Author Archives: Lars

Drägerwerk – jetzt wirds brenzlig

Die Drägerwerk Aktie gibt heute erneut kräftig nach, und damit trübt sich auch das Chartbild weiter deutlich ein. Die Aktie die wir bereits seit längerem auf unserer Watchlist haben hat heute mit Kursen unter 55,- Euro eine für die Bullen bedrohliche Marke erreicht. Fällt die Aktie nun auch noch unter die wichtige Marke von 54,70 Euro drohen weitere Verkäufe in Richtung 48,- Euro oder sogar 43,50 Euro. Jetzt ist also äußerst Vorsicht geboten. Grundsätzlich sehen wir die Zukunft von Drägerwerk eher positiv, jedoch muss die starke Performance der Aktie vom Markt auch erst einmal „verdaut“ werden. Bei 54,70 Euro hatten wir ursprünglich eine mögliche Kaufchance ausgemacht.

Ein Rutsch unter die 200 Tage Linie, die aktuell bei knapp unter 55,- Euro verläuft, würde das heute generierte Verkaufssignal aber wohl noch deutlich verstärken. Bislang konnten wir aber auch an dieser Marke noch kein verstärktes Kaufinteresse feststellen. Kann sich die Aktie hier hingegen wieder fangen, dürften sich die jetzigen Kurse als mittelfristig gute Einstiegschance erweisen. Wir bleiben vorerst an der Seitenlinie und warten auf ein klares Signal.

Roth und Rau – die Käufer kommen zurück, wo bleiben die Insider?

Die Roth und Rau Aktie konnte bereits gestern wieder zulegen. Das Orderbuch deutet darauf hin, dass sich hier nun eine Wende abzeichnen dürfte. Auch wenn heute erst wieder Analystenkommentare zu der Aktie zu lesen waren, die ich schlichtweg für sagen wir mal – schwer nachvollziehbar – halte, bleibe ich weiter bei meiner Einstellung zu dem Unternehmen. Hier dürfte in den kommenden Wochen noch einiges an Potenzial in der Aktie stecken. Operativ läuft es bei Roth und Rau nicht schlecht, mit der zuletzt veröffentlichten Gewinnwarnung  wurde einmal reiner Tisch gemacht, um nun wieder konstruktiv in die Zukunft zu arbeiten. Der Solaranlagenbauer dürfte somit in den Zahlen für das dritte Quartal bereits einen Großteil der zu erwartenden negativen Nachrichten veröffentlicht haben.

Der damit einher gehende Abverkauf war nach meiner Auffassung deutlich übertrieben. Auch wenn die Unternehmensführung durch ungeschicktes Verhalten, bzw. eine schlechte Kommunikation in den letzten Wochen wesentlich zu dem Kursrutsch beigetragen hat, dürfte man aus diesen Fehlern gelernt haben. „Wie ist das denn jetzt mit Ihren Insiderkäufen Herr Roth?“ wenn jetzt nicht wann dann? Um glaubhaft zu bleiben, und neues Vertrauen zu schaffen sollte eine solche Meldung nun wohl bald kommen. Kleiner Wink von uns mit dem Zaunpfahl..

Aber Spaß beiseite, der Chart spricht eine deutliche Sprache, die Umkehrformation ist nicht zu übersehen. Kann die Aktie heute noch über der 12,- Euro Marke schließen sind weitere Gewinne bis 13,- Euro oder 13,50 Euro in den nächsten Tagen möglich. Mittelfristig erachte ich Kurse unter 15,- Euro sowieso als Schnäppchenkurse. Roth und Rau dürfte durch den Wegfall der Einmaleffekte, die Änderungen im Umsatzmix, die Erhöhung der Margen im Turnkey-Geschäft und ein Programm zur Kosten- und Strukturoptimierung  im kommenden Jahr zu einer substanziell und nachhaltig verbesserten Ertragssituation zurückkehren.

