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Commerzbank – Kauf mich!

Die Commerzbank trennt sich weiterhin von ihren Altlasten, was der Aktie gestern wieder einmal etwas auf die Sprünge geholfen hat. Nicht ganz überraschen erreichte den Markt gestern die Meldung dass die CoBa sich nun von den Resten der ehemaligen Hypothekentochter Eurohypo in Großbritannien trennt.  Bereits im April diesen Jahres war darüber spekuliert worden, dass die  US-Großbank Wells Fargo und den Finanzinvestor Lone Star sich für diesen Teil des Unternehmens interessieren würden. Für die Commerzbank dürfte dieser Abschluss dann ein weiterer Schritt in die richtige Richtung sein, für die Aktionäre kommen dadurch aber zunächst weitere Belastungen in Höhe von 179 Millionen Euro auf das Unternehmen zu, die man in der nächsten Bilanz des Konzerns finden wird. Ansich kein nennenswerter Betrag wenn man bedenkt welcher Probleme man sich hier entledigt hat…

Eine weitere Meldung fand am gestrigen Morgen die Aufmerksamkeit der Anleger. Zeitungsberichte zufolge ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble derzeit bemüht, mögliche Interessenten für den staatlichen Anteil an Deutschlands zweitgrößter Bank zu finden. Als heißer Kandidat für einen Einstige bei der CoBa wurde dabei die schweizerische UBS gehandelt, die offenbar schon ernsthaftes Interesse signalisiert haben soll. Die UBS war für eine Stellungnahme zu diesen Spekulationen allerdings noch nicht zu haben…! Dem Kurs der Commerzbank Aktie taten diese beiden Meldungen aber gut, die CoBa gehörte nach langer Zeit mal wieder zu den Dax-Spitzenreitern.

Dass unsere Bundesregierung daran interessiert sein soll den 17-prozentigen Anteil an der Commerzbank nun zu diesen Preisen zu veräussern, muss dann aber schon zu denken geben, wenn man sich das noch einmal durch den Kopf rauschen lässt. Ein solcher Verkauf wäre wohl auch mit einem Milliarden-Verlust für die Steuerzahler verbunden und sicherlich schwer zu rechtfertigen. Zumal wir uns unmittelbar vor den Bundestagswahlen befinden wäre ein solches Milliardengrab wohl eher nicht gewünscht… Sollte dem aber tatsächlich so sein, muss man sich grundsätzlich auch die Frage stellen ob hier nicht irgend etwas im Busch ist. Eine entsprechende Bestätigung der gestrigen Gerüchte würde ich persönlich also eher sehr kritisch werten.

Seit Monaten erreichen immer wieder mal solche Nachrichten den Markt, und das nicht selten zu einem Zeitpunkt an dem der Aktienkurs der Commerzbank weiter abzusaufen droht. Bereits heute interessiert sich im Übrigen laut einem Bericht in „Die Welt“ die spanische Santander für die Commerzbank-Anteile…! Auch hierzu gab es aber keine Stellungnahme der CoBa oder Santander Bank. Kritische Menschen könnten also auch durchaus unterstellen, dass hier eventuell aktive Kurspflege betrieben werden soll, was ich natürlich hiermit ausdrücklich nicht behaupten möchte…! Aber man darf durchaus der Meinung sein dass diese Form der Berichterstattung ein „Geschmäcke“ hat. Ich bin also gespannt welche Vollzugsmeldungen uns hier in nächster Zeit tatsächlich erreichen werden. Bis dahin bleibe ich unverändert bei meiner zuletzt hier getroffenen Einschätzung zu der Aktie.

Commerzbank – wird jetzt der Bogen endgültig überspannt?

Jüngsten Berichten zufolge bereitet die Commerzbank erneut eine Kapitalerhöhung vor. Nachdem im heutigen Handel zunächst durchaus Freude bei den Anlegern über den geplanten Verkauf eines Immobilienpaketes der Eurohypo aufkam, sackte der Aktienkurs der Commerzbank im späten Handel deutlich ab. Grund für den Kursrutsch sind Berichte über eine mögliche Kapitalerhöhung bei der zweitgrößten deutschen Bank. Das Institut habe demnach die Konkurrenten Deutsche Bank und UBS mit der Vorbereitung des Schritts beauftragt, berichtet das „Manager Magazin“ heute unter Berufung auf Finanzkreise. Die Commerzbank war zu einer Stellungnahme nicht bereit.

Die Höhe der geplanten Maßnahme bleibt damit ebenso offen wie der mögliche Zeitpunkt einer solchen Kapitalmaßnahme. Dennoch gehen Marktbeobachter von einem Kapitalschritt in Höhe von ca. 10 Prozent aus, was ungefähr 700 bis 800 Millionen Euro entsprechen würde.

