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VW Tochter Audi kauft Ducati, und macht BMW damit ernsthafte Konkurrenz

Die letzten Tage waren mal wieder sehr ereignisreich bei Deutschlands größten und erfolgreichstem Autobauer VW. Volkswagen Tochter Audi übernimmt den italienischen Motorradhersteller Ducati für 860 Millionen Euro. Damit integriert der VW Konzern inzwischen die zwölfte Marke und wächst weiter rasant. Ob es sich hierbei laut verschiedener Presseberichte um ein Geburtstagsgeschenk Ferdinand Piechs handelt, dass er sich zum 75 sten gegönnt hat, darf aber ernsthaft bezweifelt werden. Ich würde mal behaupten der Mann tut nichts ohne Grund, und schon gar nichts aus irgendwelchen emotionalen Sentimentalitäten heraus. Bereits seit Wochen ist diese mögliche Übernahme ein offenes Geheimnis gewesen.

Für mich persönlich ist dies eher kein Zufall und schon gar nicht eine Spontanhandlung Piechs. Bereits vor 25 Jahren hat der Patriarch damit begonnen Audi zu dem umzubauen was es heute ist – Ein Premium Hersteller a la BMW. Und so war dieser letzte Schritt eigentlich auch nur konsequent. Denn bislang bot BMW als einigster deutscher Automobilhersteller auch Zweiräder an. Nun wurde offensichtlich entschieden dass man in Ingolstadt auch Motorräder anbieten möchte, und somit dem Erzrivalen BMW auch in diesem Segment Marktanteile abringen will. Es ist wohl auch kein Zufall dass die Konzerntochter Audi nun diese Sparte gekauft hat. Damit sind die beiden Marken nun endgültig auf Augenhöhe!

Fachleute bemängeln die Strategie Piechs weiteres Neuland zu betreten, einige gehen sogar soweit diese Akquisition als reines Hobby  oder Spielzeug Piechs abzutun. Ferdinand Dudenhöffer bezeichnete den Kauf von Ducati als „nicht ernst zu nehmende Neuerwerbung“ und verweist dabei auf die Kosten für den Kauf sowie die fehlende Vertriebsstruktur. Und wieder einmal sehe ich das komplett anders als Herr Dudenhöffer, denn Ducati hat bereits heute eine gut funktionierende Vertriebsstruktur, und ist hochprofitabel. Die Motorräder der Marke Ducati gelten als mit das Beste was man kaufen kann. Hinzu kommt gerade durch die Integration in den VW Konzern dass die Marke Ducati in Zukunft deutliches zusätzliches Vertriebspotenzial durch die bereits bestehenden Vertriebsstrukturen des VW Konzerns haben sollte.

Wie auch immer, mit dem Kauf betritt VW wieder einmal Neuland, und das macht die Story neben den permanenten deutlichen Absatzsteigerungen für mich persönlich nur noch interessanter. Was Herr Dudenhöffer vielleicht auch nicht so recht bedacht hat, ist das enorme Potenzial dass sich durch das Thema E-Mobilität, insbesondere im Motorrad Bereich in den kommenden Jahren deutlich positiv entwickeln sollte…VW stellt sich somit auch in diesem Markt bereits jetzt die richtigen Weichen. Als nächstes steht wohl die komplette Integration von MAN auf dem Plan Piechs. Auch hier gibt es interessantes zu berichten. Doch dazu später mehr…Die VW Aktie konnte in den letzten Tagen wieder kräftig zulegen und haben ein frisches Kaufsignal generiert. Gelingt nun der weitere Anstieg über die Marke von 135,- Euro ist der Weg in Richtung 144,70 Euro zunächst wieder frei.

Kommt bald die große Krise bei VW, BMW, Daimler und Porsche?

Ich lese gerade dass laut einer neuen Studie des Zentrums für Automotive Research (CAR) an der Uni Duisburg-Essen der europäischen Automobilbranche die größte Krise seit 18 Jahren drohen soll, und bin doch einigermaßen verwirrt. In der Studie wird auf die schleppenden Neuwagenverkäufe in den ersten beiden Monaten diesen Jahres verwiesen über die wir ja hier auch berichtet hatten. Zudem haben die Autobauer Probleme ihre Produktionskapazitäten auf die schwankende Nachfrage nach Autos kurzfristig umzustellen, hieß es weiter. In den kommenden Monaten rechnet CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer weiterhin mit schleppenden Absatzzahlen und geht davon aus das 2012 das schlechteste Jahr in Europa seit langem werden könnte.

