Day- bzw. Swingtrading statt Buy an Hold

Gewinne mitgenommen! Mein Einstieg am Freitag bei VW und Porsche hat sich als richtig erwiesen, auch wenn der Gewinn bei der Porsche Aktie deutlich kleiner ausgefallen ist als ich dies erwartet hatte. In diesen Tagen scheint Day- bzw. Swingtrading die bessere alternative zu sein als Buy an Hold. Die Märkte bleiben volatil, die Umsätze sehr gering, und dementsprechend sind manche Kursbewegungen auch etwas irrational. Genau diesen Faktor kann man aber immer wieder in der Zeit vor Weihnachten bis nach Silvester schön nutzen um einige erfolgreichen Daytrades zu machen. Die Zeit für eine erneute längerfristig ausgerichtete Buy an Hold Strategie, und hier rede ich eher von Wochen und Monaten als von Jahren, bei einigen Titeln wird ebenfalls bald wieder kommen, ich gehe jedoch momentan nicht davon aus, das es sinnvoll ist sich vor Ende Januar wieder verstärkt im Aktienmarkt zu engagieren.

Die aktuelle Frage ist also, welche Kräfte die umsatzschwache Zeit „zwischen den Jahren“ nutzen werden. Zum einen sind da die BigPlayer, üblicher Weise sind institutionelle Anleger an einem freundlichen Jahresabschluss interessiert und polieren noch einmal ihre Depots zumindest optisch etwas auf. Die Signale, die der Markt momentan von technischer Seite sendet, sprechen allerdings auf der anderen Seite nicht unbedingt für deutlich steigende Kurse. Auch wenn der Trend zweifelsfrei intakt ist, sind die Chart-Kerzen der letzten Tage nicht mehr überzeugend. Immer wieder kommt es zu sehr kleinen positiven Tageskerzen, aber auch zu deutlich größeren negativen Kerzen. All dies zeugt nicht unbedingt von echter Marktstärke, sondern eher von Unsicherheit. Der Markt tritt auf der Stelle und wartet auf ein klares Signal. Zwar testete der S&P 500 gestern bereits die 1.250 Punkte Hürde, in den einzelnen Aktien werden die Tagesgewinne aber meistens bis zum Handelsende wieder abverkauft.

Die Stimmung bleibt grundsätzlich bullisch, der Januar ist aber überwiegend eine schwacher Aktienmonat, und das sollten Sie unbedingt beachten. Natürlich werden einzelne Aktien auch in dieser Phase ordentlich performen, das Risiko von einem Rücksetzer steigt aber insgesamt deutlich. Es würde mich nicht wundern wenn der Markt nach dem Anstieg der letzten Monate demnächst einmal richtig „durchschnauft“. Für den Dax heißt dies im Optimalfall einen Rücksetzer bis auf ca 6.800 Punkte. Noch ist es allerdings nicht soweit. Kurzfristige Trades können einem die Wartezeit dabei etwas versüßen, oder Sie genießen einfach mal ein paar Tage ohne Börse im Kreise Ihrer Lieben…

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