Vielen leidgeprüften Commerzbank Aktionären dürfte nach diesen Berichten nun allmählich auch noch das letzte Fünkchen Hoffnung abhanden kommen. Denn, sollte diese neue Kapitalerhöhung kommen, wird der Aktienkurs noch einmal entsprechend verwässert. Der heutige Kursrutsch ist umso dramatischer, da die Aktie zuvor gerade mal wieder auf dem Wege der charttechnischen Besserung war. Das zuletzt hier genannte Kursziel von 1,35 Euro gerät damit kurzfristig in Reichweite. Die Chance auf deutliche Kurssteigerungen bis in den Bereich über 2,- Euro oder gar 3,- Euro kann man damit dann wohl für längere Zeit begraben. Man darf somit gespannt sein ob sich die heutigen Berichte kurzfristig bestätigt werden…

Die Commerzbank bereitet den Boden für eine solide Zukunft

Die Commerzbank erfindet sich neu und schreckt offenbar auch vor drastischen Maßnahmen nicht mehr zurück. Gestern Abend gab das Bankhaus bekannt dass man einen grundlegenden Strategiewechsel in den Geschäftsbereichen Gewerbeimmobilien und Schiffsfinanzierung vollziehen wird. Demnach sollen diese beiden Geschäftsfelder nun vollständig abgebaute werden, da sicher gerade diese Bereiche durch die langfristige Bindung von Kapital sehr negativ auf die Liquiditätsanforderungen „Basel III“ auswirken würden. Bislang gehörte die Commerzbank zu den größten deutschen Anbietern in beiden Geschäftsbereichen. Erst während der Hauptversammlung Ende Mai hatte die Commerzbank die Komplettübernahme der Deutschen Schiffsbank vermeldet.

Die CommerzReal, eine weitere Tochter der Commerzbank, die offene Immobilienfonds anbietet, soll künftig in das Privatkundengeschäft eingegliedert werden. Insgesamt soll aber das Privatkundengeschäft im Bereich Immobilienfinanzierung weiter und unverändert bestehen bleiben. Die gewerbliche Immobilienfinanzierung und die Schiffsfinanzierung wird nun in das neue Abbausegment Non Core Assets übertragen, hieß es gestern in der offiziellen Pressemitteilung. Dieser Schritt war bereits im März beschlossen worden und wurde nun konsequent umgesetzt. Aus rechtlicher Sicht verbleibt das Immobilien- und Staatsfinanzierungsgeschäft in der Eurohypo, die voraussichtlich Ende August in „Hypothekenbank Frankfurt AG“ umbenannt werden soll.

„Strategisches Ziel ist es, die Commerzbank konsequent auf kundengetriebenes und nachhaltig profitables Kerngeschäft zu fokussieren und Risiken sowie Kapitalbindung weiter zu minimieren“, ließ Konzernchef Martin Blessing in der offiziellen Mitteilung ausrichten. Damit beschleunigt die Commerzbank den Konzernumbau und dürfte sich wohl auch in Zukunft von weiteren Aktivitäten verabschieden. Angesichts der anhaltenden Schuldenkrise und der sich eintrübenden Wirtschaftsaussichten stehen alle Geschäftsbereiche weiterhin auf den Prüfstand. Ich sehe diese Entwicklung weiterhin sehr positiv.

Martin Blessing und sein Führungsstab haben offenbar erkannt dass die Zukunft der Bank eher im klassischen Geschäftszweck eines Geldhauses liegt. Der Vergabe von Krediten an Privat- und Firmenkunden. Und nicht mehr in der Spekulation um das große Geld  in undurchsichtigen Märkten mit überhöhtem Risiko.

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Commerzbank – weiter seitwärts !

Während die Aktie der Deutschen Bank charttechnisch nun etwas angeschlagen ist sind wir über den Punkt bei der Commerzbank Aktie schon längst hinweg. Mit dem erneuten Rutsch unter die Marke von 1,80 Euro Anfang April wurde eine neues Verkaufssignal generiert, das die Aktie letztlich bis knapp unter 1,50 Euro abstürzen ließ. Das ursprüngliche Ziel eines Gap Close bei 1,62 Euro wurde damit leider weit unterschritten sodass sich nun eine neue Betrachtung der Aktie ergibt. Seit fünf Tagen läuft die Aktie in einer Trading Range zwischen 1,50 Euro und 1,60 Euro seitwärts. Der europäische Bankensektor ist insgesamt weiterhin sehr schwach und auch die Bonitätsabstufung Spaniens durch S&P heute dürfte nicht gerade zur Verbesserung der Stimmung beitragen. Die spannende Frage ist nun ob sich diese Zone nun dauerhaft als neuer Boden fungieren kann, und die Commerzbank nun endlich zum langersehnten Rebound ansetzt!?

