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E.ON und RWE – Ist die Aktienrally jetzt beendet?

Guten Morgen liebe Leser…Ich melde mich nach einer kurzen schöpferischenPause wieder bei Ihnen zurück und möchte aus gegebenem Anlass gleich dort anschließen wo ich vor knapp drei Wochen aufgehört habe. Die eingelegte Pause hat gut getan und mal wieder ein paar neue Erkenntnisse gebracht, und ich hoffe Sie haben die etwas turbulente Zeit ebenfalls gut und erfolgreich verbracht. Bevor ich wieder loslege möchte ich mich aber noch herzlich bei Ihnen für Ihre Lesertreue bedanken. Ich war wirklich sehr positiv überrascht über die Zugriffszahlen auf diese Seite, obwohl hier länger nichts mehr geschrieben worden ist! Vielen Dank für das große Interesse und natürlich auch für das Vertrauen der zahlreichen neuen Börsenbrief-Abonnenten!

Eines der wesentlichen Themen mit dem ich gegen Ende August die Berichterstattung vorübergehend abgeschlossen habe, sind sicherlich die Energieversorger E.ON und RWE gewesen. Wie wir in den letzten Tagen erneut gesehen haben, zahlt sich etwas Geduld und der richtige Blickwinkel auf eine Aktie früher oder später aus…. Beide Aktie haben – wie erwartet – den Abwärtstrend erfolgreich und überzeugend nach oben verlassen. Zu erwähnen ist an dieser Stelle aber wohl auch, dass die zwischenzeitliche Euphorie bei beiden Aktien nur bedingt nachvollziehbar ist, und sich diese gerade gestern offenbar überwiegend auf die schlechten Prognosewerte bei den GRÜNEN gestützt hat. Das alleine  ist mir – ehrlich gesagt – als Kaufargument für eine weitere Position vorerst zu dünn, und zudem alles andere als in Stein gemeißelt…!

Heute macht Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE erneut von sich reden, da die Dividende (nicht wirklich überraschend!) gekappt werden dürfte. RWE-Chef Peter Terium will offenbar im Zuge des Sparprogramms nun nicht mehr 50 bis 60 Prozent des Nettogewinns an die Aktionäre ausschütten. Wie hoch die Quote künftig sein wird, ließ sich aber nicht in Erfahrung bringen. Gleiches wird wohl auch beim Mitbewerber E.ON irgendwann der Fall sein müssen, wie bereits in meinem Artikel vom 21.August – alleine schon aufgrund der immensen Schuldenlast der beiden Konzerne –  erwähnt. Laut einem Pressebericht liegt der Verschuldungsgrad bei RWE derzeit bei dem Dreieinhalbfache des Betriebsergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda). Bei E.ON ist die Quote nur unwesentlich besser…

RWE Chart Ausbruch

Anleger zeigen sich bereits im vorbörslichen Handel nicht besonders begeistert von der Idee einer Dividendenkürzung und verkaufen die RWE Aktie, ebenso wie die von E.ON Aktie, nun wieder. Nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage ist dies auch durchaus verständlich. Zudem sollte nicht vergessen werden dass sich der DAX inzwischen wieder in schwindelerregender Höhe befindet und eine Konsolidierung des starken Kursanstieges dringend benötigt wird, bevor dann das All-Time-High vielleicht in Angriff genommen werden kann!

Ich würde somit kurzfristig mit einem maximalen Rücksetzer bei RWE bis auf 23,50 – 23,65 Euro und bei E.ON bis auf 12,85 – 13,00 Euro rechnen. Die charttechnischen Aussichten auf eine nachhaltige Trendwende bei beiden Aktien bleiben damit dann aber immer noch unverändert gut. Denn, Nachrichten wie die mögliche Dividendenkürzung sollten bei beiden Titeln schon seit längerem eingepreist sein, sofern die Reduktion der Ausschüttung nicht allzu drastisch ausfällt (!) Heute wird sich also zeigen wie hoch die Dynamik bei beiden Titeln tatsächlich ist!

Indizes, Aktien, Gold, Rohstoffe… das letzte Quartal wird heiß!

Liebe Leser,

auch ein Blogger braucht in regelmäßigen Abständen ein wenig Pause… ein Trader vielleicht sogar noch dringender. Und da ich beides bin, habe ich beschlossen meine Schreibaktivitäten in den kommenden zwei Wochen etwas ruhen zu lassen, um mich wieder einmal den anderen Dingen des Lebens etwas mehr zuzuwenden und im Hintergrund diese Seite wieder ein Stückchen weiter zu optimieren.

Auch auf der Trading-Seite sehe ich keinen Anlass mich hier momentan allzu weit aus dem Fenster zu lehnen. Denn, in den letzten Wochen hat sich der Markt erwartungsgemäß ruhig verhalten und ist weiter seitwärts gelaufen. Einzelne Aktien, die zuvor recht ordentlich gelaufen sind, und inzwischen ordentliche Bewertungen aufweisen, zeigen erste Ermüdungserscheinungen. Andere Märkte wie der gesamte Rohstoffsektor und insbesondere die Edelmetalle, Gold und Silber sind hingegen auch weiterhin einen genaueren Blick wert, Bei anderen Rohstoffen hingegen werden die Bäume wohl auch in den kommenden Wochen nicht in den Himmel wachsen…!

