Author Archives: Lars

Wochenrückblick – Dax schafft den Ausbruch nächstes Kursziel 6.600 dann 6.840

Es war die Woche des Sportwagenbauers Porsche. Mit deutlich besser als erwarteten Zahlen meldeten sich die Zuffenhausener, zumindest operativ, wieder an die Weltspitze zurück. Der Konzern leidet noch immer massiv unter den Folgen der gescheiterten VW Übernahmen. Somit musste letztlich doch ein negatives Ergebnis ausgewiesen werden. Dennoch, fiel das Ergebnis mit einem Minus von 454 Millionen Euro deutlich geringer aus als im Vorjahr, als noch ein Defizit von 3,6 Milliarden angefallen war. Für das laufende Gesamtjahr bis Ende Dezember erwartet das Unternehmen bereits wieder ein ausgeglichenes Ergebnis. Von der Dynamik der Genesung des noch vor wenigen Monaten angeschlagenen Konzerns zeigten sich Anleger gestern tief beeindruckt, und kauften wieder unter hohen Umsätzen Porsche Aktien.

Die beiden Aktien,die mich persönlich in der Woche vor dem Ausbruch am meisten geärgert haben. Sowohl die Aktie von HeidelbergCement als auch die des Stahlhändlers Klöckner & Co. hatten Anfang der letzten Handelswoche einen Ausbruch nach oben simuliert, um danach, für mich ohne ersichtlichen Grund, wieder stark abverkauft zu werden. Seit gestern befinden sich nun beide Titel wieder auf dem Wege der Besserung, und es wird Zeit noch einmal einen genaueren Blick auf diese Aktien zu werfen. Vorweg sei verraten – die alles entscheidende Frage “Würde ich diese Titel heute immer noch kaufen?” habe ich mir wiedermal mit einem klaren “Ja” beantwortet.

Auch bei den Solaraktien tut sich wieder so einiges. Während die Aktien von Q-Cells und Solar Millennium weiterhin eher auf dem Absteigenden Ast sein dürften, konnte sich der Marktführer Solarworld beispielsweise deutlich erfreulicher entwickeln. Ähnlich sieht es da auch bei den von uns favorisierten Werten aus. Die Centrotherm Aktie scheint langsam wieder zu alter Stärke zurück zu finden. Ebenso sollte sich der Solaranlagenbauer Roth und Rau in den nächsten Tagen überproportional entwickeln können. Der vorangegangene Abverkauf der Aktie erscheint mir völlig übertrieben zu sein. Gestern wurde nun, nachdem das Tief bei 17,- Euro noch einmal getestet wurde, ein neues Kaufsignal für die Roth und Rau Aktie generiert. Kann also in den kommenden Tagen die Marke von 18,40 Euro wieder überwunden werden, und wird später auch noch die 200-Tage-Linie bei ca. 18,70 überschritten, sehen wir gute Chancen, dass auch unser erstes Kursziel bei 21,20 bald wieder erreicht wird.

Der Aktienkurs der Deutschen Bank schlägt immer noch Kurskapriolen. Nach einer guten Erholung gestern, und einer starken Eröffnung heute, die den Aktienkurs bereits in die Region deutlich über 42,- befördert hat, gab der Kurs erneut stark nach, und sackte auf 41,30 Euro ab. Inzwischen sehen wir wieder steigende Notierungen, und ich gehe davon aus, dass zumindest die Marke von 42,- Euro heute nachhaltig fallen wird. Anschließend ist es wichtig, dass die Deutsche Bank AG Aktie dann wieder in den Bereich über 42,50 Euro zurück kommt, da hier die untere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrends verläuft. Ab hier sollte die Aktie dann wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser geraten, und letztlich im Zuge einer weiteren Erholung der Weltbörsen, auch wieder die Kursregionen zwischen 46,- und 50,- Euro kurzfristig erreichen. Mittelfristig trauen wir der Aktie  immer noch Kurse zwischen 55,- und 60,- Euro zu, auch wenn es auf dem Wege dort hin gelegentlich etwas holprig werden könnte.

Kurse machen die Prognosen und nicht umgekehrt

Das war sehr erfrischend, was “Das Kapital” der FTD auf seiner Webseite dokumentierte. Im Angesicht der aktuellen Hypes um die Aufwertung des Euros erinnerte das Blatt an die Aussagen von Finanzmarktprofis, die die europäische Währung noch vor wenigen Monaten abgeschrieben haben. So orakelte etwa Goldman Sachs noch vor nicht allzu langer Zeit „Bis Jahresende wird der Euro aufgrund der sich verschlimmernden Schuldenkrise auf 1,15 Dollar fallen. BNP Paribas sah den Euro in Q3 2011 bei 0,97 Dollar, und auch Nouriel Roubini machte sich um Euroland mehr Sorgen als um die USA und schloss die Parität nicht aus.

