Author Archives: Lars

Nach „Buy and Hold“ jetzt auf Swing Trading umsteigen?

Das erste Quartal des Jahres ist zu Ende und auch ich möchte natürlich an dieser Stelle gerne ein kurzes Fazit der abgelaufenen drei Monate ziehen. Das Jahr 2012 wurde im letzten Quartal des Jahres 2011 von der Presse und vielen „Fachleuten“ als Horrorjahr beschworen. So mancher Analyst war noch vor wenigen Monaten der Meinung dass die Börsenwelt in diesem Jahr untergehen würde. Und dann kam mal wieder alles ganz anders…Das erste Quartal des Jahres 2012 ist das beste seit 1998! Mit einem Gewinn von über 18 Prozent hat der Deutsche Leitindex einen erstaunlich starken Start hingelegt. Viel Anleger, und natürlich auch die sogenannten Fachleute, wurden dabei zurück gelassen. Wir von Investors Inside waren frühzeitig dabei und haben in der Weihnachtszeit auf eine solche Bewegung gesetzt, ich hoffe Sie liebe Leser haben sich auch getraut!

Uns so schauen wir sehr zufrieden auf den Start in eine erfolgreiches Börsenjahr 2012 zurück. Dennoch darf man sich jetzt keinesfalls von der positiven Stimmung einlullen lassen. Der Kursanstieg kann nicht ohne Rücksetzer, oder auch mal stärkere Korrekturen, bis zum Jahresende so weiter gehen. Das richtige Timing wird auch in diesem Jahr sehr entscheidend sein. Natürlich werden wir Sie wie gewohnt bei Ihren Anlageentscheidungen unterstützen, und versuchen die richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkte möglichst optimal zu erwischen.

In dieser Woche haben wir den ersten wirklich nennenswerten Rücksetzer gesehen, den man durchaus als Konsolidierung bezeichen könnte. Ausgelöst wurde die Schwäche des Marktes einmal mehr durch die Nachrichtenlage aus Europa. Ein buntes Potpourri aus Spanien, Portugal und mal wieder Griechenland trieb die Stimmungen der Marktteilnehmer vor sich her. Diese Nachrichten sind aber seit längerem bekannt und ich möchte ehrlich gesagt auch nicht mehr allzu viel Energie in diese Themen stecken, die uns noch Monate oder gar Jahre beschäftigen werden. Viel mehr versuche ich einen guten Konsens mit einer Situation zu finden die ich nicht beeinflussen kann. Das ist wahrscheinlich auch langfristig betrachtet die beste Umgangsform mit der Euro Krise. Alles andere kostet nur unnötig Energie, die man an anderer Stelle besser einsetzten kann. Ich konzentriere mich somit weiter auf die Price Action und das was mir die Charts sagen.

Hinzu kamen noch die Meldungen aus China und die damit einhergehenden Konjunktursorgen sowie gemischte Daten aus den USA. Im Gegensatz zu den 10 Wochen davor war also in dieser Woche so manches anders, und das sollte nun auf jeden Fall beachtet werden. Insgesamt sind die Umsätze in dieser Woche sehr dünn gewesen. Offensichtlich zeigte das Lager der Bullen aufgrund der Nachrichtenlage kurzzeitige Ermüdungserscheinungen. Viele Marktteilnehmer werden aber auch nach wie vor an der Seitenlinie gestanden und auf diesen Rücksetzer gewartet haben. Und natürlich gibt es auch das Lager der „Gewinnmitnehmer“ vor den Osterfeiertagen. Ich würde die Umsätze also grundsätzlich erst einmal nicht über bewerten. Bemerkenswert hingegen sind die Bewegungen bei Anleihen und vor allem Rohstoffen gewesen. Offensichtlich nimmt die Risikofreude der Anleger grundsätzlich wieder zu. Aus den vermeintlich sicheren Häfen wie Gold und Rohstoffen fließt weiterhin Geld ab – in den Aktienmarkt!

Aus rein charttechnischer Betrachtung bleibt zunächst aber alles beim Alten. Gelingt es dem DAX in den kommenden Tagen wieder über 7.000 Punkte zu klettern dürfte auch ein erneuter Test der letzten Höchststände, und damit ein Überwinden der Widerstandszone zwischen 7.000 und 7.150 Punkten, mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgen. Entscheidend ist dabei dass der Kreuzwiderstand bei 7.182 Punkten nachhaltig überwunden wird. Der Rückgang in dieser Woche auf 6.830 Punkte ist somit noch als mustergültiger Re-Test der Kreuzunterstützung zu werten. Der MACD signalisiert inzwischen das die überkaufte Situation nun weitestgehend abgebaut ist, was grundsätzlich einen soliden Boden für einen weiteren Anstieg schaffen könnte. Auch einige Aktien zeigen inzwischen wieder kurzfristig deutlich überverkaufte Situationen. Erst wenn die Marke von 6.800 Punkten nachhaltig unterschritten wird droht ein weiterer Rücksetzer in Richtung 6.600, oder vielleicht sogar 6.400. Hier verläuft die untere Begrenzung des seit Dezember bestehenden Aufwärtstrends.

