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Lanxess rauf und Leoni runter?

Heute hat das Spezialchemie-Unternehmen Lanxess die Zahlen zum abgelaufenen Quartal vorgelegt, und die waren erwartungsgemäß schlecht. Im Jahresvergleich musste ein Rückgang des EBITDA von 26,4 Prozent auf nur noch 187 Millionen Euro verbucht werden. Der Umsatz war ebenfalls um zwei Prozent rückläufig und erreichte 2,05 Milliarden Euro. Unterm Strich blieben somit nur 11 Millionen Euro in der Kasse, was einem satten Rückgang um 88 Prozent entspricht. Lanxess Chef Axel Heilmann präzisierte die Prognose für das laufende Jahr und erwartet nun ein operatives Ergebnis zwischen 710 und 760 Millionen Euro, was immer noch in der zuvor angepeilten Spanne zwischen 700 und 800 Millionen Euro liegt.

Dennoch muss der Weltmarktführer für synthetisches Kautschuk weiterhin mit einer eher verhalten Nachfrage nach seinen Produkten im vierten Quartal rechnen. Insbesondere für die Auto- und Reifenbranche sei ein weiter schwieriges Umfeld zu erwarten, hieß es. Die Bauindustrie hingegen dürfte in Europa die Talsohle nahezu durchschritten haben und die Nachfrage nach Agrochemikalien bleibt weiterhin hoch. Die Aussichten für die kommenden Monate bleiben somit insgesamt robust. Von einer echten Trendwende wollte Heilmann aber noch nicht sprechen.

Bei dem Kabelspezialisten Leoni zeigen sich ebenfalls erste deutliche Bremsspuren in der Bilanz. In den letzten drei Monaten konnte der Umsatz nur noch minimal auf 958 Millionen Euro gesteigert werden, der Gewinn vor Steuern und Zinsen sackte um 30 Prozent ab. Nach Steuern fiel der Rückgang sogar noch etwas größer aus und betrug 40 Prozent. Um die Jahresprognose noch erfüllen zu können muss Leonie nun im letzten Quartals des Jahres einen Überschuss in Höhe von 55 Millionen Euro erwirtschaften. Die Jahresprognose wurde heute erneut bestätigt. Die Aktie ist in den vergangenen Monaten hervorragend gelaufen und könnte nun auch einmal zu einer mehrtägigen Verschnaufpause ansetzen, da die Erwartungen des Marktes den heute vorgelegten Zahlen wohl etwas vorausgelaufen sind.

Während also bei der Leoni Aktie auch aus charttechnischer Sicht der Anstieg nun erst einmal ausgereizt sein könnte, besteht bei der Lanxess Aktie heute mal wieder die Möglichkeit, dass die Vorlage der Zahlen einen Wendepunkt zum Besseren markiert. Die Zahlen waren nicht so doll, die Erwartungen des Marktes aber ebenfalls so gering, dass diese nun durchaus als positive Überraschung gewertet werden könnten. Das ist zwar nur bedingt logisch, war aber in den letzten Wochen bei vielen anderen Aktien ebenfalls zu beobachten. Ich bin selber sehr gespannt, wie der Markt hier reagieren wird… !

Wacker Chemie – Jetzt wird es brenzlig!

Seit Tagen bereits zeigt die Wacker Chemie Aktie ernsthafte Schwäche gegenüber dem Gesamtmarkt und das in einer Phase in der insbesondere die weltweite Solarmarkt täglich neue Kurs-Partys feiert. Nicht dass ich die Aktie in diesen Sektor einsortieren würde, aber der allgemeine Marktkonsens ist nach wie vor, dass es sich bei Wacker Chemie um ein Solarunternehmen handelt. Was natürlich so nicht richtig ist. Viel mehr handelt es sich um ein relativ breit aufgestelltes Spezialchemie-Unternehmen…. Aber das nur am Rande.

Ein Blick auf den Chart verrät, dass Anleger offenbar größten Respekt vor den bald erscheinenden Quartalszahlen (31.10) haben. Mancherorts wird davon ausgegangen, dass Wacker Chemie einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnen könnte. Insgesamt herrscht aber wohl bei wenigen Aktien so große Uneinigkeit unter den Analysten wie bei dieser. Kursziele zwischen 40,- und 84,- Euro werden momentan herumgereicht. Auf gut Deutsch – Nichts genaues weiß man nicht!