Einmal mehr bestätigt diese Dokumentation, dass Volkswirte und Analysten häufig im Gleichschritt tippen und nur den aktuellen Trend vorhersagen. Besser mit der gesamten Zunft falsch schätzen, als sich mit einer abseitigen Prognose ins Rampenlicht zu stellen. Wer am Ende irrt, kann dann immer noch auf die Mehrheit verweisen, die eben auch falsch gelegen hat. Das gibt Sicherheit und rettet im Zweifel sogar den eigenen Job. Der Artikel der FTD jedenfalls reiht sich in die ganz wenigen Beiträge ein, die sich in der Wirtschaftspresse kritisch mit den Vorhersagen befassen, so wie etwa vor einigen das Handelsblatt mit “Geschäftsmodell Schwarzsehen: Die düsteren Propheten der Ökonomie”.

Darin entmystifizierten Matthias Eberle und Dirk Heilmann einige Wirtschaftsgurus und prominente “Experten”, die ihren Promibonus vor allem dadurch erreicht haben, dass sie mehr oder wenig genau bestimmte Ereignisse vorhergesagt haben. Schade eigentlich, dass man solche Artikel mit der Lupe suchen muss und im Normalfall die Vorhersagen von Roubini, Faber und Co wie ein Evangelium behandelt werden….aus dem Blick Log von gestern

Öko Strom wird 2011 deutlich teurer für die Verbraucher – Zeit zu Handeln!

Ab dem kommenden Jahr werden die Lebenshaltungskosten wieder deutlich teurer. Insbesondere die steigenden Energiekosten sorgen regelmäßig für diese gefühlte Inflation. Ob an der Tankstelle, oder bei der jährlichen Strom- und Gasabrechnung, fest steht wohl, dass sich diese Kosten in den kommenden Jahren immer weiter erhöhen werden. Zusätzlich kommt nun die direkte Umlage einiger Subventionen für Ökostrom auf den einzelnen Bürger zu. Grundsätzlich ist eine allmähliche Abkehr von einer fossilen oder atomaren Energieversorgung zu begrüßen, aber dies hat auch seinen Preis für den Einzelnen. Nach meiner Erfahrung ist ein regelmäßiger Wechsel des Strom- und Gasanbieters, insbesondere von einem der großen zu einem kleineren, unerlässlich geworden, um den steigenden Preisen Herr zu werden. Oftmals können somit bis zu 50% der jährlichen Kosten gespart werden.

Die Umlage der Stromkunden für erneuerbare Energien (EEG) wird im kommenden Jahr um 70 Prozent steigen. Die sogenannte EEG-Umlage steigt demnach von 2,05 Cent auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Das berichten Nachrichtenagenturen am Donnerstag. Die neue Höhe der EEG-Umlage soll offiziell am Freitag veröffentlicht werden. Da Strom aus Wind, Sonne und Biomasse derzeit in der Produktion noch teurer ist als aus Kohle oder Atomkraft, zahlen die Verbraucher die Differenz zu den Marktpreisen über die sogenannte EEG-Umlage. Sie war vor zehn Jahren im von Rot-Grün beschlossenen Erneuerbaren-Energie-Gesetz vereinbart worden. Um den Ökostrom zu fördern, gibt es zudem einen Einspeisevorrang vor anderen Energieträger

Ein Drei-Personen-Haushalt zahlt im Durchschnitt bisher etwa 7,- Euro pro Monat für die Förderung erneuerbarer Energien. Die Summe wird über die Stromrechnung gezahlt und beinhaltet die Mehrwertsteuer. Der Anteil an der Stromrechnung wird nach den Angaben ab 2011 auf bis zu 12 Euro pro Monat steigen – und damit 5 Euro mehr bedeuten. Quelle: FAZ.net

Wer diese Mehrbelastungen für die Zukunft etwas „abfedern“ möchte, der ist nach wie vor gut beraten, wenn er sich bei einem unabhängigen Strom- und Gasanbieter ein persönliches Angebot einholt. Jährliche Kosteneinsparungen von bis zu 400,- Euro bei Strom sowie bis zu 1.800,- Euro bei Gas sind hier keine Seltenheit. Ich überprüfe diese Posten ebenfalls regelmäßig, und habe erst im Januar diesen Jahres meine Gasrechnung durch einen Wechsel auf die Hälfte gekürzt. Einen Wechsel sollten Sie allerdings unbedingt noch vor Mitte November beantragt haben, da es ansonsten erfahrungsgemäß gerade zum Jahresende immer wieder zu Diskussionen mit dem Altanbieter bezüglich der Kündigungsfristen kommen kann. Probieren Sie es aus…es lohnt sich!

