Author Archives: Lars

Porsche – jetzt gehts richtig los!

Die Porsche Aktie ist nun endlich, und das auch noch sehr überzeugend aus der zähen Seitwärtsrange ausgebrochen. Ich verweise an dieser Stelle natürlich gerne auf unseren kürzlich erschienenen Artikel . „Porsche – alle bekloppt!“ Das ist genau das Szenario von dem ich hier seit Wochen schreibe. Auch in unserem Börsen Newsletter hatten wir ja erst kürzlich noch einmal darauf hingewiesen, das die Wahrscheinlichkeit für einen dynamischen Anstieg der Aktie sehr hoch ist. Bei der Porsche Aktie dürfte sich somit aus technischer Sicht der Kaufdruck in den kommenden Tagen noch deutlich erhöhen. Die Aktie hat gestern den EMA 50 EMA 100 und EMA 200 mit sattem Volumen durchbrochen, sowie das letzte Hoch vom 11 Mai auf Schlusskursbasis übertroffen.

Es ist nicht auszuschließen, dass es nun erneut zu einer ähnlich dynamischen Bewegung bei der Aktie kommen kann wie Ende des vergangenen Jahres, als die Porsche Aktie in einem Strich von 38,- auf über 70,- Euro zulegen konnte. Bei aller Euphorie gilt es natürlich den kräftigen Kursanstieg von gestern erst einmal zu „verdauen“. Eine kleine Hürde warten heute noch bei 51,10 Euro. Diese sollte aber kein wirkliches Problem darstellen, und wird wahrscheinlich schon zum Handelsbeginn getestet. Ich gehe davon aus, das es durchaus möglich ist auch die Marke von 53,20 Euro kurzzeitig zu überwinden. Damit wäre dann der charttechnische Weg bis 60,- Euro und dann später zu den alten Höchstständen frei…

Es gibt noch Hoffnung bei Pfleiderer..

Bei Pfleiderer war gestern der Tag der ersten großen Entscheidung über die Zukunft des Unterenehmens. Die Gläubiger der 275 Millionen Euro schweren Hybrid-Anleihe des deutschen Holzverarbeiters stimmten mit einer für manche Beobachter überraschend deutlichen Mehrheit für das Rettungskonzept des Vorstands. Nachdem die Alternative zu einer solchen Zustimmung die sehr wahrscheinliche, und unmittelbare, Pleite des Unternehmens gewesen wäre, hatten wir einen solchen Ausgang der Abstimmung erwartet. Demnach müssen die Hybrid-Investoren nun deutliche Verluste in Kauf nehmen indem sie auf einen Großteil der Forderungen aus einer Anleihe, die 2007 an den Markt gebracht wurde verzichten. Im Gegenzug bekommen die Gläubiger nun insgesamt vier Prozent der Aktien der Pfleiderer AG. Wie werthaltig dieses „Investment“ aber in Zukunft sein wird bleibt weiterhin aufgrund der immensen Schuldenlast des Unternehmens fraglich.

Das Konzept des Vorstandes sieht vor den Konzern um mehr als 700 Millionen Euro zu entschulden. Die Gesamtverschuldung liegt bei etwa 1,3 Milliarden Euro. Die weiter benötigten Gelder kommen dann von den finanzierenden Banken und einigen HedgeFonds die auch das Ruder bei Pfleiderer übernehmen werden und somit 80 Prozent der Firmenanteile kontrollieren. Dafür verzichten diese ebenfalls auf ca. 40 Prozent ihrer Forderungen. Der nächste große Termin für Pfleiderer dürfte nun der 21.Juli werden wo in der Hauptversammlung den Aktionären das Konzept schmackhaft gemacht werden soll. Letztlich wird die dann anschließend stattfindende Abstimmung wohl über die Zukunft des Unternehmens entscheiden. Mangels einer echten Alternative gehe ich aber auch da von einer überwiegenden Zustimmung aus. Es gibt noch Hoffnung bei Pfleiderer…