Wahl zum Finanzblog des Jahres, Finance Blog of the Year 2012

Liebe Leser,

wie Sie ja bereits wissen findet gerade die Abstimmung der Wahl zum Finanzblog des Jahres 2012 statt, an der Sie kräftig teilnehmen können. Noch bis zum Montag werden Ihre Stimmen gewertet. Und natürlich würde ich mich freuen wenn Sie uns auch in diesem Jahr wieder für uns voten (schönes Neudeutsch 🙂 ). Natürlich nur wenn Sie der Meinung sind dass wir diesen Titel erneut verdient haben. Unter den diesjährigen Finalisten sind ansonsten auch einige andere wirklich sehr gute Blogs die Ihre Stimme verdient hätten. In jedem Falle freue ich mich über Ihre rege Teilnahme an dieser Abstimmung bei der nun der Leser entscheidet wer letztlich auf dem Siegertreppchen steht.


 

 

 

 

 

 

 

Ich bedanke mich schon im Voraus für Ihr Mitwirken und ggf. natürlich auch Ihre Stimme für Investors Inside, und wünsche Ihnen allen ein angenehmes und erholsames Wochenende. Am Dienstag wird dann das Endergebnis bekannt gegeben! Viele Grüße, Ihr Lars Röhrig

P.S. und auch in diesen Jahr hat Investors Inside wieder mit einem hervorragendem 2.ten Platz bei der Wahl zum Finance Blog of the Year abgeschnitten. ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen bedanken, die für diesen Blog gestimmt haben. Mal schaun wie die Wahl zum Finance Blog of the Year 2013 ausgehen wird. Sicher wird es wieder ein spannender Wettbewerb mit vielen interessanten Blogs. Ich freue mich jetzt schon darauf!

VW, BMW, Porsche, Daimler und Conti – Autoaktien jetzt wieder kaufen?

Nach anfänglichen Verlusten beendet die Wallstreet gestern Ihren Handel dann doch noch einigermaßen versöhnlich wohingegen der DAX einen der schwächsten Tage dieses Jahres hatte. Mit einem satten Minus von 1,77 Prozent rutschte der Deutsche Leitindex deutlich unter die wichtige Marke von 7.000 Punkten. Das sogenannte Window Dressing der institutionellen Investoren ist somit wohl etwas anders ausgefallen als dies die meisten Marktteilnehmer erwartet hatten. Heute wird die spannende Frage sein ob die europäischen Märkte von den positiven Vorgaben erneut profitieren können. Die asiatischen Märkte zeigen ein gemischtes Bild, eine klare Tendenz ist noch nicht zu erkennen. Ich denke aber die Chancen stehen nicht schlecht für einen starken letzten Tag des ersten Quartals, oder aber einen deutlich festeren Auftakt in das kommende Quartal.

Insbesondere die Aktien der Automobilbranche waren gestern unter Druck. Aber auch andere Zykliker, die zuletzt gut gelaufen sind, wurden offenbar reihenweise aus dem Depots geworfen. Hinzu kam sicherlich noch dass einige Stopp-Loss-Orders gegriffen haben und die Lawine weiter ins Rollen brachten. Ebenso wie der Umstand dass zum Quartalsende traditionell die Aktien die bislang nicht so gut gelaufen sind aus dem Depots der Fonds verbannt werden, was zusätzlichen Druck auf die Märkte brachte. Wie schon in unserem Newsletter vom Wochenende geschrieben sehe ich aber genau in dieser Bewegung nun die Chance für einen kurzfristigen Einstieg und einen kräftigen Rebound des Marktes in den nächsten Tagen.

Und natürlich würde ich hier kurzfristig auch wieder auf die Verlierer von gestern setzten, allen voran die Aktien der Autobauer, die gestern deutlich abgeben mussten. Letztlich haben alle Aktien ihren Kursrutsch an den Unterstützungen, oder leicht darüber, beendet. VW, BMW, Porsche, Daimler und Conti haben also charttechnisch gesehen sauber durchkorrigiert und auch mal wieder etwas Dampf abgelassen, was man an dieser Stelle noch als sehr gesund ansehen kann. Natürlich ist diese Strategie nicht ganz risikolos. Für mich überwiegen hier aber die Chancen inzwischen deutlich die Risiken – zumindest auf kurzfristiger Ebene!

Commerzbank – Eurohypo wird zur Bad Bank

Nun ist es offiziell, die Commerzbank wird sich in den kommenden Wochen wohl intensiv mit der Abwicklung der Immobilientochter Eurohypo befassen. Nachdem man sich nun mit der EU Kommission darauf geeinigt hat dass die Eurohypo nicht wie geplant bis zum Jahr 2014 verkauft werden muss, will die Commerzbank Berichten zufolge nun eine Bad Bank oder Abwicklungsbank errichten, und diese künftig als eigenes Segment führen. Das Volumen dieser Bad Bank wurde nach ersten Angaben mit 150 Milliarden Euro beziffert.

Der Grund für diesen Schritt dürfte wohl die Einsicht beider Seiten gewesen sein, dass die Eurohypo zu diesem Zeitpunkt und in dieser Form völlig unverkäuflich ist. Nun sollen die einzelnen Segmente voneinander getrennt werden, um letztlich die gesunden Unternehmensteile von den schlechten zu trennen und diese dann abzuwickeln. Konkret heißt das, das Staatskreditgeschäft der Eurohypo soll ganz abgewickelt werden, und das Immobilienportfolio wird um knapp die Hälfte auf ca. 25 Milliarden Euro eingedampft.

