Tag Archives: Leerverkäufer

Ströer vs. Muddy Waters – Jetzt wird es langsam lächerlich…!

Noch kurz einem Meldung zu später Stunde, da ich gerade vier AdHoc Meldungen zum Thema gelesen habe, die komischerweise kurz nach dem Ende des Xetra-Handels „aufgepoppt“ sind. Um ca. 17:52 Uhr bezieht sich darin Muddy Waters auf die Stellungnahme der Stöer Media SE zur Analyse von Muddy Waters…  (mehr …)

Wirecard – Wir haben einen Ausbruch…!

Nach zugegeben sehr überzeugenden Unternehmenszahlen scheint sich die Wirecard Aktie heute aus den Bann der Leerverkäufer etwas lösen zu können. Der Anstieg der Aktie um sieben Prozent könnte ein Signal dafür sein dass sich nun Vieles bei dem Titel nun zum Besseren wendet. Wenn da nicht die hohen Short-Positionen wären… Laut letztem Stand sind hier insgesamt 13,56 Prozent aller Aktien in den Händen der Leerverkäufer!  (mehr …)

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Wirecard verbreitet gute Stimmung … Vorsicht!

Die Geschäftsleitung beim Zahlungsabwickler Wirecard versucht aktuell offensichtlich mit jeder noch so kleinen positiven Meldung gegen die Short-Attacke anzugehen. Die mysteriösen Anschuldigungen der Zatara-Studie hallen immer noch nach. Obwohl der Markt eigentlich davon ausgeht, dass es sich hierbei um eine „Fake“ handelt, der den Leerverkäufern in die Hände spielen soll, ist es dem Unternehmen bis heute nicht gelungen neues Vertrauen zu schaffen. Auch die teilweise kräftigen Insiderkäufe haben nichts daran geändert, dass die Anleger immer noch massiv verunsichert sind.

Heute macht die Aktie wieder einmal einen kleinen Satz nach oben. Der Grund hierfür ist in zwei Meldungen zu finden. Zum einen erweitert das Unternehmen mittels einer Kooperation mit der Firma AEVI International seinen mobile Point of Sale wie es auf Neudeutsch so schön heißt. AEVI ist ein Tochterunternehmen von Wincor Nixdorf und liefert weltweit IT-Lösungen für Handelsunternehmen und Retailbanken. Die zweite Meldung betrifft den inzwischen etwas optimistischere Ausblick der Geschäftsleitung auf das laufende Geschäftsjahr. Demnach will man den Gewinn vor Steuern und Abschreibungen nach einem „erfreulichen Jahresstart“ nun leicht von zuvor 280 bis 300 Millionen Euro auf nunmehr 290 bis 310 Millionen Euro steigern. Erreicht werden soll dieser marginale Anstieg mittels des neuen Indien-Geschäfts sowie der Tochterunternehmen in Brasilien und Rumänien.

Wirecard mit neuem Versuch einer Bodenbildung

Was sich zunächst einmal positiv liest, ist sicherlich nicht der große Wurf um damit die Stimmung der Anleger nachhaltig zu verbessern. Denn die tatsächliche (netto) Steigerung dürfte wohl eher Bescheiden ausfallen und ändert an den Unsicherheiten um die Geschäftspraktiken des Unternehmens wenig, die in der Zatara Studie angeprangert werden. Auch die neue Kooperation mit AEVI zeigt zwar dass Wirecard grundsätzlich ein sehr umtriebiges Unternehmen ist, lässt aber ebenfalls nicht zwingend darauf schließen, dass sich dies demnächst im Aktienkurs widerspiegeln wird.

