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Wann notiert die Washington Mutual Aktie bei null?

Ich melde mich noch einmal zur WaMu Aktie zu Wort, da ich am Wochenende viele Anfragen diesbezüglich bekommen habe. Es gibt immer noch einige Marktteilnehmer die hier an einen positiven Ausgang glauben, und einige die trotz eines herben Verlustes ihre Stücke weiter halten wollen. Grundsätzlich spricht vielleicht nichts dagegen, wenn man die Positionsgröße so gewählt hat, dass ein Totalverlust zu verschmerzen ist. Wenn man also ursprünglich hier mit sagen wir mal 500,- Euro investiert war und die Position nun nur noch 200,- Euro wert ist, kann man diese vielleicht als eine Art Lotto-Dauerschein betrachten, und hoffen, dass letztendlich dann doch noch etwas positives für die Aktionäre dabei herauskommt.

Wenn man allerdings ernsthaft in diese Story investiert hatte, die nun nicht aufgegangen ist sollte man wohl eher den konsequenten Weg gehen und die Verluste realisieren. Auch ich war hier investiert, habe mich aber in der letzten Woche für einen Verkauf zu sieben US- Cent entschieden. Damit wurde ein Verlust von ca 50% realisiert, was ich persönlich in Anbetracht der Nachrichtenlage als durchaus gutes Ergebnis bezeichnen würde…Ich gehe bei WaMu nun davon aus, dass der Kurs eines schönen Tages wohl vom Handel ausgesetzt werden dürfte, und die Aktie danach auch nie wieder handelbar sein wird. Die Restbestände werden wohl als Depotleiche noch mehrere Jahre in einigen Depots schlummern, und irgendwann wird keiner mehr so genau wissen worin die Phantasie bei diesem Wert damals bestanden hat.

Vielleicht wird die Aktie also zu Lebzeiten niemals bei Null notieren, das hilft aber an diese Stelle eher wenig. Kurzfristig kann sich ein Zock mit Washington Mutual Aktien sogar noch einmal lohnen, das Risko das die Aktie vom Kurszettel verschwinden wird ist aber unkalkulierbar hoch. Für mich bleibt das Fazit…es war schön dabei gewesen zu sein, und ich drücke allen noch investierten die Daumen für die Zukunft! In den nächsten Wochen wird aller Voraussicht nach dem vorliegenden Sanierungsplan durch JP Morgan zustimmen. Und der bedeutet dann wohl das finale „Aus“ für die WaMu-Aktionäre.

Rallymodus – Es werden keine Gefangenen gemacht…

Es werden keine Gefangenen gemacht…das schrieb ich vor ein paar Tagen im Investors Inside Newsletter, und spätestens seit gestern dürfte klar sein, dass ich damit recht hatte. gemeint ist der nun wahrscheinlich kontinuierliche Anstieg der Börsen bis zum Jahresende, oder weit darüber hinaus. Ebenfalls damit gemeint war, dass es für die zaghaften Investoren, die den bisherigen Anstieg verpasst haben nun schwierig werden dürfte wieder in den Markt einzusteigen. Die Börsen steigen weiter, auch der Dow Jones ist nun wohl endgültig ausgebrochen, beim S&P 500 fehlen nur noch wenige Punkte bis zum Startschuss einer eventuell mehrmonatigen Rally. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Asien – der Nikkei 225 schloss 2,86 Prozent höher bei 9.625,99 Punkten. Auf Wochensicht gewann der Tokioter Leitindex 4,6 Prozent und verzeichnete damit seinen größten Wochengewinn seit einem Jahr.

Sollten also die US Arbeitsmarktdaten, die heute gegen 13:30 Uhr veröffentlicht werden keine allzu großen negativen Überraschungen bringen stehen die Chancen auch in der kommenden Woche nicht schlecht für eine weitere Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten. Der S&P 500 steht nun als letzter der großen Indizes unmittelbar vor einer sehr entscheidenden Marke. Mit dem Schlussstand von 1.217 Punkten sind es nur noch lächerliche 4 Punkte bis die vorerst letzte Barriere bei 1.221 Punkten erreicht wird. Ich erwarte nicht, dass die Bären hier bereits heute kampflos aufgeben werden, aber in den kommenden Tagen könnte der Aufwärtsdruck groß genug werden um auch diese Marke dann zu überwinden.

