Author Archives: Lars

Salzgitter und Lanxess schocken…!

Salzgitter schockt!

Die zweiten Gewinnwarnung bei Salzgitter schickt die Aktie heute – wohl zu Recht – auf Talfahrt. Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern hat die Märkte erneut schockiert. Erst Anfang Mai diesen Jahres ist der Vorstand des Unternehmens noch von einem Vorsteuerverlust im zweistelligen Millionenbereich ausgegangen. Nach der jüngsten Meldung gestern Abend wird das Minus nun aber mindestens 400 Millionen Euro betragen. Die größten Probleme hat Salzgitter nach eigenen Angaben im Trägerbereich, was eine Abschreibung von 185 Mill. Euro zur Jahresmitte ausgelöst hat… aber auch eine Vielzahl von Walzstahlerzeugnissen könne man nur „unterhalb der Herstellkosten“ absetzen, hieß es in der Meldung. Im ersten Halbjahr lag das Minus somit bei 298,7 Millionen Euro, nach minus 17,9 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bei dem Tempo in dem hier Geld verbrannt wurde erscheint mir das gesteckte Ziels von „nur“ 400 Millionen Euro Verlust doch noch sehr optimistisch zu sein. Die Salzgitter Aktie ist und bleibt teuer bis sich der Stahlzyklus wieder dreht.

Lanxess wird deutlich pessimistischer

Auch bei Lanxess schlägt das schwächelnde Europageschäft der Automobilindustrie inzwischen voll durch. Eine Trendwende hin zum Besseren scheint nicht absehbar zu sein und so kappte der Spezialchemie-Konzern heute seine Prognose für das Jahr 2014. Das Ziel eines um Sondereinflüsse bereinigten EBITDAs von 1,4 Milliarden Euro sei nicht mehr realistisch, erklärte der Vorstand heute. Das gesteckte Langfristziel eines bereinigten operativen Gewinns von 1,8 Mrd. Euro im Jahr 2018 bleibe vorerst bestehen, sei aber schwer zu erreichen…!?! Der operative Gewinn schrumpfte in den letzten 6 Monaten um 45 Prozent auf 198 Millionen Euro, der Umsatz sackte um 12 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro ab. Insgesamt waren die Daten zwar in etwa so von den Analysten erwartet worden, der Ausblick hingegen dürfte heute kräftig enttäuschen. Wie hier schon mehrfach geschrieben fehlt noch eine entscheidende Abwärtswelle bei der Aktie, bevor es dann (vielleicht) wieder aufwärts gehen kann…!

K+S – Die Börse ist ein Spielkasino…!

Es ist wohl eine der wildesten Spekulationen der letzten Jahre…Die K+S Aktie wird geschlachtet und alle stimmen in den Chor der Pessimisten mit ein. Zuletzt haben wir ähnliche Bewegungen im Goldmarkt gesehen, nun ist offenbar der weltweite Kalimarkt auf der Liste der Wall-Street-Haie ganz nach oben gerutscht. Faszinierend dabei ist das mediale Echo auf die Ereignisse vom Dienstag und nicht zuletzt auch der plötzliche Sinneswandel vieler Analysten. Ohne Frage ist der plötzliche Angriff von Uralkali auf die eigene Branche verwunderlich und hinterlässt einige Fragen und Spekulationen. Dass hier aber sofort von einem Preisverfall bei Kali-Produkten in die genannten Regionen ausgegangen wird und dies dann auch umgehend in den Kursen wieder zu finden ist, obwohl da noch so einige Fragezeichen offen sind, ist mehr als nur auffällig.

Das die Short Quote bei einigen Kali-Produzenten zuletzt – und vor dem eigentlichen Ereignis – deutlich nach oben geschnellt sind, ist dann auch eigentlich nur eine Bestätigung für die Vermutung das hier einiges im Argen sein dürfte. Das Goldman Sachs bereits vor dem Absturz seinen Anteil an der K+S AG auf über 5 Prozent erhöht hat legt zumindest nahe dass die Amerikaner hier nicht beteiligt sind, ebenso wie BlackRock. Die Frage, die sich mir hier nun aufdrängt, ist die, ob all die Analysten, teilweise großer Banken, die Ihre Kursziele in den letzten beiden Tagen deutlich zurückgenommen haben, komplett ahnungslos sind und ebenfalls überrascht wurden oder vielleicht auch nicht…!

Weiterhin unklar sind die Motive die Uralkali zu diesem Schritt bewogen haben. Angefangen von der Vermutung dass Uralkali sich über den Alleingang des weißrussischen Partners Belaruskali geärgert hat, über einen Preiskampf, der dazu führen soll dass man bald Mitbewerber günstig übernehmen kann, bis hin zur Blockadehaltung um zu verhindern dass einer der Bergbau-Giganten sich in dem Umfeld breit machen könnte, ist alles dabei. Angeblich sollen auch einige Oligarchen aus Russland ein großes Interesse daran haben verstärkt in den Sektor zu investieren… da sind deutlich günstigere Aktienkurse natürlich sehr hilfreich! Auffällig finde ich auch die immer neuen und sehr negativen Aussagen des Uralkali Chefs die offensichtlich den Absturz der Branche anheizen sollen…!

Letztlich spielt das aber keine wesentliche Rolle bei der Betrachtung des grauenhaften K+S-Charts. Traurig ist nur, dass einmal mehr die Kleinanleger die Leidtragenden sind, die die Zeche für die Exzesse einzelner Großanleger, oder für den Egotripp einer einzelnen Firma, bezahlen müssen. Leider ist dieses Ereignis ebenfalls mal wieder das beste Beispiel dafür warum es in Deutschland keine Aktienkultur gibt. Denn, wenn ein vermeintlich sicherer Dax Konzern ohne Probleme so zerlegt werden kann, ist das auch bei anderen Branchen grundsätzlich möglich. Ich jedenfalls kann die Angst der Privatanleger seit dem K+S Desaster jetzt wieder deutlich besser verstehen, und auch die allgemein fälschliche Annahme dass es sich bei der Börse um ein großes Spielkasino handelt…!

