Author Archives: Lars

Investors Inside wünscht Ihnen Frohe Weihnachten!

Die Märkte tendieren heute etwas seitwärts, auch die Kursbewegungen in einzelnen Aktien deuten darauf hin, dass sich die Mehrzahl der Marktteilnehmer vor den Weihnachtsfeiertagen nicht mehr allzu weit aus dem Fenster lehnen möchte. Weiterhin werden anfängliche Kursgewinne bis zum Abend wieder abverkauft. Intraday konnte man somit in den letzten Handelstagen noch einmal schöne Gewinn erzielen. Nun wird es auch für mich Zeit die besinnlichen Tage einzuläuten.

Auf diesem Wege möchte ich mich ganz herzlich bei allen Lesern für die vielen positiven Kommentare, das entgegengebrachte Vertrauen und natürlich den regelmäßigen Besuch meines Blogs bedanken. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie frohe und erholsame Tage und ein besinnliches Fest. Wir alle haben uns wohl nach dem aufregenden Jahr 2010 eine kleine Ruhepause verdient. Das kommende Jahr dürfte aber nicht minder spannend werden….

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

TradingUpdate Solarhybrid – 17 Prozent Plus, wie gehts weiter?

Unsere kürzlich eingegangene Trading Position bei der Solarhybrid AG konnte sich erwartungsgemäß bereits wieder schön von den Tiefstständen lösen und notiert inzwischen knapp 17 Prozent höher als bei unserem Kauf am Dienstag. Der vorangegangene Abverkauf und die aktuelle Bewertung des Unternehmens lassen auch weiterhin noch viel Spielraum nach oben zu. Wir gehen davon aus das dies erst der Anfang einer nachhaltigen Kurserholung ist, und bleiben weiter investiert. Auch charttechnisch hat sich das Bild nun wieder etwas aufgehellt. Heute dürfte die Aktie bei weiter freundlichem Börsenumfeld erneut zulegen können. Unser erstes Kursziel liegt bei 7,20 Euro, danach sollte wieder zügig die Marke bei 8,- Euro angelaufen werden. Knapp über der Marke von 8,- Euro ist auch die 200-Tage-Linie zu finden, diese gilt es in absehbarer Zeit wieder zu überwinden, dann wäre auch der Weg wieder frei zweistellige Kurse.

Wir bleiben bei unserer Einschätzung zu dem Unternehmen, dass es sich hierbei um einen sehr interessanten Wert aus der Solarbranche handelt. Können die Prognosen des Vorstandes tatsächlich erfüllt werden dürfte das Unternehmen deutlich unterbewertet sein. Die zuletzt verkündeten Aufträge und Umsätze deuten darauf hin, das die gesteckten Ziele durchaus erreichbar sind. Dennoch würden wir hier auf Grund des sehr niedrigen Handelsvolumens vorerst nur  mit einer kleinen Position einsteigen. Wir legen heute noch einmal nach, da wir uns bereits schön im Gewinn befinden. Die Aktie der Solarhybrid AG bleibt bis zur Vorlage der nächsten Quartalszahlen aber eher ein Risikoinvestment mit entsprechend hohem Gewinn- und Verlustpotenzial. Eine Erholung auf 8,- Euro je Aktie in den kommenden Tagen halten wir für sehr wahrscheinlich. (Aus unserem aktuellen Newsletter)

Solarhybrid AG – war das der finale Ausverkauf?

Nachdem die Aktie des Börsen-Newcomers Solarhybrid bereits seit Woche unter Druck ist mussten die Aktionäre in den letzten Handelstagen weitere schmerzliche Verluste hinnehmen. Sicherlich können sich viele der Anleger noch an die vollmundigen Versprechungen des Vorstandes vor gar nicht allzu langer Zeit erinnern, dass man den Aktienkurs innerhalb kürzester Zeit über 20,- Euro sieht. Dieser Aussage ließen die Herren auch gleich Taten folgen und zeichneten bei der Kapitalerhöhung kräftig eigene Aktien zum damaligen Gegenwert von 10,- Euro je Stück. Grundsätzlich muss man also davon ausgehen, dass die Unternehmensführung hinter Ihrem Unternehmen steht.

