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Trading Update Conti, VW, Daimler, Commerzbank, Aixtron, TUI…

Zu den einzelnen Aktien gibt es eigentlich auch nicht viel Neues zu berichten. Denn an meiner kurzfristigen Sicht hat sich nicht viel geändert. Es ist wieder deutlich mehr Volatilität im Markt und das kann durchaus eine Zusatzrendite bringen, wenn man die Positionen auch mal wieder auflöst um etwas weiter unter dann wieder einzusteigen. Die Automobilaktien sind in dieser Woche kräftig unter Druck gewesen, das wurde auch so von mir erwartet. Allerdings hätte ich gegen Ende der Woche bereits mit etwas mehr Belebung der Aktienkurse von VW. Daimler, Porsche gerechnet. Die Continental Aktie hingegen hat schon deutlich vorgemacht was hier möglich ist, wenn der Markt mal wieder ein oder zwei gute Tage haben sollte. Die Kursziele der Analysten wurden in den letzten Tagen wieder deutlich nach oben korrigiert.

Die Commerzbank Aktie ist und bleibt das Sorgenkind vieler Anleger, und das wohl auch zu Recht. Die Nachrichtenlage um die Einigung mit der EU Kommission auf eine Zerschlagung und Abwicklung der Problemtochter Eurohypo haben nicht zu dem erhofften Kursschub geführt. Sicherlich spielten hier aber vorrangig die Überlegungen der Anleger bezüglich eines griechischen Totalsausfalls, und der Probleme in Portugal uns Spanien, die übergeordnete Rolle. Grundsätzlich sehe ich die Nachrichten bei der Commerzbank äusserst positiv. Gelingt es den europäischen Politikern erneut Vertrauen in die Eurozone zu schaffen, dann sollte sich das auch im Aktienkurs der Commerzbank bald widerspiegeln. Ich habe die Position unter 1,85 Euro noch einmal vergrößert.

Aixtron hat sich in diesem Börsenumfeld eigentlich ganz vernünftig geschlagen was mich weiterhin vermuten lässt dass wir das Schlimmste bei der Aktie überstanden haben. Die Deutsche Bank ist inzwischen sehr positiv für den Titel eingestellt. Ebenso wie wir sieht man dort den Kurs bei 17,- Euro auf Jahressicht. Wir bleiben dabei auch wenn wir nochmal schwächere Tage sehen sollten. Ähnlich verhält es sich mit der Klöckner & Co. Aktie, die ehrlich gesagt die große Enttäuschung der Woche für mich war. Nachdem die Aktie des Stahlhändlers in den Tagen zuvor immer deutliche Stärke gezeigt hatte bracht der Titel dann regelrecht ein. Konjunktursorgen aus China haben den gesamten Sektor erneut belastet. Letztlich bleibt aber die Tatsache das die KlöKo Aktie auf Cash Niveau notiert. Kurse um die 10,- Euro werde ich deswegen zum Nachkauf nutzen.

Veolia läuft einfach. Der Rücksetzer bis auf 12,20 Euro wurde bereits wieder gekauft. Sollten wir in Kürze einen weiteren Anstieg bei den Indizes sehen rechne ich damit dass sich die Aktie über der 13,- Euro Marke etablieren kann. Die Veolia Aktie bleibt einer meiner Favoriten für das Gesamtjahr. Salzgitter und Rheinmetall sind kurzzeitig per StoppLoss aus meinem Depot gewandert. Hier warte ich jetzt wieder auf eine baldige Gelegenheit zum Einstieg. TUI werde ich in den nächsten Tagen ebenfalls aufstocken. Die Nachrichtenlage hat sich deutlich verbessert. Zusätzlich gibt es hier einiges an Phantasien durch die Hapag Lloyd Beteiligung, wie ich Ihnen ja bereits letzte Woche berichtet habe.

Noch ein spekulativer Hinweis zum Abschluss. Die Aktie von Asian Bamboo hat sich inzwischen wieder von den Tiefstständen unter 10,- Euro erholt und notiert  um die 11,50 Euro. Sieht man sich den Chart etwas genauer an, erkennt man nun eine inverse SKS Formation, deren rechte Schulter gerade ausgebildet wird. Steigt die Aktie nun über 12,- Euro besteht die berechtigte Hoffnung auf wesentlich höhere Kurse. Ich bleibe investiert mit einem Kursziel von zunächst 15,- Euro.