Die Auflösung einiger Rätsel um den Kali-Krieg wird irgendwann kommen – natürlich nicht vollumfänglich – denn die Drahtzieher bleiben meist unerkannt. Natürlich wird es eine Untersuchung durch die Börsenaufsichten geben, aber da wird nichts bei rauskommen, wie immer. Vielleicht wird sogar eine kleine Strafe von ein paar Millionen Euro oder Dollar verhängt, was aber Wurscht ist, weil man hat ja Milliarden verdient. Das zahlt man dann eben aus der Portokasse, und die Karawane zieht weiter.

Für den Privatanleger bleibt nichts, ausser strikter Risikokontrolle und Abwarten bis der Spuk vorbei ist. Sicherlich fällt die Aktie nicht auf 2 bis 3,- Euro, wie gestern schon wieder sensationslüstern kolpoltiert wurde. Wo der Boden aber tatsächlich ist bleibt weiterhin unklar, auch wenn ich davon ausgehe dass dieser nicht mehr weit entfernt sein könnte. Zumindest rechne ich immer noch mit einer kräftigen technischen Gegenreaktion…hundertprozentig darauf verlassen würde ich mich darauf aber nicht.

Festzuhalten bleibt für mich am Ende dieses Artikels, dass die K+S Aktie auf Jahressicht am meisten an Wert verloren hat und gerade im Hinblick auf die nordamerikanischen Aktivitäten einer der interessantesten Übernahmekandidaten ist (für wen auch immer!) und einem Marktanteil im Kali-Geschäft von weltweit 10 Prozent hat. Eine Übernahme würde hier aus meiner Sicht am meisten Sinn machen. K+S hat zudem noch das zweite Standbein Salz, mit dem notfalls auch ein Preisverfall bei Kali etwas abgefedert werden kann. Letztlich ist auch der „angedrohte“ Preisverfall bei Kali aus heutiger Sicht keinesfalls sicher. Wo die faire Bewertung des Unternehmens ist, steht damit erst einmal in den Sternen….

Kursbewegendes bei Evonik, Dürr, Metro und ThyssenKrupp

Evonik senkt die Prognose

Nach einem schwachen ersten Halbjahr sieht sich das Spezialchemie-Unternehmen offenbar nicht mehr in der Lage die zuvor ausgegebene Prognose zu erfüllen. Der Umsatz ging im abgelaufenen Quartal um 5 Prozent zurück, der Gewinn reduzierte sich um 23 Prozent auf 489 Millionen Euro. Netto bleiben gar nur noch 191 Millionen Euro übrig, was einem Rückgang um 28 Prozent entspricht. Konzernchef Klaus Engel geht nun nur noch von einem Gesamtumsatz in Höhe von 13 Milliarden Euro und einem Gewinn von ca. 2 Milliarden Euro aus. Im Vorjahr konnte bei gleich hohem Umsatz noch ein Gewinn von 2,4 Milliarden Euro erzielt werden.

Dürr – solide abgeliefert

Auch das Wachstum beim Anlagenbauer Dürr kann nicht ewig anhalten…Der im zweiten Quartal lag bei 589,2 Millionen Euro etwas unter dem Vorjahreswert von 600,9 Millionen. Der Gewinn konnte hingegen leicht von 42,7 auf 46,4 Millionen Euro gesteigert werden. Der Auftragseingang ging  von 725,2 auf 613,1 Millionen Euro deutlich zurück. Dürr-Chef Ralf Dieter bekräftigte noch einmal die Jahresprognose, kündigte aber auch an künftig mehr Geld für Investitionen ausgeben zu wollen. Genauere Zahlen hierzu wurden nicht bekannt. Insgesamt ein sehr solides Ergebnis. Der Rückgang beim Auftragseingang war nach dem starken Vorjahr wohl so erwartet worden.

Metro leidet unter Praktiker

Für den Handelskonzern läuft es trotz aller Bemühungen, weiterhin nicht rund. Wegen der anhaltenden Konsumflaute in Europa musste Firmenchef Olaf Koch heute erneut einen Rückgang beim Umsatz und Gewinn verkünden. Also besonderer Belastungsfaktor erwies sich der Umstand das Metro noch eine ganze Reihe an Immobilien an die inzwischen insolvente Ex-Tochter Praktiker vermietet hat. Aber auch operativ waren die Daten weiterhin rückläufig. Der Umsatz ging um 3,6 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro zurück, der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen nahm ebenfalls von 315 auf 276 Millionen Euro ab. Beim Nettogewinn legte Metro etwas zu…nach einem Verlust im Vorjahr konnte nun ein Gewinn in Höhe von 33 Millionen Euro ausgewiesen werden. Anleger hatten hier offenbar Schlimmeres erwartet – die Aktie kann vorbörslich kräftig zulegen.

ThyssenKrupp trauert um Berthold Beitz

Die Aktie von ThyssenKrupp ist heute erneut unter Druck nachdem gestern bekannt wurde dass der Firmenpatriarch Berthold Beitz bereits am Dienstag im Alter von 99 Jahren gestorben ist. Damit geht eine Ära zu Ende, und die Sorge um die künftige Führung des Konzerns ist entfacht. Viele sehen ThyssenKrupp nun als Schiff ohne Kapitän im Sturm…ich denke Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger hat etwas mehr Vertrauen verdient. Die Aktie bleibt aber erst einmal anfällig für weitere Rückschläge.

Uralkali macht Druck, K+S, Mosaic und Potash leiden – Was steckt wirklich dahinter?

