Author Archives: Lars

Trading Update Bauer AG – Ein Bauschnäppchen mit Geothermie-Phantasie

Die Aktie der Bauer AG wurde in den letzten Wochen ebenfalls deutlich verprügelt. Innerhalb der letzten drei Monate ist der Aktienkurs inzwischen um fast 30 Prozent eingebrochen. Die Umsätze in der Aktie waren in den letzten Tagen extrem dünn, gestern konnte man nun bereits wieder verstärkt größere Kauforders im Orderbuch finden, was natürlich zusätzlich unsere Aufmerksamkeit erregt hat. Auch hier haben wir uns gestern den Chart und die Fundamentaldaten mal etwas näher angesehen und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Aktie ein klarer Kauf ist. Nachdem wir in den letzten vier Handelstagen die Bodenbildung der Aktie bei 28,- Euro beobachtet konnten haben wir uns hier nun an der Unterstützungslinie bei 27,85 Euro positioniert!

Mit dem jüngsten Verkauf der ersten Tiefbohranlage ist die Bauer AG nun zusätzlich zum „normalen“ Geschäft in den lukrativen Bereich der Ölförderung vorgestoßen. Zusätzlich weckt die Tiefbohr-Sparte auch Phantasien für eine mögliche Schlüsselrolle des Unternehmens bei der Entwicklung von geothermischen Projekten und der Erschließung alternativer Energiequellen. Im späten Handel legte die Bauer Aktie dann noch einmal deutlich zu und sollte heute bereits die runde Marke von 30,- Euro wieder in Angriff nehmen. Gelingt es in den nächsten Tagen darüber zu schließen ist der Weg in Richtung 31,70 und 32,65 Euro wieder frei. Mittelfristig gehe ich hier wieder von deutlich höheren Kursen über 36,- Euro aus!

Aixtron – die Bären sind noch am Ruder..

Die Aixtron Aktie konnte seit dem Sommer 2010 kräftig zulegen. Der Aktienkurs des LED-Herstellers stieg in dem Zeitraum von unter 20,- Euro auf knapp 34,- Euro. Seit Jahresanfang mussten Aixtron Aktionäre nun aber einen ständigen Abverkauf Ihrer Aktien bis auf das heutige Niveau um die 23,- Euro zusehen und viele der Anleger dürften sich fragen wo dieser Kursverfall nun sein Ende finden könnte. Sieht man sich die Charts der Aktie etwas genauer an so scheint hier auch jetzt noch keine echte Erholung in Sicht. Zwar ist die Aktie im Moment deutlich über verkauft, und auch fundamental ist der Titel mit einem KGV um die 12 relativ günstig, allerdings dürfte hier ein größerer Verkäufer dran sein.

Die Aixtron Aktie konnte sich zuletzt im Bereich von 22,40 Euro bis 23,40 Euro stabilisiert. Ein erneutes Abtauchen unter die letzten Tiefststände halte ich für möglich, hier muss auf die Unterstützung bei 21.90 geachtet werden! Geht die Aktie auch unter diese Marke ist ein Test der massiven Unterstützung bei 20,- Euro noch möglich. Momentan gehe ich eher davon aus, dass das Niveau um die 22,50 Euro noch einmal getestet wird, und sich hier dann eine interessante Einstiegschance mit einer ersten Trading-Position ergibt. Ein weiterer Anstieg über 24,- Euro kann das Chartbild dann wieder etwas aufhellen.

Die bwin.party Aktie im Full Tilt Rausch

Die bwin.party Aktie meldet sich heute sehr eindrucksvoll zurück. Nachdem die Aktie zuvor aus mir unerfindlichen Gründen abgetaucht war kam es heute mit einem Plus von 14 Prozent zu einem deutlichen Rebound. Grund für den heutigen Kurssprung ist die Meldung, dass dem Konkurrenten Full Tilt Poker die Konzession entzogen wurde. Als Folge der Anschuldigungen gegen die großen US Poker Anbieter Pokerstars und Full Tilt, wegen Bankbetrug, Geldannahme im Zusammenhang mit illegalem Internet Gaming sowie Verschwörung zur Geldwäsche wurden die Seitenbetreiber nun aufgefordert die Seite still zu legen und keine weiteren Kundengelder mehr anzunehmen. Von dieser Entwicklung dürfte die Bwin Party Digital Entertainment AG in Zukunft wohl kräftig profitieren können. Die Deutsche Bank hat zudem heute das Rating für den Online Glücksspiel Anbieter erneut mit „buy“ bestätigt und das Kursziel bei 200 britischen Pence angesetzt. Alle Risiken sollten nun mehr als eingepreist, hieß es in der Analyse. Auch wir bleiben auf alle Fälle dabei, bwin.party ist viel zu günstig!