Heute nun hat der Aktienkurs der Solarhybrid AG mit einem Kurs von 5,- Euro seinen vorläufigen Tiefpunkt erreicht. In dem aus meiner Sicht finalen Ausverkauf sollten nun nicht nur eigentlich alle möglichen Risiken eingepreist sein. Knapp 17% verliert die Aktie heute erneut, ohne Nachrichten, und unter eigentlich nicht nennenswerten Umsätzen. Und hier liegt wohl auch das hauptsächliche Problem dieser Aktie. Bislang findet fast kein Handel in dem Papier statt, und dies mag daran liegen, dass das junge Unternehmen noch relativ unbekannt ist. Solaraktien sind derzeit nicht gerade en Vogue, das könnte sich aber zumindest für die Branche der Projektierer in den kommenden Jahren wieder deutlich ändern.

Zuletzt hat das Unternehmen deutlich steigende Aufträge aus Italien und Thüringen vermeldet. Auch daraus resultierende Folgeaufträge sind schon unter Dach und Fach. Operativ scheint also alles weiterhin bestens zu laufen. Mit einem KGV von 2,4 für das kommende Geschäftsjahr scheint die Aktie inzwischen lächerlich günstig bewertet zu sein. Gelingt es der Unternehmensführung die gesteckten Ziele von 60 Mio. Euro Umsatz und einem Gewinn von ca 10. Mio Euro zu erreichen dürfte die Solarhybrid AG vor einer kompletten Neubewertung stehen. Kurse von 12,- und später 15,-  Euro sollten im kommenden Jahr dann möglich sein. Wir haben heute eine kleine Position in diesen aussichtsreichen Wert investiert!

Day- bzw. Swingtrading statt Buy an Hold

Gewinne mitgenommen! Mein Einstieg am Freitag bei VW und Porsche hat sich als richtig erwiesen, auch wenn der Gewinn bei der Porsche Aktie deutlich kleiner ausgefallen ist als ich dies erwartet hatte. In diesen Tagen scheint Day- bzw. Swingtrading die bessere alternative zu sein als Buy an Hold. Die Märkte bleiben volatil, die Umsätze sehr gering, und dementsprechend sind manche Kursbewegungen auch etwas irrational. Genau diesen Faktor kann man aber immer wieder in der Zeit vor Weihnachten bis nach Silvester schön nutzen um einige erfolgreichen Daytrades zu machen. Die Zeit für eine erneute längerfristig ausgerichtete Buy an Hold Strategie, und hier rede ich eher von Wochen und Monaten als von Jahren, bei einigen Titeln wird ebenfalls bald wieder kommen, ich gehe jedoch momentan nicht davon aus, das es sinnvoll ist sich vor Ende Januar wieder verstärkt im Aktienmarkt zu engagieren.

Die aktuelle Frage ist also, welche Kräfte die umsatzschwache Zeit „zwischen den Jahren“ nutzen werden. Zum einen sind da die BigPlayer, üblicher Weise sind institutionelle Anleger an einem freundlichen Jahresabschluss interessiert und polieren noch einmal ihre Depots zumindest optisch etwas auf. Die Signale, die der Markt momentan von technischer Seite sendet, sprechen allerdings auf der anderen Seite nicht unbedingt für deutlich steigende Kurse. Auch wenn der Trend zweifelsfrei intakt ist, sind die Chart-Kerzen der letzten Tage nicht mehr überzeugend. Immer wieder kommt es zu sehr kleinen positiven Tageskerzen, aber auch zu deutlich größeren negativen Kerzen. All dies zeugt nicht unbedingt von echter Marktstärke, sondern eher von Unsicherheit. Der Markt tritt auf der Stelle und wartet auf ein klares Signal. Zwar testete der S&P 500 gestern bereits die 1.250 Punkte Hürde, in den einzelnen Aktien werden die Tagesgewinne aber meistens bis zum Handelsende wieder abverkauft.

