Author Archives: Lars

Was ist bei der Hochtief Aktie los… ?

Heute war wahrlich kein besonders guter Tag für Hochtief Aktionäre. Einmal mehr bereitet die australische Tochter Leighton Probleme… Jahrelang soll das Unternehmen Korruptionsgelder bezahlt haben um sich Großaufträge zu sichern, berichtete die Mediengruppe Fairfax. Nach folgendem Bericht in der australischen Zeitung “ The Sydney Morning Herald“ geht man offenbar auch davon aus, dass einige hochrangige Manager des Tochterunternehmens Leighton, sehr wohl gewusst oder geduldet haben, dass es Korruption im Unternehmen gebe. Der frühere Leighton Chef Wal King hat hingegen bereits ernsthaft dementiert von solchen Machenschaften in seinem Unternehmen gewusst zu haben.

Die Leighton Holding ist eine 56,39 – prozentige Tochter von Hochtief. Die Leighton Aktie verlor nach den Presseberichten gestern runde 15 Prozent an Wert. Die Aktie des deutschen Baukonzerns kam ebenfalls kräftig unter Druck, und verlor in der Spitze bis heute zu 11 Prozent. Zum Handelsende konnte sich die Hochtief Aktie wieder etwas erholen und schloss über der psychologisch wichtigen 60,- Euro Marke. Dennoch stand am Ende des Tages ein immer noch sattes Minus von 7,88 Prozent auf dem Kurszettel.

Hochtief Aktie Chart

Die Vorwürfe sind zwar schwerwiegend, die Reaktion des Marktes bei der Hochtief Aktie dürfte aber etwas übertrieben gewesen sein… und ich bin mir relativ sicher, dass Hochtief , bzw. der Mutterkonzern ACS hier entsprechend schnell reagieren wird. Zudem hat die Aktie durch den Kursrutsch nun mustergültig die Unterstützungszone zwischen 57,90 und  58,55 Euro „getestet“, die offenbar einen ersten ernsthaften Haltepunkt darstellt. Aus rein charttechnischer Betrachtung sollte diese Marke halten. Im negativen Falle würde wohl auch noch der Bereich um die 55,75 Euro getestet werden. An einen Test der unteren Begrenzung des Aufwärtstrend-Kanals glaube ich persönlich in den starken Umfeld also nicht. Grundsätzlich würde ich diesen Rücksetzer also als willkommene Einstiegsgelegenheit sehen! Ob ich damit Recht behalten werde, wird wohl der morgige Handelstag zeigen… Auf jeden Fall intensiv beobachten! Mehr zum Thema auch hier..!

Deutsche Bank – Klassisch gescheitert!

Die Aktie der Deutschen Bank hat den Ausbruch aus dem Dreieck erneut nicht geschafft. Wie zuletzt hier im Blog berichtet, bestand die durchaus realistische Chance eines nachhaltigen Ausbruchs nach oben. Die heutige Meldung des Unternehmens hat die Anleger nun wohl erst einmal wieder verschreckt. Konzernlenker Jain geht davon aus, dass das Ergebnis des laufenden Quartals deutlich geringer ausfallen wird als das des Vorjahresquartals.

Insbesondere das schwächelnde Anleihegeschäft macht dem Branchenprimus zu schaffen, ebenso wie weiterhin hohe Abschreibungen wegen Rechtstreitigkeiten. Wie hoch der tatsächliche Rückgang des Ergebnisses sein wird, blieb aber offen. Zuletzt von diversen Analysten getroffene Aussagen, wie günstig die Aktie sei, sind damit wohl aber erst einmal relativ.

Deutsche Bank Aktie Chart mit Fibo
Nach dem heutigen Kursrutsch hat sich auch die Charttechnik bei der DB Aktie wieder deutlich eingetrübt, sodass man auch nicht ausschließen kann, dass hier demnächst noch einmal die untere Begrenzung des Keils (rot) getestet wird. Auch wenn ich nicht zwingend davon ausgehe, dass diese Korrektur nun wieder so weit führen wird, muss man ein solches Szenario wohl zumindest im Auge behalten. Halt könnte die Aktie nun beim 50er Fibonacci Retracement (34,20 Euro) oder wahrscheinlicher beim 61,80er Retracement (33,7 Euro) finden.

Gelingt dies nicht, gerät die untere Begrenzung des Trends wieder ins Blickfeld der Anleger. Nach oben bleibt die Marke von 35,30 Euro und ca. 36,50 Euro auch weiterhin die Hürde, die es nachhaltig zu überwinden gilt. Letztlich ist es somit für vorsichtige Naturen wahrscheinlich keine schlechte Idee zu warten bis neue Fakten über den tatsächlichen Umfang des Ergebnis-Rückgangs vorliegen… wenn vorher nicht eines der genannten Signale getriggert wird.

Apple – Warum läuft die Aktie nicht?