Vladislav Baumgertner heißt der Mann, der gestern eine ganze Industrie weltweit in Angst und Schrecken versetzt hat. Die Rede ist natürlich vom Uralkali CEO der sich offensichtlich schon fast darüber zu amüsieren scheint dass nicht nur für zig Milliarden an Börsenverlusten verantwortlich zeichnet sondern auch sehr wohl bewusst ist  dass seine Firma diejenige mit den geringsten Produktionskosten in dem Segment ist. Einen Rückgang der Kalipreise könnte Uralkali somit wohl am besten wegstecken. Ob ihm die Uralkali-Aktionäre sein forsches Vorgehen aber danken werden ist die andere Frage, geschweige denn ob die eingeschlagene Strategie dauerhaft Erfolg versprechend ist. Die Uralkali Aktie ist auch heute wieder unter Druck.

Es wurde bereits gestern viel über die Motivation des CEOs spekuliert, sich auch ins eigene Fleisch zu schneiden. Dabei machten Vermutungen die Runde, man wolle eventuell verhindern dass einer der großen Rohstoffkonzerne wie Rio Tinto oder BHP Billiton in den Kalimarkt einsteigen weil dieser, nach einem entsprechenden Kursverfall der Kalipreise, dann unattraktiv wäre. Andere wiederum äusserten sich dahingehend, dass man eine Konsolidierung im Markt erzwingen will um selbst dann Marktanteile ausbauen zu können.

Ich gewinne bei diesem Interview irgendwie den Eindruck, dass es sich hier um einen kleinen Privatkrieg handelt, bei dem der Größere dem Kleinen mal zeigen möchte wo der Hammer hängt und dabei natürlich auch billigend in Kauf nehmen würde, dass dieser am Ende gar pleite geht. Das deute ich zumindest in die Äusserungen des Herren im Anzug hinein. Letztlich kann ich mich also des Eindrucks nicht erwehren, dass hier jemand ganz massiv und russisch zum Einlenken, in welcher Form auch immer, bewegt werden soll. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung… Aber sehen sie selbst und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Hier geht’s  zum Interview mit Vladislav Baumgertner auf Bloomberg TV.

Kursbewegendes bei VW, Deutsche Bank, Qiagen und ThyssenKrupp – K+S vor Erholung?, Wacker verkauft

Volkswagen – erste Bremsspuren

Der Gewinn bei VW ist im abgelaufenen Quartal eingeknickt. Damit hatte ich grundsätzlich gerechnet, denn die anhaltende Absatzkrise in Europa, ebenso wie die jüngsten Entwicklungen in China dürften ihre Wirkung nicht verfehlt haben. Die Deutlichkeit des Rückgangs überrascht dann aber doch etwas. Unter dem Strich schrumpfte das Ergebnis um fast 46 Prozent auf „nur noch“ 4,8 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr stand hier allerdings ein durch Sondereffekte (Porsche Übernahme) verursachter Gewinn in den Büchern, der so nicht zu wiederholen war. Beim Umsatz konnten die Wolfsburger leicht um 3,5 Prozent auf 98,7 Milliarden euro zulegen. DieZahl der weltweiten Auslieferungen Fahrzeuge stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent auf 4,8 Millionen Stück . Insgesamt ein solides Zahlenwerk, aber mit ersten Bremsspuren…Ich könnte mir vorstellen dass die VW Aktie jetzt erst einmal eine Pause einlegen wird, bzw. auch mal wieder etwas konsolidiert…!

Deutsche Bank – schon wieder mit dabei

Bei der Deutschen Bank droht erneut Ungemach. Eine Tochter der Landesbank Baden-Württemberg hat Klage gegen insgesamt 13 Banken wegen wettbewerbswidrigem Verhalten eingereicht. Konkret geht es um die Aktivitäten der Banken im  Derivate-Markt bei den Credit Default Swaps (CDS). Die Banken sollen den rund 25 Billionen US-Dollar schweren Markt für Kreditderivate unfairerweise dominiert und Kunden seit 2006 über Gebühr zur Kasse gebeten haben, hieß es in der Meldung. Neben der Citigroup, Goldman Sachs, J.P. Morgan Chase & Co., Credit Suisse Group, Morgan Stanley, Barclays, Bank of America Corp, HSBC Holdings, Royal Bank of Scotland Group, BNP Paribas, UBS und Wells Fargo Bank & Co wird natürlich auch der deutsche Branchenprimus in der Klage aufgelistet.

Qiagen – schon wieder rot

Der Biotechnologie-Konzern Qiagen schreibt erneut rote Zahlen. Auch im abgelaufenen Quartal gelang es nicht das Unternehmen wieder profitabel zu führen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, wo noch ein Gewinn in Höhe von 33 Millionen Euro in den Büchern stand, musste nun erneut ein Verlust in Höhe von fast 52 Millionen Euro ausgewiesen werden. Der Umsatz legte um drei Prozent auf 316,4 Millionen Dollar zu. Das Unternehmen gab staatliche Sparmaßnahmen in den USA und Restrkturierungskosten als die beiden Hauptbelastungsfaktoren an…Die Entwicklung in den USA dürfte noch eine Weile anhalten. Allerdings plant das Unternehmen einen baldigen Aktienrückkauf in Höhe von 100 Millionen Dollar, was dem Aktienkurs kurzzeitig auf die Sprünge helfen könnte. Langfristig betrachtet bleibt die Qiagen Aktie aus meiner persönlichen Sicht eher unsexy…!

