW, VW, Daimler und Porsche im späten Handel wieder deutlich erholen und schlossen sogar teilweise deutlich im Plus. Verschiedene sehr positive Nachrichten sorgten offenbar wieder für mehr Zuversicht bei den Anlegern. So verkündete beispielsweise Daimler eine Intensivierung der Entwicklungsarbeit bei Elektromotoren in Zusammenarbeit mit der Firma Bosch. Bis zum Jahr 2012 bereits will man ein gemeinschaftliches Motorenwerk in Betrieb genommen haben, und damit beschreitet Daimler wohl deutlich schneller als erwartet den Markt für alternative Antriebskonzepte. VW glänzte erneut durch Rekord Absatzzahlen. Bei der Kernmarke Volkswagen konnten in den ersten sechs Monaten über 2,5 Millionen Fahrzeuge verkauft werden, konzernweit waren es gar satte 4 Millionen Fahrzeuge. Ich freue mich schon auf den nächsten Quartalsbericht!

Auch BMW hat weiterhin ambitionierte Ziele. Im laufende Jahr 2011 wollen die Münchener mehr als 1,6 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern auf mehr als zehn Prozent steigen. Und last but not least konnte Porsche mit erneut hervorragenden Absatzzahlen glänzen. Die Sportwagenschmiede hat ihren Absatz im Juni um knapp 30 Prozent auf 10.677 Fahrzeuge gesteigert. Der Absatzschlager war dabei wie gewohnt der Geländewagen Cayenne mit 4.994 Verkäufen was einem Zuwachs von 69 Prozent entspricht. Wie bereits mehrfach geschrieben bleiben die Aussichten für die deutsche Automobilbranche hervorragend und ich kann es nur immer wieder betonen, dass es genau die Aktien der genannten Unternehmen sind die mich in unruhigen Zeiten wie diesen ruhig schlafen lassen…

Die Panik regiert wieder…

Keine Frage, mein Artikel vom Wochenende war unter den heute gegebenen Umständen keine Glanzleistung, aber auch ich habe natürlich (leider) keine Glaskugel auf dem Schreibtisch, und das die Amerikaner ausgerechnet in einer Phase in der der DAX nach oben auszubrechen droht jeden mögliche Karte ausspielen um genau dies zu verhindern ist schon mehr als nur auffällig. Nun gut, auf einmal ist alles wieder anders…Charttechnisch hat sich das Bild natürlich durch die heutige Kursbewegung erst einmal deutlich ein getrübt. Der DAX ist nun seit Freitag von über 7.500 Punkten auf 7.225 Punkte zurück gefallen und wir stehen wieder da wo wir vor ein paar Tagen  schon einmal waren. Insbesondere die Bankentitel sind weiterhin unter Druck und belasten dementsprechend auch die Indizes. Heute Nacht beginnt mit Alcoa die US Berichtssaison, die allerdings aufgrund der neu aufkeimenden Probleme in Italien etwas in den Hintergrund rücken dürfte.

Vielleicht haben wir aber auch etwas mehr Glück und es ist genaue umgekehrt, sprich die Unternehmensdaten lenken von den permanenten Herabstufungen europäischer Staaten ab und man besinnt sich wieder ein wenig mehr auf Fundamentales. Auch heute sind wieder einige Aktien unter die Räder gekommen die ich persönlich für fundamental unterbewertet halte. Aber so ist das eben, wenn rasiert wird dann richtig ohne das ein paar Stoppeln stehen bleiben. Es dürfte also heute zunächst einmal sehr spannend sein zu beobachten wie die US Märkte sich bis zum Handelsende verhalten. Und morgen sollte man sich dann in aller Ruhe daran machen die Situation neu zu analysieren und ggf. neu zu positionieren. Denn Panik war an der Börse schon immer ein schlechter Ratgeber..In diesem Sinne wünsche ich erst einmal allen geschundenen Anlegerseelen einen erholsamen Abend.

 

Porsche – Erneuter Absatzrekord

Gute Nachrichten gibt es weiterhin vom Sportwagenbauer Porsche. Inzwischen peilt der Autobauer in diesem Jahr einen Rekordabsatz von über 100.000 Fahrzeugen an nachdem in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres bereits 60.650 Fahrzeuge verkauft werden konnten. Dieser deutliche Zuwachs der Absatzzahlen entspricht einer Steigerung um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Vertriebsvorstand Bernhard Maier verkündete weiter, das man auch beim Auftragseingang mit einem satten Plus von 25 Prozent und 65.660 Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr gut im Rennen liege. Wegen der hohen Nachfrage kommen die Zuffenhausener mit der Produktion momentan kaum hinterher.

