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Bwin und Bet-at-Home – profitieren von der EM 2012 ?

Vor nunmehr bereits geraumer Weile hatten wir über die politische Situation für private Wettanbieter in Deutschland berichtet. Nun kommt offenbar Bewegung in die zähen Verhandlungen zum Glücksspiel-Vertrag. Noch immer weigern sich nahezu alle Bundesländer die Regeln für die Anbieter von Glücksspielen und Sportwetten zu lockern. Schleswig Holstein hat die Liberalisierung des Glücksspielmarktes nun aber weiter voran getrieben und die ersten Lizenzen noch kurz vor den Landtagswahlen vergeben. Demnach dürften Betfair, Jaxx SE und Oddset nun Sportwetten bis zum Jahr 2018 offiziell in dem Bundesland anbieten. An den Wetten teilnehmen dürfen allerdings nur Spieler die einen dauerhaften Wohnsitz in Schleswig Holstein nachweisen können.

Dennoch geht die Landesregierung in Schleswig Holstein damit als erstes Bundesland den rechtskonformen Weg um dem europäischen Glücksspielgesetz gerecht zu werden. In den kommenden Monaten ist somit wohl damit zu rechnen dass auch die anderen Wettanbieter sich um eine entsprechende Lizenz bemühen werden. Der Andrang ist offenbar groß, denn die EM 2012 steht vor der Tür. Laut Presseberichten liegen inzwischen weitere 23 Anträge auf Zulassung vor. Wann die beiden hier besprochenen Anbieter bwin.party und bet-and-win.com eine entsprechende Zulassung beantragen und erhalten werden ist bislang nicht bekannt, aber ich bin mir sicher dass in den Unternehmen mit Hochdruck daran gearbeitet wird.

Vor kurzem berichtete Bet-at.home über die Zahlen zum abgelaufenen Quartal. Der Internet-Sportwettenabieter hat im Jahr 2011 trotzt höherer Erlöse bereits einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen und auch das erste Quartal dieses Jahres lief nicht besonders gut. Demnach schrumpfte das Vorsteuerergebnis auf nur noch  2,1 Mio. nach 3,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Konzernüberschuss reduzierte sich auf 1,4 Mio. nach zuvor 2,5 Mio. Auch der Aktienkurs von bwin.party kann in den letzten Wochen nicht wirklich überzeugen. Nach einem zuvor relativ starken Rebound der Aktie bröselt der Kurs nun wieder kräftig vor sich hin. Alleine gestern wies die Aktie ein Minus von über acht Prozent auf.

Berichten zufolge investieren beide Unternehmen gerade wegen der anstehenden Fußball Europameisterschaft verstärkt in Marketing. Ob sich diese Investitionen am Ende auszahlen werden kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Grundsätzlich steigt damit aber die Chance auf ein starkes nächstes Quartal, und die aktuelle Schwäche bei den Aktien könnte sich als kurzfristig guter Einstiegszeitpunkt erweisen. Beide Aktien sind eher spekulativ einzustufen!

Short-Squeeze bei bwin.party

Wie in der letzten Woche geschrieben war die Wahrscheinlichkeit für einen Short Squeeze bei der Aktie von bwin extrem hoch. Heute legt die Aktie des Sportwetten-Anbieters schlagartig um über 30% zu. Damit ist der vorausgegangene Ausverkauf bei der Aktie dann wohl auch beendet. Um fast 50% verlor die Aktie des neuen Gemeinschaftsunternehmens aus Bwin und Party Gaming in den letzten Tagen an Wert. Als Grund wurden natürlich die neuen Pläne der Bundesländer für die Regulierung des deutschen Wettmarktes angegeben. Ich persönlich habe hier eher an eine konzentrierte Aktion einiger Aktienhändler aus London geglaubt, die sich langfristig günstige Stücke des größten Online Wettanbieters der Welt sichern wollten.

