DAX – die nächsten Zielmarken

Der Dax ist hat, wie von uns erwartet, an der Marke von 5.000 Punkten erneut gedreht. Angetrieben vom Finanzsektor können sich alle Werte quer durch alle Branchen nun kräftig erholen. Dennoch bleibt festzuhalten dass sich fundamental nicht viel geändert hat. Die politische Situation ist nach wie vor undurchsichtig, und eine nachhaltige Lösung der bekannten Probleme in weiter Ferne. Es ist also ratsam wohl nicht zu euphorisch zu werden, und die aktuelle Bewegung mit einer gesunden Portion Skepsis zu betrachtet. Hier nun ein kleines Update in Form eines Charts wie es in den morgen weiter gehen könnte, bzw. wo die relevanten Marken sind, die es nun zu überwinden gilt, um die seit Wochen bestehende Seitwärtsrange zu verlassen.

Gelingt ein deutlicher Ausbruch über die Marke von 5.675 Punkten stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich die aktuelle Bewegung noch bis zum Wochenende fortsetzen wird. Dann allerdings sollte sowohl das aktuell laufende Window Dressing ein vorläufiges Ende gefunden haben, als auch die Politiker Europas eine greifbare Lösung für die Probleme der Eurozone erarbeitet haben. Andernfalls besteht die dringende Gefahr dass es sich auch bei dieser Bewegung wieder nur um ein Strohfeuer gehandelt hat, und wir erneut tiefere Kurse sehen werden. Für heute steht aber natürlich an erster Stelle sich nach langer Zeit mal wieder über deutliche Kursgewinne zu freuen, und die geschundene Anlegerseele auch mal baumeln zu lassen!

In diesem Sinne wünsche ich allen Investors Inside Lesern einen schönen und erholsamen Abend.

20 Comments

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  2. phil said:

    @Hari:

    Sehr salomonisch ausgedrückt! 😉

    Und was die No Bail Out Klausel anbelangt, habe ich meinen Ärger ja oben auch schon zum Ausdruck gebracht, da sind wir also auch absolut d’accord. Bleibt dann also noch zu hoffen, dass unsere Politiker irgendwann doch noch ihr Herz in die Hand nehmen und sich auf eine klare, saubere Lösung einigen.

  3. Hari Seldon said:

    @Phil, mit dem EU Vertrag den Du erwähnst, der bei einem Austritt aus dem Euro auch einen Austritt aus der EU vorschreibt, meinst Du bestimmt den EU-Vertrag, der gerade in Sachen Bailout problemlos gebrochen wurde oder ?
    😉

    Ich will sagen, Verträge sind in historischen Momenten Schall und Rauch, wie die Gegenwart beweist. Worauf es aktuell ankommt ist politischer Gestaltungswille ! Wenn man den hat, geht weit mehr als wir uns vorstellen können. Wir stehen doch aktuell an der Wegscheide zwischen den Vereinigten Staaten von Europa oder dem ungeordneten Zerfall. Wenn das kein historischer Moment ist, was denn dann ? In solchen historischen Momenten braucht man den Willen die Zukunft zu gestalten. Und möglich ist genau das, was man möglich macht !

    Diese statische Denke unserer Politik ohne gestalterischen Kompass ist auch das, woran ich am meisten verzweifele. Wir lassen uns treiben statt zu führen. Deutschland hat eine historische Chance, ein neues Bild von Europa zu definieren und dafür wesentliche Eckpfeiler rein zu hauen. Diese Eckpfeiler würden wie Moses das Meer in zwei Hälften teilen. Die die sich daran halten sínd „drinnen“ und werden daher kompromisslos mit unserem Geld heraus gehauen. Und die die das nicht können oder wollen sind „draussen“.

    Dazu braucht man auch keine Verträge, man muss es nur überzeugend öffentlich sagen. Man braucht Gestaltungswillen und ein Gefühl für historische Momente. Und man muss die Reihen derjenigen schliessen die „drinnen“ sind. Den Rest der Aufräumarbeiten erledigen die Finanzmärkte. Die Märkte würde so eine klare Ansage mit Begeisterung aufnehmen.