It`s a Google´s Day!

Die US Indizes haben gestern eigentlich etwas geschwächelt, und das war wohl angesichts der Fülle von eher negativen Nachrichten auch nicht weiter verwunderlich. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren mal wieder etwas höher als erwartet, die US Erzeugerpreise sind ebenfalls unerwartet stark gestiegen, und der gesamte europäische Bankensektor wurde zudem von der Ratingagentur Moody´s runtergestuft, was auch dem Kurs der Deutschen Bank unerwartet wieder etwas zugesetzt hat. Zudem ist heute wiedermal ein kleiner Verfallstag für Futures und Optionen, ab 14:30 Uhr stehen wieder einige Konjunkturdaten aus den USA an und und und…und dann kam Google….

Die US Märkte zeigten sich angesichts dieser Nachrichtenlage zunächst schwach, drehten aber mit den wirklich überraschend guten Zahlen die der Internetriese Google gestern veröffentlichte wieder nach oben. Google´s Bruttoumsatz stieg im abgelaufenem Quartal um 23 Prozent auf 7,29 Milliarden Dollar und der Gewinn sogar um knapp ein Drittel auf 2,17 Milliarden Dollar. Das Werbegeschäft bleibt dabei immer noch der Hauptumsatztreiber des Unternehmens und strafte alle Lügen die einen Untergang des Online Werbemarktes prognostiziert haben, „Die Zahlen von Google sind wahrhaftig Wahnsinn und sie zeigen die Allmacht und kluge Strategie des Internetkonzerns“ hieß es, und dem ist wohl nicht viel hinzu zu fügen. Die Google Aktie legte nachbörslich fast neun Prozent zu!

Ob das allerdings heute reichen wird um die schönen Wochengewinne sicher ins Wochenende zu bringen bleibt abzuwarten. Die Richtung für die kommende Woche dürfte heute zwischen 14:00 und 16:00 Uhr wiedermal von den amerikanischen Konjunkturdaten vorgegeben werden. Schauen Sie regelmäßig in unseren Realtime – Börsenkalender um auf dem laufenden zu bleiben..

TradingUpdate Deutsche Bank

Der Aktienkurs der Deutschen Bank schlägt immer noch Kurskapriolen. Nach einer guten Erholung gestern, und einer starken Eröffnung heute, die den Aktienkurs bereits in die Region deutlich über 42,- befördert hat, gab der Kurs erneut stark nach, und sackte auf 41,30 Euro ab. Inzwischen sehen wir wieder steigende Notierungen, und ich gehe davon aus, dass zumindest die Marke von 42,- Euro heute nachhaltig fallen wird. Anschließend ist es wichtig, dass die Deutsche Bank AG Aktie dann wieder in den Bereich über 42,50 Euro zurück kommt, da hier die untere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrends verläuft. Fällt die Aktie hingegen wieder deutlich unter 40,60 Euro zurück ist erst einmal Vorsicht geboten.

Ich gehe davon aus, dass sich hier größere Adressen langfristig noch ordentlich eindecken wollen, und so kann es durchaus noch etwas dauern bis der Aktienkurs der Deutschen Bank sich wieder beruhigen wird. Frühestens mit dem Überschreiten der 42,50 Euro sollte die Aktie wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser geraten, und letztlich im Zuge einer weiteren Erholung der Weltbörsen, auch wieder die Kursregionen zwischen 46,- und 50,- Euro kurzfristig erreichen. Mittelfristig trauen wir der Aktie  immer noch Kurse zwischen 55,- und 60,- Euro zu, auch wenn es auf dem Wege dort hin gelegentlich etwas holprig werden könnte.