Die beiden entschiedensten Ereignisse der nächsten Wochen sind nun vorüber, die US Kongresswahlen und die Fed Sitzung. Politische Börsen haben kurze Beine, die Katze ist sozusagen aus dem Sack und damit kann man wieder zum Tagesgeschäft übergehen. Das Wahlergebnis in den USA hat durchaus auch seine guten Seiten, viel interessanter ist dabei aber , dass nun ab der Mitte des aktuellen Präsidentschaftszyklus statistisch ebenfalls mit weiter steigenden Kursen an den Börsen zu rechnen ist. Hinzu kommen noch kurzfristig saisonale Muster die ebenfalls deutlich positiv sind. Schauen Sie sich dazu bitte auch den Chart der saisonalen Muster der letzten 36 Jahre im Dax an, den ich Ihnen hier eingestellt habe. Man kann klar erkennen, dass alleine schon aus diesem Grund die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Rally an den Aktienmärkten in den nächsten Wochen sehr hoch ist.

Sowohl die saisonalen Muster, als auch fundamentale Daten und nicht zuletzt die Ergebnisse der US Kongresswahlen und die neuerliche Entscheidung der FED  den Markt mit weiteren 600 Milliarden Dollar zu fluten lassen eigentlich nur einen vernünftigen Schluss zu. Die Börsen werden weiter steigen, auch wenn es hier und da immer mal wieder zu leichteren Korrekturen kommen dürfte wird die große Korrektur, auf die seit Wochen alle die nicht investiert sind so sehnsüchtig warten um noch einmal einsteigen zu können, wohl nicht mehr kommen. Dies wird auch diese Akteure letztendlich zwingen wieder in den Markt einzusteigen – wenn auch nun zu deutlich höheren Kursen. Fallen dann noch die Anleihenmärkte weiter und signalisieren damit große Umschichtungen in Aktien ist der Trend perfekt…An der Börse werden eben keinen Gefangenen gemacht, oder „wer zu spät kommt den bestraft das Leben“

Unsere Leser dürften in den letzten Wochen prächtig verdient haben. Wenn auch Sie unseren kostenlosen Newsletter in Zukunft erhalten wollen melden Sie sich hier an!

Gute Zahlen von HeidelCement und Adidas

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement kann heute einen Gewinnsprung auf 322 Millionen Euro vermelden.  Damit dürfte wohl auch klar sein in welche Richtung der charttechnische Ausbruch nun kommen wird. Analysten waren im Schnitt von knapp 250 Millionen Euro nach 149 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum ausgegangen. Der operative Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 777 Millionen Euro knapp über dem Wert des Vorjahres von 770 Millionen Euro. Beim Umsatz kletterte der Wert im abgelaufenem Quartalum 12,6 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätige der Baustoffkonzern, sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage. Demnach peilt HeidelbergCement nach den schweren Umsatz- und Ergebniseinbrüchen im Krisenjahr 2009 wieder Zuwächse an. Auch an seinem Sparprogramm will der Konzern festhalten

Sportartikelhersteller Adidas konnte auch im dritten Quartal glänzend verdienen, und hob die Prognose für das Gesamtjahr weiter an. Der Überschuss werde 2010 auf 560 bis 565 Millionen Euro steigen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mit. Zuvor hatte Adidas einen Anstieg auf 520 bis 550 Millionen Euro prognostiziert. Dies ist bereits die dritte Anhebung in diesem Jahr. Konzernweit legten die Erlöse im dritten Quartal um 20 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf 266 Millionen Euro.

HeidelbergCement – rauf oder endgültig runter?

