Author Archives: Lars

Trading Update Veolia, Aixtron, Metro, Salzgitter, Rheinmetall

Veolia Environnement hat erwartungsgemäß etwas korrigiert und sollte nun spätestens bei der 12,- Euro Marke wieder nach oben drehen. Die Nachrichtenlage bei dem Konzern ist äusserst positiv was den Kurs letztlich wieder in „normale“ Bewertungsregionen führen sollte. Unser Kursziel bleibt zunächst das Gap bei 17,30 Euro. Bei der Aixtron Aktie mehren sich die positiven Analystenkommentare. Insbesondere die Aussichten bis ins Jahr 2015 beurteilen die Fachleute nun gravierend anders als noch vor ein paar Wochen. Der Rücksetzer in der letzten Woche führte nicht ganz bis zu dem von uns genannten Gap. Dieses kann also durchaus noch geschlossen werden, spätestens danach sollte es aber wieder deutlich aufwärts gehen, wahrscheinlich sogar schon ab heute.

Metro habe ich nach den schlechten Zahlen dann doch wieder verkauft und warte nun erst einmal ab welche Fortschritte das Unternehmen in den kommenden Monaten machen wird. Insbesondere der Ausblick hat mich zu dem Verkauf veranlasst. Wenn man davon ausgeht das wir einen schwachen Sommer im Aktienmarkt erleben werden muss man dise Aktie jetzt wohl nicht im Depot haben. Die Aktie hat grundsätzlich wohl das Potenzial noch bis ca. 33,- Euro zu steigen, viel mehr ist aber wohl erst einmal nicht drin. Sollte der Kurs hingegen in Richtung 26,- Euro fallen kann man durchaus wieder eine Position wagen.

Dafür bin ich nun erneut bei den beiden „Lieblingswerten“ der letzten Wochen eingestiegen. Salzgitter notiert immer noch weit unter Buchwert und ist nahezu schon ein MUSS im Stahlsektor. Insbesondere auch die Beteiligung an Aurubis sollte in den nächsten Jahren weiterhin kräftig zum Gewinn des Unternehmens beitragen. Sollte sich der Stahlsektor in der kommenden Woche wieder kräftig erholen (s.o) dann dürfte die Salzgitter Aktie kräftig  davon profitieren. Ganz im Gegensatz zu der ThyssenKrupp Aktie die ich nach wie vor meiden würde. Die Nachrichtenlage bei Deutschlands größtem Stahlkonzern ist weiterhin eher besorgniserregend.

Ebenfalls wieder eine erste Position eingebucht habe ich bei der Rheinmetall Aktie. Die zuletzt gelieferten Zahlen würde ich als sehr unspektakulär bezeichnen, die Nachrichten zu der geplanten Ausgliederung des hochprofitablen Automobilgeschäftes hingegen sind meiner Aufmerksamkeit nicht entgangen. Dieser Schritt könnte noch einmal deutlichen Schwung in den Aktienkurs bringen. Bis es soweit ist kann der Kurs aber durchaus auch noch einmal nachgeben wenn die Analysten ihre Kursziele aufgrund der eher schwächeren Rüstungssparte nun zurück nehmen sollten. Mit einer Dividendenrendite von knapp 4% und das KGV von 8 halte ich die Aktie aber grundsätzlich immer noch für extrem günstig, und das Risiko auf dem aktuellen Niveau für überschaubar.

 

DAX im Niemandsland – Die Woche der Entscheidung!

Ja, liebe Leser, das war wieder einmal eine echt anstrengende Woche, auch für mich! Ich habe ja erwartet, dass wir im Hinblick auf das nahende Quartalsende noch einmal etwas mehr Volatilität sehen könnten, aber der Abverkauf gegen Mitte der Woche war dann zwischenzeitlich doch etwas besorgniserregend. Und einmal mehr führten Nachrichten in Verbindung mit dem Hochfrequenzhandel der Banken zu einem sehr volatilem Markt. Allen voran standen die Aussagen von Ian Ashby, dem Leiter der Eisenerzsparte von BHP Billiton, am Rande einer Rohstoffkonferenz im australischen Pearth, im Fokus der Anleger. Viel mehr die unterschiedliche Deutung seiner Worte, bezüglich des künftig zu erwartenden Absatzes von Eisenerz in China, brachte weltweit Rohstoffwerte kräftig unter Druck. Letztlich stellte sich dann aber wohl heraus dass die Verkaufspanik unbegründet war und die Branche insgesamt sehr zuversichtlich in die Zukunft blickt. Verrückte Welt!

Wie ich Ihnen in der letzten Woche geschrieben haben kann man seit einigen Tagen eine Sektorrotation beobachten die das Kapital raus aus Anleihen und Gold rein in den Aktienmarkt führt. Auf der anderen Seite waren es insbesondere die zyklischen Autobauer und Zulieferer bei denen eine Schwäche nahezu vorprogrammiert erschien. Dennoch lautete mein Fazit am Ende des letzten Newsletters“…institutionelle Investoren werden die nun kurzfristig zu erwartenden Schwäche im Atomobilsektor dankbar nutzen um sich gegen Quartalsende hier endlich zu positionieren, nachdem diese lange dazu verdonnert waren den steigenden Kursen von der Seitenlineie aus zuzusehen. “ Gleiches gilt wohl auch für ausgesuchte zyklische Titel wie Stahlwerte etc. Die Chancen stehen nicht schlecht dass genau diese Aktien nun noch einmal deutlich anziehen werden.