Ich persönlich gehe weiterhin auch nicht davon aus, dass sich an der Gesamtsituation an den Märkten in naher Zukunft grundsätzlich etwas ändern wird. Zumindest erwarte ich keinen nachhaltigen Ausbruch nach oben, da die Anleger – nicht ohne Grund – wieder zusehends von Unruhe und Unsicherheit erfasst werden. Auf der anderen Seite werden die Notenbanken den Markt wohl auch in den kommenden Wochen verbal soweit stimulieren, dass auch mit einem starken Ausbruch auf der Unterseite vorerst nicht zu rechnen ist. Einen kleinen Schwächeanfall halte ich aber demnächst für durchaus wahrscheinlich…!

Eine erste genauere Einschätzung der aktuellen Situation und des letzten Quartals dieses Jahres, ebenso wie konkrete Anlageideen erhalten Sie wieder in unserer nächsten Newsletter-Ausgabe, die Mitte September erscheinen wird. Für interessiere Anleger, die sich noch nicht für den kostenlosen Investors Inside Börsenbrief angemeldet haben, besteht somit die Möglichkeit dies noch vor dem Jahresendspurt nachzuholen.

Bitte tragen Sie dazu einfach kurz Ihren vollständigen Namen und eine gültige Email Adresse ein.

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In diesem Sinne wünsche ich allen regelmäßigen Lesern dieses Blogs und natürlich auch den „Neuzugängen“ und „Gelegenheitsnutzern“ bis dahin erst einmal entspannte Tage und stets die richtigen Entscheidungen.

Bis bald…Ihr

Lars Röhrig

 

P.S. Abschließend noch einmal der kurze Hinweis: Aus schon genannten Gründen können unvollständige oder fehlerhafte Registrierungen künftig leider nicht mehr berücksichtigt werden, bzw. müssen leider wieder entfernt werden.

K+S – Es nervt langsam…!

Es ist schon ein wenig nervig, welche Spekulationen bei der K+S Aktie hier permanent ins Kraut schießen! Noch nerviger finde ich aber die Tatsche dass ein paar wenige Redakteure einiger weniger Anlegermagazine offenbar keinen anderen Schreibsstoff mehr finden und inzwischen den gefühlt 25sten Artikel zur aktuellen Situation bei K+S verfassen. Mit immer gleichem Inhalt wohlgemerkt!  Das zeugt entweder von grenzenloser Einfallslosigkeit, oder aber davon dass man hier selber in die ein oder andere Richtung engagiert ist und diese etwas „unterstützen“ möchten. In jedem Falle ist es aber ein gutes Beispiel dafür, welches Blättchen nur darauf bedacht ist möglichst viele Leser auf seine Seite zu ziehen. Als aufgeklärter Anleger würde ich mir zumindest über die Qualität dieser immer wieder repetierten Aussagen so meine Gedanken machen…!

Wie auch immer, die Verunsicherung nimmt offenbar gerade wieder zu, was mich dazu bewogen hat erneut einen möglichst objektiven Blick auf die Aktie zu werfen. Es gibt nämlich durchaus ein paar berichtenswerte Neuerungen…Ich möchte mich aber hier erneut nur auf die reine Charttechnik konzentrieren, denn alles was man in den Medien lesen kann ist nur Grundrauschen – Nicht genaues weiß man nicht! Ein Blick auf die Charts gibt da schon deutlich mehr Aufschluss:

K+S Aktie Chart kurzfristig

In meinem vorletzten Artikel zu der Aktie habe ich Ihnen eine mögliche Untertassen-Formation aufgezeigt, die sich aber so nicht bewahrheitet hat. Zudem war aber eine Trendlinie (rot) vorgegeben, an der sich die Aktie nun orientieren sollte. Diese Annahme war richtig. Gestern wurde dann die Hürde bei 19,40 Euro, die es unbedingt zu überwinden gilt,  erstmals erfolgreich getestet. Soweit also alles nach Fahrplan. Wie Sie sehen können befinden wir uns auch immer noch in einer Phase die durch höhere Hochs und höhere Tiefs gekennzeichnet ist. Auch das würde eher für weiter steigende Kurse sprechen. Vorausgesetzt natürlich dass die hier eingezeichnete Unterstützungslinie (orange) und das letzte Tief (blau) nicht nachhaltig unterschritten wird!

Es bleibt also zunächst alles beim Alten! Trotz der letzten 100 Artikel in der Presse hat sich aus charttechnischer Betrachtung rein gar nichts bei K+S verändert. Schauen Sie daher eher danach welche Signale Ihnen die Aktie sendet und achten Sie weniger auf die Nachrichten. Zusammenfassend ist mir hier die kolpoltierte Argumentation dass die K+S Aktie nun wahrscheinlich wieder fallen werde, „… weil die Aktie vom Tief bei knapp 15,- Euro nun 35 Prozent zugelegt hat“ deutlich zu dünn und wenig nachvollziehbar. Dass hier charttechnische Unterstützungsmarken nach unten fehlen ist ebenso falsch, denn es gibt eine ganz wesentliche, über die wir aber hier noch nicht sprechen müssen und von der ich auch nicht glaube dass wir diese noch sehen werden. Zudem sollten die Bereiche um 18,27, 17,54 und 16,91 Euro Halt bieten.