Die Einzelheiten aus diesem Deal sind sicherlich noch etwas undurchsichtig, aber für die Bank geht diese Lösung zumindest in die richtige Richtung. Der erste Schritt sich von dem Verlustbringer Eurohypo zu trennen ist damit gemacht. Heute sollen die finalen Details in einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden, und man darf gespannt sein wie der Plan im Einzelnen aussieht und welche Auswirkungen dies dann auf den Aktienkurs der Commerzbank Aktie haben wird.

SMA Solar – Gewinn und Marge bricht ein

Ich möchte heute noch einmal an meinen Artikel vom 0.2.03.12 über die Aussichten bei der SMA Solar Aktie erinnern. Heute hat der Hersteller von Wechselrichtern seine Bilanz vorgelegt, und wie erwartet enttäuscht. Der Aktienkurs hält sich heute mit einem Minus von „nur 5 Prozent“ noch verhältnismäßig gut, was aber nicht so bleiben muss. Insgesamt bestätigen die Umsatzzahlen bei der SMA Solar Technology AG das schwache Bild des gesamten Sektors. Bei einem Umsatz von 1,676 Milliarden Euro brach der operative Gewinn auf 240,3 Millionen ein. Im Vorjahre wurde noch ein Umsatz von 1,92 Milliarden Euro und ein Gewinn von 516,8 Millionen Euro erzielt. Unterm Strich verdiente SMA nach 365 Millionen Euro zuvor nur noch 166 Millionen Euro.

Der Solartechnikkonzern konnte nach diesem Zahlenwerk den Absturz der Aktie durch einen bestätigten Ausblick und eine trotzdem gezahlte Dividende in Höhe von 1,30 Euro je Anteilsschein offensichtlich verhindern. Für das laufende Jahr rechnet man weiterhin mit 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro Umsatz, allerdings wird die EBIT-Marge weiter unter Druck bleiben und nur noch bei 5 bis 10 Prozent liegen. Im Optimalfall ergibt sich daraus ein rechnerischer gewinn von 150 Millionen Euro. Wie gesagt, im Optimalfall, rechnet man mit einem weiteren Rückgang der Ebit Marge auf fünf Prozent oder gar darunter dann dürfte die Luft für SMA Aktionäre verdammt dünn werden. Wo dann der Nettogewinn liegen soll, oder ob das Unternehmen dann überhaupt noch Gewinne ausweisen kann, wage ich nicht zu beurteilen.

Bei einer derzeitigen Marktkapitalisierung von 1,3 Milliarden Euro und einem derart schlechten Umfeld, und mit einem unsicheren Gewinn für das Gesamtjahr, halte ich die Aktie nach wie vor für ambitioniert bewertet. Der momentane Auftragsschub der Branche  bei Aufdachanlagen dürfte den sogenannten Vorzieheffekten geschuldet sein. Somit könnte das Ergebnis zum zweiten Quartal noch recht ordentlich aussehen, obwohl das Geschäft mit großen Solaranlagen, die künftig nicht mehr gefördert werden sollen, bereits stark rückläufig ist. Für das Gesamtjahr darf man aber durchaus skeptisch sein, denn nach dem Auslaufen der aktuellen Förderung droht weiteres Ungemach für die gesamte Branche. Meiner Meinung nach überwiegen bei der SMA Aktie weiterhin die Risiken deutlich die möglichen Chancen…Kurse unter 30,- Euro halten ich für sehr wahrscheinlich!

Absturz bei Pfleiderer, Solarworld, Phoenix Solar und Praktiker – Was tun?

Heute gibt es gleich mehrere „alte Bekannte“ die durch einen ungewöhnlich hohen Kursabschlag auf sich aufmerksam machen. Allen voran wäre da wohl der traurige Niedergang des ehemaligen Weltmarktführers für Bodenbeläge, Pfleiderer zu nennen. Die Restrukturierung des Konzerns scheint zu scheitern. Das Oberlandgericht Frankfurt hat heute zugunsten der Anleihegläubiger entscheiden, und damit die Umsetzung der weiteren Pläne für einen Wiederaufbau des Unternehmens zunächst unmöglich macht. Seitens Pfleiderer prüft man heute somit die Notwendigkeit eines Insolvenzantrages. Der Aktienkurs brach daraufhin in der Spitze noch einmal um 50 Prozent ein. Anleger die auf einen positiven Ausgang der Verhandlungen gesetzt hatten wurden bitter enttäuscht. Somit ist es wohl nach momentanem Kenntnisstand nur noch eine Frage der Zeit wann die Aktie der Pfleiderer AG vom Kurszettel verschwinden wird. Wir haben unseren Lesern bereits bei Kursen von knapp zwei Euro dringend geraten die Finger von der Aktie zu lassen!

Ein weiterer Kandidat auf der Liste der Aktien die man besser nicht anfassen sollte, war damals die Aktie der Baumarktkette Praktiker. Heute veröffentlichte das Unternehmen die Daten für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Erwartungen der Anleger waren schon deutlich reduziert, die tatsächlichen Ergebnisse enttäuschten aber dennoch, und zeigen ein deutliches Bild der kritische Lage in der sich das Unternehmen seit geraumer Zeit befindet. Operativ wies Praktiker einen Fehlbetrag von 61,6 Millionen Euro vor Sondereffekten aus. Unterm Strich stand ein sattes Minus von 554,7 Millionen Euro in den Büchern. Bei einer Marktkapitalisierung von derzeit knapp 125 Millionen Euro sollten hier alle Alarmglocken angehen. Vorstandsvorsitzende Thomas Fox kämpft noch immer mit der Finanzierung der geplanten Restrukturierung. Das Sanierungsprogramm soll 300 Millionen Euro kosten. Wo die Mittel herkommen sollen, bleibt aber weiterhin unklar. Die Praktiker Aktie verliert heute über 10 Prozent. Das nächste Kursziel dürfte nun bei 1,60 Euro liegen.