    Aber eine solche Regierung, die den Mantel der Geschiche fühlt und begreift das sie das Schicksal Europas in den Händen hält, haben wir nicht und die ist auch nirgendwo in unserer Politik in Aussicht. Was die Märkte und Europa jetzt brauchen ist keine Haarspalterei um Verträge und keine Mauscheleien in Hinterzimmern, sondern FÜHRUNG. Und nur ein Land kann in Europa aktuell diese Führung liefern – Deutschland. Und Führung funktioniert nicht, wenn man es allen Recht machen will. Das hat noch nie funktioniert.

    Ansonsten kann ich alles von Dir oben unterschreiben und kein Plan – egal wie ausgefeilt – wird natürlich ohne Restrisiken auskommen, dazu ist das Thema zu sehr Neuland. Aber ich bin sicher, dass man mit bestimmten konkreten Massnahmen und Techniken die Risiken sehr minimieren und Griechenland ganz geordnet aus dem Euro heraus führen könnte. Aber das im Detail zu diskutieren übersteigt wie gesagt so einen Blog. Und damit schliesse ich für mich das Thema auch hier ab.

    Eines ist aus Sicht der Märkte auf jeden Fall klar: die Märkte werden nahezu alles positiv goutieren, wenn es nur mit klarer Führung wieder Ordnung schafft. Fast jede klare Ansage ist für die Märkte besser, als weiter diese Unsicherheit !

  4. Phil said:

    @Hari:

    Grundsätzlich hast du natürlich recht, dass es den Rahmen dieses Blog sprengen würde, solche Themen tiefgehend hier zu diskutieren. Aber ein zwei kleine Anmerkungen würde ich gerne noch loswerden , denn ich glaube wir waren auch kommunikationstechnisch nicht ganz „on the same page“:

    In bin nämlich, wie du, eigentlich der Meinung, dass ein sauberer Schnitt mit Ausschluss Griechenlands aus dem Euro wahrscheinlich die beste Lösung wäre (auch wenn es hier natürlich auch viele Unwägbarkeiten gibt). Allerdings ist der EU-Vertrag derzeit halt so ausgestaltet, dass ein Austritt aus dem Euro eben zwingend einen Austritt auch aus der EU voraussetzt. Und Vertragsänderungen sind halt eher eine Frage von Jahren, wenn nicht sogar eher Dekaden. Also auf jeden Fall mehr Zeit als man für eine saubere Lösung hat. Aber das ändert natürlich grundsätzlich nichts daran, dass man Griechenland trotzdem aus dem Euro ausschließen kann, nur dass der Schnitt dann eben noch drastischer als eh schon wäre.

    Was die Zweitrundeneffekte anbelangt, so ist es natürlich absolut möglich, dass diese im Rahmen bleiben und keine starken Auswirkungen auf Deutschland haben. Mein Beispiel mit Frankreich oben sollte auch nur als Extrembeispiel dienen und nicht notwendigerweise bedeuten, dass ich wirklich daran glaube, dass dies passiert. Wovon ich allerdings fest überzeugt bin, ist, dass man die tatsächlichen Auswirkungen die eine „Staatspleite“ (und eben nicht nur ein „de facto Default“) Griechenlands hätte eben nicht vorhersagen kann.(und du bringst ja oben sogar noch Portugal und sogar Spanien und Italien mit ins Spiel – und spätestens dann kann man eben nicht mehr von ökonomischen Leichtgewichten sprechen).

    Und natürlich gibt es präventive Maßnahmen, die man in Deutschland treffen könnte. Aber was ist, wenn andere, weniger leistungsfähige, Volkswirtschaften nicht in der Lage sind, solche Maßnahmen zu treffen und dann ihrerseits Probleme bekommen und sich diese Probleme dann nach und nach zu einem Niveau hochschaukeln, wo auch Deutschland wieder Probleme bekommt? Auch die Leistungsfähigkeit Deutschlands könnte in einem solchen Szenario durchaus an ihre Grenzen stossen.

