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Infineon – vor den Zahlen kaufen?

Morgen wird die Infineon AG ihre Zahlen zum abgelaufenem Quartal vorlegen. Erwartet wird ein Umsatzanstieg von 3,03 Milliarden Euro im Vorjahr auf 4,3 Milliarden Euro. Unter dem Strich soll Infineon einen Gewinn je Aktie von 0,36 Euro erzielt haben, dem gegenüber steht ein Verlust von 0,30 Euro je Aktie im Vorjahr. Die Aktie des Dax Konzerns konnte sich zuletzt mühsam über die Marke von 6,- Euro hangeln, fiel aber wieder darunter, und notiert aktuell bei 5,90 Euro. Insbesondere die Aussagen über die Mittelverwendung des Erlöses aus dem Verkauf der Handychip-Sparte an Intel dürfte die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen. Zuletzt wurde spekuliert, dass es hier möglicherweise zu einer Dividendenzahlung an die Aktionäre kommen könnte. Zuletzt hatte das Technologieunternehmen für das Geschäftsjahr 2000 eine Dividende ausgeschüttet.

Sollten diese Zahlen tatsächlich erreicht werden stehen die Chancen für einen weiteren Kursanstieg der Infineon Aktie nicht schlecht. Das Jahreshoch lag bislang bei 6,30 Euro, dieses gilt es zu überwinden, dann winken zunächst Kursgewinne bis 6,60 oder 6,80 Euro. Jedoch sollte auch das Risiko eine weiteren Rücksetzers in die Anlageentscheidung mit einbezogen werden. Fallen die Zahlen schlechter aus als erwartet, oder sollte der Ausblick auf das vierte Quartal schwächer ausfallen muss man damit rechnen, dass die Aktie noch einmal unter die Marke von 5,50 Euro abtauchen kann. Spätestens bei 5,25 Euro könnte sich in diesem Falle, für Anleger mit der entsprechenden Geduld, eine langfristig interessante Anlagechance ergeben. Ein echter Highflyer wird die Aktie kurzfristig wohl aber nicht. Spätestens bei 7,- Euro warten schon wieder massive Widerstände…

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Die VW-Porsche-Erfolgsstory geht weiter…

Auch die jüngsten Zahlen des VW Konzerns versetzen wohl so manchen Anleger, oder Analysten, ins Staunen. Von Januar bis einschließlich Ende Oktober haben die Wolfsburger fast sechs Millionen Fahrzeuge verkauft das entspricht einem erneut satten Plus von über 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allein im Oktober lieferte VW schon fast unglaubliche 612.000 Autos aus. Während der gesamte Automarkt nur 4,5 Prozent zulegen konnte gewann der Volkswagen Konzern mit einem Zuwachs von zehn Prozent weiter Marktanteile hinzu.

Wachstumstreiber sind nach wie vor die Märkte in Asien und hier natürlich insbesondere China. Aber auch in den USA waren die Autos des Konzerns inzwischen wieder gefragt. Während in Deutschland der Absatz noch schleppend verläuft prognostizieren Fachleute bereits für die kommenden zwei Jahre auch hier ordentliche Zuwachsraten. Dem Automarkt insgesamt wird weiterhin eine glänzende Zukunft bescheinigt. Die Nachfrage in den Schwellenländern wird hoch bleiben, hieß es in einer Pressemeldung von heute. Der VW Konzern dürfte also bereits in diesem Jahr den Absatzrekord aus dem letzten Jahr locker übertreffen. Im Jahr 2009 wurden konzernweit 6,3 Millionen Fahrzeuge verkauft.

Die VW Aktie setzt ihren Siegeszug heute weiter fort. Schon fast fühle ich mich bei der Betrachtung des Charts an die Apple Aktie erinnert. Auch hier glaubten vor einigen Monaten wohl viele Marktteilnehmer, dass der Kursverlauf nicht immer so weiter gehen könne. Wir haben bereits vor Monaten, in unserem Newsletter, bei Kursen um 55,- Euro das erste mal drauf hingewiesen, dass hier eine ganz außergewöhnliche Erfolgsstory entstehen dürfte. Bei Kursen um die 80,- Euro sind wohl auch die Skeptiker unter unseren Lesern eingestiegen, und freuen sich nun fast täglich über ihre satten Kursgewinne.