Wacker Chemie Chart mit Fibo
Was wir aktuell sehen ist nach meiner Ansicht nicht die Abbildung einer möglichen Bullenflagge, wie man es mancherorts lesen kann, sondern viel mehr ein mögliches „Rounding-Top“, dass im Endergebnis eigentlich dann zu Kursen um die 60,50 Euro führen sollte. Die Unterstützung, die ich Ihnen hier als blaue Linie eingezeichnet haben sollte halten, nachdem die hellblaue Linie offenbar nicht halten wird. Zudem würde mit einer solchen Bewegung die untere Begrenzung des Aufwärtstrends noch einmal mustergültig getestet!

Wie immer bei einer Aktie wie der von Wacker Chemie, die relativ markteng ist, kann eine solche Bewegung sehr schnell und dynamisch vollzogen werden. Somit ist hier meiner Meinung nach nun erhöhte Vorsicht geboten. Ein möglicher und vorzeitiger Wendepunkt vor dem Erreichen der Unterstützung bei 60,50 Euro liegt beim 50er Fibonacci Retracement, bei 64,88 Euro,

Salzgitter und Lanxess schocken…!

Salzgitter schockt!

Die zweiten Gewinnwarnung bei Salzgitter schickt die Aktie heute – wohl zu Recht – auf Talfahrt. Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern hat die Märkte erneut schockiert. Erst Anfang Mai diesen Jahres ist der Vorstand des Unternehmens noch von einem Vorsteuerverlust im zweistelligen Millionenbereich ausgegangen. Nach der jüngsten Meldung gestern Abend wird das Minus nun aber mindestens 400 Millionen Euro betragen. Die größten Probleme hat Salzgitter nach eigenen Angaben im Trägerbereich, was eine Abschreibung von 185 Mill. Euro zur Jahresmitte ausgelöst hat… aber auch eine Vielzahl von Walzstahlerzeugnissen könne man nur „unterhalb der Herstellkosten“ absetzen, hieß es in der Meldung. Im ersten Halbjahr lag das Minus somit bei 298,7 Millionen Euro, nach minus 17,9 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bei dem Tempo in dem hier Geld verbrannt wurde erscheint mir das gesteckte Ziels von „nur“ 400 Millionen Euro Verlust doch noch sehr optimistisch zu sein. Die Salzgitter Aktie ist und bleibt teuer bis sich der Stahlzyklus wieder dreht.

Lanxess wird deutlich pessimistischer

Auch bei Lanxess schlägt das schwächelnde Europageschäft der Automobilindustrie inzwischen voll durch. Eine Trendwende hin zum Besseren scheint nicht absehbar zu sein und so kappte der Spezialchemie-Konzern heute seine Prognose für das Jahr 2014. Das Ziel eines um Sondereinflüsse bereinigten EBITDAs von 1,4 Milliarden Euro sei nicht mehr realistisch, erklärte der Vorstand heute. Das gesteckte Langfristziel eines bereinigten operativen Gewinns von 1,8 Mrd. Euro im Jahr 2018 bleibe vorerst bestehen, sei aber schwer zu erreichen…!?! Der operative Gewinn schrumpfte in den letzten 6 Monaten um 45 Prozent auf 198 Millionen Euro, der Umsatz sackte um 12 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro ab. Insgesamt waren die Daten zwar in etwa so von den Analysten erwartet worden, der Ausblick hingegen dürfte heute kräftig enttäuschen. Wie hier schon mehrfach geschrieben fehlt noch eine entscheidende Abwärtswelle bei der Aktie, bevor es dann (vielleicht) wieder aufwärts gehen kann…!

Wacker Chemie – maue Zahlen und ein gefährlicher Chart…

Der Spezialchemie-Anbieter Wacker Chemie ist im ersten Quartal dieses Jahres noch tiefer abgerutscht als von mir persönlich erwartet. Den heute veröffentlichten Zahlen zufolge musste das Unternehmen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres einen Gewinneinbruch um satte 88 Prozent auf nur noch 5,1 Millionen Euro verkraften. Der Umsatz sank im Berichtszeitraum hingegen nur um 10 Prozent auf 1,08 Milliarden Euro, was laut Unternehmensangaben auf eine wieder anziehende Nachfrage nach Reinstsilizium zurück zu führen ist. Dennoch sind die Preise für dieses Rohmaterial weiterhin eher am unteren Ende der zu erwartenden Preisspanne, was auch künftig auf die Margen des Konzerns drücken dürfte. Und dann wäre da noch das hier:

Wacker Chemie Chart

Konzernchef Rudolf Staudigl bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr, verwies aber auch noch einmal auf die großen Herausforderungen die das Solar-Geschäft mit sich bringen. Insgesamt lagen die heute gelieferten Daten aber im Rahmen der Erwartungen der Analysten , die mit einem etwas höheren Umsatz und etwas weniger Gewinn gerechnet haben.