BYD, vorläufig geplatzte Träume bei Build Your Dreams

Der chinesische Batterie- und Elektrofahrzeug Hersteller Build Your Dreams hat heute Nacht leider einmal mehr enttäuscht. Die Zahlen zum abgelaufenen Quartal waren deutlich unter den Erwartungen des Marktes. Das Nettoergebnis fiel im direkten Vergleich zum Vorjahresquartal um 84,4 Prozent auf 41,24 Millionen Dollar. Es war zu erwarten, dass die kommenden Quartale bei dem innovativen Autobauer noch etwas schwierig werden könnten. Die mangelnde Liquidität konnte man inzwischen durch den kürzlich erfolgten Börsengang in Shenzhen, und die Ausgabe sogenannter A-Shares  wieder deutlich verbessern. Die Aktien waren 22-fach überzeichnet, das Interesse der Anleger an dem Unternehmen entsprechend groß. Grund zur Panik besteht hier für Aktionäre wohl nicht, dennoch haben auch wir unsere Position bei der Aktie aufgrund dieser Meldung zunächst einmal auf die Hälfte reduziert. Langfristig bleibt BYD eine interessante Spekulation auf den Wandel der Automobilindustrie hin zu alternativen Antriebskonzepten. Auch die Kooperation mit Daimler sollte spätestens ab dem Jahr 2013 erste Früchte tragen…

Trading Update Dialog Semiconductor, Klöckner & Co. und Metro

Eine der wohl derzeit am meisten unterschätzten BlueChips in Deutschland dürfte die Aktie der Metro AG sein! Der Einzelhandelskonzern befindet sich gerade in einer Umstrukturierungsphase. Man trennt sich von unprofitablen Unternehmensteilen und expandiert verstärkt in die Märkte von Morgen. Unter anderem soll die Kaufhof-Tochter an die Börse gebracht werden, und die Real-Handelskette wird Presseberichten zufolge demnächst verkauft. Kaufhof unterhält bundesweit 123 Filialen, davon 110 Warenhäuser. Im vergangenen Jahr machte die Kaufhaus-Kette einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro. Auch die Kaufhof Immobilien gehören Metro, vor einem möglichen Börsengang wird also noch zu klären sein was mit diesen passiert. Eine Weitervermietung von Metro an den neuen Besitzer nach dem Börsengang wäre dann wohl der Königsweg!

Die Tochter Real erzielt einen Jahresumsatz von stolzen 11,5 Milliarden Euro, was ungefähr einem Sechstel des Metro-Gesamtumsatzes von 67 Milliarden Euro entspricht. Für beide Unternehmensteile sollte sich im aktuellen Umfeld, und aufgrund der zuletzt gelieferten Zahlen ein guter Preis erzielen lassen, was letztlich auch den Aktionären zugute kommen wird. Laut einer aktuellen Berechnung von JP Morgan könnte der Verkauf von Kaufhof und Real den Wert je Metro Aktie auf ca 64,80 Euro anheben. Die Analysten haben somit Ihre Kaufempfehlung heute erneuert. Charttechnisch scheint sich im Bereich zwischen 41,20 und 42,- Euro nun allmählich ein Boden auszubilden, wenn auch vorerst nur schwach! Fundamental betrachtet dürfte die Aktie aber auch ohne den Verkauf der Töchter zu günstig sein. Das Gewinnwachstum liegt bei geschätzten zehn Prozent und das KGV für 2012 bei nur 9,3.