Thyssen Aktie unter Druck

Erneut einer der großen Verlierer des heutigen Tages dürfte die ThyssenKrupp Aktie werden. Vorbörslich verliert die Aktie über vier Prozent, einen aktuellen Grund für diese Entwicklung konnte ich nicht finden. Ich hatte die Aktie ja auf Investors Inside in der letzten Woche beim „Chart der Woche“ vorgestellt. Deutlich zu erkennen war hier, dass es nicht gelungen ist den mittelfristigen Abwärtstrend zu überwinden. Somit rechne ich nun mit einem erneuten Test der Unterseite dieser Trading-Range. Fundamental betrachtet und in Anbetracht der drohenden Kapitalerhöhung ist die Aktie zu diesen Kursen ohnehin kein Kauf für mich.

K+S vor Erholung?

Der denkwürdige Tag für K+S Aktionäre ist vorüber… Dennoch dürften sich viele Anleger nun fragen wie es hier weiter gehen wird. Nachdem die US Konkurrenten Mosaic , Potash und Intrepid sich allesamt von Ihren Tiefstständen erholen konnten stehen die Chancen nicht schlecht dass dies auch mit der Kali und Salz Aktie heute passieren kann. Ich bin zumindest verhalten optimistisch, denn ich halte die gestrige Kursreaktion auf die unbestätigten Meldungen für deutlich übertrieben und traue der Aktie zumindest einen technischen Bounce von 50 Prozent der gestrigen Kursbewegung zu, was in diesem Falle der Bereich um die 23,- Euro wäre. Einfach mal durchatmen…

Wacker Chemie – verkauft

Noch ein kurzes Update zur Aktie von Wacker Chemie …Der gestrige Kursanstieg nach den gelieferten Zahlen war einfach zu verlockend…Ich habe über 76,- Euro verkauft. Nicht weil ich nicht mehr an die Story glauben würde, sondern viel mehr weil die Zahlen eigentlich schwach waren, auch wenn sie besser als erwartet ausgefallen sind. Zudem haben sich gestern viele Analysten zu Wort gemeldet, die den Zielkurs der Aktie deutlich tiefer ansetzen. Normalerweise wäre mir das egal – wer hört schon auf Analysten 😉 In der Summe könnte diese geballte Stimmungsmache aber durchaus ihre Wirkung entfalten. Ich rechne zudem – wie im letzten Newsletter beschrieben – weiterhin mit einer Korrektur des Marktes in den nächsten Wochen, was ebenfalls nicht förderlich sein dürfte. Somit habe ich den Gewinn in Höhe von 36 Prozent eingestrichen und gehe davon aus dass ich die Aktie bald wieder zu besseren Kursen zurückkaufen kann.

Kursbewegendes bei der Deutschen Bank, Wacker Chemie, K+S und Rheinmetall

Deutsche Bank enttäuscht

Einige hatten es befürchtet, die meisten wohl eher ausgeschlossen, wenn man sich den Kursverlauf der Deutschen bank Aktie in den letzten tagen angesehen hat. Der deutsche Branchenprimus musste im abgelaufenen Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verbuchen und verfehlt damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Wegen hoher Rückstellungen u.a. für diverse Rechtsstreitigkeiten…schrumpfte der Vorsteuergewinn auf nur noch792 Millionen Euro nachdem im Vorjahr noch 967 Millionen Euro erzielt wurden. Erwartet wurde hier ein Quartalsgewinn in Höhe von knapp 1,3 Milliarden Euro. Unterm Strich verblieb aber nur ein Quartalsgewinn von 335 Millionen Euro. Mir klingeln heute noch die Ohren wenn ich an die damals von Josef Ackermann ausgegebenen Renditeziele denke…!

Die DB Aktie bleibt für mich eine Beobachtungs Position und ist erst zu deutlich niedrigeren Kursen wieder ein langfristiger Kauf

Wacker Chemie versprüht Optimismus

Eine geradeso bestätigte Prognose für das Gesamtjahr und ein weiter leicht rückläufiger Umsatz und Gewinn, so das knappe Fazit der heute veröffentlichten Quartalszahlen…Der Gewinn ging im Jahresvergleich um drei Viertel auf 15,1 Millionen Euro zurück übertraf damit aber die Erwartungen der Analysten. Beim Umsatz blieb das Unternehmen hingegen leicht hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt waren es sicherlich keine berauschenden Zahlen die der Spezialchemie-Konzern heute vorgelegt hat, aber es dürfte reichen, den der Ausblick auf künftiges war grundsätzlich positiv.

Nach den heute vorgelegten Daten äusserte sich der Konzernchef des Spezialchemiekonzern und Halbleiter-Zulieferers Wacker Chemie zu dem Kompromiss im Solarstreit mit China und versprühte hier deutlichen Optimismus. „Sollte diese Lösung so zustande kommen, dann könnte das der Startschuss für einen weiteren weltweiten Aufschwung der Photovoltaik sein“, so Rudolf Staudigl. Insbesondere der Streit mit China über Strafzölle auf chinesische Solarprodukte hatten zuletzt für große Verunsicherung unter den Anlegern gesorgt. Mit einer nun möglichen Einigung dürften dann auch die Strafzölle auf den Export von Reinstsilizium endgültig vom Tisch sein, wovon gerade Wacker Chemie in den kommenden Jahren stark profitieren sollte.

Rheinmetall unter Druck

Bereits gestern Abend nach Börsenschluss geriet die Aktie der Rheinmetall AG kräftig unter Druck, nachdem die Gewinn- und Umsatzprognose für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigiert wurde. Der Düsseldorfer Automobilzuliefer- und Rüstungskonzern geht nun nur noch von einem gewinn vor Steuern und Abschreibungen in Höhe von 180 bis 200 Millionen Euro aus, nachdem zuvor noch ca 240 bis 260 Millionen Euro erwartet worden sind. Für weitere Restrukturierungsmaßnahmen hat der Konzern 75 bis 85 Mio. Euro eingeplant. Der Jahresumsatz soll nun nur noch zwischen 4,7 und 4,8 Milliarden Euro liegen. Auch hier wurde zuletzt noch ein höherer Wert von 4,8 bis 4,9 Milliarden Euro angestrebt. Die Rheinmetall Aktie dürfte damit wohl erst einmal wieder in Richtung des letzten Ausbruchs-Levels bei ca. 36,- Euro tendieren.