Zur Erinnerung: Beim letzten mal, als sich Herr Dudenhöffer mit einer pessimistischen Prognose hervortat und er für das Jahr 2010 eine totale Absatzkatastrophe voraussagte, kam alles dann doch irgendwie ganz anders wie wir heute wissen! Zitat damals, „Ich rechne wegen dem Auslaufen der Abwrackprämie in Deutschland mit einem Krisenjahr 2010 für die Automobilhersteller und die Händler.“ «Das Jahr 2010 wird grausam»…Der Branche drohten deshalb massive Absatzeinbrüche….“ Zuletzt konnte man im August 2011 erneut die skeptischen Worte Dudenhöffers im Handelsblatt lesen.

Sollte man Herrn Dudenhöffer nun als Kontraindikation nehmen? Nicht zwangsläufig, denn grundsätzlich hat er ja im Bezug auf den europäischen Absatzmarkt auch Recht was den aktuellen Rückgang der Neuwagenzulassungen anbelangt. Aber man sollte nach meiner Meinung genau beobachten bei welchen Autobauern die Umsätze eingebrochen sind, und welche von dieser Entwicklung gar profitieren könnten. Letztlich bezieht sich die Studie auch nur auf Europa, und nicht auf die Wachstumsmärkte der nächsten Jahre wie USA und China. Das kommt bei der heutigen Berichterstattung auch nur etwas unklar zu Tage.

Ich halte solche Aussagen wie, „größte Krise seit…“ in diesem Zusammenhang aber für sehr bedenklich, und auch nicht unbedingt zielführend, sofern dieser Wortlaut denn tatsächlich gefallen ist. Auch die Argumentation, dass sich die teilweise langen Wartezeiten der Kunden auf Ihren Neuwagen negativ auswirken könnten, weil Kunden dann alleine deswegen bereit sind die Marke zu wechseln, deutet nach meiner Auffassung eher darauf hin das die Erstellter dieser Studie doch sehr weit vom Kunden weg sein müssen. Der Autokunde ist im allgemeinen markentreu das ist ein wesentlicher Punkt bei den Erfolgsgeschichten der letzten Jahre von BMW, Porsche, VW und Daimler.

„Erst nach 2012 werde der Weltautomobilmarkt wieder auf einen neuen, niedrigeren Wachstumspfad einschwenken.“ heißt das Fazit dieser Studie laut den Presseberichten. Wir werden sehen ob Dudenhöffer dieses Mal Recht behält…Natürlich kann das Wachstum der Branche nicht ewig so weiter gehen, aber für eine echte Trendwende scheint es noch ein wenig zu früh zu sein. Erst wenn in den Schwellenländern eine gewisse Marktsättigung eingetreten ist. Aber davon dürften wir noch weit entfernt sein! Selbst bei einem zwischenzeitlichen Rückgang der weltweiten Absatzzahlen um 20 Prozent wären VW, BMW, Daimler und Porsche immer noch sehr günstig bewertet.

VW verkündet neuen Absatzrekord, plus 244 Prozent im Mai!

Einer Meldung auf Yahoo Finance zufolge verkündete der Volkswagen-Konzern einen neuen Absatzrekord in Indien, bzw. eine Absatzsteigerung von satten 244 Prozent im Monat Mai. Insgesamt wurden demnach 6.185 Einheiten verkauft. Eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahresmonat als nur 1.796 Fahrzeuge abgesetzt wurden. Weiter heißt es in der Meldung, dass 5,889 Fahrzeuge der Baureihe Polo und  Vento sowie 184 Einheiten des Passat BlueMotion verkauft wurden. Insgesamt verkaufte VW somit von Januar bis Mai 33,958 Einheiten gegenüber 32,627 in der selben Periode des Vorjahres.

Laut einer dpa Meldung von heute sind die Zeiten für die Schnäppchenjäger bei Neuwagenkäufern bald vorbei. Der deutsche Automarkt erholt sich laut einer Studie des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen weiterhin, weswegen die Hersteller ihre Fahrzeuge zunehmend ohne massive Nachlässe verkaufen können. “Für die deutschen Autobauer ist dies eine gute Nachricht, die sich auch auf die Ergebnisse im zweiten Quartal auswirken wird”, sagte Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer. Im deutschen Automarkt werde wieder mehr am Auto verdient. Das sei auch für die Aktionäre eine gute Nachricht, die von einem Rückgang der Vertriebskosten profitierten.

Wir hatten ja bereits gestern, und heute Morgen darauf hingewiesen das es bei den VW Aktien demnächst zu einem Ausbruch nach oben kommen könnte. Heute präsentieren sich alle Aktien in entsprechend guter Verfassung, und können weiter zulegen. Bei den Stammaktien ist der Ausbruch bereits geglückt, Porsche scheint heute noch zu folgen, und die Vorzugsaktien werden wohl in Kürze nachziehen…Wenn der Gesamtmarkt heute mitspielt!

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