Zugegeben die Gelegenheit für eine Shortattacke war entsprechend günstig. Altanleger waren überwiegend raus aus der Aktie nachdem der Börsenplatz gewechselt wurde, neue Anleger blieben skeptisch, dazu noch die politischen Unwägbarkeiten für die Branche…Wir hatten ja unsere Newsletter-Leser noch Ende letzter Woche darauf hingewiesen, dass hier eine mittelfristig sehr interessante Aktie momentan deutlich unter Wert zu haben sein dürfte. Nach dem Abverkauf von 210 Pence bis auf unter 120 Pence konnte man die bwin.party Aktie zum Preis nur einer der beiden Partner vor der Fusion erwerben. Soll heißen wenn man mutig in der letzten Woche gekauft hat hat man nun Bwin oder Party Gaming nahezu umsonst im Depot. Ich hoffe Sie sind unserem Rat gefolgt..

Der wahren Grund für die heutige Kursbewegung dürfte aber wohl folgender sein… Am Freitag wurden die Inhaber der Seiten PokerStars, UB/AP und FullTilt wegen Geldwäsche, illegalem Glücksspiel und Bankbetrug angeklagt. Die Seite des Poker-Anbieters Fulltiltpoker.com wurde bereits gesperrt! Fulltiltpoker und PokerStars müssen nun Strafen von rund drei Milliarden Dollar fürchten. Poker-Kunden aus den USA sollen auf diesen Portalen künftig blockiert werden, offenbar spekuliert man nun verstärkt darauf, das seriöse Anbieter wie bwin.party davon extrem profitieren könnten, da die Konkurrenz gerade in den USA bislang sehr stark war.

Glückspielstaatsvertrag belastet bwin.party und bet at home

Gestern, knapp drei Jahre nach dem letzten Entwurf wurden die Ergebnisse der Verhandlungen zum künftigen Glückspielstaatsvertrag mit Spannung von der Branche erwartet. Wettanbieter wie bwin.party und Bet-at-Home warten schon lange auf eine Liberalisierung des europäischen Wettmarktes, wurden aber erneut enttäuscht. Zusammenfassen kann man wohl vorab das Fazit ziehen, dass auch diese Variante mal wieder ein kräftiger Schuss in den Ofen ist, und vor dem Europäischen Gerichtshof ebenso wenig Bestand haben dürfte wie das Vorgängermodell. Bereits der Glücksspielstaatsvertrag von 2008 war fernab jeglicher Realität, und für die Branche in nahezu keinem Punkt akzeptabel, das ist auch heute leider nicht anders!

Die Bundesländer wollen nach dem neuen Beschluss ab dem Jahr 2012 den milliardenschweren Sportwettenmarkt für private Anbieter wie Bwin.de zwar öffnen, jedoch ist dieser Schritt mit einigen Auflagen für die Branche verknüpft. Maximal sieben Wettfirmen sollen bundesweit eine Lizenz erhalten, diese gilt aber vorerst nur fünf Jahre, was größere Investitionen sicherlich deutlich risikoreicher gestaltet. Auch die Werbung wurde reguliert!  Trikots- und Bandenwerbung im Stadion ist erlaubt, TV-Werbespots im Umfeld von Sportsendungen sind dagegen nicht zulässig. Private Wettanbieter mit Sitz in Deutschland sollen zusätzlich zu der Besteuerung des Umsatzes nun künftig auch noch eine Konzessionsabgabe von 16,67 Prozent des Wetteinsatzes zahlen, was für die Wettanbieter konkurrenzlos teuer und uninteressant ist.

Auch gestern haben die Ministerpräsidenten der Bundesländer wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, das wir noch nicht soweit sind, mit der Globalisierung, und dem Verständnis für das Internet und dessen Funktionsweise. Es wird krampfhaft an alten Strukturen festgehalten. Der neue Glücksspielstaatsvertrag wird ebenso wie sein Vorgänger die Kunden, sprich Glücksspieler, in die Hände ausländischer Anbieter treiben, die dort ihre Wetten platzieren, und keine Strafverfolgung fürchten müssen. Die Einnahmen und Steuern der Anbieter fließen somit natürlich auch ins Ausland! Beim staatlichen Lotto-Monopol soll sich dagegen nichts ändern, hieß es weiter!