Kürzlich haben wir zu den Vorzugsaktien auch noch eine Position der Stammaktien in unser Depot gebucht, weil wir hier ein gewisses Nachholpotenzial sehen, sowie den Anteil unserer Porsche Aktien weiter erhöht. Wie die Volkswagen Story weiter gehen wird, und welche Rolle Porsche dabei spielt, können Sie regelmäßig in unserem kostenlosen Newsletter erfahren. Soviel vorab, der interessanteste Teil kommt wohl erst noch…Kurz- wie mittelfristig bleiben die Aussichten beider Automobilhersteller hervorragend. Lesen Sie dazu auch unseren letzten Artikel: “ Porsche und VW rücken immer enger zusammen

Q-Cells, besser als erwartet, aber…

Q- Cells hebt seine Prognose an uns liefert überraschender Weise vernünftige zahlen ab. Trotz der Förderkürzung für die Photovoltaik-Branche in Deutschland steigerte die im TecDax notierte Gesellschaft den Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um 20 Prozent auf 402 Millionen Euro, und damit um 120 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der operative Gewinn stieg im Vergleich zum zweiten Quartal um 35 Prozent auf 36,7 Millionen Euro. Offenbar ist das Unternehmen nun wieder in der Lage dauerhaft schwarze Zahlen zu schreiben. Im vergangenen Jahr hatte Q-Cells noch einen satten Verlust in Höhe von 105 Millionen Euro verbuchen müssen. Sowohl die Preise als auch die Nachfragesituation bei Q-Cells scheinen sich stabilisiert zu habe .

Als Gewinn bleiben im abgelaufenem Quartal 13,3 Millionen Euro übrig, was zwar die Analystenschätzungen leicht übertraf, aber dennoch wohl kein Grund für übermäßigen Jubel ist. Der Vorstand erwartet nun einen Umsatz von mehr als 1,3 Milliarden Euro für das Gesamtjahr, zuvor waren es 1,2 bis 1,3 Milliarden, also auch hier eher eine moderate Steigerung. Wir bleiben bei unserer Einschätzung, die wir bereits gestern hier veröffentlicht haben. Eine kurzfristige Erholung sollte bei der Aktie nach den heutigen Zahlen möglich sein, allerdings dürfte diese nicht allzu weit tragen. Bereits bei 3,50 Euro könnte schon wieder Schluss sein. Die Q-Cells Aktie bleibt für uns neben Conergy vorerst der Zockerwert der Branche.

Der solare Ausverkauf.. bei Centrotherm, Roth&Rau, Solarworld, Q-Cells, Phoenix Solar

Seit Tagen bereits werden Aktien von Solarunternehmen sowie die der Windkraft- Anlagenbauer offenbar massiv verkauft. Ob Centrotherm, Roth&Rau, Solarworld, Q-Cells oder Phoenix Solar, alle Titel sind kräftig unter die Räder gekommen, dabei gab es eigentlich keinen wirklichen Grund für einen solchen Kursverlauf, außer, dass es wohl zu einem Großteil der deutschen Politik zu verdanken ist, dass hier ein ganzer Industriezweig, der auf Jahre tausende von Arbeitsplätzen sicher könnte, durch Subventionskürzungen kaputt gemacht wird. Zumindest bei einigen Titeln ist aber unabhängig davon die Performance der letzten Tage nicht unbedingt nachvollziehbar. Grund genug mal wieder einen näheren Blick auf die Branche zu werfen, und kurz zu analysieren, ob ein Neueinstieg in ausgewählte Titel lohnenswert sein könnte.

Centrotherm konnte mit dem neuesten Zahlenwerk eigentlich überzeugen. Der Technologie- und Equipmentanbieter für die Photovoltaikbranche steigerte den Umsatz um 22,3 Prozent auf 458,4 Millionen Euro von 374,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis verbesserte sich ebenfalls deutlich um 52,7 Prozent auf 54,2 Mio. Euro. Auch die Die EBIT-Marge konnte von 9,5 auf 11,8 Prozent weiter gesteigert werden. Dennoch fiel der Kurs der Aktie zuletzt erneut von knapp 30,- Euro auf 26,- Euro. Die letzte Unterstützung lag bei 26,50 Euro. kann diese nicht zurückerobert werden dürfte noch einmal die Marke von 24,1 Euro getestet werden. Dieses Niveau kann sich dann langfristig als sehr interessanter Einstiegspunkt erweisen.