K+S – einfach schwach

Zwar gab es hier keine neuen Daten, der Kursverlauf gestern lässt aber nicht viel Gutes erahnen. Trotz des Ausbruches über die wichtige Marke von 27,- Euro konnte sich die Aktie erneut nicht über diesem Level halten. Bereits vor Tagen wurde hier ein klares Kaufsignal generiert, und dann das…! Das war auf gut deutsch eine ganz traurige Vorstellung und ich habe hier ein ganz komisches Gefühl… Grundsätzlich besteht hier – wie am Freitag in unserem Newsletter beschrieben – eine gute Chance auf eine Bodenbildung. Allerdings muss dazu noch deutlich mehr Kauflaune aufkommen, denn offensichtlich soll der Aktienkurs nach unten gedrückt werden. Stellen sich dem nicht genügend Bullen entgegen, wird der Ausbruch nach oben nicht gelingen. Ich vermute hier immer noch eine „in Arbeit befindliche“ Übernahme…Den wahren Grund für den Druck auf die Aktie werden wir irgendwann erfahren…!

Nachtrag: Anlässlich des Kursabsturzes der K+S Aktie….Es gab heute Nacht Aussagen von Uralkali dass der Preis für Kali auf 300,- Dollar fallen könnte… Zudem sollen wohl einige amerikanische Großbanken hier Short sein, was in mein Bild der letzten Wochen passen würde…Der Kursverlauf ist mit normalen Argumenten auch nicht mehr zu erklären…!

In eigener Sache… Investors Inside Newsletter Anmeldung

Liebe Leser,

wie Sie vielleicht gemerkt haben ist es in der letzten Zeit zu gewissen Verzögerungen beim Versand unseres Newsletters gekommen, die nun aber behoben sein sollten, bzw. successive ausgemerzt werden. An dieser Stelle habe ich eine große Bitte an Sie, denn diese technischen Schwierigkeiten hingen u.a. auch damit zusammen, dass sich immer wieder mal Leser mit fiktiven oder aber auch völlig absurden Email-Adressen angemeldet haben. Die dadurch entstehenden Fehlermeldungen beim Versand verzögern somit auch den weiteren Postausgang, was u.a. am letzten Freitag zu einem Zeitversatz von bis zu vier Stunden geführt hat. Wie wir ja alle wissen ist die Börse ein schnelllebiges Geschäft und somit sind vier Stunden eine halbe Ewigkeit.

Gerade der Freitags-Newsletter dürfte aus heutiger Sicht wieder einmal sehr wertvoll für die Investors Inside Leser gewesen sein, die bereits heute mit der Neuvorstellung K+S schön im Gewinn sind, sofern die Email zeitnah ankam und entsprechend schnell reagiert wurde… ebenso wie das Depot-Update, bei dem es so einige, aus meiner Sicht wichtige, Veränderungen gegeben hat. Der Marktausblick auf die kommenden Wochen könnte bereits heute bestätigt werden – wir haben höchstwahrscheinlich einen neuen Trend!

Nachdem die Zahl der Leser des Börsenbriefes inzwischen nun eine beachtliche Größe angenommen hat, möchte ich also die Gelegenheit nutzen Sie zu bitten sich erneut mit einer gültigen Email Adresse und einem plausiblen Namen und Vornamen anzumelden, falls Sie am Freitag keinen Investors Inside Newsletter bekommen haben sollten! Für alle, die den Newsletter erhalten haben, ändert sich natürlich nichts…es sei denn die Anmeldung wurde nicht korrekt eingegeben. Ich werde also in den kommenden Tagen sowohl die wenigen „Fehlgeleiteten“ als auch die Leser mit nachweislich fiktivem oder unvollständigem Namen aussortieren müssen, um den „Interssierten“ den vollen Nutzen dieses Services zu garantieren.

In diesem Sinne hoffe ich auf Ihr Verständnis für die Unannehmlichkeit sich noch einmal ordentlich für diesen kostenlosen Service zu registrieren. Auch wenn ich grundsätzlich der Meinung bin, dass es schon möglich sein sollte für eine kostenlos bezogene Leistung wenigstens eine ordentliche Anmeldung im Gegenzug zu platzieren… 😉 Gerne können Sie mich dazu auch persönlich kontaktieren um Ihre Daten entsprechend zu ergänzen. Ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal ausdrücklich erwähnen, dass die von Ihnen eingegebenen Daten streng vertraulich behandelt, und in keinem Falle an Dritte weitergegeben werden – Nur für den Fall dass hier der Grund für die fehlerhaften Eingaben zu finden ist…!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S. Für alle Leser die noch nicht für den Börsenbrief angemeldet sind kann dies > hier < nachgeholt werden! 

Kursbewegendes bei Praktiker, Facebook, Amazon, ThyssenKrupp, HeidelCement und Lafarge

Praktiker: Auch Max Bahr ist pleite

Gestern Abend wurde bekannt das auch die Praktiker Tochter Max Bahr nun Insolvenz angemeldet hat. Die Baumarkt-Kette Max Bahr sollte zunächst als „Filetstück“ des Praktiker Konzerns erhalten bleiben, musste nun aber ebenfalls und nicht ganz überraschend Insolvent anmelden. Also Hintergrund wurde angegeben dass ein Warenkreditversicherer die Lieferanten von Max Bahr nicht mehr unterstützt habe. Dadurch sei die Versorgung der Baumärkte mit Waren nicht mehr vollumfänglich gewährleistet gewesen…Ich enthalte mich an dieser Stelle eines Kommentars zu den Beteuerungen der letzten Tage. Anleger die auf eine profitable Fortführung von Max Bahr gesetzt haben sind nun ebenso gekniffen wie die die an ein Comeback der Praktiker Kette geglaubt haben. Ich hatte dringen davon abgeraten hier auch nur einen Cent zu investieren!

