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Asian Bamboo – TopTipp für Risikobewusste

Die Aktie des chinesischen Bambusproduzenten Asian Bamboo ist zuletzt ebenfalls kräftig unter die Räder gekommen. In der Spitze tauchte der Aktienkurs bis auf 7,81 Euro ab. Heute hat die Aktie nach der Erholung der letzten tage nun ein neues Kaufsignal generiert. Grund genug um einmal wieder etwas genaue hinzusehen. Das operative Geschäft von Asian Bamboo besteht in der Aufzucht und dem Vertrieb von Bambusstämmen und biologisch angebauten Bambussprossen. Die Bambussprossen setzt die Gesellschaft vor allem auf dem wachsenden Markt für Bio-Lebensmittel ab. Die Stämme hingegen werden zur Herstellung von Bodenbelägen, der Möbelproduktion, im Baugewerbe und bei der Papierherstellung verwendet. Zuletzt geriet die gesamte holzherstellende Branche in China in Verruf weil der Waldplantagenbetreiber Sino Forest in den Verdacht geraten ist die Bilanzen der letzten Jahre manipuliert, und die im Besitz des Unternehmens befindlichen Anbauflächen nach oben frisiert zu haben. Die Aktie von Sino Forest war daraufhin dramatisch abgestürzt und ist seitdem vom Handel ausgesetzt.

Letztlich wurde die Asian Bamboo Aktie im Zuge dieses Skandals nach unserer Meinung zu Unrecht mit abgestraft. In der ersten Jahreshälfte 2001 hat Asian Bamboo den Nettogewinn im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 18,4 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum um 27 Prozent auf 49,2 Millionen Euro. Erst kürzlich hat Peter Sjovall, Finanzvorstand der Asian Bamboo AG erneut bekräftigt, dass man auch in diesem Jahr, nach eigenen Erwartungen, Rekordwerte bezüglich Umsatz und Nettoergebnis erzielen werde. Man darf also gespannt sein! Fundamental betrachtet erscheint die Aktie geradezu spottbillig zu sein. Mit einer Marktkapitalisierung von derzeit knapp 160 Millionen Euro und einem zu erwartenden Gewinn pro Aktie von 3,19 Euro  für 2011 und 4,36 Euro für 2012 liegt das aktuelle KGV nur bei 2,93 respektive 2,14. Geht man also davon aus, dass das Unternehmen die gesteckten Ziele auch tatsächlich erreichen kann, eröffnet sich hier für risikobewusste Anleger geradezu enormes Potenzial.

Wir trauen dem Titel nun eine schnelle Rückkehr bis in den Bereich um die 15,- Euro zu, anschließend wäre ein weiterer Anstieg bis in den Bereich um die 18,- Euro möglich. Mittelfristig gehen wir aber von deutlich höheren Kursen bei der Aktie aus, wenn das Unternehmen die selbst gesteckten Ziele erreicht.

Sino Forest und Asian Bamboo – wie gehts hier weiter?

Durch den Skandal um Sino Forest, die laut Berichten sowohl bei den Bilanzen der letzten Jahre als auch bei der Größe der im Bestand befindlichen Waldflächen geschummelt haben sollen ist auch die Aktie des ehemaligen Highflyers Asian Bamboo in Mitleidenschaft gezogen worden. Alleine in den letzten zwei Monaten ist die Asian Bamboo Aktie von 35,- auf nunmehr nur noch knapp 20,- Euro eingebrochen. Ich habe mir die Aktie des chinesischen Bambusproduzenten heute mal etwas näher angesehen.

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens startete vor etwas über zwei Jahren. Anfang 2009 notierte die Aktie noch bei ca. 5,- Euro und konnte im Anschluss bis zum Herbst 2010 auf über 40,- Euro zulegen. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der Herstellung und dem Verkauf biologisch angebauter Bambussprossen und Bambusholz für die Holzverarbeitung, sprich das Unternehmen ist sowohl in der Lebensmittelbranche tätig als auch als Lieferant für die Papier- und Möbelindustrie. Den entscheidenden Vorteil sieht das Unternehmen nach eigenen Angaben darin, dass Bambus im direkten Vergleich ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff ist.

