Author Archives: Lars

Thielert – es kam so wie es kommen musste..

Die Thielert Aktie ist nach dem heftigen Kursanstieg der letzten Tagen wieder in sich zusammen gesackt. Alleine heute verzeichnete die Aktie des Herstellers von Kleinflugzeugmotoren, der vor knapp drei Jahren in die Insolvenz ging einen satten Abschlag von 45 Prozent. Damit notiert der Titel wieder deutlich unter der Marke von einem Euro. Der Insolvenz Zock scheint also wiedermal fürs Erste vorbei zu sein. Phantasie kam zuletzt in die Aktie die innerhalb der letzten 10 Handelstage von 0,25 auf 1,75 Euro gestiegen ist durch die Meldung des Insolvenzverwalters, dass man gute Chancen sehe in Kürze einen Großinvestoren zu finden um das Geschäftsmodell wieder neu aufleben zu lassen. Bisher gab es aber noch keinerlei konkrete Meldungen über mögliche Interessenten.

Die Aktie dürfte nun wieder auf mindestens 0,70 Euro zurückfallen, eventuell sogar auf das Ausgangsniveau. Die Thielert Story fand ich damals eigentlich sehr interessant bevor es zu gewissen Ungereimtheiten bezüglich des Firmenchefs und den Bilanzen des Unternehmens kam. Anlegern die hier investieren wollen sollte klar sein, dass ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen ist. Letztlich ist es nur ein Zock solange keine neuen kursrelevanten Nachrichten auftauchen, nicht mehr, und nicht weniger. Sollte die Meldung, dass ein Großinvestor gefunden wurde doch noch kommen kann man hier immer noch mal mit einer kleinen Position einsteigen, vorerst drängt sich das allerdings nicht auf.

Phoenix Solar – doch noch unter 20,- Euro?

Meine gestrige Einschätzung zu den Auswirkungen der Erholung von Solarwerten in den USA  auf die deutschen Branchenvertreter war offensichtlich etwas zu optimistisch, bzw. wohl für manche Titel etwas verfrüht. Auch wenn ich grundsätzlich der Meinung bin, dass Solarworld, Centrotherm, Roth&Rau sowie Phoenix Solar wieder ein langfristig sehr attraktives Niveau erreicht haben sprechen die Charts heute teilweise eine etwas andere Sprache. Insbesondere bei Phoenix Solar ist der Abgabedruck weiterhin offensichtlich hoch. Mit 20,71 Euro markiert die Aktie heute ein neues Tief und es ist zumindest zu befürchten, dass hier noch die Unterstützung bei 19,70 Euro getestet werden soll. Eine weitere nennenswerte Unterstützung befindet sich bei 17,90 Euro. Fundamental bleibt unsere Einschätzung zu dem Wert unverändert. Bei Phoenix Solar dürfte es sich um einen der günstigsten Player im deutschen Solarmarkt handeln. Mit einem KGV für 2011 von 6,1 und einer Marktkapitalisierung von derzeit 162 Mio. Euro scheint der Titel weiterhin sehr günstig zu sein. Analysten sind ebenfalls durchweg positiv und taxieren das durchschnittliche Kursziel für die Aktie bei 37,- Euro. Wir sind noch nicht investiert, dies könnte sich aber bald ändern.

Porsche – wo liegen die nächsten Marken?

Ich widerspreche meinen Bloggerkollegen nur äußerst ungern, aber heute habe ich einen Artikel zu dem Thema der vermeintlichen Überhitzung des Aktienkurses bei der Porsche AG gefunden, und es ist mir ein Bedürfnis hier einmal kurz Stellung dazu zu nehmen. Die Porsche Aktie ist in den letzten Wochen gigantisch gut gelaufen, das ist in jedem Falle richtig, und für einige Marktteilnehmer zumindest bemerkenswert. Dennoch muss man bei der Betrachtung dieser Aktie wohl etwas andere Maßstäbe ansetzen, als dies normalerweise üblich ist.