Die Stimmung bleibt grundsätzlich bullisch, der Januar ist aber überwiegend eine schwacher Aktienmonat, und das sollten Sie unbedingt beachten. Natürlich werden einzelne Aktien auch in dieser Phase ordentlich performen, das Risiko von einem Rücksetzer steigt aber insgesamt deutlich. Es würde mich nicht wundern wenn der Markt nach dem Anstieg der letzten Monate demnächst einmal richtig „durchschnauft“. Für den Dax heißt dies im Optimalfall einen Rücksetzer bis auf ca 6.800 Punkte. Noch ist es allerdings nicht soweit. Kurzfristige Trades können einem die Wartezeit dabei etwas versüßen, oder Sie genießen einfach mal ein paar Tage ohne Börse im Kreise Ihrer Lieben…

Roth und Rau trimmt sich fit

Die Roth und Rau AG hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Zuletzt gab der Kurs deutlich nach, nachdem die Unternehmensführung eine überraschende Gewinnwarnung herausgeben musste. Grund für die gesenkte Prognose waren Einmaleffekte die teilweise daraus resultierten, dass Kunden Ihre offenen Rechnungen nicht mehr bezahlt haben, da sich diese inzwischen in der Insolvenz befanden. Die Geschäftsleitung hat nun durch diesen einmaligen Schnitt die Bilanzen um die schlechten Assets bereinigt, und will sich künftig wieder mehr auf das Kerngeschäft konzentrieren.

Auch die zuletzt deutlich zurückgegangenen Margen des Unternehmens sorgten bei den Aktionären  zuletzt immer wieder für Unmut. Gestern wurde bekannt, dass zudem ein Maßnahmenpaket zur langfristigen Senkung der Konzernkosten verabschiedet wurde. Die Roth und Rau AG will sich neu ausrichten, hieß es. Zur effektiveren Marktabdeckung werde das Unternehmen zukünftig in strategische Geschäftsfeldern (Business Units) aufgeteilt, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese neue und effizientere Unternehmensstruktur soll bis spätestens Ende des kommenden Jahres umgesetzt sein.

„Unser erklärtes Ziel ist es, schnellstmöglich zu angemessenen Gewinnmargen zurückzukehren. Mit der Umsetzung des Maßnahmenpakets schaffen wir dafür eine wichtige Grundlage“, erklärt Dr. Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG, und ergänzt „Wir konzentrieren uns auch in Zukunft vor allem auf die Entwicklung neuer Produkte und Technologien für die Märkte von Morgen. Eine schlankere und effizientere Organisation wird uns künftig dabei unterstützen, flexibel und nachhaltig auf sich verändernde Anforderungen reagieren zu können.“

Erste konkrete Ziele wurden ebenfalls bekannt. So will Roth und Rau die Fertigungskosten insbesondere durch Realisierung von Kosteneinsparpotenzialen aus der höher standardisierten Fertigung der neuen SiNA-Generation senken, durch kürzere Fertigungs- und Beschaffungszeiten eine gezielte Senkung des Working Capital erreichen, die Kosten im Bereich Forschung und Entwicklung senken und die Verwaltung künftig deutlich straffen. Bereits im kommenden Jahr soll darüber hinaus aufgrund von Kosteneinsparungen aus Berater- und Vertriebsverträgen weitere Kostensenkungen in Höhe von rund 5,0 Millionen Euro erzielt werden.

Wir gehen weiterhin davon aus, dass Roth und Rau die gesteckten Ziele auch erreichen kann, und eventuell sogar langfristig gestärkt aus dieser Krise hervorgeht. Gestern probte die Aktie des Maschinenbauers bereits den Ausbruch über die Hürde bei 13,50 Euro konnte die Tagesgewinne aber vorerst nicht verteidigen. Gelingt die in den kommenden Tagen doch dürfte unser erstes Trading-Ziel bei 14,- Euro ebenfalls schnell erreicht sein. Mittelfristig trauen wir der Aktie einen weiteren Anstieg bis zur Marken von 18,- Euro zu. Können die Konstensenkungsmaßnahmen zügig umgesetzt werden sollte der Aktienkurs im kommenden Jahre wieder deutlich über der 20,- Euro Marke notieren.

