Author Archives: Lars

Asian Bamboo – TopTipp für Risikobewusste

Die Aktie des chinesischen Bambusproduzenten Asian Bamboo ist zuletzt ebenfalls kräftig unter die Räder gekommen. In der Spitze tauchte der Aktienkurs bis auf 7,81 Euro ab. Heute hat die Aktie nach der Erholung der letzten tage nun ein neues Kaufsignal generiert. Grund genug um einmal wieder etwas genaue hinzusehen. Das operative Geschäft von Asian Bamboo besteht in der Aufzucht und dem Vertrieb von Bambusstämmen und biologisch angebauten Bambussprossen. Die Bambussprossen setzt die Gesellschaft vor allem auf dem wachsenden Markt für Bio-Lebensmittel ab. Die Stämme hingegen werden zur Herstellung von Bodenbelägen, der Möbelproduktion, im Baugewerbe und bei der Papierherstellung verwendet. Zuletzt geriet die gesamte holzherstellende Branche in China in Verruf weil der Waldplantagenbetreiber Sino Forest in den Verdacht geraten ist die Bilanzen der letzten Jahre manipuliert, und die im Besitz des Unternehmens befindlichen Anbauflächen nach oben frisiert zu haben. Die Aktie von Sino Forest war daraufhin dramatisch abgestürzt und ist seitdem vom Handel ausgesetzt.

Letztlich wurde die Asian Bamboo Aktie im Zuge dieses Skandals nach unserer Meinung zu Unrecht mit abgestraft. In der ersten Jahreshälfte 2001 hat Asian Bamboo den Nettogewinn im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 18,4 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum um 27 Prozent auf 49,2 Millionen Euro. Erst kürzlich hat Peter Sjovall, Finanzvorstand der Asian Bamboo AG erneut bekräftigt, dass man auch in diesem Jahr, nach eigenen Erwartungen, Rekordwerte bezüglich Umsatz und Nettoergebnis erzielen werde. Man darf also gespannt sein! Fundamental betrachtet erscheint die Aktie geradezu spottbillig zu sein. Mit einer Marktkapitalisierung von derzeit knapp 160 Millionen Euro und einem zu erwartenden Gewinn pro Aktie von 3,19 Euro  für 2011 und 4,36 Euro für 2012 liegt das aktuelle KGV nur bei 2,93 respektive 2,14. Geht man also davon aus, dass das Unternehmen die gesteckten Ziele auch tatsächlich erreichen kann, eröffnet sich hier für risikobewusste Anleger geradezu enormes Potenzial.

Wir trauen dem Titel nun eine schnelle Rückkehr bis in den Bereich um die 15,- Euro zu, anschließend wäre ein weiterer Anstieg bis in den Bereich um die 18,- Euro möglich. Mittelfristig gehen wir aber von deutlich höheren Kursen bei der Aktie aus, wenn das Unternehmen die selbst gesteckten Ziele erreicht.

Phoenix Solar reißt Solarworld, SMA, Wacker, Centrotherm & Co. nach unten

Aus gegebenem Anlass hier noch einmal Auszüge aus unserem Artikel vom 26.09.2011: Die Phoenix Solar Aktie hat ebenfalls turbulente Zeiten hinter sich. Nach einem Anstieg der Aktie bis auf 50,- Euro im Jahr 2008 folgte der erste Absturz bis auf 20,- Euro. im Jahr 2009 gelang drei Rebound bis ca 43,- Euro. Seit Anfang 2010 kennt die Aktie jetzt aber nur noch eine Richtung – gen Süden. Inzwischen notiert die Phönix Solar Aktie unter der wichtigen 10,- Euro Marke bei ca. 9,20 Euro und hat damit erneut ein kräftiges Verkaufssignal generiert. Die nächste Unterstützung für die Aktie liegt nun im Bereich zwischen 6,50 und 7,- Euro, was gleichzeitig dem 10-Jahres-Tief entsprechen würde.

Zuletzt konnten einige neue Aufträge, mit einer Gesamtleistung von 3,7 Megawatt, aus Italien an Land gezogen werden. Der Vorteil der Phoenix Solar AG bei der Bewältigung dieser Aufträge liegt klar auf der Hand. Man kauft die benötigten Komponenten bei dem dafür besten, oder günstigsten Anbieter ein. So wurden bei zwei Aufträgen die Solarkraftwerke mit Modulen des Herstellers First Solar ausgestattet, in einem dritten Auftrag liefert Phoenix Solar Module des kalifornischen Herstellers Miasolé. Dennoch leidet natürlich auch eine Phoenix Solar unter den immer weiter zurückgehenden Margen der Branche. Der Umsatz und das EBIT sind zuletzt deutlich eingebrochen, die Nachfrage bleibt insgesamt schleppend. Fachleute gehen von einem negativen Ergebnis für das Gesamtjahr 2011 aus. (Was sich ja heute leider auch bewahrheitet hat!)