Am 23.05. 2012 findet die diesjährige Hauptversammlung bei der Commerzbank statt. Bereits heute kann man wohl davon ausgehen dass dies kein leichter Tag für den Bankchef Martin Blessing werden wird. Nicht etwa weil der grundsätzlich eingeschlagene Kurs der Commerzbank falsch gewesen wäre sondern viel mehr die „überraschende“ letzte Kapitalerhöhung hat viel zuvor mühsam erarbeitetes Vertrauen verspielt. Nun will Blessing auf der HV erneut für eine Kapitalerhöhung werben um die stille Beteiligung der Allianz zurückzahlen zu können. Damit könnten die Nerven der Anleger inzwischen etwas überstrapaziert werden, was sich auch am Aktienkurs ablesen lässt. Hinzu kommt noch dass es nicht unbedingt eine vertrauensbildende Maßnahme ist wenn ein Großaktionär zu diesem Zeitpunkt aus seinem Investment bei der Bank ausstiegen will, oder dies zumindest vorbereitet.

Viel Vertrauen verspielt wurde in den letzten Jahren auch mit der Immobilientochter des Konzerns. Die baldige Auflösung der Eurohypo kann von den Aktionären somit wohl nur begrüßt werden. Denn damit fällt ein jahrelang bestehender Hemmschuh für den Konzern nun sukzessive weg. Dennoch scheinen die Probleme der Bank angesichts einer immer noch schwelenden europäischen Schuldenkrise alles andere als gelöst zu sein. Die neu aufkeimenden Gerüchte über mögliche Zahlungsausfälle einzelner Länder werden auch in den kommenden Wochen Ihre Spuren im Aktienkurs des zweitgrößten Bankhauses Deutschlands hinterlassen. Bis zur Hauptversammlung ist wahrscheinlich sowieso nicht mehr mit großen Freudensprüngen des Aktienkurses zu rechnen.

Auf lange Sicht bin ich aber weiterhin optimistisch dass Anleger die jetzt mit dem nötigen Mut in die Aktie einstiegen irgendwann in naher Zukunft dafür entlohnt werden. Momentan besteht aber offensichtlich kein Grund zur Eile. das Szenario bleibt somit unverändert. Gelingt es den Aktienkurs wieder über 1,65 Euro zu hieven würde eine neues Kaufsignal generiert und damit Kurse von bis zu 1,75 Euro und 1,89 Euro kurzfristig möglich. Auf der Unterseite muss unbedingt auf die Unterstützung bei 1,45 Euro geachtet werden, die halten sollte, sonst droht ein weiterer Rutsch bis auf 1,35 Euro. Zusammenfassend kann man somit wohl sagen dass die Commerzbank Aktie sich im Niemandsland befindet. Ich gehe davon aus dass der Titel nun erst einmal weiter seitwärts laufen wird…

Commerzbank in schwerer See – wird das Gap jetzt geschlossen?

Bankenwerte gehören in diesen Tagen erneut zu den Verlierern an den Börsen. Die Angst um eine Eskalation der Situation in Europa bleibt offenbar, trotz aller Bemühungen der Notenbanken, das zentrale Thema. Auch die Commerzbank Aktie konnte sich diesem Trend nicht entziehen und gab in der abgelaufenen Handelswoche erneut kräftig ab. Hinzu kam noch dass die Nachrichtenlage bei der Bank in den letzten Tagen sehr gemischt war. Zwar ist die Expansion nach China aus langfristiger Sicht durchaus sehr positiv zu sehen, dennoch gab es auch Nachrichten die weitere Belastungen für die Bankbilanz bedeuten.

Zuletzt konnte man in der WELT lesen, dass die CoBa von der Krise der Seefrachtlogistik offenbar deutlicher getroffen wurde als man bislang angenommen hat. Die Presse berichtete über Kredit- Ausfallkosten und Wertberichtigungen in Höhe von 441 Millionen Dollar aus der 92 prozentigen Beteiligung der Deutschen Schiffsbank. Nicht ohne Grund plant die Commerzbank Führung um Martin Blessing das Volumen der Schiffsfahrtbeteiligung bald auf fünf Milliarden Euro reduzieren…

Mit einem Kurs um die 1,70 Euro hat sich die Aktie nun weit von der Ausbruchszone entfernt. Kurse von 2,- Euro oder gar darüber sind somit kurzfristig nicht mehr zu erwarten. Viel mehr ist ein Test der unteren Begrenzung jetzt sehr wahrscheinlich. Ich gehe somit davon aus, dass auch das Gap unter 1,65 Euro nun bald noch geschlossen werden könnte. Eine weitere massive Unterstützung liegt bei 1,44 Euro. Diese sollte aber erst erreicht werden wenn die Börsen wieder in den „Krisenmodus“ übergehen. Bislang ist der Rücksetzer im DAX noch als gesunde Korrektur zu bezeichnen.