Die HeidelbergerCement AG wird morgen die Zahlen zum abgelaufenem Quartal bekannt geben. Auch wir warten schon gespannt darauf wie sich der  Baustoffhersteller, der immer noch das Dax Schlusslicht bezüglich der diesjährigen Performance ist, in den letzten drei Monaten geschlagen hat. Experten erwarten ein Umsatzplus von 8,6 Prozent auf 3,28 Milliarden Euro. In Amerika soll der Umsatz um 11 Prozent gestiegen sein, für den Bereich Asien/Pazifik wird ein Plus von 21 Prozent erwartet. Noch positiver sind die Erwartungen bei der Gewinnentwicklung des Unternehmens. Es wird ein Ergebnis je von 1,48 Euro erwartet, eine Steigerung um 86 Prozent.

Dennoch gab es zuletzt auch sehr kritische Analysen zu dem Wert. Die Analysten der Societe Generale wiesen kürzlich darauf hin, dass der Aktienkurs von HeidelbergCement im bisherigen Jahresverlauf 22% eingebüßt hat, und gehen davon aus, dass die Kursschwäche auch weiter anhalten dürfte. Bei der Societe Generale geht man weiter von einer Gewinnwarnung im zweiten Halbjahr aus, und setzte das Kursziel mit 30,60 Euro fest. Die Analysten raten somit weiterhin zum Verkauf der Aktie.

Wir halten die Aktie des Heidelberger Baustoffherstellers weiterhin für ein mittelfristig sehr interessantes Investment. Dennoch sollten vorsichtige Naturen vielleicht erst einmal abwarten wie das Zahlenwerk morgen ausfallen wird.  Heute probte die Aktie bereits den Ausbruch und scheiterte mustergültig an der Marke von 38,- Euro. Seit Tagen werden immer wieder mal größere Stückzahlen der Aktie in den Markt gegeben. Der Boden befindet sich derzeit bei 36,20 Euro, die wir erst gestern gesehen haben. Innerhalb von 24 Stunden wurde also der Boden und das Top getestet. Dies deutet darauf hin, dass hier charttechnisch bald eine Entscheidung anstehen wird…

Porsche und VW legen in den USA weiter kräftig zu

Der Automobilhersteller Porsche hat seinen Absatz in den USA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut deutlich gesteigert. Vor allem die starken Verkäufe der Modellreihe Cayenne, der seit Juli 2010 in den USA erhältlich ist, waren für den neuen Absatzrekord verantwortlich. Mit insgesamt 1.139 ausgelieferten Exemplaren legten die Käufe im Vergleich zum Oktober 2009 um 141 Prozent zu. Insgesamt , über alle Baureihen steigerte der Stuttgarter Autobauer mit 2.647 Fahrzeugen die US-Auslieferungen um 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch der viersitzige Panamera konnte mit einem Zuwachs von 108 Prozent auf 747 Wagen weiterhin überdurchschnittlich zulegen.

Porsche war aber gestern Abend nicht der einzige deutsche Automobilproduzent der glänzen konnte. Auch der neue Mutterkonzern Volkswagen, der zu 49,9 Prozent an Porsche beteiligt ist , konnte erneut gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,9 Prozent auf 20.084 Fahrzeuge zulegen. Nach Angaben des Konzerns verkauften sich neben dem Jetta vor allem der kompakte Golf, der kleine Geländewagen Tiguan und der zusammen mit Chrysler gebaute Minivan Routan deutlich besser. Dagegen fielen der große Geländewagen Touareg und der in die Jahre gekommene New Beetle merklich in der Gunst der Kundschaft.

Unsere Einstellung, bzw. Kursziele für die beiden Aktien sind unseren Lesern ja bereits hinlänglich bekannt. Insbesondere für Porsche Aktionäre dürften die nächsten Monate sehr spannend werden. Wenn auch Sie regelmäßig über unsere Investmentideen informiert werden möchten können Sie sich jetzt hier für unseren kostenfreien Börsen Newsletter eintragen!

US Indizes – Gelingt der Ausbruch?