Washington Mutual – es gibt nochmal eine Verlängerung

Die Washington Mutual Story geht noch einmal in die Verlängerung! Ende diesen Jahres läuft die Frist für die ehemals größte Sparkasse der USA eigentlich ab. Das Konkursgericht hat gestern Nacht nun Washington Mutual, den Einlagensicherungsfond FDIC und JPMorgan Chase um eine Verlängerung der am 31. Dezember endenden Frist gebeten. Dies geht aus am Montag veröffentlichten Gerichtsunterlagen des Konkursgerichtes in Delaware hervor. Die erweiterte Frist für die Entscheidung im Insolvenzverfahren solle einen weiteren Monat betragen, sprich Ende Januar soll dann die endgültige Entscheidung über die Auszahlung von sieben Milliarden Dollar an die Gläubiger feststehen.

Das Gericht soll bis zum Ablauf dieser Frist dann darüber entscheiden, ob die Einigung der drei Parteien über die Ansprüche auf Einlagen und Steuerrückzahlungen rechtens ist. Für die Aktionäre dürfte in diesem Spiel nichts mehr zu holen sein. Wir haben ja bereits nach den für die Aktionäre negativen Prüfungsergebnissen der Sonderprüfung dazu geraten hier aus zu steigen, und zu retten was noch zu retten ist. Zwar wird hier noch einmal auf Zeit gespielt und die Frist verlängert, für Aktionäre wird die Luft aber täglich dünner..

Conergy – es darf wieder gezockt werden..

Die Conergy Aktie kann heute ordentlich zulegen. Berichte über die „Rettung“ des Unternehmens hatten bereits am Freitag die Runde gemacht. Um so unverständlicher ist es, dass die Reaktion des Aktienkurses erst heute auf die Meldung folgt. Wir gehen davon aus, dass es sich hierbei nun mal wieder um den klassischen Zock der Daytrader handelt, und würden weiterhin die Finger von der Aktie lassen. Die vermeintliche Rettung von Conergy ist ein teures Vergnügen für die Aktionäre. Das Grundkapital soll in einem ersten Schritt von 400 Millionen auf nur noch 50 Millionen Euro gesenkt werden. Damit verringert sich die Zahl der Aktien auf nur noch ein Achtel der Ursprungsposition, was letztlich einer effektiven Reduktion der Aktien um  87,5 Prozent entspricht.

Durch die dann folgenden Kapitalerhöhung um ca. 188 Millionen Euro, natürlich mit weiteren Verwässerungseffekten für die Aktionäre, sollen weitere Verbindlichkeiten des Konzerns getilgt werden. Alles in Allem bleibt eine Beteiligung an der Conergy Story also eher die Wahl zwischen Pest und Cholera wie von uns in der letzten Woche beschrieben. Altaktionäre die immer noch hoffen dadurch irgendwann ihr Geld zurück zu bekommen dürften wohl enttäuscht werden, und es ist fraglich ob sich die Zeichnung der Kapitalerhöhung langfristig als gutes Investment herausstellen wird. Wer hier ein paar Tage mitzocken will kann dies natürlich tun, und damit auch durchaus erfolgreich sein. Das damit verbundene Risiko sollte aber jedem klar sein. Als echte Anlage würden wir die Conergy Aktie aber nicht mehr sehen.

Trading Update Deutsche Börse, Deutsche Bank, VW und Porsche

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und man kann eine gewisse Müdigkeit bei den Akteuren an den weltweiten Börsen feststellen. Trotz der überaus guten Vorgaben, dem eher verhaltenen Hexensabbat und dem erneut positiven ifo-Index konnte der DAX die 7.000er Marke zunächst nicht verteidigen. Auch ich hatte mich eher auf ein beschauliches Jahresende eingestellt, jedoch gibt es ein paar Ereignisse die mich nun veranlassen wieder kurzfristig in den Markt einzusteigen. Die offenen Position bei der Deutschen Börse AG läuft nach wie vor planmäßig und gut. Der Wert hat einfach Nachholpotenzial und unser erstes Kursziel bei 53,20 Euro wurde noch nicht erreicht, wenn auch nur knapp. Das Tageshoch am Freitag lag bei 52,80 Euro. Kann die Aktie der Deutschen Börse AG in den kommenden Tagen über 53,20 Euro schließen erhöht sich das Kursziel automatisch auf 55,50 Euro und 58,- Euro.

