Author Archives: Lars

Deutsche Börse AG – Kursziel erreicht!

Die Aktie der Deutschen Börse AG kann heute noch einmal kräftig zulegen und notiert nun nahe unseres zweiten Kursziels von 55,- Euro. Die heute veröffentlichten Zahlen haben überwiegend positiv überrascht. Vor allem bei dem elektronischen Handelssystem Xetra, aber auch die Terminbörse Eurex sei die Entwicklung stabil gewesen. Dagegen haben die Umsätze der US-Optionsbörsentochter ISE einmal mehr enttäuscht. Auch wenn wir für das Gesamtjahr mit weiter steigenden Aktivitäten an den internationalen Börsenplätzen rechnen gehen wir zunächst weiterhin von einem Rücksetzer an den Börsen in den kommenden Tagen oder Wochen aus, und haben unsere Position somit heute glatt gestellt. Wir verabschieden uns also vorerst mit einem schönen Gewinn von 15% aus der Aktie. Der Titel der Deutschen Börse AG verbleibt ganz oben auf unserer Watchlist für einen Wiedereinstieg zu gegebener Zeit.

Thielert – doch nur heiße Luft?

Die Aufregung vor ein paar Wochen war groß, der Thielert AG wurde durch die Aussagen des Insolvenzverwalters neues Leben ein gehaucht. Der Aktienkurs explodierte um mehrerer hundert Prozent und fiel dann erwartungsgemäß wieder in sich zusammen. Heute notiert der Aktienkurs der Thielert AG wieder bei ca 0,60 Euro, und ich würde sagen da ist noch etwas „Luft“ nach unten. Bereits in unserer letzten Prognose über den Aktienkurs des Flugzeugmotorenbauers haben wir darauf hingewiesen, dass es hier auch ganz schnell wieder abwärts gehen wird da es sich offensichtlich um eine Verwechslung der AG und der Thielert GmbH handelt. Sollte also in Kürze ein Investor für die GmbH gefunden ist es derzeit noch völlig unklar ob, und in wie weit, die AG und damit deren Aktionäre davon profitieren werden.

Die Thielert Aktie ist ein reines Zockerpapier, das sollte jedem klar sein der darüber nachdenkt hier zu investieren. Ich persönlich halte die Wahrscheinlichkeit, dass der Aktienkurs demnächst wieder da landet wo er hergekommen ist, nämlich bei 25 Cent, für wesentlich größer als einen weiteren starken Kursanstieg. Wer dann zu dem ursprünglichen Aktienkurs vor dem letzten Anstieg auf die Wiederauferstehung der Thielert AG setzen möchte, und etwas Zeit mitbringt, kann dies zu kleinem Geld und mit einem überschaubaren Betrag tun. Sollte es dann doch noch irgendwann zu einer Fortführung des eigentlich interessanten Geschäftsmodells in der AG oder einer lukrativen Veräußerung von Geschäftsteilen kommen, könnte sich dies auch auszahlen, die letzten Nachrichten sprechen aber nicht unbedingt für dieses Szenario.

TradingUpdate BMW und Continental, Porsche, VW

Das Umfeld für Automobilaktien bleibt weiterhin sehr freundlich. Wir haben unsere Leser ja bereits frühzeitig darauf eingestimmt, dass auch das Jahr 2011 das Jahr der Automobilaktien werden dürfte. Dies scheint sich auch bereits in den ersten Handelstagen des neuen Jahres deutlich zu bewahrheiten. Porsche konnte gestern 14,8 Prozent zulegen, VW etwas über 5 Prozent, die Stammaktien sogar über 6 Prozent. Diese beiden unternehmen bleiben unsere Top Favoriten aus dem Sektor für das kommende Jahr. Die Porsche Aktie sollte jetzt kurzfristig über die 70,- Euro Marke gehen können. Bei VW dürfte bei weiter freundlichem Börsenumfeld ebenfalls noch einmal ein Kursschub einsetzen der die Stammaktien über 118,- Euro und die Vorzugsaktien über 132,- Euro hieven dürfte

Aber auch die Aktien anderer Automobilkonzerne legen kräftig weiter zu. BMW Aktien kletterten gestern über 3 Prozent in die Höhe. Hier sind die Vorzugsaktien immer noch sehr interessant, diese notieren mit einem Abschlag von über 30% zu den Stammaktien. Unsere Depotposition bei BMW befindet sich seit unserem Einstieg vor wenigen Tagen bereits mit über fünf Prozent im Plus, und ich gehe davon aus, das heute die 40,- Euro Marke wieder zurückerobert werden kann.