Die nächsten Quartalsberichte werden also zeigen müssen ob es dem Unternehmen gelingen kann diese negative Tendenz wieder zu drehen. Solange sollten sich Anleger bei der Aktie wohl auch noch zurückhalten. Sollte die Nachfrage also auch in den kommenden Monaten schwach bleiben, wovon momentan auszugehen ist, wäre ein weiteres Abrutschen des Aktienkurses in den genannten Bereich durchaus möglich. Auch der Abstieg aus dem TecDax dürfte sich vorläufig eher negativ auf die Aktie auswirken. Die schlechten Nachrichten in dem Sektor reißen nicht ab. Auch der oben genannte Branchenprimus aus Amerika, First Solar befindet sich weiter im Abwärtssog. Und natürlich leiden auch bislang als solide geltende Werte wie Solarworld, SMA, Wacker, Centrotherm unter diesen Nachrichten.

Mit den heute veröffentlichten Zahlen zum abgelaufenen Quartal hat sich das Bild nicht nur bei der Phoenix Solar Aktie noch einmal deutlich ein getrübt. Die Phoenix Solar Aktie muss deutliche zweistellige Abschläge hinnehmen und notiert auf einem Allzeit-Tief bei knapp 6 Euro. Auf diesem Kursniveau  allerdings könnte die Aktie, aus charttechnischer Betrachtung, für spekulativ orientierte Anleger, eine der interessantesten Rebound-Kandidaten im deutschen Solarsektor sein. Grundsätzlich bleiben wir aber weiterhin für den gesamten Sektor negativ eingestellt.

Slowakei sagt „Nein“, Alcoa verdreifacht Gewinn, S&P stuft spanische Banken ab

Erwartungsgemäß wurde in der ersten Abstimmungsrunde seitens der slowakischen Parlaments nicht der Ausweitung des europäischen Rettungsschirms, EFSF zugestimmt. Dennoch gilt ein „Ja“ noch innerhalb dieser Woche als so gut wie sicher, denn über internationale Verträge darf in der Slowakei ein zweites Mal abgestimmt werden. Premierministerin Iveta Radicova hatte in der gestrigen EFSF-Abstimmung in letzter Minute die Vertrauensfrage gestellt und war damit gescheitert. Somit ist der Weg nun frei für eine Neubildung der Regierung, was zuletzt die Bedingung der Opposition gewesen ist um dem Rettungsschirm zuzustimmen. Letztlich geht es also leider auch bei den bislang idealistisch wirkenden Slowaken um politische Machtspielchen… Der EFSF wird kommen, das scheint nun relativ sicher zu sein…leider mit allen damit verbundenen Folgen für die nachfolgenden Generationen.

Unterdessen hat die US Ratingagentur Standard & Poors sich erneut Spanien vor geknöpft und stuft dessen Banken ab. Das positive dabei ist, dass der Markt bereits seit einigen Tagen diese teilweise willkürlich wirkenden Abstufungen amerikanischer Institute zu ignorieren scheint. Das ist ein wirklich gutes Zeichen für neue Stärke und Optimismus an den Börsen. Letztlich bin ich mir relativ sicher das die Ratingagenturen, irgendwann nach der Krise, in ihrer heutigen Form nicht mehr existent sein werden. Durch das offensichtliche Versagen der Institute konnte die Krise in den Ausmaß überhaupt erst entstehen, und heute auf dem Höhepunkt der Krise, schütten genau diese Verursacher immer mehr Öl ins Feuer und heizen die Probleme damit zusätzlich an. Ich wäre dankbare wenn einer unserer Leser mir mal den Mehrwert solcher Institute erklären würde…ich sehe ihn nicht!

Die Alcoa Zahlen waren durchwachsen. Heute Nacht wurde einmal mehr mit dem Zahlenwerk des Aluminiumkonzerns die US Berichtssaison eingeläutet. Dieser meldete einen deutlichen Gewinnanstieg von 172 Millionen Dollar im Vergleich zu 61 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Auch beim Umsatz konnte man weiter kräftig zulegen. Mit 6,42 Milliarden US Dollar konnte das Vorjahresergebnis von 5,29 Milliarden Dollar deutlich übertroffen werden. Ein Wermutstropfen bleibt, Analysten hatten sich statt 15 Cent Gewinn je Aktie 22 Cent erwartet und zeigten sich enttäuscht. Trotz der Verdreifachung des Gewinns ging der Aktienkurs nachbörslich um fast fünf Prozent zurück. Firmenchef Klaus Kleinfeld verwies darauf das nicht etwa eine zu erwartende Rezession belastend auf die Ergebnisse wirke, sondern vielmehr die teilweise hausgemachten Unsicherheiten, der Kunden sorgten für eine vorerst verhaltenen Auftragsvergabe. Eine reale Schwäche des Marktes sieht Kleinfeld nicht!