Ich gehe aber eher davon aus, dass der Zielbereich 19,40 bis 19,50 demnächst ernsthaft in Angriff genommen wird. Ein Überschreiten würde ein weiteres Hoch generieren und die Serie mustergültig fortsetzen…! Die Shorties hingegen werden versuchen diese Serie zu unterbrechen, deswegen ist hier auch- bei allem Optimismus – weiterhin eine strenge Risikokontrolle angesagt.

E.ON und RWE – Im Tal der Tränen

Nach der erneuten Abstufung der beiden großen deutschen Energieversorger E.ON Und RWE durch die US Ratingagentur Fitch, wird nun auch die charttechnische Lage bei beiden Aktien zusehends kritisch. Wie ich ja bereits mehrfach berichtet habe besteht durchaus der Grund zur Annahme dass wir hier noch keine abgeschlossene Bodenbildung gesehen haben. Die künftig zu erwartenden Gewinne werden nach eigenen Angaben der beiden Konzerne, wahrscheinlich eher rückläufig als wieder steigend sein. Die heute noch sehr stattliche Dividendenrendite ist somit ebenfalls in Gefahr, was eine völlige Neubewertung erforderlich machen könnte…Eine Langfristprognose lässt sich hier aber wohl nicht mehr seriös aufstellen.

Auch wenn man grundsätzlich der Auffassung sein kann, dass sogar eine Halbierung dieser Dividende in den kommenden Jahren durchaus noch eine ordentliche Rendite darstellt, muss wohl aber zusätzlich in Betracht gezogen werden, dass selbst eine Zahlung von vier Prozent keinesfalls als sicher angesehen werden kann, da sich der Energiemarkt grundsätzlich verändert hat. Die fortlaufende Schließung von Kraftwerken ist somit wohl nur bedingt geeignet um der hohen Schuldenqoute von 33 bzw. 35 Milliarden Euro dauerhaft gerecht zu werden. Zudem drohen den beiden Konzernen nun durch die erneute Abstufung der Bonität unter Umständen noch einmal deutlich erhöhte Kreditkosten.

All diese Belastungsfaktoren sind nicht von der Hand zu weisen, dennoch konnten beide Unternehmen bei der Vorlage der letzten Quartalszahlen durchaus positiv überraschen…Oder besser gesagt, die Ergebnisse fielen nicht ganz so schlecht aus wie es erwartet wurde…Das ist wohl auch der Grund warum die meisten Analysten hier noch verhältnismäßig optimistisch sind, dass die Energiewende bei E.ON und RWE doch noch gelingen kann. Zudem stützen viele Marktbeobachter ihre Annahme auf bald steigende Kurse auf eine baldige Nachbesserung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die Charttechnik jedoch spricht gerade eine etwas andere Sprache…In diesen beiden Charts gibt es derzeit nichts was mich wirklich zum Kauf animieren könnte!

E.ON

E.ON Chart mit Trendlinien

 

RWE

RWE Chart mit Trendlinien

 

Die E.ON Aktie kämpft heute bereits wieder mit der wichtigen 12,- Euro Marke, und hat den zuletzt gültigen Trend damit erneut nach unten gebrochen. Das Kursziel liegt nun zunächst im Bereich des unteren Trendkanals (orange), falls die 12-Euro-Marke nicht gehalten werden kann. Erst bei einem nachhaltigen Überschreiten der hier eingezeichneten grünen Linie aber ergeben sich neue Kaufsignale. Das exakt gleiche Bild ergibt sich bei der RWE Aktie. Hier erwarte ich noch Kurse unter 20,- Euro in absehbarer Zeit. Anleger die dennoch jetzt schon auf einen baldigen Rebound der beiden Aktien setzen wollen, sollten wohl am sinnvollsten eine entsprechende Stopp-Buy-Order über der grünen Linie platzieren und regelmäßig nach unten anpassen.

Wie langjährige Leser dieses Blogs wissen, bin ich grundsätzlich ein Freund davon, Aktien zu kaufen wenn Sie niemand mehr haben will. Bei einigen Titel konnte auch in diesem Jahr wieder eine dreistellige Rendite mit dieser Strategie erzielt werden. Jedoch sehe ich hier eine solche Möglichkeit vorerst nicht. Auch die Fachleute rechnen damit, dass erst ab dem Jahr 2015 mit durchgreifenden Änderungen des EEG zu rechnen ist, und nicht schon direkt nach der Bundestagswahl. Ob und wie es dann tatsächlich kommt, kann nicht seriös prognostiziert werden. Somit ist auch eine Spekulation darauf aus heutiger Sicht nur bedingt sinnvoll. Dennoch muss man beide Aktien weiterhin intensiv beobachten und sich in Geduld üben, da der Wind irgendwann auch wieder drehen wird.

Alles hat an der Börse seine Zeit – Man muss nur warten können! Hier können Sie noch einmal meine Einschätzung vom Anfang diesen Jahres zu den beiden Aktien unter längerfristigen Gesichtspunkten nachlesen, die ich unter anderem in unserem kostenlosen Börsenbrief veröffentlich habe.

K+S, Potash, Mosaic, Uralkali, Yara und Compass Minerals im Chartcheck

Aus aktuellem Anlass möchte ich hier und heute nur noch einmal eine Übersicht über die jüngsten Kursveränderungen bei den wichtigsten Kali-Anbietern posten, den ich persönlich weiterhin sehr interessant finde. Ich möchte die beiden Charts auch gar nicht groß kommentieren, da diese wohl einigermaßen selbsterklärend sind. Die Frage die sich hier am Ende aufdrängt ist wohl die: Auf welche Aktie würden Sie setzen, wenn Sie an einen Rebound der Kali-Anbieter in absehbarer Zeit glauben…?