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TradingUpdate Phoenix Solar, Roth und Rau, Solarhybrid

Auch bei den Solaraktien tut sich wieder so einiges. Während die Aktien von Q-Cells und Solar Millennium weiterhin eher auf dem Absteigenden Ast sein dürften, konnte sich der Marktführer Solarworld beispielsweise deutlich erfreulicher entwickeln. Ähnlich sieht es da auch bei den von uns favorisierten Werten aus. Die Centrotherm Aktie scheint langsam wieder zu alter Stärke zurück zu finden. Ebenso sollte sich der Solaranlagenbauer Roth und Rau in den nächsten Tagen überproportional entwickeln können. Der vorangegangene Abverkauf der Aktie erscheint mir völlig übertrieben zu sein. Gestern wurde nun, nachdem das Tief bei 17,- Euro noch einmal getestet wurde, ein neues Kaufsignal für die Roth und Rau Aktie generiert. Kann also in den kommenden Tagen die Marke von 18,40 Euro wieder überwunden werden, und wird später auch noch die 200-Tage-Linie bei ca. 18,70 überschritten, sehen wir gute Chancen, dass auch unser erstes Kursziel bei 21,20 bald wieder erreicht wird. Potenzial nach oben besteht wohl genügend. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 28,- Euro.

Bei Phoenix Solar scheinen nun offenbar auch  einige andere Börsenbriefe gemerkt zu haben, dass die Aktie deutlich zu günstig sein dürfte. Das alte Hoch bei 27,20 Euro scheint bereits heute noch wieder erreicht zu werden. Hier verläuft auch die 200-Tage-Linie. Es ist also durchaus spannend, ob diese Marke bereits heute wieder genommen werden kann. Die Umsätze in der Aktie sind immer noch verhältnismäßig gering. Bei Phoenix Solar wurde gestern ebenfalls ein deutliches Kaufsignal generiert. Bei 26,80 Euro lag die letzte deutliche Hürde, die soeben überwunden wurde. Geht die Aktie nun auch über 27,20 Euro dürfte 29,30 Euro das nächste logische Ziel sein. Die durchschnittlichen Kurserwartungen der Analysten liegen derzeit bei knapp über 40,- Euro je Aktie.

Ebenfalls ein deutliches charttechnisches Signal gab es gestern bei der Aktie von Solarhybrid AG, die wir als spekulative Beimischung in unser Solardepot aufgenommen haben. Der noch eher unbekannte Wert zeichnete sich in diesem Jahr zunächst durch eine hammerartige Performance aus und stieg ungebremst von 2,- auf fast 14,- Euro. Danach kam dann zunächst einmal eine Phase heftiger Gewinnmitnahmen, was man angesichts solcher Gewinne ja auch als durchaus legitim ansehen kann. Die Aktie hatte inzwischen also wieder über 40% abgegeben und konsolidierte bis knapp unter 8,- Euro. Hier scheint nun ein solider Boden zu sein. Das Unternehmen hat zum Halbjahr solide Zahlen abgeliefert. Gelingt es der Unternehmensführung diesen Kurs und das Tempo weiterhin zu halten, sehen wir in der Aktie kurzfristig eine spekulative 100% Chancen.

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TradingUpdate HeidelCement und Klöckner & Co.

Die beiden Aktien,die mich persönlich in der Woche vor dem Ausbruch am meisten geärgert haben. Sowohl die Aktie von HeidelbergCement als auch die des Stahlhändlers Klöckner & Co.  hatten Anfang der letzten Handelswoche einen Ausbruch nach oben simuliert, um danach, für mich ohne ersichtlichen Grund, wieder stark abverkauft zu werden. Seit gestern befinden sich nun beide Titel wieder auf dem Wege der Besserung, und es wird Zeit noch einmal einen genaueren Blick auf diese Aktien zu werfen. Vorweg sei verraten – die alles entscheidende Frage „Würde ich diese Titel heute immer noch kaufen?“ habe ich mir wiedermal mit einem klaren „Ja“ beantwortet.

Zuerst zur Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. Ich habe ja bereits gestern etwas ausführlicher über die neue Strategie des Unternehmens, sich zu einem Global Player zu entwickeln, berichtet. Und genau hier liegt wohl auch die Phantasie in der Aktie. Neben einer sehr guten finanziellen Situation befindet sich das Unternehmen auch operativ in einer hervorragenden Ausgangslage für eine weitere Expansion. Ich glaube an die Story und auch daran, dass es möglich ist den Umsatz und den Ertrag des Unternehmens in den kommenden Jahren dramatisch zu steigern. Die Aktie bleibt für uns erste Wahl. Die zuletzt von namhaften Analysten ausgegebenen Kursziele von ca. 25,- Euro sollten in der nächsten Rallye schnell erreicht werden. Gestern konnte die charttechnisch so wichtige Marke von 16,20 Euro wieder zurückerobert werden. Schließt die Aktie in den nächsten Tagen auch wieder über 16,50 Euro dürfte der Weg danach frei sein in  Richtung 18,- Euro.