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Trading Update Commerzbank, Veolia, Asian Bamboo, Metro, K+S

Die jüngsten Ereignisse haben dem Bankensektor erneut eine äußerst turbulente Woche beschert. Deswegen sollte auch bei der Commerzbank Aktie weiterhin das von uns geschilderte Szenario eines möglichen Gap-Close im Hinterkopf behalten werden. Nach der Einigung in Griechenland konnten beide deutschen Bankentitel nicht von der Meldung profitieren. Sowohl die Aktie der Deutschen Bank als auch die der Commerzbank notierten am Freitag deutlich schwächer. Grund waren sicherlich die Unsicherheiten über die Entscheidung der Swaps and Derivatives Association. Anleger befürchten nun das sich diese noch einmal deutlich negativ auf die Bilanzen der Banken auswirken könnte. Vergessen sollte man dabei allerdings nicht dass sich die Geldhäuser gegen den nun eingetretenen Fall umfangreich abgesichert haben.

Die gute Nachricht ist zwar das überhaupt eine Art Einigung zustande gekommen ist, und somit auch eine kurzzeitige Entspannung an den internationalen Kapitalmärkten eintrat. In der kommenden Woche muss aber genau beobachtet werden wie der Markt tatsächlich auf die faktische Pleite Griechenlands reagieren wird, wenn die Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps/CDS), mit denen sich bestimmte Halter von griechischen Staatsanleihen abgesichert haben, gezogen werden. Am Freitag Abend hat der Branchenverband International Swaps and Derivatives Association, ISDA wie erwartet ein sogenanntes Kreditereignis festgestellt. Für Commerzbank Aktionäre bedeutet dies zunächst einmal wieder etwas turbulente Tage, auch wenn ich der Meinung bin dass nun das Schlimmste überstanden sein sollte.

Richtig gut gefällt mir weiterhin die Aktie des französischen Wasserversorgers Veolia Environnement S.A. Am Freitag probte der Titel erneut seinen Ausbruch über das letzte Hoch bei 11.25 Euro und konnte sogar zum Handelsende leicht darüber schließen. Gelingt es nun diese Marke nachhaltig zu überwinden sind hier weitaus höhere Kurse drin. Ab Kursen von 11,90 Euro ist die Bodenbildung endgültig abgeschlossen. Lesen Sie >hier< noch einmal unsere aktuelle Einschätzung zu der Aktie. Heute ist die Aktie bereits deutlich ausgebrochen und hat die 200-Tage Linie zurückerobert, was  nun verstärkte Aufmerksamkeit institutioneller Investoren auf sich ziehen dürfte.

In der letzten Woche haben wir auch über die spekulative Aktie des chinesischen Bambusherstellers Asian Bamboo berichtet. Die Aktie hat in den letzten Tagen deutlich nachgegeben, konnte sich aber um die 11.65 Euro mustergültig fangen und notiert aktuell wieder leicht über der letzten Unterstützung bei der 12,- Euro Marke. An unserer grundsätzlichen Einschätzung zur fundamentalen Bewertung des Unternehmens hat dies nichts geändert. Viel mehr scheint hier momentan jemand den Kurs negative beeinflussen zu wollen, um einen guten Einstieg zu finden. Ich habe das Orderbuch in der letzten Woche intensiv verfolgt, und mich für eine Erweiterung der Position entschieden.

Wie schon im letzten Newsletter geschrieben konzentriere ich mich gerade etwas mehr auf die „Nachzügler“. Sehr gut gefallen hat mir gestern die Metro Aktie, die anscheinend einen tragfähigen Boden gefunden hat. Die 28,- Euro haben erneut gehalten und dass nun schon zum fünften Mal in den letzten Monaten. Das kurzzeitige Unterschreiten dieser Marke am Mittwoch und Donnerstag sollte man dabei nicht über bewerten. Selten ergibt sich bei einer Aktie eine so deutliche multiple Bodenformation. Hinzu kommt noch dass der gesamte Sektor „Einzelhandel“ nun nach einer sehr positiven Studie von Goldman Sachs wieder etwas mehr in den Fokus der Anleger rückt. Ich habe am Donnerstag eine erste Position Metro Aktien gekauft, und werden ggf. noch weiter aufstocken.