    Wie schon gesagt, ist es alles andere als sicher, dass so etwas passiert. (mangels historischer Vergleiche und ausgereifter Modelle kann eigentlich niemand seriös sagen was im Fall der Fälle passieren würde). Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist aber halt eben auch nicht so gering, dass sie vernachlässigbar wäre.

  5. Matthew said:

    Das Thema Griechenland bewerte ich wie Lars und Hari und ja es ist viel zu kompliziert um das hier alles noch ausführlicher zu beschreiben!

    Am besten finde ich immer, wenn irgendwelche daher gelaufenen Leute von den Fernsehsendern auf der Straße gefragt werden, was sie von der ganzen Sache halten?!

    Das wäre dann im Grunde ungefähr so, wie wenn mich jemand nach spezifischen Details zu Botanik und wie man bestimmte Strünke am besten pflegt fragen würde, und ich ohne jede Ahnung dann einfach wild drauf los plappere!

    Aber egal hab heute den Dax bei 5700 geshortet und wenn ich mir im besonderen heute Abend die Meldungen zu dem Euro ansehe, ist meine Prognose eher so, daß wir im Oktober eher noch mal die 5000 sehen werden!

    Hmmm, ma gucken wie das dann so wird!

    Eigentlich müßte,…, alles viel einfach sein!

  6. Hari Seldon said:

    @ Phil, sehe ich nicht ganz so wie Du. So bin ich zb fest überzeugt, dass man Griechenland aus dem Euro lösen kann und deswegen Griechenland keineswegs aus der EU müsste. Auch die Zweitrundeneffekte sind kontrollierbar, wenn man es richtig angeht.

    Und natürlich sind die Themen unter der Decke komplizierter und ich habe mir da auch weit ausführlichere Gedanken zu gemacht bzw diese mit anderen Finanzmarktkennern ausführlich diskutiert, als das in 3 Absätzen darstellbar ist.

    Hier stösst aber so ein Blog einfach an seine Grenzen der Diskutierbarkeit und deswegen will ich auch gar nicht versuchen die Möglichkeiten und Abhängigkeiten und Wenns und Abers des Themas aufzudröseln. Lassen wir es also einfach bei Deiner und meiner Meinungsäusserung.

    Das Thema wäre imho eher etwas für ein längeres Gespräch. Wer weiss, vielleicht werden sich ja irgendwann mal – falls Lars und ich hier einen professionellen Dienst etablieren – die aktiven Abonnennten einmal im Jahr zum „Mr. Market Summit“ treffen 😉 Dann könnten wir so etwas mal in grosser Runde diskutieren. Würde sicher Spass machen 🙂

  7. Phil said:

    @Hari:

    „Was die wirtschaftlichen Effekte angeht, bricht die Deutsche Exportmaschine wohl kaum zusammen, weil ihr Absatz in Griechenland, Portugal, Spanien und Italien wegbricht. Das macht maximal ein paar kleine Prozentchen im Aussenhandel aus und ist zu vernachlässigen.“

    In dieser Kalkulation bleiben aber alle Zweitrundeneffekte bzw. Ansteckungsrisiken außer Acht. Was wäre denn, wenn in Folge dieser Verwerfungen auch Frankreich zusammenbrechen würde? Mal so als drastisches Beispiel. Aber klar ist zumindest, dass das alles eben nicht so einfach kalkulierbar ist.

    Auch kann man eben nicht einfach Griechenland oder die anderen Peripherie-Staaten (bzw. das „verfaulte Fleisch“) aus dem Euro rausschneiden, sondern müsste diese dann auch direkt aus der EU rauswerfen und zu solch einem Schritt werden sich unsere Politiker wohl (zumindest noch) nicht durchringen können.

