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Commerzbank – jetzt kaufen !??

Während die italienische UniCredit die Bankenkrise kürzlich bereits als offizielle beendet erklärte sieht Deutsche Bank Chef Josef Ackermann weitere Risiken für die Branche am Horizont. Er hält ein Ãœberschwappen auf andere europäische Länder für nicht ausgeschlossen. Die Gefahr eines solchen Szenarios haben sich zwar in den letzten Wochen weiter reduziert, sei aber noch lange nicht vom Tisch, war der Grundtenor. Nun sei die Zeit gekommen den eingeschlagenen Weg  konsequent zu verfolgen und noch weitere fundamentale Aufgaben zu lösen, sagte Josef Ackermann gestern Abend auf n-tv. Abschließend  prognostizierte des Deutsche Bank Chef: „Wenn wir in fünf Jahren alles gelöst haben, das wäre das eine ganz, ganz tolle Leistung.“

Das halte ich auch grundsätzlich für einen realistischen Zeitraum. Man darf sich nichts vormachen! Die Krise wird noch eine ganze Weile andauern. Noch wissen wir nicht wie stabil das ganze Gefüge in Europa, vor allem aber auch in den USA, ist. Jederzeit kann es zu neuen Einschlägen kommen die natürlich dann auch die Börsen und insbesondere die Bankaktien immer wieder erschüttern werden. Und auch bei einer vermeintlichen Lösung, wie im Falle Griechenland, wird es immer wieder mal zu  Nachbeben kommen. Für den Moment wurde dieser Baustelle geschlossen, auch wenn alle Beteiligten wohl ein mulmiges Gefühl dabei haben und jederzeit damit rechnen schon bald wieder helfend eingreifen zu müssen.

Für die Bankaktien bleiben die nächsten Jahre somit weiterhin wohl die spannendsten in der jeweiligen Firmengeschichte. Helfen sollte bei der Stabilisierung aber neben den jeweiligen Restrukturierungsmaßnahmen insbesondere auch die Strategie des billigen Geldes der Notenbanken. Erst gestern signalisierte der FED Chef Ben Bernanke dass sich auch in den USA in nächster Zeit nicht viel diesbezüglich ändern werde, und beflügelte damit einmal mehr die Märkte. Marktbeobachter legten die Aussagen Bernankes sogar teilweise dahingehend aus, dass es bald ein drittes Liquiditätsprogramm a la QE3 geben könnte. Aber was heißt das jetzt für die Commerzbank Aktie?

Wieder einmal befindet sich die Aktie der Commerzbank in einer sehr entscheidenden Phase. Wieder einmal näher sich der Titel nach den guten Vorgaben aus Übersee der wichtigen Marke von 2,- Euro, oder besser gesagt der Hürde bei 1,98 Euro. Denn diese konnte beim letzten Anlauf nicht überwunden werden, und das obwohl die Aktie in einem klaren Kaufsignal die 200-Tage-Linie überschritten hatte. Auch ich war etwas enttäuscht darüber wie saft- und kraftlos die Aktie, selbst bei guter charttechnischer Lage und guten Nachrichten, reagiert. Letztlich hat sich aber an meiner grundsätzlichen Sichtweise nicht viel geändert, ausser das es wohl doch noch etwas dauern könnte bis die Aktie richtig nach oben ausbricht. Es bleibt also weiterhin Geduld gefragt, die am Ende auch belohnt wird, da bin ich mir sicher!

Gelingt es heute die Aktie über die Marke von 1,98 Euro zu hieven dann dürften auch die alten Kursziele von 2,03 und 2,08 Euro schnell erreicht werden. Mein erstes Kursziel liegt nach wie vor bei 2,30 Euro und später 2,70 Euro. Nicht vergessen sollte man  dass sie CoBa Aktie alleine im ersten Quartal dieses Jahres von 1,12 Euro auf 1,98 Euro gestiegen ist! Wir haben Quartalsende und wie schon mehrfach hier, und in unserem Börsen Newsletter geschrieben werden zum Ende dieser Periode verstärkt die Gewinner in die Depots institutioneller Investoren aufgenommen. Verlierer hingegen werden möglichst aus den Depots entfernt! Für die CoBa war das erste Quartals von deutlichen Kursaufschlägen geprägt, somit könnte die Aktie zum Ende dieser Woche ein „MUST HAVE“ unter Fondsmanagern sein…!