Bei Roth und Rau kam es in den letzte beiden Handelstagen nach der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal zu einem katastrophalen Kursverlust. Wir hatten bereits darüber berichtet, das eventuell weniger die Zahlen an sich dafür verantwortlich sind, als vielmehr der Vertrauensverlust auf Grund der zuletzt von der Unternehmensführung überwiegend positiven Äußerungen, und der mangelnden Transparenz in der Unternehmenskommunikation. Dennoch sind wir auch der Meinung, das dieser Kursverlauf inzwischen deutlich übertrieben ist. Roth & Rau bleibt ein der interessantesten Unternehmen im Solarsektor weltweit. Nicht vergessen sollte man, das der Umsatz weiter gesteigert werden konnte, und das rückläufige EBIT durch entsprechende Wertberichtigungen entstanden ist. Die Unternehmensführung hat sich entschlossen die „Altlasten“ auszubuchen, die Auftragsbücher sind weiterhin prall gefüllt..Auf dem jetzigen Niveau erscheint uns ein Investment in die Roth&Rau Aktie mittelfristig wieder sehr aussichtsreich zu sein.

Beim Branchenprimus Solarworld verlief der Abverkauf verhältnismäßig ruhig ab. Nach einem kurzem Ausflug über die 10,- Euro Marke notiert die Aktie aber bereits heute wieder deutlich darunter, und könnte eventuell bald wieder die Unterstützung bei 8,50 Euro noch einmal testen. Die Solarworld AG hat ihren Umsatz im dritten Quartal um 44,6 Prozent auf 337,4 Millionen Euro nach 233,4 Millionen Euro im Vorjahr gesteigert. Das EBIT hat sich von 36,2 Mio. Euro im dritten Quartal 2009 um 41,9 Prozent auf 51,4 Millionen Euro im abgelaufenen Quartal verbessert. Der Nachsteuergewinn beläuft sich auf 18,1 Millionen Euro nach 16 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Insgesamt erzielte die Solarworld AG somit einen Neun-Monats -Umsatz von 945,8 Millionen Euro nach 636,7 Millionen Euro, was eine respektable Steigerung des operativen Geschäftes entspricht. Solarworld bleibt ein Basisinvestment im Sektor.

Wie erwartet ist die Q-Cells Aktie erneut unter die wichtige 3,- Euro Marke gefallen, und hat heute sogar die Basis-Unterstützung bei 2,85 Euro unterschritten. Wir gehen davon aus, dass der Abverkauf noch mindestens bis 2,50 respektive 2,42 Euro anhalten wird. Viel mehr gibt es zu der Aktie auch leider nicht zu sagen. Die traurige Geschichte des einstigen Highflyers der zur Zockeraktie verkommen ist findet wohl so schnell kein Ende. Auch wenn demnächst ein Ausbruch nach oben gelingen würde, dürfte das Kurspotenzial hier wohl äußerst begrenzt sein.

Die italienische Großbank Unicredit hat heute die Aktie von Phoenix Solar nach den Zahlen von „Buy“ auf „Sell“ abgestuft und das Kursziel von 40,00 auf 21,00 Euro gesenkt. Das Kursziel von 40,- Euro wurde erst gestern – nach den Zahlen bestätigt und heute bereits revidiert und deutlich reduziert. Davon mag man halten was man will..Die Kennziffern zum dritten Quartal hätten die Erwartungen verfehlt und der Ausblick für 2011 sei zu vorsichtig ausgefallen, schrieben die Analysten. Vor allem auf dem deutschen Heimatmarkt des Photovoltaik-Unternehmens steige das Risiko einer schwachen Nachfrage im ersten Halbjahr 2011. Entgangen ist den Analysten wohl offenbar auch, dass es Phoenix Solar gelungen ist einen Großteil der Umsätze inzwischen im Ausland zu erzielen. (55,5 Prozent die Gesamtumsätze) Wie auch immer, der Kurs fiel heute fast auf 23,- Euro, und erreichte damit unserer Meinung nach bereits jetzt Schnäppchenniveau. Bei 21,60 Euro liegt die letzte Unterstützung, 24,80 müssten wieder überwunden werden um den Chart etwas freundlicher aussehen zu lassen.