    Was ich daran aber am ärgerlichsten finde, ist dass es hier scheinbar (bin jetzt kein Experte im EU-Vertragswesen) kein Hintertürchen zu geben scheint, während man die „No Bail Out“ Klausel scheinbar beliebig beugen kann. Denn wahrscheinlich gilt auch hier der alte Spruch „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“…

  8. Hari Seldon said:

    Ja Holgersen, zumal ein Schutz gegen eine Pleite der Pigs für uns so einfach wäre:

    50 maximal 100 Milliarden Kapital bundesintern bereit stellen, mit dem wackelnden Banken zwangskapitalisiert werden – wie bei der Coba 2008 vorgemacht. Das reicht völlig aus, mehr braucht das deutsche Bankensystem nicht. Und das Geld ist ja nicht weg wie man an der Coba sieht, da wurde es ja auch mit Zinsen zurück gezahlt.

    Was die wirtschaftlichen Effekte angeht, bricht die Deutsche Exportmaschine wohl kaum zusammen, weil ihr Absatz in Griechenland, Portugal, Spanien und Italien wegbricht. Das macht maximal ein paar kleine Prozentchen im Aussenhandel aus und ist zu vernachlässigen.

    Und das Thema Euro liesse sich auch viel leichter stabilisieren, wenn man mal endlich das verfaulte Fleisch aus dem Körper des Euros rausschneidet und dann die Reihen konsequent schliesst. Dann beruhigen sich die Finanzmärkte auch ganz schnell wieder. Im Moment tut die Politik aber alles, dass ein „failed State“ im Südosten Europas – der eigentlich unter der Wahrnehmungsgrenze liegt – ohne Not den ganzen Körper der EU infizieren kann – einfach unglaublich so viel Inkompetenz.

    Aber wir geben ja lieber hunderte Milliarden in die Hände Dritter um zu „retten“ was sowieso nicht zu retten ist. Und unsere Volksvertreter, all die Lehrer, Sozialarbeiter und Juristen im Bundestag, sind intellektuell völlig überfordert und heben die Hand für etwas, das sie gar nicht verstehen.

    Ich versuche das Thema so gut zu verdrängen wie ich kann, weil sonst schlafe ich nur schlecht, wenn ich an unsere Zukunft denke. Und was man nicht ändern kann, sollte man besser ignorieren so gut es geht. Mit meinem Job an den Märkten ist das allerdings verdammt schwierig.

  9. Holgersen said:

    Ja, die Hebelung des ESFS hat was von „all-in“, aber nicht nur für uns, sondern auch für nachkommende Generationen. Dieser Mist wurde bestimmt von den „Derivatenspezialisten“ aus der Finanzindustrie als „Werkzeug“ eingebracht.

    Ich muss bald brechen…

  10. Matthew said:

    Hallo Ramsi,

    das Problem ist, daß ich oft bei diesem „eigentlich müßte doch“, nicht selten falsch lag! Was ich Dir nicht wünsche!

    Eigentlich müßten doch auch unsere Politiker mal langsam wieder zu Verstand kommen!?

    Und dann hört man ernsthaft das:

    Der EFSF soll in eine Art Bank umgewandelt werden, der dann die Anleihen von den Krisenstaaten kauft und sie bei der EZB als „Sicherheit“ ablädt. Dafür bekommt er dann neues Geld um weitere Schrott-Anleihen kaufen zu können. Das schöne bei diesem System ist, daß so die Kreditlinie achtfach oder zehnfach, da sind die hohen Herren sich noch nicht ganz einig hochgehebelt werden kann und alle Länder gemeinschaftlich für diesen Wahnsinn haften!

    Eigentlich müßte man doch meinen, daß die Politik mal langsam einen soliden Plan an der Start bringt!?

    Eigentlich!

    Euch allen gutes Handeln oder genießt einfach die letzten schönen Sonnentage dieses Jahres!

  11. Ramsi said:

    Der DAX geht wie geplant wieder gen Süden. Allerdings bröckelt der Goldkurs ebenfalls wieder deutlich ab. Ich bin heute bei Barrick zu 47,33 $ / Stück eingestiegen? Zu früh? Eigentlich müsste der Goldpreis sich doch allmählich wieder fangen, oder?

  12. Matthew said:

    Zu Hari:

    Also mit großen Kurskapriolen nach oben hatte ich bei der Apple auch nicht gerechnet, daß sollte eine Defensive-Strategie sein um diese Woche zum Quartalsende leicht positiv mit geringem Risiko zu beschließen.