Die Aktie von Klöckner & Co. hat nach der erfolgreichen Kapitalerhöhung nun einen deutlichen Boden bei 19,20 Euro ausgebildet. Auf diesem Niveau befindet sich aktuell auch die 200-Tage-Linie und dient als zusätzliche Unterstützung. In den kommenden Tagen ist somit davon auszugehen, dass sich die Aktie zusammen mit der steigenden Durchschnittslinie nun weiter nach oben bewegen wird. Wir erwarten hier bald einen kräftigen Anstieg über die Hürde bei 20,- Euro , das erste Kursziel liegt dann bei 21,50 Euro, ab Kursen über 22,70 Euro dürfte der Weg dann wieder frei in Richtung der alten Höchststände sein. Fundamental ist die Aktie mit einem KGV für 2012 von 7,5 ein echtes Schnäppchen. Bedenkt man dann noch die prall gefüllte Kasse und die zusätzlichen Phantasien durch einen baldigen Zukauf sind Kurse von 28,- bis 30,- Euro wohl in greifbarer Nähe.

Und zum Schluss noch kurz zur Dialog Semiconductor Aktie, die sich in den letzten Wochen deutlich unter Druck befand. Nach einem kurzzeitigen Abtauchen bis auf 10,65 Euro hat sich die Aktie nun inzwischen über der 11,- Euro Marke stabilisiert. Hier scheint sich ein Boden gebildet zu haben. Der Slow Stochastik Indikator signalisiert bereits wieder ein baldiges Kaufsignal und auch der MACD ist unmittelbar davor einen neuen Impuls für Käufer zu geben. Nachdem wir davon ausgehen, dass die Griechenland Problematik sehr bald schon etwas in den Hintergrund treten könnte, und auch die Belastungsfaktoren durch Research in Motion lange nicht so deutlich ausfallen wie vom Markt befürchtet, sehen wir aktuell keinen Grund warum man die Aktie eines Unternehmens mit einem jährlichen Wachstum von 40% und einem 2012er KGV von 11 zu diesen Kursen nicht kaufen sollte.

Wenn auch Sie in Zukunft rechtzeitig über die interessantesten Aktien informiert werden wollen melden Sie sich noch heute unverbindlich für unseren kostenlosen Börsen Newsletter an!

Trading Update Daimler, Porsche, VW, Commerzbank, Deutsche Bank

Wie erwartet konnten sich die beiden Bankenwerte, Deutsche Bank und auch die Commerzbank wieder etwas von den Tiefstständen gestern lösen, und notieren heute bereits wieder deutlich freundlicher. Auch wenn bei der Commerzbank Aktie die charttechnische Lage inzwischen etwas „angespannt“ aussieht gehen wir nach wie vor davon aus das die runde Marke von 3,- Euro demnächst wieder überschritten werden kann, ebenso wie bei der Deutschen Bank die 40,- Euro. Der Handelstag gestern sollte somit wie in unserer charttechnischen Analyse beschrieben bei beiden Titeln, unter langfristigen Gesichtspunkten, ein guter Einstiegszeitpunkt gewesen sein. Die nächsten Wochen dürften bei beiden Aktien noch etwas unruhig werden, weswegen wir uns hier entschieden haben keine Stopps im System zu setzen sondern unsere Erstpositionen ggf. weiter aufzustocken.

Nach wie vor hervorragend laufen die Aktien aller deutschen Automobilkonzerne. Sowohl Daimler, die neben guten Absatzzahlen nun auch mit einem positiven Newsflow glänzen können, als auch unsere beiden Favoriten, Porsche und VW, sind weiterhin deutlich im Plus. Insbesondere die innere Stärke der Aktien ist auch an sehr schwachen Handelstagen sehr beeindruckend. Charttechnisch betrachtet hangeln sich die Aktien nun am oberen Bollinger Band täglich weiter nach oben, was mich sehr stark an die Situation im Herbst des vergangenen Jahres erinnert. Wohin das geführt hat wissen wir ja alle…Die nächsten Kursziele liegen nun für die Aktien von VW Vz bei 139 und 145,50 Euro sowie für die Stämme bei ca 130,- Euro. Dementsprechend sollte die Porsche Aktie weiter mitziehen. das vorläufige Kursziel hier ist nun 58,10 und 60,- Euro.