Ein Fünftel, also ca. 20.000 Autos der avisierten Verkaufszieles wird Porsche voraussichtlich in China realisieren. Maier bemängelte ein wenig die momentan langen Wartezeiten für die Kunden bei den Sportwagen, und plant die kapazitäten des Werkes in Leipzig zu vergrößern. Derzeit müssen die Käufer eines Cayenne, je nach Spezifikation des Fahrzeugs, zwischen sechs und zwölf Monate auf die Auslieferung Ihres bestellten Fahrzeu warten. Porsche plant mittelfristig nach dem erneuten Rekord in diesem Jahr jährlich 200.000 Autos abzusetzen, was angesichts der weiterhin starken Absatzzahlen beim Cayenne und Panamera wohl auch erreicht werden kann. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem Erfolg dürfte dann auch die fünfte Baureihe Cayun künftig leisten.

Dax – die Ampeln stehen mittelfristig weiter auf grün

Das Griechenland Rettungspaket beschäftigt noch immer die Gemüter und inzwischen auch das Bundesverfassungsgericht. Eine handvoll entrüstete ältere Männer unter der Leitung von Peter Gauweiler hat es bereits vor über einem Jahr gewagt die Rettungspakete und damit die über gebührliche Belastung des Steuerzahlers juristisch in Frage zu stellen, und eine entsprechende Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Die Errichtung einer europäischen Transferunion verstoße gegen das Grundgesetz, so die Beschwerde, zugleich verstoßen die permanenten Hilfszahlungen gegen geltendes EU Recht, denn kein Land der europäischen Währungsunion soll für die Schulden eines anderen Mitgliedstaaten aufkommen müssen – so weit zum ursprünglich frommen Gründung-Gedanken der Eurozone…In dieser Woche hat sich das Bundesverfassungsgericht der Sache nun endlich angenommen, und man fragt sich als geneigter Leser dieser Zeilen nun sicherlich warum das so lange gedauert hat?

Hätte das Gericht bereits vor Monaten entscheiden das wir Deutschen und andere stärkere Eurostaaten nicht dafür aufkommen müssen wenn andere Mitglieder der Gemeinschaft, die jahrelang nicht nur über ihre Verhältnisse gelebt haben sondern auch noch wohl wissend die Unwahrheit über die tatsächliche Situation in Ihrem Land verbreitet haben, dann wäre Griechenland wohl jetzt nicht mehr in der Währungsunion. Und so kann man leider davon ausgehen, dass die Entscheidung des hohen Gerichtes bereits feststeht auch wenn der genaue Wortlaut wohl erst noch gefunden werden muss. Das Rad der Zeit lässt sich eben nicht mehr zurückdrehen! Die Situation dürfte sich bis zur Entscheidung der Verfassungsrichter bereits so weit entwickelt haben, dass selbst möglicherweise angeordneten Nachbesserungen dann bereits Makulatur sein werden. Ich gehe also davon aus das zunächst alles seinen gewohnten Lauf nehmen wird und letztlich nichts dramatisches passiert. Das betrifft dann natürlich auch die Beteiligung der privaten Gläubiger an dem Rettungspaket, die es in der gewünschten Form wohl nicht geben wird.

Ob sich dieser Zustand allerdings dauerhaft aufrecht erhalten lässt wage ich zu bezweifeln. Es ist wie in jeden Unternehmen auch. Wenn man Unternehmensteile hat die das Betriebsergebnis insgesamt dauerhaft belasten dann muss man sich von diesen Teilen trennen um den Fortbestand des Unternehmens nicht zu gefährden. Je länger man wartet desto teurer und gefährlicher wird die Situation. Die US Ratingagenturen nutzen momentan jede Gelegenheit um Euroland und damit den Euro zu schwächen. Nun wurde Portugal gleich um vier Stufen nach dem selben Muster wie im Falle Griechenland abgestuft, und als nächstes hat man offensichtlich Italien aufs Korn genommen. Sollte es den Verantwortlichen der Eurozone nicht gelingen diesem Treiben durch entsprechend entschlossenes Handeln Einhalt zu gebieten besteht zumindest eine realistische Chance dass die Ratingagenturen damit Erfolg haben könnten. Man sollte ernsthaft überlegen, die Bürgschaften und Finanzmittel statt Griechenland, den Banken der Geberländer als Sicherheiten zugute kommen zu lassen, damit sie Länderaustritte ohne eigenes Insolvenzrisiko verkraften können…

