Author Archives: Lars

Abverkauf ohne Ende bei Medigene?

Fast täglich erreicht die Aktie der Medigene AG neue Tiefststände. Auch heute gehört Medigene wiedermal mit einem Abschlag von knapp 3,5 Prozent zu den großen Verlierern. Fundamental bleibt es schwer diese Unternehmen überhaupt einschätzen zu können. Das Biotech Unternehmen hat seit Bestehen noch keinen Gewinn erwirtschaftet, und kürzlich wurde bekannt, dass man die Mitarbeiterzahl nun auf die Hälfte reduzieren werde. Begründet wurde dies offiziell mit dem Verkauf der Rechte am Krebsmedikamentes Eligard an Astellas Pharma sowie der Beendigung der  klinischen Phase-II-Studien des Krebsmittels Endotag. Die Mitarbeiter werden also offenbar nun nicht mehr benötigt, somit werden dann nur noch 52 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig sein.

Das Papier befindet sich aktuell in einem langfristigen Abwärtstrend der offenbar so schnell auch nicht enden will. Das bisherige Tief wurde heute um zwei Cent bislang nicht erreicht. Charttechnisch dürfte es nun wohl weiter in Richtung 1,50 Euro gehen. Aber auch dann muss man sich als Anleger die Frage stellen, ob ein Investment hier sinnvoll ist solange keine nennenswerten Gewinne erwirtschaftet werden. Durch die nun niedrigeren Kostenbasis nach der Restrukturierung und einem soliden Bargeldbestand glaubt man bei Medigene bereits 2011 profitabel zu sein. Wir warten ab ob sich diese Prognosen erfüllen werden. Der Wert bleibt auf unserer Watchlist

BYD – Build Your Dreams taucht ab

Der Batteriehersteller und Elektroautobauer Build Your Dreams, BYD hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres den Nettogewinn im Jahresvergleich nur um 4 Prozent steigern können, aber das war noch nicht einmal das Schlimmste an den kürzlich veröffentlichten Zahlen. Die Firma an der auch Investmentlegende Warren Buffet mit einem nennenswerten Anteil beteiligt ist erwirtschaftete zuletzt 2,43 Milliarden Yuan, oder 364,9 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr lag der Gewinn noch etwas darunter bei 2,34 Milliarden Yuan. Verglichen mit dem Vorjahr habe sich der Gewinn von 1,16 Milliarden Yuan auf 11,34 Millionen Yuan reduziert. Im direkten Vergleich mit den Halbjahreszahlen ergibt sich dabei für das dritte Quartal eine Nettogewinn-Entwicklung von rein rechnerisch 99 Prozent Minus.

Zwar waren die Erwartungen des Marktes bereits sehr gedämpft, dennoch zeigten sich Anleger geschockt, und schickten den Titel bereits gestern um über 10% in die Tiefe. Heute zeichnet sich erneut eine ähnlich schlechte Entwicklung der Aktie ab. Die Aktie notiert mit einem satten Minus von 9,3 Prozent in Frankfurt. damit wurden auch charttechnisch wichtige Marken verletzt. Wo, und ob sich die Aktie nun wieder fangen kann dürfte erst einem ungewiss sein. Es sieht nicht unbedingt gut aus, und da hilft auch keine Beteiligung von Warren Buffet, der erst kürzlich nach China gereist ist um gute Stimmung für die Aktie zu verbreiten. Die Story von BYD bleibt interessant, die Aktie mit dem klangvollen Namen ist aber momentan kein Kauf.

Vestas streicht 3.000 Stellen nach erneutem Gewinnrückgang

Bei dem Windanlagenbauer Vestas Wind Systems laufen die Geschäfte in Europa zunehmend schleppender. Das Unternehmen musste heute für das abgelaufene dritte Quartal wiedermal einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbuchen. Demnach sank der Umsatz um weitere fünf Prozent auf 1,722 Milliarden Euro. Der Gewinn ging erneut von 244 auf 185 Millionen Euro zurück. Zwar fiel das Ergebnis mit 126 Millionen Euro geringfügig besser aus als erwartet, dennoch bedeutet dies einen Rückgang um um fast ein Viertel. Anleger zeigten sich heute enttäuscht, und schickten die Aktie weiter auf Talfahrt. nachdem der Kurs sich zuletzt wieder leicht erholen konnte notiert die Aktie heute bereits im Tief wieder bei 24,50 Euro.

