KUKA AG – Gewinner des Automobil-Booms?

Die KUKA AG steuerte seit Ausbruch der Krise ebenfalls durch schweres Wasser, konnte allerdings mit den zuletzt veröffentlichten Zahlen wieder überzeugen. Die Konzernführung hatte bei der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen angekündigt den Konzern wieder auf Effizienz trimmen zu wollen. Sowohl die finanzielle Situation als auch die operative Marge scheinen sich kontinuierlich wieder zu verbessern. Die Zukunftsaussichten für die kommenden zwei bis drei Jahre haben sich durch die wieder anziehende Konjunktur und vor allem den Boom im Kfz-Markt wieder deutlich verbessert.

Steigende Kapazitätsauslastungen sowie Rekordwerte bei Profitabilität und Cash Flow dürften die Investitionsneigung vieler Unternehmen auch in den kommenden Monaten weiter stärken, und damit auch dem führenden europäischen Produktionsroboter- und Anlagenbauer zu höherem organischen Wachstum verhelfen. Insbesondere die deutsche Automobilbranche profitiert von der hohen Nachfrage aus den Schwellenländern und China. Der Bedarf der dort nun entstehenden Mittelschicht nach Premium Produkten „Made in Germany“ dürfte noch ein paar Jahre hoch bleiben. Nicht umsonst gehen die führenden Produzenten wie VW, Audi, Porsche, Mercedes und BMW von einer durchschnittlichen Verdoppelung Ihrer Produktion in den kommenden Jahren aus.

Diese hochgesteckten Ziele dürften aber nicht mit einer bloßen Aufstockung des Personals zu erreichen sein. Viel mehr benötigen die Automobilhersteller in Zukunft mehr den je extrem effiziente Produktionsanlagen in denen ein Großteil der Arbeitsschritte von Robotern erledigt werden kann. Zum einen ist dies nötig um die geforderten Stückzahlen zu erreichen, und zum anderen wohl um eine dauerhaft möglichst optimale Kosten-Nutzen-Struktur zu erreichen. Für das Jahr 2011 rechnen Fachleute somit mit einem deutlichen Umsatzwachstum sowie einer Verbesserung der operativen Marge bei der Kuka AG.

Die als Holding fungierende KUKA AG kontrolliert eine weltweit tätige Unternehmensgruppe des Maschinen- und Anlagenbaus mit dem Fokus auf robotergestützter Automation für die industrielle Fertigung. In der Automobilindustrie ist der Konzern seit Jahren nach eigenen Angaben Technologieführer. Das hier erarbeitete Know-how wird seit einigen Jahren erfolgreich auch auf andere Industrien übertragen. Die KUKA AG erwirtschaftet auf fünf Kontinenten mit rund 5.800 Mitarbeitern in 80 Tochtergesellschaften einen Umsatz von knapp einer Milliarde Euro, und wird an der Börse derzeit mit 488 Millionen Euro bewertet.

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