Trading Update Porsche, Daimler, Metro, RWE und Dialog Semiconductor

Auszug aus unserem Newsletter vom Wochenende: ..Griechenland bleibt das beherrschende Thema – auch in der kommenden Woche! Während also das politische Hickhack nicht zu enden scheint, und wir in Europa trotz eines erstaunlich harmonischen  kürzlich stattgefundenen Treffens zwischen Frau Merkel und Herrn Sarcozy wieder hoffen dürfen, scheint Euroland von einer echten Gemeinschaft weiter entfernt denn je. Die Griechen schimpfen auf die Deutschen und vergessen gar dass sie sich diesen Schlamassel selber, und über Jahrzehnte in denen sie über Ihre Verhältnisse gelebt haben, eingebrockt haben. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass wir Deutschen nun einen Großteil der  Zeche dafür zahlen werden (und wir werden zahlen!) und dafür noch die Anfeindungen der griechischen Bevölkerung über uns ergehen lassen müssen. Mal ehrlich, was spielt Griechenland denn wirklich für eine wirtschaftliche Rolle? Aber darum geht es ja auch gar nicht…

Fachleute befürchten im Falle einer Pleite Griechenlands eine Kettenreaktion die anderen Länder wie Irland, Portugal, Spanien und Italien mit in den Abgrund reißen könnte. Und das wohl auch zu Recht! Und genau das ist es was wir uns alle noch viel weniger leisten können als nun wiedermal Geld in die Hand zu nehmen und Griechenland und damit den Euro zu retten. Es geht um Zeit die wir uns teuer erkaufen um dann vielleicht später eine echte Lösung für das Problem zu finden, nicht mehr und nicht weniger. Und genau deswegen werden wir in der kommenden Börsenwoche auch in den einschlägigen Gazetten lesen können, dass wir die Soforthilfe in Höhe von 12 Milliarden Euro an Griechenland zahlen werden. Das wir alle aber langfristig sogar dann mit einer guten Verzinsung unseres eingesetzten Kapitals rechnen können halte ich persönlich für eines der größten Märchen der Gegenwart. Selbst wenn irgendwann Geld zurück fließen wird werden wir Steuerzahler davon nichts zu sehen bekommen, dessen bin ich mir sicher!

Nun, vielleicht ist das mit einem Blick auf das große Bild auch gar nicht so entscheidend…Als Börsianer stellt man sich derzeit nicht nur die Frage nach dem möglichst besten Schutz des Kapitals vor der drohenden Katastrophe sondern versucht auch durch eine möglichst realistische Einschätzung der Möglichkeiten von einem positiven Ausgang des griechischen Dramas zu profitieren. Und damit meine ich nicht die Spekulation auf eine mögliche Pleite Griechenlands!!! Auch die Diskussion um eine freiwillige Beteiligung der Banken und Versicherungen halte ich persönlich für nicht wirklich relevant. Auf Egghats Blog kann man eine schöne Aufstellung über die tatsächliche Beteiligung einzelner Institute finden, die ich für sehr aufschlussreich halte. Mit Ausnahme der Commerzbank sehe ich hier für Deutsche Kreditinstitute keine ernsthaften Bedrohungen.

Ähnlich verhält es sich im Übrigen mit der drohenden Zahlungsunfähigkeit der USA die sich in Wohlgefallen auflösen dürfte weil man letztlich doch die Schuldenobergrenze „vorübergehend“ nach oben Schrauben wird. Auch die neue Angst eines Double Dip, sprich eines erneuten Abgleitens der USA in die Rezession, halte ich für übertrieben, denn die FED respektive die USA können es sich schlicht und ergreifend einfach nicht leisten ein solches Szenario zu riskieren. Dennoch bleiben natürlich alle genannten Probleme existent und auf Ihre Weise auch bedrohlich, das sollte in den nächsten Wochen nicht vergessen werden.

Was erwartet uns also in der kommenden Börsenwoche? Der Handel am Freitag lässt hoffen, dass positive Nachrichten bezüglich einer Einigung der Europäer und Zahlung an Griechenland weiteren Druck nach unten zunächst einmal raus nehmen wird. Der Hexensabbat verlief so wie es sich die Mehrheit gewünscht hat, und dürfte noch einmal gute Einstiegschancen für kurzfristige Trades geboten haben. Ob nun weitere Anschlusskäufe kommen werden bleibt abzuwarten, allerdings stehen die Chancen dieses mal nicht so schlecht. Entscheidend dürfte sein, ob die Amerikaner das mögliche, positive Szenario in der kommenden Woche mitspielen werden. In den USA war der Freitagshandel eher nicht überzeugend. Zwar schaffte es der Dow Jones wieder knapp über die Marke von 12.000 Punkten, und der S&P notierte mit 1.271 Punkten wieder deutlich über dem Wochentief, von einer Entwarnung kann hier aber noch nicht die Rede sein. Insbesondere die Technologiewerte an der Nasdaq und die Bankentitel gaben teilweise deutlich nach und belasteten die mögliche Erholung. Charttechnisch betrachtet stehen die US Indizes somit immer noch auf Messers schneide.