Q-Cells erinnert an Conergy…

Weiter abwärts heißt es insbesondere für die Q-Cells Aktie. Der Solarsektor ist immer noch deutlich unter Druck, allen voran die Aktie von Q-Cells. Manche Analysten prophezeien der Aktie nun schon ein künftiges Dasein als Pennystock wie beim Branchenkollegen Conergy. Das halte ich zwar für etwas übertrieben, aber man kann so etwas ja bekanntlich an der Börse niemals ausschließen. Die Aktie rutscht heute erneut um fast sechs Prozent ab und notiert nur noch bei 2,25 Euro. Damit liegen die nächsten Unterstützungen bei 2,14 und 1,80 Euro wenn man hier überhaupt noch von Unterstützungsmarken reden kann. Weiterhin würden wir die Finger von dem „Wert“ lassen, da ein Ende der Talfahrt weit und breit nicht in Sicht ist.

Die Q-Cells Aktie ist wohl ein weiterer trauriger Beweis dafür, das man sich niemals in eine Aktie verlieben sollte, auch wenn man von deren Story überzeugt ist. Noch vor drei Jahren notierte der Titel bei 80,- Euro. Für Anleger die dem Titel treu geblieben sind endet dieses Abenteuer wohl mit einem katastrophalen Verlust. Bei Kursen um die 1,80 Euro kann man als spekulativ orientierter Anleger hier eventuell mal ein Tänzchen wagen, und auf einen Rebound setzen, oder zumindest eine kurzzeitige technische Erholung…

Pfleiderer zurück auf zwei Euro, wie gehts weiter?

Pfleiderer Aktionäre hatten zuletzt nicht viel zu lachen. Der Kurs des Holzböden- und Spanplatten-Herstellers fiel in den letzten Tagen nahezu ins Bodenlose. Nachdem das Unternehmen die Schließung weiterer Werke bekannt gegeben hat, und die Finanzsituation des Konzerns immer noch ungeklärt zu sein scheint, trennten sich die Anleger reihenweise von ihren Papieren. Hinzu dürfte noch gekommen sein, dass letztlich wohl einige Stopp-Loss-Lawinen dadurch ausgelöst worden sind und der Aktienkurs bis auf das Sieben-Jahres-Tief bei 1,70 Euro fiel. Inzwischen konnte sich der Titel wieder deutlich von dem Schock erholen und steuert heute, nach einem erneuten Kursplus von fast 11,6 Prozent wieder die runde Marke von zwei Euro an. Wir hatten ja darauf hingewiesen, dass sich hier nun für mutige Investoren eine schöne Tradingchance ergeben könnte.

Mutige Anleger können sich also inzwischen wieder über Kursgewinne von 15 bis 20 Prozent in wenigen Tagen freuen. Die spannende Frage dürfte nun sein wie es hier nun weitergeht. Operativ sieht es immer noch düster aus bei Pfleiderer. Im dritten Quartal stieg der Nettoverlust auf 31,5 Millionen Euro von 21,8 Millionen im Jahr zuvor. Kein Wunder also, dass Pfleiderer auch für das Gesamtjahr mit roten Zahlen rechnet. Zudem kassierte Pfleiderer-Chef Hans Overdiek die Prognose für einen Nettogewinn für das kommende Jahr 2011.

Pfleiderer ist ein Traditionsunternehmen und Weltmarktführer in seinem Bereich. An eine drohende Insolvenz glaube ich nicht, dieses wäre auch äußerst dumm und schädigend für die finanzierenden Banken. Viel mehr gehe ich davon aus, dass eine sinnvolle Lösung bei der Refinanzierung gefunden wird, und die Restrukturierung des Konzerns letztlich zu einer deutlich gesteigerten Effizienz des Unternehmens für die Zukunft führen sollte. Wer genügend Geduld mitbringt kann hier langfristig schöne Gewinne erzielen,  aber bitte immer mit Stoppkursen arbeiten!

Dax weiter im Trend, steil oder etwas flacher?