Die gute Nachrichtenlage bezüglich der Expansion des Unternehmens, sowie der von der Familie Merckle getätigten Insiderkäufe und der Beteiligung des amerikanischen Vermögensverwalters BlackRock sowie dem Einstieg des Staates Norwegen bei dem Baustoffhersteller konnte auch bei HeidelbergCement in der letzten Woche nur kurzzeitig für Euphorie sorgen. Charttechnisch war die Aktie nach oben ausgebrochen und sollte eigentlich die Marke von 40,60 Euro sowie später 43,30 Euro ansteuern. Dann kam der erneute Rücksetzer bis auf 34,50 Euro. Hier befindet sich offenbar inzwischen ein solider Boden für die Aktie. Dennoch, wir halten die HeidelCement AG Aktie auf dem derzeitigen Niveau weiterhin für deutlich zu günstig. Der Baustoffhersteller ist auch bei Analysten inzwischen erste Wahl in dem Sektor. Kurse unter 40,- Euro halte ich persönlich weiterhin für Schnäppchenkurse. Mittelfristig sollte die Aktie nun wieder deutlich über 36,50 Euro notieren. Kann das letzte Hoch bei  37,20 Euro überwunden werden, sind Kurse bis 40,60 Euro kurzfristig möglich.

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TradingUpdate Volkswagen und Porsche

Gestern war der Tag des Sportwagenbauers Porsche. Mit deutlich besser als erwarteten Zahlen meldeten sich die Zuffenhausener, zumindest operativ, wieder an die Weltspitze zurück. Der Konzern leidet noch immer massiv unter den Folgen der gescheiterten VW Übernahmen. Somit musste letztlich doch ein negatives Ergebnis ausgewiesen werden. Dennoch, fiel das Ergebnis mit einem Minus von 454 Millionen Euro deutlich geringer aus als im Vorjahr, als noch ein Defizit von 3,6 Milliarden angefallen war. Für das laufende Gesamtjahr bis Ende Dezember erwartet das Unternehmen bereits wieder ein ausgeglichenes Ergebnis. Von der Dynamik der Genesung des noch vor wenigen Monaten angeschlagenen Konzerns zeigten sich Anleger gestern tief beeindruckt, und kauften wieder unter hohen Umsätzen Porsche Aktien.

Die Porsche AG Aktie hat verglichen mit den anderen deutschen Autobauern deutlichen Nachholbedarf, darauf hatten wir ja bereits am 06.10.10 in der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters hingewiesen, und entsprechend unsere Position noch einmal aufgestockt. Während die Porsche Aktie seit Jahresbeginn ca. 10 Prozent an Wert verloren hatte stiegen die Aktienkurse von BMW, Daimler und VW deutlich zweistellig an. Auch in den kommenden Wochen rechnen wir damit, dass sich diese Aufholjagd nun fortsetzen könnte. Gestern wurde bereits die nächste Hürde bei 39,50 Euro getestet, und die 40,- Euro Marke kurzzeitig wieder überschritten. Gelingt es den Aktienkurs in den nächsten Tagen über die 39,50 Euro Marke, an der auch die 200-Tage-Linie aktuell verläuft,  zu hieven, sollten weitere Anschlusskäufe bis in den Bereich um die 44,- Euro möglich sein. Längerfristig sehen wir den Kurs der Porsche Aktie sowieso wieder deutlich höher, und haben zunächst die 60,- Euro Marke angepeilt.

Die Volkswagen Aktie konnte hingegen von dem allgemein guten Umfeld gestern nicht wirklich profitieren. Auffällig war, dass sich die Stammaktien im gestrigen Handeslverlauf, erstmalig seit langer Zeit, deutlich stärker präsentierten, als die Vorzugsaktien. Dies hatte aber wohl eher technische Gründe. Zum einen stieß die Vorzugsaktie gestern charttechnisch an das deutliche Hindernis bei 92,50 Euro, wo zuletzt auch immer wieder der Höchstkurs gelegen hatte. Dieser Umstand hatte fast schon zwangsläufig leichte Gewinnmitnahmen zur Folge, da die Volkswagen Vz. Aktie ja bereits in den Wochen zuvor deutliche Kurssteigerungen verzeichnen konnte. Zum anderen sei der Stammaktie wohl auch ein gewisses Nachholpotenzial zugestanden, um den Abstand zu den Vorzugsaktien nicht zu groß ausfallen zu lassen. Wir bevorzugen immer noch die Vorzugsaktien, und gehen fest davon aus, dass diese sich in Kürze in Richtung 100,- Euro aufmachen werden. Mittelfristig halten wir Kurse von 135,- Euro und mehr für realistisch.