Nun will man rund 3.000 Stellen streichen sowie einige Fabriken in Dänemark schließen, um die Überkapazitäten abzubauen. Auch für das Geschäftsjahr 2011 geht man bei Vestas nun davon aus, dass sich Umsatz und Gewinn nicht so entwickeln werden wie ursprünglich erwartet. Zusätzlich dürften die Restrukturierungsmaßnahmen das Ergebnis des Konzerns mit ca. 140 bis 160 Millionen Euro im vierten Quartal belasten. Alles in allem wohl keine allzu rosigen Aussichten für Vestas Aktionäre. Wir behalten die Aktie weiterhin auf unserer Watchlist, ein Einstieg drängt sich aber wohl erst einmal nicht auf.

Singulus enttäuscht seine Anleger erneut

Die Aktie von Singulus ist heute der größte Verlierer im TecDax mit einem satten Minus von über sieben Prozent. Grund hierfür war eine erneute Gewinnwarnung des Unternehmens. Nachdem auch hier die schwache Nachfrage im Bereich Solartechnologien deutliche spuren hinterlassen hat muss Singulus seine Prognose nun auf 118 bis 125 (Vorjahr: 116,6) Millionen Euro zurücknehmen. Bislang war man noch von einem Umsatz zwischen 130 und 135 Millionen Euro ausgegangen. Weiter wurde bekannt, dass auf Grund von Abschreibungen auf gekaufte Unternehmen, Forderungen und Lagerbeständen in Höhe von 65,5 Millionen Euro nun ein negatives Ergebnis für das Gesamtjahr erwartet werde.

Auch charttechnisch sieht die Aktie von Singulus bereits seit längerer Zeit nicht mehr gut aus. Das letzte Tief bei 3,55 Euro wurde nun noch einmal unterschritten, und es steht zu befürchten, dass die Aktie weiter abrutschen wird. Fangen könnte sich der Kurs eventuell wieder bei 3,20 Euro oder 3,04 Euro. Alle schlechten Nachrichten scheinen nun erst einmal raus zu sein, vielleicht kann dieser Umstand dem Kurs wieder etwas auf die Sprünge helfen. Wir sind der Meinung, dass es deutlich interessantere Aktien am Markt gibt. Ein Kauf drängt sich hier nicht auf, solange das Unternehmen weiterhin rote Zahlen schreibt.

TradingUpdate HeidelbergCement

Die Aktie von HeidelbergCement begibt sich mal wieder Lauerstellung auf einen möglichen Ausbruch. Am 04. November werden die Heidelberger ihr Zahlenwerk zum abgelaufenen dritten Quartal bekannt geben, und diese werden wohl von vielen Anlegern mit Spannung erwartet. Die gute Nachrichtenlage bezüglich der Expansion des Unternehmens, sowie der von der Familie Merckle getätigten Insiderkäufe und der Beteiligung des amerikanischen Vermögensverwalters BlackRock sowie dem Einstieg des Staates Norwegen bei dem Baustoffhersteller konnten dem Kurs bislang nicht so richtig auf die Sprünge helfen.

Vielleicht hilft nun die verbesserte Charttechnik, aber natürlich nur bei entsprechend guten Zahlen. Bei 37,- Euro befand sich das letzte Hindernis auf dem Weg wieder zurück in den Bereich um die 40,- Euro. Auch heute notiert die Aktie wieder leicht über dieser Marke, ein wirklicher Ausbruch blieb bislang aber aus. Anleger sind immer noch verunsichert wegen der Schuldensituation des Konzerns, die sich aber in den letzten Quartalen wieder deutlich verbessert hat.

Mit einer positiven Quartalsbilanz könnte sich das Bild aber entsprechend schnell wieder zum Positiven wenden. Gelingt also bis zu den Zahlen, oder danach noch der Ausbruch sollte die Aktie dann schnell die Marke von 40,60 Euro sowie später 43,30 Euro ansteuern. Wir halten die HeidelCement AG Aktie auf dem derzeitigen Niveau weiterhin für deutlich zu günstig. Der Baustoffhersteller ist auch bei Analysten inzwischen erste Wahl in dem Sektor. Kurse unter 40,- Euro dürften auf mittlere Sicht Schnäppchenkurse sein.