Die Daimler Aktie tut sich im Moment noch ein wenig schwer mit der 50,- Euro Marke, wir gehen aber davon aus, das auch dies nicht mehr lange der Fall sein wird. Kann hier ein entscheidender Kaufimpuls die Aktie wieder über 50,35 Euro, wo derzeit die 200-Tage Linie verläuft gehoben werden sind schnell wieder Kurse um die 53,50 Euro drin. Das nächste Kursziel liegt dann bei 57,20 Euro. Unterstützung findet die Daimler Aktie zudem noch dadurch, dass die untere Begrenzung nun der  langfristige Aufwärtstrend zu sein scheint der aktuell bei ca. 49,20 verläuft. Hier stehen wohl alle Zeichen auf baldigen Ausbruch nach oben!

Abschießend verweise ich nochmal auf unseren Artikel „Porsche – alle bekloppt!“ Wer jetzt noch keine Porsche Aktien hat der sollte wohl mal darüber nachdenken, wenn man sich alleine die VW Kurse ansieht. Über die gegenseitigen Beteiligungsverhältnisse beider Autokonzerne hatte ich ja bereits ausführlich berichtet! Wenn Sie in Zukunft rechtzeitig an solchen Kursbewegungen partizipieren wollen melden Sie sich noch heute unverbindlich für unseren kostenlosen Investors Inside Börsen Newsletter an!

 

Q-Cells – der nächster Halt ist bei 1,28 Euro…oder einem Euro?

Eher in den letzten Zuckungen als vor einem Rebound scheint sich die Q-Cells Aktie zu befinden. Nachdem es am Freitag, nach einer für Aktionäre offensichtlich unbefriedigenden Hauptversammlung, noch einmal kräftig begab mit der Aktie ging hat sich nun auch das charttechnische Bild weiter deutlich eingetrübt. Q-Cells Aktionäre mussten in der letzten Zeit so einiges ertragen, das Unternehmen will dennoch immer noch keine Prognose für das laufende Quartal und das Gesamtjahr abgeben, was wohl auch die letzten hart gesottenen Anleger nun aus der Aktie fliehen lässt. Fundamental hat sich wohl nicht allzu viel geändert, und auch die Übernahmegerüchte wurden auf der HV zunächst einmal zerschlagen. Damit fehlt dem Wert wohl weiterhin jegliche Phantasie.

Fast kommt es einem schon so vor als würde seitens der Analysten nun jeder Strohhalm dankbar aufgegriffen. Nach den derzeit nicht vorhandenen Übernahmephantasien wieder nun mögliche technische Gegenreaktionen als Kaufargumente für die Aktie angeführt. Gerüchten zufolge ist die Short Quote bei der Q-Cells Aktie mit über 50 Prozent aller ausstehenden Aktien extrem hoch. Wer will kann natürlich auf eine solche technische Gegenreaktion und einen entsprechenden Short Squeeze setzen. Allerdings gebe ich an dieser Stelle zu bedenken, dass die Shorties auf kräftigen Gewinnen sitzen dürften und so schnell wohl nicht nervös werden. Aus charttechnischer Sicht sind die Bären weiterhin klar im Vorteil. Die nächsten Unterstützungen liegen bei 1,28 und 1,- Euro.

 

Bankenschock – Was tun bei der Commerzbank und Deutsche Bank?

Der Freitag dürfte viele Aktionäre von Bankaktien etwas durch gerüttelt haben! Italienische Banken kamen nach einer erneut sehr negativen Studie zu den europäischen Banken der US Ratingagenturen kräftig unter die Räder. Teilweise mussten die Kurse der Bankaktien nach herben Verlusten an der Mailänder Börse sogar vom Handel ausgesetzt werden. Insbesondere die Titel der UniCredit verloren in der Spitze über zehn Prozent, da hier ein hohes Ausfallrisiko an griechischen Staatspapieren befürchte wird. Die Banca Intesa notierten ebenfalls zum Handelsschluss über fünf Prozent schwächer. Das blieb natürlich auch nicht ohne Wirkung für die deutschen Branchenvertreter Commerzbank und Deutsche Bank, wobei sich die Deutsche Bank mit einem Minus von nur 1,44 Prozent noch verhältnismäßig gut halten konnte.

