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Der GREXIT rückt näher – Weitere Korrekturwelle im DAX ?

Der letzte Akt im griechischen Drama „Grexit“ hat nun offenbar begonnen… Auch am Wochenende konnte keinerlei Kompromiss zwischen den Parteien mit sehr unterschiedlichen Ansichten gefunden werden. Was nicht wirklich verwunderlich ist, aber dennoch zeigt wie verhärtet die Fronten zwischen Griechenland und den Geldgebern sind. Auf der einen Seite eine Partei mit vollmundigen Wahlversprechen in einer fast alternativlosen Situation, auf der anderen Seite die Geldgeber, die fürchten dass Ihnen Ihr ganzes Währungskonstrukt demnächst um die Ohren fliegt, oder sie wohlmöglich ein Gesichtsverlust erleiden, der dann genau dasselbe zur Folge haben könnte…

Die Woche verspricht extrem spannend zu werden. Nicht nur die Grexit-Frage treibt die Anleger um, sondern auch die FED Sitzung am Mittwoch, wo wiedermal eine mögliche Zinserhöhung in den USA ein echtes Thema sein könnte, nachdem der US Arbeitsmarkt immer robustere Zahlen liefert. Hinzu kommt noch der dreifache Verfallstag am Freitag. In den letzten tagen dürfte so mancher Anleger mit seinen Positionen – in welcher Richtung auch immer – ernsthaft in Bedrängnis sein. Denn, Kurshübe im Dax von mehreren hundert Punkten in beide Richtungen hinterlassen meist unschöne Löcher in den Depots der Teilnehmer die diese gerne wieder bis zu diesem Termin stopfen möchten…

DAX Analyse Chart am 15.06.2013

Wie auch immer, der starke Anstieg des Dax in der letzten Woche und das anschließende Abrutschen ließen erwarten, dass wir nun doch noch eine fünfte Abwärtswelle beim Deutschen Leitindex sehen werden. Demzufolge sollte diese (vielleicht) letzte Welle dann neue Tiefstände hervorbringen, die man dann möglicherweise wieder für erste vorsichtige Käufe nutzen kann. Vorher ist es wohl ratsam die Bälle noch etwas flach zu halten, da die oben genannten Ereignisse allesamt durchaus eine gewisse Sprengkraft haben.

Das hier gezeigte Szenario ist natürlich nur eine mögliche Variante der kurzfristigen Entwicklung im Dax, die ich allerdings für durchaus wahrscheinlich halte. Ob der Index dabei dann noch weiter bis auf 10.500 Punkte abtaucht, oder gar die runde 10.000er Marke kurzfristig erreicht, spielt für mich momentan eine eher untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist es bis zur Beruhigung der aktuellen Situation geduldig auf die richtige Gelegenheit zu warten und das Kapital bis zu diesem Zeitpunkt zu schützen. Einzelne Aktien, wie die hier im Blog zuletzt beschriebenen, sind an den genannten charttechnischen Marken bereits jetzt wieder äusserst interessant!

DAX Ziel 9.780 Punkte? – Der Markt bringt sich in Stellung!

Erstaunlich(!)… vor zwei Wochen haben alle noch von Dax 10.000 geredet und seit drei Tagen kann man fast nur noch Artikel über den drohenden Crash lesen. Wie schnell so manche Medien Ihre „Meinung“ ändern könne, ist doch gelegentlich sehr verblüffend. Selbstverständlich werden die erwarteten Szenarien immer voller Überzeugung begründet…und nicht selten kann man sogar lesen dass dies ja eigentlich schon immer das war was man eigentlich erwartet hat, weil Aktien eben schon viel zu weit gelaufen sind und sowieso alles nur noch liquiditätsgetrieben ist.

Grundsätzlich ist ein schneller Stimmungswandel und das Ändern der eigenen Meinung, wenn sich verschiedene Gegebenheiten verändert haben, überlebenswichtig für einen Trader/Anleger und somit sind die erwähnten Berichte sicherlich an dieser Stelle nicht falsch, da man immer  auch den Worst Case im Auge behalten sollte. Letztlich gibt es in einem solchen Umfeld aber eigentlich nur Eines zu tun… Lernen Sie die Bewegungen des Markes zu lesen….statt zu raten was der Markt in den kommenden Handelstagen machen wird.

Bereits gestern muss dem aufmerksamen Beobachter klar geworden sein, dass hier etwas „im Busch“ ist. Sprich, dass der Absturz der Indizes (noch) nicht unmittelbar bevor steht. (An dieser Stelle sei aber dennoch angemerkt, dass dies dennoch nicht kategorisch ausschließe, wenn der berühmte schwarze Schwan um die Ecke biegt…!) Der Dax konnte sich, nach einem kurzen Rücksetzer auf 9.284 Punkte, den restlichen Tag wunderbar an der entschiedenen Unterstützung bei 9.385 Punkte entlang hangeln, und hat dabei eine mustergültige Umkehrformation (grün) ausgebildet. Die hier abgebildete Untertassen- Formation gilt als eine der bestmöglichen charttechnischen Gegebenheiten die man traden kann!

Dax Chart Analyse vor Ausbruch

Heute nun, wurde diese Formation durch den Ausbruch nach oben vollendet… Und generiert eine weitere sehr interessante Ausgangslage für die heutige Sitzung der FED. Es könnte eine weitere und größere Untertasse (rot) entstehen, die dann ein deutlich höheres Kursziel für den Dax – zumindest theoretisch . möglich macht. Je nach Betrachtungsweise würde sich dann weiteres Kurspotenzial von ca. 240 Punkten nach oben, ab dem derzeitigen Niveau (9540 Punkte) ergeben. Für den DAX hieße dies einen neuen Aufwärtsimpuls bis in den Bereich um die  9.780 Punkte, was sehr nahe am letzten Alltime-High liegt. Zuvor sollte das deutsche Börsenbarometer im Optimalfall allerdings noch einen Rücksetzer auf das heute Morgen gerissene Gap machen, um die Untertassen-Formation dann im Anschluss auszubilden.

Somit bringt sich der Markt, aus rein charttechnischer Betrachtung, nun mustergültig in Stellung für einen erneuten Ausbruch nach oben. Ob dieser nun tatsächlich kommen wird, kann ich Ihnen selbstverständlich auch nicht mit Gewissheit sagen, aber es spricht meiner Meinung nach so einiges dafür. Sollte das hier gezeichnete Szenario allerdings nicht eintreffen ist erst einmal Vorsicht geboten! In den USA haben wir gestern im Übrigen ein sehr ähnliches Bild gesehen! Letztlich hängt aber alles von der heutigen FED Sitzung ab. Sollte die FED das Tapering überproportional hochfahren dann dürfte der Markt darauf extrem verschnupft reagieren. Allerdings gehe ich davon nicht aus. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen die richtigen Entscheidungen und einen erfolgreichen Tag!