Das Gap bei 1,623 Euro sollte sich aber spätestens eine hervorragende Einstiegschance in die Aktie, für alle Nachzügler die den Kursanstieg von über 80 Prozent im Januar verpasst haben, ergeben. Langfristig betrachtet spielt es wahrscheinlich auch eine untergeordnete Rolle ob man die Commerzbank Aktie nun bei 1,65 oder 2,- Euro gekauft hat, denn ich erwarte in den kommenden Jahren deutlich höhere Notierungen. Die Commerzbank ist operativ auf einem guten Wege eine grundsolide Bank zu werden, die sich künftig verstärkt auf das klassische Bankgeschäft konzentrieren will. Dies beweist auch die nun angekündigte Verstärkung der China Aktivitäten der Bank. Auch die Abwicklung der Eurohypo wird sich im Nachhinein als echter Meilenstein erweisen…

Wer also noch einen Einstieg in diese spannende Story sucht sollte sich bei den oben dargestellten Marken auf die Lauer legen, oder diese Marken zumindest beobachten.

Commerzbank – Eurohypo wird zur Bad Bank

Nun ist es offiziell, die Commerzbank wird sich in den kommenden Wochen wohl intensiv mit der Abwicklung der Immobilientochter Eurohypo befassen. Nachdem man sich nun mit der EU Kommission darauf geeinigt hat dass die Eurohypo nicht wie geplant bis zum Jahr 2014 verkauft werden muss, will die Commerzbank Berichten zufolge nun eine Bad Bank oder Abwicklungsbank errichten, und diese künftig als eigenes Segment führen. Das Volumen dieser Bad Bank wurde nach ersten Angaben mit 150 Milliarden Euro beziffert.

Der Grund für diesen Schritt dürfte wohl die Einsicht beider Seiten gewesen sein, dass die Eurohypo zu diesem Zeitpunkt und in dieser Form völlig unverkäuflich ist. Nun sollen die einzelnen Segmente voneinander getrennt werden, um letztlich die gesunden Unternehmensteile von den schlechten zu trennen und diese dann abzuwickeln. Konkret heißt das, das Staatskreditgeschäft der Eurohypo soll ganz abgewickelt werden, und das Immobilienportfolio wird um knapp die Hälfte auf ca. 25 Milliarden Euro eingedampft.

Die Einzelheiten aus diesem Deal sind sicherlich noch etwas undurchsichtig, aber für die Bank geht diese Lösung zumindest in die richtige Richtung. Der erste Schritt sich von dem Verlustbringer Eurohypo zu trennen ist damit gemacht. Heute sollen die finalen Details in einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden, und man darf gespannt sein wie der Plan im Einzelnen aussieht und welche Auswirkungen dies dann auf den Aktienkurs der Commerzbank Aktie haben wird.

Commerzbank – es geht voran !

Die Commerzbank Aktie ist in diesen Tagen mal wieder ein hervorragendes Beispiel dafür das die Börse eben nicht unbedingt das tut was die breite Masse von ihr erwartet. Seit zwei Tagen zeigt der Dax deutliche Schwäche und rutschte gestern sogar deutlich unter die Marke von 7.000 Punkten. Natürlich blieb das nicht ohne Folgen für die Bankenwerte. Zuvor standen wirklich alle Zeichen bei der Commerzbank Aktie auf Ausbruch, jedoch hätte mich wohl die schwache Performance nach dem überschreiten der 200-Tage-Linie bereits etwas stutzig machen sollen. Statt der erwarteten und deutlichen Kursbewegung nach oben begann die Aktie sich an der besagten Linie entlang zu hangeln.

Das charttechnische Bild hat sich durch diese Bewegung in den letzten Tagen somit wieder deutlich eingetrübt. Gestern dann gab auch die Commerzbank Aktie in dem schwachen Börsenumfeld weiter nach und notiert nun inzwischen wieder auf einem Kursniveau, dass durchaus das Potenzial hat eine stärkere Kursbewegung in beide Richtungen auszulösen. Dabei war die Nachrichtenlage zu der Aktie gar nicht mal so schlecht…

Commerzbank Chef Martin Blessing will die Bank weiterhin gesund schrumpfen. Wie die Medien gestern berichteten plant man bei der Commerzbank auch bald wieder die Ausschüttung einer Dividende, aber eben erst im Jahr 2013, was einige Anleger wohl enttäuscht hat. Denn die erste Zahlung einer Dividende ist damit frühestens im zweiten Quartal 2014 zu ertwarten. Ich halte es allerdings für deutlich zu kurz gedacht, die Aktie aus diesem Grund nun zu verkaufen. Denn an dem Gewinnziel 2015 von 4 Milliarden Euro hingegen will man weiter festhalten. Dies entspräche dann aus heutige Sicht einem KGV von 2,5, somit ist wohl eine Dividendenzahlung von ein paar Cents für Langfristanleger eher zu vernachlässigen.