Der Kurs der Aktie ist viel mehr lange Zeit, als die allgemeine Rally bei den Automobilaktien schon lange im vollen Gange war deutlich vernachlässigt worden. Dies lag zum einen an den Unsicherheiten bezüglich der drohenden Sammelklagen gegen den Sportwagenbauer, wegen der gescheiterten VW Übernahme, und zum anderen wohl an der etwas angespannten Finanzsituation die daraus resultierte. Hinzu kamen noch etwas maue Absatzzahlen, die aber inzwischen deutlich nach oben revidiert wurden. Die Risiken der Sammelklagen sind immer noch existent, dürften aber zumindest in den kommenden Monaten keine wesentliche Rolle spielen, und die Finanzen des Konzerns haben nun durch den Beschluss einer satten Kapitalerhöhung wieder deutlich entspannt.

Die Porsche Aktie hat nach meiner Meinung in den letzten Wochen nur das nachgeholt was alle anderen Autobauer bereits in den Monaten zuvor an Performance hingelegt haben. Hinzu kommt noch, dass Porsche einen wesentlichen Anteil an dem VW Konzern besitzt, der jeden Tag mehr Wert ist. Eine Diskrepanz auf die wir unsere Newsletter-Leser bereits bei Kursen unter 35,- Euro mehrfach hingewiesen haben. Die Porsche Aktie weist inzwischen mit ihrem operativem Geschäft für das kommende Jahr ein KGV von knapp über 10 aus, was für einen K0nzern mit dieser Phantasie wirklich nicht zu teuer ist.

Die Neuausrichtung mit der fünften Baureihe und der erweiterten Motorenpalette, sowie die Synergieeffekte die sich aus der engen Zusammenarbeit jetzt mit dem Volkswagen Konzern ergeben dürften die Ergebnisse der kommenden Quartale ebenfalls weiter positiv beeinflussen. Der Anstieg ist also auch einer gewissen „Nachrichtenlage“ geschuldet. Ich gehe davon aus, dass die Unterstützung bei knapp unter 58,- Euro nicht mehr getestet werden dürfte. Viel mehr rücken nun die Widerstände bei 70 bis 71,- und 77,- Euro in den Fokus. Können auch diese bei weiter freundlichen Börsenumfeld überwunden werden gehe ich davon aus, dass wir im ersten Quartal des Jahres 2011 durchaus Kurse um die 90,- Euro sehen könnten. Immer voraus gesetzt wir erleben an den Börsen in nächster Zeit keine gravierenden Störfeuer, natürlich…

Dryships bricht nach oben aus..

Mit einem deutlichen Kurssprung kann sich die Aktie von Dryships heute nun endlich aus der seit Wochen bestehenden, charttechnischen Umklammerung lösen. Auch die Gilde der Analysten hatten sich zuletzt sehr positiv zu dem Wert geäußert. So kann man beispielsweise in der letzten Seeking Alpha Analyse lesen, dass das Unternehmen offenbar krass unterbewertet ist. Zieht man die üblichen Bewertungsfaktoren zurate, ergibt sich ein Kursziel was ungefähr bei dem Dreifachen des heutigen Aktienkurses anzusiedeln ist.  Insbesondere die Fortschritte die das Unternehmen in jüngster Zeit in dem Segment der Ölbohr- Schiffe gemacht hat, müsste einen völlige Neubewertung der Aktie in der Zukunft zulassen, hieß es.

Unterstützung erhält der Betreiber von Containerschiffen aber auch von dem Dry Bulk Index der sich in den letzten Tagen erfreulicher weise wieder in die richtiger Richtung bewegt. Nach unserer Einschätzung wird der gesamten Logistikbranche momentan viel zu wenig Aufmerksam zu teil, was sich allerdings bald ändern sollte. Das wieder permanent ansteigende Frachtaufkommen weltweit, sowie die deutlich gestiegenen Frachtraten sollten sich in den kommenden Bilanzen deutlich positiv niederschlagen. In der Analyse wurde die Aktie ebenfalls als „Hidden Gem“ bezeichnet, eine Meinung die wir bereits seit längerem teilen. DryShips bleibt für uns die erste Wahl in dem Sektor. Achten Sie in den kommenden Tagen auf die Marke von 6,70 Dollar, kann diese nachhaltig überwunden werde ist der Weg nach oben erst einmal frei.