Auf dem aktuellen Kursniveau und unter Berücksichtigung des Chance/Risiko Verhältnisses könnte der Zeitpunkt also durchaus schlechter sein um erneut auf einen Ausbruch zu spekulieren! Mittelfristig wird es wohl auch bei einer CoBa Aktie auf dem Weg zum Ende der Krise immer wieder zu Rückschlägen kommen, aber unter längerfristigen Gesichtspunkten scheint sich die Bank nun, durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, zu einer soliden Hausbank zu entwickeln auf die man in Zukunft wieder setzen kann. Also Kunde und als Anleger! Dennoch ist die Aktie bis zur Bestätigung einer „echten“ Trendwende wohl nur etwas für spekulativen Naturen.

Die Autobauer VW, BMW, Daimler und Porsche bleiben erste Wahl!

Die Rede von FED Chef Ben Bernanke am Mittwoch war eigentlich nur eine weiter Bestätigung dessen was wir eh schon alle wissen. Etwas verwunderter war ich über die Aufregung der Börse nach der FED Sitzung. Klar war bereits im Vorfeld der Rede das es kein neues Aufkaufprogramm QE3 nach QE2 geben würde, zumindest zunächst nicht! Und wenn dann würde man dem ganzen sicherlich ein neues Etikett aufkleben und es anders nennen, damit die offensichtliche Niederlage der USA bei Ihren Bemühungen nicht allzu schmachvoll wird. Besser ist es da schon demnächst die Schuldenobergrenze der USA anzuheben – zumindest vorübergehend – um eine drohende Zahlungsunfähigkeit der USA zu verhindern. Auch ist die Botschaft Benankes nicht ganz klar, wenn man den Nebensätzen etwas mehr Beachtung schenkt. Denn die Notenbank will fällig werdende Wertpapiere dann in neue Staatstitel reinvestieren und damit ihr Portfolio an Bonds konstant hoch halten. Das heißt, auslaufende Bonds werden durch den Ankauf neuer Papiere ersetzt, was bedeutet, dass monatlich immer noch bis zu 20 Milliarden Dollar der FED in den Markt gepumpt werden, hmmm..

Die Inflation wird von Bernanke als eher nicht so relevant eingeschätzt, deswegen belasse man auch den Zinssatz bis auf Weiteres auf dem historisch niedrigen Niveau, hieß es zur Erklärung. Angesichts des immer noch schwächelnden Arbeitsmarktes und des danieder liegenden Immobilienmarktes bleibt wohl auch hier keine andere Wahl! Nun, den Aktienmärkten sollte es langfristig gut tun und dem Dollar verhalfen die Aussagen zu etwas mehr Stärke. Allerdings drückte das etwas düstere Bild das Ben Bernanke von der US Wirtschaft zeichnete am Feiertag erneut kräftig auf die Stimmung der Anleger. Nach dem Ausbruch am Mittwoch nach oben folgt also direkt eine neue Konsolidierung, um dann am Freitag bereits wieder einen Ausbruch zu simulieren. Verrückte Börsenwelt!!!

Ein weiteres bewegendes Thema in dieser Woche ist die beherrschende Stellung der US Ratingagenturen. Nachdem nun die Probleme in Griechenland zwar nicht gelöst aber verschoben wurden konzentriert man sich jenseits des Atlantiks bereits darauf neue Unruhe zu stiften. Mit Erfolg, leider! Italien ist der nächste Kandidat auf der Liste der Themen mit denen man von den Problemen des eigenen Landes, die noch viel größer sein dürften, nun ablenkt. Eine gewisse Systematik lässt sich hier wohl nicht leugnen! Die Presse umschrieb das Problem mit den Ratingagenturen heute so: „Die drei privatwirtschaftlich strukturierten Unternehmen beherrschen 95 Prozent des Marktes und verfügen über quasi hoheitliche Machtbefugnisse, indem sie die Kreditwürdigkeit souveräner Staaten beurteilen – und damit die EU-Politik auf Trab halten.“ Heute drohte die EU-Wertpapieraufsicht damit den Ratinghäusern Fitch, S&P sowie Moodys die Lizenz für Europa zu entziehen. Ich wäre unbedingt dafür, aber es müsste ein europäisches Pendant dazu geschaffen werden!