Aus meiner persönlichen Sicht gibt es hier wenig Anlass zur Freude. Die weiterhin sehr unsichere Situation im Solargeschäft kann sich jederzeit noch einmal durch einen schwelenden Handelskonflikt mit China verschärfen, was dann auch deutliche Auswirkungen auf die Bilanz des Konzerns haben dürfte. Die Risiken bleiben Erhalten während die Chancen auf Sicht der nächsten 12 Monate offensichtlich begrenzt erscheinen. Die Charttechnik verheißt hier ebenfalls nicht viel Gutes…Eine Mischung die man nicht unbedingt im Depot haben muss, auch wenn die Wacker Chemie Aktie zwischendurch immer mal wieder zu einem Freudensprung ansetzt.

Nach Leoni jetzt auch Lanxess mit eher trüben Aussichten…

Es ist die Woche der schlechten Unternehmensnachrichten und großen Kursbewegungen bei Einzelaktien aus dem Bereich der Automobilzulieferer. Nach Leoni und Rheinmetall gestern folgt heute die Lanxess Aktie…Das Chemieunternehmen macht durch einen sehr trüben Ausblick auf das erste Halbjahr auf sich aufmerksam. Die schwache Nachfrage aus der europäischen Automobil- und Reifenindustrie lastet überraschend schwer auf der Bilanz der Leverkusener. Dem heutigen Bericht zufolge fiel das Ergebnis für das erste Quartal dieses Jahres deutlich schlechter aus, als dies vom Markt erwartet wurde. Mit einem operativen Ergebnis zwischen 160 und 180 Millionen Euro wurde nur noch etwa halb soviel verdient wie im Vorjahreszeitraum . Damals konnte man noch ein EBITDA in Höhe von 369 Millionen Euro verbuchen. Die Aktie ist heute entsprechend unter Druck und verliert vorbörslich bereits deutlich an Wert.

Nachdem auch die Prognose für das zweite Quartal eher verhalten ausgefallen ist, würde ich hier erst einmal nicht versuchen den heutigen Rücksetzer zu kaufen. Denn aus charttechnischer Sicht ist der Schaden schon recht beträchtlich. Zwar bieten Kurse um die 58,40 Euro eine erste Unterstützung, der Gewinneinbruch ist aber so gravierend, dass ich eher davon ausgehe dass dies auch entsprechend im Aktienkurs eingepreist wird. Der allgemeine Ausblick auf die zweite Jahreshälfte klingt zwar schon wieder etwas positiver, ob sich das dann auch in der Jahresbilanz entsprechend positiv niederschlagen wird bleibt aber noch abzuwarten. Genauere Einschätzungen für das Gesamtjahr kündigte Firmenchef Heitmann für die Vorlage des Berichts zum ersten Quartal Anfang Mai an.

Eine weiter Unterstützung könnte bei ca. 55,25 Euro liegen. Hält diese nicht droht sogar ein Rücksetzer bis auf das letzte Verlaufstief bei 45,78,- Euro. In jedem Falle wurde heute die 200-Tage Linie deutlich unterschritten, was bei einer solchen Dynamik selten eingutes Zeichen ist…! Lanxess bleibt ein interessantes Unternehmen, die heutige Meldung sollte aber erst einmal zur Vorsicht mahnen. Die Aktie kommt nun auf meine Intensiv-Beobachtungsliste.

Wacker Chemie – back on track!

Heute meldet sich ebenfalls die Wacker Chemie Aktie zurück was mir eine kurze Analyse „wert“ ist. Ich hatte ja bereits kürzlich > hier < über Auffälligkeiten bei der Aktie berichtet. Dabei war insbesondere der ungewöhnliche Handelsumsatz bei der Xetra Schlussauktion am 30.11.2012 bemerkenswert, der für mich das Signal zum Einstieg gewesen ist. Am 12. Dezember ist die Wacker Aktie dann endgültig nach oben ausgebrochen. Nach dieser Bestätigung > hier < habe ich die Position entsprechend ausgebaut. Die mutigen Leser unseres Blogs müssten somit heute bereits auf kräftigen Gewinnen sitzen. Damals war ein Einstieg um die 42,- Euro möglich. Heute notiert der Titel bei 54,- Euro, und damit knapp 28 Prozent höher.