TradingUpdate Deutsche Bank AG – Kursziel bleibt bei 55,- Euro

Die Deutsche Bank Aktie will einfach nicht so recht anspringen, auch wenn der Chart seit Freitag wieder deutlich freundlicher aussieht. Die Aktie des größten deutschen Bankhauses leidet noch immer unter der europäischen Schuldenkrise. Anleger befürchten nicht absehbare Konsequenzen für die Deutsche Bank bei einem Staatsbankrott eines europäischen Staates. Zwar sind die Risiken bezogen auf die Irland-Krise mit maximal 500 Millionen Euro überschaubar, dennoch wissen Anleger nicht wie sie die Risiken in den anderen Ländern einschätzen sollen. Im Falle eines Flächenbrandes wäre die Deutsche Bank wohl deutlich stärker betroffen.

Nun, ich denke man kann davon ausgehen, dass es nicht zu einem solchen Flächenbrand kommen wird. Die Regierungen der führenden europäischen Nationen werden alles daran setzen die Euro Krise zu bekämpfen, um eine Eskalation zu vermeiden. Aus Erfahrung wissen wir auch inzwischen, dass es selten die Banken sind die dann letztlich die Zeche bezahlen werden, leider! Sollte sich die Lage also in den kommenden Tagen wieder etwas entspannen sehen wir gute Chancen für die Aktie der Deutschen Bank, das diese die bisher verpasste Rallye nachzuholen kann. Letztlich hat sich an der charttechnischen Ausgangslage in den letzten Wochen nicht viel geändert.

Ich gebe zu, den voran gegangenen Verkaufsdruck bei der Aktie etwas unterschätzt zu haben. Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, dass die Marke von 38,50 als Unterstützung halten wird, dennoch wurde kurzzeitig auch die Marke bei 36,50 noch getestet. Das Tief lag bei 36,- Euro! Inzwischen konnte sich die Aktie der Deutschen Bank aber wieder erholen und notiert über der Unterstützungszone bei 38,50 Euro. Im Chart lässt sich inzwischen ein zartes Kaufsignal feststellen, sodass ich davon ausgehe, dass diese Marke nun nicht mehr nennenswert unterschritten wird. Bestätigt würde dieses Kaufsignal heute mit dem Überschreiten der 39,20 Euro, besser noch 39,50 Euro.

Das Ziel bleibt nach wie vor 43,-Euro, erst wenn dieser Marke überschritten wird kann man wieder von einem nachhaltigen Aufwärtstrend sprechen. Die Deutsche Bank Aktie ist, rechnet man die möglichen Risiken der europäischen Schuldenkrise mal nicht mit ein, wohl nach wie vor einer der günstigsten und attraktivsten Bankentitel weltweit. Die Aktie notiert deutlich unter Buchwert und das KGV für das kommende Jahr liegt bei gerade einmal 7. Unser Kursziel bleibt weiterhin bei 55,- Euro in den kommenden Monaten mit der Option auf weitere Gewinne nach dem erreichen dieser Marke

Solarworld, Q-Cells, Roth & Rau, Centrotherm und Phoenix Solar – Zeit für einen Rebound?

Heute könnte ein spannender Tag für Investoren der Solarbranche werden. Bereits am Freitag zeichnete sich in den USA eine Gegenbewegung bei den Solarwerten an. Sollten sich die Indizes in dieser Handelswoche entscheiden den Anstieg weiter fort zu setzen, stehen somit die Chancen auch für Solarworld, Q-Cells, Roth und Rau sowie Phoenix Solar und Centrotherm nicht schlecht sich von den Tiefstständen wieder zu lösen. Das Umfeld für die Branche scheint sich nun wieder etwas aufzuhellen. Die chinesischen Hersteller haben wohl langfristig weiterhin die besseren Chancen, dennoch sollte man die deutschen Anbieter nicht völlig abschreiben.