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Klöckner & Co. auf dem Weg zum Global Player

In den kommenden zehn Jahren will Klöckner & Co. globaler Marktführer werden. Bis zum Jahr 2020 ist das erklärte Ziel von Firmenchef Gisbert Rühl, jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr abzusetzen. Für das nun laufende Geschäftsjahr wird ein Umsatz von fünf Millionen Tonnen Stahl und Stahlprodukten erwartet. Diese geplante Expansion soll vorrangig durch den Markteintritt in die immer noch boomenden Märkte von Brasilien und China erreicht werden. Die Expansion nach  Brasilien ist über Zukäufe bereits relativ kurzfristig geplant, der Einstieg in den chinesischen Markt soll zunächst über die Errichtung eines Lagers in Shanghai im dritten Quartal 2011 erfolgen. Das Unternehmen hat sich bisher eher auf die beide Kernmärkte Europa und Nordamerika konzentriert. In diesen Kernmärkten sieht man das Wachstum für die kommenden Jahre aber eher als begrenzt an.

Der Schritt also über weiteres Wachstum in den Emerging Markets zum Global Player zu werden birgt zwar auch leichte Risiken, dürfte aber das Unternehmen Klöckner & Co. letztendlich in wenigen Jahren zum unverzichtbaren Handelspartner der Stahlindustrie avancieren lassen. Gelingt der Plan durch gezielte Übernahmen entsprechend zu wachsen steht dem Unternehmen wohl eine glänzende Zukunft bevor.  Zusätzlich will Klöko Chef Rühl den Anteil höher margiger Produkte steigen. Als erster Schritt in diese Richtung kann die in diesem Frühjahr vollzogene Übernahme des auf die Autoindustrie spezialisierten Stahlserviceunternehmens Becker bezeichnet werden.

Die Aktie des Stahlhändlers dürfte aber nicht nur auf Grund dieser Zukunftsphantasien eines der interessantesten Investments im Stahlsektor sein. Zwar ist der Titel seit einigen Wochen charttechnisch gefangen, fundamental scheint hier aber fast alles zu stimmen. Hinzu kommt ein in diesen Zeiten nicht ganz unetscheidender Faktor. Klöckner & Co. verfügt über eine außergewöhnlich robuste Finanzsituation. Die Aktie bleibt für uns erste Wahl. Die zuletzt von namhaften Analysten ausgegebenen Kursziele von ca. 25,- Euro sollten in der nächsten Rallye schnell erreicht werden, und für längerfristig orientiere Investoren nur eine Zwischenstation auf dem weiteren Weg zum global Player darstellen.

Demut

Es hatte sich gestern bereits angedeutet – und die US Börsen konnten meine Annahme eines unmittelbar bevorstehenden Ausbruchs nach oben dann fast schon wie erwartet bestätigen. Die Indizes sind nach oben ausgebrochen! Sowohl der S&P 500 der sich nun unmittelbar vor der wichtigen Marke von 1.172 Punkten befindet als auch der Dow Jones, der die 11.000 Punkte Marke gestern überwinden konnte deuten nun auf weiter steigende Kurse hin. Die heute Nacht veröffentlichten Zahlen von Intel dürften auch die Nasdaq entsprechend beflügeln. Der amerikanische Chipriese konnte mit seiner Zwischenbilanz deutlich positiv überraschen. Sowohl der Umsatz als auch der operative Gewinn konnten erneut kräftig gesteigert werden.

Intel meldete für das dritte Quartal einen Gewinn von 0,52 Dollar je Aktie und übertrifft damit die Erwartungen der Wall Street um 2 Cent nach oben. Der Umsatz klettert gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um satte 18,2 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar, was auch leicht über den Konsensschätzungen der Analysten von 10,99 Milliarden Dollar liegt. das Unternehmen rechnet nun auch im vierten Quartal mit einer weiterhin deutlich anziehenden Nachfrage nach Computern insbesondere auch aus den Wachstumsmärkten. Die Intel Aktie konnte nachbörslich um 1,2 Prozent zulegen, und dürfte wohl in Zukunft wieder über der psychologisch so wichtigen Marke von 20,- Dollar handeln.