Beim Dax hat sich das Bild wieder etwas aufgehellt. Seit nunmehr zwölf Handelstagen befand sich der deutsche Leitindex in einer sehr engen Schiebezone. Der Index befindet sich immer noch in seinem langfristigen Aufwärtstrend und hat am Freitag den „Sprung“ zurück in die nächste Handelszone geschafft. Der Slow Stochastic hat bullish gekreuzt und ein neues Kaufsignal generiert. Gelingt nun der nachhaltige Ausbruch nach oben über die 7.200 Punkte und später über 7.354 Punkte könnte ein anschließend sehr dynamischer Anstieg bis ca. 7.440 Punkte immer noch eine mögliche Sommerrally einleiten, mit der wohl momentan die wenigsten Marktteilnehmer rechnen. Gelingt dies nicht, bzw. bricht der DAX in der kommenden Woche wieder ein bleibt vorerst immer noch die Unterstützung zwischen 6.986 und 7.000 Punkten, die nicht unterschritten werden sollte. Ich gehe weiterhin davon aus. dass die Woche nach dem Hexensabbat nun die Wende nach oben bringen könnte, insbesondere die zyklischen Werte aber auch einzelne Bankaktien (ausser Commerzbank!) sollten diese Erholung anführen. Warum ich dieser Meinung bin lesen Sie wie gewohnt ab Montag früh in einzelnen Artikeln auf unserem Börsenblog. Ich habe am Wochenende ein paar sehr interessante Beobachtungen gemacht!

In der abgelaufenen Woche habe ich Rücksetzer bei einzelnen Aktien wieder zu ersten Käufen genutzt. Neben Daimler sind nun auch die Aktien der Metro AG sowie Dialog Semiconductor, Deutsche Bank und RWE in unser Depot gewandert..Die Porsche Aktie handelt morgen EX Dividende. Ich gehe aber davon aus, dass der zu erwartende Abschlag von 0,50 Euro schnell wieder kompensiert wird, da hier ein neues Kaufsignal vorliegt…

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Die Continental Aktie ist unter Druck

Bereits seit Tagen kann man eine  deutliche Schwäche der Continental Aktie beobachten. War die Aktie bis vor kurzem immer der Titel der sich nach einem Rücksetzer des DAX mit am schnellsten wieder erholt hat, ist dies offensichtlich nun anders. Auch der Verkauf von über 600.000 Aktien am Freitag zum Xetra Handelsschluss lässt nicht viel Gutes für die kommende Woche erwarten. Charttechnisch scheinen die Titel des Automobilzulieferers momentan angeschlagen zu sein. Auch wenn heute bereits die untere Begrenzung der Bollinger Bänder erreicht worden ist steht zu befürchten, das der Abverkauf noch etwas weiter gehen könnte. Kurzfristig orientierte Trader können bereits zu den heutigen Kursen auf einen Rebound spekulieren. Unterschreitet die Aktie jedoch demnächst auch noch die Marke von 65,- Euro, bzw. 64,80 Euro, sind  die Unterstützungen bei 62,10 Euro (hier verläuft derzeit auch die 200-Tage-Linie!), eventuell sogar bei 59,40 Euro die nächsten Ziele die wahrscheinlich angelaufen werden. Hier ist also derzeit Vorsicht geboten! Continental bleibt einer unserer Favoriten, die Aktie sollte nach der nächsten Bodenbildung dann wieder ein attraktives Investment darstellen und zum Jahresende wieder deutlich höher notieren.

Solar Millennium Aktie – ist der Kurssprung gerechtfertigt?

Heute ist es mal wieder die Solar Millennium Aktie die meine Aufmerksamkeit erregt hat. Nicht nur weil sich einige Börsenbriefe nun dieser Aktie angenommen haben, sondern auch weil am Wochenende sogar in den Nachrichten der tagesschau über den ersten Spatenstich des Blythe Projektes in der Wüste Nevadas berichtet wurde. Dementsprechend war dann auch das Medienecho heute früh, bzw. die Reaktion einiger Börsenbriefe. Letztlich bleibt festzuhalten, dass der Baubeginn in Kalifornien ja bereits seit längerem so geplant war, und auch die Errichtung des größten Solarkraftwerkes der Welt keine wirklich neue Nachricht darstellt. Dennoch, die Aktie konnte heute im frühen Handel deutlich zulegen und schoss bis auf 18,55 Euro im Frankfurter Handel.