Die nächsten beiden Tage werden wohl entscheiden, ob wir noch eine Jahresendrally sehen werden, oder ob die starken Kursgewinne der letzten Wochen vorerst noch einmal abverkauft werden. Heute könnten die US Kongresswahlen durchaus noch einmal für kurzfristige Turbulenzen an den Aktienmärkten sorgen. Wie immer gehen auch hier die Meinungen stark auseinander. Verlieren die Demokraten die Mehrheit, so befürchtet die eine Hälfte, dass die aktuelle Regierung die Zeit bis zum Ende der Legislaturperiode als zahnloser Tiger fristen wird, und die US Wirtschaft somit weiterhin zum Stillstand verdammt sein dürfte. Die andere Hälfte verweist darauf, dass sich in der Vergangenheit die Zeiten einer großen Koalition immer sehr positiv auf die US Wirtschaft ausgewirkt haben. Grundsätzlich werden, aber vom Markt hier keine großen Überraschungen erwartet. Eine Niederlage der Demokraten gilt als nahezu sicher und dürfte schon entsprechend eingepreist sein.

Am Mittwochabend wird es ebenfalls noch einmal spannend. Dann wird die FED verkünden, welche Richtung sie bei der zukünftige Geldpolitik des Landes einschlagen wird. Am Markt wird erwartet, dass die Fed ihre Politik des billigen Geldes weiter fortsetzt, und ankündigt weitere Staatsanleihen aufzukaufen. Auch das dürfte in den Kursen bereits eingepreist sein. Die Frage ist also ob es überhaupt in den nächsten beiden Handelstagen zu negativen Überraschungen kommen kann, oder ob man sich viel mehr auf die Fundamentaldaten und die Charttechnik verlassen sollte.

Aus fundamentaler Sicht scheint, gerade in Deutschland, alles wieder in Butter zu sein. Erst heute wieder wurde dieses Bild, nach den durchweg starken Zahlen aller Dax Unternehmen bestätigt. Der Deutsche Einkaufsmanager Index legte ebenfalls weiter zu. Schade nur, dass die USA immer noch den Ton angeben, wenn es um die Richtung der Börsen geht. Aus diesem Grund ist die Charttechnik bei DAX momentan etwas weniger interessant als die der US Indizes. Die beiden Leitindizes, Dow Jones und S&P 500 befinden sich immer noch in unmittelbarer Nähe wichtiger charttechnsicher Marken, die bisher nicht genommen werden konnten. So gelang es dem Dow Jones gestern kurzzeitig einmal über die Hürde bei 11.200 Punkten zu lugen bevor die US Börsen dann wieder nachgegeben haben. Auch der S&P 500 kam mit dem Tageshoch bei 1.196 Punkten der Zielmarke von 1.200 Punkten schon verdächtig nahe. Der Nasdaq notiert noch immer über der Marke von 2.500 Punkten…

Der S&P 500 markierte gestern dann im Tagesverlauf den Tiefpunkt bei 1.177 Punkten, der aktuelle Aufwärtstrend, bzw. die Unterstützung verläuft bei 1.173 Punkten. Fällt diese, ist ein weiteres Abrutschen bis in den Bereich um die 1.129 Punkte im Extremfall möglich. Gelingt es aber über 1.200 Punkte anzusteigen ist die Marke von 1.220 Punkten das nächste Ziel. Hier liegt ein sehr wichtiges Ziel der Bullen…kann der S&P 500 diese Hürde in den kommenden Wochen überwinden, besteht zumindest ein theoretisches Potenzial bis zu 1.640 Punkten im S&P 500. Doch darüber werde ich berichten wenn es soweit ist… Es dürfte sinnvoll sein bis zum Freitag (hier kommen wieder die neuen US Arbeitsmarktdaten!) insbesondere auf die genannten Marken zu achten!