Co-CEO von bwin.party, Norbert Teufelsberger kommentierte das gestern vorgeschlagene Modell der deutschen Ministerpräsidenten so: „Die Einführung wird genauso scheitern wie das zu Ende gehende Monopol-Modell in Deutschland.“ Eine Steuer von 16% auf die Umsätze bei den Sportwetten mache es unmöglich, ein kompetitives Produkt anzubieten. „Die Entscheidung, Poker und Casino-Produkte aus dem Lizenzmodell herauszunehmen, wird die Konsumenten zudem in Richtung Schwarzmarkt treiben.

Das Flensburger Tageblatt kommentierte die Ereignisse wie folgt:

„Was die Bundesländer beim Berliner Politpoker ausgewürfelt haben, wird vor dem Europäischen Gerichtshof mit großer Wahrscheinlichkeit keine Gnade finden. Wieder einmal sind die Ministerpräsidenten zu kurz gesprungen. Schon der Glücksspielstaatsvertrag von 2008 war weltfremd, weil er die Fakten, die das Internet-Zeitalter geschaffen hat, nicht berücksichtigt: Er wurde schlicht und ergreifend von Millionen Bundesbürgern ignoriert, die ihr Glück auf ausländischen Wettplattformen suchen – mit einer Strafverfolgung müssen sie nicht rechnen. Das wird sich auch jetzt nicht ändern: Die geplante Konzessionsabgabe von 16,6 Prozent des Spieleinsatzes schmälert die Ausschüttung über Gebühr. Deshalb wird auch künftig in Wettbuden auf Malta oder Gibraltar gezockt, und die hiesigen Finanzminister schauen in die Röhre. Noch ist Zeit für Nachbesserung. So wie der Deal jetzt eingefädelt wurde, ist der neue Glücksspielstaatsvertrag nicht zustimmungsfähig. Lizenzzahl und Konzessionsabgabe wirken wie auf dem türkischen Basar ausgehandelt. Wichtig wäre eine Abgabe mit Augenmaß, die den Fiskus am milliardenschweren Wettgeschäft beteiligt und den Wettbüros und ihrer Kundschaft gleichzeitig einen echten Anreiz gibt, nach Deutschland zurückzukehren. Hier können sie dann legal spielen und neue Kundschaft werben. Das hat seinen Preis – doch der darf nicht zu hoch sein.“

Die Aktien der Wettanbieter kamen nach der gestrigen Veröffentlichung deutlich unter Druck. Ich gehe nicht davon aus das der Entwurf für den neuen Glückspielstaatsvertrag so bleiben kann, ich gehe auch nicht davon aus, dass der Kursrutsch bei den Sportwettenanbietern von Dauer sein wird, und sehe hier kurzfristig bald interessante Einstiegsmöglichkeiten in die beiden Aktien von bwin.party und bet-at-home. Genauere Informationen zu den Einzelnen Wett-Anbietern erhalten Sie auf dem Frage-Portal WettFuchs.

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Bwin Party Digital Entertainment – am Freitag fällt die Entscheidung

Bwin Party Digital Entertainment wird das Unternehmen demnächst heißen, wenn der österreichische Wettenanbieter bwin mit der britischen Party Gaming fusioniert hat. Mit der Verschmelzung der beiden Unternehmen, die innerhalb des ersten Quartals diesen Jahres abgeschlossen sein soll, entsteht der weltweit größte Online-Glücksspielkonzern. Die heutigen bwin Aktionäre werden dann 51,7 Prozent des neuen Unternehmens halten, die Party-Gaming-Aktionäre rund 48,3 Prozent. Dies ist der Plan von Bwin-Chef Norbert Teufelberger, diesem müssen allerdings noch die Aktionäre auf der Hauptversammlung am Freitag, den 28. Januar 2011 zustimmen.

Je Bwin-Aktie sollen die Aktionäre dann 12,23 Aktien der neuen Gesellschaft erhalten. Bwin-Aktionären, die künftig nicht mehr an dem neuen Unternehmen beteiligt sein wollen, wurde jetzt ein Barabfindungsbetrag von 23,52 Euro je Aktie angeboten, was deutlich unter dem momentanen Aktienkurs liegt, und auch aus fundamentalen Gründen nicht wirklich interessant sein dürfte.