    Grundsätzlich war meine Perspektive daß gegen Wochenende der Dax da steht wo er heute ist und daß in einem positiven Gesamtmarkt Apple sich zumindest nicht negativ bewegen sollte.

    Falsch gedacht! Na ja, im Moment ist mein EK der Stand jetzt.

    Deine Erklärung scheint mir sehr plausibel!

    Wichtige Frage ist nun können sich die Finanzwerte wirklich wirklich bis Freitag auf dem Niveau halten!?
    Also so sollte man jetzt schon shorten oder noch warten?
    Puhh!

    Bis jetzt sind die heutigen Abschläge zumindest bei den deutschen Werten ja noch moderat!

    Und die Hoffnung daß die Banken aus ihrer Haftung von staatswegen entlassen werden, war ja nichts anderes als das Abschießen von Irrlichtern!

  13. Felix said:

    Hallo zusammen!

    „Dennoch bleibt festzuhalten dass sich fundamental nicht viel geändert hat“

    Wie seht ihr denn die „fundamentale Lage“?
    Dass sich nichts verändert hat in den letzten Tagen ist klar, aber ich denke, dass das aktuelle Niveau doch schon so niedrig ist, dass es „fundamental“ nicht mehr viel an Punkten zu verlieren gibt, als das, was man in den letzten Tagen schon gesehen hat!
    Dass sich abgestrafte Finanztitel irgendwann erholen (zumindest zeitweise), war zu erwarten. Dass es oft so plötzlich geht, finde ich immer erstaunlich (wie halt ein Depressiver über Nacht zum Enthusiasten wird).
    Wenn man sich anschaut, was so manches Institut verdienen würde, selbst wenn es Griechenland größtenteils abschreiben müsste, könnte man noch höhere Kurse durchaus für angebracht halten… solange man die ganzen Auswirkungen einer Pleite in der Zukunft außer Acht lässt.
    Meiner Meinung nach ist doch dann aber der Witz an der ganzen Sache nur, dass diese „schlimmen Auswirkungen“(eigentlich die gesamte „Griechenland-Affäre“) „psychologische Gespenster“ sind, die von Politik, aufgrund von Unfähigkeit, und von dramatisch veranlagten Medien, aufgrund von Sensationsgeilheit, am Leben gehalten werden.(Gefühlsmäßig irgendwie noch extremer als in vergangenen Jahre)
    Irgendwann haben diese Herrschaften dann auch dem solidestem Investor oder Manager die Laune verdorben, sodass der erste seine Euros lieber vergoldet(o.ä.) und der andere dann die neuen Mitarbeiter doch lieber nicht einstellt!
    Summa summarum: Kehrt die Vernunft wieder ein, tippe ich auf einen DAX gegen 6000 in nächster Zeit und vielleicht sogar über 6500 am Ende des Jahres, ansonsten wahrscheinlich ein Rumgeeier zwischen 4800 und 5800…

    PS: Finde die Artikel hier im Blog echt immer sehr interessant! Kein Vergleich zu der ganzen heißen Luft die sonst so oft zu finden ist 😉
    Danke dafür!

  14. Matthew said:

    Charttechnisch haben wir insgesamt ein W vorliegen, wenn man den 12.9. da in die Betrachtung noch mit reinnimmt, mit der Festellung, daß die Marke von 5000 schon eine sehr entscheidene ist, bei der bisher das Kaufinteresse deutlich überwog.

    Und es ist so, wie Du beschrieben hast, daß wenn wir die 5675 deutlich überschreiten wir ein bullishes Szenario sehen. Charttechnisch!

    Was aber mir Kopfschmerzen bereitet ist die Intensität des Anstiegs und wie Du das auch beschrieben hast, ohne daß sich auf der politischen Ebene irgendetwas groß geändert hat!?

    Das Wort Hoffnung hat an der Börse nix verloren, hast Du geschrieben und genau dieses Wort hat aber dieses Kursfeuerwerk ausgelöst und wenn man sich anguckt, wie die Finanzwerte nach oben eskalieren, sieht das für meine Augen nicht mehr ganz normal aus!?