Der DAX Crash und die Suche nach den wahren Gründen… Gold weiter aufwärts

Wir haben ohne Zweifel eine neue Situation an den Märkten, die es nun genau zu beobachten gilt. Fachleute und Daueroptimisten rätseln nun über die Ursachen dieses plötzlichen Trendwechsels und werden natürlich sofort bei den einfachsten und naheliegendsten Erklärungen fündig. Was ist also passiert? – War das Erreichen der runden 10.000 Punkte Marke doch eigentlich schon ausgemachte Sache… und dann dieser Kursrutsch! Doch zu den Erklärungen später mehr…

Vorab sei gesagt, dass an der Börse selten das passiert was die Mehrzahl der Marktteilnehmer glaubt oder gerade dann nicht, wenn ALLE es glauben! Auch diese These habe ich ja zuletzt mehrfach hier im Investors Blog und auch in den letzten Ausgaben des kostenlosen Börsenbriefs thematisiert und dementsprechend zur Vorsicht gemahnt. Nicht selten hingegen wird von den Bankhäusern noch einmal richtig gute Stimmung verbreitet bevor so etwas passiert, damit man die Aktienpakete noch schön an die Privatanleger abgeben kann. Man nennt das auch die Distributions-Phase. Erkennbar wurde der Stimmungswandel schon lange vor diesem eigentlichen Ereignis in diversen Divergenzen in den wichtigsten Charts dieser Welt. Hören und sehen wollten das aber offenbar in der allgemeinen Euphorie die Wenigsten. Hier noch einmal der Chart vom Dienstag:

DAX Chart Trendwende

Die Korrektur, die sich bereits am Dienstag ernsthaft andeutete, (siehe Chart) ist nun erstmalig seit vielen Monaten ein Ereignis dass den Namen „Korrektur“ auch wirklich verdient hat. Und das ist grundsätzlich gut so! Verstehen Sie mich nicht falsch – niemand freut sich über fallende Aktienkurse, wenn er im Markt long investiert ist. Aber eine Korrektur war längst überfällig und sie ist sehr wichtig damit DAX und Co. schlussendlich irgendwann weiter steigen können. Das bislang an der Seitenlinie stehende Kapital erhält somit endlich die Chance zu günstigeren Kursen in den Markt zu kommen. Die eigentlich spannende Frage ist also eher wie weit diese Korrektur gehen kann, bevor wir wieder steigende Kurse sehen werden…?

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DAX bei 7.600 und S&P 500 auf Ausbruchsniveau. Alles schaut auf die FED

Nach dem erneut freundlichen Handelstag gestern wird der DAX auch heute vorbörslich erneut auf Jahreshoch erwartet. Die US Indizes konnten gestern trotz durchwachsener Nachrichten noch einmal kräftig zulegen. Damit wurde auch das > hier <genannte wichtigen Kursniveau von 1.434 Punkten im S&P 500 erstmalig getestet. Leider konnte diese Marke aber nicht ganz überwunden werden, da am Nachmittag in den USA schon wieder verschiedenste Nachrichten zum Thema „Fiscal Cliff“ auf die Anleger einwirkten. Zuvor wurde das US Handelsbilanzdefizit für Oktober veröffentlicht. Dies betrug -42,2 Milliarden Dollar, und notierte damit etwas besser als dies von Analysten erwartet worden war.

Heute sind alle Augen und Ohren mal wieder auf die FED Sitzung, bzw. die anschließende Rede von Ben Bernanke gerichtet. Erwartet werden hier insbesondere neue Erkenntnisse  über die Fortführung oder gar Aufstockung der Operation Twist, die nun zum Jahreswechsel nun eigentlich auslaufen wird. An den Finanzmärkten wird aber fest damit gerechnet, dass Notenbankchef Ben Bernanke das Stimulierungsprogramm durch eine weitere Finanzspritze ersetzen wird. Diskutiert wird auch darüber ob der Umfang dieser geldpolitischen Maßnahme nun noch einmal mehr als verdoppelt werden könnte. Die Rally der letzten Tage war somit auch ein Vorschuss auf das was heute von Ben Bernanke verkündet werden soll. Mehr Liquidität für einen längeren Zeitraum …und damit auch weiter steigende Aktienkurse!

Eine Enttäuschung der Märkte durch die FED, zu diesem kritischen Zeitpunkt, hätte wohl entsprechendes Abwärtspotenzial für die Kapitalmärkte! Jedoch rechnet im Moment kein Marktteilnehmer ernsthaft damit dass Bernanke nicht wie gewohnt solide abliefert! Viel spannender und wohl auch entscheidend für den Jahresausklang an der Börse, ist und bleibt die Debatte um den US Haushalt. Eine Annäherung scheint möglich zu sein, auch wenn die Fronten weiterhin verhärtet sind. Es ist aber nicht davon auszugehen dass die beteiligten Parteien und Politiker eine schnelle Lösung anstreben werden. Viel mehr sollte man sich als Anleger darauf einstellen dass es wohl erneut eine Einigung in letzter Sekunde geben wird. Ein Scheitern halte ich für höchst unwahrscheinlich….aber das habe ich beim letzten Mal auch gedacht, ebenso wie bei der Lehman Pleite, die man mit etwas Weitblick niemals hätte zulassen dürfen…!

Für die Börsen ist das Hinauszögern dieser Entscheidung aber gar nicht mal die schlechteste Variante. Denn so lange die Hoffnung auf eine Einigung aufrecht erhalten werden kann, werden die Aktienmärkte wohl auch weiterhin freundlich tendieren. Erst wenn wir die Fakten dann vorliegen haben zeigt sich wieder der wahre Charakter dieses Marktes. Der DAX dürfte heute schon an der wichtigen Marke von 7.600 Punkten „knabbern“. Allerdings gehe ich eher davon aus dass wir einen ruhigen Handelstag erleben werden, bis die US Börsen öffnen. Entscheidend ist und bleibt es heute ob es dem S&P 500 gelingen kann die 1.434 Punkte Marke nachhaltig zu überwinden und damit die Gefahr einer großen Top Bildung beim wichtigsten Index zu verhindern…!

Dies dürfte somit mal wieder einer dieser ganz entscheidenden Tage werden… Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Trades!

DAX 8.000 wir kommen? – Bayer, Linde, Merck, VW, Deutschen Bank und ThyssenKrupp im Fokus

Wieder einmal liegt ein etwas turbulenter Wochenstart hinter uns, der die Besonderheiten dieses Marktes erneut deutlich offenbart hat. Die Aufregung um eine mögliche Rückkehr Berlusconis an die Spitze der italienischen Regierung scheint aber nun erst einmal wieder verflogen zu sein. Natürlich sollte man diese Entwicklungen in Italien nun wieder etwas genauer im Auge behalten, um nicht irgendwann im Frühjahr des Jahres 2013 böse überrscht zu werden, aber aus meiner persönlichen Warte stellt das eher persönlich motivierte Ansinnen von Herrn Berlusconi (noch) keine ernsthafte Bedrohung für die Märkte oder den Heilungsprozess des italienischen Haushaltes dar. So hat es dann wohl auch der Markt gestern nach anfänglicher Schockstarre gesehen… In den USA konzentriert man sich weiterhin eher auf die hauseigenen Probleme. Noch immer gibt es keine Einigung, die eine Lösung bei der Vermeidung des sogenannten Fiscal Cliff erkennen lassen würden. Sicherlich ist dies auch ein wesentlich bedeutenderes Ereignis für die Märkte als eine mögliche Rückkehr Bunga Bunga´s…!