Zunächst bleibt also auch an der Börse alles beim Alten.. soll heißen, man kann sich weiterhin auf die Fundamentaldaten sowie die nun wieder anstehenden Unternehmensmeldungen konzentrieren bis politisch eventuell dann doch mal ein Ruck in die richtige Richtung vollzogen wird, aber das kann dauern! Der US Arbeitsmarkt hat den Börsen am Freitag mal wieder einen kräftigen Dämpfer verpasst. Nachdem die Vorlaufindikatoren am Donnerstag noch ein sehr freundliches Bild gezeichnet haben. Noch immer ist nicht klar ob die US Wirtschaft somit wieder auf dem Wege ist in die Rezession ab zu gleiten oder aber ob es sich lediglich um saisonale Sondereffekte handelt. Die Börse scheint weiterhin vom positiven Szenario auszugehen. Die US Indizes erholten sich am Freitag im späten Handel wieder und schlossen allesamt über den wichtigen Support-Marken. Die Gewinnmitnahmen an den europäischen Börsen am Freitag sehe ich eher als gesunde Konsolidierung nach einer ansonsten erneut starken Börsenwoche.

Damit hat sich beispielsweise der Dow Jones in den vergangenen acht Handelstagen so stark entwickelt wie zuletzt im Juli 2010. Damals wurde durch einen ähnlich starken Anstieg eine Sommerrally ausgelöst die dann anschließend die global relevanten Indizes in der zweiten Jahreshälfte um ca. zwanzig Prozent ansteigen ließ. Wie bereits mehrfach in den letzten Wochen in unserem Newsletter geschrieben würden wir diesem Szenario auch dieses Mal, aus verschiedensten Gründen, eine relativ hohe Eintrittswahrscheinlichkeit attestieren. Noch immer spricht die Charttechnik, trotz des leichten Rücksetzers vom Freitag, eine deutliche Sprache. Sowohl der MACD als auch der Slow Stochastic Indikator stehen auf Kaufen! Und die nun beginnende US Berichtssaison, bei der überwiegend gute Ergebnisse zu erwarten sind, sorgt für zusätzliche Phantasie. Die griechische Problematik gerät vorübergehend in den Hintergrund und auch die zwingend notwendige Erhöhung der US Schuldenobergrenze sollte in den kommenden Tagen beschlossen werden, was ebenfalls für eine Erleichterungs-Rally an den US Märkten sorgen könnte. Dennoch würden wir unbedingt deutsche Standardwerte weiterhin bevorzugen!

Wir haben in der letzten Woche einige Trading Updates zu unseren Depotwerten Metro AG, Aixtron, Klöckner & Co., VW, Porsche, Praktiker, Bauer AG, Vestas Wind Systems und Dialog Semiconductor veröffentlicht, die Sie auch unbedingt lesen sollten!

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Metro AG – Konservatives Investment mit viel Phantasie

Eine der wohl derzeit am meisten unterschätzten BlueChips in Deutschland dürfte die Aktie der Metro AG sein! Der Einzelhandelskonzern befindet sich gerade in einer Umstrukturierungsphase. Man trennt sich von unprofitablen Unternehmensteilen und expandiert verstärkt in die Märkte von Morgen. Unter anderem soll die Kaufhof-Tochter bald an die Börse gebracht werden, und auch für die Real-Handelskette gibt es offenbar schon ernsthafte Kaufinteressenten. Kaufhof unterhält bundesweit 123 Filialen, davon 110 Warenhäuser. Im vergangenen Jahr machte die Kaufhaus-Kette einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro. Auch die Kaufhof Immobilien gehören Metro, vor einem möglichen Börsengang wird also noch zu klären sein was mit diesen passiert. Eine Weitervermietung von Metro an den neuen Kaufhof Besitzer nach dem Börsengang wäre dann wohl der Königsweg für den Metro Konzern.