Eine unserer goldenen Trading Regeln ist „Kaufe die Panik“, denn genau das ist es wohl was hier am Freitag zu spüren war. Nicht nur, dass ich persönlich die permanenten Abstufungen europäischer Länder oder Geldhäuser durch die US Ratingagenturen für übertrieben und in erster Linie politisch motiviert halte, sondern auch fundamental betrachtet spricht einiges dagegen, dass die deutschen Geldhäuser nun weiter Abrutschen sollten. Die Commerzbank bleibt sicherlich eher ein  Wackelkandidat, da das Engagement der Bank in griechischen Staatsanleihen deutlich größer ist als bei der Deutschen Bank. Ich halte den Rücksetzer vom Freitag aber dennoch eher für eine langfristig gute Einstiegschance, und obwohl die Deutsche Bank hier unser klarer Favorit ist haben wir am Freitag zusätzlich eine erste Position in Commerzbank Aktien aufgebaut.

Der Kursverlust von über vier Prozent am Freitag scheint übertrieben zu sein. Der Chart zeigt deutlich den „Überschießer“ der Aktie nach unten. Dabei ist die Aktie nicht nur über das untere Bollinger Band hinausgeschossen, sondern hat auch zudem noch mustergültig auf der starken Unterstützung bei 2,89 Euro aufgesetzt. Bei 2,90 Euro haben wir nun eine erste Position (entgegen unserer Prognose für die Aktie) gekauft, worüber wir unsere Börsen Newsletter Leser natürlich gleich informiert haben. Bereits in der Xetra Schlussauktion wurde diese Marke, ausgelöst durch eine größere Kauforder, wieder überschritten, nachbörslich zeigte sich die Commerzbank Aktie weiter erholt.

Ich gehe davon aus, dass in der aktuellen Börsenwoche die massive Unterstützungszone zwischen 3,- und 3,10 Euro wieder zurückerobert wird nachdem der erste Schock verdaut ist. Die US Bankentitel haben deutlich weniger auf die mögliche Herabstufung der italienischen Banken reagiert! Für die Deutsche Bank Aktie gehe ich ebenfalls von einer schnellen Erholung zurück über die wichtige Marke von 40,- Euro aus. Kann dann sogar die Hürde bei 40,60 Euro wieder überschritten werden ist der Weg in Richtung 41,50 und 42,80 Euro wieder frei. Insgesamt sollten nun alle schlechten Nachrichten langsam eingepreist sein. Hoffnung für den Euro und die Banken gibt es heute aus China. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao will weiter in europäische Staatsanleihen investieren und signalisiert Hilfsbereitschaft bei den Problemen. Die Chinesen als weiße Ritter für Europa – wer hätte das vor zehn Jahren gedacht?

Die Autobauer VW, BMW, Daimler und Porsche bleiben erste Wahl!

Die Rede von FED Chef Ben Bernanke am Mittwoch war eigentlich nur eine weiter Bestätigung dessen was wir eh schon alle wissen. Etwas verwunderter war ich über die Aufregung der Börse nach der FED Sitzung. Klar war bereits im Vorfeld der Rede das es kein neues Aufkaufprogramm QE3 nach QE2 geben würde, zumindest zunächst nicht! Und wenn dann würde man dem ganzen sicherlich ein neues Etikett aufkleben und es anders nennen, damit die offensichtliche Niederlage der USA bei Ihren Bemühungen nicht allzu schmachvoll wird. Besser ist es da schon demnächst die Schuldenobergrenze der USA anzuheben – zumindest vorübergehend – um eine drohende Zahlungsunfähigkeit der USA zu verhindern. Auch ist die Botschaft Benankes nicht ganz klar, wenn man den Nebensätzen etwas mehr Beachtung schenkt. Denn die Notenbank will fällig werdende Wertpapiere dann in neue Staatstitel reinvestieren und damit ihr Portfolio an Bonds konstant hoch halten. Das heißt, auslaufende Bonds werden durch den Ankauf neuer Papiere ersetzt, was bedeutet, dass monatlich immer noch bis zu 20 Milliarden Dollar der FED in den Markt gepumpt werden, hmmm..

Die Inflation wird von Bernanke als eher nicht so relevant eingeschätzt, deswegen belasse man auch den Zinssatz bis auf Weiteres auf dem historisch niedrigen Niveau, hieß es zur Erklärung. Angesichts des immer noch schwächelnden Arbeitsmarktes und des danieder liegenden Immobilienmarktes bleibt wohl auch hier keine andere Wahl! Nun, den Aktienmärkten sollte es langfristig gut tun und dem Dollar verhalfen die Aussagen zu etwas mehr Stärke. Allerdings drückte das etwas düstere Bild das Ben Bernanke von der US Wirtschaft zeichnete am Feiertag erneut kräftig auf die Stimmung der Anleger. Nach dem Ausbruch am Mittwoch nach oben folgt also direkt eine neue Konsolidierung, um dann am Freitag bereits wieder einen Ausbruch zu simulieren. Verrückte Börsenwelt!!!