Wie gehts weiter bei Roth und Rau & Centrotherm

Die Aktie des Anlagenbauers Roth & Rau-Aktie hat in diesem Jahr bereits über 40 Prozent an Wert verloren. Die kürzlich erfolgte Herabstufung der Analysten von Goldman Sachs dürfte die Anleger einmal mehr verunsichert haben, und so ist es wohl an der Zeit mal unsere Meinung zu dem Thema abzugeben..Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie um fast um 50 Prozent zurückgenommen und von 43 Euro auf 22 Euro gesetzt. Der Aktuelle Kurs der Aktie liegt bei ca. 17,- Euro, also selbst nach dieser ungünstigen Prognose besteht laut GS noch ein Potenzial von knappen 30 Prozent. Andere Analysten sehen das Umfeld, und die Gewinnaussichten für das Unternehmen eher deutlich optimistischer.

Goldman Sachs hat die Senkung des Ratings damit gerechtfertigt, dass 2011 ein solarer Wendepunkt erwartet werde. GS erwartet einen schwächeren Absatzmarkt in Europa im kommenden Jahr. Dabei vergessen die Analysten offenbar vollkommen, dass sich Roth & Rau genau auf diese Situation bereits seit längerem eingestellt hat. Im übrigen, auch Branchenkollege Centrotherm hat die Weichen für eine expansive Zukunft bereits gestellt! Diese Neuausrichtung beider Unternehmen, insbesondere in die Zukunftsmärkte Nordamerika und die Emerging Markets, könnte mittelfristig, nach unserer Auffassung, sogar zu neuen Rekord- Auftragswerten führen.

Kürzlich konnte Roth und Rau den Verkauf der ersten Hetero-Junction-Anlage nach Amerika vermelden. Der Vorteil dieser Anlage ist ein ganz neues Zellkonzept. Die Anlage hat ein Effizienzpotential von 16 bis über 20 Prozent. Auch über die Markteinführung der neuen Generation der Antireflexbeschichtungsanlage SiNA lässt durchaus auf weiteres Potenzial hoffen.. Wir rechnen bei den nächsten Quartalszahlen mit überraschend guten zahlen und haben uns entsprechend positioniert. Kann Roth und Rauh die Erwartungen des Marktes deutlich schlagen, dürften bald wieder Kurse über 20,- Euro an der Tagesordnung sein. Wir halten es also eher mit dem Bankhaus Lampe, die der Aktie „noch erhebliches Potenzial“ bescheinigen. Lampe sieht das Kursziel bei 28,- Euro, wir irgendwo dazwischen, bei ca. 26,- Euro, oder knapp darunter.

Bei Centrotherm sind wir zwar momentan nicht engagiert, sehen den weiteren Verlauf der Aktie aber ähnlich positiv. Eine weitere Korrektur bis 27,50 Euro würden wir hier ebenfalls zum Einstieg nutzen.

Der Dax hat jetzt Kurspotenzial bis 7.200 Punkte

Auch ein Ausbruch der Indizes in den USA zeichnete sich bereits am Freitag Abend ab, und wird heute durch die Futures bestätigt. Der S&P 500 konnte endlich, wenn auch nur knapp, die Hürde von 1.182 Punkten im Schlussspurt überwinden. Der Nasdaq zog ebenfalls noch einmal kräftig an, und könnte nun die wichtige Marke von 2.500 Punkten in der neuen Handelswoche hinter sich lassen. Das sieht alles weiterhin sehr gut aus! Lassen Sie Ihre Gewinne weiter laufen..

Im Dax haben wir nun ein theoretisches Potenzial von weiteren 600 Punkten vor uns. Das blau markierte Rechteck zeigt die 6-monatige Seitwärtsspanne,  die jetzt nach oben verlassen wurde. Projizieren wir diese Trading-Range nach oben, ergibt sich ein theoretisches Kursziel für den DAX von 7200 Zählern, welches bis Anfang nächsten Jahres erreicht werden könnte. Auch die Gefahr eines erneuten Abrutschens unter 6.000 Punkte dürfte damit vorerst gebannt sein. Auf der Unterseite sollte der DAX die 6200 Punkte nun nicht mehr signifikant unterschreiten.