Das bringt mich auch gleich zum nächsten ganz erstaunlichen Punkt in der gesamten Diskussion. Als wäre das alles noch nicht schlimm genug stellte sich US Finanzminister Timothy Geithner nun vor die Presse und warf den Europäern vor in Sachen griechischer Schuldenkrise nicht genug getan zu haben. Insbesondere die Atomkatastrophe von Fukushima sowie die europäische Schuldenkrise sei Schuld an der Misere in der die USA nun stecke. Die deutlich langsamere Erholung der US Wirtschaft hat nun also einen oder besser zwei Schuldige gefunden. Man sei ernsthaft besorgt über einen Flächenbrand wenn nicht entsprechend entschlossen reagiert werde, hieß es weiter! Es ist schon etwas dreist uns nun den schwarzen Peter zuzuschieben nachdem man die Krise in den USA durch die Pleite von Lehmann Brothers erst ausgelöst hat. Hätten die Amerikaner damals etwas mehr getan wäre dieser ganze Schlammassel wohl erst gar nicht entstanden. Vielleicht sollte Herr Geithner erst einmal die Ratingagenturen in den Griff bekommen die ständig neues Öl in das Feuer gießen, und nun durch unkontrollierten Übereifer die Probleme teilweise größer reden als notwendig, nachdem sie vor Ausbruch der Krise jahrelang gepennt haben!!!

Wer die nötigen Nerven bei all diesem politischen Hickhack mitbringt kann aber auch in solchen Marktphasen, in denen offenbar nichts mehr sicher zu sein scheint, mit dem richtigen Timing und der richtigen Aktienauswahl schönes Geld verdienen. Unsere vor kurzem eingegangenen Trades entwickeln sich bislang größtenteils sehr schön. Allen vorweg sei hier natürlich die Aktie von Porsche genannt, die seit der Aufnahme knapp 15% zulegen konnte. Das dürfte es aber noch lange nicht gewesen sein, ebenso wie bei den VW Aktien die beide mit 11% im plus notieren. Die Daimler Aktie folgt mit 9,2%, die Deutsche Bank hat leider gestern und heute die schönen Gewinne größtenteils wieder abgegeben, an unserer Einschätzung hat sich aber nichts geändert, weswegen wir hier unverändert investiert bleiben. Die kommenden Wochen dürften für Bankenaktien weiterhin nicht einfach werden, dennoch haben wir am Freitag für 2,90 Euro eine Erstposition der Commerzbank Aktie hinzugenommen, da unser Wunschkurs von unter 2,70 Euro wohl doch nicht mehr erreicht wird. Wenn doch werden wir weiter aufstocken.

Die kommende Börsenwoche dürfte nicht einfach werden, auch wenn wir weiterhin davon ausgehen das die Entscheidung über einen Ausbruch der Indizes nach oben unmittelbar bevor steht, oder sagen wir mal vorsichtiger, eine baldige Stabilisierung eintreten dürfte. Sollte sich diese Annahme bestätigen werden wir dann, zu gegebener Zeit, unser Depot mit weiteren Aktien ausbauen über die wir Sie dann wie gewohnt auf Investors Inside natürlich rechtzeitig informieren. Es zeigte sich auch in dieser Woche einmal mehr, dass die richtige Aktienauswahl entscheidend für Ihren Erfolg an der Börse ist. Achten Sie weiterhin auf echte Qualität, und lassen Sie sich nicht durch die momentan starken Tagesschwankungen aus dem Konzept bringen!

Auszug aus dem aktuellen Investors Inside Börsen Newsletter!

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