Auch für den Dax bringt diese Nachricht sowie die verbesserte Charttechnik nun zunächst einmal deutliche Erleichterung. Der DAX Future notierte heute morgen bereits bei 6.357 Punkten, und damit deutlich über der 6.335 Marke die sich in den vergangenen Tagen so oft als ernstzunehmendes Hindernis dargestellt hatte. Es sieht also zunächst einmal alles gut aus für einen Ausbruch nach oben und eine anschließende Jahresendrallye. Um jetzt aber nicht allzu euphorisch zu wirken möchte ich darauf hinweisen, dass gerade in den kommenden Tagen einige Daten veröffentlicht werden, die den Markt durchaus noch einmal durchschütteln können. Noch ist also nichts in trockenen Tüchern, dennoch bin ich der Meinung, dass wir uns alle, nach der langen Zeit des lustlosen hin- und herpendelns, auch mal richtig über die heutige Situation freuen dürfen.

Die zweite Lektion nach der Geduld, die man an der Börse zu lernen hat, wenn man dauerhaft erfolgreich sein möchte, ist die Demut. Meine Strategie scheint erneut aufzugehen, und das wiedermal nachdem ich mich mit meiner Meinung gegen den Mainstream gestellt habe. Zugegeben – ein gutes Gefühl, dennoch muss man unbedingt wachsam bleiben! Demut und Dankbarkeit über das Erreichte verhindert nach Erfolgserlebnissen zu übermütig zu werden, und schwere Trading-Fehler zu begehen. Wird der Ausbruch heute Nachmittag bestätigt wäre die Hausaufgabe an Sie also zunächst darin Ihre Stopps entsprechend darauf einzustellen, bzw. diese nach oben anzupassen. Achten Sie aber bitte darauf hier nicht zu knapp ran zugehen! Ich gehe davon aus, dass der Markt noch etwas schwankungsintensiv bleiben wird.

Solar Millennium verspielt das letzte Vertrauen

Erneuter Schock für Solar Millennium Aktionäre! Vorwürfen möglicher Bilanzierungsfehler, Streit um die Rückzahlung überhöhter Antrittsprämien, gesenkte Prognose, erneut gesenkte Prognose, …der Leidensweg der offensichtlich so treuen Anlegerschar ist lang. Was von manchen Beobachtern bereits seit Wochen befürchtet wurde, und auch in unserer letzten Analyse zu dem Unternehmen Bestandteil war, ist nun eingetroffen. Die Umsatzprognose wurde von der Unternehmensführung gekippt! Fast fragt man sich schon „..wie hätte das auch funktionieren sollen?“ Mit der zweiten Prognosenkung binnen eines Monats dürfte Solar Millennium das Vertrauen der Anleger nun wohl endgültig zerstört haben. Statt der angepeilten 350 Mio. Euro erwartet das Unternehmen nun für das laufende Geschäftsjahr nur noch einen Umsatz von 150 Mio. Euro.  Hat man sich hier einfach mal um schlappe 200 Millionen Euro verschätzt??? Immerhin 60% des ursprünglich geplanten Umsatzes!

Als Grund für den drastischen Schritt nannte der Vorstand Verzögerungen beim Finanzierungsabschluss für die geplanten Solarkraftwerke in Kalifornien. „Das ist eine furchtbare Nachricht, insbesondere im Hinblick darauf, dass sie kürzlich ihre Prognose bestätigt hatten“, sagte ein Händler des Brokerhauses Alpha in einer ersten Reaktion. Es könne der Beginn eines ernsthaften Kursrückganges bei den Aktien des Unternehmens sein.

Die inzwischen leidgeprüften Anleger des Solarunternehmens kamen bisher eigentlich noch recht glimpflich davon. Die Aktie gab heute zunächst nur 15 Prozent nach. Ich gehe nicht davon aus, dass es das schon gewesen sein dürfte. Die Unternehmensführung hat nach meiner Auffassung mit vielen Aktivitäten und einer schlechten Kommunikationspolitik, bewiesen, dass man einfach noch nicht reif ist für das große Spiel im Solargeschäft. Auch die Querelen mit Utz Claassen bekommen nun einen neuen Beigeschmack. So ungern ich das schreibe, aber vielleicht hatte der Mann doch Recht als er sein Amt so kurzfristig niederlegte, weil eben doch alles nicht so ist wie es scheint, auch wenn ich nicht der Meinung bin, dass er die gezahlten Gelder behalten sollte.