Lange Zeit sah es allerdings nicht danach aus als sollte ich mit dieser Annahme Recht behalten. Erst am Freitag abend in der letzten Handelsstunde ist der Knoten dann endlich geplatzt. Wieder einmal war dies der Weg des maximalen Schmerzes für die Anleger! So ist sie halt unsere heißgeliebte und manchmal auch gehasste Börse 😉 Wer in dieser Woche nervös geworden ist, und sich von einem Teil seiner Positionen getrennt hat, hat somit mein vollstes Verständnis. Letztlich ist im Zweifelsfalle immer die vorsichtigere Variante zu wählen um das Kapital zu schützen. Wer das getan hat kann somit trotzdem stolz auf sich sein, weil er konsequent gewesen ist. Auch bei mir gab es einiger Veränderungen. Die spekulativen Positionen habe ich deutlich reduziert und dafür aber die ein oder andere „solide“ Aktie wieder ins Depot genommen, aber dazu später mehr…

Der Dax hat sich also mit einem Wochenminus von 2,3 Prozent zunächst deutlich von dem geplanten Ziel entfernt. Dieses hatte ich mit dem Widereintritt in den steilen Aufwärtstrend der letzten Wochen definiert. Hierzu hätte der Deutsche Leitindex aber noch die Marke von 7.230 Punkte überschreiten müssen. Vorerst hat sich der Markt also entschieden die Widerstandszone zwischen 6.965 und 7.100 Punkten doch nicht so leichtfüssig überschreiten zu wollen wie es zunächst aussah. Nun muss abgewartet werden ob es in der kommenden Woche gelingen kann die Richtung erneut zu wechseln. Die Chancen stehen nach dem starken Freitag nicht schlecht, aber natürlich muss auch die Möglichkeit eines erneuten Scheiterns an der Widerstandszone nun in Betracht gezogen werden. Grundsätzlich räume ich aber der Variante eines starken Quartalsabschlusses immer noch eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit ein. Kritisch wird es erst unterhalb der Marke von 6.840 Punkten im Dax, spätestens hier muss man dann mit einem grundsätzlichen Trendwechsel rechnen.

Kommt bald die große Krise bei VW, BMW, Daimler und Porsche?

Ich lese gerade dass laut einer neuen Studie des Zentrums für Automotive Research (CAR) an der Uni Duisburg-Essen der europäischen Automobilbranche die größte Krise seit 18 Jahren drohen soll, und bin doch einigermaßen verwirrt. In der Studie wird auf die schleppenden Neuwagenverkäufe in den ersten beiden Monaten diesen Jahres verwiesen über die wir ja hier auch berichtet hatten. Zudem haben die Autobauer Probleme ihre Produktionskapazitäten auf die schwankende Nachfrage nach Autos kurzfristig umzustellen, hieß es weiter. In den kommenden Monaten rechnet CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer weiterhin mit schleppenden Absatzzahlen und geht davon aus das 2012 das schlechteste Jahr in Europa seit langem werden könnte.

Zur Erinnerung: Beim letzten mal, als sich Herr Dudenhöffer mit einer pessimistischen Prognose hervortat und er für das Jahr 2010 eine totale Absatzkatastrophe voraussagte, kam alles dann doch irgendwie ganz anders wie wir heute wissen! Zitat damals, „Ich rechne wegen dem Auslaufen der Abwrackprämie in Deutschland mit einem Krisenjahr 2010 für die Automobilhersteller und die Händler.“ «Das Jahr 2010 wird grausam»…Der Branche drohten deshalb massive Absatzeinbrüche….“ Zuletzt konnte man im August 2011 erneut die skeptischen Worte Dudenhöffers im Handelsblatt lesen.

Sollte man Herrn Dudenhöffer nun als Kontraindikation nehmen? Nicht zwangsläufig, denn grundsätzlich hat er ja im Bezug auf den europäischen Absatzmarkt auch Recht was den aktuellen Rückgang der Neuwagenzulassungen anbelangt. Aber man sollte nach meiner Meinung genau beobachten bei welchen Autobauern die Umsätze eingebrochen sind, und welche von dieser Entwicklung gar profitieren könnten. Letztlich bezieht sich die Studie auch nur auf Europa, und nicht auf die Wachstumsmärkte der nächsten Jahre wie USA und China. Das kommt bei der heutigen Berichterstattung auch nur etwas unklar zu Tage.

Ich halte solche Aussagen wie, „größte Krise seit…“ in diesem Zusammenhang aber für sehr bedenklich, und auch nicht unbedingt zielführend, sofern dieser Wortlaut denn tatsächlich gefallen ist. Auch die Argumentation, dass sich die teilweise langen Wartezeiten der Kunden auf Ihren Neuwagen negativ auswirken könnten, weil Kunden dann alleine deswegen bereit sind die Marke zu wechseln, deutet nach meiner Auffassung eher darauf hin das die Erstellter dieser Studie doch sehr weit vom Kunden weg sein müssen. Der Autokunde ist im allgemeinen markentreu das ist ein wesentlicher Punkt bei den Erfolgsgeschichten der letzten Jahre von BMW, Porsche, VW und Daimler.

„Erst nach 2012 werde der Weltautomobilmarkt wieder auf einen neuen, niedrigeren Wachstumspfad einschwenken.“ heißt das Fazit dieser Studie laut den Presseberichten. Wir werden sehen ob Dudenhöffer dieses Mal Recht behält…Natürlich kann das Wachstum der Branche nicht ewig so weiter gehen, aber für eine echte Trendwende scheint es noch ein wenig zu früh zu sein. Erst wenn in den Schwellenländern eine gewisse Marktsättigung eingetreten ist. Aber davon dürften wir noch weit entfernt sein! Selbst bei einem zwischenzeitlichen Rückgang der weltweiten Absatzzahlen um 20 Prozent wären VW, BMW, Daimler und Porsche immer noch sehr günstig bewertet.