Ich denke diese letzten beiden Sätze sagen alles. Wir sind nach wie vor der Meinung das die heraufbeschworene und medial gepushte Rezession nicht eintreten wird, und offenbar einige Wirtschaftsgrößen auch. Letztlich waren die Nachrichten des Tages – bis auf die Alcoa Zahlen – allesamt gestern schon bekannt und wurden bereits eingepreist. Die asiatischen Märkte tendieren heute morgen überwiegend freundlich, entsprechend gut sind die Vorgaben für Europa. Dennoch sollten Anleger grundsätzlich damit rechnen, dass es in den nächsten Tagen auch einmal wieder zu einer durchaus gesunden Konsolidierung am Markt kommen könnte, um den starken Anstieg der letzten Tage zu verarbeiten. Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Börsentag…

Klöckner & Co. hat deutliches Potenzial wenn…

Die Stimmen mehren sich…die Diskussionen um eine mögliche globale Rezession – oder eben nicht – scheinen so langsam Ihren Höhepunkt zu finden. Immer mehr Fachleute melden sich nun, nachdem der mediale Rummel etwas abgeklungen ist, zu Wort, und sehen zwar eine Verlangsamung des Wachstums, aber keine echte Rezession auf uns zukommen. Auch wir waren ja von Anfang an der Meinung dass wir einen solchen tiefen Einbruch der weltweiten Konjunktur nicht sehen werden, insbesondere nicht im Automobil- und Stahlsektor. Heute nach US-Börsenschluss wird der Aluminiumkonzern Alcoa als erstes Unternehmen die Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal veröffentlichen, und damit den offiziellen Beginn der Berichtssaison einläuten. Das Zahlenwerk sollte sehr schnell Aufschluss über den tatsächlichen Zustand der konjunkturellen Lage in der Metallindustrie liefern, und insbesondere der Ausblick auf die kommenden Quartale dürfte dabei interessant sein.

Ein Unternehmen dass es in der Phase der allgemeinen Hysterie besonders erwischt hat ist die Klöckner & Co. AG. Zunächst verliefen die ersten Quartale für das Unternehmen sehr erfreulich, im zweiten Quartal jedoch musste das Unternehmen einen deutlichen Gewinneinbruch von knapp 90 Prozent verkraften. Bedingt durch die etwas schwächere Konjunktur und die nachgebenden Stahlpreise musste auch die Prognose für das Gesamtjahr gekappt werden. Dementsprechend schnell und heftig war die Reaktion des Marktes, der die Aktie des Stahlhändlers regelrecht abstürzen ließ . Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun nur noch mit einem EBITDA in Höhe von 250 Millionen Euro und 320 Millionen Euro für das Jahr 2012, was einem Gewinnrückgang um ungefähr 20 Prozent entsprechen würde. Der Kurseinbruch um über 60 Prozent seit Mai ist also alleine aus diesem Grunde nicht zu rechtfertigen.

Hinzu kommt, das Gisbert Rühl der Vorstandsvorsitzende ein umfallendes Sparprogramm angekündigt hat, welchen den Konzern in den kommenden Jahren wieder auf Wachstumskurs bringen sollen. Das Unternehmen verfügt über eine Eigenkapitalquote von knapp 40 Prozent, für das Jahr 2012 ist eine Dividendenrendite von 4,7 Prozent geplant. Das KGV von 7 für das kommende Jahr erscheint ebenfalls günstig. Weitere Bewertungskennzahlen wie PEG, KBV sowie KUV liegen allesamt deutlich unter 1 und deuten auf eine deutliche Unterbewertung des Unternehmens hin. Gestern ist die Aktie nun mit einem deutlichen Kursplus von 6,5 Prozent aus dem seit Mitte September bestehenden, fallenden Keil nach oben ausgebrochen. Im Zuge der allgemeinen und breiten Erholung der Stahlwerte sollte sich diese Bewegung nun weiter fortsetzen.

Unterstellt man der Aktie ein ähnlich positive Entwicklung wie der ThyssenKrupp, Salzgitter oder Rheinmetall Aktie in den kommenden Tagen, nach positiven Daten von Alcoa heute Nacht, besteht nun eine realistische Chance, dass sich der Aktienkurs der Köckner & Co Aktie in Kürze wieder über der Widerstandsmarke bei 10,15 Euro etablieren kann. Gelingt dies eröffnet sich die Möglichkeit auf weiterer dynamische Kursgewinne. Ein kurzfristiges Ziel läge dann bei 11,07 Euro und 12,39 Euro. Später wären weitere Erholungsgewinne bis auf 14,50 Euro sowie 16,- Euro möglich. Fundamental betrachtet dürften die momentanen Kurse unter 12,- Euro somit Schnäppchenkurse sein. Eine faire Bewertung der Aktie sehen wir momentan bei 17,20 Euro.

Automobil- und Stahl- und Rohstoffaktien im Fokus

Aus unserem Börsenbrief vom Wochenende: Die Börsen zeigten sich in der vergangenen Woche nach anfänglicher Schwäche mal wieder von Ihrer freundlichen Seite. Und das obwohl es aus Europa durchaus zwiespältige Signale zu vernehmen waren. Immer mehr deutet darauf hin, dass sich die Politik nun endlich doch mit einer möglichen Pleite Griechenlands beschäftigt. Zwar wurde dieses Szenario stets ausgeschlossen, die Forderung der EU Finanzminister an die Bankenaufsicht, die europäischen Banken einem erneuten Stresstest zu unterziehen, um festzustellen wie hoch die möglichen Wertberichtigungen bei griechischen Staatsanleihen der einzelnen Finanzhäuser sind, sprechen aber eine deutliche Sprache. Die alles entscheidende Frage der nächsten Wochen wird also sein, ob wir uns nun einer finalen Lösung der Schuldenproblematik nähern, und somit noch die berechtigte Hoffnung auf eine Jahresend.Rally besteht, oder wir anderenfalls noch einmal deutlich tiefere Kurse sehen werden?