Die Apple Aktie konnte zuletzt, dank dem Einstieg einiger Großinvestoren und den starken Absatzzahlen des neuen iPhone 5S und 5C stark zuzulegen. In den letzten Handelstagen zeigte die Aktie jedoch wieder signifikante Schwäche und viele Anleger dürften sich fragen warum das so ist. Ich habe hier mal einen kleinen Erklärungs-Versuch unternommen, bzw. möchte Ihnen zeigen worauf Sie in den kommenden Tagen oder Wochen verstärkt achten sollten:

Apple hat, nach eigenen Angaben, am ersten Wochenende nach dem Verkaufsstart der neuen iPhone Serie satte 9 Millionen Smartphones an dem man gebracht. Respekt!!! Damit wurde der bisherige Rekord beim Verkaufsstart eines iPhone nicht nur deutlich getoppt sondern geradezu atomisiert. Ich persönlich gehe eher davon aus, dass die Verkaufszahlen des neuen iPhone vielleicht etwas zu optimistisch dargestellt wurden. Einige der Orders dürften wohl auch von großen Telekomgesellschaften eingegangen sein, die nun noch auf entsprechenden Beständen sitzen, und diese nun nach und nach an Ihre Kunden abgeben.

Ich möchte Sie bitten das nicht  falsch zu verstehen und will diese hervorragende Nachricht gar nicht schmälern, versuche aber die Dinge einfach realistisch zu betrachten. Rein logistisch wäre ein Verkauf über die Ladentheke in dieser Größenordnung wohl nicht zu schaffen gewesen. Unabhängig davon, scheinen sich die Aktie nun nach diesen Nachrichten wieder in einer stabilen Seitenlage zu befinden, die Analysten-Gilde zeigt sich wieder deutlich positiver für die Zukunft des Konzerns, und mit Carl Icahn hat das Unternehmen einen einflussreichen Investoren gefunden, der sich ein Stückchen vom Apfel gesichert hat (wahrscheinlich das fehlende! ;-)) Alles in allem also eine Gemengelage auf der sich wieder ein vernünftiger Trade aufbauen lässt. Wenn da nicht ein paar Holpersteine im Chart wären…

Apple mit Gaps und Fibo

Die Bodenbildung bei der Aktie dürfte abgeschlossen sein. Zumindest würde ich grundsätzlich davon ausgehen, dass hier keine neuen Tiefsstände mehr erreicht werden. Dennoch befinden sich, bedingt durch die teilweise starkt nachrichtengetriebenen Kurssprünge, noch ein paar offene Gaps im Chart auf die ich hier noch einmal hinweisen möchte. Die markanteste Kurslücke wurde gegen Ende Juli gerissen und liegt aus heutiger Sicht am 76,40er Retracement. Danach legte die Aktie zunächst eine Rally hin in der u.a. die Nachricht von Icahn´s Einstieg verarbeitet wurde. Zuletzt kam die Apple Aktie dann wieder etwas unter Druck, weil man befürchtet hat dass insbesondere das iPhone 5C zu teuer und damit unattraktiv für den chinesischen Markt sein könnte. Die jüngsten Verkaufszahlen und der optimistische Ausblick auf den kommenden Quartalsbericht haben nun erneut ein deutliches Gap im Chart hinterlassen.

Der Anstieg der Aktie wurde zuletzt an der hier eingezeichneten roten Aufwärtstrendlinie gestoppt, was ich als negativ werten würde. Zudem gelang es damit auch nicht mehr, die leicht abwärts gerichtete Trendlinie (grün) zu testen, geschweige denn zu brechen – ebenfalls negativ. Kurzum ich halte eine weitere Korrektur der Aktie, die zunächst in den Bereich um die 456,- Dollar führen sollte für wahrscheinlich. Sollten die Börsen nun doch noch einmal vor der dann möglicherweise anstehenden Jahresende-Rally korrigieren, wäre auch das Schließen der Kurslücke bei 418,- Dollar, oder gar ein Abtauchen bis zur 400er-Marke noch einmal denkbar (weiteres Gap). Entspannung gibt es für die Aktie erst oberhalb der grünen Linie ab Kursen von 503,- Dollar oder mehr. Bleiben Sie also zunächst noch vorsichtig und betrachten Sie den aktuellen Apple-Hype mit einer gewissen Skepsis.

Blackberry – Das Ende eines ehemaligen Weltmarktführers

Nach langem Hin und Her und einer fast erfolglosen Suche nach einem möglichen Investoren hat sich gestern nun offenbart, dass der gebürtige Inder Prem Watsa, der u.a die Holding Fairfax Financial leitet den angeschlagenen Smartphone-Pionier Blackberry kaufen will. Für 4,7 Milliarden Dollar wird die kanadische Firma nun also höchstwahrscheinlich den Besitzer wechseln, was ungefähr dem aktuellen Börsenwert entspricht. genau gesagt wäre dies ein Kaufpreis von 9,- Dollar je Aktie. Dennoch ist auch diese Übernahme keinesfalls in trockenen Tüchern. Zunächst wird Watsas Holding die Bücher des Konzerns wohl noch einmal intensiv unter die Lupe nehmen. Hierfür hat sich der potenzielle Käufer nun sechs Wochen „Bedenkzeit“ einräumen lassen.


Unabhängig davon dürfte die Blackberry Aktie nach den jüngsten Ereignissen wohl für den „normalen“ Anleger verbrannt sein. Nicht nur dass der Konzern die operative Wende nicht geschafft hat, und zuletzt einen satten Verlust von einer Milliarde Dollar auf nicht verkaufte Geräte ausweisen musste, sondern auch die nun deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit dass Blackberry nach der Übernahme von der Börse genommen wird, sprechen hier eher gegen ein weiteres Investment.