Gastkommentar: Die Zukunft des Euro hängt von Italien ab: „Il futuro dell’euro dipende Italia“

Nach Einschätzung der Deutschen wird die Zukunft des Euro, insbesondere seine Bestandsgarantie, in Italien entschieden, so Chefvolkswirt Thomas Mayer: „Sollte es Italien nicht gelingen, bis Mai 2013 die Trendwende zu schaffen, werde die Euro-Zone auseinanderbrechen.“

Die italienische Wirtschaft schaffte zunächst problemlos im Jahr 2002 den Weg in die EU-Gemeinschaftswährung Euro und verfolgte zunächst eine strikte Finanzpolitik, stagnierte dann jedoch in den Jahren 2002 bis 2005. Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts betrug 2005 0,0 %.Im Handel mit den EU-Partnern verzeichnete das Land im Jahr 2005 ein Defizit von 7,6 Milliarden Euro. Weder den wechselnden Regierungen von Berlusconi oder Prodi gelangen Reformen, die als solche zu bezeichnen wären. Es waren allenfalls kurze Effekte, mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und langfristig die Finanzlage zu stabilisieren. Das führte zu fatalen Konsequenzen.

In Juli 2011 geriet Italien spürbar ins Kreuzfeuer der Kritik der internationalen Finanzmärkte, ausgelöst durch mehrere Herabstufungen durch die marktbeherrschenden Ratingagenturen. Standard & Poor’s (S&P) nahm Italien in die öffentliche Kritik, nachdem die italienische Regierung vor wenigen Tagen ein milliardenschweres Sparpaket mit Einsparzielen in Höhe von etwa 47 Mrd. Euro aufgelegt, das in der vergangenen Woche vom Kabinett verabschiedet wurde. Italien reagierte damit zwar just-in-time und versuchte der Schuldenkrise mit der Zielstellung eines ausgeglichenen Haushaltes zum Jahr 2014 zu entrinnen, aber vergeblich. Das Problem: S&P gab sein kritisches Statement übereilt ab, ohne die Faktenlage zu kennen. Die Regierung Italiens hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Details Ihrer Initiative zum Konsolidierungsplan veröffentlicht gehabt. Reine Spekulation und reine Stimmungsmache bestimmten fortan die ohnehin angespannte Finanzlage in Italien und verschreckte Anleger und Investoren. Die italienische Börsenaufsicht hatte die Ratingagentur Standard & Poor’s zum Gespräch gebeten und im Rahmen einer Befragung um Auskunft ersucht, wie es um die Faktenlage der von S&P zuvor dargebotene Analyse des italienischen Sparpaketes bestellt ist. S&P ist einen unlösbaren Erklärungsnotstand geraten und will nun hektisch Unterlagen nachreichen, um sich zu rechtfertigen und zu erklären. Die Bewertung von Ländern und anderer Kapitalmarktteilnehmer sei „absolut wichtig“ für Investoren, so der vage Erklärungsversuch von S&P. Im nicht mehr trennbaren Bereich von Information und Spekulation kollidierte Italien, bedingt durch die Regierung Berlusconi, mit seinen Pflichten, die EU-Gremien zeitnah zu informieren. Schlechtes Regieren und schlechtes Management sorgte im Finale des Jahres 2011 für eine katastrophale Ausgangslage in Italien und die schlimmste Finanzlage für das Gründungsmitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.

Das Finale 2011: Der italienischen Staatspräsident Napolitano kam unter dem enormen Druck der internationalen Staatengemeinschaft  zur Entscheidung der längst überfälligen Auflösung der völlig kaputten Regierungspolitik Berlusconi, als dieser – Tabula rasa – mit der konsequenten, schnellen Entfernung von Berlusconi aus dem Amt des Regierungschefs neue Fakten schaffte und mit Prof. Mario Monti eine politische Weichenstellung für die Umsetzung von Konsolidierungsmaßnahmen ermöglichte.

Hier einige Fakten zu Italien: der zweitgrößte Goldbestand sowie Devisenreserve in Europa, eine gewaltige Reserve an Edelmetall, befindet sich in italienischen Tresoren. Der ersten Platz der Goldreserven in Europa belegt Deutschland mit 3.401,5 Tonnen (Stand: 31.12.2010).

Sollte Italien ein Teil der Goldreserven auflösen, um damit die Entschuldung des Staatshaushaltes zu ermöglichen? Die Italiener haben Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut  Schmidt als harten Krisenmanager in Erinnerung, als dieser im Jahr 1974 in seiner Funktion als Bundeskanzler nach Italien reiste und für die Italiener einen Milliardenkredit bereitstellte, gegen Sicherheit – es ging um eine Garantie in Zentralbankgold. Heute raten Analysten der italienischen Regierung dringend einen Teilverkauf der Goldreserven, mit dem Ziel die enorme Kreditbelastung von 2 Billionen Euro zu senken, damit Italien in Zukunft wieder Kredite zu wesentlichen besseren Konditionen an den Märkten bekommen kann. Mit den zuletzt 7,9% Zinsen, die Italien für Staatsanleihen aufbringen muss, wären dies auf Dauer und im schlimmsten Fall – in der Spitze – eine Gesamtzinsbelastung von weiteren etwa 158 Milliarden Euro, gerechnet auf über 2 Billionen Euro Schulden. Eine solche, exorbitant hohe Zinsbelastung kann kein Staat auf Dauer verkraften, deshalb rechnet sich wahrscheinlich eine schnelle Entschuldung.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat die Reform- und Sparbemühungen der neuen Regierung in Italien gewürdigt. Unter dem neuen Ministerpräsidenten Mario Monti habe Italien „außerordentlich wichtige und bemerkenswerte Maßnahmen“ eingeleitet, was „die Haushaltskonsolidierung und die Strukturreformen“ betreffen, sagte die Bundeskanzlerin im Januar 2012. Bereits im letzten Jahr hat das Parlament ein Sparpaket im Umfang von 80 Mrd. Euro verabschiedet, das das Renteneintrittsalter deutlich hinaufsetzt und einkommensschwache Schichten durch die Erhöhung von Mehrwert- und Energiesteuern schröpft. Nun ist sie dabei, den Arbeitsmarkt zu deregulieren. Aktuell verabschiedete der Senat ein Deregulierungsgesetz, das die Konzessionen für Taxibetriebe, Apotheken und andere Dienstleistungen freigibt und bestimmte Privilegien der katholischen Kirche beschneidet. Regierungschef Monti verknüpfte die Entscheidung im Senat mit einer Vertrauensabstimmung, um zu vermeiden, dass über 1.700 Zusatzanträge einzeln abgestimmt werden muss.