Bei der Deutschen Bank Aktie scheint nun der Turnarround geglückt zu sein. Die 40,- Euro Marke wurde in der abgelaufenen Woche bereits wieder getestet, konnte aber noch nicht nachhaltig wieder überschritten werden. Ich bin mir nahezu sicher, dass Kurse unter 40,- Euro nun aber schnell der Vergangenheit angehören werden. Zum einen spricht der Chart eine deutliche Sprache, sprich das kürzlich erzeugte Kaufsignal ist weiterhin aktiv, und zum anderen wurden am Freitag in der Xetra Schlussauktion satte 13 Millionen Stücke gekauft!!! Hier ist ein starker Käufer dran, bzw. eventuell wurde auch ein große Shortposition eingedeckt. Das Schlimmste sollten Deutsche Bank Aktionäre nun erst einmal überstanden haben, wenn keine neuen Horrormeldungen aus Euroland kommen. In jedem Fall sind diese Umsätze bemerkenswert und einen Trade auf der Long-Seite wert.

Die Aktien der Autobauer sind in den letzten beiden Handelstagen deutlich zurück gekommen. Gewinnmitnahmen zum Jahresende nach der herausragenden Performance dieser Titel sind normal und sollten nicht weiter beunruhigen. Aber dies war auch ein Grund warum ich mich Anfang der letzten Woche erst einmal für einen Ausstieg entscheiden habe, da ich den Verfallstag abwarten wollte. Die Aktien von VW und Porsche sind nun schneller auf ein erneutes Kaufniveau zurückgekommen als angenommen. Konsequenter Weise baue ich nun bereits wieder erste Positionen bei Volkswagen und Porsche auf. An der fundamentalen Situation hat sich nichts geändert, das sieht auch die Analysten-Gilde so, die zuletzt noch einmal die Kursziele für für die beiden Autobauer deutlich angehoben hat.

Die kommenden drei Wochen sind zwar traditionell sehr umsatzschwach, gehörten aber in den letzten beiden Jahren bereits zu den lukrativsten des gesamten Jahres, mal schauen ob das in diesem Jahr auch wieder so ist. Sollte sich hier eine positive Entwicklung abzeichnen werde ich weiter aufstocken, und drei sehr interessante Aktien u.a. aus dem Rohstoffsektor hinzukaufen. Welche dies sein werden lesen Sie in den kommenden Tagen im Blog.

Noch ein kleiner Tipp zum Jahresende: Im kommenden Jahr wird wiedermal alles teurer, ob Gas, Strom oder die privaten Krankenversicherungen und die Kfz- Versicherung, Sie sollte noch dieses Jahr die Weichen stellen um dauerhaft einen ordentlichen Betrag jährlich einzusparen. Ich habe gerade mal wieder einige Anbieter gewechselt, und satte 2.200,- Euro jährlich eingespart. Einen Betrag in ähnlicher Höhe konnte ich bereits im vergangenen Jahr durch den Wechsel des Gasanbieters und der Kfz-Versicherung einsparen. Bei Beitragserhöhungen haben Sie in jedem Fall immer ein Sonderkündigungsrecht, und müssen keine Fristen abwarten!! Hier gehts zum Vergleichsrechner..probieren Sie es aus!

YRC Worldwide – Klage abgewiesen Aktie legt wieder deutlich zu

Die Aktie des nordamerikanischen Logistikkonzerns YRC Wordwide konnte am Freitag kräftig zweistellig zulegen. Mit einem Zuwachs von fast 15% verabschiedete sich der Wert aus der vergangenen Handelswoche, nachdem die drohende Klage durch den Konkurrenten ABF vom Richter wegen mangelnder Aussicht auf Erfolg abgewiesen wurde. Zwar bleibt ABF nun noch die Möglichkeit eine Instanz höher zu gehen um die Klage erneut einzureichen, jedoch dürfte den Verantwortlichen dort ebenfalls klar sein, dass die Aussichten dort dann nicht wesentlich erfolgversprechender sind.