Es war leider nichts mit dem großen Comeback des ehemaligen Weltmarktführer, deren Führungsspitze sich bis zuletzt redlich bemüht hatte den Konzern wieder auf die Erfolgsspur zu führen. Wer auch immer nun Blackberry zu welchem Kurs kaufen wird, er wird wohl nicht zuletzt angesichts des immer noch hohen Cash-Bestandes am Ende eine gute Schnitte machen. Wahrscheinlich wird der Konzern ausserhalb der Börse restrukturiert und eventuell sogar in ein paar Jahren wieder zurück an die Kapitalmärkte streben. Bis dahin kann man die Blackberry Aktie aber wohl nun erst einmal von der Watchlist streichen. Schade eigentlich..!

RWE und E.ON – Eine neue Ära beginnt..!

Wie bereits kürzlich angedeutet zeichnet sich bei den Aktien der beiden großen Energieversorger nun eine vorübergehende Wende ab. Nicht nur aus rein charttechnischer Sicht erschien ein weiterer  Anstieg der Aktien erst einmal nicht ohne Weiters möglich zu sein, sondern vielmehr die aktuelle Nachrichtenlage hatte dafür gesorgt, dass ich der plötzlichen Hausse etwas kritisch gegenüber stand. Der Hauptgrund hierfür war die Ankündigung von RWE demnächst die Ausschüttungsquote für Dividende der aktuellen Situation anpassen zu wollen. Im Zusammenhang damit habe ich ein paar „Was wäre wenn…“ – Überlegungen angestellt, die ich gerne kurz mit Ihnen teilen möchte.

Nicht das diese Nachricht etwa überraschend kam, da beide Konzerne einen sehr hohe Schuldenstand aufweisen, der sich aus dem rein operativen Geschäft bei einer unveränderten Quote nur noch schwerlich abbauen lässt. Aber es war anzunehmen dass dieser Schnitt in die Dividendenzahlung deutlich ausfallen muss. Zudem war ein wesentlicher Teil des Anstieges wohl auch auf eine Spekulation auf einen günstigen Wahlaufgang bei den Bundestagswahlen zurück zu führen. Mir ist die Annahme, dass sich hier entscheidend was ändern wird wenn die GRÜNEN künftig nicht wesentlich an einer Regierungsbildung beteiligt sind, nach wie vor etwas zu dünn!

Weiter wahr anzunehmen, dass insbesondere große Fonds, Versicherungen, Vermögensverwaltungen und Famliy-Offices, die sich auch auf die regelmäßige Rendite durch Dividendenzahlungen konzentrieren, ihre Bestände nach der Ankündigung des tatsächlichen Umfangs der Reduktion abbauen oder  zumindest reduzieren werden. Dieser Umschichtungsprozess könnte also noch etwas andauern, bzw. erst richtig losgehen wenn die Dividendenkürzung beschlossene Sache ist… Wenn auch an dieser Stelle gesagt werden muss, dass selbst eine deutlich reduzierte Dividende im direkten Vergleich der aktuellen Bankzinsen noch immer attraktiv erscheint!

Heute morgen eröffnete die RWE Aktie mit einem Down-Gap und einem satten Minus, nachdem bekannt gegeben wurde dass die Ausschüttungs für das laufende Geschäftsjahr deutlich, auf nur noch einen Euro, gesenkt werden soll. Auch für die kommenden Geschäftsjahre will man den Aktionären nun Dividenden zwischen 40 und 50 Prozent des nachhaltigen Nettoergebnisses – statt bislang 50 und 60 Prozent, vorschlagen. An der Umsatz und Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2013 selbst hält der Energieversorger aber auch weiterhin fest. Noch immer geht RWE davon aus, dass das EBITDA bei rund 9 Milliarden Euro liegen wird und das nachhaltige Nettoergebnis bei rund 2,4 Milliarden Euro.

Die Dividendenkürzung hat einige Marktteilnehmer in Ihrer Deutlichkeit wohl überrascht. Auch ich bin nicht von so einem starken Einschnitt ausgegangen und muss somit meine letzten Überlegungen zu der Aktie neu überdenken. Ein ähnliches Schicksal könnte eventuell nun aber auch auf die E.ON Aktionäre zukommen. Denn die Schulden-Sitution ist hier ähnlich angespannt, ebenso wie die rückläufigen Gewinne aus dem operativen Geschäft. Beide Konzerne halten zwar mit teilweise umfangreichen Kostensenkungs-Maßnahmen weiterhin dagegen, ob dies aber langfristig auch wieder zu steigenden Renditen führen wird, ist aus heutiger Sicht eher ungewiss.

Fazit: Mit der geplanten, deutlichen Reduktion der Dividende verliert RWE demnächst wohl eines der wichtigsten Hauptargumente für den Kauf der Aktie. Seit vielen Jahren konzentrieren sich Dividendenjäger auf die beiden Energiekonzerne und bauten damit auf langfristig sichere Renditen. Diese Zeit scheint nun aber erst einmal vorbei zu sein, weswegen man grundsätzlich davon ausgehen kann, dass die Aktie künftig etwas mehr Volatilität aufweisen dürften. Fürs Erste rechne ich nun damit, dass zumindest knapp 50 Prozent der vorangegangenen Bewegung nun wieder abgebaute werden sollte, die beiden Aktien aber grundsätzlich das „Tal der Tränen“ verlassen haben…Und ab Montag müssen die möglichen und eher langfristigen Auswirkungen der Bundestagswahl erst einmal genauer analysiert werden…!