Ebenso auffällig wie der neu ausgerufene Banken Stresstest und die Reaktivierung des SoFFin, sind die erneuten zahlreichen Herabstufungen der US Ratingagenturen in der vergangenen Woche. Besonders deutlich wurde Italiens Kreditwürdigkeit am Donnerstag gleich im mehrerer Stufen nach unten gesetzt. Am Freitag folgte dann eine Abstufung der portugiesischen und britischen Banken durch Moodys, und Fitch nahm sich Italien und Spanien vor. Überall war in der Begründung für diesen Schritt von schwachem Wirtschaftswachtum, hoher Schuldenlast und einer möglichen Rekapitalisierung von Banken, zu lesen. An dieser Stelle möchte ich aber ausdrücklich betonen dass Fitch die spanischen Staatsanleihen weiterhin als sicher eingestuft hat! Leider gerät aber mit Belgien nun ein weiteres europäisches Land in den Fokus der US Ratingagenturen. Der gefürchtet „Flächenbrand“ in Form der Herabstufungen, und deren direkten Auswirkungen ist also zumindest in vollem Gange..

Die Nachrichten dürften ja im einzelnen ja bekannt sein, und wurden ja von den Medien auch flächendeckend transportiert…Ich wage aber zu behaupten dass all dies nun (endlich) einen Grund und ein Ziel haben könnte. Wie wir alle schon seit längerer Zeit wissen ist Griechenland höchstwahrscheinlich nicht mehr zu retten, und es wäre -auch für die Griechen- sicherlich der beste Weg sich, zumindest zeitweise, aus der Gemeinschaft zu verabschieden, um dann über eine eigene Währung abzuwerten, wieder zu gesunden, und gestärkt in einigen Jahren zurück zu kehren. Ich habe den Eindruck dass dieser Gedanken nun endlich auch in den Köpfen der Politiker angekommen ist, und man sich nun gezielt darauf vorbereitet, oder dies zumindest nicht mehr kategorisch ausgeschlossen wird. Der Markt hat eine Insolvenz Griechenlands sowieso seit längerem schon eingepreist. Die Prämien für 5-jährige griechische Ausfallversicherungen preisen seit ungefähr einem Monat eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 100 Prozent ein.

Banken haben somit auch seit einigen Wochen damit begonnen immer mehr Liquidität bei den Zentralbanken zu parken. Sowohl bei der FED als auch der EZB haben die Bankeneinlagen in den letzten Wochen dramatisch zugenommen, was natürlich auf der anderen Seite bedeutet, dass nicht mehr genügend Liquidität für Kredite an die Realwirtschaft vorhanden ist, die zuletzt sowieso nur noch sehr zögerlich vergeben wurden. Zusätzlich dazu nehmen immer mehr Banken weitere deutliche Abschreibungen auf griechische Engagements in die Bücher, um das Risiko eines Schuldenschnitts Griechenlands entsprechend abzupuffern. So hat beispielsweise die Deutsche Bank nach 155 Mio. Euro im Vorquartal weitere 250 Mio. Euro im III. Quartal auf ihre Engagement in Griechenland abgeschrieben.

Unabhängig von der speziellen Situation bei den Bankenwerten mehren sich aber die Zeichen, dass sowohl in den USA, als auch in China die konjunkturellen Daten auf eine baldige Besserung hindeuten. Bislang wurden die Rezessionsbefürchtungen in keiner Weise bestätigt, im Gegenteil, es deutet vieles darauf hin, das dieses Thema überwiegend mediengetrieben war, denn alle Stimmungsbarometer zeigen wieder verhalten optimistisch nach oben. Zuletzt hielt sich der ISM Index zum zweite Mal in Folge auf einem stabilen Niveau, die Nachrichten vom US Häusermarkt werden allmählich besser, und die jüngsten Arbeitsmarktdaten deuten auf eine Erholung US Wirtschaft hin. Auch Ben Bernanke verstand es einmal mehr durch wage Andeutungen den Markt zu beruhigen…Dieser neue Optimismus zeigte sich dann auch am 04.10.2011 im späten US Handel und löste die starke Erholungsbewegung der letzten Tage aus. Sehen Sie sich dazu noch einmal den eindrucksvollen Kursverlauf der US Indizes vom Dienstag an dem wir einen ausführlichen Artikel gewidmet haben:

In der kommenden Woche startet nun die Berichtssaison zum dritten Quartal, die für neue Impulse sorgen sollte. Die harten Fakten deuten auf weiterhin solide Ergebnisse in den Unternehmen hin. Allerdings werden die Marktteilnehmer insbesondere dem weiteren Ausblick eines jeden Unternehmens eine besondere Bedeutung beimessen. Hier muss sich nun zeigen ob es einen konjunkturellen Einbruch geben wird oder nicht. In dieser Woche gelang es insbesondere den zyklischen Werten aus der Stahlbranche als auch den Automobilherstellern wieder an die Performance der letzten Wochen anzuknüpfen. Dieser Trend sollte sich in einem positiven Börsenumfeld auch weiter fortsetzen. Insbesondere die Rheinmetall Aktie sowie ThyssenKrupp konnten bei den Stahlwerten wieder kräftig anziehen. Gold und Silber bleiben hochvolatil. Eine Entscheidung über die weitere Richtung der Edelmetalle steht wohl ebenfalls unmittelbar bevor.

Für den DAX könnte bereits die kommende Woche die Entscheidung bringen. Die Marke von 5.675 Punkten wurde mehrfach überschritten und konnte auch zum Freitag gehalten werden. Die nächste entscheidende Marke bei 5.700 Punkten wurde bereits mehrfach getestet. Gelingt es diese Marke nachhaltig zu überwinden würde sich weiteres Potenzial bis in den Bereich von 6.000 – 6.100 Punkten ergeben. Fällt der Deutsche Leitindex hingegen wieder unter die Marke von 5.500 Punkten befinden wir uns erneut in der seit Wochen existenten Trading-Range. Dann wäre sogar ein erneuter Test der 5.000er Marke möglich. Insgesamt bleibt aber das positive Bild im DAX erhalten, der sich nun wieder im direkten Vergleich zu den US Indizes deutlich stabiler präsentiert. Investoren kehren offenbar, nach der Erkenntnis dass die Politik nun entschlossen handeln will, wieder an den Marktplatz Deutschland zurück.

Die Börsen bleiben dennoch weiterhin extrem nachrichtengetrieben und volatil. Ein Schuldenschnitt Griechenlands würde mit hoher Wahrscheinlichkeit kurzzeitig zu weiteren Verwerfungen an den Kapitalmärkten führen. Letztlich bin ich mir aber relativ sicher dass die Märkte eine finale Lösung in der Griechenland-Frage mit einer Erleichterrungs-Rally quittieren würden, denn dies wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wir stehen wahrscheinlich unmittelbar vor einer solchen Entwicklung, zumindest deuten die jüngsten Ereignisse genau darauf hin. Auch wenn die Aktienmärkte sich in der abgelaufenen Woche wieder sehr freundlich gezeigt haben bleibt das allgemeine Marktumfeld anfällig für schlechte Nachrichten, denken Sie immer daran!  Zudem sprechen die „normalen“ saisonalen Muster eher für einen turbulenten Börsenmonat. Der Dax Volatilitätsindex steht mit 43,15 Punkten immer noch im roten Bereich und deutet auf Angst und nervöses Agieren unter den Anlegern hin.Es ist also nach wie vor ratsam vorsichtig zu bleiben, sich nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen, und bestehende Positionen relativ eng abzusichern.

Melden Sie sich jetzt zu unserem kostenlosen Börsen Newsletter an!

Deutsche Bank und Commerzbank mit Soffin-Phantasie

Es bewegt sich etwas in der politischen Landschaft Europas – endlich!. Während Angela Merkel und der französische Staatspräsident am Wochenende vor die Kameras traten und, erneut viel redend und letztlich nichtssagend, beteuerten dass sie in Sachen Schuldenkrise und Rekapitalisierung der Banken eng zusammenarbeiten wollen, war von Wolfgang Schäuble bereits zu vernehmen, dass das griechische Problem vielleicht doch größer werden könnte als ursprünglich angenommen. Eine abschließende Beurteilung könne man aber erst abgeben, wenn der für Ende Oktober erwartete Bericht der Troika vorliege. „Es gibt ein hohes Risiko, dass sich diese Krise weiter zuspitzt und ausbreitet“, sagte Schäuble. Das Thema Schuldenschnitt, und die möglichen Folgen, insbesondere für die europäischen Banken, wird jetzt öffentlich diskutiert, und das wiederum deutet stark darauf hin dass dieses Ereignis auch bald eintreten könnte. Wir haben bereits am Wochenende in unserem Newsletter intensiver mit dem Thema beschäftigt. So langsam scheinen sich die einzelnen Puzzle-Teile zusammen zu fügen…

Die Frage die sich viele Anleger nun stellen dürften ist welche Auswirkungen ein solcher Schritt auf die Kapitalmärkte, und insbesondere auf die beiden deutschen Großbanken, Commerzbank und die Deutsche Bank, haben wird. Diese grundsätzliche Frage was in den kommenden Wochen an den Kapitalmärkten passieren wird, kann wohl heute niemand im Moment seriös beantworten. Dennoch hat der Fall Dexia Bank nun offensichtlich auch die letzten, trägen Gemüter in der Politik wachgerüttelt. Die Dexia war in der vergangenen Woche als erstes offizielles Opfer der „neuen“ Schuldenkrise in Schieflage geraten, und musste nun vom der belgischen Staat aufgefangen werden. Die Rufe nach einer Wiederauflage des Bankenrettungsfonds Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) wurden somit immer lauter.