Ebenso ist man beim Abbau der Risiken insgesamt, und speziell bei der Immobilientochter Eurohypo, gut voran gekommen. Enttäuscht dürften sich die Anleger wohl aber über die Tatsache gezeigt haben, dass die Eurohypo im Ganzen als unverkäuflich gilt. Allerdings muss man sich wirklich ernsthaft die Frage stellen wer denn geglaubt hat dass eine völlig defizitäre Eurohypo kurzfristig an den Mann zu bringen ist? Der Bereich Gewerbeimmobilien-Finanzierung soll künftig ebenfalls um rund die Hälfte reduziert werden, ebenso wie das Schiffsportfolio der Commerzbank dass um weitere 5 Milliarden Euro schrumpfen soll.

Blessing betonte gestern noch einmal das solide Kerngeschäft der Bank, und dass man die von der Europäischen Bankenaufsicht EBA festgestellte Kapitallücke aus eigener Kraft schliessen werde. Ich glaube dem Mann weiterhin, auch wenn mein Vertrauen durch die letzte spontane Kapitalerhöhung auf eine harte Probe gestellt wurde. An meiner Einschätzung zu der Aktie hat sich somit weiterhin nichts grundlegendes geändert. Den Rücksetzer sehe ich persönlich noch einmal als gute Chance günstig in einen künftig soliden Bankentitel zu investieren.

Commerzbank – ist das der Startschuss?

Berichte nach denen die Commerzbank die Eurohypo nicht verkaufen muss haben gestern erneut den Aktienkurs der Bank beflügelt. In einem insgesamt sehr positivem Börsenumfeld konnte die Aktie um 5 Prozent auf 1,886 Euro zulegen, und steht damit wieder unmittelbar davor die wichtige Marke von 1,90 Euro zu überschreiten. Diese bildet weiterhin die Basis für einen möglichen Ausbruch in Richtung 2,09 und 2,20 Euro. Ob dieser Sprung nun endlich gelingen kann ist weiterhin fraglich, aber die Wahrscheinlichkeit für ein solch positives Szenario steigt meiner Meinung nach mit jedem Tag. Gestern konnte der DAX nun endlich die Marke von 7.000 Punkten hinter sich lassen. Gelingt es diesen positiven Trend beizubehalten, und stellt sich dieser Ausbruch nicht als Fehlsignal heraus, dürften nun schnell deutliche höhere Notierungen erreicht werden.  Ein Anstieg des Dax bis auf 7.600 Punkte scheint nun möglich, ebenso wie ein nachhaltiger Ausbruch der Commerzbank Aktie in Richtung 2,70 Euro.

Aber zunächst einmal zu der aktuellen Lage bei der Commerzbank…Gestern wurde bekannt dass die europäischen Wettbewerbshüter schon sehr bald die Anforderungen für die Commerzbank lockern wollen indem sie nicht mehr auf den zeitnahen Verkauf der desaströsen Commerzbank Tochter Eurohypo pochen. Im Gegenzug soll das Geldhaus aber für einen längeren, noch nicht näher definierten Zeitraum, auf eventuelle Zukäufe verzichten, um eine dauerhaft gesunde Kapitalstruktur zu gewährleisten. Mir persönlich wäre es natürlich lieber gewesen man hätte sich von der Eurohypo getrennt, oder diese so zerschlagen das Sie künftig keinen Schaden mehr in der Commerzbank Bilanz hinterlassen kann. Augenscheinlich ist die Commerzbank Tochter zum jetzigen Zeitpunkt aber unverkäuflich. Das nun eine andere Lösung gefunden werden muss überrascht mich in sofern nicht wirklich.

Dennoch sollten sich diese Berichte bestätigen und, wie von EU-Kommissar Joaquín Almunia angegeben, noch vor den Osterferien eine dauerhafte Lösung gefunden werden, stehen die Chancen auf eine nachhaltige Belebung des Aktienkurses bei der Commerzbank nicht schlecht. Denn dann wäre, nach der Einigung in Griechenland, auch der letzte Risikofaktor zumindest vorläufig vom Tisch. Die Bank könnte sich in aller Ruhe überlegen was sie mit der Tochter anstellt, und wahrscheinlich auch einen besseren Preis für die einzelnen Teile am Markt erzielen. Das Beteiligungsverbot hingegen würde die Commerzbank nicht wirklich berühren, da laut Unternehmensangaben in nächster Zeit sowieso keine Zukäufe geplant gewesen sind.