Die FED bekommt kalte Füsse… Gold haussiert

So sieht sie aus, die neue/alte  Realität an den Märkten…Die FED bekommt offenbar kalte Füsse und traute sich auch gestern nicht, die  (wahrscheinlich schon vom Markt eingepreiste) Reduktion der Anleihekäufe um ca. 10 Milliarden US Dollar monatlich, bekannt zu geben. Man wolle zunächst die weitere wirtschaftliche Entwicklung abwarten, hieß es… Nunja, es dürfte wohl eher so sein, dass sich die FED-Verantwortlichen inzwischen ernsthafte Sorgen über die Zinsentwicklung machen, die das zarte Pflänzchen der Erholung in den USA schnell wieder verblühen lassen könnte. Damit geht das monetäre Experiment der US Notenbank nun mit Vollgas in sein fünftes Jahr – weiterhin mit unbekanntem Ausgang, versteht sich!

Gestern wurde aus meiner persönlichen Sicht eine große Chance verpasst, diesem künstlich unter Drogen gesetzten Markt eine neue Richtung zu geben. Entzug light sozusagen, mit überschaubaren Nebenwirkungen, wäre doch zumindest mal ein Versuch gewesen um die expansive Geldpolitik nicht künftig, im Falle das weitere Störfaktoren oder Krisen auftauchen sollten, noch mehr ausufern zu lassen. Erstmals seit langer Zeit hätte ein Test dieser Strategie wohl erfolgreich verlaufen können. Der Markt war darauf vorbereitet und hätte wahrscheinlich sogar positiv darauf reagiert. Leider wurde diese Chance nun verpasst.

Ich halte den gestrigen Tag somit für einen sehr bedeutenden und letztlich negativen Tag für die weitere Entwicklung der Börsen und sehe das Ergebnis der FED Sitzung keinesfalls positiv, wie andere. Auch wenn die Märkte kurzzeitig weiter beflügelt werden konnten, zeigt diese Stillhaltetaktik doch auch deutlich die prekäre Lage in denen sich die USA befinden. Die nächste Chance auf das sogenannte „Tapering“, und damit ein wenig mehr Vernunft und Verantwortung der Geldpolitik, besteht nun erst wieder im Dezember, kurz vor der Auswechslung des FED Vorsitzenden Ben Bernanke durch irgendwen.

Bleiben Sie deshalb kurzfristig eher vorsichtig, denn diese Meinung dass es sich bei der gestrigen Fed Sitzung um einen Phyrrus-Sieg handelt, scheint sich nach der anfänglichen Euphorie nun allmählich auch bei einigen anderen Marktteilnehmern durchzusetzen…! Damit wird aus meiner persönlichen Sicht die Variante, die von den wenigsten Marktteilnehmern im Vorfeld der gestrigen Sitzung erwartet wurde, nun durchaus auch wahrscheinlich:

Kein Tapering und der Markt fällt (mit etwas Verzögerung..) trotzdem!

In diesem Sinne freue ich mich auf die kommenden und spannenden Handelstage und wünsche Ihnen die richtigen Entscheidungen. Der große Gewinner dieser FED-Entscheidung waren gestern die Edelmetalle Gold und Silber , ebenso wie natürlich die Minenaktien. Wie ich Ihnen ja im letzten Investors Inside Newsletter am Wochenende und auch > hier < geschrieben habe, standen die Chancen auf eine deutliche Trendwende hier nicht schlecht..!

Barrick Gold – Jetzt einsteigen?

Anschließend an unsere Newsletter Ausgabe vom Wochenende zum Thema Gold habe ich Ihnen hier noch den Chart des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold „mitgebracht“, den ich momentan nicht minder interessant finde…

Barrick Gold Chart Prognose

 (…bitte zum Vergrößern zweimal auf den Chart klicken!)

Die Aktie der Kanadier konnte sich zuletzt wieder deutlich von den Tiefstständen lösen und notiert nach der allgemeinen Goldpreisschwäche nun nahe der Trendlinie, bzw. kurzzeitig leicht darunter. Ansich ist dies erst einmal ein ernstzunehmendes Signal…aber! Immer voraus gesetzt dass der Goldpreis nun nicht mehr wesentlich absacken wird, standen die Chancen auf eine nachhaltige Trendwende bei der Aktie eventuell selten besser als heute. Denn, wie Sie sehen können entsteht hier gerade eine inverse SKS-Formation, falls die Aktie nun wieder ansteigen und den vorangegangenen Trend erneut aufnehmen wird. Sollte dies gelingen (wovon ich momentan zu 80 Prozent ausgehe), ist ein weiterer Anstieg bis in den Bereich des massiven Gaps (roter Kreis) sehr wahrscheinlich. Das rein rechnerische Kursziel einer solchen Bewegung würde dann im Anschluss sogar im Bereich 28,- bis 29,50 Dollar liegen!