Ein weiteres bewegendes Thema in dieser Woche ist die beherrschende Stellung der US Ratingagenturen. Nachdem nun die Probleme in Griechenland zwar nicht gelöst aber verschoben wurden konzentriert man sich jenseits des Atlantiks bereits darauf neue Unruhe zu stiften. Mit Erfolg, leider! Italien ist der nächste Kandidat auf der Liste der Themen mit denen man von den Problemen des eigenen Landes, die noch viel größer sein dürften, nun ablenkt. Eine gewisse Systematik lässt sich hier wohl nicht leugnen! Die Presse umschrieb das Problem mit den Ratingagenturen heute so: „Die drei privatwirtschaftlich strukturierten Unternehmen beherrschen 95 Prozent des Marktes und verfügen über quasi hoheitliche Machtbefugnisse, indem sie die Kreditwürdigkeit souveräner Staaten beurteilen – und damit die EU-Politik auf Trab halten.“ Heute drohte die EU-Wertpapieraufsicht damit den Ratinghäusern Fitch, S&P sowie Moodys die Lizenz für Europa zu entziehen. Ich wäre unbedingt dafür, aber es müsste ein europäisches Pendant dazu geschaffen werden!

Das bringt mich auch gleich zum nächsten ganz erstaunlichen Punkt in der gesamten Diskussion. Als wäre das alles noch nicht schlimm genug stellte sich US Finanzminister Timothy Geithner nun vor die Presse und warf den Europäern vor in Sachen griechischer Schuldenkrise nicht genug getan zu haben. Insbesondere die Atomkatastrophe von Fukushima sowie die europäische Schuldenkrise sei Schuld an der Misere in der die USA nun stecke. Die deutlich langsamere Erholung der US Wirtschaft hat nun also einen oder besser zwei Schuldige gefunden. Man sei ernsthaft besorgt über einen Flächenbrand wenn nicht entsprechend entschlossen reagiert werde, hieß es weiter! Es ist schon etwas dreist uns nun den schwarzen Peter zuzuschieben nachdem man die Krise in den USA durch die Pleite von Lehmann Brothers erst ausgelöst hat. Hätten die Amerikaner damals etwas mehr getan wäre dieser ganze Schlammassel wohl erst gar nicht entstanden. Vielleicht sollte Herr Geithner erst einmal die Ratingagenturen in den Griff bekommen die ständig neues Öl in das Feuer gießen, und nun durch unkontrollierten Übereifer die Probleme teilweise größer reden als notwendig, nachdem sie vor Ausbruch der Krise jahrelang gepennt haben!!!

Wer die nötigen Nerven bei all diesem politischen Hickhack mitbringt kann aber auch in solchen Marktphasen, in denen offenbar nichts mehr sicher zu sein scheint, mit dem richtigen Timing und der richtigen Aktienauswahl schönes Geld verdienen. Unsere vor kurzem eingegangenen Trades entwickeln sich bislang größtenteils sehr schön. Allen vorweg sei hier natürlich die Aktie von Porsche genannt, die seit der Aufnahme knapp 15% zulegen konnte. Das dürfte es aber noch lange nicht gewesen sein, ebenso wie bei den VW Aktien die beide mit 11% im plus notieren. Die Daimler Aktie folgt mit 9,2%, die Deutsche Bank hat leider gestern und heute die schönen Gewinne größtenteils wieder abgegeben, an unserer Einschätzung hat sich aber nichts geändert, weswegen wir hier unverändert investiert bleiben. Die kommenden Wochen dürften für Bankenaktien weiterhin nicht einfach werden, dennoch haben wir am Freitag für 2,90 Euro eine Erstposition der Commerzbank Aktie hinzugenommen, da unser Wunschkurs von unter 2,70 Euro wohl doch nicht mehr erreicht wird. Wenn doch werden wir weiter aufstocken.