Facebook rockt

Die Aktie des Sozialen Netzwerkes konnte gestern nach überraschend guten Zahlen um satte 30 Prozent zulegen. Entgegen meiner Annhame, dass diese Gewinne im Tagesverlauf wieder abbröckeln würden konnte die Aktie nahe des Tageshochs schließen. Der Umsatz an der Wall Street lag bei stolzen 260 Millionen Aktien. Man kann somit davon ausgehen dass sich hier große Adressen eingedeckt haben, die längerfristig an dem Internet Konzern beteiligt sein wollen. Das Rückschlagspotenzial scheint damit zunächst begrenzt, das Aufwärstpotenzial aber aus meiner Sicht ebenso. Entscheidend ist hier die Marke von 33,- Dollar.

Amazon verdient wieder kein Geld

Eine Marktkapitalisierung von 138 Milliarden Dollar, ein KGV nahe der 100 (wenn überhaupt!), ein Buchwert pro Aktie von 18.53 Dollar und Cash pro Share von 17,35 Dollar, das sind die harten Fakten bei Amazon. Auch in diesem Quartal konnte der Online Händler erneut keinen Gewinn verbuchen sondern musste 7 Millionen Dollar Verlust ausweisen. Mit eigenen Produkten wie den Kindle-Tablets und Kampfpreisen versucht der Konzern, seinen Marktanteil stetig zu vergrößern, was weiterhin Unsummen an Geld verschlingt. Auch trotz der offensichtlich niedrigen Löhne schafft Amazon es nicht in die Profitabilität, denn Wachstum ist hier alles…. Eine attraktive Anlagechance sehe ich hier nach wie vor nicht

Thyssen-Debakel geht weiter

Eine Meldung auf die ich fast schon gewartet habe…Der Verkauf der beiden Stahlwerke in Nordamerika an den brasilianischen Konkurrenten CSN ist offenbar geplatzt. Einer Meldung des „Wall Street Journal“ zufolge könnten die Verhandlungen an unterschiedlichen Preisvorstellungen scheitern. Die Aktie reagiert entsprechend vorbörslich bereits mit einem Abschlag von 6,6 Prozent. Mehr sog i net!

Schlechte Vorgaben für HeidelCement durch Lafarge ?

Der französische Baustoffkonzern Lafarge musste im abgelaufenen Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen, und das trotz Preiserhöhungen! Der Umsatz ging um 3 Prozent auf 4,11 Milliarden Euro zurück, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen schrumpfte sogar um 8 Prozent auf nur noch 922 Millionen Euro. Dem Baukonzern haben Währungseffekte in Nordamerika, die allgemein schwache Konjunktur und vor allem auch das schlechte Wetter zu schaffen gemacht. Alles drei wohl auch Faktoren die bei HeidelbergCement zum Tragen kommen könnten…!?

Facebook und Apple – Ein One Day Wonder?

Die Facebook Aktie konnte gestern, nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen, um 16,45 Prozent zulegen und notierte damit nachbörslich über der wichtigen 30,- Euro Marke. Das weltgrößte Soziale Netzwerk (online) konnte im zweiten Quartal mehr Nutzer und Werbekunden gewinnen als ursprünglich angenommen. Das Netzwerk verzeichnet inzwischen 1,15 Milliarden aktive Nutzer pro Monat, was einer Steigerung um 20 Prozent zum Vorjahreswert entspricht. Die Zahl der täglichen Nutzer ist inzwischen auf sagenhafte 700 Millionen angestiegen. Diese Zahlen sind natürlich beeindruckend und heben den Wert des Unternehmens, das unter anderem auch durch den Wert je Nutzer bestimmt wird.

Aber auch operativ konnte Facebook überzeugen. So wurden beispielsweise die Werbeeinnahmen über mobile Endgeräte nun deutlich gesteigert und machen inzwischen 41 Prozent des Jahresumsatzes aus. Zuvor lag dieser Wert noch bei nur 14 Prozent. Der Gesamtumsatz im zweiten Quartal stieg somit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 53 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar. Im letzten Jahr musste der Konzern noch einen Verlust in Höhe von 157 Millionen Dollar verbuchen, heute konnte ein Gewinn von 331 Millionen Dollar verkündet werden. Alles in allem also deutlich bessere Zahlen als erwartet, und damit ist wohl auch der gestrige Kursanstieg grundsätzlich nachvollziehbar.

Ob sich die hohe Bewertung des Unternehmens dauerhaft rechtfertigen lässt, bleibt aber aus meiner Sicht aber immer noch fraglich. Hierzu müssten die Wachstumsraten wohl auch künftig ähnlich hoch bleiben wie zuletzt, was ich zumindest stark anzweifeln möchte. Heute darf man sich als Facebook Aktionär aber erst einmal freuen und gespannt sein, ob zu dem Anstieg nach Börsenschluss gestern noch eine Schippe drauf gelegt werden kann. Der Chart seiht nun wieder etwas freundlicher aus, die Aktie hat den Abwärtstrend verlassen, dennoch würde ich persönlich nicht darauf wetten wollen, dass hier in nächster Zeit noch viel geht. Der gestrige Anstieg der Aktie um 20 Prozent sollte erst einmal verdaut werden.