Die Tochter Real erzielt einen Jahresumsatz von stolzen 11,5 Milliarden Euro, was ungefähr einem Sechstel des Metro-Gesamtumsatzes von 67 Milliarden Euro entspricht. Für beide Unternehmensteile sollte sich im aktuellen Umfeld, und aufgrund der zuletzt gelieferten Zahlen ein guter Preis erzielen lassen, was letztlich auch den Aktionären zugute kommen wird. Laut einer aktuellen Berechnung von JP Morgan könnte der Verkauf von Kaufhof und Real den Wert je Metro Aktie auf ca 64,80 Euro anheben. Die Analysten haben somit Ihre Kaufempfehlung heute erneuert. Charttechnisch scheint sich im Bereich zwischen 41,20 und 40,- Euro nun allmählich ein Boden auszubilden. Ich gehe davon aus, dass die runde Marke von 40,- Euro noch unbedingt getestet werde muss bevor es dann wieder aufwärts gehen kann! Und ich gehe davon aus, dass dies heute bereits der Fall sein könnte…Hierzu der aussagekräftige Chart:

Fundamental betrachtet dürfte die Aktie aber auch ohne den Verkauf der Töchter zu günstig sein. Das Gewinnwachstum liegt bei geschätzten zehn Prozent und das KGV für 2012 bei nur 9,3. Natürlich bewegen wir uns mit den oben aufgeführten Argumenten tief im Bereich der Spekulation, aber auch ohne diese zusätzlichen Phantasien sprechen die Fakten für ein langfristiges Investment in die Metro Aktie. Der Metro Konzern ist in 33 Ländern an 2.131 Standorten tätig. Der Konzern konzentriert sich dabei auf  vier Kerngeschäftsfelder Cash & Carry, Lebensmittel-Einzelhandel, Non-Food-Fachmärkte sowie Warenhäuser. Seit dem Börsengang im November 2005 gehört Praktiker nicht mehr zum Portfolio der Metro Group, im April 2006 wurden die restlichen Anteile verkauft! Das ist wohl aus heutiger Sicht ganz wichtig zu wissen, da offenbar einige Marktteilnehmer zu glauben scheinen die angeschlagene Baumarktkette gehöre noch zum Konzern. Dies ist nicht der Fall!

Die Metro Aktie bleibt für uns eines der momentan interessantesten Investments unter den deutschen Standardwerten. Langfristig besteht hier eine Gewinnchance von 60 Prozent, aber auch kurzfristig, also bis zum Jahresende, halten wir Kurse von 55,- Euro für realistisch. Die Aktie ist über verkauft Aktienkurse unter 40,- Euro sind für uns glasklare Kaufkurse.

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Trading Update – Aixtron Aktie vor dem Rebound?

Die Aixtron Aktie konnte sich gestern nach einem weiteren Kursrutsch im frühen Handel bis zum Abend wieder deutlich erholen und notierte sogar leicht über Vortagesniveau. Eine sehr lange Lunte der Tageskerze im Candlestick-Chart ist zwar erst einmal ein gutes Zeichen und deutet auf eine Trendwende hin, natürlich besteht aber auch hier, wie immer, die Möglichkeit das es sich hierbei um ein Fehlsignal handelt. Vorsichtige Anleger sollten zunächst eine Bestätigung dieses Signals abwarten. Dennoch, aus charttechnischer Betrachtung wurde mit der gestrigen Kursbewegung die solide Unterstützung bei 21,30 Euro getestet, bevor der Kurs dann wieder anzog. Es könnte nun gut sein, dass genau diese Marke erneut getestet werden muss um das Fundament für einen erneuten Anstieg der Aktie durch einen Doppelboden zu bestätigen.

Gelingt es der Aktie anschließend dann nachhaltig über die Marke von 22,50 Euro anzusteigen ist der Weg in Richtung 24,50 Euro wieder frei. Nach unserer Auffassung ist die Aixtron Aktie auf dem momentanen Niveau deutlich unterbewertet, weswegen wir unsere Position gestern verdoppelt haben. Die Analysten von Exane BNP haben sich gestern ebenfalls positiv zu dem Wert geäußert und das Kursziel auf 38,- Euro festgelegt, was dem Aktienkurs heute zusätzlich helfen sollte. Zwar rechnen die Analysten mit einem etwas schwächeren zweiten Quartal und haben das Kursziel somit leicht von 41,- auf 38,- Euro reduziert, der Gesamtausblick bleibe aber deutlich positiv, hieß es. Das Risiko eines weiteren Abtauchens bis auf die glatte 20,- Euro Marke halten wir für überschaubar, die Chancen überwiegen bei der Aktie deutlich!