Die kommende Börsenwoche dürfte nicht einfach werden, auch wenn wir weiterhin davon ausgehen das die Entscheidung über einen Ausbruch der Indizes nach oben unmittelbar bevor steht, oder sagen wir mal vorsichtiger, eine baldige Stabilisierung eintreten dürfte. Sollte sich diese Annahme bestätigen werden wir dann, zu gegebener Zeit, unser Depot mit weiteren Aktien ausbauen über die wir Sie dann wie gewohnt auf Investors Inside natürlich rechtzeitig informieren. Es zeigte sich auch in dieser Woche einmal mehr, dass die richtige Aktienauswahl entscheidend für Ihren Erfolg an der Börse ist. Achten Sie weiterhin auf echte Qualität, und lassen Sie sich nicht durch die momentan starken Tagesschwankungen aus dem Konzept bringen!

Auszug aus dem aktuellen Investors Inside Börsen Newsletter!

Dialog Semiconductor – kommen jetzt die Käufer zurück?

Die Dialog Semiconductor war bis gestern kräftig unter Druck. Nachdem auch die Unterstützung bei 11,- Euro  nicht halten wollte stand zu befürchten, dass auch noch die nächsten Marken bei 10,20 und 9,85 Euro abgearbeitet werden könnten. Allerdings sollte man dem gestrigen Handelstag bedingt  durch den Feiertag in Europa auch nicht allzu viel Aussagekraft beimessen. Heute präsentiert sich die Dialog Aktie wieder gewohnt da wo sie am Mittwoch notierte, nämlich über der wichtigen Marke von 11,- Euro oder besser gesagt über der Unterstürzung bei 10,90 Euro.

Während es also gestern so aussah als wäre man das Opfer einer Bullenfalle geworden sieht die Welt heute schon wieder ganz anders aus. Der ifo Index ist deutlich stärker ausgefallen als erwartet, in Griechenland deutet sich eine vorübergehende Lösung an und -allem voran- der US Technologiesektor ist auf Erholungskurs, was insbesondere auch der Aktie von Dialog zugute kommen sollte! Kurzum das Orderbuch bei Dialog weist wieder verstärkt größere Kauforders auf, und in dem Börsenumfeld dürfte es den Shorties nun schwer fallen den Kurs noch weiter zu drücken.

Fundamental betrachtet bleibt bei Dialog alles beim Alten. Ein Unternehmen mit einem jährlichen Wachstum von ca. 40% mit einer zukunftsweisenden Technologie und einem gigantischen Absatzmarkt. Die Dialog Semiconductor Aktie dürfte auf lange Sicht zu den derzeitigen Kursen deutlich zu günstig sein. Die Aktie könnte also in den nächsten Stunden oder Tagen die Marke von 11.40 Euro wieder zurückerobern, dann wäre der Weg nach oben wieder frei in Richtung 12,20 und 13,- Euro! Unbedingt beobachten!

BYD, Build Your Dreams Aktie wieder im Aufwind

Bereits gestern konnten die Aktien des chinesischen Elektroauto und Batterieherstellers BYD, Build Your Dreams kräftig zulegen. Mit dem heutigen weiteren Anstieg der Aktie wurde ein mustergültiges Kaufsignal generiert. Nachdem die Aktie zuvor monatelang nur eine Richtung zu kennen schien, nämlich abwärts könnte nun allmählich die Wende eingeleitet sein. Der chinesische Autobauer an dem sowohl Daimler als auch Investmentlegende Warren Buffet beteiligt sind gibt insgesamt 79 Millionen Aktien, sogenannte A-Shares an private und institutionelle Investoren aus. Der Preis je Aktie beträgt 18 Yuan. Von den neu ausgegebenen Aktien wurden insgesamt 64 Millionen Aktien über das Internet angeboten. Die Aktien des Elektroauto-Pioniers fanden reißenden Absatz und waren 22-fach überzeichnet.