Trotz der immer knapper werdenden Zeit, um eine Lösung für den künftigen US Haushalt zu finden, präsentieren sich die Märkte weiterhin sehr stabil. Unterm Strich hat sich das große Bild damit wieder deutlich hin zu einem positiven Trend verändert. Der DAX konnte neue Jahreshöchststände ausbilden und ist eindeutig aus der seit Ende August bestehenden Seitwärtsbewegung ausgebrochen. Die nächste und letzte Hürde, die es nun noch zu überwinden gilt ist die runde Marke von 7.600 Punkten, dann wäre der Weg theoretisch frei bis zu den alten Höchstständen bei 8.157 aus dem Jahr 2007. Allerdings wird dies nur gelingen wenn auch die US Indizes weiterhin mitspielen, wie ich > hier < skizziert hatte.  Der MDax konnte gar jetzt schon ein neues Allzeithoch markieren!

Mit dem Anstieg des der deutschen Indizes auf neue Höchststände geraten viele Fondsmanager und Vermögensverwalter nun endgültig gewaltig unter Druck. Wir können heute wohl davon ausgehen dass der DAX am Ende dieses Jahres 2012 eine hervorragende Performance hingelegt haben wird. Viele institutionelle Investoren, die sich an dieser Benchmark messen lassen müssen, sind aber immer noch nicht ausreichend positioniert -was wohl insbesondere bei den großen Versicherungsgesellschaften mal wieder der Fall sein dürfte. Spätestens zum Jahresende erwarten Fachleute somit nun noch einmal eine Welle der Depotbereinigung (Window Dressing), die auch in den kommenden Wochen bei den guten Werten des Jahres für Unterstützung sorgen sollte. Die Underperformer 2012 hingegen werden wohl auch weiterhin verkauft.

Im Dax stehen die Favoriten für einen solchen Jahresendspurt somit wohl fest. Aktien wie die von Bayer, Linde, Merck und VW, aber auch die der Deutschen Bank sollten allesamt einen guten Jahresausklang erleben. Alleine schon eine weiterhin gute Performance der genannten DAX Schwergewichte würde auch ausreichen um den Index weiterhin in die Höhe zu treiben. Von Analysten neu herumgereichte Kursziele von 8.000 Punkten oder gar mehr, sind aus meiner persönlichen Sicht nun auf Sicht von einigen Wochen nicht mehr unrealistisch…!

Im Fokus der Anleger stehen in dieser Woche sicherlich auch die Aktien der ThyssenKrupp AG. Heute wird das Unternehmen nun endlich die Zahlen für das zurückliegende Quartal vorlegen. Ich persönlich gehe nicht unbedingt davon aus dass wir Anleger hier mit positiven Überraschungen rechnen können – um es mal vorsichtig auszudrücken! Neben den bekannten Problemen in Nord- und Südamerika kämpft der größte deutsche Stahlkocher auch noch mit einer spontanen Umstrukturierung des Vorstandes und einem Skandal bezüglich jahrelanger Preisabsprachen im Schienengeschäft. Vorstandschef Heinrich Hiesinger versucht diesem ganzen Sumpf nun entschlossen entgegen zu treten, was sicherlich auch gut ist! Die Folgen all dieser Ereignisse werden sich aber wohl noch etwas länger in den Bilanzen des Konzerns widerspiegeln. Die Zahlen werden es zeigen. Ich warte hier weiterhin ab!

Am Mittwoch beginnt die letzte FED Sitzung des Jahres,  von der sich die Anleger nun neue Erkenntnisse  über die Fortführung oder gar Aufstockung der Operation Twist erwarten. Eigentlich würde diese geldpolitische Maßnahme nun zum Jahreswechsel auslaufen. An den Finanzmärkten wird aber fest damit gerechnet, dass Zentralbankchef Ben Bernanke das Stimulierungsprogramm durch eine weitere Finanzspritze ersetzen wird. Sicherlich ist diese Entscheidung, neben dem ganzen Gerangel um die Fiscal Cliff, eine der wichtigsten, die den weiteren Weg der Märkte in den kommenden Wochen beeinflussen wird. Um den Mittwoch herum kann es also noch einmal zu leichten Turbulenzen am Aktienmarkt kommen. Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, dass wir erneut eine freundliche Börsenwoche erleben werden.

Dennoch gibt es auch ein paar Faktoren die ich eher negativ werten würde. Hier ist Vorsicht geboten, bzw. sollte intensiv beobachtet werden wie sich die hier genannten Faktoren kurzfristig entwickeln. Noch immer sind die getätigten Börsenumsätze sehr gering. Der Volatilitäts-Index, VIX oder auch das „Angstbarometer“ genannt notiert hingegen auf dem niedrigsten Stand seit langem, was inzwischen auf eine gewisse Sorglosigkeit der Anleger schließen lässt. Das ist ehrlich gesagt etwas beunruhigend! Der Goldpreis gibt, trotz der eigentlich saisonal bedingt positiven Muster, weiterhin nach oder tendiert zumindest schwach, und der Ölpreis, der ebenfalls zu dieser Jahreszeit eher anziehen sollte, war einer der großen Verlierer der letzten Woche. Insgesamt bleibt uns also das bereits seit Monaten bestehende verzerrte Bild der Märkte weiterhin erhalten. Dementsprechend vorsichtig sollte man nach wie vor agieren.

Wenn gute Zahlen eigentlich schlechte Zahlen sind…

Der US Privatsektor hat im Juli mehr neue Stellen geschaffen als angenommen. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Beschäftigten um 163.000 Stellen angewachsen und lag damit deutlich über den Marktschätzungen von 120.000 neu geschaffenen Stellen. Damit sind die Vorgaben für den Arbeitsmarktbericht am Freitag gar nicht mal so schlecht. Auch die sonstigen US Indikatoren haben sich in den letzten Wochen weiter aufgehellt. Insbesondere vom zuvor angeschlagenen US Häusermarkt gibt es immer weitere Signale dafür dass die Talsohle nun endlich durchschritten wurde. Der Leidensdruck der US Wirtschaft ist nicht mehr ganz so hoch wie noch vor ein paar Wochen. Somit sinkt auch nach Auffassung der meisten Marktteilnehmer die Wahrscheinlichkeit dafür das Ben Bernanke heute Abend tatsächlich ein weiters Liquiditätsprogramm  a la QE3 ausrufen wird.

Nachdem zuvor die Aktienkurse aber in freudiger Erwartung dieses Ereignisses bereits deutlich gestiegen sind droht nun aus Sicht vieler Marktbeobachter kurzfristig deutliches Enttäuschungspotenzial für die Aktienmärkte. Die weit verbreitete Meinung ist, dass Bernanke sich diesen letzten und entscheidenden Schritt noch etwas aufheben dürfte. Denn insbesondere wenn sich die Euro-Krise weiter zuspitzt und  die Unternehmensdaten im dritten Quartal weiter verschlechtern sollten, könnte eine neue Geldspritze sinnvoller sein als heute. Man darf also durchaus gespannt sein was heute Abend passieren wird…

Nicht nur die  Lage sondern auch die Stimmung in Europa scheint sich hingegen weiter zu verschlechtern. Für das dritte Quartal erwartet die Industrie sowohl in Deutschland als auch für Gesamteuropa nicht allzu viel Gutes. Der Einkaufsmanager Index für die Euro Zone ist im Juli erneut gesunken und notiert somit inzwischen auf einem Drei-Jahres-Tief. Die weitere spannende Frage ist nun also ob die EZB am Donnerstag halten wird was Mario Draghi so vollmundig versprochen hat. Wenn nicht dürften die Risikoaufschläge für spanische und italienische Anleihen wieder schneller am oberen Rand der Spanne notieren als den Ländern lieb sein kann, und die Aktienmärkte ebenfalls deutlich korrigieren.