Damit will ich nicht sagen dass wir diese Kurse kurzfristig erreichen werden, aber es besteht eine durchaus realistische Möglichkeit, dass die Bodenbildung bei der Aktie demnächst abgeschlossen sein wird und der Aktienkurs im Laufe der kommenden Monate dorthin tendiert. Damit wäre dann auch erneut die vorangegangene Abwärtsbewegung der letzten Monate um ca. 50 Prozent wieder korrigiert worden. Für langfristig orientierte Anleger, die sich im Edelmetall-Sektor engagieren wollen also eventuell eine sehr interessante Konstellation…!

ThyssenKrupp bricht aus – Kursziel 18,50 Euro?

Zum Start dieser – wahrscheinlich sehr interessanten – Börsenwoche möchte ich Sie kurz auf eine interessante Entwicklung bei der ThyssenKrupp Aktie hinweisen (nur für den Fall dass Sie es nicht schon ohnehin bemerkt haben!), die Sie in den kommenden Tagen unbedingt intensiv verfolgen sollten. Die Aktie ist nach all den Managementfehlern der vergangenen Jahre unter Cromme und den immer noch hängenden Verkaufsgesprächen für die Werke in Amerika, ebenso wie natürlich der drohenden Kapitalerhöhung die daraus resultiert, eigentlich nur zweite bis dritte Wahl in meinem persönlichen Depot. Denn, grundsätzlich hatte ich mir einen Einstieg zu deutlich tieferen Kursen vorgenommen. Aber am Freitag ist nun etwas passiert, was mich unter kurzfristigen Gesichtspunkten zum vorübergehenden Umdenken bewogen hat…und was man einfach nicht ignorieren kann.

ThyssenKrupp Aktie Chart

 (…bitte zum Vergrößern zweimal auf den Chart klicken!)

Deutlich zu erkennen ist der Ausbruch, sowohl aus dem kurzfristigen als auch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend, nach oben. Ein Signal dass man nicht ignorieren kann und das somit auch für den Kauf einer ersten Position gut ist. Sollte diese Bewegung nun in der kommenden Woche Bestätigung finden, dürfte es eine ähnliche Bewegung wie zuletzt bei den beiden Energieversorgern E.ON und RWE geben. (…die dort nun erst einmal abgeschlossen sein könnte … mehr dazu demnächst!)… Leerverkäufer müssten dann ihre Positionen bei der ThyssenKrupp Aktie nach und nach wieder eindecken und würden somit für eine Beschleunigung des Trends sorgen. Wesentliche Hürden warten zunächst noch bei 17,15 und 17,45 Euro. Wenn diese übersprungen werden ist der Weg nach oben aus charttechnischer Sicht frei bis zu dem Niveau vor dem Absturz der Aktie, bei ca. 18,50 Euro.

Grund für den plötzlichen Anstieg war eventuell die Meldung vom Freitag, dass ThyssenKrupp nun möglicherweise zu einem Abschluss der unsäglichen Verkaufsverhandlungen in Amerika kommen könnte. Dabei ist nun laut Medienberichten ernsthaft im Gespräch, dass man nur das Werk in Nordamerika losschlagen kann und Brasilien dann zunächst weiterführen muss. Aus meiner persönlichen Sicht wäre es wohl umgekehrt besser gewesen – das weiß der Käufer aber offensichtlich auch! Witzigerweise handelt es sich bei dem potenziellen Käufer offenbar um die brasilianische Companhia Siderúrgica Nacional…! Letztlich dürften die Anleger aber ein wenige Erleichterung darüber verspüren, dass nun überhaupt ein wenig Bewegung in die Sache kommt. Alleine das könnte somit schon reichen um die Aktie auch weiterhin zu beflügeln.

Abschließend möchte ich aber dennoch noch einmal darauf hinweisen dass die Aktie in meinem Depot zunächst lediglich eine Trading-Position ist und (noch) kein Langzeit-Investment! Sollte der Kurs dennoch wieder in den Abwärtstrend zurück fallen, werde ich die Position umgehend wieder auflösen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen erst einmal einen guten Start in eine erfolgreiche Handelswoche und die richtigen Entscheidungen für die nächsten Tage…!

K+S – Jetzt werden die Shorties gegrillt

Ich glaube ich war einer der wenigen, wenn nicht gar der einzigste, der seinen Lesern in den vergangenen Wochen geraten hat bei der Aktie des Düngemittel-Konzerns nicht gleich die Flinte und Korn zu werfen, und zunächst eine Beruhigung der Nachrichtenlage abzuwarten. Das ging sogar soweit, dass ich zwischendurch etwas genervt und gereizt auf die Berichterstattung und wilden Spekulationen anderer Medien reagiert habe, da diese aus meiner Warte nicht unbedingt faktisch solide hinterlegt waren. Selbstverständlich hatte ich zum damaligen Zeitpunkt auch keinen anderen Kenntnisstand als denjenigen den man über diverse Nachrichtenportale zusammensammeln konnte, Kursziele von weit unter 15,- Euro, oder gar deutlich im einstelligen Bereich, konnte ich aber anhand meiner eigenen Recherchen schlichtweg nicht nachvollziehen.