Insbesondere die Maschinen und Anlagenbauer Centrotherm sowie Roth und Rau haben das Zeug für einen baldigen Rebound, der bei Roth am Freitag schon eingesetzt hat. Mitbewerber Manz Automationen hat kürzlich gezeigt welches Potenzial in dieser Branche noch schlummert, allem voran in Asien. Auch wenn Manz etwas breiter aufgestellt ist zeigen die jüngsten Zahlen, dass nach Automations- und Prozessanlagen für die Herstellung kristalliner Solarzellen weiterhin rege Nachfrage herrscht.

Trotz der drohenden Förderkürzungen, über die wir kürzlich berichtet hatten, dürfte die Solarbranche auch wieder von einem deutlich freundlicherem Börsenumfeld profitieren können. Der vorangegangene Abverkauf scheint – zumindest bei einigen Titeln – deutlich übertrieben gewesen zu sein. Vorausgesetzt wir sehen jetzt noch eine schöne Jahresendrally dürften die deutschen Solarwerte ebenfalls davon profitieren können. Kurzfristig erscheint auch ein Trade bei Solarworld und Q-Cells interessant zu sein, mittelfristig dürfte die Branche wohl unter Druck bleiben. Vorsichtige Anleger sollten aber zunächst wohl erst einmal die Bestätigung des Trendwechsels abwarten.

Dax & Co. schalten den Turbo zu! Achten Sie auf diese Aktien…

Die US Börsen verabschiedeten sich am Freitag mit einem ordentlichen Schlussspurt aus der Handelswoche. Weder die schlechten Arbeitsmarktdaten noch die sogenannte Euro-Krise konnten die Indizes in der abgelaufenen Woche stoppen, alle wichtigen Indizes verzeichneten neue Höchststände. Damit aber nicht genug der Euphorie, seit Freitag haben wir nun berechtigte Hoffnungen das die laufende Hausse bis zum Jahresende noch einmal den Turbo zuschalten könnte. Der S&P 500 schaffte zum Handelsschluss einen Indexstand von 1.224,71 Punkten und notiert damit über der wichtigen Hürde von 1.220 Punkten. Sollten also in den kommenden ein oder zwei Handelstagen keine größeren Störfeuer auf die Börsen zukommen, sehen wir weiter kräftig steigende Kurse bis zum Jahresende. Von konjunktureller Seite sind bis Mittwoch keine wirklich schlechten Nachrichten zu erwarten.

Wir hatten in unserem Newsletter in den vergangenen Wochen immer wieder darauf hingewiesen, dass dieses Szenario sehr wahrscheinlich ist. Mehrere Faktoren, allen voran die offensichtlichen Umschichtungen vom Anleihen- in den Aktienmarkt, sowie der Anlagenotstand institutioneller Unternehmen (Window-Dressing) dürften nun also den Aufwärtstrend nicht nur stützen, sondern zusätzlich antreiben. Weiterhin bleiben dabei die Autowerte unsere Favoriten, aber auch die in den letzten Monaten deutlich vernachlässigte Logistikbranche Rohstoffwerte und Banken scheinen noch einiges an Potenzial zu besitzen. Für Anleger die es gerne etwas spekulativer haben könnte die arg verprügelte Solarbranche nun wieder interessant sein. Am Freitag gab es bereits erste Anzeichen bei den chinesische Solarwerten für einen Rebound.