Der Dax befindet sich weiterhin im Trend. Noch ist also gar nicht verloren, ganz im Gegenteil die bisher kleine Korrektur von fast 200 Punkten nach dem kurzfristigen Erreichen der Marke von 6.900 Punkten ist als durchaus gesund anzusehen. Ich gehe nicht von einem weiteren Abrutschen der Indizes aus, auch wenn die Möglichkeit einer weiterführenden ABC Korrektur durchaus noch gegeben ist, und nicht komplett ausgeblendet werden sollte. Viel mehr könnte die runde Marke von 6.700 Punkten einen guten Boden für einen weiteren Anstieg darstellen, und diese Marke auch noch einmal getestet werden.

Die Frage die sich am heutigen Handelstag stellt, ist viel mehr, findet der Dax zurück in seinen steilen Aufwärtstrend, oder müssen wir und in den kommenden Wochen mit einem etwas langsameren Anstieg begnügen? Sollte der Deutsche Leitindex also heute oder morgen wieder über der 6.800er Marke notieren besteht eine berechtigte Hoffnung auf einen weiteren Anstieg bis zunächst ca. 6,930 Punkten. Kann auch diese Marke überwunden werden dürfte der Index dann in dem steileren Trend die 7.200 Punktemarke anpeilen. Nach unten ist auf die 6,540 Punkte zu achten, denn hier würde der Index endgültig den seit Wochen bestehenden Trend nach unten verlassen. Bereits unter 6.650 Punkten sollte man aber vorsichtiger werden…

Porsche startet durch, 55 Prozent plus und jetzt?

Die Porsche Aktie kennt seit Tagen nur noch eine Richtung. Nach einer kurzen Konsolidierung bei der die Aktie innerhalb von Stunden 10% Bewegungen hinlegte geht es seit gestern, trotz des weltweit schlechten Börsenumfeldes, rasant weiter nach oben. Seit unserer Empfehlung im Investors Inside Newsletter konnte der Titel somit inzwischen satte 55 Prozent zulegen. Das sollte es aber noch lange nicht gewesen sein. Das operativen Geschäft des Sportwagenherstellers läuft weiter richtig gut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 erzielte Porsche einen Gewinn von einer Milliarde Euro. Fast alle Analysten zeigten sich von dem veröffentlichten Zahlenwerk tief beeindruckt. Für das Geschäftsjahr 2010/11 wird nun sogar ein Gewinn von 1,6 Milliarden Euro erwartet.

Noch im Oktober 2007 markierte die Porsche Aktie ihr Allzeithoch bei fast 200,- Euro. Seitdem ist, wie wir alle wissen, eine Menge passiert, und der Aktienkurs teilweise dramatisch eingebrochen. Durch die gescheiterte VW Übernahme wurden eine Menge Schulden angehäuft die es nun allmählich abzubauen gilt. Eine bald geplante milliardenschwere Kapitalerhöhung sollte hier Erleichterung verschaffen. Die Familien Porsche und Piech haben bereits zugesagt sich maßgeblich an dieser Kapitalmaßnahme beteiligen zu wollen, was man durchaus als Vertrauensbeweis in die Zukunft des Unternehmens betrachten sollte.

Auch die drohenden Klagen aus den USA und Europa sehe ich zunächst nicht so dramatisch. Zum einen weil die Mühlen des Gesetzes ja bekanntlich sehr langsam mahlen, und zum anderen weil es zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht klar ist ob eine der Klagen überhaupt zugelassen wird. Kürzlich ist eine Gruppe von Aktionären erneut bei dem Versuch gescheitert hier auf entsprechenden Schadensersatz zu klagen. So verständlich das Begehren der Aktionäre, die durch die wilden Spekulationen des ehemaligen Porsche Vorstandes zu Schaden gekommen sind, auch sein mag, so unwahrscheinlich dürfte die Chance hier auf eine angemessene Entschädigung sein.