Auch der ausgemachte Kali-Preis-Absturz über eine für K+S nicht mehr erträgliche Schmerzgrenze hinaus schien bereits ausgemachte Sache zu sein, was ich ebenfalls bereits am 01.08 in dem Artikel „K+S – Die Börse ist ein Spielkasino“ bezweifelt habe. Insgesamt betrachtet ergaben die Ereignisse Ende Juli für mich keinen vernünftigen Sinn, zumal ich nicht nachvollziehen konnte warum ein Unternehmen wie Uralkali sich dauerhaft selbst Schaden zufügen sollte. Rückblicken betrachtet fügt sich nun ein Baustein zu dem anderen…

Heute möchte ich mich aus gegebenem Anlass mal wieder bei Ihnen zu der Kali und Salz Aktie melden, denn nun kommt offenbar kräftig Bewegung in den Kali-Markt. Vladimir Putin hat sich nun, diversen Medienberichten zufolge, persönlich in den russischen Kali-Zwist eingeschaltet und die Machtverhältnisse zu seinen Gunsten geändert. Bereits nachdem ich das Interview mit dem ehemalige Uralkali Chef Baumgertner, der  ja bereits seit einigen Tagen sein Dasein im Gefängnis fristen darf (…das hämische Grinsen dürfte Ihm inzwischen vergangen sein…) Ende Juli gesehen hatte, lag die Vermutung dass es sich hier um eine fast schon private Fehde zwischen dem beiden CEOs von Uralkali und Belaruskali handeln könnte, sehr nahe. Offensichtlich war diese Annahme auch gar nicht so weit am Thema vorbei.

Der Putin Vertraute Vladimir Kogan soll nun den Mehrheitsanteil und die die volle Kontrolle bei dem weltweit führenden Kali-Produzenten Uralkali übernehmen und dem Hauptaktionäre Suleiman Kerimov  sein gesamtes Aktienpaket für knapp 3,7 Milliarden US Dollar abkaufen. Damit wäre zum einen erreicht, dass die Verursacher des Kali-Massakers nun endgültig entfernt worden wären und sich die Russen wieder mit den Weißrussen an einen Verhandlungstisch setzen können. Zum anderen dürften die neuen Besitzer von Uralkali keinerlei Interesse mehr an weiter sinkenden Kalipreisen haben. Nachdem die Sache auf klassisch russische Weise geklärt wurde, dürften also bald wieder normale Zustände in der Branche angestrebt werden.  Ich rechne also bald mit einer Reaktivierung des alten Kali-Kartells und wieder steigenden Kali-Preisen und steigenden Aktienkursen.

Dementsprechend stark dürften in den kommenden Tagen auch die verschiedensten Investmenthäuser und Hedge-Fonds unter Druck kommen die hier auf der Short-Seite aktiv sind….Immer vorausgesetzt, dass es tatsächlich zu einer kurzfristigen Übernahme des Aktienpaketes und einer anschließenden Einigung der beiden Kontrahenten kommt und die Nachrichten der russischen Medien stimmen. Großanleger die auf einen Untergang des Kali-Marktes gesetzt haben müssten dann Ihre offenen Leerverkäufe schnellstmöglich wieder eindecken. Und das sieht dann so aus:

 

K+S Chart mit Fibo

 

Der US-Hedgefonds Pennant Capital LLC hat seine Leerverkaufs-Position in der letzten Woche deutlich reduziert, ebenso wie der US-Hedgefonds ZBI Equities. Der britische Hedgefonds Marshall Wace stieg ebenfalls mit fast einem Drittel der Position aus der Short-Spekulastion aus. Vollero Beach Capital Partners und VTB Capital reduzierten ihre Positionen, während andere wie der Riesen-Hedgefonds Viking Global Investors, Citadel Europe und Blue Ridge Capital Ihre Positionen zuletzt sogar weiter ausgebaut haben…

Der Kursschub vom Freitag gibt Hoffnung und könnte erst der Anfang einer entsprechend starken Bewegung gewesen sein. Wie Sie in obigem Chart sehen können, hat die K+S Aktie nun bereits den Abwärtstrend (grün) nach oben durchbrochen (!) Wie stark die Gegenwehr der Hedgefonds nun noch ist, bleibt aber dennoch abzuwarten, denn ich gehe schon davon aus dass diese nun versuchen werden noch möglichst günstig aus der Nummer wieder raus zu kommen. Sollte der Kaufdruck bei K+S  aber weiter anhalten und die Aktie demnächst die 25,- Euro Marke touchieren, dürften spätestens an diesem Punkt auch die letzten Adressen richtig nervös werden… Ich hatte ja bereits in dem Artikel am 12.August auf einen möglichen Short Squeeze hingewiesen, war zu diesem Zeitpunkt aber ehrlich gesagt noch nicht so richtig überzeugt, dass dieser auch tatsächlich so bald kommen würde.

Dass es sich bei dem Kurssturz der Branche höchstwahrscheinlich aber um eine satte Übertreibung handeln würde, dessen war ich mir damals schon sicher. Somit habe ich nach anfänglichen Verlusten den Wiedereinstig gewagt, als sich die Situation zu beruhigen schien…. Was ich Ihnen aber eigentlich mit dem heutigen Artikel sagen möchte ist, dass es im Falle einer Panik meistens nicht die richtige Vorgehensweise ist sich dem Mainstream bedingungslos anzuschließen, sondern – gerade dann – eine eigene Meinung durchaus lohnenswert sein kann. Die Lehre aus der K+S Story ist also: Neben einer gewissen Portion Mut und Geduld ist ein weitere wesentliche Erfolgsfaktor an der Börse sich eine mediale Unabhängigkeit und geistige Flexibilität zu bewahren.