Die Asian Bamboo AG ist zwar operativ in China tätig, die Firmenzentrale liegt aber in Hamburg. Sicherlich hat auch dieser Umstand dazu beigetragen, dass die Aktie in den vergangenen Jahren entsprechend am Deutschen Aktienmarkt „wahrgenommen“ wurde. Nach den herben Kursverlusten der letzten Wochen fragen sich Anleger nun verstärkt, ob die Bilanzierungsmethode des chinesischen Mitbewerbers Sino Forest wohl auch bei Asian Bamboo angewandt worden ist. Vorab ist wohl anzumerken, dass es dafür bislang nur wage Hinweise gibt. Das Unternehmen reagierte auf den Kursrutsch nun mit einem Aktienrückkauf-Programm. Das Volumen des Rückkaufs wurde erst am Freitag von 100.000 Stück auf 300.000 Stück erweitert.

Firmenchef und Gründer Lin Zuojun, der bereits 37,3% der ausstehenden Aktien hält hat kürzlich die Prognose für das Geschäftsjahr 2011 erneut bestätigt. Demnach soll der Umsatz bei mindestens 125 Mio. EUR und die Nettomarge bei mindestens 40% liegen. Auf Basis ihrer Ergebnisschätzungen 2011e notiert die  Asian Bamboo Aktie somit nahe am Buchwert und hat ein KGV von unter 7. Soweit so gut, sieht man sich jedoch den Drei-Jahres-Chart an ist weiterhin Vorsicht geboten..

Die Aktie notiert heute bereits am unteren Rand der Bollinger Bänder, jedoch scheint das Verkaufssignal weiterhin intakt zu sein. Bislang blieb jegliche Gegenwehr der Bullen aus. Mit dem heutigen Test der 20,- Euro Marke könnte nun weiteres Abwärtspotenzial generiert werden, wenn diese Marke unterschritten wird. Mögliche Wendemarken wären dann erst bei ca. 18,- Euro oder gar 15,- Euro auszumachen. Der weitere Werdegang der Aktie dürfte also nicht zuletzt vom Ausgang der Spekulation um Sino Forrest abhängen, auch wenn es zwischen den Unternehmen keinerlei Verbindung gibt. Gestern konnte sich die Sino Forest Aktie gegen Handelsende etwas fangen…ich gehe aber davon aus, dass es das noch nicht gewesen ist, auch wenn hier jederzeit eine technische Gegenbewegung zu erwarten ist. Dementsprechend bleiben dann wohl auch die Aktien von Asian Bamboo bis auf weiteres unter Druck!

Muddy Waters wirft Sino Forest Betrug vor – Aktie bricht dramatisch ein

Muddy Waters, ein amerikanisches Research-Unternehmen bezichtigte am Donnerstag  das chinesische Forstwirtschaftsunternehmen Sino-Forest öffentlich des Betrugs und schickte die Aktie damit über 60 Prozent gen Süden. Angeblich soll Sino Forest den Wert seiner Ländereien in Yunnan um ca. 900 Millionen Dollar zu hoch ausgewiesen zu haben. Laut Muddy Waters könnte es sich demnach bei Sino Forest um ein weiteres schwarzes Schaf der Branche handeln. Bereits in der Vergangenheit waren insbesondere chinesische Forstunternehmen durch entsprechende Bilanzmanipulationen aufgefallen. So konnte beispielsweise dem in Hongkong gelisteten Wettbewerber China Forestry Holdings, kürzlich nachgewiesen werden, dass bei der Bilanzierung massiv betrogen wurde. Das muss nicht heißen, das es bei Sino Forest ebenso gelaufen ist – im Zweifel für den Angeklagten!

Interessant finde ich viel mehr die Tatsache, dass das amerikanisches Research-Unternehmen Muddy Waters Carson C. Block gehört, der als notorischer Shortseller amerikanischer Aktien bekannt ist. Die Aktie von Sino-Forest rutschte gestern in Toronto um 20,5 Prozent ab, schließlich wurden die Aktien vom Handel ausgesetzt. An der amerikanischen Börse brach der Wert dann um 60,7 Prozent auf  7,33 Dollar ein. Ich bin wirklich gespannt wie das ganze Spiel weiter geht. Sollte Carson hier massive short sein? Der größte Einzelaktionär bei Sino-Forest ist zudem der amerikanische Hedge-Fonds-Manager und Investment-Legende John Paulson. Dem dürfte der Kursverlauf wahrscheinlich nicht so recht sein…unbedingt beobachten!

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