Auch diese Woche könnte mit einer Vielzahl von Quartalsberichten aus Dax, MDax und SDax sowie einigen Konjunkturdaten aus Europa und den USA eine sehr erfreuliche für Aktionäre werden. Am Dienstag legt der Pharmakonzern Merck die Zahlen zum abgelaufenem Quartal vor. Hier wird eine fünfzig prozentige Steigerung des Gewinns erwartet. Am Mittwoch werden SAP, die Deutsche Börse sowie die Deutsche Bank über Ihr drittes Quartal berichten. Besonders interessant dürfte dabei für Anleger wohl das Zahlenwerk des Bankenriesen sein.

Diesen Donnerstag geben dann Bayer, BASF, Lufthansa und Daimler Einblick in Ihre Bücher. Insgesamt legt damit knapp ein Viertel aller Dax-Unternehmen in dieser Woche Zahlen vor. Interessant könnten aber auch die Zahlen ausländischer Branchenkollegen sein. Beispielsweise wird ebenfalls am Dienstag der weltgrößte Stahlhersteller Arcelor Mittal über seine Geschäfte berichten, was erfahrungsgemäß auch direkte Auswirkungen auf ThyssenKrupp, Salzgitter und Co, haben dürfte..

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TradingUpdate Porsche

Sowohl die drohende Klagewelle aus den USA und Deutschland, wegen der gescheiterten VW Übernahme, als auch die unüberschaubaren steuerlichen Ergebnisse einer Übernahme durch VW belasteten in der letzten Handelswoche den Porsche Aktienkurs. Des weiteren waren die Anleger über die geplante Kapitalerhöhung bei dem Sportwagenbauer nicht amüsiert. Vom Zwischenhoch bei 43,- Euro ist die Aktie nun inzwischen wieder deutlich auf 37,60 Euro zurückgefallen. Für Anleger die langfristig an die Porsche Story glauben, und Ihre Stoppkurse entsprechend weit platziert haben, war die abgelaufene Börsenwoche wohl einmal mehr extrem frustrierend.

Porsches Schicksal ist inzwischen unumstößlich mit dem Mutterkonzern VW verbunden. Irgendwann werden wohl die heutigen Porsche Aktien in VW Aktien umgetauscht werden, wenn es zu einer kompletten Übernahme der Zuffenhausener kommt. Zu welchem Umtauschverhältnis, und vor allem wann dies passieren kann, weiß wohl derzeit niemand so genau. Die Gerüchte über eine möglicherweise ins Jahr 2015 verschobene Fusion der beiden Konzerne hat in der letzten Woche noch einmal für weitere Verunsicherung gesorgt. Das ängstliche Verhalten bei den Porsche Aktionären ist momentan auf Grund der geballten Nachrichtenlage durchaus verständlich, dennoch waren die meisten Fakten schon länger bekannt, und der Kursverlauf dürfte deutlich übertrieben sein.

Zahlreiche Herabstufungen von Analysten sorgten dann ebenfalls für weiteren Abgabedruck bei der Porsche Aktie, wobei man hier ganz klar festhalten sollte, dass die Kursziele nahezu aller Analysten deutlich über dem aktuellen Kurs liegen! Durchschnittlich geht die Analystenzunft immer noch von Kurszielen zwischen 41,- und 44,- Euro in nächster Zeit aus.

Ende November sollen die Porsche-Aktionäre auf einer Hauptversammlung einer Kapitalerhöhung von bis zu 5 Milliarden Euro zustimmen. Mit dem Geld soll der Schuldenberg der Porsche Holding gesenkt werden. Dieser beläuft sich aktuell auf 6 Milliarden Euro. Der Mutterkonzern VW hat in den ersten neun Monaten satte 4 Milliarden Euro verdient, und stärkt zunehmend seine Kapitalsituation. Auch eine Komplettübernahme der Porsche AG sollte bei weiter steigendem Umsatz und Gewinn im Gesamtkonzern somit zumindest finanziell kein größeres Problem für VW darstellen. Operativ ist auch Porsche wieder gut im Geschäft. Die letzten Quartalsberichte haben deutlich gezeigt, dass der aktuelle Modellmix bei den Kunden sehr gut ankommt.