Die Continental Aktie tut sich noch etwas schwer und kämpfte bis gestern mit der 60,- Euro Marke. Heute dürfte ein neues Kaufsignal bei der Conti Aktie generiert werden. Gelingt nun ein Anstieg über 61,50 Euro dürfte schnell die Barriere bei 62,80 Euro getestet werden. Ein Überwinden dieser Marke hätte dann ein Kursziel von ca. 69,- Euro zur Folge. Bleiben Sie auf jeden Fall vorerst bei allen Titeln dabei, hier sind auch in den kommenden Tagen noch schöne Gewinne möglich. Bis Ende des Monats gehe ich weiterhin von einer leichten Korrektur des Marktes aus, die natürlich dann auch an den Automobilwerten nicht spurlos vorbeigehen wird. Heute Abend könnte ein guter Zeitpunkt sein die Stopps entsprechend zu setzen…

Facebook – Wir befinden uns bereits in der nächsten Internet-Blase

Laut Berichten der New York Times steigt nun auch das Investmenthaus Goldman Sachs bei Facebook ein. Das wäre an sich noch nicht so bemerkenswert, aber der veranschlagte Preis für das Unternehmen des Firmengründers Marc Zuckerberg gibt einem dann doch etwas zu denken. Noch vor einem halben Jahr fragte man sich, ob Facebook rund 25 Milliarden US Dollar wert sein könnte. Zwar hat das junge Unternehmen bislang im Gegensatz zu vielen anderen Startups bereits Geld verdient, jedoch dürften die Einnahmen durch Werbung und Erlöse aus Netzwerkspielen lange nicht ein solche Bewertung rechtfertigen.

Die unglaubliche Anzahl der täglichen User dieser Plattform verspricht jedoch enormes Potenzial für die Zukunft. Heute, nur sechs Monat später, wird Facebook  von Goldman Sachs und der russischen Internet-Beteiligungsgruppe Digital Sky Technologies mit knapp 50 Milliarden Dollar bewertet. Zwar hat man immer noch keine weiteren Wege gefunden Geld mit dieser Plattform zu verdienen, aber der Wert des Unternehmens hat sich erneut verdoppelt. Facebook hat Traffic und das nicht zu knapp. Inzwischen wurde auch die Internetseite von Google, die bislang die meistbesuchte Website der USA war, von den Facebook- Nutzern auf Platz zwei verbannt.

Hintergrund für die Investition mehrerer institutioneller Unternehmen in dieses aufgeblähte Unternehmen scheint wohl viel mehr der Plan zu sein mittels eines Börsengangs, der 2012 kommen könnte viel Geld zu verdienen. Wie bereits vor über 10 Jahren spielt auch hier wohl der Zeitfaktor eine wesentliche Rolle für den Erfolg einer Investition. Es muss schnell gehen, der Druck auf Zuckerberg von seinen neu gewonnenen „Freunden“ die auf einen baldigen Börsengang drängen könnte sich nun drastisch erhöhen.

Ich bin gespannt ob diese Rechnung dann aufgeht, oder bis dahin dann doch irgend ein schlauer Mensch mal einen Taschenrechner in die Hand genommen und nachgerechnet hat. Die Dotcom Blase Ende des letzten Jahrtausends scheint doch eher harmlos gewesen zu sein, wenn man sich heutige Unternehmensbewertungen ansieht…

Porsche hebt ab! Wird die Fusion mit VW nun vorgezogen?

Die guten Nachrichten für VW und Porsche haben heute voll eingeschlagen. Der Sportwagenbauer notiert mit einem satten Plus von 13 Prozent  an der Frankfurter Börse. Sicherlich ist die Nachricht über die erste abgewiesene US Sammelklage erfreulich, dennoch stellt man sich zwangsläufig die Frage ob dieser Kursaufschlag heute gerechtfertigt ist. Das heute morgen gerissene Gap dürfte wohl im Jahr 2011 irgendwann auch wieder geschlossen werden, wann genau weiß ich nicht, aber ich vermute mal im ersten Quartal des Jahres. Auch wenn also die Freude über die abgewiesene Klage zunächst groß ist sollte man bedenken, dass die Kläger in die nächste Instanz gehen können, außerdem stehen noch ähnliche Klagen in Milliardenhöhe aus Europa aus.