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In dem Abverkauf der Branche wurden insgesamt ca. 15 Milliarden Euro Marktkapitalisierung vernichtet. Auffällig ist dabei aber auch dass – ausgehend vom September 2012 – die K+S Aktie mit Abstand am meisten an Wert verloren hat – und das obwohl das Kasseler Unternehmen breiter aufgestellt ist als so mancher Mitbewerber. K+S fördert neben dem reinen Kali-Geschäft auch noch Salz und ist hier Weltmarktführer, zudem werden Magnesiumprodukte abgebaut und vertrieben. Andere Anbieter sind hingegen zu 100 Prozent vom Kalimarkt und den dort erzielten Preisen abhängig. Selbstverständlich spielt bei der Kursentwicklung der K+S Aktie auch die Expansion nach Nordamerika eine tragende Rolle!

Manche Anbieter wie Compass Minerals, die nicht ganz so im Focus der Presse stehen, haben in der Kali-Krise lediglich moderat an Wert verloren, was zeigt dass sich die Aktien der intensiver beobachteten Unternehmen in einer Übertreibungs- bzw. Panikphase befinden dürften, die wieder abgebaut wird sobald die Medien sich wieder mehr auf andere Themen konzentrieren. Und das dürfte ja bald der Fall sein…! Die Aktie von Yara wird hier lediglich mit aufgeführt, weil sie u.a.auch im Kali-Markt tätig ist, aber eine deutlich geringere Abhängigkeit vom Kalipreis hat, was man im Chart somit auch deutlich sehen kann.

Und somit denke ich die Antwort auf die oben gestellte Frage liegt irgendwo in der Mitte. Kali und Salz dürfte – trotzt der Unsicherheiten über die tatsächlichen Kosten für das Legacy Projekt in Kanada – die größten Chancen auf einen kräftigen Rebound haben, während bei einigen anderen Anbietern wie Mosaic und Potash kurzfristig durchaus noch leichtes Abwärtspotenzial vorhanden ist. Die Kursbewegungen der letzten Tage bestätigen diese Theorie.

Am Ende sind alle Spekulationen über die Gründe bzw. die nahe Zukunft der Branche und die Entwicklung der Preise aber sinnlos. Achten Sie darauf was Ihnen die Kursentwicklung bei den einzelnen Aktien verrät, und handeln Sie danach. Die Price-Action bei der K+S Aktie ist aus meiner Warte inzwischen ermutigend. Zudem haben wir hier ein paar kräftige Insider-Käufe gesehen, die mehrere Ursachen haben können. Egal was am Ende dahinter stecken mag, es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter steigende Kurse zur Folge haben…!

Die Krise kehrt zurück – Achten Sie auf VW, BMW, Daimler & Co.?

Wie bereits im letzten Newsletter vom 12.08.2013 erwähnt, „….scheinen einige Fonds und andere Großinvestoren nun den Rohstoffmarkt wieder für sich entdeckt zu haben. In der abgelaufenen Woche konnten die Aktien einiger Unternehmen aus diesem Sektor wieder kräftig zulegen, was man sicherlich aufmerksam beobachten sollte… Zum einen dürfte dies mit den besser als erwarteten Daten aus China bzgl. der wieder gestiegenen Industrieproduktion zu tun zu haben, zum anderen könnte das aber auch ein weiteres Anzeichen dafür sein, dass man sich hier nun rechtzeitig für den nächsten Abschwung an den Börsen positionieren will. Insbesondere bei der Betrachtung der Kursbewegungen von Gold und Silber scheinen sich die Anzeichen zu häufen, das man in Kürze rückläufige Kurse und u.a. ein Wiederaufflammen der Euro-Krise erwartet. Verwunderlich ist dies nicht wirklich, alleine die Nachrichtenlage um Frankreich dürfte Investoren und Politikern bald erneut tiefe Sorgenfalten ins Gesicht  zeichnen…!“

Betrachtet man nun alleine die Nachrichtenlage in dieser Woche bzw. am letzten Wochenende zur Euro-Krise, dann wird schnell klar dass uns dieses Thema nun schneller wieder einholen wird als dies so manchem Anleger lieb sein dürfte. Einige Beispiele dafür habe ich Ihnen hie zusammengestellt: Themen wie ein weitere Schuldenschnitt für Griechenland , Parallelwährung DM , Die Schulden der Privatwirtschaft , Euro-Rettung im Allgemeinen und durch Deutschland im Speziellen. Diese medialen Zeichen kann wirklich niemand übersehen…Die spannende Frage ist nun eigentlich nur noch, ob das Ganze nun bereits vor der Bundestagswahl und so gar nicht im Sinne unserer Kanzlerin, wieder hochkocht!?