Game Over bei Washington Mutual

Die US Sparkassenlotterie ist offenbar zu Ende, zumindest die Spekulation auf einen ordentlichen Gewinn nach Bekanntgabe der Ergebnisse des unabhängigen Prüfers. Heute Nacht verkündete Joshua Hochberg die Ergebnisse seiner Arbeit. Zwar seien die Abläufe die zu der Zerschlagung geführt haben nicht optimal gewesen, dennoch gäbe es keinerlei Hinweise auf unzulässige Absprachen oder andere Unregelmäßigkeiten lautet sein Fazit. Hier einige Auszüge aus dem Statement:

The examiner further finds that the proposed Settlement will most likely result in no recovery for any classes of Shareholders under the Plan. The Examiner also concludes that further litigation concerning any disputed asset is highly unlikely materially to benefit classes that are ‚out of the money‘

Die Nachricht war wohl ein Schock für viele Anleger die so lange durchgehalten haben, und immer noch auf einen positiven Ausgang der WaMu-Story gewettet hatten. Dementsprechend setzten heute Morgen panikartige Verkäufe bei der Aktie ein. Mit einem Minus von über 65% ging die Aktie in den heutigen Handel. Für die meisten Anleger. einschließlich meiner Person, war der Bericht eine herbe Enttäuschung, für andere geht der Zock jetzt erst richtig los.

In der ersten halben Stunde wurden alleine an den deutschen Börsen bereits über 15 Millionen WaMu Aktien gehandelt. Einkaufkurse von 4 Cent lockten heute kurzfristig orientierte Zocker aufs Parkett, und wahrscheinlich werden die sogar Geld mit der Aktie verdienen. Diejenigen die auf eine fette „Abfindung“ gehofft haben sollten sich wohl eingestehen, dass die Rechnung nicht aufgegangen ist. Auch die Hoffnung, dass man sich nun mit diesen Forderungen an die FDIC statt an JP Morgan wenden könnte sind wohl eher Wunschdenken. In der Meldung hieß es hierzu:

The Examiner concludes that substantial legal impediments make it highly unliket that any claims against the FDIC would succeed. In addition the Examiner’s Investogation did not uncover facts sufficient to support a prima facie case for any claim against the FDIC, even if the legal impediments could be overcome. Significnatly, the Examiner finds that the bidding process for WMB was reasonably fair. The Examiner also finds that JPMC was the only bidder willing to anything for WMB’s assets without substantial government guarantees.

Die Aktionäre werden wohl, wie so oft,  leer ausgehen in diesem Spiel um das große Geld. Der nun vorgelegte Bericht, hat die Chancen der Aktionäre zumindest deutlich verschlechtert. Wir werden heute wohl versuchen noch etwas von unserem eingesetzten Spielgeld zu einem günstigen Zeitpunkt zurück zu bekommen, und schließen damit das Thema Washington Mutual ab. Die WaMu Aktie ist seit heute Nacht wirklich nur noch eine reine Zocker Aktie ohne wirkliche Substanz. Game Over!

YRC Worldwide, „YES“- Restrukturierung steht, Aktie legt deutlich zu

In der dritten Abstimmungsrunde gaben die Mitarbeiter der Union YRC Worldwide Inc. am Wochenende Ihre Zustimmung zur Umstrukturierung, des durch die Finanzkrise ins Trudeln geratenen Transportkonzerns YRC Worldwide. Die Gewerkschaft „International Brotherhood of Teamsters“ berichtete am Samstag, dass 62 Prozent der Stimmen ihrer Mitgliedern mit „Yes“ für einen entsprechenden Restrukturierungsplan des Unternehmens abgegeben wurden. Die künftigen Einsparungen umfassen dabei in erster Linie Reduktionen beim Gehalt und den Rentenbezügen der Angestellten bis zum Jahr 2015. Die Gewerkschaft, die rund 25.000 Beschäftigten repräsentiert, berichtete weiter, dass rund 67 Prozent der Arbeitnehmer ihre Stimme abgegeben haben.