Wie schon geschrieben gehe ich nicht davon aus das diese Klagen sich vorerst negativ auf den Porsche Aktienkurs auswirken werden. Viel interessanter dürfte in diesem Zusammenhang die Frage sein, ob die Fusion mit dem Volkswagenkonzern nun doch schneller als erwartet in die Wege geleitet werden könnte. Die dadurch möglichen zusätzlichen Synergieeffekte sollten die Aktienkurse beider Unternehmen auch in Zukunft weiter beflügeln. Sowohl die VW als auch die Porsche Aktie bleiben somit ein Basisinvestment für das Börsenjahr 2011 in unserem Depot.

Grundsätzlich bleibe ich bei meiner Einschätzung, dass wir ein weiteres positives Aktienjahr zu erwarten haben, es dürfte aber auch ein bewegtes Jahr werden. Ich gehe davon aus, dass spätestens gegen Ende der Woche wieder ein leichter Rücksetzer an den Börsen möglich ist. Die Rücksetzer in diesem Jahr werden aber wohl allesamt eher verhalten ausfallen. Noch immer herrscht Anlagenotstand bei privaten und institutionellen Anlegern. Die Geldanlage in Aktien ist weiterhin aufgrund der zu erwartenden Rendite nahezu konkurrenzlos. Die Devise für dieses Jahr lautet somit einmal mehr „Buy the Dips“ oder anders gesagt, auf das richtige Timing kommt es an!! Die letzten Handelstage des Jahres 2010 haben es erneut gezeigt. Anleger die nach unseren Analysen zu VW und Porsche beherzt zugegriffen haben dürften heute einen schönen Start in das neue Jahr erleben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein glückliches und erfolgreiches Neues Jahr..

Solarhybrid AG liefert pünktlich!

Die solarhybrid AG, ein führender Lösungsanbieter für Solarstrom und Solarwärme gab heute bekannt, dass man trotz extremer Witterungsbedingungen den Zeitplan für die Errichtung des  Solaris 8 Projektes mit einer Nennleistung  von 7,5 MW eingehalten hat. Das bislang größte Kraftwerk in Thüringen wurde planmäßig übergeben und ist seit am 30. Dezember 2010 am Netz. Auftraggeber war die Solaris Kraftwerke GmbH. Weiter wurde bekannt, dass drei weitere Solarkraftwerke in Sachsen mit einer Nennleistung von zusammen 4,2 MW pünktlich zum Jahresende an Solaris übergeben wurden. Die planmäßige Erstellung belegt die hohe und verlässliche Leistungsfähigkeit der Solarhybrid AG auch unter extremen Bedingungen.

Mit der heutigen Meldung sollte auch wieder etwas mehr Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zurückkommen. Der Aktienkurs der Solarhybrid AG dürfte in den kommenden Wochen wieder deutlich anspringen. Weitere Großkraftwerke mit einer Nennleistung von 17,3 MW befinden sich in in Kürze in der Region Piemont in der Umsetzung. Der Baubeginn ist nun für Mitte Januar 2011 vorgesehen. Wir bleiben auf jeden Fall dabei, und gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr deutlich zweistellige Kurse bei der Aktie sehen werden. Wie schon geschrieben…wenn es der Unternehmensführung gelingt die Prognosen einzuhalten dürfte die Solarhybrid AG an der Börse deutlich unterbewertet sein.