Mein Fazit ist somit zum jetzigen Zeitpunkt, dass die Porsche Aktie eine Halteposition ist. Fundamental betrachtet dürfte die Aktie deutlich zu billig sein. Auf Grund der Unsicherheiten drängt sich ein Kauf derzeit nicht auf. Wer langfristig in eine der interessantesten Storys im Automobilsektor investieren will sollte unbedingt dabei belieben. Charttechnisch könnte der Boden nun wieder erreicht sein. Um die Marke von 36,50 Euro befindet sich ein starke Unterstützung. Kann die Porsche Aktie allerdings in den kommenden Tagen wieder nach oben drehen und über 39,- Euro schließen, bleibt 44,- Euro das nächste Ziel.

TradingUpdate – Klöckner & Co. zahlt wieder Dividende

Heute wurde bekannt, dass der Stahlhändler Klöckner & Co. ab diesem Jahr wieder regelmäßig eine Dividende an seine Aktionäre ausschütten will. Nach zwei mageren Jahren für Dividendenjäger geht Vorstandschef Gisbert Rühl nun wieder davon aus, dass das für dieses Jahr erwarteten Ebitda bei über  200 Millionen Euro liegen werde, und somit eine Dividende in Höhe von etwa 0,25 Euro je Aktie realistisch ist. Die Höhe der Dividende orientiert sich weiterhin an der bisherigen Ausschüttungsquote von 30 Prozent des Nettoergebnisses.

Gisbert Rühl sagte weiter, dass er erwartet, dass Klöckner & Co. bereits im Geschäftsjahr 2011 wieder die gewohnte Ebitda-Marge von über sechs Prozent erwirtschaften wird. Im Jahr 2010 hatte die Nettomarge bei nur vier Prozent gelegen. Er verwies auch noch einmal darauf, dass das Unternehmen nur mit Hilfe von Akquisitionen wieder einen Absatz auf Vorkrisenniveau erreichen, kann, betonte aber dass sich die jüngst beschlossene Wachstumsstrategie sehr bald positiv in der Bilanz niederschlagen werde. Herr Rühl ist eher für seine konservativen Prognosen bekannt. So gesehen bekommen solche Aussagen ein völlig neues Gewicht.

Beim Stahlhändler herrscht wieder Optimismus, und das sollte es bei den Aktionären spätestens jetzt wohl auch. Charttechnisch hat sich die Klöko Aktie am Freitag wieder in Position für einen möglichen Ausbruch gebracht. Nach dem zähen hin und her der letzten Wochen kann dieser nun gelingen. Die Hürde bei 16,80 Euro scheint genommen zu sein. kann die Aktie nun auch noch über 17,50 ansteigen sollten kurzfristig Kurse von 19,50 bis 20,35 Euro erreichbar sein. Hier verläuft die obere Begrenzung des derzeit gültigen Aufwärtstrends. Ein Ausbruch über diese Marke kann den Aktienkurs von Klöckner & Co. dann später bis in den Bereich zwischen  23,- und 24,- Euro führen. Wir bleiben auf jeden Fall dabei!
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TradingUpdate Volkswagen Vz.

Unglaubliche Zahlen gab es gestern vom Volkswagen Konzern. Der Ausblick für die kommenden Quartale wurde zwar etwas gedämpft, was aber angesichts des Zahlenwerkes auch nicht weiter verwunderlich ist, da dieses Tempo nicht dauerhaft gehalten werden kann, und abgesehen davon wohl auch nicht gesund wäre. Der Aktienkurs der Vorzugsaktien spielte kurzzeitig Berg- und Talfahrt. Nach dem starken Ausbruch über die Marke von 92.50 Euro konnte die Aktie zunächst das von uns angepeilte Ziel bei 96,50 Euro in einem Zug nehmen. Nach der Veröffentlichung des Zahlenwerkes rauschte der Kurs dann um drei Euro nach unten um sich wenig später wieder unter sehr hohen Umsätzen zu fangen und schlussendlich bei 96.76 den Xetra Handel zu beenden. Das Tageshoch lag bei 98,38 Euro.