Einen weiteren Faktor scheint der Markt aber in meinen Augen völlig verdrängt zu haben. Das Ringen um die Reformen in Griechenland und den Verbleib des Landes in der Eurozone geht offenbar in die entscheidende Phase. Die Anzeichen für einen baldigen Austritt Griechenlands verdichten sich immer mehr. Auch wenn die meisten Marktteilnehmer davon ausgehen dass dieses Ereignis schon lange in den aktuellen Preisen enthalten sein sollte, wäre es wohl geradezu fahrlässig sich darauf zu verlassen dass ein solches Ereignis völlig ohne Folgen bleiben kann. Auch das könnte nach meiner Ansicht ein mögliches Szenario sein für das sowohl die EZB als auch die FED ihr Pulver noch etwas trocken halten, ebenso wie das mögliche Scheitern des ESM in Karlsruhe am 12. September. Denn nur durch eine entsprechende konzertierte Aktion der Notenbanken wäre ein kurzfristiger Crash dann in beiden Fällen wohl noch aufzuhalten.

Welches Szenario Mario Draghi also gemeint haben könnte als er sagte die EZB werde alles tun…bleibt für mich aus diesem Blickwinkel erst einmal unklar. Ich gehe davon aus dass die FED heute nicht das gewünschte QE3 Programm liefern wird. Viel mehr wird Bernanke mit einer kleineren Maßnahme versuchen den Markt nicht völlig zu enttäuschen, bzw. bei Laune zu halten. Das kann beispielsweise eine Verlängerung der Nullzins Politik um ein Jahr sein. Und natürlich werden seine Aussagen zum weiteren Vorgehen wieder einmal in die Waagschale geschmissen und somit ganz entscheidend für die Reaktion des Marktes sein. Da Bernanke sich der Tragweite seiner Worte sehr wohl bewusst ist, rechne ich somit aber auch nicht mit einem Absturz im Anschluss auf die FED Sitzung. Mal sehen ob ich recht behalten werde… In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen erfolgreichen Börsentag und werde mich jetzt den schönen Dingen des Lebens widmen, bis der Markt sich für eine Richtung entschieden hat…

TradingUpdate Wacker Chemie, Rheinmetall, Klöckner & Co. und Lufthansa

Heute ist sicherlich einer der entscheidendsten Tage des Jahres. Wie bereits in der Wochenendausgabe unseres kostenlosen Newsletters berichtet wird der heutige Tag mit hoher Wahrscheinlichkeit die Entscheidung über den weiteren Weg von DAX und Co. bringen. Genauer gesagt werden die Aussagen der FED heute gegen 20:15 Uhr über mögliche weitere Lockerungsmaßnahmen der US Notenbank die kurzfristige Entscheidung bringen. Der Markt setzt seit mehreren Tagen auf diese Ereignis und erwartet offenbar nun QE3 oder zumindest eine Fortsetzung der Operation Twist. Sollte Ben Bernanke also tatsächlich liefern was der Markt erwartet, ist ein Ausbruch des Dax aus dem hier dargestellten Abwärtstrend sehr wahrscheinlich. Enttäuscht die FED die Erwartungen des Marktes hingegen wird dies mit entsprechenden Abschlägen quittiert, die uns dann eventuell wieder an den unteren Rand dieser Tradingrange führen könnten. Bei aller Euphorie der letzten Tage kann also ein wenig Demut nicht schaden…

 

Heute gibt es mal wieder ein paar sehr interessante Setups auf die ich an dieser Stelle gerne hinweisen möchten. Allen voran wäre da wohl die Aktie von Wacker Chemie zu nennen, die -ohne einen wirklichen Grund erkennen zu können – heute stark zulegen kann. Die Umsätze haben inzwischen deutlich zugenommen, und selbst der kleine Rücksetzer nach 13:00 Uhr wurde sofort wieder gekauft. Die kurzzeitige Schwäche würde ich also eher dem allgemein üblichen Kantinenkoma (Mittagspause) zuordnen und hier noch keinen erneuten Richtungswechsel vermuten. Sieht man sich den Chart etwas genauer an wird klar dass die Barriere bei 58,50 Euro eine entscheidende Rolle bei der weiteren Entwicklung der Aktie spielen wird. Gelingt es nun den Kurs über diese Marke zu hieven stehen weitere Gewinne bis in den Bereich 65,00 bis 67,50 Euro mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Programm. Wir hatten ja bereits kürzlich >hier< darauf hingewiesen dass im Falle eines wieder freundlicherm Börsenumfeldes erhebliches Potenzial bei der Aktie besteht. Zumindest aus der fundamentalen Betrachtung wäre dies wohl auch allemal gerechtfertigt.

Ebenfalls wieder deutlich zulegen kann heute die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. Heute ist der Ausbruch über die Marke bei 8,20 Euro geglückt und somit der Weg zumindest frei bis zu der immer noch offenen Kurslücke bei 9,- Euro. Wie hier bereits mehrfach beschrieben notiert die Aktie weiterhin unter dem Cash Bestand des Unternehmens, und ist somit aus meiner persönlichen Sicht ein klarer Kauf. Die kürzlich bekanntgegebene Expansion in den USA sollte sich zudem bald auszahlen. Mit dem neuen Werk will der Konzern verstärkt in das Zulieferergeschäft für Automobilhersteller einsteigen. Wer diesen Blog schon länger liest weiß das ich davon ausgehe dass der Automoblilzyklus noch lange nicht beendet ist…!

Bei der Lufthansa Aktie konnten wir in den vergangenen Tagen einen schönen Rebound beobachten, der die Aktie ausgehend von den Jahrestiefstständen nun wieder deutlich freundlicher tendieren lässt. Zuletzt haben sich die Analystenstimmen gehäuft die der Lufthansa Aktie wieder deutlich höhere Kurse zutrauen. Das hilft sicherlich, letztlich wird sich die Situation aber hier wohl erst so richtig entspannen wenn der Aktienkurs wieder über der Marke von 9,40 Euro notiert. Dennoch sollte man nun unbedingt dabeibleiben denn so günstig wie in der vergangenen Woche dürfte man das Papier nun nicht mehr bekommen. Der weiter fallende Ölpreis dürfte hier ebenfalls positiv auf die kommenden Bilanzen wirken. Mein persönliches Kursziel bleibt bei 12,- Euro wenn sich abzeichnet dass die Euro Krise beendet werden kann.

