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SHW AG – Die Insider fangen an zu kaufen…!

Der jüngste Kursverlauf  der SHW Aktie ist zumindest… bemerkenswert. Noch vor ein paar Wochen notierte die Aktie bei fast 50,- Euro, heute kann man die Aktie für weniger als die Hälfte kaufen. Grund für den Kursverlauf sind lediglich bisher unbestätigte Gerüchte bzw. eine Analyse der französichen Investmentbank Exane BNP. Demnach habe ein wichtiger SHW Kunde „seine Strategie für elektrische Pumpen und Start-Stopp Systeme geändert…“ hieße es. Weder wurde klar welcher Kunde, sprich Umsatzanteil bei SHW davon betroffen sei, noch wie dieser Strategiewechsel denn aussieht. Die Aktie rauschte dennoch in den Keller, da hier von einem Umsatzrückgang in Höhe von 30 Millionen Euro die Rede war. Auch diese Zahlen wurden allerdings nicht belegt!

Der Analyst sieht die Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Jahr und 2016 als gefährdet an. Die Gewinnschätzungen wurden für die entsprechenden Jahre um 14 respektive 30 Prozent nach unten angepasst und das Kursziel für die Aktie von 47,- auf nunmehr 33,- Euro gesenkt. Das würde im Vergleich zum heutigen Aktienkurs immer noch sehr ordentliches Aufwärtspotenzial vermuten lassen..!

Ganz anders scheinen dies aber einige geschäftsführende Organe der SHW AG zu sehen. So hat bspw. Frank Boshoff kürzlich 4.000 Aktien des eigenen Unternehmens zu 25,15 Euro erworben. Ebenso zeigte sich Sascha Rosengart überzeugt von der weiteren Entwicklung bei der SHW AG und kaufte 833 Aktien zu 24,295 Euro. In Summe sind diese beiden Käufe natürlich noch nicht überzeugend, aber ich gehe davon aus dass auf diesem Niveau hier nun weitere Insider-Käufe folgen könnten. Denn, der Abverkauf der Aktie dürfte völlig übertrieben sein! Weder aus fundamentaler Sicht noch aus charttechnischer ist ein weiteres Abrutschen der Aktie gerechtfertigt. Eine entsprechende Gegenraektion sollte nicht lange auf sich warten lassen.

Aktuell befindet sich die SHW Aktie nun an einer starken Unterstützung zwischen 23,80 und 24,20 Euro, die nicht mehr wesentlich unterschritten werden sollte. Kommt der Bouncen und führt die Aktie dann wieder über die Marke von ca. 25,- Euro sind Anschlusskäufe bis in den Bereich um die 30,- Euro zu erwarten. Eine Stellungnahme des Unternehmens zu der Exane-Analyse wäre allerdings wünschenswert um das arg gebeutelte Vertrauen der Anleger schnellstmöglich wieder zurück zu gewinnen!

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  • shw abhängig von vw

K+S wirft gar nichts auf den Markt…!

Ich muss mich heute noch einmal ganz kurz zu der Aktie von Kali und Salz melden, da am Wochenende merkwürdige Meldungen zu dem Unternehmen die Runde gemacht haben, die ich so einfach nicht glauben konnte. Die Rede ist von der dpa-AFX Meldung am Samstag gegen 21:00 Uhr in der zu lesen war dass die K+S AG ihren eigenen Stimmrechteanteil verringert hat. Dabei wurde sowohl die Meldeschwelle von 5 als auch die von 3 Prozent unterschritten. Somit hält der Konzern nach Abschluss der Transaktion noch 2,17 Prozent der Anteilsscheine oder 922285 Stück an der eigenen Gesellschaft…Das Datum für den Abschluss der Transaktion wurde mit 13.08.2003 angegeben…!

Erstens fand ich es doch eher ungewöhnlich, dass eine solche Ad.Hoc Mitteilung über die Veränderungen von Stimmrechten am Samstag veröffentlicht wird und zweitens darf man eine Veröffentliche einer Ad-Hoc Mitteilung fast 10 Jahre danach doch zumindest etwas komisch finden! Auch die genaue Definition einer gesetzlichen „Meldefrist“ müsste damit wohl noch einmal etwas überarbeitet werden…Ich hielt die Meldung zum dem Zeitpunkt erst einmal für gravierend falsch und habe heute Morgen bei Kali und Salz angerufen…

Ein sehr netter Mitarbeiter aus der Investors Relations Abteilung hat mich dann darüber aufgeklärt, dass es sich hierbei um einen Präzidenzfall handelt, den es so offenbar noch nicht gegeben hat. Den Aussagen zufolge hat ein eifriger BaFin Mitarbeiter sich offenbar die Mühe gemacht, die Transaktionen der Vergangenheit etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und dabei dann festgestellt dass diese Meldung damals irgendwie „untergegangen“ ist. Die K+S AG wurde somit nun aufgefordert die Transaktion nachzumelden, was dann auch tatsächlich am Samstag erfolgt ist. That´s it!“ Dieser Schritt ist zwar eher unüblich und wie schon gesagt auch neuartig, aber keinesfalls besorgniserregend.

An dieser Stelle sei vielleicht auch noch darauf hingewiesen dass die Transaktion erfolgt ist bevor die K+S Aktie überhaupt in den Jahren 2007 und 2008 zum Highflyer an der Börse mutierte. Das ist also wirklich Schnee von gestern und hat keinerlei Auswirkungen auf die heutige Entwicklung der Aktie. Der Herr aus der Investors Relations Abteilung bei K+S hat mir auch noch einmal versichert, dass alle Angaben auf der Homepage, einschließlich der schon länger bekannten Verteilung der Stimmrechtanteile, auf dem aktuellen Stand sind.

Die mediale Aufbereitung dieser Ad-Hoc ist also absolut überflüssig und in der gelesenen Form sowieso falsch. Vielleicht hätte sich einer der Damen und Herren Journalisten mal die Mühe machen sollen ebenfalls bei der K+S AG anzurufen, bevor man darüber schreibt!  Ich hoffe ich konnte damit die ohnehin schon nervösen Gemüter wieder etwas beruhigen. (…und den Shorties, die hier meiner Meinung nach seit Wochen drücken und Gerüchte streuen, etwas ins Handwerk pfuschen…) Von der Presseabteilung des Unternehmens würde ich mir aber dann dennoch eine entsprechende Klarstellung zu der Ad-Hoc vom Samstag wünschen!

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