Der Schlusskurs am Freitag hatte noch bei 16,50 Euro gelegen. Hier wurde also ein deutliches Gap gerissen, dass es nun erst einmal zu schließen gilt bevor die Aktie weiter ansteigen kann. Wer also in Solar Millennium und das genannte Blythe Projekt investieren will, der sollte nicht heute zu diesen Kursen einsteigen sondern auf einen Rücksetzter bis auf mindestens 16,67 Euro warten. Vergessen sollte man allerdings bei aller Euphorie wohl auch nicht, dass bei dem Unternehmen zuletzt nicht immer alles glatt gelaufen ist!

Sowohl die Finanzierung dürfte noch nicht in trockenen Tüchern sein als auch die ganze Geschichte um die Millionenabfindungen des Kurzzeit-Chefs Utz Claassen werfen kein gutes Licht auf das Management. Wie die “Süddeutsche Zeitung” kürzlich berichtete, ermittelt die Staatsanwaltschaft Nürnberg wegen Untreue gegen drei Mitglieder des Aufsichtsrates. Laut dem Bericht drohen den Mitgliedern des Kontrollrates nun eventuell strafrechtliche Konsequenzen. Das sollten Anleger zumindest wohl wissen und in Ihre Investmentüberlegungen mit einbeziehen. Sollte es hier zu einer Verurteilung kommen dürfte das nicht ohne Wirkung auf den Aktienkurs der Solar Millennium AG bleiben…

Wer verkaufte am Freitag 90 Millionen Commerzbank Aktien?

Der Hexensabbat am Freitag hatte es in sich. Schon seit längerem sind an einem Verfallstag nicht mehr so viele Optionen, Futures und Aktien gehandelt worden. dabei war der eigentliche Verfallszeitpunkt der Optionen auf einzelne Aktien gar nicht mal so spannend, sondern viel mehr die Xetra Schlussauktion bei der bei einigen Aktien ungewöhnliche Ordergrößen zu verzeichnen waren. So gingen beispielsweise bei der Commerzbank Aktie zur Schlussauktion noch einmal satte 90.778.644 Aktien zu einem Kurs von 3,063 Euro über den Tisch. Bei einem Gesamtumsatz von 164 Millionen Aktien an diesem Tag scheint mir das doch eine bemerkenswerte Größenordnung zu sein. Immerhin entsprach der Gegenwert dieser Order ungefähr 275 Millionen Euro!

Die Frage dürfte also jetzt sein ob es sich hierbei um eine entsprechende Short-Eindeckung gehandelt hat, und die Aktie der Commerzbank somit höchstwahrscheinlich vor einer deutlichen Erholungsbewegung steht, oder aber ob sich hier eine große Adresse, in der Annahme das die Beteiligung der Commerzbank an den Rettungsplänen für Griechenland sich deutlich negativ auswirken wird, von einem größeren Aktienpaket getrennt hat, oder gar erneut short gegangen ist. Ich tippe mal auf zweiteres, da ansonsten der Aktienkurs wohl zum Handelsende noch einmal deutlich angezogen hätte.

Am Freitag wurde außerdem bekannt, dass der Finanzstabilitätsrat (FSB) der den 30 systemrelevanten Banken dieser Welt höhere Kapitalanforderungen auferlegen will die Commerzbank zu den wichtigsten Instituten dieser Welt zählt. Hierdurch würde wohl weiteres Eigenkapital für die Bank erforderlich werden, was angesichts der erst kürzlich stattgefundenen Kapitalerhöhung ein schwieriges Unterfangen werden dürfte. Natürlich ist dies alles mal wieder sehr spekulativ, jedoch bleiben wir weiterhin bei unserer vorsichtigen Einschätzung zu der Aktie. Ein Neueinstieg drängt sich nach wie vor nicht auf…

Trading Update – RWE und Daimler sind günstig!