Ebenfalls eine der Aktien denen ich, auch unter der Voraussetzung eines in naher Zukunft schwierigeren Börsenumfeldes, wieder deutlich höhere Kurse zutraue ist die Aktie von Kali und Salz. Der Düngemittelhersteller konnte bislang, trotz aller positivere Analystenkommentare, noch gar nicht von der Aufwärtsbewegung profitieren. Ebenso wie Einzelhandelsaktien oder der Energiesektor scheinen auch Aktien aus dem Bereich Düngemittelherstellung gerade nicht „en vogue“ zu sein. Das dürfte sich aber bald schon ändern wenn man von einem weiterhin positiv verlaufenden Börsenjahr ausgeht. Die Deutsche Bank hat heute ihre Einschätzung zum europäischen Minensektor deutlich überarbeitet und stuft den Sektor inzwischen mit „Overweight“ ein. Aus meiner persönlichen Warte überwiegen bei der Aktie die möglichen Chancen die Risiken deutlich.

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Asian Bamboo verfehlt die Prognose… aber !

Makroökonomische Einflüsse haben das Ergebnis des Bambus-Produzenten Asian Bamboo im Geschäftsjahr 2011 unerwartet belastet. Der Umsatz je Hektar Anbaufläche sei zurückgegangen, während sich die Kultivierungskosten aufgrund der vergrößerten Gesamtfläche verteuert haben, berichtete der Vorstand des chinesischen Unternehmens gestern bei der Bekanntgabe der Jahreszahlen für das abgelaufene Jahr. Sondereffekte haben letztlich dazu geführt dass das Unternehmen ein um 41 Prozent deutlich reduziertes Ergebnis ausweisen muss. Insgesamt wurde in dem Berichtszeitraum ein Gewinn von „nur“ 26,3 Millionen Euro erwirtschaftet, obwohl der Umsatz im gleichen Zeitraum um 18 Prozent auf 89,8 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Das Bruttoergebnis stieg um 66 Prozent auf 45,1 Millionen Euro. Die Brutto-Marge konnte von 36% auf nunmehr 50% gesteigert werden.

Schuld an dieser Ergebnisverzerrung ist der Verlust aus der Veränderung des sogenannten beizulegenden Zeitwerts biologischer Vermögenswerte nach der Berechnungsmethode „Fair Value of Biological Assets“ oder kurz FVBA in Höhe von 18,9 Millionen Euro. Demnach müssen auf die inzwischen deutlich erweiterten Anbauflächen des Unternehmens Abschreibungen in entsprechender Höhe vorgenommen werden. Genau heißt es in dem Bericht hierzu:

Der Verlust aus der Veränderung des FVBA resultierte aus Anpassungen der Annahmen in Bezug auf Preise, Kosten und Volumen, die der FVBA-Berechnung zugrundeliegen. Diese Anpassungen wurden vorgenommen, um das aktuelle operative Umfeld besser widerzuspiegeln. Der Vorstand bedauert die durch die FVBA-Berechnung verursachte Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns und möchte betonen, dass die FVBA-Berechnung rein theoretischer Natur ist und keinen Einfluss auf den Cash-Flow hat. Der Kapitalfluss blieb im Geschäftsjahr 2011 solide.

Die biologischen Vermögenswerte der Gesellschaft belaufen sich aktuell somit auf 103 Millionen Euro, die Bilanzsumme des Unternehmens wurde von 346 auf knapp 390 Millionen Euro gesteigert. Die Verbindlichkeiten waren mit knapp 14 Millionen Euro nahezu konstant. Auf der Hauptversammlung am 24. Mai soll nun eine Jahresdividende von 0,40 Euro pro Aktie vorgeschlagen werden, was einer Rendite knapp drei von Prozent auf den aktuellen Aktienkurs entspricht. Asian Bamboo wird derzeit mit knapp 230 Millionen Euro an der Börse bewertet. Für das laufende Jahr wird ein Umsatz von mindestens 120 Millionen Euro erwartet bei einer Nettoergebnis-Marge von über 40 Prozent. Dies würde dann ein KGV von 4,8 für auf Basis des aktuellen Aktienkurses bedeuten. Anhand dieser Daten sollte sich jeder nun ein etwas genaueres Bild über die Aktie machen können…!

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  • makroökonomische einflüsse

TradingUpdate – Asian Bamboo und Gigaset rein, Bet-at-Home raus

Heute habe ich die Trading Position bei Bet-at-Home zu 26,- Euro wieder aufgelöst. Nachdem die Aktie nun innerhalb von 5 Tagen um 27 Prozent zugelegt hat betrachte ich diesen Trade zunächst als erfolgreich abgeschlossen. Der Anstieg verlief unter nach wie vor geringen Umsätzen relativ heftig, und man soll ja bekanntlich sein Glück nicht über strapazieren… Bet at Home verbleibt natürlich auf meiner Watchlist, ich rechne aber eher wieder mit rückläufigen Notierungen in den kommenden Tagen, da der Anstieg für meinen Geschmack etwas zu schnell verlief um gesund zu sein. Bei einem erneuten Einstieg werde ich Sie natürlich rechtzeitig informieren. Die Chancen sind nun erste einmal eher in anderen Werten zu suchen.