Ich betrachte den Ausgang dieser Vorverhandlung als sehr positives Zeichen für das im Börsenjahr 2010 arg gebeutelte Unternehmen. Durch die neuen Vereinbarungen mit der Gewerkschaft Teamster ist YRCW nun in der Lage die Restrukturierung des Konzerns weiter voran zu treiben. Die finanzielle Belastung ist dadurch deutlich gesunken, und ich gehe davon aus, dass auch operativ im Jahr 2011 wieder deutlich bessere Zeiten auf die gesamte Logistikbranche zukommen sollten. Die USA sollte das Tal der Tränen nun allmählich wieder verlassen, der Konsum dürfte weiter anziehen, und dementsprechend das Frachtvolumen ebenfalls weiter deutlich steigen

Zwar ist es sicherlich zu früh von einem nachhaltigen Turnarround der Aktie zu sprechen, die Wahrscheinlichkeit für wieder steigende Kurse ist mit dem Richterspruch aber wieder deutlich gestiegen. Letztlich geht es ja an der Börse immer nur um das Handeln von Wahrscheinlichkeiten…YRCW bleibt für uns einer der interessantesten Werte für die kommenden Jahre überhaupt. Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz ist das Unternehmen derzeit mit nur einem Zehntel der normal üblichen Bewertung an der Börse bewertet. Gelingt es dem Unternehmen wieder an die alten Erfolge anzuknüpfen wird sich dies dann auch sehr schnell im Kurs widerspiegeln.

Mein Kursziel  für die kommenden Tage ist nun zunächst einmal eine Stabilisierung über der Marke von 5,- Dollar, anschließend sollte die 8,- Dollar Marke als Ziel für das erste Quartal 2011 gesehen werden, bis Jahresmitte 2011 halte ich 20,- Dollar oder mehr für möglich.

Ifo Index und Hexensabbat…

Heute ist es mal wieder soweit, es ist Hexensabbat, und zwar der letzte des Jahres. Traditionell finde ich diesen Tag einen der spannendsten des Jahres. Nicht selten werden hier kurz vor dem Jahresende nochmal ordentliche Positionen gedreht. In den letzten beiden Jahren hat sich dieser besondere Tag als gute Einstiegsgelegenheit bei einzelnen Aktien erwiesen, die dann im Anschluss bis zum 05. Januar gut gelaufen sind. Die Vorgaben für den heutigen Tag sind gar nicht mal so schlecht. Die US Indizes konnten gestern Ihre Tagesgewinne mal wieder halten, nachdem diese die letzten drei Tage zuvor jeweils wieder abverkauft worden sind. Es ist also durchaus möglich, dass wir heute mal wieder einen sehr freundlichen Wochenausklang sehen.

Am so genannten „Hexensabbat“, laufen viele Futures und Optionen auf Einzelaktien und Indizes aus . Bereits im Vorfeld dieses alle drei Monate stattfindenden Ereignisses kommt es dadurch häufiger zu große Kursschwankungen. Hier in Deutschland ist der Spuk dann gegen 13:00 Uhr meistens schon wieder vorbei. Allerdings sollten Anleger auch um 10.00 Uhr auf die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex achten. Volkswirte gehen mehrheitlich davon aus, dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zum Ende des Jahres erstmals seit Februar leicht verschlechtert hat. Ansonsten stehen heute keine allzu relevanten Konjunkturdaten mehr auf der Tagesordnung. man kann sich also voll und ganz auf die Einzelwerte konzentrieren!

Panikartige Verkäufe bei Mastercard und Visa

Der Kreditkartenbranche droht Ungemach! Die Aktien der Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa sind gestern ordentlich unter die Räder gekommen. Panikartige Verkäufe schickten die Visa Aktie um 12,87 Prozent in den Keller. Die Anleger reagieren damit heftig auf die Vorschläge der FED, die Gebühren der Kartenanbieter künftig drastisch zu limitieren. Auch die Aktien von Mastercard Inc. verlieren über zehn Prozent. Sollten die Entwürfe der FED umgesetzt werden, könnten den Unternehmen künftig Milliarden US-Dollar an Einnahmen fehlen. Die Umsätze würden zwangsläufig massiv einbrechen. Nach dem Vorschlag der FED soll die so genannte interchange fee auf zwölf US-Cent je Transaktion beschränkt werden, was natürlich für die Kunden eher erfreulich sein dürfte.