Pfleiderer stürzt nach Veröffentlichung der Quartalszahlen ab

Unser kurzer Tradingversuch bei Pfleiderer war schnell wieder vorbei. Zunächst konnten wir 12 Prozent Gewinn verbuchen, bis sich dieser schlagartig wieder in Luft auflöste. Die letzten Nachrichten über zwei weitere Werksschließungen des Spanplattenstandorts Ebersdorf und des Standorts Nidda für Mitteldichte Faserplatten haben den Kurs der Aktie endgültig zum Absturz gebracht. Heute veröffentlichte der Holzverarbeiter dann noch seine zahlen zum dritten Quartal. Demnach ist der Konzern noch deutlich tiefer in die roten Zahlen gerutscht als diese befürchtet worden war.

Der Quartalsverlust erhöhte sich auf 28,5 Mio EUR nach einem Minus von 17,6 Mio EUR im Vorjahr. In den nordamerikanischen Märkten sei die von allen Experten prognostizierte Erholung der Wirtschaft nicht eingetreten. Und in Westeuropa leide die Ertragskraft unter strukturellen Überkapazitäten, hieß es in der Erklärung. Die Unternehmensführung geht weiterhin davon aus, dass das zweite Halbjahr stärker als das erste sein wird. Für das Gesamtjahr wird ein Umsatz von rund 1,5 Mrd EUR erwartet, sowie eine deutliche Verbesserung des Geschäftes im Jahr 2011. Dem Kurs halfen diese Zusagen heute nicht. Mit einem satten Minus von erneut über 20 Prozent notiert die Aktie heute um fast 40 Prozent niedriger als noch am Montag.

Porsche und VW rücken immer enger zusammen

Es geht voran mit der Integration des Porsche Konzerns in die VW Familie. Gestern wurde bekannt, dass Volkswagen nun die Porsche Holding in Salzburg für insgesamt 3,3 Milliarden Euro kauft. Der größte Autohändler Europas, der bislang je zur Hälfte den beiden Familien Porsche und Piech gehört hat, wechselt damit vollständig in den Besitz der VW AG. Die Holding ist in Westeuropa, Südosteuropa und China tätig, und verkaufte im Geschäftsjahr 2009/10 insgesamt 421.000 Neuwagen was einem Gesamtumsatz in Höhe von 12,2 Mrd. Euro entspricht. „Mit dieser Entscheidung haben die Familien Porsche und Piech ein klares Bekenntnis zur Umsetzung des integrierten Automobilkonzerns abgegeben.“ Neben der Stärkung des Vertriebsgeschäfts „heben wir zudem Synergien und steigern die Performance des Vertriebs“, sagte Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG.

VW wird zu 50,76 Prozent von der Porsche Automobilholding kontrolliert, der auch der Stuttgarter Sportwagenhersteller gehört. Diese Holding gehört Mitgliedern der Familien Porsche und Piech, auch die arabische Investmentgesellschaft Qatar Holding LLC ist Großaktionär. Eine Verschmelzung der Porsche Holding SE auf die Volkswagen AG zu einem integrierten Automobilkonzern ist für 2011 vorgesehen.

Die Übertragung des Vertriebsgeschäfts von der Porsche Holding Salzburg ist ebenfalls für das erste Halbjahrs 2011, spätestens aber für den Zeitraum bis zum 30. September 2011 vorgesehen. Der operative Teil der Porsche Holding GmbH Salzburg umfasst „sämtliche Zweige, die mit dem Automobil zu tun haben“, also Porsche Austria, Porsche Inter Auto, aber auch die Porsche Bank, erläutert Porsche Salzburg-Sprecher Hermann Becker.Nur „marginale Bereiche“ verblieben in der Porsche Holding Salzburg. Die Dynastie Porsche/Piech wird seit vielen Jahren vom „trend“ als die reichste Familie Österreichs mit geschätzten 28,8 Mrd. Euro gereiht. Die historischen „Schnittstelle“ der beiden Familien liegt bei Ferdinand Porsche, dem Großvater des früheren VW-Konzernchefs Ferdinand Piech. Quelle: Salzburger Nachrichten

