Tag Archives: Allzeittief

SGL Carbon weiterhin im Rausch der Tiefe…

Bei manchen Aktien versteht man ja nicht immer warum diese von Anlegern gekauft werden und schon gar nicht warum Milliardäre, die ja über einen entsprechenden Beraterstab verfügen sollten, sich hier verstärkt engagieren?! Eines dieser Beispiele ist für mich nach wie vor die SGL Carbon Aktie – allerdings nicht das einzige! Bereits seit Kursen um die 40,- Euro warne ich davor sich hier allzu viel „Zukunftsmusik“ zu erwarten…

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Schnappatmung bei der Deutschen Bank und der Commerzbank

Inzwischen ist der allgemeine Börsenabschwung zur Banken-Panik mutiert. Insbesondere bei der Deutschen Bank ist der Alarmzustand ausgebrochen, nachdem das Unternehmen zuletzt nicht nur durch Rekordverluste und nie aufhörende Skandale glänzte, sondern nun auch öffentlich kommunizieren musste, dass man durchaus in der Lage sei gewisse Verbindlichkeiten zu begleichen. Was gut gemeint gewesen sein dürfte, war nach meinem Dafürhalten äusserst unüberlegt und hat letztlich zu einem weiteren panikartigen Ausverkauf bei der Deutschen Bank geführt. Manche Marktteilnehmer deuteten diese Aussage gar als „Kapitulation vor dem Markt“. Natürlich blieb auch das zweitgrößte Finanzhaus, die Commerzbank von dieser Entwicklung nicht verschont…

Öffentliche Versicherungen wie die der Deutschen Bank Mögen Aktionäre nicht, das sollte John Cryan eigentlich aus wissen. Dennoch betonte der neue Firmenlenker mehrfach die Zahlungsfähigkeit seiner Bank, nachdem der Aktienkurs geradezu dramatisch abgestürzt war. Was eigentlich beruhigend wirken sollte, hatte aber eher den Effekt eines Brandbeschleunigers. Der Aktienkurs ist heute erneut auf ein Allzeittief bei ca. 13,- Euro abgetaucht und macht bislang keine ernsthaften Anzeichen diesen „kurzen Ausrutscher“ schnell wieder auszubügeln. Dennoch gibt es Hoffnung…

Deutsche Bank Aktie auf Allzeittief

Letztlich sind mir solche Ereignisse relativ egal, zumal wenn es sich um die Aktie der Deutschen Bank handelt, die sich in der jüngsten Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Dennoch möchte ich kurz auf den aktuellen Chart verweisen, der zumindest etwas Anlass zur Hoffnung gibt, dass es DAS jetzt allmählich gewesen sein könnte. Der Chart zeigt schon seit längerem einen abwärtsgerichteten Keil, weswegen die Verluste der letzten Wochen grundsätzlich nicht überrascht haben. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere Leser noch an meinen Artikel aus dem Oktober 2015 in dem ich diese Kursregionen bereits als Worst-Case-Szenario erwartet habe.

Mit dem letzten Kursrutsch wurde nun das rechnerische Kursziel, dass mit dem Verlassen der Keilfomation nach unten ausgelöst wurde, exakt abgearbeitet. Nicht selten schlägt das Pendel dann im Anschluss genau in die Gegenrichtung aus. Bei ca 13,- Euro scheint sich nun so etwas wie ein zarter Doppelboden bilden zu können. Achten Sie somit  ab morgen verstärkt darauf, ob zum einen die heutigen Tiefstände halten und zum anderen der hier eingezeichnete 20ger EMA (pink) überschritten werden kann. Als erstes positives Zeichen wäre ein Rücklauf bis in den Bereich der roten Unterkante des Keils zu werten. Kurse über 13,65 Euro oder gar 14,- Euro sehe ich also ab nun durchaus positiv, mit der Chance die Aktien der Deutschen Bank zu einem historisch niedrigem Kurs in ein langfristig ausgerichtetes Depot kaufen zu können.

Am Ende bleibt noch zu erwähnen, dass man davon ausgehen kann, dass John Cryan mit der zuletzt vorgelegten Bilanz wahrscheinlich einen Großteil der „Problemchen“ eingearbeitet hat und zumindest einem Vorschuss auf bald wieder bessere Zeiten bei der Deutschen Bank verdient hätte. Angesichts einer geradezu lächerlichen Bewertung des Unternehmens und der maßlos überverkauften Chartsitaution stehen die Chancen meiner Meinung nach nun nicht schlecht, dass man mit einem gewissen Zeithorizont hier demnächst ein „Schnäppchen“ machen kann. Gleiches gilt auf diesem Niveau jetzt wohl auch wieder für die Commerzbank Aktie! Beide Titel gehören jetzt auf die Intensiv Watchlist und sind kein „No-Go“ mehr…

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  • historischer chart deutsche bank

Machtwechsel in China – Hoffnung für Trina Solar, Suntech, LDK, Yingli und Solarworld?