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Fällt die Praktiker Aktie noch auf 3,- Euro?

Wir haben uns heute aus unserer Rebound Spekulation bei der Praktiker Aktie mit kleinem Verlust verabschiedet. Die ausbleibende Dynamik sowie die deutlich zurückgegangenen Umsätze vermitteln derzeit nicht den Eindruck, dass die Aktie bald wieder nach oben drehen könnte. Viel mehr steht zu befürchten, dass die Aktie noch einmal deutlich einbrechen könnte wenn dann die tatsächliche Nachricht über rückläufige Gewinne und Umsätze kommt. Bisher war ja alles nur rein spekulativ aufgrund der getätigten Aussagen des Unternehmens. Auch heute werden weiterhin größere Pakete in den Markt gegeben. Charttechnisch sieht es finster aus, wenn die vier Euro Marke nicht gehalten werden kann, denn die nächste Unterstützung liegt erst bei 3,03 Euro knapp über dem Allzeittief von 2,87 Euro. Das ist zwar noch weit weg, allerdings hat sich der Aktienkurs ja bereits kürzlich auch innerhalb von nur zwei Handelstagen um über 30 Prozent reduziert…

Trading Update VW und Porsche, neue Kursziele

Nachdem die Volkswagen AG von Rekord zu Rekord eilt, die MAN Übernahme eingefädelt hat, und sich der Aktienkurs der Vorzüge heute unserem ersten Kursziel nähert ist es an der Zeit sich die drei Aktien VW Vz., VW St. und Porsche wieder einmal etwas näher anzusehen. Die VW Aktien konnten im letzten Monat seit unserer Wiederaufnahme über 20 Prozent zulege, ebenso wie die Porsche Aktien. Heute dürfte die VW Vorzugsaktie den Widerstand bei 150,- Euro erstmalig testen, bei einem baldigen Ausbruch der Börsen nach oben auch schnell überwinden. Die Kurs-Gewinn-Verhältnis der VW Aktie ist trotz dieses Anstiegs der Aktien für die Jahre 2012 und 2013 bei nur 7,87 beziehungsweise ca. 6,5. Hier ist also noch genügend Luft nach oben. Wir rechnen mit einem erneut starken Quartalsergebnis, einem baldigen Überschreiten des Widerstands bei 150,- Euro respektive 135,- Euro bei den Stammaktien. Die neuen Kursziele liegen dann bei 180,- und 163,- Euro. Die nächsten Hindernisse warten für die Vorzugsaktien nun bei 165,- Euro und 175,- Euro. Unterstützung findet der Aktienkurs nun bei komfortablen 139,85,-. Euro, 134,05 Euro und 121,50,- Euro.

Die Porsche Aktie hat in den letzten beiden Tagen etwas nachgegeben was aber angesichts des vorangegangenen Kursanstiegs durchaus als gesund zu bezeichnen ist. Ein großer deutscher Börsenbrief hat hier kürzlich dazu geraten Teilgewinne mitzunehmen was wohl etwas auf den Kurs gedrückt hat. Natürlich bin ich auch ganz und gar nicht der Meinung das dies die richtige Strategie ist…Ich gehe auch hier davon aus, dass nicht zuletzt wegen der hervorragenden Performance der VW Aktien der Anstieg der Aktie bald fortgeführt wird. Das kurzfristige Kursziel bleibt 60,- Euro. Mittelfristig, also bis Jahresende im Falle einer Sommerrallye, sind hier auch weitaus höhere Kurse, jenseits der 80,- Euro zu erwarten. Legt man den aktuellen Aktienkurs der VW Stammaktien bei der Berechnung zu Grunde, bzw. den o.a. Zielkurs von 163,- Euro so ergibt sich, natürlich ohne jegliche Prozessrisiken etc., ein Zielkurs für die Porsche Aktie von ca. 89,65 Euro. Natürlich dürfte es bis dahin noch ein wenig holprig werden, wie zuletzt vorgestern bei dem kleinen  Shortangriff zu sehen gewesen ist, aber die Richtung stimmt. Unterstützung findet die Aktie derzeit bei 54,80, 53,50 und 52,40 Euro. Rücksetzer an diese Marken könnten also gut zum erneuten Kauf genutzt werden, auch wenn ich nicht glaube, dass wir diese Kurse in absehbarer Zeit noch einmal sehen werden.

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