Zwar wurde für das Unternehmen an der Börse in Shenzhen nicht ganz soviel frisches Kapital eingefahren wie sich die Unternehmenslenker das erhofft hatten, dennoch dürfte die verstärkte Aufmerksamkeit durch den Börsengang die Aktien wieder etwas mehr in den Fokus der Anleger, sowohl auf privater als auch auf institutioneller Seite, rücken. Insgesamt sollten nun alle schlechten Nachrichten in dem Aktienkurs eingepreist sein, die guten Nachrichten wurden in der letzten Zeit vom Markt ignoriert. In Kooperation mit Daimler will man ab 2013 Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen. Schon heute beliefert das Unternehmen weltweit Kommunen mit Elektrobussen…Wir attestieren der BYD Aktie nun eine echte Rebound-Chance und haben unsere Position hier gestern erneut aufgestockt.

Sino Forest und Asian Bamboo – wie gehts hier weiter?

Durch den Skandal um Sino Forest, die laut Berichten sowohl bei den Bilanzen der letzten Jahre als auch bei der Größe der im Bestand befindlichen Waldflächen geschummelt haben sollen ist auch die Aktie des ehemaligen Highflyers Asian Bamboo in Mitleidenschaft gezogen worden. Alleine in den letzten zwei Monaten ist die Asian Bamboo Aktie von 35,- auf nunmehr nur noch knapp 20,- Euro eingebrochen. Ich habe mir die Aktie des chinesischen Bambusproduzenten heute mal etwas näher angesehen.

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens startete vor etwas über zwei Jahren. Anfang 2009 notierte die Aktie noch bei ca. 5,- Euro und konnte im Anschluss bis zum Herbst 2010 auf über 40,- Euro zulegen. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der Herstellung und dem Verkauf biologisch angebauter Bambussprossen und Bambusholz für die Holzverarbeitung, sprich das Unternehmen ist sowohl in der Lebensmittelbranche tätig als auch als Lieferant für die Papier- und Möbelindustrie. Den entscheidenden Vorteil sieht das Unternehmen nach eigenen Angaben darin, dass Bambus im direkten Vergleich ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff ist.

Die Asian Bamboo AG ist zwar operativ in China tätig, die Firmenzentrale liegt aber in Hamburg. Sicherlich hat auch dieser Umstand dazu beigetragen, dass die Aktie in den vergangenen Jahren entsprechend am Deutschen Aktienmarkt „wahrgenommen“ wurde. Nach den herben Kursverlusten der letzten Wochen fragen sich Anleger nun verstärkt, ob die Bilanzierungsmethode des chinesischen Mitbewerbers Sino Forest wohl auch bei Asian Bamboo angewandt worden ist. Vorab ist wohl anzumerken, dass es dafür bislang nur wage Hinweise gibt. Das Unternehmen reagierte auf den Kursrutsch nun mit einem Aktienrückkauf-Programm. Das Volumen des Rückkaufs wurde erst am Freitag von 100.000 Stück auf 300.000 Stück erweitert.

Firmenchef und Gründer Lin Zuojun, der bereits 37,3% der ausstehenden Aktien hält hat kürzlich die Prognose für das Geschäftsjahr 2011 erneut bestätigt. Demnach soll der Umsatz bei mindestens 125 Mio. EUR und die Nettomarge bei mindestens 40% liegen. Auf Basis ihrer Ergebnisschätzungen 2011e notiert die  Asian Bamboo Aktie somit nahe am Buchwert und hat ein KGV von unter 7. Soweit so gut, sieht man sich jedoch den Drei-Jahres-Chart an ist weiterhin Vorsicht geboten..

Die Aktie notiert heute bereits am unteren Rand der Bollinger Bänder, jedoch scheint das Verkaufssignal weiterhin intakt zu sein. Bislang blieb jegliche Gegenwehr der Bullen aus. Mit dem heutigen Test der 20,- Euro Marke könnte nun weiteres Abwärtspotenzial generiert werden, wenn diese Marke unterschritten wird. Mögliche Wendemarken wären dann erst bei ca. 18,- Euro oder gar 15,- Euro auszumachen. Der weitere Werdegang der Aktie dürfte also nicht zuletzt vom Ausgang der Spekulation um Sino Forrest abhängen, auch wenn es zwischen den Unternehmen keinerlei Verbindung gibt. Gestern konnte sich die Sino Forest Aktie gegen Handelsende etwas fangen…ich gehe aber davon aus, dass es das noch nicht gewesen ist, auch wenn hier jederzeit eine technische Gegenbewegung zu erwarten ist. Dementsprechend bleiben dann wohl auch die Aktien von Asian Bamboo bis auf weiteres unter Druck!

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