VW und Porsche nach HV kräftig im Aufwind, der Cajun kommt!

Bereits gestern wurde bekannt, dass der Sportwagenbauer Porsche in Zukunft im VW Konzern eine deutlich gewichtigere Rolle spielen soll. Volkswagen setzt voll und ganz auf die Kompetenz der Zuffenhausener in Sachen Sportwagen hieß es gestern. Heute auf der Hauptversammlung wurden weitere Details zur Integration von Porsche bekannt gegeben. man wolle nun die Schirmherrschaft für die Marken Bugatti und Bentley ebenfalls an Porsche übertragen, hieß es.Die beiden Luxus-Pkw-Marken werden sich künftig eine Architektur-Plattform mit dem Porsche Panamera teilen, den sogenannten Standardbaukasten für heck- und allrad-getriebene große Limousinen. Die Porsche Entwicklungsabteilung soll im ersten Schritt mit 150 Millionen Euro weiter ausgebaut werden, und ca. 100 weitere Ingenieure sollen eingestellt werden.

Ebenfalls gestern wurde bekannt, dass Porsche nun mit der Produktion der fünften Baureihe beginnen werde. Der „Cajun“ kommt also etwas schneller als erwartet. Mit dem kleinen Geländewagen, der preislich unterhalb des Kassenschlagers „Cayenne“ angesiedelt werden soll, will sich Porsche für eine jüngere, weniger zahlungskräftige Kundschaft öffnen. Der Aufsichtsrat gab am Montag grünes Licht zur Entwicklung der Modellreihe. VW-Chef Martin Winterkorn ließ es sich nicht nehmen, die frohen Botschaften den Entwicklern von Porsche am gestrigen Montag selbst zu überbringen. Mit der Neuausrichtung des Konzerns gerät die Marke Audi nun bei der Konzeption von Sportwagen etwas ins Hintertreffen was den Ingolstättern nicht unbedingt behagen dürfte. Dennoch wird die Marke Audi wohl auch in Zukunft eines der wesentlichen Zugpferde des Volkswagen-Konzerns bleiben.

Der Zeitpunkt all dieser guten Nachrichten ist natürlich nicht zufällig gewählt. Die Konzernführung möchte damit die Zukunft des Konzerns in den schillerndsten Farben malen, um für die anstehende Kapitalerhöhung bei dem Sportwagenbauer zu werben. Insgesamt sollen 5 Milliarden Euro eingenommen werden, um die Schuldenlast von knapp 6 Milliarden schnellstmöglich deutlich zu drücken. Die Familien Porsche und Piech haben sich bereits bereit erklärt einen Großteil dieser Kapitalerhöhung mit zu tragen. Der Optimismus ist wohl auch berechtigt. Die Synergien die sich durch einen integrierten Automobilkonzern erzielen ließen, dürften die Gewinne in den kommenden Jahren, nachdem man sich der Altlasten entledigt hat, weiterhin kräftig sprudeln lassen.

Sowohl die Aktien von VW als auch von Porsche bleiben weiterhin gefragt. Analysten diverser Bankhäuser setzen permanent ihre Kursziele für alle Aktiengattungen der beiden Unternehmen nach oben, (bis auf ein paar wenige Ausnahmen) Wir gehen davon aus, dass dieser Trend weiter anhalten dürfte und die VW-Porsche Story auch im kommenden Jahr eine der interessantesten überhaupt sein dürfte. Wir bleiben natürlich dabei, und werden ggf. weiter aufstocken!

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