Bisher hat die durchschnittliche Transaktionsvergütung bei ca. 44 Cent gelegen, also etwa viermal so hoch wie jetzt geplant. Was das für die Kartenunternehmen bedeutet kann man sich leicht ausrechnen. Die Pläne der FED würden sicherlich die gesamte Kreditkartenbranche auf einen harten Prüfstand stellen. Es ist davon auszugehen wenn dieser Vorschlag auch nur ansatzweise in dieser Höhe verabschiedet werden sollte, die Aktienkurse noch weiter deutlich einbrechen könnten. Unter den gegebenen Umständen würden wir bis zur endgültigen Klärung nicht in diesem Sektor investieren, wenn dann wohl nur auf der Short-Seite…

Da ist es wieder – das Hindenburg Omen!

Bereits in der letzten Augustwoche diesen Jahres wurde es zum ersten Mal gesichtet, letzten Dienstag war es dann wieder soweit! Das Hindenburg Omen. Viele, einschließlich meiner Person haben sich wohl gefragt was das ist, und was der gute alte Herr Hindenburg mit der Börse zu tun hat? Ich habe heute mal ein wenig recherchiert, und möchte versuchen dieses Phänomen einigermaßen verständlich zu erklären. Es handelt sich hierbei um eine spezielle Chartformation die relativ selten auftritt, in Ihrer folge aber meistens einen starken Einbruch der Börsen zur Folge hat. Dieses technische Muster wird besteht aus relativ komplizierten Zusammenhängen von Kursverläufen. Es wird ausgelöst, wenn mehr als 2,2 Prozent aller an der NYSE gelisteten Aktien neue Jahreshochs ausgebildet haben, und gleichzeitig mehr als 2,2 Prozent aller Aktien ein Jahrestief markieren. Weiter muss der Zehn Wochen Durchschnitt aufwärts gerichtet sein, das Momentum (MCLEAD Indikator) hingegen an diesem Tag gen Süden zeigen.

Hört sich erst mal irgendwie wirr an, zeigt aber, dass gewisse Zusammenhänge an der Börse irgendwie durcheinander geraten sind. Platt gesagt, zum einen stark steigende Kurse und gleichzeitig stark fallende Kurse. Wenn ein Hindenburg Omen auftaucht zeigt dies somit, dass während einige Aktien noch steigen, die allgemeine Marktbreite aber nachlässt, und die Zahl der fallenden Aktien an genau diesem Tag die Zahl der steigenden Aktien nun überwiegt. Zunächst ist dieses Phänomen also nur eine Momentaufnahme. Sollte das Hindenburg Omen dann aber innerhalb von 36 Tagen erneut auftreten ist die Wahrscheinlichkeit für fallende Kurse, zumindest theoretisch, extrem hoch.

Eines der bekanntesten Beispiele für diese sich selbst erfüllende Prophezeiung ist der Crash von 1987. Damals wurde im September/Oktober insgesamt drei mal ein solches Phänomen „gesichtet“. Was daraufhin passierte wissen wir ja alle. Auffällig war aber im Jahre 1987, dass zwischen den einzelnen Erscheinungen die Kurse weiter munter angestiegen sind bevor es dann letztendlich zum Crash kam. Auch in  Jahr 2007 wurde das Hindenburg Omen im Juli gesichtet… Nun sollte man solchen historischen Ereignissen aber vielleicht nicht allzu viel Bedeutung beimessen. das Hindenburg Omen trat in den letzten 40 Jahren immer mal wieder auf, führte aber nicht unbedingt immer und vor allem nicht sofort, zu einem jähen Absturz der Börsen. Sollte es demnächst wieder an einem Börsentag zu dem Phänomen kommen, dann ist eventuell Vorsicht geboten, ansonsten würden wir eher darauf setzen den gesunden Menschenverstand in die Anlageentscheidungen mit einzubeziehen.

Die Theorie vom „bösen Omen“ besagt weiter, wenn das bislang unbestätigte Omen binnen 36 Tagen, also in diesem Fall bis zum 19. Januar, erneut auftritt, muss nach der reinen Lehre mit deutlichen Kursrückgängen in den folgenden 120 Tagen gerechnet werden. Seit dem letzten Mal Ende August waren es deutlich mehr als 36 Tage, mal schauen wie lange es dieses mal dauert bis das Phänomen sich wieder zeigt…

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