Am Ende bleibt mir nur zu hoffen dass Sie unsere Einschätzung zur Rheinmetall Aktie in den vergangene Wochen aufmerksam gelesen haben. Die Aktie hat sich hervorragend entwickelt und sollte dies auch weiterhin tun. Selbst ein Rücksetzer im Falle einer Enttäuschung durch die FED sollte nun nicht mehr allzu dramatische Auswirkungen auf den Aktienkurs haben, bzw. eher als Nachkaufgelegenheit betrachtet werden. Ich gehe weiterhin davon aus dass Kurse unter 40,- Euro immer noch gute Kaufkurse sind, und wir zum Jahresende deutlich höher stehen werden. In Kürze wird zudem eine Ankündigung des Unternehmens erwartet wann genau die hochprofitable Automobilsparte nun an die Börse gebracht wird. das könnte in einem weiterhin positiven Börsenumfeld noch einmal ein echter Turbo für die Rheinmetall Aktie werden.

Gold glänzt wieder! – Kommt nun QE3 ?

Schlechte Konjunkturdaten aus den USA, anhaltend beunruhigende Nachrichten aus Europa, sowie ein deutlich eingetrübter chinesischer Einkaufsmanager Index schickten die Börsen am Freitag auf Talfahrt. Damit geht zunächst einmal eine weitere, sehr unerfreuliche Börsenwoche zu Ende, die auch für die kommenden Tagen grundsätzlich nicht viel Gutes erwarten lässt. Warum ausgerechnet der DAX dabei der größte Verlierer in Europa war bleibt aber auch für mich bislang noch ungeklärt. Unabhängig davon wurde unser Kursziel bei 6.172 Punkten nun erreicht. Die anschließende Trendbeschleunigung bis auf 6.008 Punkte in der Spitze war allerdings so nicht „geplant“. Das Szenario eines wieder drehenden Marktes knapp unterhalb der so wichtigen 200-Tage-Linie hat sich somit vorerst nicht bewahrheitet. Die Nachrichtenlage bleibt einfach zu erdrückend und übermächtig um wieder einen normalen Markt zuzulassen. Letztlich entwickelt sich die Vertrauenskrise der Anleger damit immer mehr zur selbsterfüllenden Prophezeihung.

Auch wenn es nicht ungewöhnlich wäre dass wir in den nächsten Handelstagen eine entsprechende Gegenbewegung sehen, die alleine schon aus rein technischer Betrachtung deutlich überfällig ist, muss man nun sehr vorsichtig und deutlich skeptischer werden. Nicht selten folgt auf einen Tag mit solch wasserfallartigen Verkäufen zwar zumindest eine kurzfristige Trendwende, eine Garantie für ein solches Szenario wird man aber in einem inzwischen von Angst regiertem Markt wohl nicht bekommen. Am Montag könnte es zunächst noch einmal sehr ungemütlich werden. Mit dem Unterschreiten der 200-Tage-Linie befinden wir uns nun auch laut der allgemein gültigen Definition wieder in einem Bärenmarkt, der aus Sicht der Pessimisten nun gerade erst anfängt sich richtig zu entwickeln.

Das viele beschriebene Szenario einer „Double Dip Rezession“ rückt somit täglich mit großen Schritten immer näher. Auch der Dow Jones ist seit Freitag wieder bei seinen Tiefständen aus dem Dezember des letzten Jahres angekommen. Die Politik ist offensichtlich inzwischen machtlos, oder nicht in der Lage die Bedrohung, die da auf uns alle zukommt, entsprechend ihrer möglichen und sehr dramatischen Auswirkungen für die Zukunft ganzer Generationen, zu erkennen oder dem entschlossen entgegen zu treten. Die Forderungen nach Eurobonds werden immer lauter, und auch hierzulande gibt es politische Kräfte die diesen Schritt befürworten. Nach meinem Dafürhalten hätte eine Vergemeinschaftung der europäischen Schulden für Deutschland geradezu suizidalen Charakter. Vorbei wäre es mit der letzten Möglichkeit eines Ausstiegs oder der Rückabwicklung dieser Währungsunion. Dann sitzen wir für alle Zeiten mit in einem Boot das aus allen Planken leckt, und würden – weltwirtschaftlich betrachtet – in absehbarer Zeit wohl auch zusammen unter gehen.

Der Dax ist mit dem Kursrutsch vom Freitag in eine Trendbeschleunigung über gegangen, die sogar die untere Begrenzung des seit März gültigen Abwärtstrend ohne nennenswerte Gegenwehr durchschlagen hat. Wie oben bereits beschrieben fiel dieser Kursbewegung auch die 200-Tage-Linie zum Opfer, die sich bei 6.218 Punkten befindet. Das aus meiner Sicht wahrscheinlichste Szenario ist nun ein Test dieser Marke von unten. Auch dieser könnte im ersten Anlauf scheitern, möglicherweise aber beim Zweiten gelingen. Auch der S&P 500 markierte am Freitag vorerst ein neues Tief und hat nun somit durchaus noch das „Potenzial“ bis 1.250 Punkte zu fallen. Die Marke bei 1.292 Punkten stellt eigentlich eine starke Unterstützung dar, wurde nun aber gebrochen. Normalerweise werden solch wichtige Marken nicht im ersten Anlauf genommen, bzw. zumindest noch einmal getestet, ähnlich wie im DAX die 200-Tage-Linie. Die Kursbewegungen beider Indizes am Freitag deuten auf eine kurzfristige Übertreibung hin, die zumindest aus technischer Sicht durch eine entsprechende Gegenbewegung abgebaut werden sollte. Und so werden wir sehr bald sehen ob der Freitag den Höhepunkt eines vorläufigen Stimmungstiefs an den Börsen markiert hat, oder eben nicht.

Der weitere Weg wird aber auch davon abhängen welches politische Ereignis wann auf die Märkte einwirken wird. Am Mittwoch könnten die Ausagen EZB zum weiteren geldpolitischen Kurs in der Eurozone etwas Linderung bringen. Spekulationen über eine direkte Unterstützungen der europäischen Banken durch den IWF sind ebenfalls ein möglicher Katalysator. Das Hauptaugenmerk der Börsianer liegt aber wohl am Donnerstag auf der Anhörung des FED Chefs Ben Bernanke vor dem Ausschuss des US Kongress. Mit dem fallenden Aktienmarkt sehen Fachleute nun auch die letzte Voraussetzung für weitere Stützungsmaßnahmen der FED erfüllt. Grundsätzlich ist der Blick vieler Akteure in den Abgrund in Richtung 5.800 Punkte gerichtet denn viele Marktteilnehmer sind short engagiert. Eine Intervention der Notenbanken könnte uns im DAX aber sehr schnell auch wieder an den oberen Rand des Trendkanals bei ca 6.350 Punkten führen, und die breite Masse erneut eines Besseren belehren. Das wäre dann wieder einmal der Weg des maximalen Scherzes für die Mehrheit der Anleger…

Es gibt erste Zeichen die diese These bestätigen, oder zumindest belegen dass andere Marktteilnehmer ebenso denken. Eine einzige Anlageklasse glänzte am Freitag und machte einen Riesensatz nach oben nachdem die Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht wurden. Der Goldpreis, und mit ihm fast alle Minenaktien, sprangen regelrecht nach oben. Warum? Die wahrscheinlichste Erklärung ist eben genau die dass sofort darauf gesetzt wurde das die FED nun praktisch gezwungen sein wird ihr QE3 Programm zu starten, was insbesondere auch dem Goldpreis zu Gute kommen würde. Sehen Sie sich die Charts der namhaften Goldminenaktien einmal etwas genauer an!