Sehr bedenklich darf man inzwischen auch die Kursentwicklung der Solarworld Aktie finden. Charttechnisch ist das Papier inzwischen schwer angeschlagen, und auch operativ läuft es alles andere als gut für den deutschen Branchenprimus. Mit dem heutigen Kursrutsch um die 8,5 Prozent ist die Solarworld Aktie nun auch unter die nächste Unterstützung bei 2,71 Euro gefallen. Gelingt es nicht den Aktienkurs wieder über diese Marke zu hieven, droht ein weiterer Kursrutsch in Richtung 2,23 und 2,- Euro. Die Phoenix Solar Aktie konnte noch im Februar deutlich zulegen, bevor der Aktienkurs dann in sich zusammensackte, und heute ein neues Jahrestief markiert hat. Auch hier droht ein weiterer Absturz. Die nächste Unterstützung liegt bei 1,34 Euro, darunter winkt der Abstieg zum Pennystock. Phoenix Solar wird aktuell nur noch mit 12,3 Millionen Euro an der Börse bewertet.

Wir haben vor knapp einem Jahr über alle genannten Aktien berichtet, und alle auf unsere „NO GO Liste“ gesetzt. Leider haben wir damit Recht behalten, und ich hoffe für Sie, liebe Leser, dass sie unsere Warnungen auch ernst genommen haben. Weiterhin ist mit Solaraktien kein Geld zu machen, aber viel zu verlieren. Die Pleitewelle in dem Segment dürfte gerade erst begonnen haben. Bleiben Sie also weiterhin vorsichtig, und vor allem skeptisch. Und lassen Sie sich nicht von kurzzeitigen Kursanstiegen locken, denn die sind allesamt schnell wieder verkauft worden. Wir haben Quartalsende und Fondsmanager, die diese Verlustbringer noch im Depot haben, werden diese Verlierer nun aus Ihren Depots schmeißen, was die negative Entwicklung bei der ein oder anderen Aktie durchaus noch  beschleunigen kann. Wie schon mehrfach hier geschrieben, setzen Sie lieber auf die Gewinner der letzten Monate denn die werden auch die Gewinner des Gesamtjahres sein!

TUI – hier geht was!

Die TUI Aktie ist ja bereits seit längerem in unserem Depot, und daran wird sich so schnell wohl auch nichts änderen. Heute hat der Konkurrent Thomas Cook, der im Februar auch beim deutschen Reiseveranstalter TUI für einen Kursrutsch gesorgt hat, erneut von einem schwierigen Jahr gesprochen, aber auch eine durchaus positiven Bilanz gezogen. Demnach haben Urlauber aus Zentraleuropa, exklusive Frankreich, wieder verstärkt Urlaubsreisen gebucht. Das Sommergeschäft läuft gut an, hieß es in der heutigen Pressemeldung. Ähnliches war vor kurzem auch von TUI selbst zu hören. Die Unruhen in Nordafrika, ebenso wie die angespannte Situation in Griechenland, haben sich im letzten Jahr deutlich negativ in der Bilanz der Reisekonzerne nieder geschlagen. Für das laufende Jahr sind sowohl Thomas Cook als auch TUI nun aber deutlich optimistischer für diese Regionen.

Hinzu kommt für TUI, neben den sich wieder erholendem Touristik-Geschäft, noch die Phantasie aus der Beteiligung an Hapag Lloyd. Zum einen stehen hier immer noch Verkaufsgerüchte im Raum und zum anderen scheint sich die Containerschifffahrt allmählich wieder zu erholen. So konnten gestern insbesondere asiatische Reederei Aktien wieder deutlich zulegen, was dann auch den gestrigen Kursanstieg bei der TUi Aktie erklärt. China Cosco Holdings Co. und China Shipping Development gehörten zu den größten Tagesgewinnern an der Börse in Hong Kong. Es bleibt aber noch abzuwarten ob diese Trendwende nachhaltig ist.

Der TUI Chart sieht nach diesem Anstieg nun wieder sehr vielversprechend aus. Das letzte Hoch konnte überwunden werden, und alle Indikatoren haben erneut auf „Kaufen“ gedreht. Der aktuelle Widerstand liegt bei 5,78 Euro. Kann dieser überwunden werden winken weitere Kursgewinne bis zunächst 6,14 Euro und 6,38 Euro. Hier würde dann auch das Gap, dass der Kursrutsch im Februar hinterlassen hat, wieder geschlossen werden. Kurzfristig stehen die Chancen also sehr gut dass sich die TUI Aktie nun über der wichtigen Marke von 6,- Euro etablieren kann. Mittelfristig gehe ich davon aus dass Kurse um die 7,- bis 8,- Euro bei der TUI Aktie möglich sind.

Klöckner & Co. – Da fehlt jetzt nicht mehr viel..!