Denn auf europäische Banken kommen wegen der Schuldenkrise voraussichtlich höhere Abschreibun­gen als bislang erwartet zu, und wenn offiziell darüber gesprochen wird kann man meistens davon ausgehen das die Abschreibungen letztlich deutlich höher sein werden! Der IWF errechnete kürzlich einen zusätzlichen Rekapitalisierungsbedarf für europäischen Geldhäuser in Höhe von bis zu 200 Milliarden Euro. Allerdings verwies man auch gleichzeitig darauf, dass im Falle einer weiteren wirtschaftlichen Eintrübung der Wirtschaft in Italien, Spanien oder Frankreich, die Summe auch wesentlich höher ausfallen könne. Insbesondere französische Banken stehen gerade wegen Ihrer verhältnismäßig hohen Engagements in Griechenland im Kreuzfeuer.

Im Jahr 2008 wurde der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) nach der ­Lehman-Pleite eingerichtet, um in Krisensituationen den kurzfristigen zusätzlichen Kapitalbedarf der Banken zu decken. Ziel und Zweck des Soffin ist es eine systemische Krise zu verhindern. Nach der Lehman Pleite stellten Bund und Länder deutschen Instituten insgesamt 50 Milliarden Euro Kapitalhilfen zur Verfügung. Heute denkt die europäische Führung nun erneut über einen solchen Rettungsfond nach. Der Markt scheint dies positiv aufzunehmen. Vorbörslich reagiere die Futures heute positiv auf die politischen Neuerungen, insbesondere der Euro kann deutlich profitieren.

Die beiden deutschen Bankenwerte legen vorbörslich kräftig zu…mal schaun ob das so bleibt! Grundsätzlich bleiben wir bei unserer verhalten positiven Einstellung bei den beiden Aktien der deutschen Banken, und gehen davon aus dass diese nicht zu dem Kreis der ernsthaft stützungsbedürftigen Institute gehören werden. Eine Zusage für eine staatliche Unterstützung im Bedarfsfalle sollte sich kurzfristig eher positiv und stabilisierend auf die Aktienkurse auswirken…was ja von politischer Seite auch durchaus so gewünscht ist.

Solar Millennium – wars das jetzt?

Die Solar Millennium Aktie kommt nicht zur Ruhe. Erst gestern wurde bekannt, dass sich das Unternehmen nun nach dem eigentlichen Strategieschwenk in den USA dazu entschlossen hat das US Geschäft komplett an den Mitbewerber Solarhybrid AG zu verkaufen. Die Verhandlungen laufen noch, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die jetzige Vereinbarung sieht aber vor, dass Solar Millennium neben den gesamten US-Projektinvestitionen einen maßgeblichen Anteil am Gewinn bei Realisierung der Photovoltaik-Kraftwerke erhalten werde. Wie hoch dieser Anteil ausfallen werde wurde indes nicht bekannt.

Damit fehlt dem Wert nach unsrer Auffassung nun wohl jegliche Phantasie für die Zukunft. Um so erstaunlicher war dann auch die gestrige Reaktion des Marktes. Die Solar Millennium Aktie konnte im gestrigen Handel kräftig zweistellig zulegen. Dieser Kursanstieg wurde allerdings nach der heutigen Meldung über den überraschenden Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Christoph Wolff wieder negiert. Das bisherige Vorstandsmitglied Jan Withag ist kurzfristig zum neuen Vorstandschef berufen worden. Im Aufsichtsrat wird  Marc Van Herreweghe die Position von Hannes Kuhn einnehmen, der Ende September alle Mandate aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte.

Alles in allem ist dies wohl eine Gemengelage die bei Anlegern ein gewisses Stirnrunzeln verursachen sollte. Hier ist auch nach unserer Auffassung äusserste Vorsicht geboten. Solaranalyst Sebastian Zank kommentierte die Ereignisse kürzlich wie folgt: „Es gibt für Solar Millennium zeitnah keinen Markt für größere Projekte mehr“ Die Solarthermie, bei der Sonnenwärme in Energie umgewandelt wird, habe gegen die Photovoltaik, wo Licht zu Strom wird, das Technologierennen wohl verloren. Zank sieht die Erlanger binnen ein bis zwei Jahren in die Pleite rutschen. (mz-web.de) Ob diese Prognose eintreffen wird können wir nicht beurteilen, sicher ist aber dass das Vertrauen der Anleger, durch die zahlreichen Ereignisse der letzten Monate stark belastet sein dürfte, und sich dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Aktienkurs dauerhaft niederschlagen wird.

Daimler, BMW, Porsche und Volkswagen – von wegen Rezession!