Und die Regierung Monti dereguliert Arbeitsmarkt: Monti erklärte im Fernsehen, Jugendliche sollten sich besser „an die Vorstellung gewöhnen, keinen Arbeitsplatz für ihr ganzes Leben mit festem Arbeitgeber an der gleichen Arbeitsstelle“ zu bekommen. Um ihnen Arbeit zu verschaffen, müsse man „jene, die zurzeit vom Gesetz sehr, sehr stark beschützt werden, etwas weniger schützen”. Es geht um den Kündigungsschutz (§ 18, der aus den 60iger Jahren stammt).  § 18 blockiert Entlassungen in Unternehmen mit mehr als 15 Beschäftigten aufgrund strenger Voraussetzungen eines Arbeitnehmerschutzes.

Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft in Europa, gekennzeichnet von einem starken Mittelstand, der zwar etwas kleiner ist, als in Deutschland, aber solide und spezialisiert. Produkte werden für die internationalen Märkte in Italien und in Kooperation mit EU-Staaten zur bis Marktreife entwickelt und in viele Staaten mit solventen Käuferschichten exportiert. Im internationalen Exportgeschäft ist Italien gut aufgestellt und konkurrenzfähig. Beispiel Luxusgüter: Der Weltmarkt für Luxusgüter wird dieses Jahr um 8 % auf 185 Milliarden Euro wachsen, kalkuliert die Unternehmensberatung Bain. Europa werde um 7 % zulegen, China sogar um 25 %. „Chinesische Frauen wollen richtig Shoppen und am liebsten kostspielige Handtaschen aus dem Hause Prada, Gucci, etc. Umgekehrt produzieren Markenpiraten in China billige Imitate, die nach Europa exportiert werden und die Firmen in Italien schädigen.

Il mondo è in attesa di una svolta in Italia. (Die Welt/Staatengemeinschaft erwartet einen Durchbruch in Italien.) Il governo del professor Monti ha promesso ai cittadini! (= Die Regierung Prof. Monti hat es der Bevölkerung zugesagt/zugesichert/versprochen!) Sandro Valecchi

Commerzbank – es geht voran !

Die Commerzbank Aktie ist in diesen Tagen mal wieder ein hervorragendes Beispiel dafür das die Börse eben nicht unbedingt das tut was die breite Masse von ihr erwartet. Seit zwei Tagen zeigt der Dax deutliche Schwäche und rutschte gestern sogar deutlich unter die Marke von 7.000 Punkten. Natürlich blieb das nicht ohne Folgen für die Bankenwerte. Zuvor standen wirklich alle Zeichen bei der Commerzbank Aktie auf Ausbruch, jedoch hätte mich wohl die schwache Performance nach dem überschreiten der 200-Tage-Linie bereits etwas stutzig machen sollen. Statt der erwarteten und deutlichen Kursbewegung nach oben begann die Aktie sich an der besagten Linie entlang zu hangeln.

Das charttechnische Bild hat sich durch diese Bewegung in den letzten Tagen somit wieder deutlich eingetrübt. Gestern dann gab auch die Commerzbank Aktie in dem schwachen Börsenumfeld weiter nach und notiert nun inzwischen wieder auf einem Kursniveau, dass durchaus das Potenzial hat eine stärkere Kursbewegung in beide Richtungen auszulösen. Dabei war die Nachrichtenlage zu der Aktie gar nicht mal so schlecht…

Commerzbank Chef Martin Blessing will die Bank weiterhin gesund schrumpfen. Wie die Medien gestern berichteten plant man bei der Commerzbank auch bald wieder die Ausschüttung einer Dividende, aber eben erst im Jahr 2013, was einige Anleger wohl enttäuscht hat. Denn die erste Zahlung einer Dividende ist damit frühestens im zweiten Quartal 2014 zu ertwarten. Ich halte es allerdings für deutlich zu kurz gedacht, die Aktie aus diesem Grund nun zu verkaufen. Denn an dem Gewinnziel 2015 von 4 Milliarden Euro hingegen will man weiter festhalten. Dies entspräche dann aus heutige Sicht einem KGV von 2,5, somit ist wohl eine Dividendenzahlung von ein paar Cents für Langfristanleger eher zu vernachlässigen.

Ebenso ist man beim Abbau der Risiken insgesamt, und speziell bei der Immobilientochter Eurohypo, gut voran gekommen. Enttäuscht dürften sich die Anleger wohl aber über die Tatsache gezeigt haben, dass die Eurohypo im Ganzen als unverkäuflich gilt. Allerdings muss man sich wirklich ernsthaft die Frage stellen wer denn geglaubt hat dass eine völlig defizitäre Eurohypo kurzfristig an den Mann zu bringen ist? Der Bereich Gewerbeimmobilien-Finanzierung soll künftig ebenfalls um rund die Hälfte reduziert werden, ebenso wie das Schiffsportfolio der Commerzbank dass um weitere 5 Milliarden Euro schrumpfen soll.

Blessing betonte gestern noch einmal das solide Kerngeschäft der Bank, und dass man die von der Europäischen Bankenaufsicht EBA festgestellte Kapitallücke aus eigener Kraft schliessen werde. Ich glaube dem Mann weiterhin, auch wenn mein Vertrauen durch die letzte spontane Kapitalerhöhung auf eine harte Probe gestellt wurde. An meiner Einschätzung zu der Aktie hat sich somit weiterhin nichts grundlegendes geändert. Den Rücksetzer sehe ich persönlich noch einmal als gute Chance günstig in einen künftig soliden Bankentitel zu investieren.