Wacker Chemie Chart Bodenbildung

Das ganze Ausmaß der vorangegangenen Kurskatastrophe bei Wacker Chemie wird im längerfristigen Chart deutlich… Um Sie aber nicht allzu sehr zu verwirren, bzw. Ihnen die aus meiner Sicht richtige Perspektive zu präsentieren, habe ich mich hier für den Ausschnitt der letzten 12 Monate entscheiden. Wie man deutlich sehen kann, war es kein besonders gutes Jahr für Wacker Chemie Aktionäre…dennoch scheint der Turnarround nun endgültig gelungen zu sein. Heute konnte die 200-Tage-Linie, die bei ca. 53,- Euro verläuft, wieder erfolgreich zurückerobert werden. Die Aktie nähert sich nun mit großen Schritten dem Widerstand bei ca. 56,87 Euro, den es letztlich zu überwinden gilt. Erst an dieser Marke wird sich entscheiden ob bei Wacker Chemie im Jahr 2013 wieder deutlich höhere Kurse möglich sind. Gelingt also in den kommenden Tagen der weitere Anstieg über die Marke von knapp 57,- Euro, sind Kurse um die 65,- Euro in Kürze sehr wahrscheinlich.

Wacker Chemie Aktie – jetzt kaufen?

Endlich ist die Wacker Chemie Aktie heute unter die runde Marke von 50,- Euro gerutscht. Nicht dass ich irgendwie gehässig wäre oder Sie diese Aussage nun falsch auslegen sollten, nein es geht mir viel mehr darum dass dieser Test schon seit längerem anstand. Immer wieder drehte die Aktie kurz vor dem Erreichen dieses Ziels wieder nach oben ab. Offensichtlich gab es aber  auch schon seit längerem  „unsichtbare Kräfte“ die es gut verstanden haben zu verhindern dass sich der Aktienkurs allzu weit von dieser Marke nach oben absetzen würde. Somit ist dieses Ziel nun endlich abgearbeitet worden, einige größere Stopp-Loss Orders wurden in der Folge ausgeführt und nun kann der eigentlich spannende Teil beginnen.

Aus charttechnischer Sicht sah die Wacker Chemie Aktie bereits seit längerem gar nicht mal so schlecht aus, wenn man mal den Kursrutsch von 170,- auf  unter 60,- Euro ausser Acht lässt und sich nur auf den Kursverlauf des letzten halben Jahres konzentriert. Seit Monaten deutet der Chart auf eine Bodenbildung zwischen 50,- und 57,- Euro hin. Die 200-Tage Linie ist seitdem deutlich nach unten gekommen und erscheint mir nun  bei ca. 61,- Euro wieder in erreichbarer Nähe zu sein. Die Aktie ist auf dem aktuellen Niveau deutlich überverkauft und zudem am unteren Bollinger Band angekommen. Aus meiner Sicht wird damit die Luft nach unten immer dünner… zudem die Wacker Chemie Aktie heute unter Buchwert notieren dürfte.

Wie ich Ihnen schon mehrfach hier im Blog geschrieben habe sehe ich auch keinen wirklichen Grund für ein deutliches Abgleiten des Titel. Wacker Chemie ist und bleibt ein breit aufgestelltes Spezialchemie Unternehmen. Ein paar Analysten sind der Meinung dass wir noch Kurse um die 47,- bis 48,- Euro sehen könnten, was ich an dieser Stelle auch gar nicht ausschließen möchte. Noch immer leidet auch Wacker Chemie, wie so einige anderen Anbieter auch, vorrangig unter rückläufigen Preisen beim Polysilizium. Während der Lieferpreis für 9N Polysilizium im August bei 27,80 US-Dollar lag, betrug er auf dem Spotmarkt 21,90 Dollar. Der Preis für 6N bis 8N Polysilizium notierte bei 22,70 Dollar, während sich der Spotmarktpreis auf 20,10 Dollar belief. Momentan beraten sich somit nahezu alle großen Hersteller darüber die Produktion in dem Segment zu reduzieren um die Preise zu stabilisieren.