Alle deutschen Automobilhersteller konnten Ihre Absatzzahlen in den USA noch einmal deutlich steigern und liegen damit, auch nach den September Zahlen, immer noch deutlich im zweistelligen Wachstumsbereich. Von einer Rezession ist in diesem Sektor also, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, nicht ansatzweise etwas zu spüren! Um die Absatzsituation aber voll umfassend beurteilen zu können muss man sich als Anleger noch gedulden, bis die Absatzzahlen aus Europa, Asien und dem Rest der Welt auf dem Tisch liegen. Dennoch, die gestern gelieferten zahlen könne  sich sehen lassen. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Daimler hat im letzten Monat seinen US-Absatz um 15,6 Prozent auf insgesamt 23.897 Fahrzeuge gesteigert. Alleine die Pkw Sparte legtenum neun Prozent auf 21.649 Fahrzeuge zu. Besonders gut verkauften sich die C-Klasse mit einem Plus von fast einem Drittel auf 6.865 Wagen. Insgesamt hat Daimler damit in den ersten neun Monaten des Jahres 182.314 Neuwagen in den USA verkauft, 10,3 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

BMW konnte ebenfalls kräftig zulegen und verkaufte mit insgesamt 25.749 Fahrzeugen stolze 11,4 Prozent mehr Autos in den USA. Die BMW-Kernmarke verzeichnete somit im September ein deutliches Absatzplus von 19,3 Prozent auf 21.750 Fahrzeuge. Bei der britischen Tochter Mini hingegen musste ein einen Absatzrückgang von 18,1 Prozent hingenommen werden. Für die neun Monate seit Jahresbeginn beträgt das Absatzplus der gesamten BMW Gruppe somit 14,2 Prozent. Insgesamt wurden 219.314 Fahrzeuge in den USA abgesetzt.

Auch bei der Marke Porsche zeigten sich die Amerikaner einmal mehr in Kauflaune. Der Stuttgarter Sportwagenbauer setzte erneut 10,1 Prozent mehr Fahrzeuge ab als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im September wurden somit insgesamt 2.170 Fahrzeuge verkauft. Nach wie vor führt der Cayenne mit 930 Stück den diese guten Verkaufszahlen an. Etwas schwächer verkaufte sich der Panamera, dafür konnten jedoch die Absatzzahlen beim 911er wieder deutlich anziehen.

Fast schon wie gewohnt findet man das beste Ergebnis für den US Absatz bei der Volkswagen AG. Der Absatz stieg um 35,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 27.036 Fahrzeuge. Nach neun Monaten im laufenden Jahr kommt der Wolfsburger Autobauer in den USA auf 235.459 abgesetzte Wagen, was einem deutlichen Zuwachs von 22,2 Prozent entspricht. Insbesondere der US Jetta erwies sich einmal mehr als echter Verkaufsschlager, denn fast die Hälfte der US-Verkäufe entfiel erneut auf dieses Modell, das um 55,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegte.

Unser persönliches Fazit bleibt: Deutsche Autobauer sind gut im Geschäft, bislang ist hier die Rezession, über die man überall lesen kann, noch nicht ansatzweise angekommen. Auch wenn die chinesische Wirtschaft nun erste Signale einer Abschwächung sendet, werden die Verkaufszahlen gerade in Asien wohl auf Jahre hoch bleiben. Die Korrektur an den Börsen ist offensichtlich noch nicht abgeschlossen, sodass bei allen Autobauern noch Abwärtspotenzial vorhanden sein dürfte. Dennoch sind wir insbesondere für die Volkswagen Aktie weiterhin sehr positiv gestimmt, und halten Kurse unter 90,- Euro für echte Schnäppchenkurse!

bwinparty, Bet-at-Home, und Jaxx – eine heiße Wette

Noch einmal zur Erinnerung 😉 mein Artikel vom 15.09….Mit einem kräftigen Satz nach oben ist gestern die bwin.party Aktie aus dem seit Monaten existierenden Abwärtstrend ausgebrochen. Grund für den Freudensprung der Aktie war das der Landtag in Schleswig Holstein ein neues Glücksspielgesetz verabschiedet hat, das die Liberalisierung des Glücksspiel und Sportwetten-Marktes vorsieht. Der neue Vertrag, der von den Kommissaren in Brüssel bereits freigegeben worden ist, sieht vor, dass Online Wetten, Poker, Lotterien und andere Glücksspiele wieder zugelassen werden, und eine realistische Besteuerung von voraussichtlich 20 Prozent des Nettospielertrages erhoben wird. Deutlich unterbewertet dürfte unter diesen Gesichtspunkten die Aktie von Bet-at-Home sein die das günstigste Kurs-Gewinn-Verhältnis der drei oben genannten Titel aufweist.

Der Beschluss des Kieler Landtags ist somit ein wichtiger und wegweisender Schritt auf dem Weg zu einem geöffneten und regulierten Glücksspielmarkt in Deutschland, und dürfte für Aktien der Wettanbieter wie bwin oder Jaxx ganz neue Umsatzpotenziale ermöglichen. Die bwin.party Aktie quittierte die Meldung bereits gestern mit einem Zuwachs von 12 Prozent, heute kann der Titel erneut zulegen.