Die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. zeigt bereits seit Wochen relative Stärke. Wurde der zyklische Wert noch vor wenigen Wochen bei jedem leichten Rückgang des DAX regelrecht verprügelt so hält sich der Titel inzwischen recht wacker auf dem Ausbruchsniveau zwischen 11,40 und 11,80 Euro. Auch die Turbulenzen bei den anderen Stahlwerten hat die Klöckner Aktie in den letzten Tagen nicht mehr in dieser Form mitgemacht. Ein gutes Zeichen dafür dass hier nun alles Schlechte im Kurs verarbeitet ist, und somit die Chancen für einen baldigen Rebound täglich steigen…

Vorausgesetzt wir erleben ein weiter freundliches Börsenumfeld und einen starken Quartalsausklang kann dieser Moment  bei der Klöckner & Co, Aktie nun unmittelbar bevor stehen. Sieht man sich den Chart an stellt man fest dass auch die 200-Tage Linie inzwischen nicht mehr weit vom aktuellen Aktienkurs verläuft. Inzwischen ist diese wichtige Marke unter die 12,- Euro Hürde gerutscht, an der die Aktie zuletzt immer wieder gescheitert ist. Der SlowStochstics Indikator hat bereits vor einiger Zeit in den positiven Bereich geschwenkt und auch der MACD deutet immer noch ein schwaches Kaufsignal an. Alles in allem eine Mischung die mich veranlasst haben mein Exposure in der Aktie noch etwas anzuheben.

Kurzfristig rechne ich damit dass sich die Monate andauernde Hängepartie bei der Aktie nun auflösen könnte. Ein Anstieg über die Marke von 12,- Euro, und ein Schlusskurs über dem Widerstand bei 12,10 wären sehr positiv zu werten. Vorsichtige Anleger warten noch auf diese Signale, spekulativ angehauchte Investoren setzen jetzt auf den baldigen Ausbruch.

Es ist mal wieder soweit….Investors Inside ist im Finale des „Finance Blog of the Year“

Liebe Leser,

Heute beginnt nun endlich die finale Abstimmung zur diesjährigen Wahl des „Financeblog of the Year“ von Smava, und ich freu mich Ihnen an dieser Stelle mitteilen zu können, dass Investors Inside auch in diesem Jahr wieder unter die besten 15 Finanz- und Wirtschaftsblogs von der hochkarätigen Jury nominiert worden ist. Insgesamt haben sich 180 Finanzblogs um den begehrten Titel beworben, und damit deutlich mehr denn je. Auch in diesem Jahr findet man neben den alten Bekannten weitere herausragende Blogs unter den Finalisten. Mein Dank gilt an dieser Stelle auch der Jury für ihre, meiner Meinung nach, sehr kompetente Vorauswahl.


Nun ist es an Ihnen liebe Leser, wenn Sie der Meinung sind dass wir diesen Titel auch in diesem Jahr wieder verdient haben, freue ich mich über Ihre zahlreiche Stimmabgabe für Investors Inside. Bis zum 03.04.2012 kann abgestimmt werden. Hier geht es zur Abstimmungsseite! …Und natürlich möchte ich mich an dieser Stelle bereits im Vorfeld für Ihre Stimme, ihr Vertrauen und Ihre regelmäßigen Besuche auf unserem Börsenblog bedanken.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

Gastkommentar: SAUDI ARAMCO und die neuen Rohstoff-Supermächte

Rohstoffanalysten diskutieren aktuell den Grund für das anhaltend hohe Niveau des Ölpreises, der zunehmend Transportkosten und die Produktion von Gütern in den Industriestaaten verteuert. Eine Entspannung beim Rohölpreis ist nicht in Sicht. Der Internationale Währungsfond (IWF) bezeichnet den hohen Ölpreis als „neue Bedrohung“ für den derzeitigen Wirtschaftsaufschwung. Viele Analysten suchen nach stark vereinfachte Antworten und sehen ihre Begründung für den hohen Ölpreis im Spannungsfeld Nah-Ost, insbesondere beim Iran-Embargo und dessen Auswirkungen sowie in der allgemeinen Spekulationen (verbunden mit Ängsten) um Ölreserven und Lieferengpässe.  Andere Analysten beklagen fehlendes, aussagekräftiges Zahlenmaterial. Einigermaßen verlässliche Schätzungen zu Angebot und Nachfrage gibt es nur für die in der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC, Organization of the Petroleum Exporting Countries) zusammengeschlossenen Produzenten: danach sollen die Ausfuhren der OPEC-Staaten aktuell auf einem Vierjahreshoch von 31 Mio. Barrel pro Tag liegen. Der Bedarf für Lieferungen aus Ländern wie Saudi-Arabien, Kuwait oder Nigeria wird auf etwa 30 Mio. Barrel täglich geschätzt. Diese Argumente sind jedoch wenig griffig und stets sehr vage.

Wichtig ist es, die globalen Marktbewegungen und den internationalen Wettbewerb (soweit dieser überhaupt noch besteht) insgesamt im Auge zu behalten zu bewerten, um zu verstehen, was da genau im Detail vorgeht: Tatsache ist, das der hohe Ölpreis den Energiegroßmächten geradezu in die Hände spielt: „Wenn Öl teuer ist, ist es für die Staatskonzerne einfach, profitabel zu arbeiten“, kommentierte BP-Chefvolkswirt Christof Rühl. Daher haben sie, die neuen, selbstbewussten Rohstoff-Mächte, kein Interesse, private Konzerne an der Exploration und Förderung ihrer nationalen Vorkommen zu beteiligen.