Mit dünnen Umsätzen wurde die Aktie nach jedem Absturz wieder hochgekauft. Immer wieder fanden sich Anleger die an die zugegebener Maßen sehr interessante Story glaubten. Ob das auch dieses Mal wieder klappen wird darf bezweifelt werden. Wir hatten unser Kursziel ja bereits im September deutlich auf unter 15,- Euro gesenkt. Nach den jüngsten Nachrichten wäre auch ein weiterer Rückgang in Richtung 12,30 Euro nicht mehr auszuschließen.

Geduld

Die derzeitige Börsenphase zehrt wieder einmal stark an unser aller Nerven, selbst an mir als altem Börsenhasen gehen solche Kurskapriolen nicht spurlos vorbei. In Phasen wie diesen wird nicht nur die Geduld immer wieder aufs Neue auf die Probe gestellt, sondern die gesamte Handelsstrategie jeden einzelnen Börsentag wieder hinterfragt und kritisch analysiert. Das ist nicht nur anstrengend sondern manchmal auch einfach nur nervig. Und auch wenn man immer wieder auf das selbe Ergebnis kommt…“ja, Du hast die richtigen Aktien, ja die Einstiegskurse waren nahezu perfekt, ja der Chart stimmt, etc.“,  bleibt am Ende immer ein Rest Unsicherheit. So habe auch ich zumindest die letzten Handelstage erlebt..

Geduld ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für dauerhaften Börsenerfolg. Neben dem Aufspüren interessanter  und unterbewerteter Aktien gehört die konsequente Umsetzung einer Handelsstrategie zu den wichtigsten Grundregeln an der Börse.  Dabei liegt es aber auch in der Natur der Sache, dass die Ungeduld immer dann am größten ist, wenn die Börsen absolut nichts hergeben. Und in den vergangenen Wochen gab es nunmal – von wenigen Ausnahmen abgesehen – keinen Blumentopf zu gewinnen…Der DAX hat gestern zum insgesamt vierten Mal die Marke von 6.335 Punkten getestet und will ums Verrecken nicht darüber gehen – so scheint es zumindest! Die US Märkte zeigen täglich ein ähnliches Verlaufsmuster, eine klare Richtung ist nicht zu erkennen…

An der Börse wechseln sich trendlose Phasen stets mit darauf folgenden starken Trends ab. Während es in Seitwärtsphasen meistens ratsam ist, die Anzahl der Trades sowie das eingesetzte Kapital  zu reduzieren, so gilt es in erkennbaren Trends das Maximum an Gewinnen durch entsprechende Positionsgrößen und Streuung herauszuholen. Dementsprechend sollte man als Anleger sein Geld in Seitwärtsphasen wie der aktuellen zusammenhalten, dann aber rechtzeitig vor dem Beginn eines  großen Trends stark investiert sein. Soweit zur grauen Theorie…die Schwierigkeit besteht nur darin zu erkennen, wann ein solcher Wechsel von einer Seitwärtsphase in einen neuen starken Trend erfolgen wird.

Die Gefahr eines verfrühten Einstieges ist ebenso groß wie die Gefahr beim Trendwechsel nicht dabei zu sein. Zwar dürfte dann noch genügend Luft nach oben sein, jedoch hat man höchstwahrscheinlich die Phase, die einen als Trader in eine richtig lukrative und kreative Position bringt verpasst. Meine Beobachtungen führen allesamt immer wieder zu einem Ergebnis. Mal abgesehen von den Einzelpositionen unseres Depots, die Sie ja als Leser des Investors Inside Börsen Newsletters kennen, und von deren Unterbewertung wir überzeugt sind, ebenso wie von der Annahme, dass diese Unterbewertung bald abgebaut werden dürfte, sprechen noch einige weitere Faktoren für eine baldige Rally an den Börsen.

Ob nun saisonale Muster, Präsidentschaftszyklen, historische Vergleiche mit ähnlichen Situationen, Charttechnik oder massenpsychologische Phänomene, nahezu alle Zeichen stehen derzeit auf Ausbruch! Der nächste Trend kommt bestimmt und mit ihm neue außergewöhnliche Gewinn-Chancen. Vielleicht sogar noch im Oktober. Halten Sie die Augen offen und Ihr Depot bereit um davon überproportional zu profitieren. Wir können Ihnen nicht sagen was Sie genau tun sollen, sondern immer nur Anregungen und Gedankenanstöße liefern, handeln müssen Sie letztlich selbst und eigenverantwortlich. Lassen Sie sich von den momentanen Turbulenzen nicht verunsichern, verfolgen Sie Ihre Strategie, und bleiben Sie vor allem geduldig!

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