Über Gigaset hatte ich ja bereits gestern berichtet. Der Trade scheint ebenfalls voll aufzugehen. Bereits heute kann die Aktie des Telekommunikations-Ausrüsters deutlich zulegen. Gelingt nun der Ausbruch über die charttechnisch wichtige Marke von 2,50 Euro dann sind weitere Kursgewinne bis in den Bereich um die 3,- Euro zunächst drin. Mittelfristig besteht die Möglichkeit dass sich die Aktie wieder zu alten Höhen aufmacht, denn die aktuelle Bewertung des Unternehmens ist weiterhin ausgesprochen günstig. Die Umsätze in der Aktie haben wieder deutlich angezogen, der Verkäufer der in den letzten Wochen hier dran war könnte jetzt fertig sein.

Asian Bamboo ist ebenso wie Gigaset eine Aktie deren innerer Wert nicht genau einzuschätzen ist, und somit eher als spekulativ zu betrachten. Dennoch auch dieses Unternehmen hat zuletzt weiter gute Unternehmensdaten geliefert, notiert aber immer noch auf relativ niedrigem Niveau. Seit unserem letzten erfolgreichen Trade von ca. 8,70 auf fast 16,- Euro hat sich bei der Aktie nicht mehr viel getan. Nun hat sich um die 14,- Euro ein solider Boden ausgebildet. Die über kauften Situationen vom November und Januar sind ebenfalls vollständig abgebaut, und der Chart sieht für mich nun wieder sehr interessant aus.

Der Unternehmenswert von Asian Bamboo wird aktuell mit knapp 218 Millionen Euro angegeben, das KGV für 2012 liegt bei 4,78, für 2013 bei 3,87. Die Dividendenrendite soll im kommenden Jahr bei 3,7 Prozent liegen. Unter Berücksichtigung dieser Punkte hat die Aktie ein interessantes Chance-Risiko-Verhältnis.

Asian Bamboo – TopTipp für Risikobewusste

Die Aktie des chinesischen Bambusproduzenten Asian Bamboo ist zuletzt ebenfalls kräftig unter die Räder gekommen. In der Spitze tauchte der Aktienkurs bis auf 7,81 Euro ab. Heute hat die Aktie nach der Erholung der letzten tage nun ein neues Kaufsignal generiert. Grund genug um einmal wieder etwas genaue hinzusehen. Das operative Geschäft von Asian Bamboo besteht in der Aufzucht und dem Vertrieb von Bambusstämmen und biologisch angebauten Bambussprossen. Die Bambussprossen setzt die Gesellschaft vor allem auf dem wachsenden Markt für Bio-Lebensmittel ab. Die Stämme hingegen werden zur Herstellung von Bodenbelägen, der Möbelproduktion, im Baugewerbe und bei der Papierherstellung verwendet. Zuletzt geriet die gesamte holzherstellende Branche in China in Verruf weil der Waldplantagenbetreiber Sino Forest in den Verdacht geraten ist die Bilanzen der letzten Jahre manipuliert, und die im Besitz des Unternehmens befindlichen Anbauflächen nach oben frisiert zu haben. Die Aktie von Sino Forest war daraufhin dramatisch abgestürzt und ist seitdem vom Handel ausgesetzt.

Letztlich wurde die Asian Bamboo Aktie im Zuge dieses Skandals nach unserer Meinung zu Unrecht mit abgestraft. In der ersten Jahreshälfte 2001 hat Asian Bamboo den Nettogewinn im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 18,4 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum um 27 Prozent auf 49,2 Millionen Euro. Erst kürzlich hat Peter Sjovall, Finanzvorstand der Asian Bamboo AG erneut bekräftigt, dass man auch in diesem Jahr, nach eigenen Erwartungen, Rekordwerte bezüglich Umsatz und Nettoergebnis erzielen werde. Man darf also gespannt sein! Fundamental betrachtet erscheint die Aktie geradezu spottbillig zu sein. Mit einer Marktkapitalisierung von derzeit knapp 160 Millionen Euro und einem zu erwartenden Gewinn pro Aktie von 3,19 Euro  für 2011 und 4,36 Euro für 2012 liegt das aktuelle KGV nur bei 2,93 respektive 2,14. Geht man also davon aus, dass das Unternehmen die gesteckten Ziele auch tatsächlich erreichen kann, eröffnet sich hier für risikobewusste Anleger geradezu enormes Potenzial.