„…Es sollte also demnächst wieder einmal deutliche Bewegung in den Markt kommen… Inzwischen nähert sich auch die US Berichtssaison ihrem Ende, neue Impulse von Unternehmensseite werden damit erst einmal wieder Mangelware. Ich bleibe somit bei meiner Einschätzung aus dem letzten Newsletter, dass man einzelne Themen durchaus noch spielen kann, es aber nicht mehr die Zeit ist sich breit im Markt zu positionieren. Die Gefahr von Rückschlägen nimmt weiter zu. Viele Aktien zeigen inzwischen charttechnische Ermüdungserscheinungen. Insbesondere die Vertreter aus den Sektoren die diese Hausse bislang befeuert haben, stehen teilweise unmittelbar vor neuen Verkaufssignalen, sollte der Markt noch etwas absacken, werden diese wohl auch getriggert.  Andere Treiber wiederum haben diese Gegenrichtung bereits eingeschlagen.“

Inzwischen wurden diese Verkaufssignale nun größtenteils ausgelöst. Aktien wie Hochtief und HeidelberCement machten den Anfang, andere Zykliker geben seit Tagen nach, und auch die immer so starken Automobilbauer und -Zulieferer werden in Kürze wohl auch noch folgen. Spätestens wenn diese Branche nun ins Rutschen kommt sollte man das Engagement an den Märkte kurzzeitig deutlich reduzieren und auch mal ein paar Gewinne sichern. Es ist also durchaus Vorsicht angebracht und aus meiner persönlichen Sicht auch nicht unbedingt wahrscheinlich, dass auch dieser Dip umgehend wieder von den Bullen gekauft wird!

„… Ob es in Kürze zu einer entsprechend starken Bewegung nach unten kommen wird, kann nicht sicher gesagt werden. Es ist aber meiner Meinung nach sehr wahrscheinlich, dass man die schönen Sommertage effektiver und sinnvoller an irgend einem See verbringt als vor dem PC, zumal es durchaus hilfreich sein dürfte, sich vor einem möglicherweise turbulenten Herbst richtig zu erholen, um dann mit neuer Kraft durchzustarten. Der nächste kostenlose Investors Inside Newsletter erscheint voraussichtlich Mitte September. Alle kurzfristig relevanten Daten und Fakten gibt es wie immer im Blog! Bis dahin wünsche ich Ihnen die richtigen Entscheidungen!“

Mit diesen Worten vom 18.08.13 verabschiede ich mich schon einmal langsam in die Sommerpause. Ich lasse es nun etwas ruhiger angehen und genieße die schönen Tage bis zum Herbst. Selbstverständlich werde ich mich auch weiterhin gelegentlich hier „melden“ aber den Markt nun erst einmal nicht mehr ganz so genau beobachten, wie ich das sonst mache. Zu den oben erwähnten Rohstoffen sei noch abschließend erwähnt, dass ein Rücksetzer hier mit dem Gesamtmarkt natürlich nicht ausbleibt. Dennoch sollten für den Wiedereinstieg in ein paar Wochen nun einige Rohstoff-Titel den Weg auf Ihre Watchlist finden, denn diese sind zum einen so günstig wie schon lange nicht mehr und zum anderen gehören Aktien aus diesem Segment einfach in jedes gut diversifizierte Depot. Der Zeitpunkt für eine entsprechende Ergänzung könnte schlechter sein!

viele Grüße, Ihr

Lars röhrig

E.ON und RWE – kein Ende der Talfahrt?

Aus unserer letzten Newsletter Ausgabe:  „E.ON und RWE legen diese Woche ihre Quartalsbilanzen vor. Analysten erwarten hier nicht viel Gutes, ich auch nicht. Dennoch könnten beide Aktien für einen Einstieg unter langfristigen Gesichtspunkten demnächst interessant werden, sofern ein erneuter Kursrutsch auf die Daten folgen sollte. Auch eine starke Bewegung nach oben könnte hier die Initialzündung für eine Trendwende sein. Allerdings würde ich hier eher von dem Negativ-Szenario ausgehen, da die Phantasie vor den Bundestagswahlen doch sehr begrenzt erscheint. Erst wenn neue Eckdaten zur Energiewende gegen Ende des Jahres feststehen, lässt sich im Deutschen Energiesektor wohl wieder eine halbwegs seriöse Prognose aufstellen…

Letztlich wird kurzfristig alles davon abhängen wie der Markt die gelieferten Zahlen deutet und dabei ist auch dieses Szenario grundsätzlich noch denkbar. Für RWE kann ich mir kurzfristig auch noch Kurse unter 19,- Euro vorstellen… Unbedingt genau beobachten, beide Titel sind vor den Zahlen für mich kein Kauf!“

RWE Aktie Chart kurzfristig

Die Zahlen wurden geliefert und waren in beiden Fällen erwartungsgemäß schlecht. Am RWE Chart kann man die Schwäche wohl am deutlichsten sehen. Jeder Stabilisisierungsversuch der letzten Wochen ist gescheitert. Flaggen wurden immer wieder nach unten aufgelöst, und es sieht so aus als wäre es auch dieses mal der Fall, nachdem der Ausbruch nach oben erneut gescheitert ist. Der E.ON Chart (unten) verspricht aber ebenfalls nicht viel Freude für Anleger. Wie man deutlich sehen kann, gibt es eine deutliche Abwärtstrendlinie, die mit einem erneuten Kursrutsch unter die 12,- Euro Marke wieder aufgenommen wird. Wird also die Unterstützungslinie (orange) hier unterschritten dürfte es ebenfalls noch ein Stockwerk tiefer gehen.