Und Sie wissen ja, ich bin immer ein großer Freund der Theorie dass offene Kurslücken in absehbarer Zeit wieder geschlossen werden…also gibt es für mich hier keinen Grund vorschnell hinterher zu hechten! Gleiches gilt aus meiner Sicht für die Apple Aktie. Der Anstieg gestern war nicht überzeugend und dürfte in den kommenden Tagen wieder auf das Ausgangsniveau abverkauft werden, um nicht zuletzt auch das Gap zu schließen das hier gerissen wurde. Wäre der Markt wirklich begeistert gewesen dann hätte die Apple Aktie gestern mindestens 10 Prozent zugelegt und sich damit auch deutlich vom Abwärtstrend entfernt…Das war aber nicht der Fall!

Apple – Naja…!

Apple hat Zahlen vorgelegt. Trotzt fehlender Innovationen konnte der US Tech-Gigant sein drittes Geschäftsquartal erfolgreich abschließen. Zumindest der Umsatz des Unternehmens bleib konstant hoch, der Nettogewinn lag hingegen nur noch bei 6,9 Milliarden US-Dollar nach 8,8 Milliarden Dollar im Vorjahr. De factor war  das der zweite Rückgang auf der Ergebnisseite in Folge. Dennoch, je Anteilsschein verdiente Apple 7,47 Dollar und übertraf damit die Prognose der Analysten von 7,34 Dollar je Aktie.

Der Umsatz blieb mit 35,3 Milliarden Dollar in etwa auf Vorjahresniveau. Die Bruttogewinnmarge lag bei 36,9 Prozent. Haupttreiber war einmal mehr das iPhone von dem in dem genannten Zeitraum weitere 31,2 Millionen Stück verkauft werden konnten. Hier hatten die Analysten im Vorfeld nur mit ca. 26,5 Millionen Verkäufen gerechnet.Beim iPad hingegen sieht es nicht so gut aus. Erwartet wurden knapp 18 Millionen verkaufte Exemplare, tatsächlich waren es aber nur 14,6 Millionen.

Die Apple Aktie konnte zwar nachbörslich leicht zulegen, von Euphorie war aber nichts zu spüren. Ich wüsste auch nicht woher diese kommen sollte!  Apple hat solide abgeliefert – mehr nicht.  Das ist aber nicht das, was man von dem Konzern erwartet. Anleger die jahrelang mit Innovationen und spektakulären Ergebnissen verwöhnt worden sind, könnten heute einmal mehr enttäuscht reagieren wenn die US Börsen öffnen. Hier ist also grundsätzlich etwas Vorsicht geboten. Aus rein charttechnischer Sicht ist die aktuelle Konstellation nun durchaus interessant…

Apple Aktie Chart 6 Monate

Zwar hätte sich die Apple Aktie mit dem nachbörslichen Sprung auf 440,- Dollar aus dem Abwärtstrend befreit, ob dieses Kursniveau allerdings gehalten werden kann, bleibt aus meiner Sicht noch abzuwarten. Wenn ja, dann könnte die Aktie hier nun einen tragfähigen Boden gefunden haben. Fällt die Aktie hingegen in den Trend zurück, dürfte zunächst das Gap bei 400,- Dollar geschlossen werden, oder aber gar die untere Begrenzung, des seit 6 Monaten bestehenden Abwärtstrends, wieder ins Blickfeld der Anleger geraten. Genaues wissen wir wohl heute Abend erst nach Börsenschluss in den USA.

Fazit: Insgesamt war das Zahlenwerk solide aber nicht berauschend. Die Erwartungen der Analysten wurden erfüllt, bzw. geschlagen, was für den Moment reichen könnte… Neue Produkte wurden für den Herbst 2013 und nächstes Jahr angekündigt. Kommt die iWatch oder ein neues iPhone, das technisch zu den Mitbewerbern aufgeschlossen hat? Einzelheiten dazu wurden – wie immer bei Apple – verschweigen…und das ist grundsätzlich auch egal wenn Firmenchef Tim Cook dann auch tatsächlich Spektakuläres und Neues im Herbst zu präsentieren weiß. Doch wehe wenn nicht…!

Kursbewegendes bei Barrick Gold, Wacker Chemie, KPN und Tesla

Heute gibt es mal wieder so einige bemerkenswerte Ereignisse, die ich aber gar nicht alle in einen Artikel „pressen“ kann. Dennoch möchte hier noch kurz auf ein paar Dinge aufmerksam machen, die meiner Meinung nach durchaus beachtenswert sind….

Goldrausch

Das die von mir erwartete Rally im Goldsektor nun gestartet ist ist ja wohl offensichtlich und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Wie ich ja vor Kurzem hier berichtet habe, bin ich zunächst zögerlich und dann doch kräftig in die Aktien einiger Goldproduzenten eingestiegen. Das Timing war also gar nicht mal so schlecht. Dennoch ist natürlich weiterhin Vorsicht geboten, auch wenn sich die jüngste Entwicklung wirklich gut anfühlt. Die Barrick Gold Aktie hat nun beispielsweise so einige Gaps geschlossen, wiederum aber neue hinterlassen, die eventuell noch geschlossen werden müssen. Auch der heutige Handelstag hat eine kräftige Kurslücke hinterlassen. Dennoch würde ich hier weiter laufen lassen, da das Nachholpotenzial extrem hoch ist und auch die Chance auf einen kräftigen Short Squeeze alles andere als unrealistisch!

Wacker im Trend

Die Wacker Chemie Aktie zeichnet sich weiterhin durch extreme innere Stärke in jeder Börsenlage aus. Der Chart sieht somit auch weiterhin vielversprechend aus und verspricht weiterhin kräftige Gewinne sobald die 70,- Euro Marke geknackt ist. Auch hier winkt eventuell eine Chance auf einen Short Squeeze falls diese Marke überschritten werden kann. Störfeuer könnten allerdings speziell in dieser Woche durch die Zahlenvorlage einiger Chemie-Schwergewichte entstehen, falls diese nicht zur Zufriedenheit der Anleger ausfallen. Im umgekehrten Falle sehen wir wohl in Kürze den Sprung in neue Kursregionen.