Der Volkswagen-Konzern konnte seinen Gewinn in den ersten neu Monaten des Geschäftsjahres auf satte 4,03 Milliarden Euro mehr als versechsfachen! Damit verfügt der größte Autobauer Europas nun über 19,6 Milliarden Euro flüssiger Mittel. Das ist fast doppelt so viel wie zum Jahreswechsel. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 92,5 Milliarden Euro. Von solchen Zahlen kann die Konkurrenz, insbesondere Toyota wohl nur träumen. Der Plan des VW Vorstandes, innerhalb der nächsten Jahre den Toyota Konzern als weltgrößtem Autobauer abzulösen, scheint angesichts solcher Zahlen durchaus realistisch zu sein.

Wie geht es nun weiter, werden Sie sich als VW Anleger fragen? Die Chancen für einen weiteren Anstieg der Aktie stehen nicht schlecht. Auch kurzfristig sollten die VW Vz. Aktien, bei weiter freundlichem Börsenumfeld, zulegen können. Der Test der runden Marke von 100,- Euro ist kurzfristig sehr wahrscheinlich. Hier dürfte dann natürlich zunächst einmal eine kleine Pause eingelegt werden. Rein charttechnisch betrachten liegen die nächsten Hürden nun bei 103,70 Euro sowie 107,70 Euro. Unterstützungen sollten bei 96,50 und 93,70 liegen. Kann die Aktie also demnächst die 100,- Euro Marke überwinden ist hier in den kommenden Monaten wohl noch deutlich mehr drin. Unser persönliches Kursziel bleibt zunächst bei 130,- Euro.

Lassen Sie Ihre Gewinne laufen

Aus dem Newsletter vom 22.10.10.. Zum sechsten Mal innerhalb von neun Tagen hat der deutsche Leitindex nun ein neues Zweijahreshoch markiert. Auch wenn es Intraday immer wider mal zu kleinere Korrekturen kommt, scheint damit meine Theorie aktueller denn je zu sein. Es werden keine Gefangenen gemacht, oder übersetzt, dass es denjenigen, die den Sprung auf den fahrenden Zug erst einmal verpasst haben, und auf einen nochmaligen günstigeren Einstieg nach einer Korrektur warten, eventuell enttäuscht werden. Genau diese Marktakteure werden es dann wohl sein, die die aktuelle Hausse zusätzlich weiter anfeuern werden. Es ist anzunehmen, dass zunehmend institutionelle Investoren nun unter Anlagezwang kommen, um nicht schlechter abzuschneiden als der Index. Denn das macht sich bei Anlegern meistens nicht so gut..

Die starken Quartalszahlen aus den USA und Europa, sowie verbesserte Konjunkturbarometer wie beispielsweise heute wieder der Ifo-Geschäftsklimaindex, sorgen weiterhin für kräftigen Aufwind an den Börsen. Schlechten Nachrichten werden nicht zuletzt wegen der kürzlich erfolgten Liquiditätszusagen der Fed weiterhin ignoriert. Die positive Stimmung der deutschen Wirtschaft, die auch der gestern veröffentlichte Einkaufsmanagerindex signalisiert, lässt auf ein starkes Schlussquartal hoffen. Das wichtigste Signal war dabei wohl auch der Wille der Unternehmen neue Arbeitsplätze zu schaffen, somit sollte das Vertrauen bei den Verbrauchern bald ebenfalls wieder zurückkehren. Letztlich dürfte dieser Faktor insbesondere der amerikanischen Wirtschaft bald wieder etwas mehr auf die Sprünge helfen, auch wenn die Situation jenseits des Atlantik wohl noch eine ganze Weile angespannt belieben wird.

Die US Indizes hinken der guten Börsenstimmung noch etwas hinterher, und das ist nicht ganz ungefährlich, da man als Anleger ja weiß wo die Musik gespielt wird. Auch gestern konnte der S&P500 Future nicht mit dem DAX mithalten und schloss fast unverändert. Die wichtige 1.180 bzw. 1.182er Marke wurde bislang nicht nachhaltig geknackt. Der Dow Jones hingegen konnte insgesamt weiter zulegen. Der heutige Handelsstart im DAX fiel erneut sehr verhalten aus, bevor sich der deutsche Leitindex dann zu neuen Höhen aufschwang. Der DAX bewegte sich gestern exakt zwischen den Widerstandsniveaus 6502 und 6630 und schloss nahe dem Tageshoch, eine ähnliche Bewegung haben wir heute gesehen. Insgesamt zeigt der Index deutliche Stärke, was als gute Ausgangslage für einen weiteren Lauf Richtung 7000 Punkten gesehen werden kann.

