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E.ON und RWE – wenig Erfreuliches…aber bald ist es soweit!

Die Aktien der beiden großen Energieversorger E.ON und RWE gehören schon seit längerem nicht mehr unbedingt zu ersten Wahl unter Dividendenjägern. Nach wie vor belasten die Folgen der Energiewende die Ergebnisse der beiden Konzerne, ebenso wie die weiterhin bestehenden Volumen- und Margenrisiken. Dementsprechend befinden sich die jüngsten Schätzungen der Konzernleitungen, für das kommende Geschäftsjahr 2013, inzwischen auch eher am unteren Ende der zuvor prognostizierten Umsatz- und Gewinnziele. Auch die Dividendenzahlung in gewohnter Höhe kann somit aus meiner persönlichen Sicht für die kommenden Jahre keinesfalls als gesichert angesehen werden.

Beide Konzernchefs treiben parallel zu dieser negativen Entwicklung die Neuausrichtung für die Zukunft weiter voran. Unternehmensteile werden veräußert, Sparprogramme eingeleitet und kostspielige Neuengagements, wie das britische Atom-Join-Venture Horizon, auf Eis gelegt. Nicht gerade vertrauensbildende Maßnahmen, die auf eine deutliche Expansion der Energiekonzerne in naher Zukunft schließen lassen. Kein Wunder also dass sich auch die Analysten in letzter Zeit wieder deutlich verhaltener zu den beiden Aktien äußern! Auch aus charttechnischer Sicht kann ich im Moment nicht viel gutes oder hoffnungsvolles entdecken…aber!

 

 

 

Oben sehen Sie den E.ON Chart der letzten dreieinhalb Jahre und unten den RWE Chart in einer noch etwas längeren Perspektive. Beide Aktienkurse sind weiterhin klar abwärts gerichtet. Beide Aktien dürften nach meiner Auffassung zumindest die untere Begrenzung des kurzfristigen Trends innerhalb der Abwärtsbewegung noch einmal testen. Würden sie gar darunter fallen drohen weitere und deutliche Abschläge. Im Falle E.ON hieße dies, dass man als Trader durchaus auf eine Gegenbewegung setzen kann, jedoch frühestens bei Kursen um die 15,50 Euro. Bei der RWE Aktie sollte man wohl auf Einstiegskurse um die 28,50 Euro warten, um auf eine Fortführung des mittelfristigen Trends zu setzen. In beiden Fällen ist es aber empfehlenswert die eingegangene Position dann knapp unterhalb der Einstiegskurse entsprechend eng abzusichern!

Grundsätzlich bleibe ich bei meiner Meinung das es wirklich interessantere Aktien am Markt gibt. Bereits zu Beginn der ganzen Misere im Februar 2011 habe ich immer wieder darauf hingewiesen. Damals stand die RWE Aktie noch bei über 50,- Euro. Das zwischenzeitliche Aufwärtspotenzial im Juni 2011 wurde dann > hier < besprochen. Nun dürften die Aktien bald wieder fast da sein, wo wir damals zur Gegenbewegung ansetzten. Ein erneuter Trade auf der Long-Seite wird somit aus meiner Sicht an den genannten Marken wieder interessant. Wer einen entsprechend langen Atem mitbringt kann dort sogar langfristige Positionen eröffnen, denn die schlimmsten Nachrichten dürften nun allmählich eingepreist sein. Behalten Sie die Versorger im Auge!

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  • RWE und E ON

Daimler, BMW, Porsche und VW – Ist der Boden gefunden?

Die Aktien der Autobauer sind weiterhin unter Druck, und das ist wohl bei den zyklischen Werten auch grundsätzlich in dieser Börsenphase nicht weiter verwunderlich. Dennoch muss man sich anhand der aktuellen Gewinnsituation, und den weiteren Aussichten, wohl die Frage stellen ob ein derartiger Kursverlust gerechtfertigt ist. Grundsätzlich gilt, dass die Absatzmärkte in China und Indien noch für mehrere Jahre die zeitweise schwächeren Verkäufe in den westlichen Absatzmärkten kompensieren dürften. Auch die jüngsten Verkaufszahlen von BMW, Daimler, VW und Porsche aus dem Juli zeigen noch keinerlei Anzeichen von Schwäche, möglicherweise müssen diese Werte in den kommenden Monaten etwas nach unten korrigiert werden, von einem echten Einbruch ist aber nach unserer Auffassung nicht auszugehen. Fundamental betrachtet sind alle Automobilaktien weiterhin extrem günstig bewertet. Selbst im Falle deutlich rückläufiger Absatzzahlen von beispielsweise 20 Prozent, wäre die Bewertung der gesamten Branche immer noch historisch niedrig!