Durch die neue Vereinbarung wird das Unternehmen geschätzte 350.000.000 $ pro Jahr, oder 7,30,- $ je Aktie einsparen können. „Wir wissen, dass unsere Mitarbeiter im Zuge dieses Umstrukturierungsplans große Opfer bringen. Die letzte Zeit war sehr schwierig für unsere Mitglieder und deren Familien, wir alle haben in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten mitgemacht“,  sagte Tyson Johnson, Direktor der Teamsters National Freight ,in einer Pressemitteilung. „Allerdings sind wir davon überzeugt dieser Plan die einzige Hoffnung für die Rettung der Jobs unserer Mitglieder darstellt.“

Diese neuen Regelungen beim Arbeitsvertrag dürften nun mittelfristig zu einer verbesserten, marktorientierten, und  wettbewerbsfähigen Kostenstruktur sowie eine verbesserte Effizienz, bei YRCW führen, um den Anforderungen des heutigen Verkehrs-und Supply-Chain-Kunden zu erfüllen“, YRC COO Mike Smid sagte auf der Unternehmenswebsite Website. „Angesichts der Fortschritte, die wir in den letzten beiden Quartalen vorgenommen haben, bietet dieser neue Tarifvertrag eine tragfähige Grundlage für langfristiges Wachstum.“

Das Abstimmungsergebnis ist für das Unternehmen extrem positiv zu sehen, dementsprechend steigt der Kurs heute bereits in Deutschland um über 30 Prozent. Die Mitarbeiter, die bislang deutlich übertariflich bezahlt wurden sind nun, nach der Reduktion ihrer Gehälter um ca. 15 Prozent auf landesüblichem Niveau angelangt. Die übertarifliche Bezahlung aus den fetten Jahren des Konzerns wurde für 3 Jahre auf Eis gelegt, was dem Unternehmen genügend Zeit geben sollte wieder an die alten Erfolge anknüpfen zu können, und sich entsprechende Marktanteile für die Zukunft zu sichern. Damals stand der Aktienkurs noch bei über 1.000,- Dollar, ob diese jemals wieder erreicht werden ist fraglich, es besteht nun aber wohl eine durchaus berechtigte Chance auf ordentlich zweistellige Kurse… Man darf gespannt sein wie die Amerikaner heute Nachmittag diese guten Neuigkeiten interpretieren werden.

Der Washington Mutual Zock geht in die entscheidende Phase

Am Montag ist es nun endlich soweit, Der unabhängige Prüfer Joshua Hochberg will die Ergebnisse seiner wochenlangen Prüfungin Sachen Washington Mutual vorlegen. Demnach könnte sich bereits am Montag entscheiden, ob Hochberg gewisse Unregelmäßigkeiten bei der Übernahme der ehemals größten Sparkasse der USA durch JP Morgan finden konnte, oder eben nicht. Natürlich wird das Ergebnis seiner Arbeit dann auch unmittelbar nach der Veröffentlichung im Aktienkurs zu finden sein. Sprich Totalverlust oder ordentlicher Kursaufschlag!

Sollte aus dem Bericht klar hervorgehen, dass bei der damaligen, und vielleicht deutlich überhasteten, Zerschlagung des Konzerns Fehler gemacht wurden, und der Kaufpreis den JP Morgan gezahlt hat deutlich zu niedrig für den damaligen Firmenwert gewesen ist, stehen die Chancen nicht schlecht, für eine entsprechende Abfindung der Aktionäre. Vorerst dürfte damit der Sanierungsplan den JPM vorgelegt hat wohl bis zur endgültigen Klärung des Sachverhaltes dann nicht umgesetzt werden. Die Aktionärsvertreter könnten die Klage auf entsprechende Ausgleichszahlungen in Milliardenhöhe somit weiter verfolgen.

Wie auch immer dieses Spiel nun ausgeht, Montag dürfte wohl einer der spannendsten Tage in der WaMu-Story sein. Wenn man dabei sein möchte sollte man hier, wie schon mehrfach erwähnt, nur Spielgeld investieren, dessen Totalverlust man auch verkraften kann, oder Sie gehen lieber ins Spielcasino 😉

Kursziele für Porsche und Volkswagen werden erhöht..