Abschließend sei noch erwähnt, dass die Short-Quote bei der K+S Aktie bereits vor dem Absturz recht ordentlich war, sodass jetzt wohl noch ein Exit für so manchen Hedgefonds zu komfortablen Kursen möglich ist, bevor sie dann eventuell tatsächlich gerillt werden. Ich gehe nun davon aus dass diese Chance wohl auch einige Fondsmanager nutzen, bzw. zumindest ihre Positionen deutlich reduzieren werden. Mir soll´s recht sein wenn die Jungs hier mit einem blauen Auge davon kommen, und sich nun einen anderen Spielplatz suchen!

Gold – Quo Vadis?

Wie wir nun alle sehen konnten ist die Trendwende bei den Rohstoffen und insbesondere aber bei den Edelmetallen alles andere als beschlossene Sache. Ich hatte ja bereits vor meiner kurzen Pause darauf hingewiesen, dass hier die Bäume vorerst nicht in den Himmel wachsen werden, und leider habe ich damit auch Recht behalten. Grund meiner Annahme war in erster Linie der, dass es schon sehr unüblich gewesen wäre, wenn wir nun einen – sozusagen aus dem Stand durchstartenden Markt – sehen würden, ohne noch einmal zu testen ob der neu ausgebildete Boden auch wirklich tragfähig ist. Denn wenn ein Sektor über viele Monate so unter Druck gerät, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das erste Anzeichen eine ernsthaften Stabilisierung noch einmal einer intensiven Prüfung unterzogen, bevor sich dann tatsächlich ein neuer Trend bildet. Zumindest sind das meine Beobachtungen in den letzten fast 20 Jahren Börse…

Genau dieses angenommene Szenario dürfte nun gerade im Gange sein, weswegen ich mich auch zunächst nur verhalten optimistisch für den Sektor gezeigt habe und Ihnen in der entsprechenden Börsenbrief-Ausgabe zu diesem Thema zu einer eher vorsichtigen Vorgehensweise bei Ihren Engagements geraten hatte. Auch Ich kann Ihnen natürlich nicht mit Gewissheit sagen, ob dieser Test nun grundsätzlich erfolgreich verlaufen wird, aber ich persönlich gehe momentan eher davon aus, dass wir bei den meisten Aktien aus Rohstoff-Sektor keine neuen Tiefstände mehr sehen werden. Exemplarisch möchte ich mir mit Ihnen zusammen heute den Gold-Chart etwas genauer angesehen, da hier die Kursverluste mit am größten gewesen sind:

Gold Chart mit Fibo und Marken

 (…bitte zum Vergrößern zweimal auf den Chart klicken!)

Der Goldmarkt ist seit Donnerstag wieder ernsthaft unter Druck geraten, was natürlich auch mit den erneut negativen Aussagen von Goldman Sachs zusammenhängen dürfte. Ich persönlich finde es doch immer wieder faszinierend welche Marktmacht das größte amerikanische Investmenthaus hat. Kurzfristige Analysen werden hier regelmäßig zur selbsterfüllenden Prophezeiung und müssen somit zwangsläufig auch Beachtung bei der Umsetzung unserer Strategie finden. Wie beim der letzten Negativprognose von GS auch sollte man diesen Aussagen aber wohl mit einer gesunden Skepsis gegenüber stehen und nun keinesfalls in Panik verfallen, auch wenn der Kursrutsch am Donnerstag doch recht beeindruckend war. Denn, selbstverständlich spielen hier andere Faktoren, wie die kommende FED Sitzung eine weitere tragende Rolle, und sorgen für zusätzliche Unsicherheit, die von einigen Adressen mal wieder gezielt genutzt wurde um kurzfristig hohe Profite einzufahren.

Wie man in dem Chart oben sehen kann, hat Gold nun, nach dem starken Anstieg der letzten Wochen, den Trend (grün) wieder deutlich gebrochen. Ein erstes Warnsignal war zuvor das Unterschreiten der hier eingezeichneten schwarzen Linie…Diese Korrektur ist nun mustergültig in einem klassischen Fünf-Wellen-Muster abgelaufen, deren Ende der fünften und (voraussichtlich) letzten Welle noch nicht endgültig feststeht. Ich würde an dieser Stelle aber mal ganz ersthaft davon ausgehen, dass die 1.300er Marke halten wird, und wir eventuell am Freitag bereits das Ende dieser Bewegung gesehen haben. Ob der Goldpreis allerdings nun im Anschluss wieder nach oben drehen wird, kann natürlich nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber zumindest deutlich gegeben. Der positive Fall sieht somit nun so aus, dass der Goldpreis sich ab diesen Niveaus wieder erholen wird und im Optimalfall den grünen Trend wieder aufnehmen kann. Hierfür würde auch sprechen dass mit dem erreichen des 50-ger Fibonacci Retracements der vorangegangene Kursanstieg zu 50 Prozent korrigiert wurde, was ebenfalls mustergültig wäre. Zwar wäre mir grundsätzlich eine kleinere Korrektur bis an die 38er Levels lieber gewesen, aber wie wir alle wissen ist das Börsen-Leben ja kein Wunschkonzert. Der einfache Grund hierfür ist, dass das 50er Fibo Retracement nicht mehr unterschritten werden sollte, weil dann ganz schnell die Stimmung ins Negative kippen kann. Wir bewegen uns aus diesem Blickwinkel  somit noch im grünen Bereich aber nur einen Schritt vom Abgrund entfernt.