Inzwischen ist die CoBa durch die eingeleiteten Maßnahmen für die Zukunft hervorragend aufgestellt. Bankaktien gehörten gestern in den USA zu den großen Gewinnern, und dieser Trend sollte sich heute auch in Europa fortsetzen. Nachdem die ersten Ergebnisse des Banken Stresstestes durchgesickert waren, und bestätigten das sowohl JP Morgan als auch die Bank of America bestanden haben konnten beide Titel deutlich zulegen.. …Das Gap bei 1,63 Euro bei der Commerzbank Aktie wird also wohl vorerst nicht mehr geschlossen..!

Commerzbank – sind die Turbulenzen nun beendet?

Nachdem die Commerzbank Aktie zunächst von der Nachricht über den EZB Tender überhaupt nicht profitieren konnte zeigte sich die Aktie gestern wieder etwas stärker, und notierte am Ende des Tages mit 1,935 Euro wieder klar über der Unterstützung von 1,90 Euro. Viele Anleger dürften sich nun die Frage stellen, ob es das schon gewesen ist, mit der Korrektur beim deutschen Banken-Sorgenkind?

Aus charttechnischer Betrachtung bleibt das Bild nahezu unverändert. Der jüngste Rücksetzer innerhalb des Trends lässt weiterhin keine Rückschlüsse auf ein baldiges Abtauchen der Aktie zu. Viel mehr würde ich alleine die Nachrichten um die plötzliche Kapitalerhöhung als Ursache dafür sehen, die genauso schnell wieder verschwinden sollte wie sie aufgetaucht ist. Natürlich haben sich die Rahmenbedingungen für die Aktie damit auch geringfügig verändert, das große Bild bleibt aber intakt. Hinzu kommt für mich noch die zusätzliche Phantasie durch die mögliche Abwicklung der Eurohypo. Der „Rückbau der Bank“, wie Martin Blessing diesen Vorgang gerne nennt, sollte für die Commerzbank dann einem ultimativen Befreiungsschlag gleich kommen.

Es besteht also durchaus die Hoffnung dass die überraschenden Kapitalerhöhungs-Pläne von Martin Blessing und Co. nun im Kurs verarbeitet ist, auch wenn ich die Kapitalmaßnahme nicht unbedingt als vertrauensbildende Maßnahme bezeichnen würde. Mir persönlich stellt sich auch immer noch die Frage ob diese zum jetzigen Zeitpunkt unbedingt erforderlich gewesen ist, denn der vorangegangene Plan zur Restrukturierung der Bank hatte mich, wie auch viele andere Anleger, eigentlich schon überzeugt. Ein weitere Kapitalbedarf der Bank war nicht zwingend erkennbar, und eine Kapitalerhöhung wurde bis vor kurzem von der Konzernspitze noch ausgeschlossen.

Wie dem auch sei, wenn es denn dazu dienen sollte der Commerzbank nun die nötige „Luft zum Atmen“ zu lassen, dann soll es mir recht sein. Denn eines steht für mich immer noch fest, gelingt der nachhaltige Turnarround der Bank dann sind weitaus höhere Kurse drin, bei denen diese zusätzliche Verwässerung nicht allzu sehr ins Gewicht fallen sollte. Dennoch kann erst wieder ab Kursen über 2,10 Euro eine gewisse Entwarnung gegeben werden. Heute läuft die Frist zur Ermittlung des durchschnittlichen Aktienkurses für die neuen Aktien ab. Es bleibt also vorerst noch abzuwarten ob der Kurs gerade wegen der anstehenden Kapitalerhöhung kurzfristig so stark ist, oder ob wir gestern den Beginn eines neuen und „echten“ Anstiegs gesehen haben. In der Xetra Schlussauktion wurden gestern noch einmal schnell 9,3 Millionen Aktien gekauft 😉 …Spätestens ab Montag wissen wir wohl mehr!

Mornincall, Die Luft wird dünner, Neuer Ärger für die Commerzbank

Der gestrige Handelstag verlief für die europäischen Indizes sehr erfreulich. Der Dax konnte nun endlich den Widerstandsbereich zwischen 6.200 und 6250 Punkten überwinden, der Schlusskurs lag bei 6.326 Punkten. Getrieben durch positive Nachrichten von der Konjunkturfront konnten insbesondere zyklische Werte erneut stark zulegen. Einer der Haupttreiber dürfte, neben den guten Nachrichten aus China, dabei der deutlich besser als erwartete ZEW Konjunkturindex gewesen sein. Dieser verbesserte sich gegenüber dem Dezember deutlich von minus 53,8 auf minus 21,6 Punkte. Das ist der höchste Wert seit Juli 2011, und zugleich der stärkste Anstieg seit Aufzeichnung dieser Daten überhaupt. Das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung befragt jeden Monat rund 300 Analysten und institutionelle Anleger nach ihrer Konjunktureinschätzung.