Heute hat sich auch die  australische Investmentbank Macquarie zu den beiden Aktien von VW und Porsche zu Wort gemeldet, und somit die VW-Vorzüge nach Zahlen von „Neutral“ auf „Outperform“ hochgestuft. Das Kursziel wurde von 80,00 auf 125,00 Euro angehoben, ebenso überarbeiteten die australischen Analysten Ihr aktuelles Rating für die Porsche Aktie noch einmal deutlich.  Macqaurie setzt die Aktien des Sportwagenbauers nun von „Underperform“ auf „Outperform“  und erhöhten das Kursziel von 35,00 auf 50,00 Euro, wohlgemerkt nach diversen Risikoabschlägen. Ohne die momentanen Unsicherheiten bei Porsche würde das Kursziel gar bei 67,- Euro gesehen, hieß es in der Meldung. Der Kurssprung der VW-Papiere spiegle sich noch nicht im Kurs des Sportwagenherstellers wider.

Der gute Lauf der Volkswagen Aktie dürfte noch weiter gehen, und somit wird sich auch der Unternehmenswert von Porsche entsprechend steigern. Analysten billigen der VW Aktie momentan durch die Bank Kursziele zwischen 115,- und 155,- Euro zu. Im Mittel dürften also Werte um die 130,- Euro, wie von uns prognostiziert, bald erreicht werden. Mittelfristig ist hier wohl noch deutlich mehr drin. Für Anleger mit starken Nerven und einem gewissen Vertrauen in die VW-Porsche-Story könnte sich also somit ein langfristiger Einstieg in beide Aktien deutlich auszahlen. Wir hatten die Porsche Aktie zuletzt auf „Halten“ gesetzt, ein Verkauf kommt unter den gegebenen Umständen vorerst nicht in Frage. Wir werden die momentane Übertreibung des Marktes nach unten aussitzen und ggf. noch weiter bei Porsche aufstocken, gehen aber grundsätzlich auch davon aus, dass der übertriebene Abverkauf nun sein Ende gefunden haben dürfte.

In der heute von Macqaurie veröffentlichten Studie zu den beiden Autobauern hieß es wörtlich „Der Porsche-Kurs enthalte derzeit einen sehr hohen Abschlag aufgrund von Risiken eines Rechtsstreits. Mit Blick auf das auf 125 Euro erhöhte VW-Kursziel ergebe sich eigentlich unter Berücksichtigung des Gesamtwertes von Porsche ein Wert je Titel von 67 Euro. Wenn er dann noch einen angemessenen Abschlag in Höhe von insgesamt fünf Milliarden Euro für einen möglichen Rechtsstreit im ersten Halbjahr 2011 sowie den Holdingcharakter abziehe, lande er bei seinem neuen Porsche-Ziel von 50 Euro.“ Dieser Meinung zur Porsche Aktie schließe ich mich uneingeschränkt an, der aktuelle Abschlag ist bei weitem nicht gerechtfertigt! Dem ist nicht hinzuzufügen..

Japan schwächelt trotz guter Zahlen von Hitachi, Sony, Honda und Panasonic

Die Asiaten drücken weiterhin auf die Stimmung. Währen sich die europäischen Indizes zuletzt eigentlich sehr erfreulich entwickelt haben, und auch in den USA alle drei Indizes kurz vor der charttechnischen Entscheidung befinden, ob es nun weiter nach oben gehen kann, schwächeln die asiatischen Börsen weiterhin. Insbesondere der japanische Nikkei macht etwas Sorgen. Auch heute tendieren die Börsen in Japan wieder sehr schwach, der Nikkei notiert aktuell nur noch bei 9.200 Punkten und damit deutlich unter dem Septemberhoch bei ca. 9.750 Punkten. Der schwächere Einzelhandelsumsatz, der gestern vermeldet wurde, und die rückläufigen Haushaltsausgaben, scheinen auch im Land der aufgehenden Sonne immer mehr auf die Stimmung zu drücken. Die Handelsbilanz hingegen fiel am Montag etwas besser aus als dies erwartet worden war, die Industrieproduktion ist weiter rückläufig. Die Erwerbslosigkeitsrate in Japan notiert stabil bei 5 Prozent.