Unser Fazit für beide Aktien lautet unverändert. Hier handelt es sich wohl um eine der interessantesten Storys aus der deutschen Automobilbranche der letzte 20 Jahre. Beide Unternehmen sollten nach der erfolgten Verschmelzung deutlich von dieser Entwicklung profitieren können, auch wenn es bis dahin wohl noch einige Hürden zu nehmen gilt. Die Aktionäre sollte es letztlich auch freuen. Mit dem Verkauf der Anteile an der Porsche Holding wird auch ein wesentlicher Teil der für Porsche geplanten Kapitalerhöhung finanziert werden. Der momentane Schuldenberg des Sportwagenbauers sowie die drohenden Sammelklagen wegen der geplatzten VW Übernahme lasten noch immer auf dem Kurs. Fundamental dürfte der Stuttgarter Autobauer selbst nach einem entsprechendem Risikoabschlag deutlich mehr wert sein als sich dies im Aktienkurs widerspiegelt.

Auch der charttechnische Ausblick beider Aktien ist weiterhin hervorragend. Nachdem die Porsche Aktie kurzzeitig wieder abgetaucht ist befinden wir uns aktuell in der Nähe des letzten Hochs bei 43,- Euro. Dieses wurde bereits mehrfach in den letzten beiden Handelstagen überschritten. Gelingt der nachhaltige Ausbruch über 43,- Euro dürfte das nächste Kursziel bei 47,- Euro später 49,50 Euro liegen. Wir halten diese Kursziele noch in diesem Börsenjahr für erreichbar. Bei der VW Aktie, die ja bereits hervorragend gelaufen ist, sehen wir unverändert weiter steigende Kurse in den kommenden Wochen. Zunächst gilt es die Marke von 115,- Euro zu überwinden, danach dürfte die Marke von 122,- bzw. 126,- Euro angepeilt werden. Auch hier sind wir weiterhin optimistisch, dass dies in absehbarer zeit passieren wird.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Performance der VW Stammaktien in den letzten Handelstagen. Inzwischen haben die „Stämme“ kräftig aufgeholt. Mittelfristig war die Underperformance zu den Vorzugsaktien auch nicht zur rechtfertigen. Wer VW Aktien noch einmal unter 100,- Euro erwerben möchte sollte sich also die Stammaktien etwas näher ansehen. Wir haben gestern unsere Beteiligung am VW Konzern um ein paar Stammaktien erweitert, und besitzen nun beide Aktiengattungen.

Nordex kappt die Prognose – weiterhin nur ein laues Lüftchen..

Heute meldete der Windanlagenbauer Nordex seine Zahlen zum abgelaufenen dritten Quartal. Das von den meisten Marktakteuren mit einer gewissen Sorge erwartet Zahlenwerk fiel ungefähr wie befürchtet aus. Die Geschäfte haben zwar wieder etwas angezogen konnten aber die eigenen Erwartungen des Unternehmens einmal mehr nicht erfüllen. Der Umsatz stieg im direkten Vergleich mit dem vorangegangenen Quartal um 33 Prozent auf 264,4 Millionen Euro. Im Vorquartal hatte der Umsatz nur bei 199,3 Millionen Euro gelegen. Insgesamt ergibt sich damit ein Neun-Monats-Ergebnis in Höhe von 614,2 Millionen, und somit deutliche schwächere Daten als im Geschäftsjahr 2009. Hier hatte der Umsatz zum Ende der neun Monate noch bei 814 Millionen Euro gelegen. Der Auftragseingang stieg im dritten Quartal um 201 Millionen Euro, auch hier liegt der neun Wert mit 530 Millionen Euro nach, 638 Millionen Euro, deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Es gab aber auch positives zu berichten, so verbesserte sich z.B. die Bruttomarge auf 26,7 Prozent nach nur 22,3 Prozent  im Vorjahr. Die Strukturkosten konnten in dem Zeitraum um weitere 3,5 Prozent leicht gesenkt werden. Das eingeleitete Kostensenkungsprogramm zeigt erste Ergebnisse. der Vorstand geht inzwischen aber nicht mehr davon aus, dass eine Umsatzsteigerung in diesem Jahr möglich sein wird. Angepeilt wird hier nun die runde Marke von einer Milliarde Euro, nach 1.183 Milliarden im Vorjahr. Dieses Umsatzminus soll letztlich aber durch eine Steigerung der Profitabilität von 3,5 auf 4 Prozent abgefedert werden.