Die US Wirtschaft braucht offensichtlich eine weitere Stimulation, und wird sie auch bekommen wenn es erforderlich ist. Zumindest waren dies immer Ben Bernakes Worte. Der Zeitpunkt dafür könnte günstiger nicht sein, denn auch US Präsident Barack Obama kann es sich nicht leisten mit einer weiter schwächenden Wirtschaft, hohen Arbeitslosenzahlen und einer abstürzenden Börse in den Endspurt seines Wahlkampfes zu ziehen. Aus diesem Blickwinkel betrachtet sehe ich persönlich keinen sinnvolleren Zeitpunkt nun mit einer konzertierten Aktion der Notenbanken bereits im Vorfeld der griechischen Wahlen einer massiven Bedrohung entgegen zu wirken. Ich sage damit ausdrücklich nicht dass diese Spekulation bereits in der kommenden Woche wahr werden muss, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist nun wieder deutlich gestiegen. Sollte ich mit dieser Annahme aber Recht behalten war die starke Aufwärtsbewegung bei Gold am Freitag nur der Anfang einer Trendwende. Und natürlich werden dann auch die Aktienmärkte wieder massiv anspringen! Ich hoffe Sie haben unsere letzten Newsletter aufmerksam verfolgt, in denen ich Ihnen Aktien wie Barrick Gold und andere Minenaktien zur Beobachtung ans Herz gelegt hatte.

Am Ende bleibt aber, neben all diesen Gedanken zum aktuellen Marktgeschehen die Erkenntnis dass man sich – manchmal auch entgegen seiner eigentlichen Überzeugung – gegen weitere willkürliche Abstütze am Aktienmarkt schützen muss, ob man will oder nicht. Verluste sind schwer zu nehmen, dass weiß ich aus eigener Erfahrung. Aber irgendwann kommt der Punkt an dem man die Karten vom Tisch nehmen muss um später wieder mitspielen zu können, wenn sich die Rahmenbedingungen aufgehellt haben. Kapitalerhalt ist und bleibt die oberste Pflicht eines jeden Traders. Sollten wir also keine technische Gegenreaktion, wie oben beschrieben, sehen, und keine Notenbankaktionen bis zur Wahl in Griechenland, steht zu befürchten dass die Indizes tatsächlich bis zum Wahltermin weiter fallen werden. Und niemand weiß was danach passiert…Das spricht zwar gegen jede Logik, wenn man sich die Aktienkurse und die Bewertung einzelner Unternehmen bereits heute ansieht, aber die Börse neigt bekanntlich zur Übertreibung.

Mir bleibt abschließend also nur Ihnen eine erfolgreiche Börsenwoche zu wünschen und stets gute Entscheidungen! Achten Sie auf Ihr Risiko Management, und denken Sie mal über Goldminen Aktien, die in US Dollar notieren, nach!

Ben Bernanke spielt den Kennedy Twist…

Ben Bernanke hat sich kurzfristig für eine Instrument entscheiden das wir bereits aus den 60ger Jahren unter Kennedy kennen, um die Märkte zu beruhigen. Damit fällt das Mittel der Wahl eher schwach aus, und enttäuscht den Markt. Bereits beim ersten Versuch vor knapp 50 Jahren hatte der „Twist“ nur einen kurzzeitigen Erfolg. Bei dem als „Twist“ bekannt gewordenen Programm kauft die FED nun kurzfristig langlaufende Anleihen mit einer Laufzeit von 6 bis 30 Jahren, und verkauft gleichzeitig kurzlaufende Anleihen mit einer Laufzeit bis zu 3 Jahren. Dadurch soll sich der Zinssatz bei den Staatsanleihen langfristig positiv auswirken. Das Volumen des Ankaufprogramms wurde mit 400 Mrd. US-Dollar angegeben.

Den Zinssatz für den Leitzins ließ die FED unverändert, was vom Markt auch so erwartet worden war. Die Märkte quittierten die Nachricht heute zunächst mit einem Kursrutsch um ein knappes Prozent. Man darf also gespannt sein wie die US Börsen heute aus dem Rennen gehen werden. Letztlich war der Twist ein probates Mittel der FED um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren, und dem Markt zu vermitteln dass es noch nicht an der Zeit ist das letzte Pulver zu verschießen…Sprich, das Signal Bernankes soll sein, dass die aktuelle Situation noch nicht so schlimm ist, und keine stärkeren Mittel erfordert. Mal sehen ob das reicht…!

DAX – die Woche der Entscheidung

In der Wochenendausgabe unseres Newsletters haben wir folgenden Chart analysiert. Mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit wird der DAX wieder in den abwärts gerichteten Trendkanal zurückfallen nachdem es in der letzten Handelswoche nicht gelungen ist aus diesem Trendkanal nach oben auszubrechen. der kurzzeitige Anstieg über die Marke von 5.600 Punkten wurde sofort wieder abverkauft. Aus charttechnischer Betrachtung ist der Index damit nicht nur am Trendkanal abgeprallt, sondern hat auch das 50ger Fibonacci Retracement, bei aktuell 5594 Punkten, mustergültig getestet. Ein erneutes Abtauchen des Dax in den kommenden Tagen wäre somit die nun logische Folge.

Am heutigen Montag sind die Vorgaben nach dem relativ unspektakulären Verfallstag am Freitag erwartungsgemäß schwach. Die asiatischen Märkte befinden sich ebenfalls allesamt im Minus, und der Euro dürfte weiter korrigieren. Die erneut aufgeschobene Entscheidung des Bundestages über den Eurorettungsschirm, sowie das – vorsichtig formuliert –  eher unterkühlte Treffen der EU-Finanzminister mit ihrem US-Kollegen, Timothy Geithner am Wochenende dürfte heute Spuren an den Finanzmärkten hinterlassen. Weiterhin ist keine praktikable Lösung in Sicht, dafür scheint aber die politische Zerrissenheit bald einen neuen Höhepunkt zu finden. An eine globale Lösung ist nicht zu denken.

Aber es gibt auch durchaus berechtigte Hoffnungsschimmer in dieser Handelswoche. Am 20.und 21. September findet die nächste große FED Sitzung statt von der sich nicht wenige Anleger im Ergebnis eine erneute Lockerung der US Geldpolitik erhoffen. Sollte Ben Bernanke sich also ein weiteres Mal klar zu einer solchen Maßnahme entschließen, würde dies die Märkte sicherlich erneut befeuern, und die Indizes nach oben ausbrechen. Doch Vorsicht, nicht selten spielen die Börsen ein erwartetes, positives Ergebnis bereits im Vorfeld des eigentlichen Ereignisses durch, um dann die tatsächliche Nachricht bereits wieder zu verkaufen. Bleibt das Ereignis gar komplett aus ist das Endtäuschungspotenzial entsprechend groß.