„Meine einzige Mission ist es, Ihnen zu versichern, dass es keinen Angebotsengpass gibt“, kommentiert der Öl-Minister Ali al-Naimi in Doha die Einschätzung aus Saudi-Arabien, der zugleich Präsident von SAUDI ARAMCO, der größten Erdölfördergesellschaft der Welt, ist: „Bei erhöhtem Bedarf könne Saudi Arabien den Output um im Monat April täglich 9,9 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl nachbessern und auf bis zu 12,5 Millionen Barrel erhöhen.“ARAMCO (vormals Arabian-American Oil Company) wurde 1944 gegründet und war bis Mitte der 1970er Jahre im Besitz von vier US-amerikanischen Erdölkonzernen. Zwischen 1972 und 1980 wurde ARAMCO von der Regierung in Saudi-Arabien verstaatlicht und im Jahr 1988 in das Staatsunternehmen SAUDI ARAMCO umbenannt. SAUDI ARAMCO verfügt zwar über eine WKN 3034 (ISIN: SAXXXARAMCOX), ist allerdings nicht börsennotiert.

SAUDI ARAMCO, das wertvollste Unternehmen der Welt, fördert jährlich etwa viermal so viel wie ExxonMobil und soll auf landesweit auf eine Total-Reserve von bis zu 35 Mrd. Tonnen Erdöl (geschätzt) zurückgreifen können. „Wir managen die weltweit größten, nachgewiesenen Erdölreserven von 260,1 Milliarden Barrel und der weltweit, viertgrößte Gas-Reserve im Volumen von rund 279 Billionen Kubikfuß“, bilanziert der Staatskonzern auf seiner aktuellen Homepage 2012. Anfang 2008 gab SAUDI ARAMCO bekannt, sich von 25 % der Anteile an der Rabigh Refining and PetroRabigh zu trennen, und diese als Tochterunternehmen an die Börse gehen zu lassen. Kurz darauf begann die Zeichnungsfrist für Aktien derRabigh Refining and PetroRabigh, eines Gemeinschaftsunternehmens Aramcos mit Sumitomo Chemicals (Japan).

SAUDI ARAMCO mit Sitz in Dhahran gehört mit dem Ghawar-Explorationsgebiet das größte Ölfeld der Welt. Allerdings sind die Zahlen, die von SAUDI ARAMCO und den Staaten der Arabischen Halbinsel kommen, nicht frei von Widersprüchen und uneinheitlich, angefangen von den Angaben zur Reserve und den Förderkapazitäten. Die Verfechter der Peak-Oil-Theorie, wie Herr Valecchi von P-Power ENERGY AG, gehen davon aus, dass auch das Ghawar-Ölfeld sein Fördermaximum bereits erreicht, überschritten und schon begonnen habe, jährlich etwa 8 % weniger Rohöl zu produzieren. Insoweit relativiert sich die Aussage von SAUDI ARAMCO, wenn von einer „Erhöhung der Förderkapazitäten“ gesprochen wird, zumal der weltweite Bedarf bis ins aktuelle Geschäftsjähr 2012 global immer weiter angestiegen ist (vor allem bedingt durch China und den Bedarf für Indien).

Immer stärkere Konkurrenz durch Staatsfirmen greift in den Wettbewerb ein und verdrängt oder reglementiert die privatwirtschaftliche Öl-Industrie, wird damit zum Preistreiber. „Die West-Konzerne stecken bereits in einer Identitätskrise“, konstatiert Fatih Birol, Chefökonom der Internationalen Energieagentur (IEA). „Die meisten ihrer Reserven gehen zurück. Und auch wenn es noch riesige Quellen gibt, so befinden sich diese vor allem in Ländern, zu denen die Unternehmen keinen Zugang haben.“ Die Formel „Verstaatlichung“ dirigiert die Märkte, insbesondere der Iran, Venezuela, Russland, China und das mit Abstand ölreichste Land der Welt, Saudi-Arabien.

Die Staatsgesellschaft SAUDI ARAMCO wetteifert mit einem geschätzten Wert von 800 Milliarden Dollar mit dem Rivalen PetroChina, den größten chinesische Ölkonzern, um den Rang als teuersten Unternehmenswert der Welt. PetroChina (WKN: A0M4YQ  ISIN: CNE1000003W8) ist eine Tochtergesellschaft der staatlichen China National Petroleum Corp. (CNPC) und reiht sich damit in die Riege der globalen Staatskonzerne ein, mit dem Unterschied, dass PetroChina an der Börse gehandelt wird. Das Reich der Mitte will seine strategischen Ölreserven aufstocken und engagiert sich vor allem in Afrika, insbesondere Angola und im Sudan. PetroChina hat mehr als 5 Milliarden US-Dollar im Ausland investiert, die Hälfte davon im Sudan. Nahe der sudanesischen Hauptstadt Khartum wurde eine 1.600 Km lange Pipeline zum Roten Meer sowie eine Raffinerie mit einer Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen gebaut. Peking ist der wichtigste ausländische Investor im Sudan. Das afrikanische Land liefert schätzungsweise 8 % der chinesischen Ölimporte und wurde durch FESTPREISKLAUSELN im wahrsten Sinne des Wortes „genebelt“: China hat seine Geschäftspartner in Afrika von Anfang an einen Vertrag unterschreiben lassen, in dem der Ölpreis nicht nach dem aktuellem Marktwert fixiert wird, sondern als Festpreis mit ca. 1/3 des aktuellen Rohöl-Handelspreises – spottbillig – verbindlich vereinbart wurde. Die Investitionen, die China bei seinen afrikanischen Partner tätigt, muss Afrika hingegen zu den üblichen Marktpreisen auf 100%igem Niveau bezahlen, selbstverständlich mit Öllieferungen nach China. Für morgen, 27.03.2012, werden die Quartalszahlen von PetroChina mit guten Resultaten erwartet.