EON Chart Analyse

Weder bei E.ON noch bei RWE lässt sich ein Ende der rückläufigen Gewinne, und damit wohl auch ein Ende des Trauerspiels absehen.Vorläufig halte ich das weitere Abwärtspotenzial nun zwar für nur noch begrenzt. (s.o.) Das mögliche Potenzial auf der Oberseite allerdings auch. Man wird nun erst einmal sehen müssen wie sich die sinkenden Gewinne auf die immer noch attraktive Dividendenrendite der beiden Energiekonzerne auswirken wird. Um die hohe Verschuldung weiter zurück zu fahren dürfte nach meiner Ansicht in diesem Umfeld keine große Alternative zu weiteren Kürzungen bestehen. Wie diese dann von den Anlegern mit Fokus auf eine hohe Dividende verdaut werden bleibt noch abzuwarten.

Beide Aktien verbleiben somit nur auf der Watchlist, sind für bereits investierte Anleger maximal eine Halteposition und sollten knapp unterhalb der relevanten Marken abgesichert werden. Ich hatte mich ja bereits vor einer ganzen Weile (ab Anfang 2011) zu den Perspektiven der beiden Energieversorger etwas genauer geäussert… Den letzten Artikel zu diesem Thema können Sie  > hier < noch einmal nachlesen. An dieser Einschätzung hat sich bis heute auch nicht viel geändert.

ThyssenKrupp Aktie – Gar nicht hart wie Kruppstahl

Unterschiedlicher könnten die Ansichten über die jüngst gelieferten Daten bei ThyssenKrupp wohl nicht sein. Während einige Marktbeobachter das Zahlenwerk als durchaus brauchbar bis aussichtsreich einstufen, kann ich hier nicht viel Gutes entdecken, ausser das die Abschreibungen nun wohl größtenteils abgearbeitet sind und es operativ gar nicht mal so schlecht lief. Unter dem Strich stand aber im dritten Quartal erneut ein Verlust von 362 Millionen Euro nach einem Minus in Höhe von 109 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Grund war – wie könnte es anders sein – ein entsprechend hoher Verlust durch die beiden Stahlwerke in Brasilien und den USA. Auch der Verkauf dieser Werke scheint sich weiter hinzuziehen als vom Management zunächst angenommen. Fachleute gehen inzwischen teilweise davon aus dass sich dieser noch bis weit ins Jahr 2014 hinziehen könnte…

Als durchaus besorgniserregend kann man wohl die finanzielle Lage des Konzerns inzwischen bezeichnen… Das Eigenkapital ging von Ende März bis Ende Juni um weitere 700 Millionen auf knapp 2,9 Milliarden Euro zurück. Das Verhältnis der Schulden zum Eigenkapital klettert auf stolze 186 Prozent und könnte damit bei de nächsten Finanzierungsrunde durchaus extreme Probleme bereiten.

ThyssenKrupp Aktie Chart mit Trend

Die Aktie hat heute die 200 Tage Linie erneut unterschritten und damit ein kräftiges Verkaufssignal generiert. Aus rein charttechnischer Betrachtung halte ich nun einen Test der Unterstützungzone zwischen 15,25 und 15,45 Euro für sehr wahrscheinlich. Auch der seit Februar 2012 bestehenden Abwärtstrend konnte erneut nicht nach oben verlassen werden und wurde somit bestätigt!

Zudem wartet noch immer ein offenes Gap bei 12,28 Euro auf Schließung. Sollte die im Raum stehende Kapitalerhöhung bald kommen, könnte auch diese Kurslücke wohl noch geschlossen werden. Seit heute ist dieses Szenario aus meiner Sicht wieder deutlich wahrscheinlicher geworden. Zumindest sehe ich hier nicht viele Alternativen um die inzwischen doch recht dünne Kapitaldecke des Konzerns wieder etwas aufzufrischen. Für mich bleibt die ThyssenKrupp Aktie somit einmal mehr ein Titel den man momentan noch nicht im Depot haben muss. In jedem Fall sollte man wohl die Kapitalerhöhung abwarten, bevor man sich hier langfristig engagiert.

Tesla – wie zur Zeit des Neuen Marktes

Kurskapriolen wie die bei dem amerikanischen Elektroauto-Hersteller Tesla gehören nach meiner Ansicht wohl ebenso in die Endphase einer Hausse, wie die plötzliche Umschichtung vieler (Groß-) Investoren in den Rohstoffmarkt, insbesondere Gold, die wir letzte Woche gesehen haben! Dabei wird der Rohstoffmarkt im Allgemeinen und der Edelmetallmarkt im Speziellen als Hedge auf bald fallende Aktienkurse verwendet….! Offenbar sind inzwischen einiger Großinvestoren der Meinung dass eine solche Absicherung nicht schaden kann. Denn, die Rally in den Sektoren startete bereits am Donnerstag und fand am Freitag noch einmal kräftige Bestätigung, was darauf hindeutet dass diese jetzt Bestand haben könnte.  Hier gilt es in den kommenden Tagen genau zu beobachten wie sich die Aktienkurse einzelner Unternehmen „verhalten“.