Ein erneut bewegter Tag könnte es für Commerzbank Aktionäre werden. Die Ratingagentur Moody´s prüft laut neuesten Berichten die Bonitätseinstufung der Commerzbank. Moody’s senkte die Bewertung ohne die Einbeziehung von Staatshilfe (Standalone) der Bank auf „D+“ von zuvor  „C-„. Auch die Einstufung der vorrangigen Schulden, die derzeit mit „A2“ bewertet werden, prüft Moody’s auf eine mögliche Abstufung. Insbesondere die Aussagen der Bank an der Tochter Eurohypo festhalten zu wollen, und diese nicht an den Staat abzugeben, haben wohl zu dieser Neueinschätzung geführt. Moody´s verwies darauf dass die Eurohypo deutlich anfällig für weitere Verwerfungen an den Märkten sei, und somit auch den Mutterkonzern belasten könne. Nichts was wir nicht schon gewusst hätten, aber Moody´s hält das offenbar für besonders erwähnenswert.

Der gestrige Handelsverlauf an den US Börsen stimmt mich etwas nachdenklich. Hier wurde ein Großteil der Gewinne in den letzten zwei Stunden wieder abgegeben. Zwar konnten die Indizes zum Handelsende noch einmal leicht anziehen, dennoch ist es nicht gelungen die wichtige Hürde von 1.304 Punkten im S&P zu überwinden. Wie bereits am Freitag gelang es nicht den Index zum Handelsschluss über die Widerstandsmarke von 1.293 Punkten zu heben. Am Freitag ist kleiner Verfallstag für Optionen, und offenbar will man den S&P Index bis dahin unter der wichtigen Marke von 1.300 Punkten halten. Schaut man sich die für Freitag gültigen Optionsbestände etwas näher an, findet man ab 1300 Punkten eine starke Widerstandszone, die bis den Bereich 1330 reicht.

Die gute Nachricht ist dass sich der Index weiterhin in einem intakten Aufwärtstrend befindet, wenn auch inzwischen an der unteren Begrenzung. Insbesondere die schwachen Werte aus den Bereichen Kohle und Finanzen ebenso wie die nachgebenden Goldaktien belasteten. Der Euro hingegen kann sich nach den gestrigen Daten weiter erholen. Während die Stimmung für DAX & Co. also weiterhin gut bleibt, muss man bei einigen Sektoren in den USA gerade etwas vorsichtiger werden. Doch dazu später mehr…!

Commerzbank – ist das der Befreiungsschlag?

Wie gestern bereits bekannt wurde will sich die Commerzbank nun durch einige massive Maßnahmen aus der misslichen Lage befreien, in der sich die Bank bereits seit Monaten befindet. Man will nun Teile der Immobilien- und Staatsfinanzierunstochter Eurohypo an den erneut aufgelegten Bankenrettungs- ,oder  Sonderfinanzierungsfonds SoFFin abgeben, hieß es in diverse Zeitungsberichten. Wie wir bereits vor einigen Tagen berichtet haben wäre dies der Königsweg für die Bank, und würde mit hoher Wahrscheinlichkeit eine völlige Neubewertung der Aktie zur Folge haben. Staatshilfen sollen dabei laut Aussagen der Commerzbank weiterhin nicht in Anspruch genommen werden. Wobei jedem klar sein dürfte dass dies eben doch – zumindest teilweise -der Fall wäre, aber eben über Umwege. Offenbar eine Praktik die sich unter Politikern in den letzten Tagen wachsender Beliebtheit erfreut!

Wichtig sei es laut den Aussagen eines Insiders, bei der potenziellen Transaktion sicher zu stellen, dass es sich dabei nicht um ein Geschenk für die Aktionäre handele. Denkbar ist somit auch, dass die Commerzbank für mögliche Verluste aus der Abwicklung der Eurohypo garantieren muss. Die Commerzbank würde dann die ganze Eurohypo, oder nur Teile, gegen einen bestimmten Betrag an den Staat verkaufen, müsste aber im Gegenzug entsprechende Verlustgarantien in die eigene Bilanz einstellen. Somit wäre n die neuen Eigenkapitalanforderungen wohl mit einem Schlag erfüllt und dies sollte etwas Verkaufsdruck aus der Aktie nehmen. Das Problem der Eurohypo bliebe dann zumindest zu einem Teil bei der Bank und wird nicht vollends auf die Steuerzahler umgelegt.