Wir trauen dem Titel nun eine schnelle Rückkehr bis in den Bereich um die 15,- Euro zu, anschließend wäre ein weiterer Anstieg bis in den Bereich um die 18,- Euro möglich. Mittelfristig gehen wir aber von deutlich höheren Kursen bei der Aktie aus, wenn das Unternehmen die selbst gesteckten Ziele erreicht.

Sino Forest und Asian Bamboo – wie gehts hier weiter?

Durch den Skandal um Sino Forest, die laut Berichten sowohl bei den Bilanzen der letzten Jahre als auch bei der Größe der im Bestand befindlichen Waldflächen geschummelt haben sollen ist auch die Aktie des ehemaligen Highflyers Asian Bamboo in Mitleidenschaft gezogen worden. Alleine in den letzten zwei Monaten ist die Asian Bamboo Aktie von 35,- auf nunmehr nur noch knapp 20,- Euro eingebrochen. Ich habe mir die Aktie des chinesischen Bambusproduzenten heute mal etwas näher angesehen.

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens startete vor etwas über zwei Jahren. Anfang 2009 notierte die Aktie noch bei ca. 5,- Euro und konnte im Anschluss bis zum Herbst 2010 auf über 40,- Euro zulegen. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der Herstellung und dem Verkauf biologisch angebauter Bambussprossen und Bambusholz für die Holzverarbeitung, sprich das Unternehmen ist sowohl in der Lebensmittelbranche tätig als auch als Lieferant für die Papier- und Möbelindustrie. Den entscheidenden Vorteil sieht das Unternehmen nach eigenen Angaben darin, dass Bambus im direkten Vergleich ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff ist.

Die Asian Bamboo AG ist zwar operativ in China tätig, die Firmenzentrale liegt aber in Hamburg. Sicherlich hat auch dieser Umstand dazu beigetragen, dass die Aktie in den vergangenen Jahren entsprechend am Deutschen Aktienmarkt „wahrgenommen“ wurde. Nach den herben Kursverlusten der letzten Wochen fragen sich Anleger nun verstärkt, ob die Bilanzierungsmethode des chinesischen Mitbewerbers Sino Forest wohl auch bei Asian Bamboo angewandt worden ist. Vorab ist wohl anzumerken, dass es dafür bislang nur wage Hinweise gibt. Das Unternehmen reagierte auf den Kursrutsch nun mit einem Aktienrückkauf-Programm. Das Volumen des Rückkaufs wurde erst am Freitag von 100.000 Stück auf 300.000 Stück erweitert.

Firmenchef und Gründer Lin Zuojun, der bereits 37,3% der ausstehenden Aktien hält hat kürzlich die Prognose für das Geschäftsjahr 2011 erneut bestätigt. Demnach soll der Umsatz bei mindestens 125 Mio. EUR und die Nettomarge bei mindestens 40% liegen. Auf Basis ihrer Ergebnisschätzungen 2011e notiert die  Asian Bamboo Aktie somit nahe am Buchwert und hat ein KGV von unter 7. Soweit so gut, sieht man sich jedoch den Drei-Jahres-Chart an ist weiterhin Vorsicht geboten..

Die Aktie notiert heute bereits am unteren Rand der Bollinger Bänder, jedoch scheint das Verkaufssignal weiterhin intakt zu sein. Bislang blieb jegliche Gegenwehr der Bullen aus. Mit dem heutigen Test der 20,- Euro Marke könnte nun weiteres Abwärtspotenzial generiert werden, wenn diese Marke unterschritten wird. Mögliche Wendemarken wären dann erst bei ca. 18,- Euro oder gar 15,- Euro auszumachen. Der weitere Werdegang der Aktie dürfte also nicht zuletzt vom Ausgang der Spekulation um Sino Forrest abhängen, auch wenn es zwischen den Unternehmen keinerlei Verbindung gibt. Gestern konnte sich die Sino Forest Aktie gegen Handelsende etwas fangen…ich gehe aber davon aus, dass es das noch nicht gewesen ist, auch wenn hier jederzeit eine technische Gegenbewegung zu erwarten ist. Dementsprechend bleiben dann wohl auch die Aktien von Asian Bamboo bis auf weiteres unter Druck!

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