Sollte also das jüngste Signal der Börsen in den kommenden Tagen bestätigt werden, wovon wir ausgehen, dann ist es ratsam die Investitionquote in den kommenden Wochen weiter zu erhöhen, um diese Bewegung voll auszunutzen. Wir haben uns bereits in der letzten Woche weiter positioniert. Die Aktienposition bei bei Roth und Rau wurde aufgestockt, und eine erste Position der Deutschen Börse AG Aktien ins Depot gebucht. Große Chancen sehen wir ebenfalls bei der Aktie der Deutschen Bank, die am Freitag ein Kaufsignal generiert hat. Unser Kursziel für den Branchenprimus liegt weiterhin bei 55,- Euro. Allen voran machen natürlich die Aktien von VW und Porsche weiter große Freude, die wir unseren Lesern unter 80,- bzw.  unter 35,- Euro ans Herz gelegt haben. Genießen Sie also Ihre Gewinne und lassen Sie diese weiter laufen! Ziehen Sie konsequent Ihre Stopps nach, aber nicht zu eng! Lassen sie dem Markt genügend Luft zum Atmen! Auf eine spannende neue Handelswoche!

KUKA AG – Gewinner des Automobil-Booms?

Die KUKA AG steuerte seit Ausbruch der Krise ebenfalls durch schweres Wasser, konnte allerdings mit den zuletzt veröffentlichten Zahlen wieder überzeugen. Die Konzernführung hatte bei der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen angekündigt den Konzern wieder auf Effizienz trimmen zu wollen. Sowohl die finanzielle Situation als auch die operative Marge scheinen sich kontinuierlich wieder zu verbessern. Die Zukunftsaussichten für die kommenden zwei bis drei Jahre haben sich durch die wieder anziehende Konjunktur und vor allem den Boom im Kfz-Markt wieder deutlich verbessert.

Steigende Kapazitätsauslastungen sowie Rekordwerte bei Profitabilität und Cash Flow dürften die Investitionsneigung vieler Unternehmen auch in den kommenden Monaten weiter stärken, und damit auch dem führenden europäischen Produktionsroboter- und Anlagenbauer zu höherem organischen Wachstum verhelfen. Insbesondere die deutsche Automobilbranche profitiert von der hohen Nachfrage aus den Schwellenländern und China. Der Bedarf der dort nun entstehenden Mittelschicht nach Premium Produkten „Made in Germany“ dürfte noch ein paar Jahre hoch bleiben. Nicht umsonst gehen die führenden Produzenten wie VW, Audi, Porsche, Mercedes und BMW von einer durchschnittlichen Verdoppelung Ihrer Produktion in den kommenden Jahren aus.

Diese hochgesteckten Ziele dürften aber nicht mit einer bloßen Aufstockung des Personals zu erreichen sein. Viel mehr benötigen die Automobilhersteller in Zukunft mehr den je extrem effiziente Produktionsanlagen in denen ein Großteil der Arbeitsschritte von Robotern erledigt werden kann. Zum einen ist dies nötig um die geforderten Stückzahlen zu erreichen, und zum anderen wohl um eine dauerhaft möglichst optimale Kosten-Nutzen-Struktur zu erreichen. Für das Jahr 2011 rechnen Fachleute somit mit einem deutlichen Umsatzwachstum sowie einer Verbesserung der operativen Marge bei der Kuka AG.

Die als Holding fungierende KUKA AG kontrolliert eine weltweit tätige Unternehmensgruppe des Maschinen- und Anlagenbaus mit dem Fokus auf robotergestützter Automation für die industrielle Fertigung. In der Automobilindustrie ist der Konzern seit Jahren nach eigenen Angaben Technologieführer. Das hier erarbeitete Know-how wird seit einigen Jahren erfolgreich auch auf andere Industrien übertragen. Die KUKA AG erwirtschaftet auf fünf Kontinenten mit rund 5.800 Mitarbeitern in 80 Tochtergesellschaften einen Umsatz von knapp einer Milliarde Euro, und wird an der Börse derzeit mit 488 Millionen Euro bewertet.