Zum Ausgleich dieser momentan noch unbefriedigenden Situation hat die Wacker Chemie AG inzwischen den Ausbau anderer Geschäftsaktvitäten voran getrieben. So wurde kürzlich bekannt, dass das Unternehmen ein neues Werk zur Herstellung von Bindemitteln für die Bau- und Papierindustrie in Südkorea baut. Damit soll die stetig steigende Nachfrage nach Farben, Klebstoffen und Beschichtungen um ca. 40.000 Tonnen bedient werden. Auch die Expansion nach USA wurde vorangetrieben. Im US-Bundesstaat Tennessee wird nun ein neuer Produktionsstandort aufgebaut um sich von dem derzeit schwächlenden Europa Geschäft für die Zukunft unabhängiger zu machen.

Zuletzt hatten ein großes deutsches Anlegermagazine zum Verkauf der Aktie geraten, was kurzzeitig noch einmal Abgabedruck bei der Aktie erzeugt hat. Genauso schnell wie die Aktie heute unter die Marke von 50,- Euro abgetauscht ist kann auch wieder eine Gegenbewegung erfolgen. Momentan betrachte ich diese Bewegung eher als letzten ultimativen Test nach unten. Natürlich kann ich ihnen auch nicht versprechen dass wir demnächst wieder höhere Kurse sehen werden, aber die Erfahrung hat mich gelehrt dass Kursbewegungen dieser Art nicht selten am Ende eines Trends zu finden sind. Das Risiko nach unten würde ich bei maximal 10 Prozent sehen. Ich kann nur jedem interessierten Anleger raten sich mal etwas näher mit der Wacker Chemie AG zu beschäftigen. In vielen Bereichen ist das Unternehmen führend wie z.B. auch beim Material für thermoplastische Einkapselungen von Solarzellen zur Verhinderung von potenzialinduzierten Degradation 😉

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Die Wacker Chemie Q2 Zahlen sind eher mau, die Solarkrise belastet weiterhin

Die Wacker Chemie AG hat heute nach der Vorlage der Quartalszahlen auch die Prognose für das Gesamtjahr gekappt. Der anhaltende Preisverfall in der Solarindustrie ebenso wie das schwächende Halbleitergeschäft haben auch das Ergebnis im letzten Quartal belastet. Im Vergleich zum Vorjahresquartal musste ein Umsatzrückgang von 7,8 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro verbucht werden. Für das Gesamtjahr rechnet die Konzernleitung nun mit einem etwas geringerem Umsatz von 4,9 Milliarden Euro nach zuvor 5 Milliarden Euro. Etwas dramatischer stellt sich allerdings die Situation beim operativem Ergebnis dar.

Dieses sank auf Jahressicht um 26 Prozent auf 240 Millionen Euro was zu einem deutlich geringerem Gewinn von nur noch 60,6 Millionen Euro führte. Im Vorjahr konnte der Spezialchemie-Konzern noch einen Gewinn von 143 Millionen Euro verbuchen. Weiterhin prognostizierte die Konzernführung dass das operative Ergebnis in diesem Jahr wohl deutlich unter dem des Vorjahres liegen werde. Die Finanz- und Schuldenkrise haben die Risiken deutlich erhöht, hieß es. Insgesamt waren die harten Fakten so von den meisten Analysten zwar erwartet worden, der schwächere Ausblick hingegen dürfte heute zunächst neuen Verkaufsdruck bei der Wacker Chemie Aktie aufkommen lassen. Rutscht die Aktie dabei unter die wichtige Marke von 50,- Euro sind Kursziele um die 46,- Euro sehr wahrscheinlich.

Wacker Chemie – Kaufsignal voraus!

Die Aktie der Wacker Chemie AG hat am 01.06 die wichtige und nach meinem Dafürhalten massive Unterstützung bei 53,- Euro erreicht und erfolgreich getestet. Seitdem zeigt die Tendenz der Aktie wieder leicht aufwärts. Wie bei fast allen Aktien wurde diese zarte Erholung bislang nur von teilweise sehr überschaubaren Umsätzen geprägt, es besteht nun aber alleine aus charttechnischer Sicht wieder die berechtigte Hoffnung auf höhere Kurse in absehbarer Zeit. Selbstverständlich setze ich bei dieser Annahme ein zunehmend freundlichere Börsenumfeld voraus!

Wie man in dem 3-Monats-Chart deutlich erkennen kann hat der Slow Stochstics Indikator bereits ins positive Terrain gedreht, der MACD ist kurz davor das selbe zu tun. Es dürfte also theoretisch ein starker Börsentag ausreichen um die Aktie wieder in höhere Regionen zu schieben. Gelingt der Anstieg bis über die letzte Unterstützungen bei 56,87 und 57,50 Euro, wo sich ebenfalls gerade der gleitende Durchschnitt der letzten 38 Tage befindet, sind hier sehr schnell wieder Kurse über 65,- Euro drin. Mein persönliches, erstes Kursziel liegt nach der abgelaufenen Korrektur nun somit bei 64,85 Euro. Im ersten Schritt wäre heute oder morgen also das Überwinden der 56, Euro wichtig was dann das Kaufsignal bei der Aktie bestätigt.