Der Solar Millennium / Solarhybrid Supergau

Heute stellte dann auch die Solahybrid AG erwartungsgemäß den Insolvenzantrag, für mich eigentlich nur noch eine Formsache, denn das Ereignis habe ich schon lange erwartet. Spätestens nachdem bekannt wurde wie bei der Solarhybrid AG mit Millionenbeträgen rumgeschmissen wurde hätte man die Aktie verkaufen sollen. Das Handelsblatt berichtete damals unter dem Titel „Die seltsame Millionen Überweisung“ davon dass die Solarhybrid AG der  inzwischen in die Pleite gegangenen Solar Millennium AG noch kurz vorher einen unbesicherten Kredit in Höhe von 7,5 Millionen Euro gewährt hatte. Anlegergelder die also ohne jede Besicherung an ein befreundetes Unternehmen verliehen wurden dass sich bereits seit längerem in Schieflage befand. Nach meiner Auffassung ist dies immer noch eine Handlung die sich die Staatsanwaltschaft etwas näher ansehen sollte. Natürlich wurde diese Summe dann in der Insolvenzmasse der Solar Millennium AG versenkt. Zum Zeitpunkt der Geldvergabe war das Unternehmen Solarhybrid insgesamt nur 38 Millionen Euro an der Börse wert, was die stolze Summe von 7,5 Millionen Euro ins rechte Licht rücken sollte.

Insgesamt finde ich persönlich die Verstrickungen mit den angedachten Übernahmen von Unternehmensteilen der Solar Millennum AG mehr als dubios, auf die ich aber hier nicht näher eingehen möchte. Die vollmundigen Versprechen des Vorstandes Tom Schröder der Solarhybrid AG, vor gar nicht allzu langer Zeit, den Aktienkurs des eigenen Unternehmens auf über 20,-  „hieven“ zu wollen muss man wohl heute aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Die Insiderverkäufe von Tom Schröder und seinen Kumpanen in den letzten Wochen sprachen dann ebenfalls eine deutliche Sprache. Wer auch diesen Wink nicht verstanden hat sitzt ab heute wohl auf 100 Prozent Buchverlust mit der Aktie. Das hier noch ein paar Cent pro Aktie aus der Insolvenzmasse an die Anleger zurückfließt darf zumindest bezweifelt werden. Ende Februar oder Anfang März hätte man die Aktie immerhin noch für über 4,- Euro verkaufen können!

Das Unternehmen  selbst machte heute die Politik, genauer gesagt die Gesetzesnovelle für das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) für das Scheitern verantwortlich. Bereits Anfang März warnte die Firma und sah ihr Geschäftsmodell ernsthaft gefährdet. Dann ging alles ganz schnell. Weitere 7,5 Millionen Euro wurden in ein Solarkraftwerk in  Neuhardenberg gesteckt, dass aber erst zum Jahresende fertig werden soll und somit künftig keine Einspeisevergütungen erhalten wird. Wo der Rest des Firmenkapitals verblieben ist konnte noch nicht recherchiert werden. Die Firma aus dem sauerländischen Brilon setzte nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011 rund 286 Mio. Euro um. Das Konzernergebnis lag laut ungeprüften Zahlen bei rund 5,9 Mio. Euro, wie aus dem jüngsten Quartalsbericht hervorgeht. Der Vorstand hat heute erklärt, dass aufgrund der gegenwärtigen Entwicklungen die Veröffentlichung des geprüften Konzerngeschäftsberichtes 2011 im März 2012 nicht mehr möglich erscheint…. Auch das darf ich zumindest komisch finden !

VW, BMW, Daimler, Conti und Porsche – jetzt wieder kaufen?

Etwas turbulent geht es gerade im deutschen Automobilsektor zu. Die Aktien der Highflyer scheinen weiterhin unter Druck zu sein. Als Grund dafür gibt der Markt eine neue Branchenstudie von Goldman Sachs an und hier insbesondere die Herabstufung der BMW Aktie. Ich persönlich halte diese Erklärung für ziemlichen Nonsens, denn die Goldmänner haben die Aktie der Bayern zwar von der Conviction Buy List genommen, das Kursziel wurde aber lediglich von 119,- auf 115,- Euro zurück genommen. Nochmal zur Erinnerung – der aktuelle Aktienkurs der BMW Aktie ist bei 69,- Euro.

Noch deutlicher fällt das Anlageurteil bei der VW Aktie aus. GS setzt das neue Kursziel für die Vorzugsaktien der Wolfsburger nun mit 237,- Euro an. Immerhin schlappe 100,- Euro über dem aktuellen Kurs, oder besser gesagt 75 Prozent (!) über dem aktuellen Kurs! Insbesondere die weiteren Phantasien durch die Integration von Porsche und die Konsolidierung von MAN haben die Analysten dazu veranlasst das Kursziel noch einmal deutlich um acht bis zehn Prozent anzuheben. Auf Basis des Wertes der gehaltenen Volkswagen-Stammaktien und der Bereinigung um rechtliche Risiken sehen die Analysten das Kursziel für die Porsche Aktie nun  bei  63,00 EUR. Auch wenn ich die genannten Kursziele grundsätzlich für sehr ambitioniert halte gehe ich davon aus dass die Richtung bei den Autobauern weiter nach oben zeigen wird.

Die genannte Studie kann es also nicht sein, oder ich habe hier gravierende Verständnisprobleme 😉 Viel mehr dürfte die aktuelle Kursentwicklung u.a. der von mir schon mehrfach in unserem Newsletter angekündigten, kurzfristigen Sektorrotation geschuldet sein. Sprich die Anleger konzentriert sich gerade mehr auf Aktien die noch nicht so gut gelaufen sind, und nehmen Ihre Gewinne bei den Top-Performern nun auch mal mit. Was aber nicht heißen soll dass die Aktien der Autobauer nun nur noch fallen werden. Das Gegenteil ist wahrscheinlich der Fall. Der aktuelle Rücksetzer dürfte sich als gute Kaufgelegenheit entpuppen, denn die institutionellen Anleger werden diese Stücke nun dankbar auffangen.