EasyCredit – partnerschaftliche und flexible Online Kredite

Jeder von uns kennt unzählige Situationen, in denen ein zusätzlicher finanzieller Spielraum vieles einfacher machen würde. Ob größere Anschaffungen, ein Umzug, die Hochzeit oder aber auch gerade jetzt zu Weihnachten – easyCredit hilft Ihnen dabei. Und das ganz fair und partnerschaftlich. Hier die Vorteile eines Kredites bei EasyCredit im Überblick:

  • Best-Preis-Garantie: Falls Sie innerhalb eines Monats nach Abschluss Ihres easyCredit ein günstigeres Angebot mit vergleichbaren Leistungen finden oder unzufrieden sein sollten, können Sie den easyCredit kostenlos zurückgeben.
  • Flexibel: Sondertilgungen und Ablösung jederzeit einfach möglich.
  • Zertifiziert: easyCredit wurde als erster Privatkredit in Deutschland für Fairness in den Bereichen Beratung, Kreditentscheidung und Service vom TüV SüD zertifiziert – das bedeutet auch eine verbraucherfreundliche Produktausstattung mit dem geprüften Fairness-Paket.
  • Ausgezeichnet: easyCredit wurde von FOCUS MONEY für das beste Kreditangebot mit dem 1. Platz ausgezeichnet (Ausgabe 11/2010). Getestet wurden Beratung, Kundenorientierung und Kreditangebot.
  • Partnerschaftlich: Sollten Sie unverschuldet in eine wirtschaftliche Notlage geraten, verzichten wir ab dem 7. Monat nach Abschluss auf gerichtliche Maßnahmen und suchen gemeinsam mit Ihnen eine Lösung.
  • Zusätzlich abgesichert: Wenn Sie möchten, können Sie Ihren Kredit auch mit einer Restkreditversicherung absichern. So kommen Sie mit Ihrer Ratenzahlung nicht in Schwierigkeiten, falls Sie z.B. unerwartet arbeitslos oder arbeitsunfähig werden.

VW/Porsche -Milliardenklage abgewiesen

Porsche ist es gelungen die erste Milliardenklage wegen der gescheiterten VW Übernahme in den USA für sich zu entscheiden. Insgesamt hatten 39 Kläger aus den USA beim Bundesgericht Klage in Höhe von ca. zwei Milliarden US Dollar eingereicht. Das Gericht jedoch wies die Klage als unbegründet zurück. Das Gericht begründete die Abweisung der Klage damit, dass die bundesstaatlichen US-Wertpapiergesetze keine Anwendung auf die betroffenen Aktiengeschäfte fänden. Die Kläger können nun innerhalb der nächsten 30 Tage natürlich noch Berufung gegen das Urteil einlegen, und werden sich wohl so schnell auch nicht geschlagen geben.

Dennoch war meine Vermutung vor Monaten, dass die Klagewelle gegen Porsche so einen Verlauf nehmen könnte offenbar richtig. Selbst wenn eine solche Klage irgendwann noch zugelassen werden sollte, wovon ich nicht ausgehe, dann dürften sich die anschließenden Prozesse wohl über Jahre hinweg ziehen. Eine unmittelbare Gefahr für Porsche oder die anstehende Fusion mit dem Volkswagen Konzern besteht meiner Meinung nach somit nicht. Viel sinnvoller ist es somit wohl sich als Aktionär der beiden Konzerne auf die operative Situation bei der Investmententscheidung zu konzentrieren…

Macht Porsche bald Tesla Konkurrenz?

Es wird spannend beim Sportwagenbauer Porsche. Vor kurzem kündigte die Unternehmensführung an man wolle auf der North American International Auto Show in Detroit, die in der übernächsten Woche beginnen wird,  eine absolute Weltpremiere und mehrere neuen Modelle für den US Markt vorstellen. Nicht nur die Kunden dürften dies mit Spannung verfolgen, sondern auch die Aktionäre. Es gibt im Vorfeld der Automobilmesse einige Spekulationen darüber was die Weltpremiere denn nun sein könnte. Zuletzt überraschte Porsche mit dem legendären Konzept des 918 Spider, der aber bislang für den Geldbeutel der meisten Menschen unerschwinglich sein dürfte.

Porsche richtet sich inzwischen deutlich mehr auf das jüngere Publikum aus, und will künftig auch für diese Zielgruppe „bezahlbare“ Autos produzieren. Der eingeschlagene Weg, auch mit der fünften Baureihe Cayun, dürfte richtig sein. Ebenfalls hat sich Porsche inzwischen dazu bekannt, dass es in der Vergangenheit nicht sinnvoll war sich gegen eine Diesel Variante der einzelnen Modelle zu entscheiden. Für den 911er kann man sich das freilich nicht unbedingt vorstellen, aber im Cayenne und auch bald im Panamera hat das Diesel-Aggregat durchaus seine Daseinsberechtigung. Welchen neuen Coup will das Unternehmen nun Anfang nächsten Jahres landen?