Aus fundamentalen Gesichtspunkten ist die Firma nach wie vor höchst interessant. Mit einem Buchwert (2011) je Aktie von 50,42 , KBV 1,23 und einem KUV von 0,66 würde ich die Wacker Chemie Aktie als äusserst attraktiv auf dem derzeitigen Niveau bewerten. Das erwartete KGV für 2013 liegt bei 11,60, die Dividendenrendite beträgt 2,9 Prozent. Neben den Produkten von Polysilizium für die Solarindustrie fertigt Wacker Chemie  Silikon- und Polymerprodukte für die Bau- und Automobilindustrie, Spezialprodukte für elektronische Güter sowie Pharma und Pflegeprodukte, und vieles mehr. Mit den fünf Geschäftsbereichen Wacker Silicones, Wacker Polymers, Wacker Biosolutions, Wacker Polysilicon und Siltronic ist das Unternehmen demensprechend breit aufgestellt und sollte nicht nur auf die Entwicklung in der Solarbranche reduziert werden. Ich kann interessierten Anlegern nur raten sich auf der Homepage von Wacker Chemie mal etwas umzusehen und insbesondere den letzten Geschäftsbericht zu studieren.

Firmenchef Rudolf Staudigl zeigte sich zuletzt sehr optimistisch was die weitere Entwicklung des Solarmarktes weltweit anbelangt und sieht für sein Unternehmen somit weiterhin gute Wachstumschancen auch in diesem Bereich. Staudigl verwies zudem vor wenigen Tagen darauf dass sich das Geschäft mit Polysilicium im Vergleich zum vorangegangenem Quartal deutlich erholt hat. Demnach greife die Solarindustrie wieder verstärkt zu den Rohstoffen des Unternehmens. Staudigl sieht erste Anzeichen dafür dass sich die Überkapazitäten abgebaut hätten und die Konsolidierung der Branche allmählich abgeschlossen sei. Der Absatz von hochreinem Silizium war nach Angabe des Firmenchefs im ersten Quartal um 50 Prozent höher  als im Vorjahresquartal. Alle Produktionsanlagen von Wacker Chemie laufen unter Volllast hieß es in dem Interview.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass insbesondere bei der Betrachtung des 5-Jahres Charts der Wacker Chemie AG jedem Anleger klar sein sollte dass auf diesem Niveau ein äusserst interessantes Chance-Risiko Verhältnis vorliegt. Natürlich ist es grundsätzlich auch möglich dass der Aktienkurs noch einmal unter die Tiefststände aus dem Jahr 2009 rutscht, die Wahrscheinlichkeit dafür dass wir deutlich höhere Kurse sehen werden halte ich aber für ungleich größer.

Wacker Chemie – rauf oder weiter runter?

Eigentlich bin ich in gewisser Weise ein Fan der Wacker Chemie Aktie. Ich habe mir kürzlich sogar die Mühe gemacht den 274 Seiten umfassenden Geschäftsbericht des Jahres 2011 etwas genauer zu studieren, und mein Fazit bleibt das selbe wie in den Jahren zuvor. Wacker ist ein hochinteressantes Unternehmen mit einer breiten Produktpalette, in einem Markt der auf lange Sicht nahezu sichere Renditen verspricht. Die Polisilizium Sparte möchte ich hier allerdings etwas ausklammern. Wir alle wissen wie es um die Solarbranche bestellt ist. Weiterhin fallende Preise und entsprechende Wertminderungen bei der Tochter Silitronic sind die Folge. Die Polysiliziumsparte von Wacker Chemie erwirtschaftete im Jahr 2011 mit 545,6 Mio. Euro den mit Anstand größten Beitrag zum EBIT. Ein Ende dieser Entwicklung ist im Moment wohl auch nicht absehbar, und so bleibt ein fader Beigeschmack bei der Betrachtung der ansonsten sehr Erfolg versprechenden Konzernsparten.