Gelingt es hingegen nicht den Preis für das Edelmetall zu stabilisieren, droht ein weiteres Abtauchen in Richtung der hier eingezeichneten roten (!) Linie, die sozusagen die letzte Verteidigungslinie darstellt. Ein nachhaltiges Unterschreiten dieser Zone wäre dann wohl spätestens das Signal die Gold- und Silberpositionen wieder aufzulösen. Ein Rücksetzer bis auf 1.268,- Dollar und ein anschließend starker Anstieg bis in den Bereich um die 1,350,- Dollar würde zudem eine mögliche SKS-Formation produzieren, die den Kurs dann im Anschluss bis in den Bereich um die 1.100,- Dollar je Feinunze führen könnte. Goldanleger sind also aus charttechnischer Sicht erst wieder ab Kursen deutlich oberhalb von 1,350,- Dollar je Feinunze aus dem Schneider…Soweit zu dem Offensichtlichen.

Fazit: Ein Investment in Gold und Silber bleibt eine Glaubensfrage! Der Glaube daran, dass wir keine übermäßige Inflation in den kommenden Jahren erleben werden, kann sehr trügerisch sein. Die Frage ist wohl eher, wo sich diese Inflation zeigen wird, und ob Gold auch einer der Profiteure dieser Entwicklungen sein wird? Bei den Immobilienpreisen und den Aktienmärkten kann man wohl schon davon ausgehen, dass ein gewisser Teil dieser kommenden Inflation gerade eingepreist wird. Bei den Rohstoffen im Allgemeinen und den Edelmetallen im Speziellen lässt dieser Prozess noch etwas auf sich warten. Aber ich bin mir sicher auch hier wird eine Rückbesinnung auf reale Werte stattfinden – und das schon bald!

Am Ende solcher Überlegungen bleibt nur noch die Frage nach dem richtigen Timing…! Bei Gold ist es mittel- bis langfristige dabei wahrscheinlich nicht so entscheidend, ob man es zu 1.400,- Dollar oder 1.300,- Dollar gekauft hat. Wichtig ist wohl nur, dass man überhaupt mit einem Teil seines Kapitals in diesem Segment engagiert ist… Bei den Industrie-Rohstoffen hingegen stellt ein Investment nicht unbedingt eine Versicherung gegen drohende Inflation, sondern viel mehr eine interessante Chance auf eine Wiederbelebung der Emerging Markets, mit entsprechend hohen Gewinnen dar. Doch dazu mehr in den kommenden Tagen auf Investors Inside

Deutsche Bank – Eingekeilt

Während sich die Aktie der Commerzbank in den letzten Tagen eher zum Highflyer entwickelt hat dümpeln die Anteilsscheine der Deutschen Bank Aktie weiterhin so vor sich hin. Viele Analysten und Fachleute raten nun schon seit Wochen  zum Kauf des deutschen Branchenprimus, doch so richtig abgeben will der Titel dennoch nicht. Die Aktie sei günstig bewertet, und zudem der zweitgünstigste Bankentitel in Europa… war zu lesen. Das mag grundsätzlich ja auch stimmen, ist aber aus meiner persönlichen Sicht, aufgrund der sonstigen „Problemchen“ der Bank, nicht abschließend und seriös zu beurteilen. Aus rein charttechnischer Sicht ist die Situation bei der Aktie weiterhin durchaus schwierig, wenn auch sehr interessant.

 

Deutsche Bank Chart mittelfristig

Wie man deutlich sehen kann befindet sich die Deutsche Bank Aktie seit längerem in einem symmetrischen Dreieck. Zwar wurde die obere Begrenzung dieser Formation kürzlich erneut getestete, es gelang der Aktie aber nicht nach oben auszubrechen. Weiter kommt noch hinzu, dass das noch offenen Gap zwischen 35,28 und 35,68 Euro nicht geschlossen werden konnte, was ich zunächst negativ werten würde. Aus heutiger Sicht ist es somit wohl eher wahrscheinlich, dass die untere Begrenzung des Dreiecks demnächst noch einmal getestet werden könnte. Zumindest ein weiterer Rücksetzer bis in den Bereich des letzten Ausbruchslevels aus dem untergeordneten Trend bei 33,70 Euro, oder aber dem letzten Verlaufshoch knapp unter der Marke von 34,- Euro, erscheint nun sehr wahrscheinlich zu sein.

Ein wirklich positives Signal wäre also erst nach dem Ausbruch aus dem Keil nach oben und dem Schließen der Kurslücke zu erwarten, Dann wartet allerdings bereits bei ca. 36,50 Euro der nächste massive Widerstand! Die DB Aktie bleibt damit weiterhin unter intensiver Beobachtung, ein Einstieg drängt sich aber erst auf wenn die hier genannten Marken abgearbeitet wurden.

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