Für den DAX dürfte dies eine weitere Woche der Entscheidung sein, man möchte fast „Schicksalswoche“ schreiben..Gelingt der Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend mit einem anschließenden Anstieg bis über den Trendwiderstand bei 5.783 Punkten so ist der Weg bis zu 6.000er Marke frei. damit könnte dann auch die Bodenbildung bereits abgeschlossen sein. Fällt der Index hingegen wieder zurück bis unter die Marke von 5.320 Punkten dürfte die Kreuzunterstützung im Bereich 5.136 bis 5.215 Punkte schnell wieder erreicht sein. Bislang bietet die runde Marke von 5.000 Punkten noch einen guten Halt. Richtig kritisch würde es erst bei einem nachhaltigen Unterschreiten der Marke bei 4.885 Punkten. Wir favorisieren (leider) das zweites Szenario, und gehen in der Folge von einem erneuten Test der Tiefststände aus.

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Weitere Turbulenzen im Dax und S&P zu erwarten – Krisenschutz mit den richtigen Aktien

Aus unserem letzten  Börsenbrief: Mit der erneuten Schwäche des US Marktes am Freitag wurden alle Kaufsignale wieder negiert. Insbesondere bei einigen BlueChips hat sich dieser letzte Handelstag der Woche extrem negativ ausgewirkt. Aus kurz zuvor generierten Kaufsignalen wurden umgehend wieder Verkaufssignale.  Somit befinden wir uns nun erneut wieder im charttechnischen Nirwana ohne klare Richtung, allerdings nun wieder mit deutlich negativer Tendenz. Die alte Tradingrange im S&P  zwischen 1100 – 1185 im S&P500 ist nun wieder aktiv, und es ist davon auszugehen, dass die technische Gegenbewegung in den USA bereits zu Ende sein könnte. Für den DAX heißt dies, nachdem der Index von der Erholung nahezu gar nicht profitieren konnte, dass hier nun weiteres deutliches Abwärtspotenzial besteht. Man sollte nicht verwundert sein, wenn das deutsche Börsenbarometer noch in diesem Jahr die 5.000 Punkte Marke deutlich unterschreitet.

Natürlich sind auch zwischenzeitliche Erholungen jederzeit möglich. Die Marktteilnehmer warten weiterhin gespannt auf das nächste Treffen der FED am 20. und 21. September. Nach den zuletzt katastrophalen Arbeitsmarktdaten, und einem historisch niedrigem Verbrauchervertrauen gehen nicht wenige Marktbeobachter davon aus, dass Ben Bernanke nun fast schon gezwungen sein könnte demnächst wieder die große Gelddruckmaschine an zuschmeißen. Das US Konsumentenvertrauen befindet sich inzwischen auf dem Tiefpunkt der letzten 25 Jahre und somit noch deutlich unter dem Niveau der Lehmann Pleite. Die FED könnte also mit einem QE3 Programm oder ähnlichem kurzfristig für Linderung sorgen. Langfristig wird aber auch diese Maßnahme das eigentliche Problem nicht lösen können, wie wir alle bereits wissen.

Ich persönlich bin noch nicht ganz davon überzeugt das wir in der kommenden FED-Sitzung etwas wirklich Konkretes hören werden. Viel mehr wird der FED Chef einmal mehr versuchen mit irgendwelchen Floskeln weiterhin Zeit zu gewinnen, und die Hoffnungen aufrecht zu halten. Wie auch die letzten Male könnte Ben Bernanke versuchen alles Weitere so zu verkaufen dass es vom Markt positiv aufgenommen wird. Ob dies allerdings erneut gelingen kann ist fraglich, auch wenn der Amerikaner darin offensichtlich deutlich geschickter ist als europäische Politiker. Bernanke sprach von weiteren Konjunktur stützenden Instrumenten, diese wird er nun zumindest konkretisieren müssen. Liefert die FED auch dieses mal nichts handfestes dürfte sich das sehr negativ auf die Märkte auswirken, und könnte einen weiteren Abwärtsschub auslösen.

Auch die Rede von Barack Obama am kommenden Donnerstag dürfte ein Ereignis sein auf das der Markt kurzfristig wetten könnte. Obama will den US Arbeitsmarkt reformieren und bis zu einer Million neue Arbeitsplätze schaffen. Die Rede wird mit Spannung erwartet, allerdings muss der US Präsident wohl schon ein ganz besonderes weißes Kaninchen aus dem Zylinder zaubern, da die Republikaner mit hoher Wahrscheinlichkeit versuchen werden diesen Plan massiv zu torpedieren. Wie wir in den letzten Wochen gesehen haben reicht Obama keine gute Idee mehr um etwas zu bewegen, nachdem die Mehrheit im Parlament verloren ging. Ebenso wie Europa muss sich die USA aus dem politischen Stillstand befreien und das Machtgerangel auf Kosten der Allgemeinheit beenden. Erst dann können Reformen auch sinnvoll umgesetzt werden, und wieder positive Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben!

Insgesamt bleibt die Stimmung am deutschen Aktienmarkt weiterhin sehr nervös. Morgen wird bedingt durch den Labour Day, ein Tag ohne Handel an den US Börsen sein. Somit wird es interessant sein zu sehen, wie sich der DAX ohne die Amerikaner, und nach wirklich schlechten Vorgaben, schlagen wird. Ich gehe davon aus das die Unterstützung bei 5.400 Punkten oder gar 5.350 Punkten noch einmal getestet wird. Der weitere Weg des Deutschen Leitindex ist somit sehr ungewiss. In jedem Fall dürfte der September 2011 ein bedeutender Monat werden. Die unglückliche Debatte um die Verabschiedung des zweiten Rettungspakets im Bundestag, die weitere Diskussion über die Lösung der Euro-Krise, und die offensichtliche Uneinigkeit der Regierungen im Euroraum, sowie das Notenbanktreffen der Fed und die Rede Obamas werden die Masse der Anleger weiterhin abwartend agieren lassen. Seit dem Wahlergebnis in Mecklenburg Vorpommern gestern ist auch ganz offensichtlich klar geworden was das deutsche Volk von der Handlungsunfähigkeit der aktuellen Regierung hält…

Ebenfalls mit weiterhin deutlichen Bewegungen muss man wohl am Devisenmarkt rechnen. Der Euro zeigte zuletzt deutliche Schwäche, was anhand der politischen Verwerfungen auch nicht weiter verwunderlich ist. Hierzu möchte ich Ihnen heute einen Langfrist-Chart Euro/Dollar aus einem amerikanischen Blog präsentieren, den ich durchaus sehr aussagefähig finde. Sollte es Europa nicht gelingen wieder Vertrauen für den Euro zu schaffen, und die amerikanischen Investoren zurück in den DAX zu „locken“, halte ich das unten gezeichnete Szenario für sehr wahrscheinlich. Ein Kursverfall gegenüber dem Dollar bis hin zu Parität könnte die Folge sein.