Roth & Rau – Depotposition aufgestockt, trotzdem…

Bei Roth und Rau geht es weiter aufwärts. Eine der wenigen Aktien die sich im deutschen Solarsektor in den vergangenen tagen von den Tiefstständen wieder lösen konnte war die des Anlagenbauers Roth und Rau. Geholfen haben dabei wohl auch die positiven Nachrichten um den Mitbewerber Manz Automation. Die Analysten von Merrill Lynch haben gestern das Kursziel für Roth & Rau von 22,00 auf 12,70 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Diese neue Einschätzung wurde mit deutlich gesenkten Schätzungen für den Gewinn je Aktie in den Jahren 2010 bis 2012 begründet. Belastet hätten im dritten Quartal unter anderem Abschreibungen in Verbindung mit einem abgesagten Projekt in Indien.

Das gesenkte Kursziel von 12,70 Euro würde aber immer noch einem Wertzuwachs von fast 10 Prozent zum aktuellen Kurs entsprechen. Wir sind der Meinung, dass die Einschätzung vieler Analysten, sagen wir mal etwas kurzsichtig erscheint. Das Roth und Rau Management hat sich für eine Bereinigung der Altlasten entschieden, und dies leider sehr ungeschickt kommuniziert. Die Auftragsbücher des Unternehmens sind weiterhin prall gefüllt, operativ läuft alles wie geschmiert. Der aktuelle Auftragsbestand des Unternehmens wird auf ca. 500 Millionen Euro geschätzt.

Einziger Wermutstropfen für uns sind die kürzlich im Deutschen Anleger Fernsehen wiederholten Beteuerungen von Firmenchef Roth eigene Aktien kaufen zu wollen. Dr. Roth hatte sich bereits vor Wochen in einem Interview ähnlich geäußert, ist aber dieser Aussage bis heute offenbar nicht nachgekommen. Schön fand ich auch den Satz in dem Interview von Dr. Roth: „Uns tut das natürlich auch sehr Leid für unsere Anleger…oder, ich glaube ich werde das jetzt auch tun“ Herr Roth, ich habe eine Bitte für die Zukunft an Sie…Wenn Sie öffentlich sagen, dass Sie etwas tun, dann tun Sie dies auch bitte, wenn Sie ein positives Zeichen für Ihr Unternehmen setzen wollen. Oder sagen Sie bitte einfach nichts, wenn Sie es nicht so meinen, das hilft Ihrem Unternehmen dann deutlich mehr.

Das musst einfach mal raus, man möge mir diese persönliche Ansprache verzeihen. Das Unternehmen ist nach wie vor Top und die Produkte von Roth und Rau weltweit stark gefragt. Insbesondere die Nachfrage aus Asien dürfte noch ein ganze Weile sehr hoch bleiben. Das einzige was momentan etwas schwindet ist das Vertrauen in die Unternehmensführung und deren Aussagen. Mit dieser Meinung stehe ich offenbar nicht alleine da, wenn man in den einschlägigen Aktienboards nachliest. Wir bleiben dennoch bei unserer Einschätzung, dass Kurse unter 15,- Euro für uns weiterhin Schnäppchenkurse sind und haben unseren Depotanteil bei Roth & Rau kürzlich weiter aufgestockt! Gestern wurde ein Kaufsignal mit einem vorläufigem Kursziel von 14,- Euro generiert…jetzt aber schnell Herr Roth 😉

Was ist los bei Solon?

Gestern konnte die Aktie von Solon um über 6 Prozent zulegen. Grund einmal etwas näher hinzusehen, ob sich hier vielleicht etwas neues ereignet hat. Die Umsätze in der Aktie sind immer noch sehr dünn, sodass man nicht davon ausgehen kann, dass der gestrige Kursanstieg durch irgendwelche Neuigkeiten begründet war. Viel mehr scheint es sich zunächst nur um eine leichte technische Gegenreaktion zu handeln. Bei 2,25 Euro dürfte die Aktie nun nach einem monatelang anhaltendem Abverkauf einen Boden ausgebildet zu haben, mit dem gestrigen Überschreiten der Marke bei 2,40 Euro konnte somit die letzte und wichtige Unterstützungsmarke zurückerobert werden.