Bei bei der Betrachtung des Tesla Charts fühlt man sich zwangsläufig inzwischen an die guten alten Zeiten des Neuen Marktes erinnert. Nicht etwa dass die gelieferten Zahlen in der vergangenen Woche, und natürlich auch der äusserst optimistische Ausblick, eine solche Bewertung des Unternehmens mit 18,5 Milliarden US-Dollar nicht irgendwann rechtfertigen würden, aber es scheint mir doch ein wenig zu früh den möglichen Erfolg der kommenden drei Jahre bereits heute in der Aktie einzupreisen. Auf dem Weg dorthin kann noch so einiges passieren, auch wenn Tesla im Markt für Elektrofahrzeuge inzwischen besser aufgestellt als jeder namhafte Kfz-Produzent dieser Welt. Ich habe Ihnen hier mal die diversen offenen Kürslücken eingezeichnet, die es eventuell noch zu schließen gilt, ebenso wie den Trendkanal, den ich bei der Aktie für „ansatzweise gesund“ halten würde, nachdem die Euphorie irgendwann aus der Aktie entwichen ist….

Tesla Aktie Chart mit Gaps

Tesla wird inzwischen mit einem KGV von 150 für 2013, 2014e von 119 und einem PEG-Ratio (KGV im Verhältnis zur Wachstumsgeschwindigkeit) von 77 bewertet. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt derzeit bei satten 19… Egal wo sich das Unternehmen also tatsächlich hinbewegen wird…Das sind in jedem Falle neue Superlative für ein junges Unternehmen das noch fast keinen Gewinn abwirft. Was ich damit sagen will ist also nicht dass man hier short gehen sollte, denn ich habe mich von dem Gedanken verabschiedet, weil es einfach zu gefährlich ist sich gegen einen solch starken Trend zu stellen. Eine Börsenstory wie die bei Tesla hat man entweder frühzeitig mitgespielt und verdient oder aber man wartet jetzt lieber erst einmal ab was passiert. Grundsätzlich gilt: Übertreibungen können länger dauern als man denkt…Ich würde hier derzeit aber auch nicht mehr kaufen. Aus unserem kostenlosen Börsen Newsletter

K+S – Bringen die Zahlen den Kursschub?

Die negative Berichterstattung zur K+S Aktie will einfach nicht richtig abreißen. Nachdem nun gegen Ende der letzten Handelswoche etwas Ruhe eingekehrt war, stellen heute schon wieder so einige Medien Vermutungen zu den morgigen Quartalszahlen an. Nicht das dies ungewöhnlich wäre bevor konkrete Daten anstehen, aber es ist schon teilweise etwas nervig dass hier in alle Richtungen spekuliert wird anstatt einfach mal abzuwarten wie die Daten ausfallen werden. Ich jedenfalls wüsste nicht warum diese nun deutlich schlechter ausfallen sollte als bisher angenommen…Der Ausblick auf die kommenden Quartale wird entscheiden sein – sofern überhaupt einer geliefert wird. Allerdings stelle ich mir hier eine seriöse Prognose zum momentanen Zeitpunkt auch etwas schwierig vor.

Unternehmenschef Norbert Steiner hat am Wochenende noch einmal darauf hingewiesen, dass sich durch die Ankündigung Uralkalis aus der Vertriebsallianz auszusteigen keinerlei Preisänderungen bei Kali ergeben haben. Vorsorglich wurde aber zunächst einmal die Prognose des Düngemittel-Konzerns gekappt, da offenbar Preissteigerungen auch nicht unbedingt zu erwarten sind. Steiner verwies ebenfalls noch einmal darauf, dass K+S neben dem Kali-Geschäft auch noch die Salz-Sparte betreibe, was das Unternehmen grundsätzlich etwas weniger anfällig für die Folgen von Preisschwankungen mache, als manche Konkurrenten….Er sei aber weit weg von jeglicher Panik, sagte der Manager. „Wir arbeiten ruhig und strukturiert an den Aufgaben, die sich stellen.“

Ich denke so sollte man es als Anleger auch erst einmal halten. Das ganze Stochern im Nebel hat wirklich keinen große Sinn…Somit konzentriere ich mich lieber auf das was ich sehen kann:

K+S Chart mit Trendlinien

Nach dem deutlichen Fehlstart mit der K+S Aktie, die auch mir zunächst nur Verluste beschert hat, bin ich nun wieder mit einem durchschnittlichen Einkaufskurs knapp unter der 17,- Euro Marke dabei. Die Aktie steht inzwischen wieder unmittelbar vor einem deutlichen Kaufsignal in Form einer Untertassen-Formation (Cup and Handle). Wenn die Zahlen halbwegs passen, sollte auch der Ausbruch nach oben, und die Bestätigung des Kurszieles aus dieser Formation, klappen! Hier kann es sich also lohnen den Aufbau einer Langfristposition zu wagen. Allerdings nur mit einer entsprechend engen Risikoabsicherung!

Das Put-Call-Ratio hat sich bei der Aktie ebenfalls wieder deutlich verbessert, auch wenn die Short-Positionen zunächst weiter in der Überzahl sind. Genau hier liegt aber erfahrungsgemäß oftmals auch eine erhebliche Chance auf einen erheblichen Short-Squeeze. Eine wichtige Marke dürfte dabei der Bereich um die 19,40 darstellen. Kann diese überwunden werden, sollte auch das von mir anvisierte erste Kursziel bei ca. 20,60 Euro schnell erreicht sein. Selbstverständlich darf man bei allem Optimismus hier nicht die Negativseite ausser Acht lassen. Bei negativen Überraschungen stellt die hier im Chart eingezeichnete Linie eine wesentliche Marke dar, die nicht deutlich unterschritten werden sollte.!