Zum Abschluss noch ein erneuter Hinweis auf den einzigen echten Bullenmarkt im Moment. Nicht nur Gold/Silber sind heute wieder um 3 bzw 4% gestiegen, sondern auch die Minen haben einen eindeutigen Ausbruch aus einer monatelangen Konsolidierung vollzogen. Während ich bei Gold immer noch von einer baldigen Korrektur ausgehe erscheinen einige Minenwerte jetzt durchaus interessant zu sein. Das ist zusätzlich eine hervorragende Möglichkeit seine sonstigen Aktienpositionen zu hedgen, und die Verluste in einem weiter fallenden Markt zu kompensieren. Lesen Sie dazu bitte auch die kürzlich im Blog erschienenen Artikel, zu Rohstoff- und Krisenaktien, in denen wir unserem Lesern interessante Aktien vorgestellt haben. Zusätzlich haben wir Über fundamental günstige High-Tech Schwergewichte berichtet, ebenso wie hochinteressante, internationale Spezialwerte.

Auch die letzten Insidertransaktionen können aber ein guter Hinweis darauf sein bei welchen Aktien kurzfristig mit einem Rebound zu rechnen ist. Es bleibt dabei, in dieser Martphase muss man extrem schnell reagieren, und ständig bereit sein die Meinung und Sichtweise der Dinge spontan zu ändern. Wir haben uns nun ebenfalls entschieden vorerst nur noch kurzfristig zu agieren. Insbesondere die Bankenaktien sind im Moment als hochspekulativ einzuschätzen. Wer hätte das noch vor wenigen Monaten von einer Deutschen Bank Aktie gedacht…?

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Börsenchaos – Wie gehts weiter bei DAX & Co. ?

Was für eine Woche! Wir haben im negativen Sinne eine Börsenwoche der Rekorde gesehen. Noch nie haben die Indizes im August so stark nachgegeben. Die Panik ist zu vergleichen mit dem Börsencrash von 1987 und liegt bereits jetzt schon, in Ihrer Heftigkeit, vor der ersten Woche nach der Lehman Pleite. Auf der positiven Seite verzeichnete der Goldpreis natürlich ein neues Hoch und der Trend scheint sich nun noch einmal nach oben zu beschleunigen. Auslöser für diese rapide Kehrtwende an den Aktienmärkten waren die Ereignisse über die wir in den letzten Wochen berichtet hatten. Natürlich haben aber auch wir nicht mit einer derartigen Reaktion der Märkte gerechnet. Letztlich bleibt also momentan nur das traurige Fazit, dass die für das laufende Jahr ausgegebenen Kursziele damit allesamt hinfällig geworden sind, weitere seriöse Langfrist-Prognosen sind schlicht und ergreifend zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr möglich!

Momentan stellen sich weltweit alle Anleger wohl die Frage, wie es jetzt nun weitergehen kann. Die Politik hat einmal mehr bewiesen das sie momentan nicht in der Lage ist der Situation Herr zu werden. Nicht nur dass man sich in den USA lange nicht einigen konnte – genau so wie auch in Europa -die richtigen Schritte zu unternehmen, sondern auch dass in beiden Fällen versucht worden ist diese inzwischen sehr bedrohliche Situation für die Weltwirtschaft durch einen halbherzigen Kompromiss zu lösen, waren schlicht und ergreifend falsch! Inzwischen haben dies wohl auch die politischen Häupter der führenden Wirtschaftsnationen erkannt, und werden hier in naher Zukunft deutlich nachbessern müssen. Und das muss jetzt schnell gehen!

Am Freitag stufte zu allem Überfluss noch die US Ratingagentur Standard & Poors die Bonität der USA auf AA+ herab und versah dem weiteren Ausblick mit dem Rating „negativ“. Rund um den Globus hat dies natürlich noch einmal für eine weiterhin deutlich zunehmende Nervosität gesorgt. Die Börsen in Dubai und Saudi Arabien sind am Wochenende bereits erneut um fünf Prozent abgestürzt, was nicht viel Gutes für den Montag erwarten lässt. In Asien ist man ebenfalls schon in Alarmbereitschaft was man zumindest momentan den Berichten aus dem asiatischem Raum entnehmen kann. Ob die FED Sitzung am Dienstag Abend tatsächlich die Wende bringen kann bleibt ebenfalls noch abzuwarten. Es wird erwartet das Fed Chef Ben Bernanke nun wenigstens Andeutungen über eine geplante Ausweitung des Ankaufprogramms (QE3) machen wird. Bleibt dies aus könnte auch hier die Enttäuschung der Anleger groß sein…

Im Dow Jones liegt ein mögliches Kursziel nun für die kommende Woche beim gleitenden Durchschnitt auf der Marke von ca. 10.900 Punkten, für den S&P 500 könnte sich dann noch kurzzeitig ein Kursziel unter 1.156 Punkten ergeben, eventuell sogar 1.100 Punkte. Für den Dax würde das in jedem Falle eine weitere Abwärtsbewegung bedeuten die unter die Marke von 6.000 Punkten führen dürfte. Ein mögliches Ziel wäre hier die Unterstützung bei 5.915 Punkten. Letztlich halten wir es nun für durchaus möglich das in den nächsten Wochen auch noch die nächste Marke bei 5.625 getestet werden kann, oder gar das Tief aus dem Februar 2010 bei ca 5.500 Punkten, bevor dann wieder eine neue „echte“ Aufwärtsbewegung starten kann.

Möglich wäre auch das demnächst eine starke Gegenbewegung einsetzten wird, die den Dax noch einmal bis in den Bereich 6.800 Punkte führen kann. Allerdings sollte dieser Bounce nur kurzzeitig, und eher technischer Natur sein. Eine langfristige Gegenbewegung wird es nach unserem Dafürhalten erst dann geben wenn die Politik die entsprechenden und vor allem klaren Signale gesandt hat. Wie schon oben gesagt ist eine seriöse Prognose nicht mehr möglich, viel mehr handelt es sich hierbei um unser ganz persönliches Wost-Case-Szenario. Wer kurzfristig auf einen Bounce der Märkte spekulieren will sollte sich des Risikos bewusst sein, denn der Markt wird dann wohl schnell rauf aber auch entsprechend dynamisch wieder runter gehen.

Leider ist es auch in solchen Börsenphasen immer wieder so, das es nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt welche Aktien Sie im Depot haben, und ob diese fundamental günstig sind oder nicht. Zunächst wird im Zuge der allgemeinen Verkaufspanik alles ähnlich stark verkauft bis sich der Markt wieder beruhigt hat. Allerdings werden die fundamental günstigen Aktien dann wohl bei einer entsprechenden Gegenbewegung überproportional profitieren können. Politische Börsen haben ja bekanntlich kurze Beine, Aktien von fundamental unterbewerteten Unternehmen werden somit auch wieder irgendwann auf ein angemessenes Niveau steigen können.

Wir gehen also somit momentan nicht von einer V-förmigen Erholung der Märkte aus, wie nach dem Erdbeben in Japan, sondern viel mehr von einem „W“, einer Bodenbildung mit erneutem Test der Tiefststände bevor es wieder nach oben geht. Auf welchem Niveau sich dieser Boden bilden kann ist aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös zu prognostizieren! Es dürfte also durchaus sinnvoll sein sich die Zeit bis zur Beruhigung der Märkte damit zu vertreiben die Hausaufgaben zu machen, und jetzt schon in Ruhe ein entsprechendes Depot zusammenzustellen, das man dann zur richtigen Zeit auch wieder guten Gewissens aufbauen kann. Vorerst bleibt Cash aber fesch!

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