Sollten die Papiere des Herstellers von Solarmodulen und Photovoltaiksystemen sowie die Projektierung und Errichtung von Großdachanlagen und schlüsselfertigen Solarkraftwerken heute auch noch über die 38 Tagen Linie ansteigen, und über 2,70 Euro schließen, dürfte eine weiterer Kursanstieg bis zur 3,- Euro Marke oder leicht darüber sehr wahrscheinlich sein. Aber Achtung! fundamental hat sich nichts bei der Solon AG positiv verändert, dessen sollten sich Anleger die hier kurzfristig ein paar Euro investieren wollen bewusst sein. Spätestens bei 3,25 Euro könnte die „Erholung“ schon wieder vorbei sein…

Will Volkswagen nun auch noch Alfa Romeo?

Schon lange wird gemunkelt ob der Volkswagen Konzern nun mit Alfa Romeo eine weitere Marke in den Konzern integrieren will, heute wurde bekannt, dass eine führende Delegation der Wolfsburger kürzlich dabei gesehen wurde wie Sie in der Chefetage des Pirelli Turms in Mailand verschwand. Eigentlich sollte dieser Trip nach Aussage der FTD wohl geheim bleiben. „Eine Delegation hat es nicht gegeben“, sagt ein Sprecher von VW. Auch Fiat verneint alle Verkaufsabsichten. Allerdings versichern Autodesigner, dass Kollege de’Silva in Mailand vorfühlte.

VW ist an Alfa interessiert, und das offenbar mehr denn je. Ferdinand Piech bezeichnete den italienischen Automobilhersteller kürzlich als eine der attraktivsten Marken der Welt. Nach der Neuausrichtung die in den letzten Tagen bekannt wurde, in der auch die Porsche AG eine maßgebliche Rolle spielen soll, könnte eine schnelle Integration der Italiener durchaus Sinn machen. Das Sportwagengeschäft von VW wird neu aufgestellt, da dürfte die Marke Alfa Romeo nun gut hineinpassen und ebenfalls von den neu geschaffenen Synergieeffekten deutlich profitieren.

Deutsche Börse AG – Kaufsignal mit Ziel 53,20 Euro

Die Aktie der Deutschen Börse AG dürfte nun wieder interessant werden. Nachdem der Kurs der Aktie in den letzten Wochen und Monaten eher wenig Anlass zu Freude bereitete, zeichnet sich jetzt eventuell eine Trendwende ab. Im vergangenen Monat ist das Xetra Handelsvolumen sowie der Parketthandel in Frankfurt um 18 Prozent auf 113,6 Milliarden Euro gestiegen.. Die Zahlen seien stark ausgefallen, schrieb ein Analyst der Commerzbank heute in einer Studie und setzte das Kursziel auf 58,- Euro rauf.. Sowohl das gestiegene Volumen bei der US-Optionsbörsentochter ISE als auch der Eurex- und Xetrahandel hätten wie erwartet von steigenden Aktienindizes, leicht gestiegener Volatilität und steigenden Zinsen profitiert, hieß es weiter.

Die UniCredit hat Ihr Kursziel von 65,- Euro heute erneut bestätigt und den Titel auf „Buy“ gesetzt.. Fundamental betrachtet erscheint die Aktie ebenfalls wieder interessant zu sein. Mit einem KGV von ca 10 für das kommende Jahr, und einer satten Dividendenrendite von 4,7 Prozent scheint der Titel günstig bewertet zu sein. Wir gehen davon aus, dass die Deutsche Börse AG in den kommenden Monaten, bei weiter steigenden Börsen, und vor allem den Kapitalumschichtungen vom Anleihen in den Aktienmarkt, sowie eventuell hinzukommenden Neuemissionen von dieser Entwicklung kräftig profitieren dürfte. Charttechnisch wurde heute ein Kaufsignal generiert, dass nach dem Überwinden der 38 Tage Linie bei ca. 49,- Euro rasch wieder in den Bereich 52,- Euro bzw. 53,20 Euro führen sollte. Nach unten scheint das Risiko momentan bei 45,50 Euro begrenzt zu sein.

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