Der russische Staats- und Energiekonzern Gasprom hat sich beim Explorationsgebiet Sachalin I und II geht auf Konfrontationskurs mit Shell und ExxonMobil. Vor der russischen Pazifikinsel Sachalin liegen eine der größten, bisher nicht erschlossenen Öl- und Gasvorkommen der Welt. Beim Förderprojekt Sachalin II, das mittlerweile vom russischen Gasprom beherrscht wird, hatte lange Zeit Shell die unternehmerische Führung – mit katastrophalem Resultat: Die Arbeiten liegen Monate hinter Plan, die Kosten mehrere Milliarden Dollar höher als veranschlagt. Die Bohrinsel «Kolskaja» der russischen Ölfirma Arktikmorneftegazrazvedka, die zum Staatskonzern Gazprom gehört, ist im Dezember 2011 vor Sachalin gesunken und hat dabei offenbar Dutzende von Arbeitern in den Tod gerissen. Beim Sachalin I – Projekt von ExxonMobil hingegen stimmen derweil die Rahmenbedingungen.

Auch in Kasachstan (Regierung Nasarbajew) dirigiert der Staatskonzern. Es geht um das Erdölfeld Kaschagan, einen der wichtigsten Funde der vergangenen Jahre weltweit. Fünf der sechs ausländischen Konzerne, die dort in Kooperation fördern wollen, sind zu weit reichenden Zugeständnissen gegenüber den Kasachen bereit – und wer nicht dem Staatskonzern zustimmt, der kann gehen. Das Kaschagan-Ölfeld soll 9-16 Milliarden Barrel förderfähiges Öl enthalten (zum Vergleich: 16 Mrd. Barrel repräsentieren nur etwa 2 Jahre des US-amerikanischen Erdölverbrauchs auf dem gegenwärtigen Niveau).

Saudi-Arabien ist bestrebt, künftig die Ölexporte in die USA vermehrt auszubauen und zuletzt stillgelegte Ölfelder mit neuster Technik und neusten Methoden wieder zu reaktivieren, berichtete die „Financial Times“ unter Bezugnahme auf Regierungsquellen.

Fazit: Die Divergenz im Zahlenmaterial spielt für den hohen Ölpreis tatsächlich keine wesentliche Rolle. Ob eine gemeinsame, verlässliche Datengrundlage fehlt, ist sekundär. Die Preisfindung ist allein Sache der neuen Rohstoff-Supermächte. Sandro Valecchi

Commerzbank – jetzt kaufen !??

Während die italienische UniCredit die Bankenkrise kürzlich bereits als offizielle beendet erklärte sieht Deutsche Bank Chef Josef Ackermann weitere Risiken für die Branche am Horizont. Er hält ein Überschwappen auf andere europäische Länder für nicht ausgeschlossen. Die Gefahr eines solchen Szenarios haben sich zwar in den letzten Wochen weiter reduziert, sei aber noch lange nicht vom Tisch, war der Grundtenor. Nun sei die Zeit gekommen den eingeschlagenen Weg  konsequent zu verfolgen und noch weitere fundamentale Aufgaben zu lösen, sagte Josef Ackermann gestern Abend auf n-tv. Abschließend  prognostizierte des Deutsche Bank Chef: „Wenn wir in fünf Jahren alles gelöst haben, das wäre das eine ganz, ganz tolle Leistung.“

Das halte ich auch grundsätzlich für einen realistischen Zeitraum. Man darf sich nichts vormachen! Die Krise wird noch eine ganze Weile andauern. Noch wissen wir nicht wie stabil das ganze Gefüge in Europa, vor allem aber auch in den USA, ist. Jederzeit kann es zu neuen Einschlägen kommen die natürlich dann auch die Börsen und insbesondere die Bankaktien immer wieder erschüttern werden. Und auch bei einer vermeintlichen Lösung, wie im Falle Griechenland, wird es immer wieder mal zu  Nachbeben kommen. Für den Moment wurde dieser Baustelle geschlossen, auch wenn alle Beteiligten wohl ein mulmiges Gefühl dabei haben und jederzeit damit rechnen schon bald wieder helfend eingreifen zu müssen.

Für die Bankaktien bleiben die nächsten Jahre somit weiterhin wohl die spannendsten in der jeweiligen Firmengeschichte. Helfen sollte bei der Stabilisierung aber neben den jeweiligen Restrukturierungsmaßnahmen insbesondere auch die Strategie des billigen Geldes der Notenbanken. Erst gestern signalisierte der FED Chef Ben Bernanke dass sich auch in den USA in nächster Zeit nicht viel diesbezüglich ändern werde, und beflügelte damit einmal mehr die Märkte. Marktbeobachter legten die Aussagen Bernankes sogar teilweise dahingehend aus, dass es bald ein drittes Liquiditätsprogramm a la QE3 geben könnte. Aber was heißt das jetzt für die Commerzbank Aktie?