Die Zahlen von Nordex bleiben schwach. Erst kürzlich haben einige Analysten Ihre Kursziele für die Aktie deutlich gesenkt, Wir gehen davon aus, dass es auch in den kommenden Monaten und Jahren immer schwerer für Nordex werden dürfte sich gegen die großen Konzerne wie General Electric und Siemens, aber auch Vestas und Co. in einem hart umkämpften Markt zu behaupten. Der Margendruck dürfte eher größer werden. Die Aktie ist auch nach diesem Monatsbericht für uns kein Kauf!

Gute Zahlen bei Centrotherm, Roth und Rau patzt kräftig

So unterschiedlich können Zahlenwerke aus der gleichen Branche sein. Währen sich Centrotherm im dritten Quartal wieder deutlich stärker präsentierte dürften die Zahlen von Roth und Rau wohl eher für Enttäuschung bei den Anlegern sorgen. Der Solarzulieferer Centrotherm Photovoltaics, mit Sitz im schwäbischen Blaubeuren profitierte im abgelaufenem Quartals in erster Linie von der starken Nachfrage aus dem asiatischen Raum. Der Umsatz stieg somit in den ersten neun Monaten um 22,3 Prozent auf 458,4 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 54,2 Millionen Euro, nach 35,5 Millionen Euro im Vorjahr. Unter dem Strich verdiente Centrotherm 37,35  nach 25 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auch die Prognose für das Gesamtjahr wurde erneut bestätigt.

Bei Roth und Rau sieht es da schon etwas anders aus. Zwar wird das Ergebnis immer noch durch Sondereffekte belastet, dennoch hatten sich Anleger hier sicherlich mehr erhofft. Der sächsische Maschinenbauer hat wegen außerplanmäßiger Abschreibungen und höherer Rückstellungen seine Ergebnisprognose für das Jahr 2010 angepasst. Der Konzern rechnet nun für das Gesamtjahr nur noch mit einem EBIT von etwa 9 Mio bis 9,5 Mio EUR. Die Umsatzprognose bleibt bei 285 Mio EUR, jedoch dürfte damit die Rentabilität auf geschätzte drei Prozent sinken. Seitens Roth & Rau war man zuletzt von einer EBIT Marke in Höhe von neuen Prozent ausgegangen. Die endgültigen Zahlen zum Geschäftsverlauf der ersten neun Monate legt Roth & Rau am 15. November vor.

Für mich sind die Zahlen von Roth und Rau persönlich eine Enttäuschung. wenn man in den letzten Wochen die Presse , und insbesondere die Aussagen des Vorstandes verfolgt hat, so wurde hier ein anderes Bild gezeichnet. Zuletzt hatte Dr. Roth davon gesprochen eventuell eigene Aktien zu kaufen, weil er sein Unternehmen für unterbewertet halte. Jetzt wissen wir auch warum er damit noch gewartet hat!

Goldman Sachs, neue Einschätzungen zu Nordex und Vestas Wind Systems

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie von Vestas Wind Systems leicht von 260 auf 240 dänische Kronen gesenkt,die Einstufung aber weiterhin auf „Buy“ belassen. Zwqar sei man mit der Einschätzung zum Windenergiemarkt in den USA weiterhin vorsichtig, jedoch werde dessen Schwäche wohl durch das Wachstum in anderen Ländern mehr als kompensiert. Die Aktie des dänischen Windkraftanlagenbauers Vestas bleibe, dank seiner technologischen und industriellen Marktführerschaft, der bevorzugte Wert im Sektor. Die Aktie von Nordex hingegen wurde von Goldman Sachs von „Neutral“ auf „Sell“ abgestuft und das Kursziel von 9,00 auf 5,30 Euro noch einmal deutlich reduziert. Beim deutschen Windkraftanlagenbauer Nordex monierte das Analystenhaus die zu hohen Markterwartungen. Man darf also gespannt sein wie sich die beiden Aktien heute entwickeln werden. Bei Nordex wurde bereits gestern die wichtige 6,- Euro Marke getestet, am morgigen Donnerstag kommen die Zahlen zum abgelaufenem dritten Quartal. Bei Vestas hingegen zeichnet sich der Turnarround ab. bereits in den letzten beiden Handelstagen konnte die Aktie wieder etwas zulegen.