Die Porsche Aktie bleibt auf der Überholspur, ein Ende der Aufwärtsbewegung ist vorerst nicht in Sicht. Erst heute wurden die Absatzzahlen für den Zeitraum August bis Oktober veröffentlicht. Der Sportwagenbauer verachtfachte seinen Gewinn in den drei Monaten auf 395 Millionen Euro, bei einem um 80 Prozent gesteigerten Umsatz von 2,06 Milliarden Euro. Einer der Hauptumsatzträger war nach wie vor der Panamera, den es nun bald auch als Diesel geben wird, und der Cayenne. Wir bleiben dabei, unsere kurzfristigen Kursziele haben wir ja kürzlich veröffentlicht. Langfristig dürfte hier noch einiges mehr drin sein…

Vermögende Deutsche Bank Kunden investieren wieder

Die Deutsche Bank zeigte sich heute erneut optimistisch über die Zukunft ihrer Vermögensverwaltungssparte. Das Geldinstitut rechnet in Kürze mit einer Trendwende bei den Mittelabflüssen bei den vermögenden Privatkunden. „Das dreht sich wieder“, sagte der Chef des Bereichs, Pierre de Weck, der Schweizer Zeitung „Finanz und Wirtschaft“. Noch im dritten Quartal hatten die Kunden in der privaten Vermögensverwaltung unter dem Strich drei Milliarden Euro abgezogen, jetzt geht man seitens der Deutschen Bank davon aus, dass bald wieder Mittelzuflüsse zu erwarten sind.

Wachstumschancen für das Vermögensverwaltungsgeschäft man bei der Deutschen Bank vor allem in Asien. Man geht dort davon aus, das der asiatische Markt in fünf Jahren werde etwa so groß wie der europäische sein wird. „Wir wollen dort das Geschäft im Wealth Management innerhalb von drei Jahren verdoppeln“, kündigte der DB Manager De Weck an. Dabei will sich das Geldhaus speziell durch die Konzentration auf sehr große Vermögen und eine intensive Zusammenarbeit zwischen Investment Banking und Wealth Management von der Konkurrenz abheben.

Durch die Übernahme von Sal. Oppenheim hat die Deutsche Bank zuletzt das Vermögensverwaltungs-Geschäft deutlich ausgebaut , über  weitere Zukäufe ließ die Deutsche Bank verlauten, das man grundsätzlich auf organisches Wachstum setze. Wenn sich jedoch eine gute Gelegenheit ergäbe „sagen wir nicht a priori Nein“, hieß es in der Meldung. Nun die Deutsche Bank ist sicherlich auf dem richtigen Weg. Große Vermögen erfolgreicher Menschen aus Asien werden wohl in den kommenden Jahren weiter deutlich zunehmen. Die Weichenstellung der DB in diese Richtung ist also zu begrüßen. Der Aktie hilft das heute wenig. Noch immer befindet sich das Papier in einer sehr angespannten charttechnischen Lage. Fundamental betrachtet ist die Aktie für uns weiterhin ein klarer Kauf.

Irland, Korea und ein gigantischer Börsenskandal..

…das war alles ein bisschen viel gestern..Die Sorgen um Irland sind wieder aufgetaucht, nachdem die meisten Marktteilnehmer wohl schon davon ausgegangen sind, dass dieses Thema jetzt vorerst abgefrühstückt sein dürfte. Das war aber noch nicht alles an Nachrichten aus Europa. Natürlich stürzt sich die Presse nun auf die weiteren Wackelkandidaten, genau wie beim letzten mal zur Zeit der Griechenland-Krise, und beschwört einen neuen Flächenbrand herauf. Portugal soll es nun sein, der nächste Kandidat dem die europäische Währungsunion unter die Arme greifen soll, um das Schlimmst zu verhindern. Nun ich kann mir zwar den Absturz des Euro mit dieser allgemeinen Hysterie erklären, die Schwäche der Wallstreet hingegen nicht.