Wie ja bereits in unserem Newsletter mehrfach geschrieben nutzen wir die schwachen Tage bis zum heutigen Hexensabbat verstärkt zum Kauf einzelner Qualitätsaktien, natürlich in der Annahme, dass die Börsenwelt in der kommenden Woche wieder etwas freundlicher aussehen könnte. So geschehen auch gestern bei zwei Aktien die wir bereits seit längerem unter intensiver Beobachtung haben. Zur RWE Aktie gibt es natürlich momentan eine Menge zu berichten. Die Abschaltung der Atomkraftwerke und deren Auswirkungen auf die künftigen Bilanzen des Konzerns sind derzeit nicht wirklich absehbar. Galten die Aktien der Energieversorger bis vor Kurzem noch als sicherer Hafen in schlechten Zeiten würden wir die Titel von E.on und RWE zur Zeit eher als spekulative Depotbeimischung einstufen. Wir hatten ja kürzlich zu den beiden Werten eine Analyse veröffentlicht die unverändert Gültigkeit hat. Somit waren die Kurse heute Morgen bei RWE wieder klare Kaufkurse für eine Erstposition bei dem Energieversorger.

Bei der Daimler Aktie lässt sich in den letzten Tagen wieder deutliches Kaufinteresse der Anleger feststellen. Nicht nur die Xetra Schlussauktionen gebe Aufschluss darüber sondern auch die wieder anziehenden Umsätze im Handelsverlauf. Auch operativ scheint sich der Konzern nun wieder fit getrimmt zu haben. Insbesondere die LKW Sparte gibt wieder Anlass zur Hoffnung, dass dieses Segment künftig wieder mehr zu einem positiven Ergebnis im Konzern beitragen kann. Der Umsatz des Konzerns stieg im ersten Quartal um 17 Prozent, während der operative Gewinn sogar um 71 Prozent auf zwei Mrd. Euro zulegen konnte. Insbesondere die starken Nachfrage aus China und anderen Schwellenländern dürfte weiter anhalten und der Daimler AG und deren Aktionären auch in den kommenden Quartalen noch viel Freude bereiten. Wir haben den gestrigen Absacker der Aktie auf unter 46,- Euro genutzt und uns hier neu positioniert.

Trading Update Metro vor Rebound? Porsche am Montag Ex-Dividende

Die rote Laterne im Dax hatte gestern die Metro Aktie. Schlechte Nachrichten vom US Einzelhandel am Tag zuvor sowie eine angespannte charttechnische Situation, sprich ein Abrutschen unter den letzten Support, ließen die Aktie des größten Einzelhändlers gestern regelrecht um 3,5 Prozent einbrechen. Die jüngsten Meldungen über die Schließung von Kaufhof Filialen zeigt den eingeschlagenen Weg wieder hin zu mehr Profitabilität. Nach der Schließung von drei Filialen im letzten Geschäftsjahr, sollen 2012 vier weitere unprofitable Häuser schließen.

Betroffen sind die Standorte Köln-Kalk, Oberhausen, Nürnberg und Gießen. Inzwischen ist die Aktie deutlich überverkauft und sollte demnächst zu einer Erholung ansetzen können. Sollte die Metro Aktie wieder über 43,30 Euro schließen können dürfte das Schlimmste überstanden sein. Langfristig bleibt die Aktie für uns ein klarer Kauf.

Die Porsche Aktie wird Montag Ex Dividende gehandelt. Das Unternehmen schüttet eine Gewinnbeteiligung von 0,50 Euro an die Aktionäre aus. Dementsprechend dürfte auch der Aktienkurs zur Eröffnung erst einmal um diesen Betrag nachgeben. Für den heutigen Tagesverlauf rechne ich aber damit, dass die Aktie zulegen kann, da heute auch ab 10:00 Uhr die Porsche Hauptversammlung stattfindet. Ob es hier neue Erkenntnisse zur Fusion mit dem Mutterkonzern VW geben wird ist fraglich, aber von operativer Seite sind durchaus ein paar positive Nachrichten zu erwarten.

VW und Porsche eilen von Rekord zu Rekord!

Die Porsche Absatzzahlen ziehen weiterhin deutlich an! Während der Mutterkonzern VW gestern verkündete noch in diesem Jahr alleine in China 2,2 Millionen Autos verkaufen zu wollen, und diese Ziele offenbar als realistisch ansieht, konnte Porsche die Kundenauslieferungen im Monat Mai erneut mit 11 679 Fahrzeugen weltweit deutlich steigern. Somit legte die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge beim Sportwagenbauer um 67,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich zu. Noch immer ist der neue Cayenne das Zugpferd der Zuffenhausener! Der Absatz des Geländewagens hat sich in der Periode Januar bis Mai mit 25 061 Fahrzeuge glatt verdoppelt. Insgesamt wurden in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres wurden 49 982 Fahrzeuge bei Porsche verkauft was einem Zuwachs von 38,4 Prozent entspricht.