Gestern hat die Commerzbank AG ebenfalls bekannt gegeben, dass der in der letzten Woche verabschiedete Plan einer Rekapitalisierung der Bank aus eigener Kraft, konsequent umgesetzt wird. Insgesamt haben Investoren sogenannter Trust Preferred Securities, nun der Commerzbank Instrumente im Nominalvolumen von 1,27 Milliarden Euro gegen Barzahlung zum Verkauf angeboten. Die Commerzbank muss somit rund 643 Millionen Euro für den Kauf der hybriden Eigenmittelinstrumente aufwenden, und stärkt die Eigenkapitalbasis um knapp 700 Millionen Euro. Jetzt muss „nur“ noch eine verbleibende Kapitallücke von 4,6 Mrd Euro bis zum 30. Juni 2012 geschlossen werden.

Spätestens im Januar soll sich, nach einem Bericht in der Financial Times Deutschland, nun entscheiden ob und wie weit der Staat sich an der Restrukturierung des zweitgrößten Bankhauses Deutschlands beteiligen wird. Genug Zeit also sich mit der Bundesregierung und dem SoFFIn auf eine vernünftige Bad-Bank-Lösung zu einigen, oder bis Juni 2012 weiter den internen Plan zu verfolgen. So oder so haben sich die Chancen auf eine positiven Ausgang des Commerzbank Krimis in den letzten Tagen deutlich verbessert, und diese neue Hoffnung spiegelt sich seit gestern auch im Aktienkurs der Commerzbank wider.

Commerzbank – Angst vor dem Blitz-Stresstest?

Die Spekulationen um die Commerzbank fanden am Wochenende einen neuen Höhepunkt. Nachdem Konzernlenker Martin Blessing in der letzten Woche noch einmal beteuert hat dass man die notwendige Eigenkapitalaufstockung aus eigener Kraft schaffen werde, wurde in den Gazetten am Wochenende fleißiger denn je spekuliert. Es geht natürlich immer noch um die Spekulation über die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Verstaatlichung der Commerzbank. Und ich schreibe das bewusst hier so denn ein solcher Schritt ist keinesfalls sicher! Manche Medien spekulierten sogar über eine komplette Verstaatlichung der zweitgrößten Bank Deutschlands. Laut Medienberichten erwägt die Bundesregierung diesen Schritt wenn es die Commerzbank nicht aus eigener Kraft schaffen sollte.

Ich persönlich halte diese neuen Spekulationen für völlig überzogen und ein gutes weiter Beispiel dafür wie die Medien momentan zur allgemeinen Hysterie an den Kapitalmärkten, insbesondere bezogen auf die Commerzbank Aktie, beitragen. Weder steht zu diesem Zeitpunkt fest das die CoBa tatsächlich einen zusätzlichen Kapitalbedarf in Höhe von 5 Milliarden Euro hat, noch kann man davon ausgehen, dass dieser Betrag, wie hoch er letztlich auch sein möge, nicht deutlich reduziert werden kann wenn die jüngsten Pläne von Martin Blessing zügig umgesetzt werden. Der mögliche Verkauf der Eurohypo an den Staat würde wohl alle Probleme mit einem Schlag lösen..

Die Commerzbank ihrerseits konterte heute gegen diese Spekulationen indem offenbar nun zügig damit begonnen wurde die Pläne über die wir auch am Freitag  berichtet haben umzusetzen. So hat das Bankhaus im Rahmen des Kapitalmanagements heute das Angebot veröffentlicht, dass Investoren ausgewählter durch Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns begebener hybrider Eigenmittelinstrumente (sogenannter Trust Preferred Securities) nun die Möglichkeit haben, diese Instrumente an die Commerzbank gegen Barzahlung zu verkaufen. Die Bank beabsichtigt, bis zu 600 Millionen EUR (‚Verfügbare Gesamtmittel‘) für die Annahme von Verkaufsangeboten für hybride Eigenmittelinstrumente aufzuwenden.

Am Mittwoch will die EBA, die European Banking Authority, nun die neuesten Zahlen des sogenannten Blitz-Stresstests vorlegen, der beziffern sollen welchen Kapitalbedarf europäische Banken tatsächlich haben um den neuen Anforderungen der EBA gerecht zu werden. Insbesondere die Begründung dürfte dabei interessant sein, denn bislang hatte man eher so das Gefühl als würden die Zahlen im stillen Kämmerlein ausgewürfelt…Es verspricht also mal wieder eine äußerst spannende Woche für Bankaktien zu werden. Nach meiner Auffassung ist der vorbörsliche Abschlag bei der Commerzbank Aktie von knapp 5 Cent nicht gerechtfertigt. Wie bereits am Freitag geschrieben besteht hier nun eine sehr realistische Chance auf eine dauerhafte Trendwende bei der Aktie.

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