Die letzten beiden Tage waren  war mal wieder nicht die der Solarwerte, wie schon so oft in letzter Zeit. Der deutsche Branchenprimus Solarworld ist nun auch, nach erneut enttäuschenden Zahlen, auf dem besten Weg zum Pennystock zu werden und auch bei den konkurrierenden Unternehmen aus China sieht es nicht viel besser aus. Inzwischen notieren viele Aktien der einstigen Highflyer aus China unter einem Dollar, andere wiederum sind zielstrebig auf dem Weg in diese unterirdischen Kursregionen. Besonders schlimm traf es in dieser Woche erneut die Aktien von Trina Solar, Yingli Green, Suntech Power, LDK Solar, JaSolar, aber auch Canadian Solar und ReneSola. Der Auslöser könnte die bereits am Montag deutlich reduzierte Prognose von Trina Solar gewesen sein. Man weiß es nicht genau, aber das spielt auch eine eher untergeordnete Rolle. Denn grundsätzlich bin ich persönlich schon lange der Meinung dass diese Branche systematisch kaputt gemacht wurde und keine echten Überlebenschance mehr hat. Zu lange hat man nichts getan, zu lange um jeden Preis versucht Marktanteile zu gewinnen. Der Untergang ist nun wohl nur noch eine Frage der Zeit…

Es dürfte inzwischen wirklich jedem Anleger klar geworden sein, dass die genannten Unternehmen große Probleme mit Überkapazitäten haben. Der dauerhafte und sehr extreme Preisverfallen der hergestellten Produkte ist zwar gut für die Abnehmer aber weniger gut für die herstellenden Unternehmen. Da auch klar sein dürfte das sich diese Faktoren nicht mal so eben ändern lassen ist eine Pleitewelle für die notwendige Marktbereinigung aus meiner Sicht unausweichlich. Bislang scheint die chinesische Regierung sich aber noch vehement dagegen stemmt und stützt die nahezu bankrotten Unternehmen des Reiches weiterhin mit Krediten, wohl wissend das diese wohl nie zurück gezahlt werden. Erst wenn hier ein umdenken stattfindet können ein paar der oben genannten Unternehmen vielleicht überleben. Mit dem Machtwechsel in China besteht nun zumindest die Hoffnung auf Veränderung. Ob Reformen dieser Art allerdings möglich sein werden muss noch abgewartet werden.

Bis es soweit ist sollten Anleger wohl weiterhin einen großen Bogen um klassische Solarwerte machen. Auch auf diesem Niveau sind die Aktien aus meiner Sicht inzwischen brandgefährlich. Eine Pleitewelle kann jederzeit kommen, faktisch sind viele der genannten Unternehmen sowieso schon bankrott. Der Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist somit sehr wahrscheinlich. Egal wie das große Spiel um Marktanteile am Ende ausgehen wird – es wird keine Gewinner geben! Man kann nur hoffen dass alle Beteiligten aus den Ereignissen der letzten Jahre gelernt haben, denn ich sehe da schon die nächste Branche in Gefahr….(!) Mal schaun ob die neue Regierung in China etwas mehr Weitsicht beweisen wird. Für Solarworld Aktionäre könnte heute erst einmal eine Premiere auf dem Programm stehen. Das einstige deutsche Vorzeigeunternehmen notiert bereits wenige Cents über der 1,- Euro Marke und wird möglicherweise nun auch zum Pennystock! Das ist irgendwie traurig und wäre wohl vermeidbar gewesen..!

Fällt die Praktiker Aktie noch auf 3,- Euro?

Wir haben uns heute aus unserer Rebound Spekulation bei der Praktiker Aktie mit kleinem Verlust verabschiedet. Die ausbleibende Dynamik sowie die deutlich zurückgegangenen Umsätze vermitteln derzeit nicht den Eindruck, dass die Aktie bald wieder nach oben drehen könnte. Viel mehr steht zu befürchten, dass die Aktie noch einmal deutlich einbrechen könnte wenn dann die tatsächliche Nachricht über rückläufige Gewinne und Umsätze kommt. Bisher war ja alles nur rein spekulativ aufgrund der getätigten Aussagen des Unternehmens. Auch heute werden weiterhin größere Pakete in den Markt gegeben. Charttechnisch sieht es finster aus, wenn die vier Euro Marke nicht gehalten werden kann, denn die nächste Unterstützung liegt erst bei 3,03 Euro knapp über dem Allzeittief von 2,87 Euro. Das ist zwar noch weit weg, allerdings hat sich der Aktienkurs ja bereits kürzlich auch innerhalb von nur zwei Handelstagen um über 30 Prozent reduziert…

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