Am Montag den 10. Januar 2011 soll es soweit sein. Für alle, die nicht in Detroit dabei sein können, überträgt Porsche die Premieren über die Porsche-Website als Webcast. Ich gehe davon aus, das es sich bei der Weltpremiere nun um eine abgespeckte Variante des 918 Spider handeln könnte, ein Hybridauto mit extremen Leistungsdaten, oder sogar ein reines Elektroauto. Nicht zuletzt die Probleme Chinas, des künftigen Hauptabsatzmarktes für Benzin- und E-Fahrzeuge, dürften einen verstärkten Einstieg in dieses Segment rechtfertigen. Der US Konkurrent Tesla hat es vorgemacht. Ein Auto reines Elektroauto um die 150.000,- Euro, dass Spaß macht und die Umwelt schont. Das ist der Markt der Zukunft. Tesla baut derweil bereits an einem Viersitzer, somit wäre auch später eine E-Variante des Panamera denkbar.

Porsche verzeichnet bereits seit Monaten wieder wachsende Nachfrage nach seinen Produkten, insbesondere bei der neuen Baureihe Panamera und bei der neuen Generation des Geländewagens Cayenne. Für die Zukunft besteht genügend Phantasie, nicht zuletzt durch die neu geschaffenen Synergien mit VW und Audi. Wer weiß ob ich mit meiner Vermutung Recht habe, ich bin selber sehr gespannt, aber Sinn würde es wohl für Porsche langfristig machen diesen Weg einzuschlagen. Noch ist Tesla klein genug um den Amerikanern Marktanteile abringen zu können, und eventuell passt ja dann auch Tesla später gut in einen VW-Porsche Konzern….

Natürlich ist dies reine Spekulation von meiner Seite – Vielleicht wird ja auch einfach nur der neue 911er in Detroit vorgestellt??

TradingUpdate VW, Porsche, Continental und BMW Vz.

Nach den gestrigen Turbulenzen aufgrund der drohenden Regulierung des Automarktes in China zeigen sich die Aktien der Automobilhersteller und -Zulieferer, nach anfänglichen Verkäufen, heute wieder etwas erholt. Ich gehe davon aus das diese Nachricht wohl mehr Unruhe verbreitet hat, als dies unbedingt nötig gewesen wäre. Die Kursabschläge gestern und heute dürften übertrieben gewesen sein. Das „Handelsblatt“ hatte gestern berichtet, dass die Stadtregierung von Peking die Zahl der Neuzulassungen im kommenden Jahr halbieren wolle. Weder ist diese Nachricht amtlich, noch sind bis dato die Zahlen offiziell. Grund für diese Aussage war wohl vorrangig das permanente Verkehrschaos in Peking. Eine Stadt mit 22 Millionen Einwohnern braucht eben neben schicken Wolkenkratzern auch eine ordentliche Infrastruktur.

Grundsätzlich heißt das wohl auch nicht, das die Absatzzahlen der deutschen Automobilhersteller nun zwangsweise in den Keller gehen müssen, sollte es so kommen. Denn im Gegensatz zu den USA, wo auf einen Bürger 1,3 PKW kommen und bei uns in Deutschland immer noch ein Auto für jeden dritten Bürger sieht die Rechnung in China deutlich anders aus. Hier hat „nur“ jeder 20te Bürger ein Auto, und meistens sind dies Fahrzeuge die in absehbarer Zeit erneuert werden müssen. Die neu entstandene Mittelschicht konsumiert vorrangig westliche Produkte, die als Zeichen für Wohlstand und entsprechende Anerkennung in China gelten.

China wir die Umweltprobleme und auch die mangelnde Infrastruktur mittelfristig in den Griff bekommen müssen. Hier werden inzwischen auch Milliardenbeträge investiert, aber es reicht bei weitem nicht um der Lage Herr zu werden. Ich sehe China langfristig als den Markt für alternative Antriebstechniken im Automobilsektor. Hersteller die das rechtzeitig erkennen und sich entsprechend darauf einstellen werden zu den großen Gewinnern der Zukunft gehören. Vergessen sollte man aber auch nicht den Wirtschaftsfaktor Automobilbau in China. Nicht von ungefähr kommen die Pläne vieler europäischer Hersteller große Werke und Produktionsstätten im Reich der aufgehenden Sonne zu errichten. Die Nachfrage in China wird noch einige Jahre hoch bleiben bis ein gewisser Sättigungsgrad eingetreten ist. Arbeitsplätze werden geschaffen und dies schafft zusätzlichen Wohlstand.