Salzgitter streicht, Klöckner spart und Voestalpine verdient…

Salzgitter streicht mindestens 1.000 Stellen

Nach der deutlichen Gewinnwarnung des zweitgrößten Stahlproduzenten Deutschlands gestern wurde heute bekannt dass Salzgitter nun in die Kostenoffensive geht. Zunächst sind dabei nach jüngsten Meldungen Einsparungen beim Personal geplant. Die Süddeutsche Zeitung berichtete heute, dass das Unternehmen nun deutlich mehr als 1.000 Stellen abbauen will. Einzelheiten dazu seien aber noch nicht bekannt, da sich der Betriebsrat offenbar gerade in Verhandlungen mit der Konzernleitung befindet. Salzgitter beschäftigt derzeit knapp 25.000 Mitarbeiter.

Die gestrige Gewinnwarnung kam grundsätzlich nicht überraschend. Die Dramatik des Rückgangs verwunderte dann aber doch. Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann will nun mit einem erneuten Sparprogramm dagegen halten, sieht aber in naher Zukunft keine wesentliche Belebung des Marktes. Keine guten Vorgaben also für die kommenden Quartale bei Salzgitter. Die geplanten Einsparungen können dem Aktienkurs somit auch heute nicht wieder auf die Sprünge helfen. Aus rein charttechnischer Sicht besteht jetzt durchaus „Potenzial“ bis in den Bereich 20,- bis 22,- Euro. Keinesfalls sollte man hier in das berühmte fallende Messer greifen, wie es gestern so einige getan haben…

Klöckner & Co., besser…aber!

Der Duisburger Stahlhändler konnte den Verlust im abgelaufenen Quartal zwar etwas eindämmen, bleibt damit aber immer noch im negativen Bereich. Zudem wurde die Prognose für das Gesamtjahr zusammengestrichen. Vorstandschef Gisbert Rühl sieht zwar aktuell eine leichte Verbesserung der Preise, diese dürften den Rückgang um 13 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, wohl aber nicht ausgleichen können. Der Fehlbetrag lag im abgelaufenen Quartal bei nur noch 4 Millionen Euro, nach 39 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Erst 2014 soll es dann wieder schwarze Zahlen geben, die aber wohl auch durch das harte Sparprogramm entstehen sollen.

Weitere Standorte sollen geschlossen, oder zusammen gelegt werden. Insgesamt sollen durch das ausgerufene Sparprogramm ca. 2.000 Stellen und damit 17 Prozent der gesamten Belegschaft gestrichen werden… Laut Medienberichten sind aber bereits 1.800 Stellen diesem Sparprogramm zum Opfer gefallen…das künftige Potenzial ist damit wohl eher begrenzt. Ich kann die heutige Euphorie und den kleinen Kurssprung bei der Aktie somit nur bedingt nachvollziehen, denn die Aussichten bleiben doch bis auf Weiteres eher trübe… Und wehe wenn der DAX jetzt mal richtig korrigiert…!

Voestalpine macht´s besser

Die Österreicher scheinen die Situation im Gegensatz zu den deutschen Stahlfirmen etwas besser im Griff zu haben. Der Umsatz ging im Berichtszeitraum um 3,8 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis lag mit 223 Millionen Euro nur leicht unter dem Vorjahreswert. Die EBIT- Marge konnte gar von 7,5 auf 7,6 Prozent leicht gesteigert werden. Damit wurden auch die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Der Ausblick auf das Gesamtjahr wurde von der Konzernleitung noch einmal bekräftigt, wonach  EBITDA und EBIT über dem Vorjahr liegen sollen.

Voestalpine ist vorrangig in den Bereichen Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen zu Hause, und hier nach eigenen Angaben auch Weltmarktführer. Offensichtlich funktionieren die Spezialthemen im Stahlsektor besser als die Massenwahren als Zulieferer für die Bau- und Automobilindustrie. Somit könnte sich ein etwas intensiverer Blick nach Österreich auf die Voestalpine Aktie durchaus lohnen, wenn man im Stahlsektor engagiert sein will.

FirstSolar enttäuscht – Kommt nun der gesamte Solarmarkt unter Druck?

FirstSolar – der größte US-Hersteller von Solarmodulen hat gestern seine Jahresprognose nach unten korrigiert. Grund war dass sehr schwache zweite Quartal in dem der Umsatz um knapp die Hälfte auf 519,8 Millionen Dollar eingebrochen ist. Angesichts dieses starken Rückgangs, der dann auch ein deutlich geringeren Gewinn zur Folge hatte, ist man nun offenbar nicht mehr in der Lage die gesteckten Ziele zu erreichen. Unter dem Strich erwirtschaftete First Solar nur noch einen Gewinn in Höhe von 33,6 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn in Höhe von 111 Millionen Dollar verbucht werden konnte.

Das Unternehmen rechnet somit aktuell auch nur noch mit einem Umsatz für 2013 in Höhe von 3,6 bis 3,8 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Anteilsschein von 3,75 bis 4,25 Dollar. Die aktuelle Entwicklung und natürlich auch die Prognose lag somit sehr deutlich unter den Erwartungen des Marktes.  Die FirstSolar Aktie verliert nachbörslich neun Prozent und dürfte heute den gesamten Solarsektor belasten. Insgesamt stellt sich damit wohl auch die Frage ob die Prognosen für den nordamerikanischen Solarmarkt in den kommenden Jahren gerechtfertigt waren…!

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