Wieder einmal befindet sich die Aktie der Commerzbank in einer sehr entscheidenden Phase. Wieder einmal näher sich der Titel nach den guten Vorgaben aus Übersee der wichtigen Marke von 2,- Euro, oder besser gesagt der Hürde bei 1,98 Euro. Denn diese konnte beim letzten Anlauf nicht überwunden werden, und das obwohl die Aktie in einem klaren Kaufsignal die 200-Tage-Linie überschritten hatte. Auch ich war etwas enttäuscht darüber wie saft- und kraftlos die Aktie, selbst bei guter charttechnischer Lage und guten Nachrichten, reagiert. Letztlich hat sich aber an meiner grundsätzlichen Sichtweise nicht viel geändert, ausser das es wohl doch noch etwas dauern könnte bis die Aktie richtig nach oben ausbricht. Es bleibt also weiterhin Geduld gefragt, die am Ende auch belohnt wird, da bin ich mir sicher!

Gelingt es heute die Aktie über die Marke von 1,98 Euro zu hieven dann dürften auch die alten Kursziele von 2,03 und 2,08 Euro schnell erreicht werden. Mein erstes Kursziel liegt nach wie vor bei 2,30 Euro und später 2,70 Euro. Nicht vergessen sollte man  dass sie CoBa Aktie alleine im ersten Quartal dieses Jahres von 1,12 Euro auf 1,98 Euro gestiegen ist! Wir haben Quartalsende und wie schon mehrfach hier, und in unserem Börsen Newsletter geschrieben werden zum Ende dieser Periode verstärkt die Gewinner in die Depots institutioneller Investoren aufgenommen. Verlierer hingegen werden möglichst aus den Depots entfernt! Für die CoBa war das erste Quartals von deutlichen Kursaufschlägen geprägt, somit könnte die Aktie zum Ende dieser Woche ein „MUST HAVE“ unter Fondsmanagern sein…!

Auf dem aktuellen Kursniveau und unter Berücksichtigung des Chance/Risiko Verhältnisses könnte der Zeitpunkt also durchaus schlechter sein um erneut auf einen Ausbruch zu spekulieren! Mittelfristig wird es wohl auch bei einer CoBa Aktie auf dem Weg zum Ende der Krise immer wieder zu Rückschlägen kommen, aber unter längerfristigen Gesichtspunkten scheint sich die Bank nun, durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, zu einer soliden Hausbank zu entwickeln auf die man in Zukunft wieder setzen kann. Also Kunde und als Anleger! Dennoch ist die Aktie bis zur Bestätigung einer „echten“ Trendwende wohl nur etwas für spekulativen Naturen.

Trading Update VW, Daimler, Porsche und Continental – Comeback der Autobauer?

…Und natürlich die Autobauer! Die Korrektur der letzten Woche musste ich einfach nutzen. Daimler, VW und Porsche wurden gekauft ebenso wie die Continental Aktie. Der kurzzeitige Abverkauf bei den Automobilaktien war zu erwarten, und ich denke es sollte eine gute Idee sein nach einem deutlichen Rücksetzer von 7 bis 9 Prozent nun wieder auf eine Gegenbewegung zu setzen. Wie letzte Woche in unserem Newsletter schon beschrieben sind die Gewinner der letzten Wochen höchstwahrscheinlich auch die Gewinner des Gesamtjahres, auch wenn Herr Dudenhöffer da offensichtlich anderer Meinung ist, oder vielleicht gerade deswegen!

Automobilaktien wurde zudem gerade erneut mehrfach heraufgestuft. Unter anderem hat Goldman Sachs seine Einschätzung noch einmal deutlich nach oben geschraubt. Nicht das ich damit rechnen würde dass die zuletzt genannten Kursziele von 237,- Euro für die VW Vz. , 72,- Euro für Daimler, 66,- für Porsche oder 122,- Euro für Conti, in nächster Zeit erreicht werden, aber ich gehe davon aus dass dies den Sektor zusätzlich weiter unterstützen sollte. Die Wahrheit wird am Ende wiedermal irgendwo in der Mitte liegen.

Bricht der Autoabsatz also in diesem Jahr nicht wie von Herrn Dudenhöffer erwartet ein, oder kann dieser gar in einem der wichtigsten Absatzmärkte wie den USA deutlich gesteigert werden, dann wäre auch der leichte Rückgang in Europa locker zu verkraften, und deutliche höhere Kursziele gerechtfertigt. Auch Martin Winterkorn, der VW Chef, erwartet als Minimalziel für dieses Jahr mehr verkaufte Autos, mehr Umsatz und mindestens ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Im Zweifel traue ich dieser Aussage deutlich mehr greifbaren Inhalt zu…Mit einem KGV zwischen 7 und 9  sind die genannten Automobilaktien gerade wieder zum Schnäppchenpreis zu haben. Bei Porsche dürfte die Bewertung noch wesentlich günstiger sein!

Insgesamt bleibt damit auch die Continental Aktie  eine der interessantesten Werte aus dem Sektor Automobil. Denn nicht nur dass das Unternehmen im klassischen Geschäft hervorragend aufgestellt ist, sondern auch die zusätzliche Phantasie durch die geplanten Aktivitäten aller Autobauer in Sachen E-Mobilität, sollten der Continental AG für die kommenden Jahre weiter wachsende Umsätze garantieren. Morgan Stanley hat das Kursziel für die Aktie gerade auf 90,- Euro angepasst und den Titel auf „Overweight“ gestuft, was ich für dieses Jahr als realistisch betrachten würde.

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