Zu den einzelnen Aktien des Sektors… Bei BMW gab es heute schlechte Kommentare von Analysten. Metzler hält die Aktie für zu teuer und hat das Kursziel von 60,- auf 55,- Euro runtergestuft. BMW dürfte nach unserer Meinung auf dem aktuellen Niveau fair bewertet sein. Wie schon vor Wochen geschrieben kann ich mir aber im kommenden Jahr einen weiteren Anstieg bis 70,- Euro vorstellen. Im Branchenvergleich deutlich unterbewertet scheinen hingegen die Vorzugsaktien von BMW zu sein, die heute ebenfalls etwas nachgeben und somit unseren Wunsch-Kaufkurs erreicht haben. Die Diskrepanz zwischen den Stammaktien die nahe der 60,- Euro Marke notieren und den Vorzugsaktien, die es heute deutlich unter 40,- Euro gibt wird sich irgendwann auflösen. Sollten die Stämme im kommenden Jahr über 70,- Euro notieren sehe ich für die Vorzüge ein Minimalziel von ca. 60,- Euro.

Bei VW scheint gerade ebenfalls etwas die Luft raus zu sein, allerdings sind Kurse knapp über der Unterstützung bei 118,- Euro für uns ebenfalls eher wieder Kaufkurse. Mittelfristig ist und bleibt VW neben Porsche der interessanteste Wert aus dem Automobilsektor weltweit. Die VW Aktien befinden sich inzwischen charttechnisch bereits wieder im überverkauften Bereich. Bei Porsche scheint nach dem groben Rücksetzer gestern das Schlimmste überstanden zu sein. Der Abschlag war einfach übertrieben. Inzwischen hat sich die Porsche Aktie wieder über der gültigen Unterstützung bei 60,- Euro eingependelt, das nächste Ziel dürfte nun bei 61,20 liegen.

Wie oben angesprochen wird sich der Automobilmarkt langfristig verändern müssen. Ein großer Profiteur dieser Entwicklung könnte die Continental AG sein, die unter anderem die Komponenten für alternative Antriebstechniken liefert. Wir haben auch diese Aktie wieder in unser Depot aufgenommen. Der Boden bei 58,- Euro hat erneut gehalten. Bei allen genannten Aktien gehen wir davon aus, dass heute ein guter Tag ist erste Positionen aufzubauen.

Jetzt Depots bereinigen und Kapitalertragsteuer sparen

Ich hoffe Sie konnten die Weihnachtsfeiertage in Ruhe genießen! Vor dem Jahreswechsel möchte ich Ihnen nun noch einen Gedankenansatz mitgeben…Denken Sie daran Ihre Verlustbringer kurzfristig zu „entsorgen“! Genauso wichtig wie es ist ab und zu ist die Gewinn zu sichern und mitzunehmen ist es die Verlustpositionen vor Ablauf eines Jahres zu bereinigen. Das heißt wenn Sie noch auf Aktien sitzen die tief im Minus notieren, kann es durchaus sinnvoll sein diese vor Ablauf des Jahres noch zu verkaufen um die Kapitalertragsteuer- Rückerstattung daraus direkt mit den erzielten Gewinnen zu verrechnen. Zum einen erhöht dies die Liquidität Ihres Depots und zum anderen befreien Sie sich damit von Altlasten, und können somit das neue Börsenjahr sozusagen jungfräulich beginnen. Diesen psychologischen Effekt sollte man nicht unterschätzen! Verluste wirken in jeden Depot wie eine Bremse, auch wenn man langfristig von der Aktie überzeugt ist fehlt einem vielleicht genau dieses Kapital um sich kurzfristig an einem äußerst interessanten Trade zu beteiligen, und das kostet dann sozusagen doppelt Ihr Geld.