Die bwin Aktie gibt in den letzten Handelstagen erneut deutlich nach, nachdem bekannt wurde, dass bwin eine Steuernachzahlung in Höhe von ca. sieben  Millionen Euro droht. Das österreichische Finanzamt ist der Ansicht, dass das Unternehmen das eine Serverfarm in Österreich betreibt steuerpflichtig sei obwohl es seinen Sitz in Gibraltar hat. Noch ist unklar wie dieses Verfahren ausgehen wird, dennoch sollte auch die eventuelle Zahlung von 7 Millionen Euro keine allzu große Belastung für das Unternehmen darstellen.

Wir halten die Bwin Aktie auf dem derzeitigen Niveau weiterhin für ein sehr interessantes Investment und eine hervorragende Wette auf die baldige Liberalisierung des Glücksspielmarktes in Europa. Kurse um die 27,- Euro können spekulativ orientierte Anleger mit einer Erstposition zum Einstieg nutzen und ggf. bei Kursen um die 25,60 Euro, falls diese Unterstützung noch einmal getestet werden sollte, noch einmal nachlegen. Mittelfristig dürften hier wieder deutlich höhere Notierungen zu sehen sein. Wir sind seit heute, nach unserem letzten Ausstieg bei 30,65 Euro erneut mit einer kleinen Position bei dieser spannenden Story dabei!

Aus Bwin und Party Gaming wird Bwin Party Digital Entertainment

Bwin und Party Gaming fusionieren. Je Bwin-Aktie sollen die Aktionäre dann 12,23 Aktien der neuen Gesellschaft erhalten. Die Fusion von Bwin und Party Gaming rückt somit immer näher, die britische Börseaufsicht hat die Fusion und Umtauschschlüssel kürzlich genehmigt. Das dann neu entstandene Unternehmen wird „Bwin Party Digital Entertainment“ heißen, und wohl nur noch an der Londoner Börse notieren. Eine Zweitnotiz an der Wiener Börse ist vorerst nicht geplant, da der Fusionspartner Party Gaming „strikt dagegen“ sei, erklärte Bwin-Chef Norbert Teufelberger heute gegenüber der Presse. Mit der Verschmelzung der beiden Unternehmen entsteht der weltweit größte Online-Glücksspielkonzern.

Die Bwin-Aktionäre werden dann 51,7 Prozent an der neuen Gesellschaft halten, die Party-Gaming-Aktionäre rund 48,3 Prozent. Am 28. Januar 2011 werden die Aktionäre von Bwin über die Fusion abstimmen. Zur selben Zeit wird auch die Hauptversammlung von Party Gaming abgehalten. Bwin-Aktionären, die künftig nicht mehr an dem neuen Unternehmen beteiligt sein wollen, wurde jetzt ein Barabfindungsbetrag von 23,52 Euro je Aktie angeboten, was deutlich unter dem momentanen Aktienkurs liegt, und wohl eher symbolischen Charakter hat.. Es ist also nicht anzunehmen, dass die Aktionäre in großem Umfang dieser Barabfindung zustimmen. Dennoch könnte die Aktie in den kommenden Tagen weiter unter Druck geraten, da Anleger sich nun noch zum Kurs von 28,- Euro je Anteilsschein von Ihren Beständen trennen können.

Teufelberger geht davon aus, dass der Abschluss der Fusion bis zum Ende des ersten Quartals 2011 vollzogen werden könnte. Für die neue Gesellschaft sieht er große Chancen, in den renommierten englischen Aktienindex FTSE 100 aufgenommen zu werden. Wir halten die Bwin Aktie auf dem derzeitigen Niveau für ein interessantes Investment und eine hervorragende Wette auf die baldige Liberalisierung des Glücksspielmarktes in Europa. Kurse unter 28,- Euro können spekulativ orientierte Anleger mit einer Erstposition zum Einstieg nutzen und ggf. bei Kursen um die 24,50 Euro, falls diese Unterstützung noch einmal getestet werden sollte, noch einmal nachlegen. Mittelfristig dürften hier wieder deutlich höhere Notierungen zu sehen sein. Wir sind seit heute mit einer kleinen Position bei dieser spannenden Story dabei.

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