Auch die weltweite politische Lage ist seit heute angespannt. Viele Marktteilnehmer sind außerordentlich beunruhigt über die militärische Auseinandersetzung zwischen Nord- und Südkorea. Berichten zufolge habe Nordkorea heute mehrere hundert Artilleriegeschosse auf eine südkoreanische Insel abgefeuert. Daraufhin sei das Feuer von Südkorea erwidert worden. Menschen sind zu Schaden gekommen, zwei Tote waren zu beklagen. Der Irrsinn in dem geteilten Land spitzt sich erneut zu. Auch wenn alle westlichen Regierungen dieses Vorgehen aufs schärfste verurteilten, gab es bislang keine Intervention eines Staates. Es geht um viel mehr als die Auseinandersetzung zweier langjähriger Feinde, es geht um zwei unterschiedliche Systeme die letztlich auch von den beiden Großmächten USA und China unterstützt werden. Eine Eskalation des Konfliktes könnte nicht nur die gesamte asiatische Region destabilisieren, sondern auch die beiden Großmächte in eine deutlich angespannte Situation bringen. Das ist allerdings beunruhigend!

Und als wäre das alles noch nicht genug war da auch noch ein einen Insider-Skandal, wie ihn die Finanzwelt bisher noch nicht kannte. Vor circa einem Jahr wurde der Gründer des Hedgefonds Galleon Group, Raj Rajaratnam, wegen Insiderhandels verhaftet, inzwischen ist er gegen Kaution auf freiem Fuß. Die Anklage des New YorkerBundesstaatsanwalts Preet Bharara lautete, dass die GalleonGroup Insidern von börsennotierten Unternehmen gegen Bezahlung die Insiderinfos abgekauft habe. Das Ausmaß dieser alles anderen als legalen „Handelsmethode“ ist gigantisch. Man darf gespannt sein wie das Urteil für die Verantwortlichen letztlich ausfallen wird.

Abschließend sei noch erwähnt, dass alle Konjunkturnachrichten, die heute über den Ticker kamen besser ausgefallen sind als erwartet, und das teilweise deutlich. Als Resumé des gestrigen Tages bleibt also, das die sonstigen Nachrichten wohl ein bisschen zu viel des Guten für die Gemüter der Anleger gewesen sind. Fundamental bleiben wir weiterhin auf Kurs. Der heutige Rücksetzer könnte also eine interessante Einstiegsgelegenheit werden, denn politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine. Heute dürfte es noch einmal holprig werden, dann stehen erneut eine ganze Reihe von Kunjunkturdaten auf der Agenda. Unter anderem der ifo-Index. die US Anträge auf Erwerbslosigkeitsunterstützung, der Michigan Sentiment Index und die Zahl für die verkauften neuen Häuser in den USA. Am morgen dürften wir dann wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser geraten. Die Amerikaner feiern Thanksgiving. Traditionsgemäß schläft der Handel um diesen Feiertag etwas ein…Ich gehe aber davon aus, dass wir ab Montag wieder steigende Börsen sehen dürften..

anbei noch ein paar Artikel die Sie besonders interessieren dürften:

neue Kursziele für Porsche und VW

deutsche und chinesische Solaraktien

Weltmarktführer Pfleiderer

Was ist los bei Pfleiderer?

Die Pfleiderer Aktie stürzt heute erneut ab! Nach den jüngsten Nachrichten um die Werkschließungen, und vor allem die weiteren Unsicherheiten bezüglich der Finanzsituation des Weltmarktführers für Bodenbeläge sieht der Chart wirklich übel aus. Heute wurde mit 1,75 Euro das Sieben-Jahres-Tief erreicht. Ob sich die Aktie hier fangen kann bleibt ungewiss. Angeblich gab es heute eine Meldung über die Aussagen eines Mitarbeiters die ich hier nicht näher kommentieren möchte. Vielmehr möchte ich aber betonen, dass ich auf solche Gerüchte weder etwas gebe, noch diese irgendwo im Netz gefunden habe. Viel mehr kann ich mir vorstellen, das solche Aussagen gezielt gestreut werden um aus dieser Situation Kapital zu schlagen.