Natürlich hängt die weitere Kursentwicklung der Automobilwerte in naher Zukunft einzig und alleine von dem Marktumfeld ab, sprich einem weiteren Rücksetzer an den Börsen werden sich auch die DAX Schwergewichte nicht entziehen können. Geht man aber davon aus, dass sich die Märkte in naher Zukunft wieder beruhigen werden, sind es dann erneut die zyklischen Werte die die folgende Erholungsbewegung anführen werden. Auch die Analysten-Gemeinde scheint dieser Auffassung zu sein, da die zuvor ausgegebenen Kursziele bislang nur leicht nach unten angepasst wurden. Goldman Sachs hingegen hat kürzlich sogar die Kursziele einzelner Branchenvertreter leicht nach oben angehoben. Auch wenn sich die Kursziele von beispielsweise 109,- Euro für die Porsche Aktie und 254,- Euro für die VW Vorzugsaktien gut lesen teilen wir diese sehr optimistische Einschätzung der Goldman Analysten, in dem gegenwärtigen Marktumfeld, nur bedingt. Wir gehen aber immer noch von deutlich höheren Notierungen bei den Autoaktien zum Jahresende aus.

Für die Daimler-Aktie hat die US-Investmentbank das Kursziel von 82,00 auf 79,00 Euro gesenkt sowie die Einstufung unverändert auf „Buy“ belassen. Die Analysten beurteilen den jüngsten Kursrückgang bei allen Werten als attraktive Einstiegsmöglichkeit. Das Kursziel für die BMW Aktie wurde ebenfalls leicht von 127,00 auf 123,00 Euro gesenkt. Trotz dieser sehr positiven Studie sollte man sich aber momentan auch mit der Unterseite der möglichen Kursziele beschäftigen. In einer Schnellanalyse haben wir alle Titel noch einmal unter die Lupe genommen, und sind zu dem Ergebnis gekommen, das das Risiko nach unten inzwischen relativ überschaubar sein dürfte. Immer vorausgesetzt die Börsen versinken nicht im totalen Chaos! Eine mögliche Wachstumsdelle scheint nun ausreichend eingepreist zu sein. Bei VW könnten sich erste, vorsichtige Positionen knapp über der 100,- Euro Marke als lohnender Einstieg erweisen, ebenso wie bei Porsche um die 40,- Euro, BMW knapp über 50,- Euro sowie Daimler knapp unter 35,- Euro.

Die Porsche Aktie bleibt unter Druck!

Weiterhin lastet Druck auf der Aktie des Sportwagenbauers Porsche. Die Kapitalerhöhung wurde, wie man aus den eigenen Reihen hört, erfolgreich platziert. Unter anderem der geringe Ausgabepreis von 38,- Euro je neuer Aktie lastet weiterhin auf den Gemütern der Anleger, denn es steht eine entsprechend hohe Verwässerung der Anteile zu befürchten. Weiter fürchten Marktteilnehmer immer noch, dass die drohenden Milliardenklagen gegen Porsche zum einen die Gewinn und der Zukunft deutlich schmälern könnten, und zum anderen einen endgültigen Zusammenschluss mit dem Mutterkonzern auf unbestimmte Zeit verschieben könnte. Beides wäre natürlich extrem negativ für die neuen und die alten Porsche Aktionäre.

Somit bleibt abzuwarten, wann die Investoren neues Vertrauen gewinnen werden. Charttechnisch bleibt der Titel eher angeschlagen. Auch die leichte Erholung der letzten Tage wirkt alles andere als überzeugend. Im Gegenteil, wie zu befürchten war schmeißen Anleger nun wohl verstärkt ihre neuen – oder die alten – Stücke auf den Markt was nach einer abgeschlossenen Kapitalerhöhung auch nicht weiter ungewöhnlich ist. Zum einen trennen sich Investoren in solchen Phasen von den überschüssigen Stücken, und zum anderen findet man am Ende einer Kapitalmaßnahme nicht selten ein verstärktes Sportinteresse, weil die Big Boys wissen, das die neuen Stücke entsprechen eng abgesichert werden sobald sich diese in den Depots befinden.

Das lässt natürlich genügend Spielraum um reihenweise Stopp-Loss-Orders abzufischen! Der ganze Findungs-Prozess bei der Porsche Aktie könnte also noch einige Tage anhalten, ein Kauf drängt sich erst einmal nicht auf. Die 40,- Euro Marke bietet grundsätzlich eine solide Unterstützung. Wird diese unterschritten könnten sich im Bereich 37,50 bis 39,- Euro erste Käufe langfristig sicherlich wieder auszahlen..

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