Dabei läuft es in den japanischen Unternehmen wieder deutlich besser als noch vor einem Jahr. Die drei großen Elektronikkonzerne, Hitachi, Sony und Panasonic konnten heute durch die Bank gute Zahlen verkünden. Sony sieht wieder optimistisch in die Zukunft und will den operativen Gewinn in diesem Geschäftsjahr auf 200 Milliarden Yen, oder 1,8 Milliarden Euro steigern, auch wenn auf Grund des weiterhin starken Yen die Prognose für das Umsatzwachstum von 5 auf 3 Prozent zurückgenommen wurde. Im gleichen Vorjahreszeitraum musste das Unternehmen noch einen Verlust in Höhe von 32,6 Milliarden Yen ausweisen.

Der japanische Elektrokonzern Hitachi hob heute seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr ebenfalls an. Auch Hitachi konnte eine ordentliche Schippe drauf legen und schlug die Erwartungen der Analysten deutlich. Der Gewinn im Geschäftsjahr, dass im März 2011 endet dürfte nun bei 410 Milliarden Yen, oder 3,7 Milliarden Euro liegen, ursprünglich war der Konzern von 340 Milliarden Yen ausgegangen. Haushalts- und Unterhaltungsgeräte-Hersteller Panasonic hat einen Gewinnsprung von satten 70 Prozent gemeldet. Im letzten Quartal hat das Unternehmen 85,2 Milliarden Yen, oder rund 756 Millionen Euro verdient, Hier lagen die Analystenschätzungen allerdings über den gemeldeten Zahlen.

Der japanische Autobauer Honda konnte seinen Betriebsgewinn im letzten Quartal auf 163,5 Milliarden Yen mehr als verdoppelt Damit lag das Ergebnis leicht unter den Erwartungen von Analysten. Der Netto-Gewinn im zweiten Quartal lag bei 135,9 Milliarden Yen nach 54,0 Milliarden Yen im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen nun von einen operativen Gewinn von 500 Milliarden Yen aus.

Q-Cells – Boden gefunden?

Nach dem Kursverlauf der Q-Cells Aktie in den letzten Wochen muss man sich zwangsläufig fragen, ob es überhaupt noch Hoffnung für die Aktionäre gibt, in absehbarer Zeit wieder höhere Kurse zu sehen. Nach der kürzlich durchgeführten Kapitalerhöhung konnte die Aktie kurzzeitig etwas zulegen, seitdem geht es aber weiter abwärts. Auch die Analystenkommentare werden zunehmend negativ, von dieser Seite ist also wenig Schützenhilfe zu erwarten. Der Kurs dümpelt inzwischen um die Marke von 3,- Euro herum. Gestern wurde auch dies Marke bereits unterschritten und generierte ein erneutes Verkaufssignal in Richtung 2,75 und später 2,44 Euro. Dieses wurde aber zunächst nicht bestätigt, der Kurs zog wieder auf 3,10 Euro an, was wir aber zunächst nur als technisch bedingte Gegenreaktion interpretieren würden.

Momentan dürfte der Aktie wohl in erster Linie die etwas besser werdenden Performance bei den Mitbewerbern wie Solarworld helfen, als die fundamentale Situation. Auch wenn die Aktie heute wieder etwas zulegen kann, bleibt die Charttechnik weiter extrem angespannt. Ein weiterer Rückschlag ist jederzeit möglich. Ein Einstieg bei der Q-Cells Aktie drängt sich nach unserer Auffassung erst einmal nicht auf, jedoch könnte man mit einer kleineren spekulativen Position durchaus auf einen Rebound setzen, wenn man von weiter steigenden Börsen bis zum Jahresende ausgeht. Ob mit der Aktie allerdings dann der große Wurf zu machen ist bleibt fraglich. Erst ein Überscheiten der Marke von 3,20 könnte kurzfristig weiteres Potenzial eröffnen. Bei 3,50 oder 3,65 Euro dürfte dann aber bereits wieder Schluss sein. Wir behalten Q-Cells weiterhin auf unserer Watchlist und warten ab.

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