Die Korrektur im Bundfuture dürfte dann anhalten. Wie gestern bereits geschrieben sollte der Test der 129,- Unterstützung demnächst erfolgen. Ob der Bundfuture hier wieder dynamisch nach oben drehen wird, oder unter die charttechnische Unterstützung fällt dürfte auch ganz wesentlich für die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten sein. Auch der gestrige Handelstag konnte beim Währungspaar  EUR/USD noch keine eindeutige Klärung darüber gegeben, wohin die Reise letztlich gehen soll. Der EURO stieg im Tagesverlauf zwar kurzzeitig auf ein neues Hoch, fiel dann aber wieder in sich zusammen und schloss im Minus. Hier ist also weiterhin alles offen, ich würde mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, und wenn überhaupt nur geringe Positionen auf den Kursverlauf dieses Währungspaares setzen, bis die Signale etwas deutlicher werden. Der Goldpreis stagniert ebenfalls weiter, und sollte auch im Zusammenhang mit der Währungsentwicklung EUR/USD im Auge behalten werden.

Alles in allem bleiben die Vorzeichen somit weiter positiv. Lassen Sie Ihre Gewinn laufen und ziehen Sie ggf. Ihre Stopp-Kurse nach. Entscheidend ist dabei nicht nur wo man die Stopps setzt, sondern oftmals auch wann man das tut. Die Volkswagen Aktie ist heute mal wieder ein hervorragendes Beispiel dafür.

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YRC Worldwide, YRCWD – jetzt gehts in die heiße Phase!

Bei YRC Worldwide geht die Neuordnung des Konzerns weiter voran. Die Aktien der nordamerikanischen Speditionsfirma mit dem neuen Kürzel YRCWD, notierten gestern 15 Cent oder 3,64 %, höher bei 4,27 Dollar nachdem das Unternehmen gestern Morgen angekündigt hatte eine weitere Etappe des Sanierungsplans umgesetzt zu haben. Demnach konnten kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 325 Millionen Dollar, die bereits zum 26. Oktober fällig geworden wären, erfolgreich umgeschuldet werden. Die sogenannten Asset-Backed Securities werden nun erst zum 19. Oktober nächsten Jahres fällig. ABS Anlagen haben typischerweise eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Diese Maßnahme ist somit eine weiterer Meilenstein für das Unternehmen und bringt wiederum Zeit den Konzern wieder auf den richtigen Weg zu bringen.

Es dürfte nun langsam in die „heiße Phase“ für die YRCW Aktionäre gehen. Die Abstimmung mit der Trucker.Gewerkschaft Teamster ist bereits am 28.Oktober anberaumt. An diesem Tag dürfte sich wohl die weitere Zukunft des Unternehmens maßgeblich entscheiden. Fällt das Voting im Sinne des Unternehmens aus, könnten hier kurzfristig wohl ordentliche Gewinne in der Aktie möglich sein. Sollte sich die YRCW Führung aber nicht auf die für das Unternehmen nötigen Lohn- und Pensionskürzungen einigen können, bleibt die Lage weiter deutlich angespannt. Für YRC Worldwide geht es um jährliche Einsparungen in Höhe von ca 350 Millionen Dollar, oder 7,30 Dollar je Aktie.

Am 05.November will das Unternehmen dann die endgültigen Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal bekannt geben. Bereits am 19.Oktober wurden die Vorabzahlen veröffentlicht. Demnach lag das Ebitda bei 42 bis 46 Millionen Dollar, was nochmal einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem vorangegangenen Quartal entspricht. Der Umsatz hingegen blieb leicht hinter den Erwartungen zurück und lag mit 1,13 bis 1,14 Milliarden Dollar etwas unter dem Vorjahresniveau von 1,2 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis bleibt vorerst negativ mit minus 18 bis 22 Millionen Dollar. Wesentlich interessanter dürfte aber wohl der Ausblick des Unternehmens auf das vierte Quartal und das kommende Geschäftsjahr sein. YRCWD bleibt eine der spannendsten Rebound Storys der letzten Jahre, wir bleiben auf jeden Fall dabei.

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