    Dein Zitat:

    „…als auch die Politiker Europas eine greifbare Lösung für die Probleme der Eurozone erarbeitet haben…“

    Was wäre denn für euch eine greifbare Lösung?

    Und es wird in den Medien tendenziell im Moment so getan als gebe es nur Deutschland, was sagen die Finnen dazu oder die Slowakei, oder oder…!?

    Am Ende noch mal eine Frage an die beiden Experten:

    Dass diese Woche sich positiv darstellen würde, davon war ich wohl auch ausgegangen, ich wollte aber nicht soooo viel Risiko gehen und habe dann am Freitag die Apple Aktie gekauft.

    So! Das fühlt sich gerade an, wie eine ausgemachte Dummheit!

    Könnte es vielleicht eine Erklärung geben, warum diese blöde Apfel-Aktie oder auch beispielsweise eine Amazon sich wie faule Kartoffeln benehmen?

    Obwohl bei beiden heute und in der nächsten Woche vielversprechende Produktneuheiten präsentiert werden? (iPhone 5 und diese Amazon-Tablet-Ding)
    Und obwohl sich beide Aktien gerade in den Schwächephase recht stabil präsentiert haben!?

    Euch allen gutes Handeln und einen sonnigen fluffigen Tag!

    • Hari Seldon said:

      Matthew, in meinen Augen sieht man an Amazon und Apple nur beispielhaft, dass wir es bei der aktuellen Rally einfach mit einer Gegenbewegung der am schlimmsten verprügelten Werte zu tun haben – einer Bärenmarktrally.

      Die beiden Aktien (und andere ala Microsoft und J&J)) waren relativ stark in der Krise, ergo wird dort temporär Liquidität entnommen um bei einer solchen Rally dabei zu sein. Die Stärke beim Absturz, ist die Schwäche beim Gegenanstieg. Alles ganz normal für solche Bärenmarktrallys.

      Zu den einzelnen Themen der beiden Aktien kann ich wenig sagen, da ich die Aktien nicht wirklich aktiv verfolge. Bei beiden ist mir schon zu viel positive Erwartung drin, da gibt es für mich persönlich attraktivere Aktien für ein Long-Szenario. Nur so viel, Produkt“neuheiten“ von denen der Markt schon weiss (Du weisst es ja auch) bewegen keine Kurse mehr, sondern sind schon lange im Preis. Konkret weiss doch jeder, dass das iPhone5 bald kommt auch unabhängig von einer Ankündigung. Und der Markt geht davon aus, dass es wieder ein Renner wird. Da bleibt wenig Luft nach oben. Kursbewegend sind nur echte Überraschungen.

      • Hari Seldon said:

        Matthew,

        na da haben wir ja mal eine – negative – Überraschung bei Apple. Langweiliges Billig iPhone 4S statt tollem iPhone 5. Und das während Amazon und die Android Fraktion aufrüsten. Der Markt mag das gar nicht, Apple -4% aktuell.

        Sieht für mich so aus, als hätte das Mr. Market letzte Woche schon gewusst. Kein Wunder, irgendwas leckt immer.

  15. Ramsi said:

    Also ich bin raus. Die Gewinne waren saftig und dick aber mir ist nicht klar, warum wir 600 Punkte höher stehen müssen als vor einer Woche, in der die Situation dieselbe war. Klar ist es nachvollziehbar, warum die Bankenwerte sich freuen, aber ist deswegen jetzt alles gerettet? Mir scheint das im Moment einfach noch zu sehr eine Art von „Hoffnungseuphorie“ zu sein. Deswegen sage ich danke und stell mich an die Seitenlinie.

  16. Tom said:

    Dh also raus?! Lars was denkst du ?! Noch morgen u do abwarten u dann leer stellen?! Danke für ne kleine richtungsweisung! Gerade gab der Dow ja ganz schön ab! ;)?! Danke

  17. Holgersen said:

    Danke für das Update. Die beiden oberen Marken sind mir klar (57xx und 58xx), aber wo kommt die 5675 her?

    Danke!

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