Somit bleibt alles wie es ist. Der heutige Anstieg gibt erneut Hoffnung auf eine Bodenbildung, hinterlässt aber auch ein weiteres Gap, dass möglicherweise noch geschlossen werden muss. Hier nun einen Boden auszurufen wäre meiner Meinung nach zu früh und weiterhin riskant. Bis auf Odey Asset Management LLP haben zuletzt nahezu alle Leerverkäufer Ihre Positionen weiter erhöht oder neue aufgebaut. Somit bleibe ich weiterhin skeptisch und lieber an der Seitenlinie bis sich hier ein höheres Hoch im Chart zeigt. Massive Widerstände für die Aktie liegen bei 33,63, 34,65 und 35,66 Euro. Erst wenn diese aus dem Weg geräumt sind, wird es wieder bullisher. Bis dahin gelten für mich weiterhin die genannten Ziele auf der Unterseite.

ThyssenKrupp bricht aus – Kursziel 18,50 Euro?

Zum Start dieser – wahrscheinlich sehr interessanten – Börsenwoche möchte ich Sie kurz auf eine interessante Entwicklung bei der ThyssenKrupp Aktie hinweisen (nur für den Fall dass Sie es nicht schon ohnehin bemerkt haben!), die Sie in den kommenden Tagen unbedingt intensiv verfolgen sollten. Die Aktie ist nach all den Managementfehlern der vergangenen Jahre unter Cromme und den immer noch hängenden Verkaufsgesprächen für die Werke in Amerika, ebenso wie natürlich der drohenden Kapitalerhöhung die daraus resultiert, eigentlich nur zweite bis dritte Wahl in meinem persönlichen Depot. Denn, grundsätzlich hatte ich mir einen Einstieg zu deutlich tieferen Kursen vorgenommen. Aber am Freitag ist nun etwas passiert, was mich unter kurzfristigen Gesichtspunkten zum vorübergehenden Umdenken bewogen hat…und was man einfach nicht ignorieren kann.

ThyssenKrupp Aktie Chart

 (…bitte zum Vergrößern zweimal auf den Chart klicken!)

Deutlich zu erkennen ist der Ausbruch, sowohl aus dem kurzfristigen als auch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend, nach oben. Ein Signal dass man nicht ignorieren kann und das somit auch für den Kauf einer ersten Position gut ist. Sollte diese Bewegung nun in der kommenden Woche Bestätigung finden, dürfte es eine ähnliche Bewegung wie zuletzt bei den beiden Energieversorgern E.ON und RWE geben. (…die dort nun erst einmal abgeschlossen sein könnte … mehr dazu demnächst!)… Leerverkäufer müssten dann ihre Positionen bei der ThyssenKrupp Aktie nach und nach wieder eindecken und würden somit für eine Beschleunigung des Trends sorgen. Wesentliche Hürden warten zunächst noch bei 17,15 und 17,45 Euro. Wenn diese übersprungen werden ist der Weg nach oben aus charttechnischer Sicht frei bis zu dem Niveau vor dem Absturz der Aktie, bei ca. 18,50 Euro.

Grund für den plötzlichen Anstieg war eventuell die Meldung vom Freitag, dass ThyssenKrupp nun möglicherweise zu einem Abschluss der unsäglichen Verkaufsverhandlungen in Amerika kommen könnte. Dabei ist nun laut Medienberichten ernsthaft im Gespräch, dass man nur das Werk in Nordamerika losschlagen kann und Brasilien dann zunächst weiterführen muss. Aus meiner persönlichen Sicht wäre es wohl umgekehrt besser gewesen – das weiß der Käufer aber offensichtlich auch! Witzigerweise handelt es sich bei dem potenziellen Käufer offenbar um die brasilianische Companhia Siderúrgica Nacional…! Letztlich dürften die Anleger aber ein wenige Erleichterung darüber verspüren, dass nun überhaupt ein wenig Bewegung in die Sache kommt. Alleine das könnte somit schon reichen um die Aktie auch weiterhin zu beflügeln.

Abschließend möchte ich aber dennoch noch einmal darauf hinweisen dass die Aktie in meinem Depot zunächst lediglich eine Trading-Position ist und (noch) kein Langzeit-Investment! Sollte der Kurs dennoch wieder in den Abwärtstrend zurück fallen, werde ich die Position umgehend wieder auflösen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen erst einmal einen guten Start in eine erfolgreiche Handelswoche und die richtigen Entscheidungen für die nächsten Tage…!

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