Ich bin generell kein Freund davon an Verlustpositionen allzu lang festzuhalten. Wesentlich konstruktiver ist es sich immer zu überlegen, ob man diese Aktie zum heutigen Kurs wieder kaufen würde oder nicht. Oftmals fallen dabei einige Depottitel raus, und andere wiederum scheinen momentan deutlich interessanter zu sein. Die Aktien die nach wie vor zu Ihren Favoriten gehören können Sie dann ja wenige Tage später wieder in Ihr Depot aufnehmen. Der Unterschied ist nur , dass sie wieder bei null anfangen und nicht immer die roten Zahlen sehen müssen, was einem die für den Börsenerfolg nötige Kreativität raubt. Ein weiterer Vorteil ist es natürlich, dass Sie Ihren Verlust durch die Rückerstattung der Kapitalertragssteuer direkt etwas kompensieren können, vorausgesetzt Sie haben entsprechende Gewinne mit anderen Aktien gemacht.

Natürlich ist mir an dieser Stelle sehr wohl bewusst, dass das Nehmen von Verlusten eine der schwersten Übungen an der Börse ist, dennoch werden Sie bei genauer Überlegung feststellen, das dieses „System“ deutlich effizienter ist als die Verluste weiterhin auszusitzen, und zu hoffen das sich das Blatt wieder wendet. Die Gefahr das diese Verluste größer werden können sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden. In Optimalfall können Sie die gleiche Aktie fünf oder zehn Prozent günstiger wieder zurückkaufen und reduzieren Ihre Steuerlast…Denken Sie einmal darüber nach!

Aus Bwin und Party Gaming wird Bwin Party Digital Entertainment

Bwin und Party Gaming fusionieren. Je Bwin-Aktie sollen die Aktionäre dann 12,23 Aktien der neuen Gesellschaft erhalten. Die Fusion von Bwin und Party Gaming rückt somit immer näher, die britische Börseaufsicht hat die Fusion und Umtauschschlüssel kürzlich genehmigt. Das dann neu entstandene Unternehmen wird „Bwin Party Digital Entertainment“ heißen, und wohl nur noch an der Londoner Börse notieren. Eine Zweitnotiz an der Wiener Börse ist vorerst nicht geplant, da der Fusionspartner Party Gaming „strikt dagegen“ sei, erklärte Bwin-Chef Norbert Teufelberger heute gegenüber der Presse. Mit der Verschmelzung der beiden Unternehmen entsteht der weltweit größte Online-Glücksspielkonzern.

Die Bwin-Aktionäre werden dann 51,7 Prozent an der neuen Gesellschaft halten, die Party-Gaming-Aktionäre rund 48,3 Prozent. Am 28. Januar 2011 werden die Aktionäre von Bwin über die Fusion abstimmen. Zur selben Zeit wird auch die Hauptversammlung von Party Gaming abgehalten. Bwin-Aktionären, die künftig nicht mehr an dem neuen Unternehmen beteiligt sein wollen, wurde jetzt ein Barabfindungsbetrag von 23,52 Euro je Aktie angeboten, was deutlich unter dem momentanen Aktienkurs liegt, und wohl eher symbolischen Charakter hat.. Es ist also nicht anzunehmen, dass die Aktionäre in großem Umfang dieser Barabfindung zustimmen. Dennoch könnte die Aktie in den kommenden Tagen weiter unter Druck geraten, da Anleger sich nun noch zum Kurs von 28,- Euro je Anteilsschein von Ihren Beständen trennen können.

Teufelberger geht davon aus, dass der Abschluss der Fusion bis zum Ende des ersten Quartals 2011 vollzogen werden könnte. Für die neue Gesellschaft sieht er große Chancen, in den renommierten englischen Aktienindex FTSE 100 aufgenommen zu werden. Wir halten die Bwin Aktie auf dem derzeitigen Niveau für ein interessantes Investment und eine hervorragende Wette auf die baldige Liberalisierung des Glücksspielmarktes in Europa. Kurse unter 28,- Euro können spekulativ orientierte Anleger mit einer Erstposition zum Einstieg nutzen und ggf. bei Kursen um die 24,50 Euro, falls diese Unterstützung noch einmal getestet werden sollte, noch einmal nachlegen. Mittelfristig dürften hier wieder deutlich höhere Notierungen zu sehen sein. Wir sind seit heute mit einer kleinen Position bei dieser spannenden Story dabei.

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