Der Anlagenotstand der institutionellen Investoren zwingt diese nun auf Teufel komm raus noch die Highflyer der letzten Monate ins Depot zu nehmen, und das Anlegerverhalten dürfte den Damen und Herren genau in die Hände spielen. Natürlich wird die Gunst der Stunde genutzt um diese Werte noch zusätzlich zu drücken um bis zum Monats- bzw. Quartalsende einen möglichst guten Einstieg in diese Aktien zu ermöglichen. Denn mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Gewinner der letzten drei Monate auch die Gewinner dieses Jahres sein.

Anleger reagieren heute auch auf Aussagen der chinesischen Branchenvereinigung CAAM, die ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr gesenkt hat. Demnach wird der chinesische Automarkt im laufenden Jahr nur noch um fünf Prozent wachsen. Ich gehe aber davon aus das sich dieser  Effekt insbesondere bei den deutschen Automobilherstellern, die immer noch enorme Wachstumsraten vorweisen können, nur kurzzeitig in den Aktienkursen widerspiegeln sollte. Natürlich kann ich Ihnen nicht sagen wann diese Bewegung nun zu Ende sein wird, aber ich persönlich rechne schon in Kürze damit. Der Dax hat mustergültig die 7,200 Punkte im ersten Anlauf abgearbeitet und eine Konsolidierung auf diesem Niveau ist jetzt durchaus gesund. Spätestens in der nächsten Handelswoche sollte wieder verstärkter Kaufdruck aufkommen, der dann bis in den April hinein anhalten kann. Die Aktien von VW, BMW, Daimler und Porsche sollten daher in den kommenden Tagen intensiv beobachtet werden.

Commerzbank – die nächsten Kursziele…

Der Ausbruch bei der Commerzbank Aktie ist heute –  wie von mir erwartet –  erfolgt, auch wenn dieser zunächst deutlich schwächer ausgefallen ist. Mit einem Höchstkurs von 1,995 und einem Schlusskurs von 1,991 Euro, knapp unter der Marke von 2,- Euro, ist damit zumindest ein solides Fundament für einen weiteren Anstieg der Aktie gelegt worden. Viele Trader achten in diesen Tagen auf die psychologisch Wichtige zwei Euro Marke und haben sich offensichtlich auch entsprechend positioniert. So ist damit zu rechnen dass die Aktie beim Überschreiten dieser Marke einen Gang höher schalten wird, da hier einige Stopp Buy Orders auf verkaufswillige Aktionäre treffen. Im weiteren Verlauf dürfte dann nicht nur der Widerstand bei 2,05 Euro überschritten werden sondern auch das letzte Hoch bei 2,20 Euro…

Die Commerzbank Aktie konnte heute lediglich 1,6 Prozent hinzu gewinnen. Im Moment fühlt es sich damit zwar noch nicht nach einem „echten“ Ausbruch an, diese Entwicklung sollte sich aber in den nächsten Tagen beschleunigen. Wir haben ein frisches Kaufsignal, die 200-Tage-Linie konnte wieder überschritten werden, was dieses Signal noch verstärkt. Die nächsten Kursziele liegen damit aus charttechnischer Sicht bei 2,28 und 2,5 Euro. Mein persönliches Kursziel in diesem Jahr liegt weiterhin bei 2,70 bis 3,30 Euro. Die CoBa Aktie ist und bleibt eine der interessantesten im gesamten deutschen Markt, und hat nach den jüngsten Nachrichten weiterhin deutliches Nachholpotenzial.

Trading Update Alcoa, Nokia, Barrick Gold, Peabody, Arch Coal uvm.

Ich könnte noch ewig so weiter machen, möchte Sie aber nicht langweilen. Zum Abschluss möchte ich Sie aber gerne noch auf ein paar Aktien hinweisen die unmittelbar vor einer Trendwende stehen könnte. Darunter befinden sich echte „Sahnestückchen“ wie Alcoa und Nokia. Charttechnisch sieht insbesondere Alcoa jetzt richtig gut aus. Wer sich den Chart anschaut sieht was ich meine ;-).

Auch die  Barrick Gold Aktie ist für mich nahezu ein „Must Have !“ auf dem aktuellen Niveau. Zwar rechne ich auch in den kommenden beiden Wochen noch mit leichten Turbulenzen am Goldmarkt jedoch ist die Aktie inzwischen so günstig dass ich das Risiko nach unten für extrem überschaubar halte. Ich rechne nicht damit das der Goldpreis nun abstürzen wird auch wenn wir uns in einer breiten Konsolidierung befinden. In jedem Falle intensiv beobachten!

Nokia ließ in dieser Woche verkünden das man an einem Tablet bastle, dass sogar dem iPad Konkurrenz machen soll. Das Gerät basiert laut Unternehmensangaben auf der Software Windows 8 von Microsoft. Wenn die Finnen ihr Vorhaben bald konkretisieren sollte auch die Aktie weiter davon profitieren können. Ich bin mir zwar nicht sicher ob es Nokia gelingen wird im Tablet Markt ganz oben mitzuspielen, aber der Konzern fängt nun an die Versäumnisse der letzten Jahre zu korrigieren. Die neue Handyserie „Lumia“ scheint ebenfalls beim Verbraucher recht gut anzukommen

Ein weiterer hochinteressanter Sektor sind beispielsweise die nordamerikanischen Kohleproduzenten, die sich noch Anfang der Woche auf einem 35 Jahres Tief befanden! Schauen Sie sich mal die Aktien von Arch Coal, Peabody (BTU), Patriot Coal oder James River Coal an. Es sieht so aus als ob die Kohleaktien nun allmählich ihren Boden gefunden haben könnten und zu einem Rebound ansetzen. Noch kann hier keine wirkliche Entwarnung gegeben werden, aber eine intensive Beobachtung kann nicht schaden. Sollte der Schweinezyklus bei Kohle nun wieder nach oben drehen sind mit diesen Aktien kräftige Gewinne zu erzielen.