Im Einzelnen verteilen sich die Auslieferungen über die Modellpalette wie folgt: In China wurden mit 2380 dreimal so viele Fahrzeugen verkauft, in Nordamerika zog der Absatz im Mai mit einem Plus von 51,3 Prozent auf 3126 Fahrzeuge deutlich an. Auch in Europa scheint sich die Nachfrage nach den Produkten nun wieder 4054 verkauften Einheiten und einem Zuwachs von 29,5 Prozent stark zu verbessern, ebenso wie in Deutschland wo nun 23,3 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft wurden. Die Porsche SE, die ja auch zu 50,1 Prozent am Erfolg des Mutterkonzerns beteiligt ist, dürfte also weiterhin von beiden „Seiten“ kräftig profitieren! Morgen ist Porsche Hauptversammlung – ich bin gespannt!

Übernahmephantasien treiben die Kurse bei Sunways, LDK Solar und Q-Cells

Die solare Euphorie kannte gestern mal wieder keine Grenzen, als die Titel von Sunways über 22 Prozent zugelegt haben. Grund für den Kurssprung waren Gerüchte, dass Sunways demnächst von der chinesischen Firma LDK Solar übernommen werden könnte. Nach Aussagen des Firmenchefs von LDK Solar sehen sich chinesische Solarunternehmen derzeit verstärkt nach Unternehmen in Deutschland um, die technologisch gut aufgestellt sind um. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit längerem zusammen, sodass eine Übernahme grundsätzlich Sinn machen könnte. Eine verstärkte Entwicklung von innovativen Produkten in Deutschland und die günstige Herstellung in China könnte letztlich der richtige Weg sein um langfristig am Markt bestehen zu können.

Die Chinesen kaufen zum Beispiel einen Teil ihrer Solarzellen bei den Deutschen und auch in Sachen Produktion tauscht man bereits Erfahrungen aus. Die Sunways AG hat mit ihren transparenten Solarzellen auch ein hoch interessantes Produkt zu bieten. Dennoch ist es wohl noch zu früh um jetzt  massiv in die Sunways Aktie zu gehen. Weder gibt es konkrete Gespräche noch Einzelheiten zu einer möglichen Übernahme. Der LDK Chef sagte wörtlich, und betonte dabei dass eine schnelle Übernahme nicht geplant sei!!!:“Wir haben gute Verbindungen mit dem Unternehmen. Bevor man heiratet, verlobt man sich, und davor geht man miteinander aus.“ In letzterer Phase befände man sich mit Sunways.

Ich halte es persönlich für verfrüht hier nun auf eine entsprechende Rally zu setzen. Alleine aus charttechnischen Gesichtspunkten müsste die Sunways Aktie in den kommenden Tagen noch einmal unter 4,- Euro fallen. Anleger die auf eine Übernahme setzen wollen sollten also nicht überstürzen…und viel Geduld mitbringen! Ebenso würden wir die aktuelle Lage bei der Q-Cells Aktie einschätzen, die offensichtlich auch davon profitieren konnte, dass man sich öffentlich zu Übernahmegesprächen bereit erklärt hat. (mit wem auch immer!) Obwohl sich der Kursanstieg bei Q-Cells noch in Grenzen hielt darf man sich doch zumindest wundern durch welche Nachrichten in der Solarbranche doch immer wieder zig Millionen an Marktkapitalisierung bewegt werden. Ich drücke natürlich dennoch allen Investierten die Daumen

Marktbericht – VW, Porsche, Metro, HeidelCement, Deutsche Bank, Klöckner, Dialog…

Aus unserem Newsletter von gestern..“Liebe Investors Inside Börsenbrief Leser, ich hoffe Sie hatten schöne Feiertage und konnte sich ein wenig von dem Stress der letzten Börsenwochen erholen. Es bleibt dabei, auch in der kommenden Woche brauchen Anleger und Trader Nerven wie Drahtseile. Während man überall Weltuntergangszenarien lesen kann hält sich der DAX weiterhin erstaunlich gut. Auch im direkten Vergleich mit den amerikanischen Indizes lässt sich immer noch eine gewisse Stärke beim Deutschen Leitindex feststellen. Grundsätzlich bin ich also nach wie vor sehr positiv für deutsch Aktien, auch wenn es im Moment so aussieht als könnten die Indizes, und damit auch der DAX noch etwas tiefer gehen bevor die Erholung einsetzt. Wie ich Ihnen in der letzten Woche bereits geschrieben habe sollte man aber bereits jetzt mit gesundem Respekt und einer gewissen Vorsicht nach guten Einstiegsmöglichkeiten bei Qualitätstiteln Ausschau halten.