Im dritten Quartal stieg der Nettoverlust auf 31,5 Millionen Euro von 21,8 Millionen im Jahr zuvor. Kein Wunder also, dass Pfleiderer auch für das Gesamtjahr mit roten Zahlen rechnet. Zudem kassierte Pfleiderer-Chef Hans Overdiek die Prognose für einen Nettogewinn für das kommende Jahr 2011. Alles in allem also eher eine katastrophale Ausgangslage für einen Rebound der Aktie. Dennoch könnte sich hier eine kurzfristige Spekulation durchaus lohnen. Wie immer sei erwähnt, dass dies nichts für schwache Nerven ist, und man einen solchen Trade nur mit überschaubarem Kapital eingehen sollte. Sollten im Dezember weitere Hiobsbotschaften bei den Verhandlungen mit den Banken zu Tage treten sollte man sich wohl von der Aktie trennen. Kann Pfleiderer sich hingegen mit den Finanzinstituten einigen könnten die heutigen Kurse langfristig sehr interessant sein.

VW kurz vor Allzeithoch, Porsche, nächtes Ziel 60,- Euro

Ich hatte ja bereits vor einigen Tagen darauf hingewiesen, dass bei den Aktien von Porsche und VW noch lange nicht das Ende der steigenden Kurse erreicht sein dürfte. Natürlich habe ich daraufhin einige Mails von Anlegern bekommen, und die Situation bei den beiden Autobauern eher skeptisch betrachten. Seitdem sind beide Aktien weiter kräftig gestiegen, Die VW Vz. Aktie befindet sich inzwischen unmittelbar vor dem Allzeithoch bei 130,- Euro, und die Porsche Aktie hat weiteres Nachholpotenzial bezogen auf die Perspektiven des Unternehmens und vor allem aber dem Wert der Beteiligung am Volkswagen Konzern. Auch haben die Anleger inzwischen wohl erkannt, dass die drohenden Klagen aus Europa und den USA keinen wesentlichen Einfluss auf die momentanen Aktienkurse haben sollten, da sich solche Prozesse, wenn Sie denn überhaupt zugelassen werden (was keinesfalls sicher ist!), über Jahre hinziehen können. Soll heißen, dass selbst im ungünstigsten Falle einer Verurteilung Porsches, die dann zu leistenden Schadensersatzzahlungen, wenn es welche geben wird, wohl erst in einigen Jahren anfallen werden …

Die Porsche Aktie konnte auch in der letzten Handelswoche weiter kräftig zulegen. Nicht nur die Widerstände bei 45,-  und 48,-Euro sondern auch die 50,- Euro Marke konnte in einem Rutsch, und ohne große Gegenwehr der Bären genommen werden. Inzwischen notiert die Aktie bei rund 52 Euro, der Höchstkurs lag heute bei 53,75 Euro was weiteres Potenzial bis 56,60 und 60,- Euro eröffnet. Mittelfristig glauben wir dass hier weitaus höhere Kursziele wieder drin sind. Die Vorzugsaktie des Mutterkonzerns steuert inzwischen, ebenfalls ungebremst, auf das Allzeithoch von 130,- Euro zu. Mit dem heute erreichten Kurs von über 126,- Euro dürfte es nun in den kommenden tagen äußerst spannend werden ob auch diese Marke so überzeugend genommen werden kann wie alle anderen davor.

Total irrational!

Bereits heute sind sich die Experten einig, dass sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2011 wieder verlangsamen wird. Gleichzeitig gibt es Stimmen die behaupten, dass wir uns inzwischen wieder in einem überkauften Aktienmarkt befinden würden. Eine stärkere Korrektur sollte die Folge sein, die diese Überbewertungen wieder abbaut, heißt es oftmals in solchen Meldungen. Aber was wenn diese Korrektur nicht kommt? Was wenn die Aktienmärkte weiter ansteigen werden, und das nicht mal unbedingt aus dem Grund das es der Wirtschaft wieder besser geht? Teilweise waren die Kurssteigerungen in den letzten Monaten wohl mehr als berechtigt, wie die jeweiligen Quartalsberichte gezeigt haben. Vergessen wird bei solchen Aussagen auch offensichtlich, dass wir uns bis vor Kurzem in einer extremen Krise befunden haben, in der die Börse deutlich nach unten übertrieben hat, wie sie das immer zu tun pflegt, wenn die Stimmung im Keller ist.