Auszug aus unserem kostenlosen Börsen Newsletter vom Wochenende

Trading Update Lufthansa, SAF-Holland, Vestas, Klöckner und TUI

Ein weiterer klassischer Nachzügler ist für mich die Lufthansa Aktie, deren Zahlenwerk eher nicht so sehenswert war. Dennoch gehe ich davon aus dass hier schon alles Negative im Kurs enthalten sein sollte. Zudem hat der Konkurrent Air Berlin noch schlechtere Zahlen geliefert, was die Phantasie weckt dass der Branchenprimus bald Marktanteile hinzu gewinnen könnte. Der gesamte Luftfahrtsektor ist sicherlich nicht ungefährlich weil Sonderfaktoren und hohe Kerosinpreise wohl auch in Zukunft das Ergebnis immer wieder belasten können. Die Aktie notiert aber weit unter Buchwert und alleine das ist schon einen näheren Blick wert.

Der LKW Zulieferer SAF-Holland glänzte mit guten Zahlen und einem sehr optimistischem, und vor allem konkretem Ausblick auf die kommenden beiden Jahre. Analysten haben darauf hin Ihre Kursziele deutlich nach oben angepasst. Ich habe Ihnen den Titel im Dezember bei Kursen von 3,80 Euro vorgestellt. Acht Euro sollten bei der Aktie drin sein! Analysten haben nach der Veröffentlichung der Zahlen deutlich angehoben. Equnet sieht das Kursziel inzwischen gar bei 9,- Euro was einer weiteren Kurssteigerung von 50 Prozent entsprechen würde.

Ebenfalls schon vor einiger Zeit habe ich die Vestas Aktie hier besprochen, die Sie sich vielleicht noch einmal etwas näher ansehen sollten, denn der Chart sieht jetzt richtig gut aus, Zuletzt konnte das Unternehmen wieder einige Großaufträge verkünden. Unter dem provokanten, und ironisch gemeinten Titel „Die Verlierer des Jahres“ habe ich Ihnen Anfang Janaur sowohl den Windanlagenbauer also auch Klöckner & Co und TUI als Top Picks vorgestellt. Alle drei Aktien bleiben neben Aixtron auch in den kommenden Wochen meine Favoriten.

Auszug aus unserem kostenlosen Börsen Newsletter vom Wochenende

Trading Update Veolia, Aixtron, Metro und K+S

Ich werde mich in dieser Woche etwas einbremsen müssen, denn es gibt eigentlich so viele Aktien über die ich schreiben möchte. Letztlich will ich Ihnen hier aber auch nichts vorenthalten, deswegen werden die einzelnen Beiträge eher kurz und knackig sein 😉 Für mehr Informationen benutzen Sie bitte die eingefügten Links, denn ich habe einen Großteil der genannten Aktien bereits im Blog ausführlicher behandelt.

Fangen wir an mit einer meiner Lieblingsaktien, der Veolia Environnement. Hier muss ich nicht mehr viel sagen… ich bin mit 53 Prozent im Plus und hoffe Sie ebenso! Veolia ist und bleibt für mich einer der größten Anwärter auf den Rebound des Jahres. Ab 13,- Euro könnte die Aktie nun erst einmal etwas konsolidieren. Im weiteren Verlauf rechne ich aber dann mit noch einmal deutlich anziehenden Notierungen. Auch bei der Veolia Aktie ist noch ein Gap offen as es zu schließen gilt. Dies liegt witziger Weise ebenfalls bei 17,30 Euro! Nächste Kursziele sind nun 13,30, 14,50 und 15,85 Euro.

Aixtron war die Aktie der Woche, man hat mich endlich erhört. Nachdem der Chart ja hervorragend aussah ist der Knoten nun geplatzt, die Aixtron Aktie hat sich mit einem Riesensatz von 15 Prozent aus der charttechnischen Zwickmühle befreit. Ich liege 43 Prozent vorne und gehe davon aus dass es hier noch deutlich weiter geht. Das Ziel bleibt das Gap bei 17,30 Euro. Zuletzt hatte eine sehr positive Studie der Deutschen Bank, die u.a. besagt dass in naher Zukunft doch nicht mit ernstfhafter Konkurrenz aus China zu rechenen ist, den Aktienkurs beflügelt.

Die Metro Aktie ist ebenfalls kräftig angesprungen wie ich das erwartet hatte. Nachdem der multiple Boden bei 28,- Euro gehalten hat konnte die Aktie im Anschluss bis auf 31,17 Euro steigen. Im weiteren Verlauf rechne ich nun damit das die nächsten Kursmarken bei 32,- und 33,80 Euro relativ zügig erreicht werden. Nach unten kann nun knapp unter der Marke von 29,- Euro abgesichert werden. Für die Metro Aktie sollte der Ausbruch in der letzten Woche erst der Anfang einer längeren Aufwärtsbewegung gewesen sein…

Ebenso wie bei der Aktie von Kali und Salz, die ich ihnen in der letzten Woche ans Herz gelegt habe. Nach hervorragenden Zahlen konnte sich auch die Aktie des  Düngemittel- und Salzherstellers mit einem deutlichen Sprung nach oben aus ihrer Lethargie befreien. Das Fundament für eine Bewegung bis 47,- Euro sollte damit gelegt sein. Zunächst warten noch ein paar Hürden bei 42,40, und 44,- Euro, aber auch ein offenes Gap um die 43,- Euro das geschlossen werden sollte.

Auszug aus unserem kostenlosen Börsen Newsletter vom Wochenende

Kaufpanik, Sektorenwechsel – Raus aus Gold und Anleihen rein in Aktien ?

Auszug aus unserem kostenlosen Börsen Newsletter vom Wochenende

..Bereits am Montag der vergangenen Woche konnte man den harten Kampf zwischen den zwei Lagern sehr schön beobachten. Während die Bullen weiterhin auf eine liquiditätsgetriebene Fortführung der Rally setzen versuchten die Bären nun den kurzzeitig ins Stocken geratenen Aktienmarkt in Ihrem Sinne zu beeinflussen. Die letzte Abwärtsbewegung bis auf 6.650 Punkte im DAX war zwar heftig, aber einfach zu schwach und undeutlich um klare Rückschlüsse auf eine Trendwende an den Märkten daraus zu ziehen. So gesehen war es das Beste auch in dieser Woche bei der alten Strategie zu bleiben, und die heißt weiterhin: Gewinne laufen lassen!