Heute hat die Aktie ein neues vorläufiges Tief zur Eröffnung ausgebildet. Mit dem Rutsch unter die Marke von 57,- Euro war der Titel somit nur noch einen Hauch von einem erneuten Verkaufssignal, und damit einhergehenden deutlichen Kursverlusten, entfernt. Inzwischen hat sich die Aktie zwar wieder stabilisiert und notiert nahe der Marke von 58,- Euro, jedoch sind die Umsätze in der Aktie inzwischen so dünn, dass ein Swing in die Gegenrichtung weiterhin jederzeit möglich ist. So richtig überzeugt scheint also momentan niemand davon zu sein dass wir bald wieder höhere Kurse sehen werde. Auch die Analsten haben sich zuletzt mehrfach eher negativ zu der Aktie geäussert und ihre Kursziele deutlich zurück genommen. Wir haben bereits am 16.März darauf hingewiesen dass die Aktie sehr wahrscheinlich dahin fallen wird wo sie heute steht.

Angesichts der heutigen breiten Erholung des Marktes ist die „Gegenbewegung“ der Wacker Aktie von einem knappen Prozent, nach einem Kursverlust von über 30 Prozent alleine in den letzten 3 Monaten, ebenfalls eher schwach einzustufen. Es spricht also aus meiner Sicht einiges dafür, dass wir demnächst erneut fallende Kurse sehen werden, wenn das Börsenumfeld sich weiter eintrüben sollte. Auch charttechnischer Sicht sind dann Kurse von 52,10, 50,20 oder gar 48,30 Euro denkbar.

Sollte der Markt hingegen nun nachhaltig wieder nach oben drehen stehen die Chancen nicht schlecht, dass zumindest die 60,- Euro Marke zurückerobert werden kann. Erst ein Überwinden des Widerstandes bei 61,50 Euro und anschließend 66,60 Euro würde das Chartbild aber wieder etwas freundlicher aussehen lassen. Für die Aktie spricht im Moment eine völlig überverkaufte Situation und die Möglichkeit eines kurzfristigen Kaufsignals im MACD. Sehen Sie sich den Chart an und Sie wissen was ich meine. Allerdings gebe ich zu bedenken dass wir eine ähnliche Situation bereits Ende März hatten worauf hin die Aktie noch einmal um 15,- Euro abgetaucht ist.

Zusammenfassend bleibt bei mir die Erkenntnis dass es aus dem charttechnischen Blickwinkel schon lange keinen so interessanten Zeitpunkt mehr gegeben hat auf eine Rückkehr der Aktie zu setzen. Mit dem heutigen Jahrestief bei 56,87 Euro haben wir auch das Tief aus dem Dezember letzten Jahres wieder erreicht. Die Bildung eines Doppelbodens ist hier also möglich. Der MACD könnte spätestens demnächst auf „Kaufen“ springen. Aus technischer Sicht wären als kurzfristig Kurse über 60,- Euro möglich. Die Risiken bei der Aktie bleiben aber weiterhin hoch. Und ein echter Rebound der Wacker Chemie Aktie wird wahrscheinlich erst einsetzen wenn sich der Gesamtmarkt wieder deutlich nach oben bewegt. Die Solarbranche bleibt anfällig für Pleiten, Wacker könnte somit auch unter Umständen Zahlungsausfälle in den kommenden Monaten verbuchen müssen. Dennoch ist und bleibt die Aktie eine der interessantesten im Spezialchemie-Sektor und sollte täglich beobachtet werden!

Vorsicht bei Wacker Chemie!

Wir hatten kürzlich mehrfach über die Aktie des Spezialchemie-Herstellers Wacker Chemie berichtet, für die wir grundsätzlich auch weiterhin positiv gestimmt sind. Aber!…Zuletzt haben sich die Analysten-Stimmen, die der nahen Zukunft des Unternehmens eher skeptisch gegenüber stehen, gehäuft, und das muss man zumindest respektieren. Denn wenn ein Schwergewicht wie Goldman Sachs die Aktie auf verkaufen setzt, und ein Kursziel von 44,- Euro ausruft, kann man sich dieser Tatsache einfach nicht verschließen, da dieses Rating einen Einfluss auf das Verhalten von Fondmanagern und institutionellen Investoren hat. Zuvor hatte die WestLB das Kursziel bereits deutlich auf 60,- Euro abgesenkt, und auch JP Morgan stufte Wacker Chemie auf „underweight“ mit dem Kursziel von 50,- Euro. Die Wacker Chemie Aktie ist relativ markteng sodass hier schon mit geringem Kapitaleinsatz kräftige Bewegungen entstehen können. Und genau das ist das Problem bei solchen Aktien!