Insbesondere bei der bwin.party Aktie dürfte sich nach erfolgreicher Zulassung als Glücksspiel- und Wettanbieter in Schleswig Holstein enormes Aufholpotenzial ergeben. Das zu erwartende zusätzliche Umsatzpotenzial durch die Liberalisierung wird von Fachleuten mit ca. 25 bis 40 Prozent angegeben. Die Aktie wurde in den letzten Monaten regelrecht verprügelt und notierte zuletzt auf einem 3-Jahres-Tief. Die Short-Quote bei Bwin war zudem außerordentlich hoch sodass sich eine Spekulation auf einen baldigen Short Squeeze lohnen könnte…Zunächst hat die Aktie nun Potenzial bis in den Bereich um die 144 Pence anzusteigen. Kann dieser Widerstand überwunden werden, dürfte die Luft für die Shorties verdammt dünn werden!

BlackRock mag Rheinmetall

Eine Aktie dir wir auf dem aktuellen Niveau für äußerst interessant halten ist die Rheinmetall AG Aktie. Offenbar sind wir mit dieser Einschätzung nicht alleine, denn heute wurde bekannt, dass der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock den Anteil an dem Unternehmen deutlich aufgestockt hat. BlackRock hält nun 5,10 % oder 2.019.343 Stimmrechte an dem Stahl- und Rüstungsunternehmen. Die Meinungen der Analysten gehen bei dem Wert in den letzten Tagen deutlich auseinander. Zum einen sind da die Unsicherheiten in wie weit sich die künftigen Sparmaßnahmen einzelner Staaten auf das künftige Rüstungsgeschäft auswirken werden, und zum anderen sehen manche Marktbeobachter möglichen Probleme in der Autobranche, und haben ihr Analysemodell kürzlich überarbeitet.

Grundsätzlich stellt die Aktie der Rheinmetall AG ein solides Basisinvestment im Stahlsektor dar. Durch den Bereich Wehrtechnik sollte der Aktienkurs, im direkten Vergleich zu anderen Stahlunternehmen, etwas weniger anfällig für zyklische Ereignisse sein. Insbesondere die Produkte aus dem Bereich unbemannte Aufklärungsflugzeuge sowie Ausrüstung zum Schutz von Bodentruppen bei diversen Friedenseinsätzen sind hier zu erwähnen. Nach dem Kursrutsch von 65,- auf nunmehr 37,- Euro dürften die Rezessionserwartungen nun ausreichend eingepreist sein.

Fundamental betrachtet ist die Aktie so günstig wie seit Mitte 2009 nicht mehr, und weist ein KGVe für 2012 von 5,61, bei einer Dividendenrendite von 5,7% auf. Anleger die nicht von einer deutlichen Abflachung der Konjunktur im Automobilsektor ausgehen sollten sich die Aktie unbedingt auf die Watchlist nehmen. Mittelfristig betrachtet könnte es also sehr interessant sein sich an die Einkaufsstrategie von BlackRock dran zuhängen…der Zeitpunkt erscheint günstig!

Commerzbank und Deutsche Bank – jetzt gehts los!

In unserer letzten Analyse über die beiden Banken haben wir von einer möglichen Trendwende bei den Aktien der Commerzbank sowie der Deutschen Bank berichtet. Bereits in der vergangenen Woche sah es so aus, als ob das Schlimmste bei den beiden deutschen Großbanken, der Commerzbank und der Deutschen Bank, vorüber sein könnte. Beide Aktien konnten sich deutlich von den Tiefständen lösen und legten, getrieben durch positive Nachrichten, wieder zu. Mit dem Überschreiten der wichtigen Widerstandsmarke bei 1,86 Euro wurde bei der Commerzbank Aktie ein starkes Kaufsignal generiert, und führte die Aktie heute nun erneut über die 2,- Euro Marke. Sollte es nun gelingen auch noch die Marke von 2,12 Euro demnächst zu überwinden stehen die Chancen auf einen ordentlichen Short Squeeze nicht schlecht.  Nach den schweren Wochen als Aktionär der CoBa sollte man jetzt wohl unbedingt dabeibleiben, und sich das Schauspiel nicht entgehen lassen.

Die Deutsche Bank Aktie konnte zuletzt ebenfalls deutlich zulegen und notierte gestern bereits wieder um die 28,50 Euro Marke. Beim Deutschen Branchenprimus häufen sich zudem die positiven Analystenkommentare die allesamt ein deutlich höheres Kursziel für die Deutsche Bank Aktie prognostizieren. Der Ausbruch über den Widerstand bei 26,- Euro ist also gelungen, und damit macht die Aktie insgesamt den Eindruck dass sich nun ein stabiler Boden gebildet hat. Die Marke von 31,35 Euro bleibt der Widerstand den es zu überschreiten gilt, um diese Bodenbildung letztlich komplett abzuschließen. Für beide Titel sind wir aufgrund der in Kürze zu erwartende Nachrichtenlage aus Europa und der Charttechnik weiterhin sehr positiv. Wie in unserem kostenlosen Börsenbrief kürzlich erwähnt gehen wir davon aus, dass ein charttechnischer Ausbruch der Börsen nach oben vom Finanzsektor angeführt werden dürfte…

Top