Es waren einmal mehr die Nachrichten von einer sich abkühlenden Wirtschaft in China die die Anleger zunächst verunsicherte. China fuhr im Februar das größte Handelsdefizit seit mindestens zehn Jahren ein. Das Außenhandelsdefizit der Volksrepublik betrug im Februar 31,5 Milliarden Dollar. Die Importe zogen mit einem Sprung von 39,6 Prozent zum Vorjahresmonat überraschend deutlich an, während die Exporte mit einem Anstieg von 18,4 Prozent unter den Erwartungen von Volkswirten lagen. Jedoch sollte diese Entwicklung wohl zunächst nicht überbewertet werden. Letztlich würde ich das eher als Jammern auf sehr hohem Niveau bezeichnen. Den Rohstoffmärkten hat diese Nachricht aber zunächst einmal deutlich fallende Notierungen beschert.

Am Dienstag dann kam es zu der fulminanten Rally, die nicht nur im DAX sondern auch in allen US Indizes neue Höchsstände produzierte, wärend wir bereits am Mittwoch schon wieder eine Konsolidierung auf hohem Niveau gesehen haben. Auffallend war hier der stark nachgebende Goldpreis und damit verbunden auch ein regelrechter Abverkauf bei den Goldminen Aktien. Anleger die ihr Heil in den letzten Monaten in Edelmetallen gesucht hatten trennen sich offensichtlich gerade reihenweise von ihren Beständen, um an der Aktienrally partizipieren zu können. Sogar solide Basiswerte in diesem Bereich wie der größte Förderer Barrick Gold gaben am Mittwoch um fast 6 Prozent nach. Aus charttechnischer Sicht eine kritische aber auch eine sehr interessante Situation, später dazu mehr…

Die heftigen Kursausschläge ließen somit bereits ab Mittwoch schon darauf schließen das dieser Hexensabbat ein ganz Besonderer werden würde. Der DAX konnte nun, im dritten Anlauf die Marke von 7.000 Punkten nun hinter sich lassen, was dazu führte dass viele Investoren nun doch noch auf den fahrende Zug aufgesprungen sind. Wir nähern uns erneut dem Quartalsende und viele institutionelle Investoren, die auf eine deutliche Korrektur für einen Einstieg gewartet haben, wurden bislang enttäuscht. Diese sind nun extrem unter Zugzwang, denn sie werden ausschließlich an der erzielten Performance gemessen. Für diese Investoren gab es zwei Möglichkeiten, die einen versuchten sich gegen den Markt zu stellen und suchten ihre Chance in dem vermeintlichen Fehlsignal, die anderen versuchen gerade noch bis zum Stichtag die Top Performer in Ihr Depot aufzunehmen, um wenigstens den Besitz dieser Aktien vorweisen zu können.

Für beide Lager sicherlich ein gefährliches Spiel! Am Dienstag dürfte es mit dem unerwartet starken Anstieg aller Indizes wohl bereits den ein oder anderen Shortie zerlegt haben, ab Mittwoch wurde klar dass die Bären nicht mehr ernsthaft in der Lage sind sich gegen den starken bullishen Trend zu stellen. Reihenweise wurden neue Kaufsignale generiert. Der Bund Future brach in dieser Woche ebenfalls regelrecht ein und signalisierte eine größere Umschichtung des Kapitals, raus aus den Anleihenmärkten rein in die Aktienmärkte. Für uns Anleger waren dies untrügerische Zeichen dafür das man sich nun auf der kurzfristigen Ebene völlig neu orientieren muss.

Bereits der Donnerstag vor dem Hexensabbat brachte uns dann die Vorentscheidung. Bis zum Freitag zeigte sich aber auch dass wir uns offensichtlich jetzt in einer Sektorrotation befinden. Die alten Highflyer haben deutlich an Dynamik eingebüßt während die Aktien die bislang noch nicht so gut gelaufen sind nahezu alle angesprungen sind. Insbesondere die Xetra Schlussauktion vom Freitag deutet nun darauf hin dass wir nun eine echte Kaufpanik haben. Diverse Aktien haben extrem hohe Umsätze in den letzten Handelsminuten verzeichnet! Schauen sie sich am Wochenende noch einmal die Xetra Schlussauktionen etwas genauer an!

Unsere Strategie der letzten beiden Wochen die „Nachzüglern“ zu kaufen ist voll aufgegangen, denn genau in diese fließt das nun freiwerdende Kapital. Natürlich ist die Börse keine Einbahnstraße, und die Indizes sind schon extrem gut gelaufen, aber das heißt nicht das diese Entwicklung nicht doch noch weiter anhalten kann. Denn die oben genannten Faktoren der Kapitalumschichtung, der offensichtliche Sektorenwechsel und der Anlagenotstand institutioneller Investoren sollte uns zumindest noch bis zum Quartalsende, vielleicht aber auch darüber hinaus, weiter steigende Aktienkurse bescheren.

Gelingt es in der kommenden Woche den DAX wieder in den steilen Aufwärtstrend (siehe Chart oben!) zu hieven könnten wir sogar noch einmal eine deutliche Beschleunigung dieser Bewegung sehen. Dies wäre über 7.235 Punkten (roter Kreis) der Fall und dann wäre die Marke von 7.600 Punkten das nächste logische Ziel. Insbesondere die Bankentitel werden in den nächsten Wochen interessant sein, allen voran natürlich die Aktie der Commerzbank, bei der ich schon nächste Woche mit einem weiteren Ausbruchsversuch rechne…weitere „heiße“ Kandidaten für eine Fortführung der Rally haben wir unseren Newsletter Abonnenten mit der gestrigen Ausgabe unseres Newsletters vorgestellt.

Top