Zwar hielt sich die Aktie im Abwärtstrend zuletzt vergleichsweise gut, von der Aufwärtsbewegung hingegen konnte sie aber gar nicht profitieren. Der Chart zeigt klar das wir unmittelbar vor einer Entscheidung über die weitere Richtung des Papiers stehen. Die Bollinger Bänder haben sich extrem zusammen gezogen. Bis vor kurzem sind wir noch davon ausgegangen das sich dieses Situation nach oben hin auflösen wird. Der Slow Sochastics deutet aber inzwischen eher ein Abtauchen nach unten an, und die Nachrichtenlage wirkt zusätzlich belastend auf den Aktienkurs. Bisher hatte die Wacker Chemie Aktie immer wieder bei 68,- Euro einen soliden Boden ausgebildet. Auf diese Marke ist jetzt unbedingt zu achten. Wird diese nachhaltig unterschritten droht ein weiterer Abverkauf. Dabei sollte zunächst die Marke von 62,70 Euro unterstützend wirken, auch ein schneller Abverkauf bis in den Bereich 52,- bis 55,- Euro kann aber nicht ausgeschlossen werden.

Fundamental betrachtet ist die Wacker Chemie Aktie günstig, was auch nach den letzten Quartalszahlen wieder bestätigt wurde. Das Unternehmen hat im 3. Quartal den Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht ausgebaut. Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum um ein Prozent auf 1,28 (Vorjahr 1,27) Mrd. €.  Die EBITDA-Marge lag im Berichtszeitraum bei 24,8 Prozent nach 26,8 Prozent im Vorjahresquartal, was zu einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 317,6 Millionen Euro führte. Dies entspricht einem leichten Rückgang um 7 Prozent was angesichts der Verwerfungen an den Kapitalmärkten, und insbesondere in der Solarindustrie, sehr ordentlich ist. Für das letzte Quartal des Jahres hat sich die Unternehmensführung verhalten optimistisch geäußert. Die Aktie wird momentan mit einem KGV für 2011 von 6,82 und 2012 von 7,66 bewertet, die Dividendenrendite liegt bei 4,4 bzw. 4,2 Prozent für das kommende Jahr.

Wacker Chemie – stark gegen den Trend!

Seit unserem letzten Update zu Wacker Chemie hat die Aktie nun offensichtlich um die 68,- Euro einen soliden Boden ausgebildet. Die Analyse hat somit weiterhin Gültigkeit. Hier noch einmal die Fakten zur Erinnerung:  Fundamental betrachtet ist die Aktie von Wacker Chemie günstig, was auch nach den letzten Quartalszahlen wieder bestätigt wurde. Das Unternehmen hat im 3. Quartal den Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht ausgebaut. Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum um ein Prozent auf 1,28 (Vorjahr 1,27) Mrd. €.  Die EBITDA-Marge lag im Berichtszeitraum bei 24,8 Prozent nach 26,8 Prozent im Vorjahresquartal, was zu einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 317,6 Millionen Euro führte. Dies entspricht einem leichten Rückgang um 7 Prozent was angesichts der Verwerfungen an den Kapitalmärkten, und insbesondere in der Solarindustrie, sehr ordentlich ist. Für das letzte Quartal des Jahres hat sich die Unternehmensführung verhalten optimistisch geäußert.

Die Aktie wird momentan mit einem KGV für 2011 von 6,82 und 2012 von 7,66 bewertet, die Dividendenrendite liegt bei 4,4 bzw. 4,2 Prozent für das kommende Jahr. Auch aus charttechnischer Sicht ist die Aktie inzwischen wieder hochinteressant. Bereits gestern im späten Handel haben die Papiere der Wacker Chemie AG noch einmal kräftig angezogen, heute setzt sich dieser Trend fort. Hier scheint ein Käufer dran zu sein, was ich auf dem Niveau deutlich nachvollziehen kann. Trotz des schwachen Umfeldes zeigt die Aktie bereits seit Tagen deutliche Stärke. Die Bodenbildung dürfte nun abgeschlossen sein. Somit haben auch wir gestern eine erste Position in dem Wert aufgebaut. An dieser Stelle müssen wir aber auch noch einmal darauf hinweisen dass Prognosen zu Einzelaktien, in dem momentanen politischen Umfeld, äußerst schwierig bis unmöglich sind. Fundamental betrachtet ist die Aktie für uns ein klarer Kauf. Das erste Kursziel sollte nun bei 82,- Euro liegen.

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