Vor allem aber wird vergessen, dass sich inzwischen deutlich mehr Liquidität in allerlei Anlageklassen befindet, als dies noch vor knapp zwei Jahren der Fall gewesen ist. Die Unsummen, die nahezu alle Regierungen dieser Welt zur Rettung der Situation, für Konjunkturpakete oder ähnliches aufgewendet haben, suchen immer noch nach sinnvollen Anlagemöglichkeiten. Der Anleihemarkt ist nahezu ohne Rendite, und es wird nach Alternativen gesucht. Aber sicher soll es sein!!! Die Angst vor dem Verlust des sauer ersparten Geldes sitzt tief und treibt seltsame Blühten. Menschen kaufen massiv Anleihen, selbst wenn es keine Rendite dafür gibt, und investieren damit eigentlich in genau das wovor sie die größte Angst haben. Ob Staatspleiten, Währungsreformen oder eine Hyperinflation, hier lauern die wirklichen Gefahren für ihr Geld!

Auch die Goldhausse ungeahnten Ausmaßes kommt langsam ins Stocken. Relativiert um die Währungsdifferenzen zum Dollar waren auch die Steigerungen beim Goldpreis für viele Anleger eher uninteressant. Seit Wochen steht der Goldpreis für Europäer nahezu auf der Stelle, für Australier war das Ergebnis einer Goldspekulation gar ein Nullsummenspiel. Wer zuletzt noch eingestiegen ist muss befürchten bei einer stärkeren Korrektur im Goldpreis nun auch noch Geld zu verlieren. Es heißt immer so schön, Gold sei ein Geld-Aufbewahrungs-Mittel. Auch diese Aussage ist natürlich nur bedingt richtig und greift lediglich bei oben beschriebenen Extremsituationen.

Teile des billigen Kapitals mit dem die Märkte geflutet wurden fließen in die Realwirtschaft als Investitionskapital oder in den Konsum, zumindest war das die große Hoffnung der Amerikaner. Doch große Kapitalreserven verbleiben als Investment in der Finanzwelt. Der Rentenmarkt ist inzwischen ausgereizt, Rohstoffe wieder sehr teuer, in den Charts der Rohstoffe sieht man bereits heute wieder deutliche Blasen die irgendwann platzen könnten. Aktien sind im direkten Vergleich immer noch verhältnismäßig günstig, teilweise sogar deutlich unterbewertet. Auch wenn man von einer Verlangsamung des Wachstums ausgeht, der wichtigste Treibstoff für weitere Kurssteigerungen bleibt die enorme Geldmenge mit der die Notenbanken die Märkte nahezu ersäufen, und diese Quelle scheint so schnell nicht zu versiegen.

Hinzu kommt noch, dass man seit einiger Zeit beobachten kann, dass die Kapitalströme aus den Anleihen- und Rohstoffmärkten offenbar nun in die Aktienmärkte zurück fließen. Dies war das Szenario von dem wir bereits vor Wochen ausgegangen sind. Wenn alles „planmäßig“ läuft werden diese Ströme nun täglich weiter zunehmen, und den Aktienmarkt weiter mit Liquidität versorgen. Wenn dann noch die Rohstoffpreise einknicken wird der Aktienmarkt seine Rallye in ungeahnten Dimensionen fortsetzen. Gerade wegen der inzwischen erkennbaren Gefahren der Staatsüberschuldung, drohender Währungskriege und Spekulationsblasen in einigen Asset-Klassen, steht uns wahrscheinlich die eigentliche Hausse an den Aktienmärkten erst noch bevor. Auch das ist natürlich kein Freifahrtschein für die Zukunft. Wie immer gilt in diesen Zeiten auch hier, dass eine gewisse Vorsicht und vor allem gezieltes Stock-Picking und Diversifikation durchaus angebracht ist.

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