KPN vor Milliarden-Deal?

Die heutige Meldung dass der niederländische Telekommunikations-Konzern KPN seine deutsche Tochter E-Plus an die spanische Telefonica verkaufen will kommen am Markt heute gut an. Der Aktienkurs schnellte gegen Handelsende heute um knapp 13 Prozent nach oben. Laut der „Financial Times“ sind die Gespräche bereits in einem weit fortgeschrittenen Stadium. Die Verwaltungsräte würden am heutigen Nachmittag für konkrete Verhandlungen zusammen kommen, so dass der Deal bald bekannt gegeben werden könnte, hieß es. Der Wert der Beteiligung wurde mit 16 Milliarden Euro angegeben…Nunja, ob dieser Wert realistisch ist oder die Verhandlungen tatsächlich erfolgreich abgeschlossen werden bleibt noch abzuwarten. Dennoch ist die KPN Aktie seit heute auch aus charttechnischer Sicht wieder einen etwas intensiveren Blick wert. Investors Inside Börsenbrief Leser sind seit 1,45 Euro investiert.

Tesla im Geschwindigkeitsrausch

Die Aktie des Elektro-Sportwagen-Herstellers Tesla hat sich erstaunlich schnell von dem kräftigen Kursrücksetzer der letzten Woche erholt. Am 07.08 nach Börsenschluss werden die Quartalszahlen bekannt gegeben, bei denen sich zeigen muss ob die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt waren. Bei der Aktie scheiden sich weiterhin die Geister….Zukunftsphantasien sind selbstverständlich gegeben, die Bewertung ist aber bereits jetzt exorbitant hoch. Ich persönlich würde hier gefühlsmäßig eher short als long gehen, aber selbstverständlich nicht vor den Zahlen. Denn, wie man an dieser Aktie schön sehen kann, werden populäre Trends oft länger gespielt als man denkt…! Eine realistische Einschätzung der Situation lässt sich wohl erst am 08.08.13 nachmittags treffen, wenn die amerikanische Börse das Zahlenwerk verarbeitet. Bis dahin also Vorsicht vor voreiligen Schlussfolgerungen!

K+S wirft gar nichts auf den Markt…!

Ich muss mich heute noch einmal ganz kurz zu der Aktie von Kali und Salz melden, da am Wochenende merkwürdige Meldungen zu dem Unternehmen die Runde gemacht haben, die ich so einfach nicht glauben konnte. Die Rede ist von der dpa-AFX Meldung am Samstag gegen 21:00 Uhr in der zu lesen war dass die K+S AG ihren eigenen Stimmrechteanteil verringert hat. Dabei wurde sowohl die Meldeschwelle von 5 als auch die von 3 Prozent unterschritten. Somit hält der Konzern nach Abschluss der Transaktion noch 2,17 Prozent der Anteilsscheine oder 922285 Stück an der eigenen Gesellschaft…Das Datum für den Abschluss der Transaktion wurde mit 13.08.2003 angegeben…!

Erstens fand ich es doch eher ungewöhnlich, dass eine solche Ad.Hoc Mitteilung über die Veränderungen von Stimmrechten am Samstag veröffentlicht wird und zweitens darf man eine Veröffentliche einer Ad-Hoc Mitteilung fast 10 Jahre danach doch zumindest etwas komisch finden! Auch die genaue Definition einer gesetzlichen „Meldefrist“ müsste damit wohl noch einmal etwas überarbeitet werden…Ich hielt die Meldung zum dem Zeitpunkt erst einmal für gravierend falsch und habe heute Morgen bei Kali und Salz angerufen…

Ein sehr netter Mitarbeiter aus der Investors Relations Abteilung hat mich dann darüber aufgeklärt, dass es sich hierbei um einen Präzidenzfall handelt, den es so offenbar noch nicht gegeben hat. Den Aussagen zufolge hat ein eifriger BaFin Mitarbeiter sich offenbar die Mühe gemacht, die Transaktionen der Vergangenheit etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und dabei dann festgestellt dass diese Meldung damals irgendwie „untergegangen“ ist. Die K+S AG wurde somit nun aufgefordert die Transaktion nachzumelden, was dann auch tatsächlich am Samstag erfolgt ist. That´s it!“ Dieser Schritt ist zwar eher unüblich und wie schon gesagt auch neuartig, aber keinesfalls besorgniserregend.

An dieser Stelle sei vielleicht auch noch darauf hingewiesen dass die Transaktion erfolgt ist bevor die K+S Aktie überhaupt in den Jahren 2007 und 2008 zum Highflyer an der Börse mutierte. Das ist also wirklich Schnee von gestern und hat keinerlei Auswirkungen auf die heutige Entwicklung der Aktie. Der Herr aus der Investors Relations Abteilung bei K+S hat mir auch noch einmal versichert, dass alle Angaben auf der Homepage, einschließlich der schon länger bekannten Verteilung der Stimmrechtanteile, auf dem aktuellen Stand sind.

Die mediale Aufbereitung dieser Ad-Hoc ist also absolut überflüssig und in der gelesenen Form sowieso falsch. Vielleicht hätte sich einer der Damen und Herren Journalisten mal die Mühe machen sollen ebenfalls bei der K+S AG anzurufen, bevor man darüber schreibt!  Ich hoffe ich konnte damit die ohnehin schon nervösen Gemüter wieder etwas beruhigen. (…und den Shorties, die hier meiner Meinung nach seit Wochen drücken und Gerüchte streuen, etwas ins Handwerk pfuschen…) Von der Presseabteilung des Unternehmens würde ich mir aber dann dennoch eine entsprechende Klarstellung zu der Ad-Hoc vom Samstag wünschen!

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