Weitere Insiderkäufe bei HeidelbergCement

Nachdem kürzlich bekannt wurde, dass die Familie Merckle nun wieder massiv in Aktien der HeidelbergerCement AG investiert, und sich inzwischen wieder die Sperrminorität von über 25% gesichert hat, konnte man gestern kurz vor Xetra Börsenschluss lesen, dass sich die Spohn Cement GmbH mit 699015 Aktien zum Kurs von 40,95 Euro am 04.11.2010 massiv an dem Heidelberger Baustoffhersteller beteiligt hat. Die Firma gehört zu dem inzwischen etwas kleiner gewordenem Firmenimperium der Merckles. Die durchgeführte Insider-Transaktion entspricht einem Gegenwert von 28.624.664 Euro! Im Jahr 2005 hatte die Familie Merckle über die Spohn Cement GmbH die Heidelberger übernommen. Damals unterbreitete man den Aktionären ein Übernahmeangebot für 60,- Euro je Aktie. Bereits im Jahr 2009 muste die Familie dann aber im Zuge der Finanzkrise Ihren Anteil an Heidelbergcement von 72 auf weniger als 25 Prozent reduzieren.

Die Merckles mussten sich nach dramatischen Fehlspekulationen des Firmenpatriarchen Adolf Merckle, der anschließend den Freitod wählte, von umfangreichen Beteiligungen trennen. Erst Anfang 2010 wurde der Arzneimittelkonzern Ratiopharm an den israelischen Konkurrenten Teva verkauft. Bereits vor ca. einem Jahr haben wir die Vermutung angestellt, dass die Familie Merckle, nach dem nun erfolgten Verkauf Ihrer Anteile am Ratiopharm Konzern, wohl massiv bei HeidelCement zukaufen wird. Wir haben wohl Recht behalten, und gehen davon aus, dass weitere Insiderkäufe hier folgen werden, auch wenn dies noch etwas Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Umso mehr sind wir überzeugt, dass es sich bei HeidelbergCement langfristig um ein sehr interessantes Investment handelt.

Zu der Kursphantasie durch eine weiter anziehende Konjunktur kommt wohl nun eine kleine Portion Komplettübernahme Phantasie hinzu. Vielleicht gibt es ja in einigen Monaten hier ein interessantes Angebot (Squeeze-Out) für Aktionäre…? Natürlich ist das alles reine Spekulation 😉 In einer kürzlich veröffentlichten Pressemeldung hieß es dazu: Merckle betonte, dass der Rückkauf von Aktien des Baustoffkonzerns sein langfristiges Engagement unterstreiche. Er beabsichtige nicht, in den nächsten zwölf Monaten weitere Stimmrechte zu erwerben. Aus dem Umfeld der Merckle-Gruppe verlautete aber, dass der Zukauf derzeit tatsächlich keine weiteren Ziele verfolge. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass sich das langfristig ändere….

Game Over beim US Anleihenversicherer Ambac Financial

US Anleihen Versicherer Ambac Financial ist insolvent! Heute Nacht meldete das Unternehmen nun endgültig Insolvenz an, der Aktienkurs gab erneut um über 63% nach und notierte am Ende des Tages nur noch bei 0,19 Cent. Ambac hatte bereits vor Tagen gewarnt und wollte nach letztem Stand in eine geordnete Insolvenz gehen, ähnlich wie die großen US Autobauer vor einigen Monaten, um danach wieder gestärkt aus der Krise aufzutauchen. Letztendlich gelang es aber dem Unternehmen nicht sich mit den Gläubigern zu einigen und sich den Verlustvortrag von insgesamt sieben Milliarden US Dollar zu sichern, sowie dringend benötigtes frisches Kapital zu besorgen. Der zweitgrößte US Anleihenversicherer schuldete seinen Investoren nach den letzten Angaben rund 1,68 Milliarden Dollar. Ambac versicherte ursprünglich überwiegend risikoarme Anleihen von Kommunen und Ländern , bis man vor wenigen Jahren massiv ins Geschäft mit hochriskanten Hypothekenpapieren einstieg und somit der Lage nicht mehr Herr wurde. Die gestern verkündete finale Insolvenz des Unternehmens dürfte eigentlich keine große Überraschung dargestellt haben. Anleger, oder viel mehr die Zocker die hier investiert waren waren sich des Risikos hoffentlich bewusst…

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