Der Markt ist technisch gesehen inzwischen deutlich überverkauft, eine  entsprechende technische Erholung lässt aber weiterhin auf sich warten. Viel mehr muss man befürchten, dass nun, nachdem der S&P 500 am Freitag auch die nächste Unterstützung bei 1.268 Punkten erreicht hat und der Dow Jones seit langem mal wieder unter der wichtigen Marke von 12.000 Punkten schloss, die Korrektur noch etwas weiter gehen könnte. Das nächste logische Ziel für den S&P 500 ist nun die runde Marke von 1.250 Punkten, wo dann aber eine massive Unterstützungszone wartet. Sollte diese in den kommenden Tagen noch „abgearbeitet“ werden dürfte es spannend sein zu beobachten ob der DAX sich über der wichtigen Marke von 7.000 Punkten halten kann. Am kommenden Freitag ist zudem mal wieder Hexensabbat, sprich großer Verfallstag für Futures und Optionen. Wie immer in solchen Wochen dürfte es gegen Ende somit etwas volatiler werden weil die Stillhalter noch schnell versuchen Ihre gesteckten Ziele zu erreichen.

Somit komme ich auch zum eigentlichen Punkt des heutigen Newsletters. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass dann spätestens in der darauf folgenden Börsenwoche der Spuk erst einmal vorbei sein könnte. Natürlich bleiben uns die Belastungsfaktoren wie Griechenland und ein drohender Staatsbankrott der USA auch dann weiterhin erhalten, jedoch spricht vieles dafür, dass sich diese Probleme im Sommer in Wohlgefallen auflösen werden. Die griechische Krise wird durch neue Milliardenzahlungen auf die lange Bank geschoben und wird somit auch wieder aus den Köpfen der Anleger verschwinden. Das ein Staatsbankrott der USA einem Finanzmarkt-Supergau der gesamten Welt zur Folge haben wird dürfte auch den Amerikanern klar sein. (das habe ich allerdings auch vor der Lehman Pleite gedacht :-)) Die Republikaner werden in der Frage der Obergrenze der Staatsverschuldung in letzter Minute einlenken und diese wird somit schlicht und ergreifend nach oben gesetzt. Man kann wohl zudem davon ausgehen dass insbesondere in den USA der Markt weiterhin mit Kapital geflutet wird, weil es dazu keine Alternative gibt!

Für den Aktienmarkt könnte dies bedeuten dass allmählich der Startschuss für die dritte und letzte Phase der Hausse eingeleitet wird. Natürlich kann auch ich nicht sagen ob dies in diesem Monat passieren wird oder erst gegen Ende des Jahres, und deshalb gibt es wohl grundsätzlich – je nach persönlicher Riskoneigung – unterschiedliche Herangehensweisen. Die bequemste dabei ist sicherlich erst einmal abzuwarten und dann wenn der Markt sich entscheiden hat entsprechend zu reagieren. Anlegern die also nicht über Nerven wie Drahtseile verfügen würde ich unbedingt dazu raten. Das Problem an der Sache ist nur, dass man bei einer „echten Gegenbewegung“ dann sehr schnell den Anschluss verpasst und man sich später mit gewissen psychologischen Fallen auseinander setzen muss. „Jetzt sind dich Aktien schon wieder zu gut gelaufen, ich warte noch ein wenig, etc.“ Schauen Sie sich bei Gelegenheit den VW Aktienchart noch einmal näher an dann wissen Sie was ich meine und wie schnell und dynamisch eine solche Bewegung ablaufen kann..bei der Porsche Aktie rechne ich in Kürze mit einer ähnlichen Entwicklung!

Die zweite Möglichkeit ist die dass Sie sich langsam und vorsichtig bereits jetzt mit ersten Positionen in den Markt wagen, natürlich immer vorausgesetzt Sie glauben an eine Sommerrally! Sehen Sie sich die Charts an! Es gibt genügend Aktien die auch an schwachen Tagen jetzt nicht mehr unter gewisse Marken fallen, oder diese nur kurzzeitig verletzten. Die Wahrscheinlichkeit für eine entsprechende Gegenreaktion bei wieder freundlicherem Börsenumfeld ist bei diesen Aktien extrem hoch. Neben den bereits genannten Werten sind die Aktien von Metro, HeidelCement, Dialog Semiconductor, Deutsche Bank, Klöckner & Co. zur Zeit extrem interessant, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Für spekulative Naturen könnten die Aktien der beiden Online Wettanbieter bwin.party und Bet-at-Home.com interessant sein.

Natürlich ist diese Anlagestrategie nicht ganz risikolos, aber umso erfolgversprechender wenn sie aufgeht. Ein weiterer Vorteil im Falle eines positiven Ausgangs dieser Spekulation wird oftmals unterschätzt. Während andere Anleger dann bei steigenden Märkten zu höheren Kursen kaufen müssen, ist man bereits in der „Komfortzone“ und kann vernünftige Stopps setzen, ohne befürchten zu müssen dass man unglücklich ausgestoppt wird.

Und wenn alles planmäßig läuft bleibt, nach der nun teilweise sehr anstrengenden Phase dann, genügend Zeit um den Sommer zu genießen. Zuvor kommt allerdings ein hartes Stück Arbeit bei der Auswahl der Aktien sowie der täglichen Risikokontrolle und vor allem auch der Vermeidung unerwünschter psychischer Fallen auf den erfolgreichen Trader zu. Wir haben auf Investors Inside in den vergangenen beiden Woche immer wieder auf solche Aktien hingewiesen und uns bereits jetzt entsprechend mit ersten Käufen positioniert, weil wir davon ausgehen, dass der aktuelle Zyklus sich demnächst dem Ende nähern dürfte…“ Weitere Aktienanalysen folgen in Kürze!

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Dialog Semiconductor – jetzt kaufen?

Trotz guter Nachrichten mussten Dialog Semiconductor Aktien in den letzten Tagen weitere Verluste hinnehmen. Nachdem auch die letzte Unterstützung bei 12,65 Euro nicht gehalten werden konnte ging es rasant in Richtung 12,- Euro für die Aktie. Bereits in unserer letzten Aktien Analyse zu dem Wert hatten wir ja darauf hingewiesen, dass so etwas demnächst passieren könnte. Damals schrieben wir.. „Gelingt der Ausbruch nach oben jedoch nicht, drohen weiter Abschläge bis in den Bereich um die 12,50 oder 11,90 Euro. Hier findet man die nächsten soliden Unterstützungen.

Ich persönlich halte die Aktie nun für überverkauft. Bei 11,90 Euro bis 12,35 ergibt sich eine interessante Einstiegschance Der Chart zeigt deutlich, dass hier mehr Luft nach oben als nach unten besteht, und sich die Aktie inzwischen auf einem entsprechend interessanten Niveau befindet. Momentan scheint hier ein größerer Verkäufer am Werk zu sein, sobald dieser fertig ist kann es auch sehr schnell wieder in die andere Richtung gehen. Die Dialog Semiconductor Aktie gehört zwar nicht unbedingt zu den Schnäppchen am Markt es besteht jedoch eine gehörige Phantasie für künftig weiter steigende Umsätze und Gewinne. Und das nicht zuletzt wegen der letzten Meldung des Unternehmens

Der aktuelle Chartcheck der Dialog Aktie zeigt ein deutliches Bild der überverkauften Situation. Zudem kann man im Jahreschart auf dem aktuellen Niveau gleich vier Kursspitzen erkennen, an denen die Aktie jeweils wieder gedreht hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies auch jetzt wieder der Fall sein könnte halte ich persönlich für relativ hoch. Natürlich ist auch ein weiteres Abrutschen der Aktie bis in den Bereich um die 11,35 Euro nicht auszuschließen. Das dürfte dann aber eher dem Gesamtmarkt geschuldet sein als den fundamentalen Daten. Die Nachricht, dass Dialog die Zusammenarbeit mit Panasonic ausweitet, und künftig den Power-Management-Chip DA9052 zur Optimierung der Akkulebensdauer an den Konzern liefern, sollte sich bald deutlich positiv bemerkbar machen. Mittelfristig traue ich der Aktie einen Rebound auf 16,- bis 18,- Euro zu.

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